Pachamama-Katechese statt Weihnachtsbotschaft

Jesus Christus oder Pachamama?



Weihnachtskonzert aus dem Vatikan mit Pachamama-Katechese
Weihnachtskonzert aus dem Vatikan mit Pachamama-Katechese

(Rom) Gläubiges Staunen und Ergriffenheit kennzeichnen für den gläubigen Menschen das jährliche Weihnachtsfest. Doch nicht einmal das wird ihnen von der derzeitigen Kirchenführung vergönnt. Am Heiligen Abend, zur Vigil des Hochfestes der Geburt Jesu Christi, fand im Vatikan ein Weihnachtskonzert statt – samt einer „Katechese“ über die Pachamama.

Traditionelles Weihnachtskonzert

Am 24. Dezember ging auch in diesem Jahr das inzwischen schon traditionelle Weihnachtskonzert in der Aula Paolo VI über die Bühne, bei dem international bekannte Musiker und Stars auftreten. Die Aufzeichung des Konzerts erfolgte am 14. Dezember. Seit seiner Einführung 1993 wird es am Heiligen Abend italienweit terrestrisch ausgestrahlt und weltweit von weiteren Sendern übernommen. Die Übertragung erfolgt abwechselnd von der öffentlich-rechtlichen RAI oder von Mediaset, der Fernsehholding des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Ebenso „traditionell“ blieb Papst Franziskus dem Konzert fern, übermittelte aber eine eingespielte Grußbotschaft. Unter dem Motto „Bilden wir mit Papst Franziskus ein Netz für den Amazonas“ werden noch bis zum 31. Dezember Spenden für Amazonas-Projekte von Scholas Occurrentes, der umstrittenen Stiftung von Papst Franziskus, und des Missionswerks des Salesianerordens gesammelt.

Wenig begeistert war der Vatikanist Marco Tosatti.

„Weihnachten ist in erster Linie die Feier der Geburt von Jesus Christus.“

Er stellte diese Worte des soeben im Amt bestätigten britischen Premierministers Boris Johnson, eines Anglikaners, seinen kurzen Anmerkungen zum Konzert voran. Sie stammen aus der Weihnachtsbotschaft des Brexiters, die dieser auf den sozialen Netzwerken verbreitete.

„Doch genau wenn wir dachten, daß man uns wenigstens zu Weihnachten in Ruhe läßt, mußten wir auf Twitter sehen, was nun auch Sie sehen können: einen Ausschnitt aus dem Weihnachtskonzert in der Audienzhalle des Vatikans.“

So Tosatti, der wie folgt fortsetzt:

„Zur Vigil der Geburt Jesu Christi konnten wir eine Indio-Frau (Lateinamerika) sehen, die uns beibrachte, uns allen, Prälaten, Bischöfen, Publikum, Präsentatorin, die Arme über der Brust zu kreuzen, ein Ritual, das die Hirten wohl kaum vollzogen haben, die vom Engel zur Krippe gerufen wurden. Und warum das? Weil, wie die Indio-Frau erklärte:
‚Auf diese Weise werdet ihr eine starke Vibration spüren. Es ist das Herz, euer Herz, aber auch das Herz der Mutter Erde.
Auf der anderen Seite, wo die Stille ist, ist der Geist. Der Geist, der es ermöglicht, die Botschaft der Mutter zu hören.
Für uns indigene Völker ist die Mutter Erde, die Hicha Gueia alles. Sie ist die Mutter, die uns die Nahrung gibt, das heilige Wasser, die Heilpflanzen. Und was wir der Erde als Gaben bringen, um sie zu ehren, sind: die Plazenta und die ersten Haare, die wir abschneiden.
Für uns ist die Mutter Erde fundamental. Unsere Verbindung zu ihr ist beständig gegeben, wie man den Puls fühlt, und wie man das Herz spürt.‘“

Die Amazonas-Indianerin hielt eine Katechese für die Naturreligion der Pachamama
Die Amazonas-Indianerin hielt eine Katechese für die Naturreligion der Pachamama

Die „Pachamama-Katechese“ am Heiligen Abend offenbarte, daß die Einführung heidnischer Götzen in den Vatikan, wie zur Amazonassynode im vergangenen Oktober in Anwesenheit von Papst Franziskus geschehen, kein Betriebsunfall war. Die Kritik wiegt schwer: Für den Amazonas (in Wirklichkeit vor allem für deutsche Lande organisiert) wurde im Rahmenprogramm der Synode die christliche Botschaft durch Götzendienst verdunkelt, der bis vor den Hochaltar im Petersdom hineingetragen wurde – mit Wissen, Billigung und Teilnahme von Papst Franziskus.

