Bauprojekt schreitet voran – 2022 wird das „Haus der Abrahamitischen Familie“ eröffnet

Die "Brüderlichkeit aller Menschen" ist im Zeitplan

Der vereinigte Tempelkomplex der drei "abrahamitischen Religionen" in Abu Dhabi entsteht termingerecht. Ein Fünftel der Bauarbeiten ist vollendet. 2022 wird die Eröffnung wie geplant stattfinden.
Der vereinigte Tempelkomplex der drei "abrahamitischen Religionen" in Abu Dhabi entsteht termingerecht. Ein Fünftel der Bauarbeiten ist vollendet. 2022 wird die Eröffnung wie geplant stattfinden.

(Abu Dha­bi) Die Errich­tung des soge­nann­ten Abra­ha­mic Fami­ly Hou­se, ein „Haus der Abra­ha­mi­ti­schen Fami­lie“, das auf der Insel Saa­di­yat in Abu Dha­bi gebaut wird, schrei­tet vor­an. 20 Pro­zent des Bau­werks, das in einer gemein­sa­men Anla­ge eine Moschee, eine Syn­ago­ge und eine katho­li­sche Kir­che ver­ei­nen wird, sind ver­wirk­licht. Die Eröff­nung der ersten gemein­sa­men Tem­pel­an­la­ge der mono­the­isti­schen Reli­gio­nen ist für 2022 geplant.

Die Bau­fort­schrit­te sei­en genau im Zeit­plan, gab die Pres­se­stel­le des Pro­jekts in Abu Dha­bi bekannt. Dazu stell­te sie eine Luft­auf­nah­me der Bau­stel­le zur Ver­fü­gung, die den aktu­el­len Stand der Bau­ar­bei­ten doku­men­tiert. Bau­trä­ger ist das Hohe Komi­tee für die Brü­der­lich­keit aller Men­schen. Die­ses Komi­tee betreibt auch die offi­zi­el­le Inter­net­sei­te des Projekts.

Zudem wur­den die Namen bekannt­ge­ge­ben, wel­che die drei Kult­stät­ten tra­gen wer­den. Die isla­mi­sche Gebets­stät­te wird Moschee Imam Al-Tay­y­eb hei­ßen und nach Ahmad Moham­med al-Tay­y­eb, dem Erb­scheich der Sufi-Bru­der­schaft und Groß­i­mam der Al-Azhar-Uni­ver­si­tät in Kai­ro, benannt sein, der mit Papst Fran­zis­kus am 4. Febru­ar 2019 in Abu Dha­bi das Doku­ment über die Brü­der­lich­keit aller Men­schen unterzeichnete.

  • Die Unter­zeich­nung des Doku­ments bil­de­te den Auf­takt zu einem gan­zen Paket von Initiativen.
  • Dazu gehört ein Hohes Komi­tee für die Brü­der­lich­keit aller Men­schen, das im August 2019 von Papst Fran­zis­kus und Al-Tay­y­eb ins Leben geru­fen wur­de, um das Doku­ment umzusetzen.
  • Im Novem­ber 2019 wur­de Al-Tay­y­eb von Papst Fran­zis­kus im Vati­kan emp­fan­gen, um das gro­ße Bau­pro­jekt Haus der Abra­ha­mi­ti­schen Fami­lie vorzustellen.
  • Am 3. Okto­ber 2020 unter­zeich­ne­te Papst Fran­zis­kus in Assi­si sei­ne drit­te Enzy­kli­ka Fra­tel­li tut­ti („Alle Brü­der“), die die „Brü­der­lich­keit aller Men­schen“ zum The­ma hat.
  • Das „Video vom Papst“ im Janu­ar 2021 wid­me­te Fran­zis­kus der „uni­ver­sa­len Brü­der­lich­keit“.
  • Im Febru­ar 2021 wur­de auf dem Kapi­tol in Rom in Anwe­sen­heit von Papst Fran­zis­kus, des UNO-Gene­ral­se­kre­tärs und des Groß­i­mams Al-Tay­y­eb der erste Inter­na­tio­na­le Tag der Brü­der­lich­keit aller Men­schen begangen.
  • Künf­tig soll in dem Tem­pel­kom­plex der Reli­gio­nen der hoch­do­tier­te Human Bro­ther­hood Award, der „Preis für die mensch­li­che Brü­der­lich­keit“ ver­lie­hen werden.
Das Pro­jekt von Abu Dhabi.

