27. Mai 2026
Die Kirche als Schiff in einem Sturm.

Die Eigendynamik der Verflüssigung

Von Con­tra Ambi­va­lent* I. Ein­lei­tung: Die Logik der Kri­se Die katho­li­sche Kir­che befin­det sich gegen­wär­tig in einer Situa­ti­on sicht­ba­rer inne­rer Span­nung. In ver­schie­de­nen Orts­kir­chen ste­hen unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen zen­tra­ler lehr­amt­li­cher Tex­te neben­ein­an­der. Bischöf­li­che Stel­lung­nah­men diver­gie­ren, und auf der Ebe­ne der Gläu­bi­gen ent­steht nicht sel­ten der Ein­druck wach­sen­der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. In der öffent­li­chen Wahr­neh­mung wird die­se Situa­ti­on häu­fig als

E-Ferrari mit Papst Leo XIV.
Leo XIV.

Papst Leo XIV. im E‑Ferrari – doch die Aktie fällt

Papst Leo XIV. erleb­te am gest­ri­gen Diens­tag in den päpst­li­chen Gär­ten von Castel Gan­dol­fo eine Begeg­nung der unge­wöhn­li­chen Art: Die Spit­zen des ita­lie­ni­schen Luxus­au­to­bau­ers Fer­ra­ri prä­sen­tier­ten dem Kir­chen­ober­haupt den ersten voll­elek­tri­schen Fer­ra­ri der Fir­men­ge­schich­te. Der Pon­ti­fex nahm selbst hin­ter dem Steu­er Platz. Wäh­rend­des­sen gin­gen in der Auto­mo­bil­bran­che seit der soge­nann­te „Ener­gie­wen­de“ in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land,
Leo XIV. gestern beim Verlassen der Päpstlichen Residenz in Castel Gandolfo
Leo XIV.

Papst Leo XIV. mahnt Hilfe für Gaza und Achtung der Menschenrechte an

Mit bemer­kens­wer­ter Deut­lich­keit äußer­te sich Papst Leo XIV. erneut zum Krieg im Nahen Osten und hob dabei ins­be­son­de­re das Leid der Bevöl­ke­rung im Gaza­strei­fen her­vor. Wäh­rend sei­nes gest­ri­gen, an Diens­ta­gen übli­chen Auf­ent­halts in Castel Gan­dol­fo beant­wor­te­te der Hei­li­ge Vater abends bei sei­ner Abrei­se spon­tan Fra­gen von Jour­na­li­sten, bevor er in den Vati­kan zurück­kehr­te. Sei­ne Wor­te
Die Kirche als Schiff in einem Sturm.
Forum

Die Eigendynamik der Verflüssigung

Von Con­tra Ambi­va­lent* I. Ein­lei­tung: Die Logik der Kri­se Die katho­li­sche Kir­che befin­det sich gegen­wär­tig in einer Situa­ti­on sicht­ba­rer inne­rer Span­nung. In ver­schie­de­nen Orts­kir­chen ste­hen unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen zen­tra­ler lehr­amt­li­cher Tex­te neben­ein­an­der. Bischöf­li­che Stel­lung­nah­men diver­gie­ren, und auf der Ebe­ne der Gläu­bi­gen ent­steht nicht sel­ten der Ein­druck wach­sen­der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. In der öffent­li­chen Wahr­neh­mung wird die­se Situa­ti­on häu­fig als
Nachrichten

Die Piusbruderschaft ist das Symptom, nicht die Ursache

Der Schwei­zer Prie­ster, Kano­nist und frü­he­re Gene­ral­vi­kar der Diö­ze­se Chur, Mar­tin Gricht­ing, dia­gno­sti­ziert in sei­ner jüng­sten Ana­ly­se für Info­Va­ti­ca­na eine tie­fe Ver­trau­ens­kri­se inner­halb der katho­li­schen Kir­che. Aus­gangs­punkt sei­ner Über­le­gun­gen ist eine eben­so ein­fa­che wie bri­san­te Fra­ge: Was geschieht, wenn jene Instanz, die in der Kir­che höch­ste Auto­ri­tät besitzt, selbst den Ein­druck erweckt, nicht mehr unein­ge­schränkt
Die vier Priester, die für die Piusbruderschaft am 1. Juli zu Bischöfen geweiht werden sollen: (v. l.) Pater Pascal Schreiber, Pater Michael Goldade, Pater Michel Poinsinet de Sivry, Pater Marc Hanappier
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Vier neue Bischöfe für die Piusbruderschaft