Nun wurden auch zur Weihnachtsvigil die katholische Öffentlichkeit und die Menschen guten Willens in der Fernsehübertragung aus dem Vatikan über den vorchristlichen, heidnischen Götzen der Pachamama belehrt.

Zu offensichtlich und zu demonstrativ sind Synkretismus, Pantheismus und letztlich Relativismus, als daß die bloße Erklärung von Papst Franziskus, es geschehe alles ohne götzendienerische Absicht, ausreichend wäre.

Tosatti sieht in der beschwichtigenden Reaktion des Heiligen Stuhls auf die Kritik zur Pachamama-Etablierung eine Heuchelei in der Art jenes Klerikalismus den Franziskus wiederholt kritisierte, aber in seiner unmittelbaren Umgebung nicht zu erkennen scheint. Der neue Vorfall zeigt auch, daß die Kritik von der derzeitigen Vatikanführung nicht ernstgenommen wird.

Die Kritiker der Pachamama bei der Amazonassynode, wie der Vatikanist erinnert, wurden vom päpstlichen Umfeld als Menschen abgestempelt, die „schlecht denken“ würden, „starr“, streng und unflexibel seien. Die wortreichen Windungen, mit denen Sprecher und Vertreter des Vatikans sich während der Synode wanden, um die heidnische Götzendienerei der Pachamama zu bestreiten, klingt in den Ohren nach, weshalb Tosatti die Frage stellt: 

Der ganze Saal, einschließlich die anwesenden Prälaten, machten beim Pachamama-Ritual mit
Der ganze Saal, einschließlich die anwesenden Prälaten, machte beim Pachamama-Ritual mit

„Zur Weihnachtsvigil im Vatikan in weltweiter Fernsehübertragung eine Frau zu haben, die den Bischöfen beibringt, ‚den Geist zu spüren, der es ermöglicht, die Botschaft der Mutter Erde zu hören‘, ist was genau?“

Der ganze Saal befleißigte sich, mitzumachen, um „die Stimme“ der Pachamama zu hören, Kardinäle, Bischöfe, Prälaten, alle.

Der Vatikanist fügte deshalb hinzu:

„Sogar zu Weihnachten: Man kann sagen, daß man wirklich genug hat von diesen Narrenpossen. Oder ist das jetzt auch starrsinnig?“

Da das Konzert am 14. Dezember aufgezeichnet wurde, gab es zehn Tage die Möglichkeit, die unmögliche Pachamama-Etablierung herauszustreichen. Der Umstand, daß der heidnische Erdgötze, bei den Inkas noch als Drachengott verehrt, nicht als Pachamama, sondern als „Mutter Erde“ angesprochen wurde, ändert nichts. Damit wurde die irritierende Verschleierung, die im derzeitigen Pontifikat eingeführt wurde, nur um ein Kapitel reicher. Offenbar wollen einige Vatikanverantwortliche aus dem nahen Umfeld von Franziskus esoterische Strömungen ansprechen.

Am Heiligen Abend erfolgte die Erstausstrahlung des Konzertes und am Nachmittag des Christtages die erste Wiederholung. Eine zweite Wiederholung ist für den 30. Dezember geplant. Die Pachamama-Katechese wird bis Jahresende von vielen Menschen gehört und das Ritual gesehen worden sein.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Concerto di Natale (Screenshots)

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28 Kommentare

  1. Es wird immer schlimmer….
    Da nützen keine Diskussionen mehr, diese Menschen haben sich vom Dreieinen Gott und der Gottesmutter wie der Heiligen Schrift losgesagt….
    Alles was bleibt für Jene die treu dem Dreieinen Gott, der Muttergottes und dem Evangelium bleiben wollen ist dies auch wahrhaft zu tun….
    Am Ende wird das unbefleckte Herz Mariens triumphieren!