Die drei Kult­zen­tren, Moschee, Syn­ago­ge und Kir­che, wer­den in Abu Dha­bi „dem indi­vi­du­el­len Gebet“ die­nen. Sie sind ober­ir­disch durch eine Gar­ten­an­la­ge ver­bun­den, unter­halb durch ein Gang­sy­stem. Die­ses ver­bin­det sie mit einem vier­ten Teil, einem gemein­sa­men Stu­di­en­zen­trum, das die Idee der Brü­der­lich­keit aller Men­schen för­dern und ver­brei­ten soll.

Die jüdi­sche Gebets­stät­te wird Syn­ago­ge Moi­ses Ben Mai­mon hei­ßen, benannt nach Moses Mai­mo­n­i­des, einem mit­tel­al­ter­li­chen Rab­bi, Rechts­ge­lehr­ten, Arzt und Phi­lo­so­phen, der 1135 oder 1138 in Cor­do­ba gebo­ren wur­de und 1204 in Kai­ro gestor­ben ist. Mai­mo­n­i­des gilt als füh­ren­der Tal­mud-Gelehr­ter und spielt für das nach­christ­li­che, rab­bi­ni­sche Juden­tum eine zen­tra­le Rol­le. Zudem gilt er als Reprä­sen­tant jener „gol­de­nen“ Zeit der ara­bisch-mus­li­mi­schen Herr­schaft in Spa­ni­en, die aller­dings eine Erfin­dung der Auf­klä­rung ist, deren Zweck es war, die katho­li­sche Kir­che anzu­grei­fen. Das Doku­ment von Abu Dha­bi wur­de im Febru­ar 2019 von kei­nem jüdi­schen Ver­tre­ter unterzeichnet.

Die Kir­che wird, so die Pres­se­er­klä­rung, nach dem „hei­li­gen Fran­zis­kus“ benannt („St. Fran­cis Church“), was nach katho­li­schem Ver­ständ­nis nur bedeu­ten kann, daß sie die­sen Hei­li­gen zum Patron erhält, also ihm geweiht ist. Die Anspie­lung auf Papst Fran­zis­kus in Ana­lo­gie zu Al-Tay­y­eb, dem ande­ren Unter­zeich­ner des Abu-Dha­bi-Doku­ments, ist offen­sicht­lich. Papst Fran­zis­kus ist aller­dings nicht hei­lig­ge­spro­chen. Es ist unklar, wel­cher „hei­li­ge Fran­zis­kus“ gemeint ist. In der Bekannt­ga­be wur­de nicht näher benannt, ob die Kir­che dem hei­li­gen Franz von Assi­si oder einem ande­ren „hei­li­gen Fran­zis­kus“ geweiht ist. Erste­res läge nahe wegen der ein­ma­li­gen Vor­rech­te, die durch die Begeg­nung des Hei­li­gen aus Assi­si mit Sul­tan Al Malik al-Kamil im Jahr 1219 dem Fran­zis­ka­ner­or­den in der isla­mi­schen Welt ein­ge­räumt wur­den. Genau im Jahr 2019, in dem der Start­schuß zur „Brü­der­lich­keit aller Men­schen“ erfolg­te, wur­de die­ser Begeg­nung vor 800 Jah­ren gedacht. Zei­tun­gen in den Emi­ra­ten am Per­si­schen Golf berich­ten es aller­dings anders. Gulf Today, eine Tages­zei­tung in Bah­rein, schrieb am Dienstag:

Zei­tun­gen in den Emi­ra­ten berich­ten auf den Titelseiten

„Die drei Kult­stät­ten wur­den nach Dr. Ahmed al-Tay­y­eb, dem Groß­i­mam von Al-Azhar, Papst Fran­zis­kus, Ober­haupt der katho­li­schen Kir­che, und Moses Ben Mai­mon, jüdi­scher Phi­lo­soph des 12. Jahr­hun­derts, benannt.“

So berich­te­ten es auch ande­re ara­bi­sche Medi­en. Das Bau­pro­jekt fand ins­ge­samt in den Tages­zei­tun­gen am Per­si­schen Golf gro­ße Auf­merk­sam­keit. Die Natio­nal News in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten ver­öf­fent­lich­te ein groß­for­ma­ti­ges Foto der Luft­auf­nah­me des aktu­el­len Bau­zu­stan­des. Papst Fran­zis­kus ist das Aus­hän­ge­schild des Pro­jekts. Die Regie­rung der Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­te ist die trei­ben­de Kraft dahin­ter. Sie stell­te den Grund zur Ver­fü­gung und finan­ziert die „Brü­der­lich­keit aller Menschen“.

Gulf Today titel­te: „Namen der drei Kult­stät­ten des Abra­ha­mi­ti­schen Hau­ses ent­hüllt“. Ähn­lich Gulf News in den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten: „Namen der drei Kult­stät­ten im Haus der Abra­ha­mi­ti­schen Fami­lie bekannt­ge­ge­ben.“ Kha­leej Times, eben­falls aus den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten, schrieb: „Ein Haus, ver­schie­de­ne Glau­bens­be­kennt­nis­se“. Die eng­li­sche Sek­ti­on von Vati­can­News titel­te am 15. Juni „Haus der Abra­ha­mi­ti­schen Fami­lie in Abu Dha­bi wird 2022 eröffnet“.

Da es sich um ein Pro­jekt han­delt, das Papst Fran­zis­kus beson­ders wich­tig ist, erstaunt die gerin­ge Auf­merk­sam­keit, die von den vati­ka­ni­schen Medi­en der Sache gewid­met wurde.

Erfreut und zufrie­den zeig­te sich die Frei­mau­re­rei, die Papst Fran­zis­kus im Okto­ber 2020 ein Lob aus­sprach für die „Ana­lo­gien“ in sei­ner Enzy­kli­ka Fra­tel­li tut­ti zu den Prin­zi­pi­en der Frei­mau­re­rei (sie­he auch hier). Ein Kapi­tel der Enzy­kli­ka ist dem Mot­to der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on von 1789: „Frei­heit, Gleich­heit, Brü­der­lich­keit“ gewid­met. Es fällt die Ähn­lich­keit zu Aus­sa­gen der Sozia­li­stin Michel­le Bache­let auf, der ehe­ma­li­gen Prä­si­den­tin von Chi­le und nun­meh­ri­gen Hohen Kom­mis­sa­rin für Men­schen­rech­te der Ver­ein­ten Natio­nen. Am 1. Dezem­ber sag­te sie bei einem gemein­sa­men Fest­akt der Groß­lo­ge von Chi­le und der Frau­en-Groß­lo­ge von Chi­le zum Jah­res­tag der Men­schen­rechts­er­klä­rung: „Wir brau­chen frei­mau­re­ri­sche Prin­zi­pi­en wie die Brü­der­lich­keit, um als eine Mensch­heit zusam­men­zu­kom­men, denn das sind wir.“

