"Mit Luther zum Papst". 2016 vereinten sich Papst Franziskus und Bischof Gerhard Feige (Magdeburg) mit der "Landesbischöfin" der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und dem "Kirchenpräsidenten" der Evangelischen Landeskirche Anhalts durch ein symbolisches Band
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Die Kirche der Nihilisten

Von Vigi­li­us* Der Mag­de­bur­ger Bischof Ger­hard Fei­ge gehört neben sei­nen Kol­le­gen Bät­zing und Marx zu jenen Gestal­ten, in denen der Geist der deut­schen Kir­che beson­ders rein her­vor­tritt. Genau­er gesagt: Der Geist jenes kirch­li­chen Estab­lish­ments, das seit Jahr­zehn­ten an den Schalt­he­beln der Macht sitzt und sämt­li­che kirch­li­che oder kir­chen­re­le­van­te Insti­tu­tio­nen wie Ordi­na­ria­te, Prie­ster­se­mi­na­ri­en, Fakul­tä­ten, Bil­dungs­wer­ke und
Wo enden Glaubenseifer und Kirchentreue, wo beginnt die Papolatrie? Und wie konnte es zu diesem Phänomen kommen?
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Theolatrie und Papolatrie

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* In weni­gen Mona­ten wird Papst Leo Argen­ti­ni­en besu­chen. Ich wer­de dann nicht im Lan­de sein und könn­te ihn daher ohne­hin nicht sehen. Und selbst wenn ich dort wäre, muß ich sagen, daß ich nicht hin­ge­hen wür­de. Nicht aus Gering­schät­zung oder man­geln­der Wert­schät­zung für den Römi­schen Pon­ti­fex, son­dern weil ich mich bei Mas­sen­ver­an­stal­tun­gen
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Zwei Bischöfe, die nicht schweigen

Von Rober­to de Mat­tei* Gibt es heu­te Bischö­fe, die sich mit einer kla­ren und ent­schie­de­nen, zugleich aber respekt­vol­len Spra­che an Rom wen­den kön­nen, ohne dabei die hier­ar­chi­sche Bin­dung an den Römi­schen Pon­ti­fex auf­zu­ge­ben? Zwei jüng­ste Bei­spie­le aus dem Monat August zei­gen, daß es sol­che Bischö­fe gibt.
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin (links) mit Papst Leo XIV.
Leo XIV.

Ein Verbleib im Amt?

Kar­di­nal Pie­tro Paro­lin ist erst 71 Jah­re alt, was sei­ne Ablö­sung alles ande­re als zwin­gend macht. Gera­de das Amt des vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­tärs ist eine per­sön­li­che Ver­trau­ens­ent­schei­dung des Pap­stes. Es ist aller­dings durch­aus üblich, daß ein neu­er Papst den bis­he­ri­gen Staats­se­kre­tär zunächst über­nimmt und spä­ter einen Mann des eige­nen Ver­trau­ens an die Spit­ze beruft.
Brennende Kanzel (Chile)
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Die Krise der institutionellen Identität: Eine systemtheoretische Analyse gegenwärtiger Transformationsdynamiken in der katholischen Kirche

Von Con­tra Ambi­va­lent* 1. Ein­lei­tung und theo­re­ti­scher Rah­men Die römisch-katho­­li­­sche Kir­che stellt aus sozio­lo­gi­scher und system­theo­re­ti­scher Per­spek­ti­ve eine beson­de­re Insti­tu­ti­on dar. Ihre außer­ge­wöhn­li­che Sta­bi­li­tät über vie­le Jahr­hun­der­te hin­weg beruh­te auf einer engen Ver­bin­dung von Tran­szen­denz und gesell­schaft­li­cher Wirk­lich­keit. Sie ver­stand sich nicht ledig­lich als mensch­li­che Orga­ni­sa­ti­on, son­dern als geist­li­che Insti­tu­ti­on, deren Ursprung und Auf­trag auf
Paul VI. wurde von Papst Franziskus im Oktober 2014 seliggesprochen und im Oktober 2018 heiliggesprochen. Im Bild der an der Fassade des Petersdom zu diesem Anlaß ausgehängte Teppich mit der Darstellung von Paul VI. und dem Wappen von Franziskus.
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Sind Heiligsprechungen unfehlbar? War Papst Paul VI. ein heiliger Papst? – Neue Einsichten (2. Teil)

