Die Weihe Rußlands an das Unbefleckte Herz Mariens: Versuch einer Klärung (1. Teil)

Weihe ohne Ausflüchte

Der Weg von Fatima nach Moskau ist weit. Er konnte seit 1917 nicht zurückgelegt werden.
Der Weg von Fatima nach Moskau ist weit. Er konnte seit 1917 nicht zurückgelegt werden.

Von Wolf­ram Schrems*

Vor weni­gen Mona­ten wur­de auf die­ser Sei­te die Fra­ge gestellt, ob nun Ruß­land gemäß den Wün­schen Unse­rer Lie­ben Frau Ihrem Unbe­fleck­ten Her­zen geweiht wur­de oder nicht. Anlaß der besorg­ten Fra­ge ist die für jeder­mann offen­kun­di­ge Tat­sa­che, daß sich „die Irr­tü­mer Ruß­lands“, wor­un­ter nor­ma­ler­wei­se der Mar­xis­mus in allen Schat­tie­run­gen ver­stan­den wird, rasant über die west­li­che Welt verbreiten.

Giu­sep­pe Nar­di schrieb in genann­tem Artikel:

Ja, heißt es von kirch­li­cher Sei­te. Die Wei­he wur­de von Papst Johan­nes Paul II. am 25. März 1984 durch­ge­führt. Damit sei ein wesent­li­cher Schritt gesetzt wor­den, der 1989 zum Zusam­men­bruch des Ost­blocks und der Sowjet­uni­on führte.

Nach der Fest­stel­lung, daß seit der Wen­de von 1989 eine Alli­anz der Finan­zo­lig­ar­chie mit lin­ken Bewe­gun­gen sozia­li­sti­sche Ideen ver­brei­tet und imple­men­tiert (unter Mas­ken wie Fri­days For Future und Black Lives Mat­ter neben vie­len ande­ren), schreibt Giu­sep­pe Nar­di weiter:

Dar­über, ob die Wei­he Ruß­lands im Sin­ne der Got­tes­mut­ter in Fati­ma erfolgt ist oder nicht, gibt es seit Jahr­zehn­ten inten­si­ve Dis­kus­sio­nen, auf die an die­ser Stel­le nicht ein­ge­gan­gen wer­den soll. Ange­sichts des welt­wei­ten Vor­mar­sches sozia­li­sti­scher Ideen und repres­si­ver Absich­ten, zumin­dest für die Mas­sen, stellt sich die Fra­ge jedoch in einem neu­en Licht. Es scheint schwer vor­stell­bar, daß die Frie­dens-Ver­hei­ßung der Got­tes­mut­ter für den Fall der Wei­he Ruß­lands und die Ver­hei­ßung, daß sich die Irr­leh­ren Ruß­lands nicht wei­ter aus­brei­ten wer­den, einen Ablauf­wert von nur 30 Jah­ren haben könn­ten. Es spielt dabei auch kei­ne Rol­le, daß der­zeit nicht Ruß­land trei­ben­de Kraft hin­ter der neu­en Aus­brei­tung des Sozia­lis­mus ist, son­dern das ganz und gar nicht sozia­li­sti­sche west­li­che Estab­lish­ment, das aber erkannt hat, daß der Sozia­lis­mus in sei­ner Hand ein pro­ba­tes Instru­ment zur Kon­trol­le der Mas­sen dar­stel­len könnte.

Die nahe­lie­gen­de Fra­ge ist also: Wie paßt die offi­zi­el­le vati­ka­ni­sche Sicht, daß die­se Wei­he voll­zo­gen ist, mit der der­zei­ti­gen Rea­li­tät zusammen?

Ich habe mich zu die­sem The­men­kom­plex vor etwa sie­ben Jah­ren hier geäu­ßert: Fati­ma und die offi­zi­el­le vati­ka­ni­sche Poli­tik und Fati­ma – Wel­che Rol­le spielt Ruß­land derzeit?

Seit­dem ist viel Zeit ver­gan­gen, mitt­ler­wei­le behan­del­ten wir auch die (wegen merk­wür­di­ger Inkon­gru­en­zen in den Stel­lung­nah­men) mit der Ruß­land-Wei­he zusam­men­hän­gen­de Fra­ge, ob die­je­ni­ge Per­son, die ab 1967 der Welt­öf­fent­lich­keit als Sr. Lucia dos San­tos vor­ge­stellt wur­de, wirk­lich die Sehe­rin von Fati­ma sein konn­te: Wie vie­le Sr. Lucia von Fati­ma gibt es eigent­lich?, Noch ein­mal Sr. Lucia von Fati­ma und Sr. Lucia von Fati­ma – zwei Per­so­nen, zwei Bot­schaf­ten. Die­se Pro­ble­ma­tik wird in fol­gen­dem Text ausgeblendet.