Die Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) gab offi­zi­ell die Namen jener vier Prie­ster bekannt, die am 1. Juli in Ecô­ne zu Bischö­fen geweiht wer­den sol­len. Die ange­kün­dig­ten Wei­hen mar­kie­ren einen Ein­schnitt von histo­ri­scher Trag­wei­te, denn sie erin­nern nicht nur sym­bo­lisch an die berühm­ten Bischofs­wei­hen von 1988 durch Erz­bi­schof Mar­cel Lefeb­v­re, son­dern lei­ten zugleich einen sicht­ba­ren
Der Heilige Synod der koptisch-orthodoxen Kirche faßte den Beschluß, den "theologischen Dialog" mit der katholischen Kirche wieder aufzunehmen, nachdem Papst Leo XIV. "Zusicherungen" gegeben hatte
Genderideologie

Welche „Zusicherungen“ gab Papst Leo XIV. der Koptisch-Orthodoxen Kirche zu Fiducia supplicans?

Im Zusam­men­hang mit den unter Papst Fran­zis­kus in Fidu­cia sup­pli­cans vor­ge­se­he­nen Homo-Seg­nun­­­gen hat­te die Kop­tisch-Ortho­­do­­xe Kir­che im März 2024 beschlos­sen, den theo­lo­gi­schen Dia­log mit der katho­li­schen Kir­che aus­zu­set­zen. Am 15. Mai 2026 sand­te Leo XIV einen Brief an Tawa­dros II., sei­nem Titel nach Papst von Alex­an­dri­en und Patri­arch des Stuhls des hei­li­gen Mar­kus[3] und damit
Papst Leo XIV. mit Msgr. Antonio Staglianò, Vorsitzender der Päpstlichen Akademie für Theologie
Leo XIV.

Leo XIV. hebt das theologische Konzept des „gerechten Krieges“ auf

Msgr. Anto­nio Sta­glianò, seit 2009 Bischof von Noto auf Sizi­li­en und seit 2022 Vor­sit­zen­der der Päpst­li­chen Aka­de­mie für Theo­lo­gie und Bera­ter des Dik­aste­ri­ums für die Glau­bens­leh­re, wur­de in der gest­ri­gen Aus­ga­be der römi­schen Tages­zei­tung Il Mess­ag­ge­ro mit einer Aus­sa­ge zitiert, die nach­denk­lich stimmt: Obwohl Leo XIV. ein Sohn des hei­li­gen Augu­sti­nus ist, scheint er des­sen
Das verhängnisvolle Pontifikat
Buchbesprechungen

Grigio: Das desaströse Pontifikat von Papst Franziskus

Buch­be­spre­chung von Wolf­ram Schrems* Das apo­ka­lyp­ti­sche Ber­g­o­­glio-Pon­ti­­fi­­kat ist über ein Jahr nach des­sen Ende nun­mehr in eine histo­ri­sche Per­spek­ti­ve gera­ten. Viel­leicht begin­nen man­che die Läh­mung abzu­schüt­teln und gestat­ten sich nun­mehr einen rea­li­sti­schen Blick auf die­se zwölf schlim­men Jah­re. Ande­re fei­ern das Andenken an Papst Berg­o­glio, man­che wäh­nen ihn tat­säch­lich (schon) im Him­mel. – Nur ein wirk­lich­keits­be­zo­ge­ner Blick


Bilder

Der Fischerring für Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. wur­de am heu­ti­gen 18. Mai von Kar­di­nal­bi­schof Luis Anto­nio Tag­le auf dem Peters­platz der Fischer­ring ange­legt. Der Annu­lus pis­ca­to­ris oder päpst­li­che Ring ist eine der Insi­gni­en des Papstes.