23. Juli 2026
Männer, wie sie Kirche und Menschheit in der heutigen Krise brauchen

Die Menschen, die wir brauchen

Von Rober­to de Mat­tei* Noch vor der Ver­wir­rung der Struk­tu­ren steht die Ver­wir­rung des Den­kens. Das ist der Schlüs­sel, mit dem wir den geschicht­li­chen Augen­blick ver­ste­hen müs­sen, den wir der­zeit erle­ben. Die Kri­se, die heu­te die katho­li­sche Welt erschüt­tert, ist nicht in erster Linie eine orga­ni­sa­to­ri­sche oder stra­te­gi­sche Kri­se; sie ist viel­mehr eine geist­li­che und kul­tu­rel­le Kri­se, die die Art und Wei­se betrifft, wie wir den­ken, urtei­len und auf die Ereig­nis­se reagieren.

Hintergrund

Zwei Dubia. Die Zweifel der Schweigenden

In der Zeit­schrift Itin­é­rai­res, Nr. 330 (Febru­ar 1989), ver­öf­fent­lich­te der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler Jean Madiran (1920–2013) den Bei­trag „Duo dubia. Les dou­tes des silen­cieux“, der sich mit den weni­ge Mona­te zuvor ohne päpst­li­ches Man­dat vor­ge­nom­me­nen Bischofs­wei­hen durch Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re in Écô­ne aus­ein­an­der­setzt. Der Auf­satz ist ein zeit­ge­schicht­li­ches Doku­ment von sel­te­ner Klar­heit und blei­ben­dem Rang, das
Männer, wie sie Kirche und Menschheit in der heutigen Krise brauchen
Forum

Die Menschen, die wir brauchen

Von Rober­to de Mat­tei* Noch vor der Ver­wir­rung der Struk­tu­ren steht die Ver­wir­rung des Den­kens. Das ist der Schlüs­sel, mit dem wir den geschicht­li­chen Augen­blick ver­ste­hen müs­sen, den wir der­zeit erle­ben. Die Kri­se, die heu­te die katho­li­sche Welt erschüt­tert, ist nicht in erster Linie eine orga­ni­sa­to­ri­sche oder stra­te­gi­sche Kri­se; sie ist viel­mehr eine geist­li­che und kul­tu­rel­le Kri­se, die die Art und Wei­se betrifft, wie wir den­ken, urtei­len und auf die Ereig­nis­se reagieren.
Papst Leo XIV. verweilte vor dem verehrten Dreifaltigkeitsfresko in Vallepietra.
Leo XIV.

Papst Leo XIV. besuchte in den Sommerferien Montecassino, Vallepietra und Subiaco

Wäh­rend sei­nes Som­mer­auf­ent­halts in Castel Gan­dol­fo unter­nahm Papst Leo XIV. bereits meh­re­re unan­ge­kün­dig­te Pil­ger­fahr­ten zu eini­gen der bedeu­tend­sten geist­li­chen Orte Mit­tel­ita­li­ens. Die pri­va­ten Besu­che führ­ten ihn zunächst zur Bene­dik­ti­ner­ab­tei Mon­te­cas­si­no und zwei Tage spä­ter zum Drei­fal­tig­keits­hei­lig­tum in Vall­epie­tra sowie zu den Bene­dik­ti­ner­klö­stern von Subia­co. Im Mit­tel­punkt aller Sta­tio­nen stan­den Gebet, Begeg­nun­gen mit den Ordens­ge­mein­schaf­ten und
Der neue Apostolische Nuntius für Argentinien, Msgr. Michael Banach, ist in Buenos Aires eingetroffen
Leo XIV.