In Anbe­tracht der von Giu­sep­pe Nar­di genann­ten offen­kun­di­gen kom­mu­ni­sti­schen Ein­flüs­se in der west­li­chen Poli­tik (und, so kön­nen wir ergän­zen, in der Kir­che) einer­seits und einer im Westen kaum wahr­ge­nom­me­nen Eska­la­ti­on zwi­schen Ruß­land und der Ukrai­ne bzw. deren Hin­ter­män­nern im heu­ri­gen April sowie einem Mord­kom­plott gegen Weiß­ruß­lands Prä­si­den­ten Alex­an­der Luka­schen­ko ande­rer­seits, stellt sich die Fra­ge nach der Wei­he Ruß­lands, des­sen Bekeh­rung und der ver­hei­ße­nen Peri­ode des Frie­dens mit neu­er Dringlichkeit.

Offen­sicht­lich haben Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. die Gläu­bi­gen nicht wahr­heits­ge­mäß informiert.

Der Plan der fol­gen­den Aus­füh­run­gen ist wie folgt:

In einem ersten Teil wer­den die Chro­no­lo­gie der Bot­schaf­ten an Sr. Lucia und die fol­gen­den, unvoll­kom­me­nen Wei­he­ak­te durch die Päp­ste Pius XII. und Johan­nes Paul II. (nicht erschöp­fend) dar­ge­stellt. Der zwei­te Teil beschäf­tigt sich mit der Sowjet­uni­on und dem heu­ti­gen Ruß­land. Dabei wer­den Aus­sa­gen von Über­läu­fern des KGB und die sog. „Lang­zeit­stra­te­gie“ the­ma­ti­siert, genau­so wie auf Deutsch oder Eng­lisch kon­sul­tier­ba­re rus­si­sche Inter­net­sei­ten. Der Schluß­teil beschäf­tigt sich mit der All­ge­gen­wart mar­xi­sti­scher Ideen im Westen.

Zunächst zur Chronologie:

Auftrag zur Weihe Rußlands bereits bei der Erscheinung am 13. Juli 1917

Bei der Erschei­nung am 13. Juli 1917 sag­te die Madon­na nach dem Bericht der Sehe­rin Lucia (drit­te Lebens­er­in­ne­rung vom 31. August, vier­te Lebens­er­in­ne­rung vom 8. Dezem­ber 1941) in die­sem Zusammenhang:

„Wenn du eine von einem unbe­kann­ten Licht erleuch­te­te Nacht siehst, dann wis­se, daß das das gro­ße Zei­chen ist, das dir von Gott gege­ben wird, daß Er bald die Welt für ihre Ver­bre­chen durch Krieg, Hun­gers­not und Ver­fol­gun­gen der Kir­che und des Hl. Vaters stra­fen wird. Um das zu ver­hin­dern, wer­de ich kom­men, um die Wei­he Ruß­lands an Mein Unbe­fleck­tes Herz und die Süh­ne­kom­mu­ni­on an den ersten Sams­ta­gen zu ver­lan­gen. Wenn Mei­ne Bit­ten erhört wer­den, wird sich Ruß­land bekeh­ren und es wird Frie­de herr­schen. Wenn nicht, dann wird es sei­ne Irr­tü­mer über die gan­ze Welt ver­brei­ten und Krie­ge und Ver­fol­gun­gen der Kir­che ver­ur­sa­chen. Die Guten wer­den gemar­tert wer­den und der Hl. Vater wird viel zu lei­den haben, ver­schie­de­ne Natio­nen wer­den ver­nich­tet werden.“

Das heißt, Ruß­land ist bereits am Anfang nament­lich genannt. Die Kin­der wuß­ten aller­dings nicht, wor­um es sich bei „Ruß­land“ han­delt.1

Am 13. Juni 1929 erhält Sr. Lucia, mitt­ler­wei­le Ordens­schwe­ster bei den Doro­thee­rin­nen, im Klo­ster von Tuy (Gali­ci­en) die­se Botschaft:

„Der Moment ist gekom­men, da Gott den Hl. Vater auf­for­dert, zusam­men mit allen Bischö­fen der Welt Ruß­land Mei­nem Unbe­fleck­ten Her­zen zu wei­hen. Er ver­spricht, es durch die­ses Mit­tel zu retten.“

Als Gott Unse­re Lie­be Frau also beauf­trag­te, Sei­nen Befehl zur Wei­he Ruß­lands zu über­mit­teln, scheint es klar, daß Er raschen Gehor­sam vom Papst und den Bischö­fen erwar­te­te. Aber die Hir­ten der Kir­che wähl­ten die Ver­zö­ge­rung. Am 19. August 1931 erschien Unser Herr Sr. Lucia in Rian­jo (gali­cisch seit 1984 Rianxo) und erklär­te Sei­nen Unwillen:

„Tei­le es Mei­nen Die­nern mit, daß sie, wenn sie dem Bei­spiel des Königs von Frank­reich in der Ver­zö­ge­rung der Aus­füh­rung mei­nes Befehls folg­ten, ihm auch ins Unglück fol­gen wer­den.“2

Der klare Auftrag: Weihe Rußlands – nicht der Welt

Im fol­gen­den leh­ne ich mich stark an John de Mar­chi, The True Sto­ry of Fati­ma [1947], an. Der Autor kon­sul­tier­te Sr. Lucia.