Von Wolf­ram Schrems* Die­ser Teil schließt unmit­tel­bar an den ersten Teil vom 17.08.26 an. Die dort dar­ge­stell­ten Über­le­gun­gen zur Unfehl­bar­keit von Hei­lig­spre­chun­gen ent­zün­den sich natür­lich an der gera­de­zu unver­schämt kon­tra­fak­ti­schen Hei­lig­spre­chung der Kon­zil­s­päp­ste. Im genann­ten Sam­mel­band Are Cano­nizati­ons Infal­lible? (Sind Hei­lig­spre­chun­gen unfehl­bar?) the­ma­ti­siert Peter Kwas­niew­ski beson­ders die unver­ständ­li­che Erhe­bung Papst Mon­ti­nis zur Ehre der Altä­re:
Doppel-Kanonisierung: Papst Franziskus übernahm bei seiner Wahl die bereits vorbereitete Heiligsprechung von Johannes Paul II., ergänzte sie jedoch durch die Heiligsprechung von Johannes XXIII. Heiligsprechungen als kirchenpolitisches Instrument?
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Sind Heiligsprechungen unfehlbar? War Papst Paul VI. ein heiliger Papst? – Neue Einsichten (1. Teil)

Von Wolf­ram Schrems* Vor etwa zwölf Jah­ren äußer­te ich mein (und höchst­wahr­schein­lich vie­ler ande­rer) Unbe­ha­gen über damals aktu­el­le Selig- und Hei­lig­spre­chun­gen (hier die Tei­le der Serie: Teil 1, Teil 2, Teil 3/​​1, Teil 3/​​2). Die zen­tra­len Punk­te der Serie waren die Kri­tik an der Hei­lig­spre­chung des Kon­zils­pap­stes Johan­nes XXIII. (der die Fati­­ma-Bot­­schaft bekämpf­te und mit
Die Bronzestatue des hl. Petrus im Petersdom, geschaffen wahrscheinlich 1299 von Arnolfo di Cambio für das erste Heilige Jahr, das für das Jahr 1300 ausgerufen wurde
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Niedergang des Petrusamtes?

Von Msgr. Dr. Mari­an Ele­gan­ti* Am 31. Juli 2026 traf in einer 40-minü­ti­­gen Pri­vat­au­di­enz Papst Leo XIV. im Apo­sto­li­schen Palast im Vati­kan (Vati­can Media /​​ Foto­graf u. a. Simo­ne Riso­lu­ti) die US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Rock­mu­si­ke­rin, Dich­te­rin und Künst­le­rin Pat­ti Smith (* 1946), die sog. „God­mo­ther of Punk“. Bei­de stam­men aus Chi­ca­go. Das Tref­fen wur­de von Pater Anto­nio
Herrscht in der Kirche nur eine Kirchenkrise, aber kein Notstand?
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Was aber ist der „Notstand“?

Von Rober­to de Mat­tei*  Ich möch­te auf einen Begriff ein­ge­hen, der häu­fig in mehr­deu­ti­ger und wider­sprüch­li­cher Wei­se ange­führt wird, ins­be­son­de­re um die am 1. Juli 2026 in Écô­ne vor­ge­nom­me­nen Bischofs­wei­hen zu recht­fer­ti­gen: den „Not­stand“.
Das Noviziat der Jesuiten in Neapel vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil
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Die Jesuiten und ein Buch aus einem Antiquariat

Von Cami­nan­te Wan­de­rer* Im Her­zen des Stadt­teils Reco­le­ta in Bue­nos Aires gibt es ein Anti­qua­ri­at. Es liegt in der Mon­te­­vi­­deo-Stra­­ße, nur weni­ge Schrit­te von der Pla­za Vicen­te López ent­fernt. Ein unge­wöhn­li­cher Ort. Anti­qua­ria­te die­ser Art ver­mu­tet man eher an der Ave­ni­da Cor­ri­en­tes. Doch wie sei­ne Umge­bung ist auch die­ses ein ari­sto­kra­ti­sches Anti­qua­ri­at alter Schu­le –