Neuer Nuntius in Buenos Aires angekommen

Mit der Ankunft des neu­en Apo­sto­li­schen Nun­ti­us in Argen­ti­ni­en ist offen­bar das letz­te for­ma­le Hin­der­nis für die erwar­te­te Ankün­di­gung der ersten Süd­ame­ri­ka­rei­se von Papst Leo XIV. besei­tigt. Der US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Erz­bi­schof Micha­el Banach traf am 22. Juli in Bue­nos Aires ein und über­nimmt damit offi­zi­ell die diplo­ma­ti­sche Ver­tre­tung des Hei­li­gen Stuhls in Argentinien.
Auf einer einsamen Insel der Orkney-Gruppe vor der Küste Schottlands errichteten die Transalpinen Redemptoristen ihr Mutterkloster
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Warum sich diese Bischofsweihe von jener der Piusbruderschaft unterscheidet

Von Johan­nes Jakob* Am 1. Juli 2026 weih­te die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. vier neue Bischö­fe ohne die Erlaub­nis des Pap­stes. Nach Ansicht des Vati­kans stell­te dies einen Akt des Unge­hor­sams dar und führ­te unmit­tel­bar ins Schis­ma. Am kom­men­den Sams­tag, dem 25. Juli 2026, fin­det wie­der eine uner­laub­te Bischofs­wei­he statt und trotz­dem unter­schei­det sich die­ses Ereig­nis
Das Internet entstand aus staatlich finanzierter militärischer Forschung, seine wirtschaftliche Verwertung wurde jedoch politisch privatisiert. So konzentrierten sich Gewinne und Macht bei wenigen privaten Akteuren.
Hintergrund

Internet: Von den militärischen Ursprüngen zur digitalen Kontrolle

Mil­li­ar­den Men­schen nut­zen das Inter­net als Werk­zeug der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Infor­ma­ti­on. Den­noch sind sei­ne Ursprün­ge wei­ter­hin Gegen­stand von Dis­kus­sio­nen unter Wis­sen­schaft­lern und Beob­ach­tern. Wäh­rend der klei­ne­re Teil die vor­herr­schen­de Rol­le der US-ame­ri­­ka­­ni­­schen mili­tä­ri­schen For­schung her­vor­he­ben, wird meist lie­ber der Bei­trag der aka­de­mi­schen Welt und der wis­sen­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit betont. Ein ver­kürz­tes Ent­ste­hungs­nar­ra­tiv redu­ziert das Inter­net auf
Der Künstlerpriester Marko Ivan Rupnik mit seinem Protektor Papst Franziskus. Ist das zweite Verfahren gegen den ehemaligen Jesuiten bereits entschieden?
Nachrichten

Ist auch das zweite Rupnik-Verfahren entschieden?

Ein neu­es Gerücht um das kir­chen­recht­li­che Ver­fah­ren gegen den ehe­ma­li­gen Jesui­ten und Prie­ster­künst­ler Mar­ko Ivan Rup­nik löste erheb­li­che Unru­he aus. Aus­gangs­punkt war der in vati­ka­ni­schen Ange­le­gen­hei­ten gut infor­mier­te tra­di­ti­ons­ver­bun­de­ne Blog Mes­sa in Lati­no. Nach des­sen Dar­stel­lung soll das Ver­fah­ren bereits abge­schlos­sen wor­den sein – mit einem für Rup­nik gün­sti­gen Aus­gang. Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung hier­für gibt
Pater Michael Mary, Gründer und Generaloberer der altrituellen Transalpinen Redemptoristen, will sich am kommenden 25. Juli ohne päpstliches Mandat zum Bischof weihen lassen.
Liturgie & Tradition

Die (sedisvakantistische) Bischofsweihe bei den Transalpinen Redemptoristen

Der Bischof von Aber­deen, Msgr. Hugh Gil­bert OSB, hat das Ange­bot im über­lie­fer­ten Römi­schen Ritus in sei­ner schot­ti­schen Diö­ze­se deut­lich aus­ge­wei­tet, zugleich jedoch schar­fe Kon­se­quen­zen aus der jüng­sten Ent­wick­lung inner­halb der alt­ri­tu­el­len Gemein­schaft der Söh­ne des Aller­hei­lig­sten Erlö­sers (FSSR), bes­ser bekannt auch als Tran­sal­pi­ne Redempto­ri­sten, gezo­gen. Wäh­rend ehe­ma­li­ge Mit­glie­der der auf der schot­ti­schen Insel Papa


Bilder

Der Fischerring für Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. wur­de am heu­ti­gen 18. Mai von Kar­di­nal­bi­schof Luis Anto­nio Tag­le auf dem Peters­platz der Fischer­ring ange­legt. Der Annu­lus pis­ca­to­ris oder päpst­li­che Ring ist eine der Insi­gni­en des Papstes.