Sr. Lucia hielt dar­an fest, daß Unse­re Lie­be Frau den Papst nicht auf­for­der­te, die Welt, son­dern spe­zi­fisch Ruß­land Ihrem Unbe­fleck­ten Her­zen zu wei­hen. Nach sie­ben Jah­ren erfolg­lo­ser Bemü­hun­gen, Papst Pius XI. zu über­zeu­gen, die­se drin­gen­de Auf­for­de­rung zu erfül­len, wuß­te P. José Ber­nar­do Gon­çal­ves SJ, Sr. Luci­as Beicht­va­ter, nicht wei­ter. Er frag­te Sr. Lucia brief­lich: „Soll ich auf der Wei­he Ruß­lands bestehen?“ Sr. Lucia ant­wor­te­te am 18. Mai 1936:

„Sol­len Sie dar­auf bestehen? Ich weiß es nicht. Vor kur­zem sprach ich mit Unse­rem Herrn und frag­te Ihn, war­um Er Ruß­land nicht ohne Wei­he durch den Papst bekeh­ren wür­de. Jesus ant­wor­te­te: ‚Weil Ich will, daß Mei­ne gan­ze Kir­che die­se Wei­he als Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens aner­kennt, sodaß sie die Andacht zum Unbe­fleck­ten Her­zen neben die Andacht zu Mei­nem Hei­li­gen Her­zen erhe­ben wird.‘“

Am 24. Okto­ber 1940 wur­de Sr. Lucia von einem ihrer See­len­füh­rer, Don Manu­el Fer­rei­ra, dem Bischof von Gurza, beauf­tragt, an den Papst zu schrei­ben und die Wei­he der Welt mit einer „spe­zi­el­len Nen­nung“ Ruß­lands zu erbit­ten. Die­se Initia­ti­ve des Bischofs war ein Ver­such, den Papst wenig­stens zu etwas Ähn­li­chem wie die ursprüng­lich gefor­der­te Wei­he zu bewe­gen, da ja wäh­rend der ver­gan­ge­nen elf Jah­re Pius XI. und Pius XII. den wie­der­hol­ten Auf­for­de­run­gen, Ruß­land zu wei­hen, nicht ent­spro­chen hat­ten. Die Brie­fe von Sr. Lucia zei­gen, daß sie wegen der Initia­ti­ve des Bischofs auf­ge­bracht war, da sie ja wuß­te, daß Unse­re Lie­be Frau nur die Wei­he Ruß­lands, nicht der Welt, gefor­dert hatte.

Pius XII., der „Papst von Fatima“? Wo ist das Resultat?

Weil sie aber im Gehor­sam han­deln muß­te, wand­te sich Sr. Lucia im Gebet an Unse­ren Herrn im aus­ge­setz­ten Altarsa­kra­ment, um Ihn zu fra­gen, was sie tun sol­le. Unser Herr ant­wor­te­te ihr, daß Er, wenn der Papst tun wür­de, was der Bischof von Gurza erbat, sich wür­di­gen wer­de, die­sen Akt durch eine Abkür­zung des Welt­krie­ges zu beloh­nen. Aber die­ser Akt wür­de nicht den Welt­frie­den brin­gen, das wür­de nur die aus­drück­li­che Wei­he Ruß­lands durch den Papst mit allen Bischö­fen bewir­ken. Am 2. Dezem­ber 1940 schrieb also Sr. Lucia an den Papst und bat um die Wei­he der Welt mit einer spe­zi­el­len Erwäh­nung Ruß­lands. Es ist klar, daß die Wei­he der Welt, wie sie spä­ter von Pius XII. voll­zo­gen wur­de, nicht das war, was Unse­re Lie­be Frau gefor­dert hat­te.3

Papst Pius XII. weih­te am 31. Okto­ber 1942 (Radio­bot­schaft in por­tu­gie­si­scher Spra­che) und dann am 8. Dezem­ber (im Peters­dom) die Welt mit einer ver­hüll­ten Ein­be­zie­hung Ruß­lands. Das Ver­spre­chen, den Welt­krieg abzu­kür­zen, wur­de gehal­ten: Ein indi­rek­tes Zeug­nis dafür stammt von Win­s­ton Chur­chill. In sei­nem sechs­bän­di­gen Werk zum II. Welt­krieg schrieb er, daß früh im Jahr 1943 die „Schar­nie­re des Schick­sals“ (nach einem der Bän­de) sich zugun­sten der Alli­ier­ten dreh­ten und daß die Alli­ier­ten fast jede Schlacht gewan­nen, nach­dem sie zuvor meist ver­lo­ren hat­ten.4

Unser Herr bekräf­tig­te Sein Ver­spre­chen in der Fasten­zeit 1943, als Er Sr. Lucia mit­teil­te, daß, wäh­rend „die gegen­wär­ti­ge Bedräng­nis (d. h. der Welt­krieg) abge­kürzt“ wer­de wegen der Wei­he der Welt durch Papst Pius XII., der Welt­frie­den nicht gewährt wür­de ohne die aus­drück­li­che Wei­he Ruß­lands durch den Papst und die Bischöfe.