  2. Voller Schaudern wende ich mich ab. Wie tief sind deine Diener gesunken o Herr?
    Vergib ihnen oh Herr denn sie wissen nicht was sie tun.
    Wir steuern auf das Ende der kath. Kirche zu so wie wir sie kennen.

  3. Und wieder machen Priester mit?! Ist das Bild aktuell und echt, ist es aus diesem Weihnachtskonzert? Und Niemand im Vatikan hat es herausgeschnitten?
    Also ist dieser Götzenkult gewollt!
    Wie in der Politik: Jean-Claude Juncker (sinngemäß): Wir stellen etwas in den Raum und wenn es keine (großen) Proteste gibt, machen wir weiter……
    Papst Franziskus: Prozesse werden angestoßen…….
    Nein, Gott bleibt sich ewig gleich, Er verändert sich nicht.
    Hört endlich auf, die satanische Eine-Welt“religion“ zu betreiben.

    • @bellis. Natürlich ist das Bild aktuell und echt. Die an der Brust überkreuzten Arme der Bischöfe zeigen es eindeutig. Welch ein Armutszeugnis angeblich katholischer Bischöfe. Kindergartenspielchen!

  4. Maria ist Miterlöserin, nicht Pachamama. Gerade wegen solcher Aktionen bräuchtw die Kirche unserer Zeit das Dogma der Miterlöserin, damit ihr klar wird, dass zur Miterlösung ein Akt des Willens gehört, und nicht bloße Wechselwirkungen der Schöpfung.

  5. Die Verwirrungen in Rom werden immer größer und
    Schrecklicher……
    Merken die Priester und die Gläubigen
    nicht, wie der Fürst dieser Welt sie
    in die Irre führen will.
    Anstatt diesen Ort zu verlassen,hören
    sie sich die Götzen-Katechse noch an.

  6. In dieser Art Katechese wird viel zu sehr das Gefühl angesprochen. Alles muss sich ’suuuuuupergut‘ anfühlen.

    Mitleid, Gefühl, Barmherzigkeit ohne Sinn und Verstand.

    Die Frage ist doch, was kommt am Ende bei einem solchen gefühlsduseligen Spektakel heraus? Wird der Gott Jesu Christi und de Gottheit Jesu Christi wieder auferbaut, oder landen wir bei einem feministich dominierten Gefühlsbrei, der das Morden von 50 Millionen Kindern jährlich und weltweit überdecken soll?

    Jede Schein-„Starre“, die die Gebote Gottes hält, aber das Herz aus brennender Liebe im Willen Gottes unsichtbar befestigt, ist unendlich mehr wert, als dieses heidnisch-satanische Spektakel, durch dem sich der Mensch an die Stelle Gottes setzt.

    Also immer danach fragen: Nicht wie es sich anfühlt, sondern wo es hinführt!

  7. Die Abwendung vom wahren und lebendigem Gott, seinem Sohn, welcher die Menschennatur aus der Jungfrau Maria angenommen hat und dem Heiligen Geist ist erschreckend und zugleich das Zeichen des jetzigen Pontifikates. Petrus zeichnete in der Nähe von Caesaräa Philippi die Antwort an Jesus aus:“Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dies war das entscheidende Zeugnis für Jesus und gegen die in Caesaräa verehrte integrierte und tote Götterwelt der Römer. In dieser Götterwelt der toten Götter hat auch die Pachamama und ihre Verehrung Platz.

  8. Mitläufertum!
    Nichts, worauf diese Herren stolz sein könnten!
    Was treibt sie nur, bei Dingen mitzumachen, die sie doch als treue Diener Gottes ablehnen sollten.
    Sehen sie sich überhaupt noch als solche?

  9. Götzendienst im Vatican?

    Unglaublich, aber leider wahr: Am Heiligen Abend, zur Vigil des Hochfestes der Geburt Jesu Christi, fand im Vatikan ein Weihnachtskonzert statt – samt einer „Katechese“ über die Pachamama.“ Katholisches.info am 27.12.2019. Diese Aktion ist eindeutig, hier kann nichts mehr herumgedeutelt werden: Der Götzendienst ist in das Zentrum der Katholischen Kirche eingedrungen und hat sich dort wohl schon fest etabliert. Hätte man die götzendienstlerische Aktion Papst Franziskus noch als einmaligen Fehlritt banalisieren können, so zeichnet sich jetzt ein festes Programm der Zerstörung der Katholischen Kirche durch die Etablierung eines heidnischen Polytheismus ab, daß nun in der Kirche neben dem dreieinigen Gott die Göttin „Mutter Erde“ kultisch verehrt wird, daß dazu aufgefordert wird, auch auf die Stimme dieser Götzin zu hören.