Teils schar­fe Kri­tik kam hin­ge­gen aus den Rei­hen der katho­li­schen Kir­che. Die erste „Klar­stel­lung“ kam bereits weni­ge Tage nach der Unter­zeich­nung des Abu-Dha­bi-Doku­ments von Msgr. Atha­na­si­us Schnei­der, dem Weih­bi­schof von Asta­na: „Die Viel­falt der Reli­gio­nen ist nicht gott­ge­wollt“. Fast zeit­gleich bezeich­ne­te der öster­rei­chi­sche Phi­lo­soph Josef Sei­fert die zen­tra­le Pas­sa­ge des Doku­ments als „Häre­sie der Häre­si­en“. Im Novem­ber 2019 pro­te­stier­ten hoch­ran­gi­ge Kir­chen­ver­tre­ter, dar­un­ter meh­re­re Kar­di­nä­le, Con­tra recen­tia sacri­le­gia, gegen jüng­ste sakri­le­gi­sche Aktio­nen von Papst Fran­zis­kus. Der Pro­test rich­te­te sich pri­mär gegen den Pach­a­ma­ma-Kult im Vati­kan rund um die Ama­zo­nas­syn­ode, aber auch gegen das Abu-Dha­bi-Doku­ment. Der ehe­ma­li­ge Apo­sto­li­sche Nun­ti­us in den USA, Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò, sprach davon, daß der „Neo-Moder­nis­mus die Kir­che tyran­ni­siert“.

Beim Par­al­lel- oder Kon­kur­renz­pro­jekt in Ber­lin, der Kon­text ist nicht klar, dem Hou­se of One – Haus des Einen, erfolg­te vor drei Wochen die Grund­stein­le­gung. Dort wer­den eine Syn­ago­ge, eine Moschee und eine pro­te­stan­ti­sche Kir­che unter einem gemein­sa­men Dach errich­tet. Die Grund­idee der Ver­ei­ni­gung der drei mono­the­isti­schen Reli­gio­nen ist jedoch die­sel­be. Die Initia­ti­ve in Ber­lin geht von evan­ge­li­scher Sei­te aus und wird von poli­ti­scher Sei­te, der Regie­rung von Ber­lin und der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, mit Steu­er­gel­dern groß­zü­gig finan­ziert. Es besteht aber kein Zwei­fel, daß das Abu-Dha­bi-Pro­jekt die Nase vor­ne hat und der erste ver­ei­nig­te mono­the­isti­sche Tem­pel­kom­plex der Welt sein wird.

Die zeit­li­che Par­al­le­li­tät der bei­den Pro­jek­te erstaunt aller­dings und läßt eine unsicht­ba­re Ver­bin­dung vermuten.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: forhumanfraternity.org (Screen­shots)

Print Friendly, PDF & Email

6 Kommentare

  1. Zitat: „Teils schar­fe Kri­tik kam hin­ge­gen aus den Rei­hen der katho­li­schen Kirche.“
    Das ver­ste­he ich nicht.
    Im Kon­zils­do­ku­ment über den Öku­me­nis­mus und die Reli­gi­ons­frei­heit wird doch genau das gefor­dert, was jetzt passiert.
    Bischof Schnei­ders Nein dazu in Ehren, aber das Kon­zil nimmt er still­schwei­gend hin.
    Ent­we­der oder.
    Chri­stus hat gesagt „Ich bin die Wahr­heit, nie­mand kommt zum Vater, außer durch mich“
    Das schließt die ande­ren Reli­gio­nen, auch den Pro­te­stan­tis­mus aus.

  2. Neue Häu­ser, Tempel:

    Die evan­ge­li­sche Kir­che in Ber­lin ist da schon wei­ter, sie haben in dem „Haus des Einen“ immer­hin schon in einem Haus ihre ver­schie­de­nen Zim­mer. Die­ses Gebäu­de wur­de — und das ist die Bot­schaft für uns — wur­de auf den Fun­da­men­ten der ca. 1230 von Katho­li­ken erbau­ten und nach den Bom­ben­schä­den abge­tra­ge­nen St.Petri-Kirche erbaut. Also weg mit Petrus, dem Stell­ver­tre­ter Chri­sti und her mit wem? Wer ist der „Eine“? Nun, viel­leicht Nathan der Wei­se oder…, nun ja es gibt zwei, die ange­be­tet wer­den möchten.