Am 15. Juli 1946 inter­view­te der Histo­ri­ker und aner­kann­te Schrift­stel­ler Wil­liam Tho­mas Walsh Sr. Lucia. Das Inter­view fin­det sich in sei­nem groß­ar­ti­gen Werk Our Lady of Fati­ma (1947), das hier auch beson­ders emp­foh­len sei. (Lei­der exi­stiert kei­ne deut­sche Übersetzung.)

In die­sem Inter­view frag­te Walsh sehr spe­zi­fisch nach der kor­rek­ten Vor­gangs­wei­se für die Weihe:

„Lucia mach­te klar, daß Unse­re Lie­be Frau kei­ne Wei­he der Welt an Ihr Unbe­fleck­tes Herz ver­lang­te. Was Sie spe­zi­fisch ver­lang­te, war die Wei­he Ruß­lands. Sie kom­men­tier­te frei­lich nicht die Tat­sa­che, daß Papst Pius XII. 1942 die Welt, nicht Ruß­land, dem Unbe­fleck­ten Her­zen geweiht hat­te. Aber sie sag­te öfter als ein­mal, und das mit Nach­druck: ‚Was Unse­re Lie­be Frau wünscht, ist, daß der Papst und alle Bischö­fe der Welt Ruß­land Ihrem Unbe­fleck­ten Her­zen an einem bestimm­ten Tag wei­hen. Wenn das gemacht wird, wird sich Ruß­land bekeh­ren und es wird Frie­den geben. Wenn das nicht gemacht wird, wer­den sich die Irr­tü­mer Ruß­lands in alle Län­der der Welt ausbreiten.‘“

Es gibt auch die weni­ger bekann­te Offen­ba­rung Unse­rer Lie­ben Frau in den frü­hen 1950er Jah­ren, die in Il Pel­le­grin­ag­gio Del­la Meravi­glie ver­öf­fent­licht ist. Die Madon­na erschien Sr. Lucia im Mai 1952 und sagte:

„Mach es dem Hei­li­gen Vater bekannt, daß ich noch immer die Wei­he Ruß­lands an Mein Unbe­fleck­tes Herz erwar­te. Ohne die­se Wei­he wird Ruß­land sich nicht bekeh­ren kön­nen und die Welt wird kei­nen Frie­den haben.“

Am 7. Juli 1952 ver­öf­fent­lich­te Pius XII. den apo­sto­li­schen Brief Sacro ver­gen­te anno (An die Völ­ker Ruß­lands), in dem er eine Wei­he „der Völ­ker Ruß­lands“ for­mu­lier­te. Da es sich aber weder um einen fei­er­li­chen Wei­he­akt han­del­te noch der Epi­sko­pat invol­viert war, noch die eben­falls gewünsch­ten Süh­ne­sams­ta­ge pro­mul­giert wur­den, blieb das Ergeb­nis, die Bekeh­rung Ruß­lands und die Peri­ode des Frie­dens, aus.

„Eine Welt, ein Traum, unse­re Zukunft ist Sozia­lis­mus!“ Pro­pa­gan­da der Young Com­mu­nist League in den USA im Jahr 2021

Im Jahr 1953 ereig­ne­te sich ein Trä­nen­wun­der im sizi­lia­ni­schen Syra­kus. Eine Madon­nen­sta­tue (in Form eines Reli­efs) aus lackier­tem Gips im Besitz der Fami­lie Ange­lo und Anto­ni­na Jan­nu­so ver­goß Trä­nen, die als mensch­li­chen Ursprungs erwie­sen wur­den. Wun­der­hei­lun­gen ereig­ne­ten sich. Pius XII. aner­kann­te die­sen Vor­gang als über­na­tür­lich und frag­te sich, ob die Welt die­se Bot­schaft wohl ver­ste­hen wür­de (Radio­an­spra­che vom 17. Okto­ber 1954). Mark Fel­lows fragt in Fati­ma in Twi­light respekt­voll, ob der Papst selbst die­se Bot­schaft ver­stan­den habe. Denn nach 1952 äußer­te er sich zu Fati­ma gar nicht mehr und setz­te auch kei­ne Initia­ti­ven. Nach Fel­lows sei das umso ver­wun­der­li­cher, als der Papst noch im Jahr 1950, und zwar um die Pro­kla­ma­ti­on des Dog­mas von der leib­li­chen Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel am 1. Novem­ber, mehr­mals einer Visi­on des Son­nen­wun­ders gewür­digt wor­den war. Wein­te die Madon­na also auch über den Papst selbst und nicht nur über den Glau­bens­ab­fall im Westen und die Ver­fol­gung der Chri­sten im Osten, wie der Orts­bi­schof Etto­re Bar­anzini mein­te? Kann man Pius XII. ohne wei­te­res als „den Papst von Fati­ma“ bezeichnen?

