Da sich die römische Reaktion auf die unerlaubten Bischofsweihen 2026 auf einer ganz anderen Ebene der Rechtsqualität bewegt als 1988, geht die FSSPX den Rechtsweg und rekuriert beim Heiligen Stuhl gegen das Exkommunikationsdekret.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Piusbruderschaft zieht die kirchenrechtliche Karte

Die Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Rom und der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. geht in eine neue Pha­se. Nach dem Dekret des Glau­bens­dik­aste­ri­ums vom 2. Juli 2026 beschrei­tet die Bru­der­schaft den vor­ge­se­he­nen kir­chen­recht­li­chen Weg und legt einen Rekurs ein. Damit setzt die FSSPX nicht auf eine poli­ti­sche Erklä­rung oder eine demon­stra­ti­ve Zurück­wei­sung des römi­schen Vor­ge­hens, son­dern auf die
Der Priester Joachim Heimerl von Heimthal, eine profilierte katholische Stimme aus dem deutschen Sprachraum, soll mit einem Schreibverbot belegt werden. Was ist los in der Kirche?
Liturgie & Tradition

„Ich schweige nicht“ – Ein Interview mit P. Joachim Heimerl von Heimthal

Joa­chim Heim­erl von Heim­thal ist Prie­ster der Erz­diö­ze­se Wien, pro­mo­vier­ter Ger­ma­nist sowie Theo­lo­ge. Er war Lehr­be­auf­trag­ter an der Lud­­wig-Maxi­­mi­­li­ans-Uni­­ver­­­si­tät Mün­chen und ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig in ver­schie­de­nen Spra­chen Bei­trä­ge zu theo­lo­gi­schen, lit­ur­gi­schen und kir­chen­po­li­ti­schen The­men. Heu­te gehört er zu den pro­fi­lier­te­sten katho­li­schen Stim­men. Wegen sei­ner cou­ra­gier­ten Art, auch unbe­que­me Din­ge anzu­spre­chen und beim Namen zu nen­nen, sieht
Der Vorfall von London: Zwei Homosexuelle feierten ihre Homo-Verbindung in einer Kirche samt Homo-Segnung und mit einem Kardinal als Prediger. Die Homosexualisierung der Kirche schreitet voran.
Genderideologie

Kardinal Radcliffe und die Londoner Homo-Segnung

Die Debat­te um Kar­di­nal Timo­thy Rad­clif­fe und eine Seg­nung eines Homo-Paa­­res in Lon­don ist mehr als ein Ein­zel­fall. Sie berührt eine zen­tra­le Fra­ge der gegen­wär­ti­gen Kir­chen­kri­se: Wie lan­ge kann eine kirch­li­che Pra­xis in eine ande­re Rich­tung wei­sen als die unver­än­dert blei­ben­de kirch­li­che Lehre?
Roger Vangheluwe war von 1984 bis 2010 Bischof von Brügge. Er mußte wegen sexuellen Mißbrauchs zurücktreten und wurde vor zwei Jahren laisiert.
Nachrichten

Roger Vangheluwe ist tot – ein Skandal, der die Kirche in Belgien bis heute verfolgt

Am 3. Juli 2026 starb Roger Vang­he­lu­we im Alter von 89 Jah­ren. Sein Name bleibt untrenn­bar mit einem der schwer­sten Miß­brauchs­skan­da­le in der jün­ge­ren Geschich­te der katho­li­schen Kir­che Bel­gi­ens ver­bun­den. Der ehe­ma­li­ge Bischof von Brüg­ge starb zwei Jah­re, nach­dem ihn der Vati­kan aus dem Kle­ri­ker­stand ent­las­sen hatte.
Papst Leo XIV. auf dem Balkon des Apostolischen Palastes in Castel Gandolfo. Im Hintergrund ist der Albaner See, ein Kratersee, zu sehen
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Leo XIV. verbringt Sommerwochen in Castel Gandolfo – Spekulationen über mögliche Begegnungen