    Das päpst­li­che „Haus der Abra­ha­mi­schen Fami­lie“ ist wohl eher eine Über­gangs­pha­se, noch kein gemein­sa­mes Dach, nur Über­gän­ge für Leer­ge­bäu­de zur Umer­zie­hung. Aller­dings wird den drei glei­chen Klöt­zen nur eine etwas unter­schied­li­che Kos­me­tik erlaubt, man kann auch dar­in drei glei­che Frei­mau­rer Klöt­ze sehen, dar­an wur­den wir ja schon gewöhnt durch die „Volks­al­tä­re“, die viel­fach die­se mono­li­thi­schen Klöt­ze sind und die Hoch­al­tä­re in Gra­bes­forn mit Lei­chen­tuch ver­decken, oder auch drei­mal die Form der Kaaba.
    Das Wort Tem­pel­kom­plex ist schon gut, sagt der Teil „Tem­pel“ doch deut­lich aus, dass es sich um kei­ne christ­li­che Kir­che han­delt, denn Sakral­bau­ten der Chri­sten wur­den immer Kir­chen genannt. Das Wort „mono­the­istisch“ ist auch schon gut, denn es sagt nichts über das Wesen die­ses einen Got­tes aus, es sagt halt nur, dass es einer ist und nicht meh­re­re. Nun es gibt vie­le Göt­ter und von denen kann man sich einen aussuchen? 

    Opfer:
    Geschicht­lich gese­hen hat Gott der Herr mit Sei­nen erst­ge­schaf­fe­nen Men­schen Adam und Eva direk­ten Kon­takt, die bei­den brauch­ten kein Opfer, denn sie waren zunächst ohne Sün­de. Nach dem Sün­de­fall fing der Teu­fel an, auf der Welt zu herr­schen. Bereits Kain und Abel brach­ten Opfer dar. Dann erwähl­te Gott sich das jüdi­sche Volk zu Sei­nem Volk, das Ihm Opfer dar­brin­gen soll­te. Die­se Tier­op­fer, männ­lich und feh­ler­frei, waren nur ein Hin­weis auf die gött­li­che Opfer­ga­be in Jesus Selbst. Das jüdi­sche Volk opfert nicht mehr, denn der Neue Bund in Chri­stus hat den Alten Bund abge­löst und täg­lich wird viel­tau­send­fach in der gan­zen Welt das gött­li­che Opfer Jesus Selbst, dass allein Gott wohl­ge­fäl­lig ist, vom Auf­gang der Son­ne bis zum Unter­gang Gott dar­ge­bracht — ein gro­ßes Geh­ein­mis, seit 2000 Jahren.
    Eher könn­te die Welt ohne Son­ne bestehen, als ohne das hl. Meß­op­fer (P. Pio)
    Der Islam kennt kei­ne Opfer. Der heu­ti­ge Mensch „braucht“ kein Opfer mehr, weil er die Sün­de nicht kennt.
    Im Ber­li­ner „Haus des Einen“ wird kein Sünd­op­fer mehr gefei­ert, weil die evan­ge­li­sche Kir­che ja kei­ne apo­sto­li­sche Prie­ster­wei­he kennt, die Juden opfern nicht mehr und der Islam opfert nicht.
    Bin mal gespannt, wie es in Abu Dha­bi wird.

    Hier noch sehr wich­ti­ge wah­re auf­klä­ren­de Wor­te und leicht ver­ständ­lich von Erz­bi­schof Vigano:
    Der gro­ße Reset: Die letz­te gro­ße Lüge | UNSER MITTELEUROPA (unser-mitteleuropa.com)

    Eine sol­che Erkennt­nis und Auf­klä­rung über de Rea­li­tät hät­te ich mir von einem Papst gewünscht.

  3. „Haus der Abra­ha­mi­ti­schen Familie“
    Ich den­ke das die­ses etwas zu kurz gesprun­gen ist und der Grö­ße unse­res Got­tes nicht ganz gerecht wird.
    Denn so spricht der Herr unser Gott.
    „Amen, amen, ich sage euch: Noch ehe Abra­ham wur­de, bin ich.“
    Ja er ist wahr­lich das Alpha und das Ome­ga und man soll­te alle Brü­der dar­auf brü­der­lich hinweisen.
    Per Mari­am ad Christum,