Weihe ohne Ausflüchte – Segen ohne Ausflüchte

Drei­ßig Jah­re spä­ter (1982) bleibt das Zeug­nis von Sr. Lucia kon­si­stent (wenn wir jetzt ein­mal die Fra­ge nach der Iden­ti­tät der Sehe­rin nach 1957 aus­blen­den): Am 12. Mai 1982, einen Tag vor der geplan­ten Wei­he durch Johan­nes Paul II., ver­öf­fent­lich­te der Osser­va­to­re Roma­no ein 1978 geführ­tes Inter­view von Sr. Lucia durch P. Umber­to Maria Pas­qua­le (Sale­sia­ner), in dem sie sag­te, daß Unse­re Lie­be Frau nie die Wei­he der Welt ver­langt hat­te, son­dern nur die Wei­he Rußlands.

Am 19. März 1983 traf Sr. Lucia auf Wunsch des Pap­stes den päpst­li­chen Nun­ti­us in Por­tu­gal, Erz­bi­schof Por­talu­pi, Dr. Lacer­da und P. Mes­si­as Coel­ho. In die­sem Tref­fen bestä­tig­te Sr. Lucia, daß die Wei­he von Johan­nes Paul II. im Jahr 1982 nicht den Wün­schen Unse­rer Lie­ben Frau entsprach.

Auch der Wei­he­akt („Akt des Anver­trau­ens“) durch Johan­nes Paul II. am 25. März 1984 nann­te Ruß­land nicht aus­drück­lich und invol­vier­te auch nicht die Bischö­fe der Welt. Der Papst schien selbst um den unge­nü­gen­den Cha­rak­ter die­ses Aktes zu wis­sen, weil er ihn am Abend des­sel­ben Tages in ande­ren Wor­ten wie­der­hol­te – und wie­der­um nicht das Wort „Ruß­land“ über die Lip­pen brach­te („die Völ­ker, deren Wei­he Du erwar­test“, nach Mark Fel­lows, Fati­ma in Twi­light, vgl.).5

Fati­ma-Autor Frè­re Fran­çois de Marie des Anges schrieb in Fati­ma: Inti­ma­te Joy-World Event:

„In den Mona­ten nach dem Akt des Anver­trau­ens am 25. März 1984, der nur eine Erneue­rung des Aktes von 1982 war, stimm­ten die wich­tig­sten Fatimage­lehr­ten dar­in über­ein, daß die Wei­he Ruß­lands nicht so gemacht wur­de, wie sie der Him­mel wünschte.“

Am 22. März 1984, drei Tage vor dem Akt des „Anver­trau­ens“, erklär­te Sr. Lucia in Kennt­nis des Wei­he­tex­tes gegen­über ihrer alten Freun­din Euge­nia Pesta­na, daß „die­se Wei­he [also die am 25. März] kei­nen ent­schei­den­den Cha­rak­ter haben wer­de“. Gemeint mit „ent­schei­den­dem Cha­rak­ter“ ist das unmiß­ver­ständ­li­che Resul­tat der rich­tig voll­zo­ge­nen Wei­he, näm­lich die wun­der­ba­re Bekeh­rung Ruß­lands. Wür­de also die Wei­he Ruß­lands ohne Aus­flüch­te voll­zo­gen, dann wür­de der Him­mel ohne Aus­flüch­te das Wun­der wirken.

Resümee

Weil hier eine fal­sche Vor­stel­lung herrscht: Die Bekeh­rung Ruß­lands bedeu­tet natür­lich die Bekeh­rung zur Katho­li­schen Kir­che. Einer der größ­ten Fati­ma-Exper­ten und für lan­ge Zeit der offi­zi­el­le Fati­ma-Beauf­trag­te der Kir­che, P. Joa­quin Alon­so, schrieb 1976, daß Sr. Lucia immer dach­te, die Bekeh­rung Ruß­lands sei nicht bloß eine Rück­kehr der Rus­sen zur (schis­ma­ti­schen) Ortho­do­xie und eine Ver­wer­fung des mar­xi­sti­schen Athe­is­mus der Sowjets, son­dern schlicht und ein­fach die tota­le und inte­gra­le Bekeh­rung Ruß­lands zu der einen wah­ren Kir­che Chri­sti, der Katho­li­schen Kirche.

Wir sehen, daß das bis heu­te nicht ein­ge­tre­ten ist.

Fort­set­zung folgt.

*Wolf­ram Schrems, Mag. theol., Mag. phil., Kate­chist, Pro-Lifer.