Papst Leo XIV. begann am Sonn­tag sei­nen dies­jäh­ri­gen Som­mer­auf­ent­halt in Castel Gan­dol­fo und griff damit eine alte päpst­li­che Tra­di­ti­on auf. Bis zum 27. Juli wird sich der Hei­li­ge Vater in der päpst­li­chen Som­mer­re­si­denz süd­lich von Rom auf­hal­ten. Der Auf­ent­halt dient zwar der Erho­lung, dürf­te jedoch – wie bereits im ver­gan­ge­nen Jahr – nicht frei von
Liturgie & Tradition

Wenn der Diakon das Hochgebet spricht – liturgischer Mißbrauch

Die hei­li­ge Eucha­ri­stie ist nach kirch­li­chem Ver­ständ­nis der Mit­tel­punkt des kirch­li­chen Lebens. Gera­de des­halb sind ihre lit­ur­gi­schen Struk­tu­ren uni­ver­sell prä­zi­se gere­gelt – nicht als deko­ra­ti­ve Ord­nung, son­dern als Aus­druck des theo­lo­gi­schen Gehalts der Zele­bra­ti­on selbst. Vor die­sem Hin­ter­grund zeigt eine in der Diö­ze­se Bozen-Bri­­xen öffent­lich über­tra­ge­ne Meß­fei­er auf, daß bis in die letz­te Diö­ze­se des
Boden der wiederentdeckten frühchristlichen Basilika von Oderzo
Nachrichten

Wiederentdeckte frühchristliche Basilika

In unmit­tel­ba­rer Nähe des Doms von Oder­zo, dem anti­ken Opi­ter­gi­um, sind unter dem Are­al der ehe­ma­li­gen Pesche­ria (Fisch­markt) bedeu­ten­de Reste einer früh­christ­li­chen Basi­li­ka frei­ge­legt wor­den. Der Befund gilt als einer der wich­tig­sten archäo­lo­gi­schen Neu­fun­de zur spät­an­ti­ken Sakral­to­po­gra­phie im nord­ost­ita­lie­ni­schen Raum und erwei­tert das Bild der Chri­stia­ni­sie­rung der Regi­on erheblich.
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Die Sprache des Glaubens gegen den Geist der Zeit

Die Pre­digt von Pater Davi­de Pagli­a­ra­ni anläß­lich der Bischofs­wei­hen in Écô­ne (hier voll­stän­dig nach­zu­le­sen) ent­fal­te­te sich als pro­gram­ma­ti­sche Posi­tio­nie­rung der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. in dem durch die Wei­hen neu auf­ge­bro­che­nen Span­nungs­feld zum Hei­li­gen Stuhl und den Orts­kir­chen. Der Grund­duk­tus war daher dezi­diert iden­ti­tär: Sie beschreibt nicht nur den Glau­ben, son­dern defi­niert zugleich die eige­ne
Zwei der neugeweihten Bischöfe der Piusbruderschaft in einem Moment des Weiheaktes
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Ein Vergleich der Exkommunikationsdekrete von 1988 und 2026

Nach dem heu­te vom römi­schen Glau­bens­dik­aste­ri­um als Reak­ti­on auf die gest­ri­gen Bischofs­wei­hen der Pius­bru­der­schaft erlas­se­nen Dekret lädt zunächst ein Ver­gleich mit dem Dekret von 1988 ein, das von der dama­li­gen Bischofs­kon­gre­ga­ti­on unter der Lei­tung von Kar­di­nal Ber­nar­din Gan­tin erlas­sen wur­de. Die bei­den Dekre­te ste­hen in einem klar erkenn­ba­ren Kon­ti­nui­täts­ver­hält­nis kir­chen­recht­li­cher Argu­men­ta­ti­on, unter­schei­den sich jedoch in
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Ein erster Kommentar zur Exkommunikation der Piusbruderschaft

Von Giu­sep­pe Nar­di Als erste spon­ta­ne per­sön­li­che Reak­ti­on auf die Bekannt­ga­be des Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­de­krets des römi­schen Dik­aste­ri­ums für die Glau­bens­leh­re unter der Lei­tung von Kar­di­nal Víc­tor Manu­el ‚Tucho‘ Fernán­dez kam mir Shake­speare in den Sinn, der in „Ham­let“ den Polo­ni­us sagen läßt:  „Und ist es Wahn­sinn, so hat es doch Metho­de.“ Bild: Wikicommons