2. Oktober 2026
"Die Jagd ist eröffnet." Kirchenfeindliche Karikatur aus der Zeit zwischen 1861 und 1870 - mit geopolitischem Kontext. Die Garibaldiner schießen auf Kleriker. Der neue italienische König will den Papst abschießen. Der Franzose ruft: "Im Kirchenstaat wird nicht gejagt". Der Brite antwortet, während er sein Gewehr lädt: "Laß ihn (den italienischen König) einen guten Schuß machen, dann sind wir alle zufrieden."

1870: Rom wird Hauptstadt – zwischen Licht und vielen Schatten

Von Anto­nel­lo Can­n­a­roz­zo* Bevor ich die­sen Arti­kel geschrie­ben habe, habe ich ich bewußt län­ger gewar­tet, um fest­zu­stel­len, wie das histo­ri­sche Datum des 20. Sep­tem­ber 1870, das an die Ein­nah­me Roms und das Ende des Kir­chen­staa­tes und damit der welt­li­chen Herr­schaft der Päp­ste erin­nert, seit eini­gen Jah­ren immer mehr ver­blaßt und inzwi­schen weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen wird.

"Die Jagd ist eröffnet." Kirchenfeindliche Karikatur aus der Zeit zwischen 1861 und 1870 - mit geopolitischem Kontext. Die Garibaldiner schießen auf Kleriker. Der neue italienische König will den Papst abschießen. Der Franzose ruft: "Im Kirchenstaat wird nicht gejagt". Der Brite antwortet, während er sein Gewehr lädt: "Laß ihn (den italienischen König) einen guten Schuß machen, dann sind wir alle zufrieden."
Hintergrund

1870: Rom wird Hauptstadt – zwischen Licht und vielen Schatten

Von Anto­nel­lo Can­n­a­roz­zo* Bevor ich die­sen Arti­kel geschrie­ben habe, habe ich ich bewußt län­ger gewar­tet, um fest­zu­stel­len, wie das histo­ri­sche Datum des 20. Sep­tem­ber 1870, das an die Ein­nah­me Roms und das Ende des Kir­chen­staa­tes und damit der welt­li­chen Herr­schaft der Päp­ste erin­nert, seit eini­gen Jah­ren immer mehr ver­blaßt und inzwi­schen weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen wird.
Christus König
Nachrichten

„Venite ad me“: Der Vatikan sucht nach Wegen aus der Krise der Glaubensweitergabe

Seit gerau­mer Zeit wird im Dik­aste­ri­um für die Glau­bens­leh­re unter der Lei­tung von Kar­di­nal Vic­tor Manu­el „Tucho“ Fernán­dez an einem Doku­ment gear­bei­tet, das sich einer der ent­schei­den­den Fra­gen der gegen­wär­ti­gen Kir­chen­kri­se wid­men soll: Wie kann der katho­li­sche Glau­be in einer Welt wei­ter­ge­ge­ben wer­den, in der immer mehr Men­schen – vor allem die jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen – …
Papst Leo XIV. mit Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Auf Wunsch der deutschen Bischöfe, aber wohl auch mit Blick auf Frankreich, erklärte Leo XIV. die "extreme Rechte" mit dem Christentum für nicht vereinbar. Papst Franziskus hatte bereits Donald Trump sein Christsein abgesprochen. Gibt es im Interesse der an den Wahlurnen bedrängten herrschenden Eliten eine neue Kategorie der politischen Exkommunikation?
Forum

Leo XIV. und die extreme Rechte – Und was ist mit der Linken?

„Man erlebt eine gewis­se Ver­bin­dung die­ser rechts­extre­men Sicht­wei­sen mit einer bestimm­ten Form von Reli­gi­on, die – und das ist nicht nur mei­ne per­sön­li­che Auf­fas­sung, son­dern auch die Auf­fas­sung der füh­ren­den Ver­tre­ter sowohl der katho­li­schen als auch der pro­te­stan­ti­schen Kir­che in Deutsch­land – kein authen­ti­scher Aus­druck des Chri­sten­tums ist.“ So äußer­te sich Leo XIV. im Flug­zeug im …
Papst Leo XIV. auf der Place de la Concorde in Paris
Forum

Leo XIV. und die Place de la Concorde

Von Rober­to de Mat­tei* Die Apo­sto­li­sche Rei­se von Leo XIV. nach Frank­reich vom 25. bis zum 28. Sep­tem­ber 2026 erwies sich als ein Publi­kums­er­folg, der selbst den Papst über­rasch­te. Frank­reich gehört näm­lich zu den euro­päi­schen Län­dern, in denen sich ein aggres­si­ver Säku­la­ris­mus beson­ders deut­lich zeigt. Am Vor­abend des Papst­be­suchs erschien ein aus­führ­li­cher Bericht des Euro­pean …
Der Jerusalemer Tempelschatz wurde 71 n. Chr. nach Rom gebracht und im Triumphzug durch die Straßen der Stadt getragen
Forum

Antijudaismus, Antisemitismus, Nostra aetate und die Freiheit der Kritik

Seit meh­re­ren Jahr­zehn­ten beschäf­tigt sich Don Cur­zio Nito­glia mit phi­lo­so­phi­schen und theo­lo­gi­schen Fra­gen, mit Kir­chen­ge­schich­te und auch mit dem Ver­hält­nis zwi­schen Chri­sten­tum und Juden­tum. In sei­nen Schrif­ten und Vor­trä­gen wid­me­te er sich beson­ders der soge­nann­ten Juden­fra­ge aus theo­lo­gi­scher Sicht, dem Anti­se­mi­tis­mus, dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil und der Erklä­rung Nost­ra aet­a­te. Außer­dem ver­öf­fent­lich­te er ein Buch …
Papst Leo XIV. mit Kardinal Mauro Gambetti, Erzpriester des Petersdoms
Leo XIV.

Gambetti vor dem Abgang aus St. Peter

Kar­di­nal Mau­ro Gam­bet­ti OFMConv steht offen­bar unmit­tel­bar vor dem Abschied vom Peters­dom. Seit Mona­ten kur­sie­ren Gerüch­te über sei­ne Ablö­sung als Erz­prie­ster der Vatikan­ba­si­li­ka. Nun ver­dich­ten sich die Hin­wei­se. Als neu­es Ziel wird die süd­ita­lie­ni­sche Erz­diö­ze­se Chie­ti-Vas­to genannt.
Das Motto des Papstbesuches in Argentinien lautet "Willkommen alle". So wollen es Argentiniens Bischöfe. Papst Leo XIV. verlangte den Zusatz: "Geht und verkündet", der nun zumindest klein darunter hinzugefügt wurde.
Forum

Einige Anmerkungen zum Papstbesuch in Argentinien

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Am ver­gan­ge­nen Mon­tag wur­den Ein­zel­hei­ten über den Besuch von Papst Leo XIV. in Argen­ti­ni­en bekannt: Logo, Mot­to und Hym­ne sowie das Pro­gramm des Besu­ches. Es lohnt sich durch­aus, zumin­dest ober­fläch­lich bei die­sen Din­gen zu ver­wei­len, um dar­an ein wenig den Zustand des Epi­sko­pa­tes abzulesen.
Bilder

Der Fischerring für Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. wur­de am heu­ti­gen 18. Mai von Kar­di­nal­bi­schof Luis Anto­nio Tag­le auf dem Peters­platz der Fischer­ring ange­legt. Der Annu­lus pis­ca­to­ris oder päpst­li­che Ring ist eine der Insi­gni­en des Papstes.