Bild: Goog­le Maps/YCL (Screen­shots)


1 Fall­wei­se hört man, daß die Fatima­bot­schaft unglaub­wür­dig sei, weil deren Inhal­te erst spät nie­der­ge­schrie­ben wor­den sind. Damit wird insi­nu­iert, daß die Vor­her­sa­gen erst nach­träg­lich erfun­den wor­den wären. Man unter­stellt also den Kin­dern Lügen. Unter­sucht man die Sache genau­er, ist jedoch alles kon­si­stent. Die Seher­kin­der waren bekannt­lich von Unse­rer Lie­ben Frau beauf­tragt wor­den, über die­se Inhal­te einst­wei­len Still­schwei­gen zu bewahren.

2 Die­se ern­ste War­nung bezieht sich auf den Befehl Jesu an den König von Frank­reich (im Jahr 1689 über­mit­telt über die hl. Mar­ga­re­te Maria Ala­co­que, die sich ihrer­seits an ihre Obe­rin Mut­ter de Sau­maise wand­te), daß die­ser die fran­zö­si­sche Nati­on dem Hei­lig­sten Her­zen Jesu wei­he. Der König igno­rier­te das und ver­ur­teil­te so sei­nen Thron, sei­ne Dyna­stie und sein Land zum Hor­ror der Revo­lu­ti­on, des Cha­os und der Guil­lo­ti­ne. 100 Jah­re nach dem Befehl brach die Revo­lu­ti­on aus, 1793 wur­den König Lud­wig XVI. und sei­ne Gat­tin, die viel­ver­leum­de­te Marie Antoi­net­te, von der Revo­lu­ti­on ermor­det. Lud­wig XVI. führ­te die­sen gewünsch­ten Wei­he­akt noch aus, aber es war für Frank­reich zu spät. In Erin­ne­rung an den Befehl Jesu wähl­ten die katho­li­schen Kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­re in der Ven­dée das Herz Jesu als Feldzeichen.

3 De Mar­chi erwähnt dann, daß Sr. Lucia das in einem Brief an Pater Umber­to Jahr­zehn­te spä­ter, am 13. April 1980, bestä­tigt habe. In die­sem Brief erklärt sie, daß sie die­se Bit­te im Jahr 1940 im Gehor­sam gegen­über ihrem bischöf­li­chen Beicht­va­ter gemacht habe, daß aber die Wei­he der Welt nicht das sei, was Unse­re Lie­be Frau zur Bedin­gung für die Bekeh­rung Ruß­lands und den Welt­frie­den gemacht habe. Wie schon oben erwähnt, beschäf­tig­ten wir uns auf die­ser Sei­te mehr­mals mit der Iden­ti­tät von Sr. Lucia nach dem über­aus ern­sten und „pes­si­mi­sti­schen“ Inter­view mit P. Augu­stin Fuen­tes am 26. Dezem­ber 1957. Die ab 1967 auf­tre­ten­de Sr. Lucia [?] strahl­te ja bekannt­lich trotz des schon ein­ge­setz­ten Glau­bens­ab­falls in Volk, Kle­rus und Hier­ar­chie Fröh­lich­keit und „Opti­mis­mus“ aus. Ihre inhalt­li­che Bot­schaft unter­schei­det sich mar­kant von der­je­ni­gen bis 1957, genau­so wie ihr Äuße­res und ihre Hand­schrift. Den­noch gibt es – ech­te oder unech­te? – Brie­fe aus den 70er und 80er Jah­ren, wie den eben genann­ten, die mit der ursprüng­li­chen Bot­schaft kom­pa­ti­bel schei­nen. Das ist im Auge zu behal­ten, wenn im Text – in Anleh­nung an John de Mar­chi – wei­te­re Aus­sa­gen von Sr. Lucia vor­kom­men, die zur ursprüng­li­chen Bot­schaft pas­sen oder ihr nicht wider­spre­chen. Die­se Vor­gän­ge wer­den wohl noch eini­ge Zeit ein Rät­sel bleiben.

4 Als mili­tä­ri­scher Wen­de­punkt im Zwei­ten Welt­krieg gilt die „Schlacht von Sta­lin­grad“. Am 22. Novem­ber 1942 wur­de die 6. deut­sche Armee, nach­dem sie 90 Pro­zent der Stadt erobert hat­te, ein­ge­kes­selt. Am 31. Jän­ner muß­te sie kapi­tu­lie­ren.
Mark Fel­lows fragt in Fati­ma in Twi­light, ob durch die Wen­dung des Kriegs­glücks der Him­mel nun mit den Alli­ier­ten gemein­sa­me Sache mach­te. Er ver­neint das. Die Ver­hei­ßung der Wei­hen von 1942 bezie­he sich aus­schließ­lich auf die Ver­kür­zung des Krie­ges. Wir ergän­zen: Die mon­strö­sen Ver­bre­chen der Sowjet­uni­on ab ihrer Grün­dung und die Kriegs­trei­ber in Lon­don schlie­ßen natür­lich eine mora­li­sche Gut­hei­ßung der Alli­ier­ten aus. Nach 1942 soll­ten die Sie­ger­mäch­te bekannt­lich den Bom­ben­ter­ror gegen Zivi­li­sten und die schänd­li­che Aus­lie­fe­rung Zehn­tau­sen­der Kriegs­ge­fan­ge­ner und Zivi­li­sten an Sta­lin und Tito zu ver­ant­wor­ten haben.