    • Rich­tig ver­ehr­te® Shu­ca, aber das Zitat Chri­sti heißt in der genau­en Überstzung;
      „Noch bevor Abra­ham wur­de, ich bin“, das ich bin ist der Name Got­tes, daher woll­ten ihn die Juden ob die­ser „Got­tes­lä­ste­rung“ ja auch steinigen.
      Das­sel­be hat Chri­stus bei der Fest­nah­me im Gar­ten Geth­se­ma­ne gesagt, auf die Fra­ge: „Wen suchet ihr“ sag­te er nicht „Ich bin es“ son­dern „Ego sum — ich bin“, wor­auf die Häscher zu Boden stürz­ten, da er noch ein­mal sei­ne Gott­heit unterstrich.
      Lei­der ist die land­läu­fi­ge Über­set­zung unge­nau und nolens volens auch sinnverändernd.
      Man kann es den heu­ti­gen Kir­chen­zer­stö­rern gar nicht oft und laut genug ent­ge­gen­hal­ten Jesus Chri­stus „Ego sum“

  4. Die Idee von dem Haus der „abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen“ ist für Katho­li­ken nicht ver­ständ­lich oder genau gesagt hae­re­tisch, auch dann, wenn der Bau schon 20 % fort­ge­schrit­ten ist. Es setzt vor­aus, dass alle Got­tes­vor­stel­lun­gen, die christ­li­che, die jüdi­sche und die moha­me­da­ni­sche, vor Gott gleich sind. Papst Bene­dikt hat dazu in sei­ner Regens­bu­g­er Rede dezi­diert Stel­lung bezo­gen. Er spricht von einem Schei­de­weg im Got­tes­ver­ständ­nis und in der kon­kre­ten Ver­wirk­li­chung der Reli­gi­on. Bene­dikt ver­kün­det den Gott, wel­cher sich uns geof­fen­bart hat, der sich als Logos gezeigt und lie­bend für uns gehan­delt hat. Die­ser Gott ist so ein­ma­lig, dass es eine Belei­di­gung Got­tes sein muss, ande­re Göt­ter als gleich­wer­tig zu betrach­ten. Bene­dikt ver­weist auf den Psalm 115, wel­cher wie folgt beginnt: Nicht uns, HERR, nicht uns, / son­dern dei­nem Namen gib Ehre um dei­ner Gna­de und Treue wil­len! 2 War­um sol­len die Hei­den sagen: Wo ist denn ihr Gott? 3 Unser Gott ist im Him­mel; er kann schaf­fen, was er will. 4 Ihre Göt­zen aber sind Sil­ber und Gold, von Men­schen­hän­den gemacht. 5 Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht, 6 sie haben Ohren und hören nicht, sie haben Nasen und rie­chen nicht, 7 sie haben Hän­de und grei­fen nicht, / Füße haben sie und gehen nicht, und kein Laut kommt aus ihrer Keh­le. 8 Die sol­che Göt­zen machen, wer­den ihnen gleich, alle, die auf sie ver­trau­en. 9 Aber Isra­el hof­fe auf den HERRN! Er ist ihre Hil­fe und Schild. Was der Herr zu Isra­el gespro­chen, spricht er auch heu­te zu uns Christen.

  5. Ein wei­te­re Gedan­ke. Die abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen sol­len der Beginn der Gemein­sam­keit sein, danach kom­men die „ande­ren“ Got­tes­ver­ständ­nis­se. Alle sind gleich­wer­tig und haben einen Gott, der allen unter­schieds­los gemein­sam ist. Am Ende der Gemein­sam­keit kom­men die Sata­ni­sten. Oder wenn schon alle gleich­wer­tig und vor dem von Men­schen geschaf­fe­nen Gott gleich sind, mit wel­chem Recht wer­den dann die Sata­ni­sten aus­ge­schlos­sen. Spä­te­stens bei die­sem viel­leicht etwas über­spitz­ten Gedan­ken soll­te doch klar sein, dass an der Spit­ze der jetzt erkenn­ba­ren Bewe­gung der Geist des Anti­chri­sten steht.

Kommentare sind deaktiviert.