5 Man muß sich vor Augen hal­ten, daß „wei­hen“ so etwas bedeu­tet, wie eine Per­son, eine Grup­pe, einen Ort oder einen Gegen­stand für einen hei­li­gen Zweck zu wid­men. Die Wei­he Ruß­lands bedeu­tet, daß Ruß­land (die Nati­on und das Land) für den Dienst am Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens vom Rest der Welt her­vor­ge­ho­ben und her­aus­ge­ho­ben wird. Daher ist es klar, daß Ruß­land für die­se Wei­he ohne Aus­flüch­te nament­lich genannt und vom Rest der Welt unter­schie­den wer­den muß.

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12 Kommentare

  1. „Wer die Welt liebt, hat die Lie­be zum Vater nicht. Denn alles, was in der Welt ist, die Begier­de des Flei­sches, die Begier­de der Augen und das Prah­len mit dem Besitz, ist nicht vom Vater, son­dern von der Welt. Die Welt und ihre Begier­de ver­geht; wer aber den Wil­len Got­tes tut, bleibt in Ewigkeit.“
    War­um soll­te eigent­lich die­se Welt an das unbe­fleck­te Herz Mari­ens geweiht wer­den. Ich den­ke sie ist das Wohn­zim­mer Luzifers.
    Wenn Russ­land nicht an das unbe­fleck­te Herz Mari­ens geweiht wor­den ist und davon gehe ich aus dann wird das Kon­se­quen­zen haben die ich eigent­lich nicht erle­ben möchte.
    Per Mari­am ad Christum,

  2. „Weil sie aber im Gehor­sam han­deln muß­te, wand­te sich Sr. Lucia im Gebet an Unse­ren Herrn im Aus­ge­setz­ten Altarsa­kra­ment, um Ihn zu fra­gen, was sie tun sol­le. Unser Herr ant­wor­te­te ihr, daß Er, wenn der Papst tun wür­de, was der Bischof von Gurza erbat, sich wür­di­gen wer­de, die­sen Akt durch eine Abkür­zung des Welt­krie­ges zu beloh­nen. Aber die­ser Akt wür­de nicht den Welt­frie­den brin­gen, das wür­de nur die aus­drück­li­che Wei­he Ruß­lands durch den Papst mit allen Bischö­fen bewirken.“
    Das glau­be ich nicht. Zum Wunsch der Mut­ter Got­tes zur Wei­he Russ­lands an ihr unbe­fleck­tes Herz gibt es nur ein kla­res Ja oder Nein und alles was da zwi­schen ist führt nur in die Ver­wir­rung und ist vom gro­ßen Übel.

  3. Mal eine Fra­ge: War­um soll­te sich Russ­land zum Katho­li­zis­mus bekehren?

    Ich mei­ne nur: Als in Euro­pa der katho­li­sche Glau­be noch sehr stark war ‚haben sich die euro­päi­schen katho­li­schen Mäch­te trotz­dem stän­dig in blu­ti­gen Krie­gen jahr­hun­der­te­lang bekämpft. Die EU Mon­ar­chien kam nie zur Ruhe! Selbst die Kir­che konn­te da nichts bewir­ken und das Blut­ver­gie­ßen zu been­den. Also vor­bild­lich ist die­ses Ver­hal­ten für Russ­land nicht.
    Selbst im rus­si­schen Bür­ger­krieg 1918–1922 misch­ten sich die west­li­chen Mäch­te ein und unter­stütz­ten die Wei­ße Armee im Krieg gegen die Rote Armee. DIe Rote Armee hat­te vie­len zehn­tau­sen­den Juden im Rus­si­schen Reich das Leben geret­tet, da die Wei­ße Armee sowie die West­li­chen Unter­stüt­zer radi­ka­le mili­tan­te Anti­se­mi­ten waren.

    Noch ein Bei­spiel: Napo­le­ons Krie­ge. Napo­le­on hat­te gute Bezie­hun­gen zu den Juden, denn
    in Napo­le­ons Armee gab es auch zahl­rei­che Juden. Außer­dem kämpf­ten in Napo­le­ons Armee ca. 80.000 Polen, die aller­mei­sten Polen waren Katho­li­ken damals.Sowohl die katho­li­schen Polen als auch die Juden unter­stütz­ten Napo­le­on bei sei­nem Feld­zug gegen das Rus­si­sche Reich. Nur noch mal zur Erinnerung:
    Napo­le­on war ein bru­ta­ler kriegs­süch­ti­ger Macht­ha­ber und kein Friedensengel!

    • Die gan­ze oben gestell­te Fra­ge kann man gel­ten las­sen. Näm­lich im Bezug zur heu­te fak­tisch aus­ge­präg­ten Katholizismus.
      Der Rest die­ser Aus­füh­run­gen ver­mag mir kei­nen wie immer gear­te­ten Sinn zu erschließen.

  4. Ja, die Wei­he wur­de gül­tig erteilt.

    Es gab eine Zeit des Frie­dens, von 1990 bis 2020. 30 Jah­re. Eine Generation.

    Doch die Kir­che hat seit­dem den Pro­te­stan­tis­mus in den eige­nen Rei­hen auf­le­ben lassen.

    Des­halb geht die begrenz­te Zeit des Frie­dens jetzt vorbei.

    Und das welt­wei­te Coro­na-Ter­ror-Regime lässt schlim­mes befürchten.

    Nur weni­ge schwarz-afri­ka­ni­sche Prä­si­den­ten zei­gen Rückgrat.

    • Also so run­de 30 Jah­re Frie­den hat es für das Men­schen­ge­schlecht auch schon ohne gro­ße Erschei­nun­gen und Wei­hen gege­ben. Abge­se­hen davon stel­le ich mir „Frie­de“ anders vor als eine Ebe­ne, die schnur­stracks in Cha­os und Elend führt. Und den Pro­te­stan­tis­mus gibt es bei­lei­be nicht erst „seit­dem“.
      Ohne Zwei­fel hat die Hei­li­ge Got­tes­mut­ter für uns etwas Bes­se­res im Auge.

  5. A pro­pos:

    Die Rechts­ka­tho­li­ken soll­ten sich bit­te ein­mal an die eige­ne Nase fas­sen. Schliess­lich waren sie es, die jah­re­lang den Neo­cons den Weg berei­tet haben. Statt sich für die Armen ein­zu­set­zen, wur­den die Mil­li­ar­dä­re ver­tei­digt, weil sie angeb­lich durch Fleiss so reich gewor­den sind.

  6. Bernd
    Der Sozia­lis­mus in sei­ner edel­sten Form ist bereits in der Urkir­che geschei­tert an der mensch­li­chen Gier. 2 Tote.
    Die Freie Markt­wirt­schaft ist für anstän­di­ge Men­schen, die Pres­se­frei­heit auch. Die Defek­te lie­gen im mensch­li­chen Cha­rak­ter. Aber jede Ideo­lo­gie ist eine Defor­mie­rung des Den­kens hart an der Wahr­heit vorbei.
    Die Finanz­in­du­strie schafft bis zum Crash eine ange­neh­me­re Atmo­sphä­re als der Kom­mu­nis­mus. Aber der Crash kommt auch hier.

  7. Bit­te den Vor­trag von Dr gre­go­ri­us Hes­se hören
    Kar­di­nal Ratz­in­gers 3 Geheim­nis 1 + 2 Teil.

  8. „Die Bekeh­rung Ruß­lands bedeu­tet natür­lich die Bekeh­rung zur Katho­li­schen Kirche.“
    Ja natür­lich, um nichts ande­res geht es. Allein bei die­sem Gedan­ken dreht die geweih­te Welt mit­samt der Höl­le durch.
    Per Mari­am ad Christum,

  9. Unter den Irr­tü­mern Ruß­lands kann eigent­lich nicht allein der Bol­sche­wis­mus gemeint sein.
    Viel­mehr ist damit m.Er. auch der Islam mit ein­be­grif­fen, der seit vie­len Jahr­hun­der­ten eine star­ke Posi­ti­on im Rus­si­schen Reich ein­ge­nom­men hat­te und wei­ter­hin ein­nimmt. Das heu­ti­ge Ruß­land pflegt mit vie­len isla­mi­schen Län­dern gute, fast herz­li­che Bezie­hun­gen, die einer­seits auf Gegen­sei­tig­keit beru­hen, ande­rer­seits aber auch auf gegen­sei­ti­gem Miß­trau­en wie es exem­pla­risch ist zwi­schen Ruß­land und der Tür­kei. Es ist das gro­ße Asi­en: es war immer so.

    Und dann ist auch die ortho­do­xe Kir­che mög­li­cher­wei­se zu nen­nen, die aber heu­te neben der katho­li­schen Kir­che aus­sieht wie eine Festung in der Brandung.
    Eine Bekeh­rung hat unab­weis­bar statt­ge­fun­den, aber das ist natür­lich ein lan­ger und stei­ni­ger Weg, der noch zurück­zu­le­gen ist.

  10. Maria hat über die Irr­tü­mer Russ­lands gesprochen.
    Hat sie auch etwas zum Moham­me­da­nis­mus gesprochen?

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