    Lange Zeit stand die katholische Katechese vor dem Problem, wie den der Gehalt des 1.Gebotes zu vermitteln sei. Das Problem: Der Hintergrund dieses Gebotes ist der Polytheismus, daß Jahwe von seinem Volke fordert, daß es nur ihn und keine anderen Götter neben ihm zu verehren habe. Als aber der Monotheismus sich im christlichen Abendland durchgesetzt hatte, wie sollte da noch dies Gebot verstanden werden? Es gibt doch gar keine anderen Götter, die neben oder anstatt des Gottes Jesu Christi geglaubt werden könnten. Das wäre vergleichbar mit der Forderung der ehelichen Treue an einen Weltraumfahrer, der allein mit seiner Ehefrau durch den Weltraum jahrelang reist um ein fernes Ziel zu erreichen, dem es aber während der Reise unmöglich ist, seine Ehefrau zu betrügen, da sie neben dem Ehemann der einzige Mensch im Raumschiff ist.

    Man half sich so mit pädagogisch zweifelhaften Hilfskonstruktionen, daß etwa Jungen der Fußball zum Gott werden könnte, so auch jedes Hobby oder daß Menschen das Geld das Wichtigste würde- nur, überzeugen konnte das alles nicht so recht, denn wer hat schon wirklich zu seinem Hobby ein religiöses Verhältnis oder zum Geld.

    Das ist jetzt anders geworden! Im Kontext der Umweltschutzhysterie stößt die Vergöttlichung der Natur, ihre Apotheose auf fruchtbarem Boden: Sie soll vergöttlicht werden, um sie so dem Herrschaftswillen des Menschen zu entziehen. Die Schöpfungslehre der Kirche ist auch eine radicale Säkularisierung der Schöpfung, denn sie gilt nun als zwar von Gott geschaffen aber so gerade nicht mehr als selbst göttlich.Die exzeptionelle Stellung des Menschen als Gottes Ebenbild, der so der Natur gegenübersteht und nicht einfach in ihr als integriert erscheint, ermöglichte erst das Zeitalter der Beherrschung der Natur durch den Menschen, die weil sie eine menschliche ist, immer auch eine defizitäre ist, die so durch die Technik verursachte Katastrophen nie ausschließen kann.

    Diese genuin monotheistische Konzeption der Naturbeherrschung durch den Menschen soll nun durch eine Revitalisierung heidnischer Naturgottverehrung überwunden werden, denn die Göttin Pachamama ist eben für die heutige Naturschutzideologie dienlicher als der christliche Gott! Soll nun neben dem dreifaltigen Gott die Göttin Mutter Erde als weitere zu verehrende Göttin in die christliche Religion integriert werden als Korrektiv des monotheistischen Konzeptes, für das die Natur nicht mehr göttlich sein kann? Es sieht so aus. Aber in die christliche Religion kann nicht der Glaube an eine göttliche Naturmuttererde integriert werden- das wäre der Tod der christlichen Religion.

    Ist das etwa das eigentliche Ziel der „Reformbewegung“der Katholischen Kirche, anhebend mit dem Götzendienst der „Amazonas-Räubersynode?“ , aus der christlichen Religion eine für die Naturschutzideologie kompatible Religion zu machen, in der eben die Natur als göttlich verehrt wird?

    • Diese Kultfigur scheint hier für die sich selbst erschaffen habende Welt zu stehen,
      die keinen Schöpfer hat.
      Das Märchen vom Fischer und seiner Frau fällt mir da immer ein,
      wenn jede selbst eine Göttin sein will.
      Da wo Jesus Christus hingegangen ist,
      dorthin können sie aber nicht gelangen und
      können auch seine Mutter nicht von dort verjagen.

  10. Ich fürchte, dass Erwartungen, nach diesem Pontifikat würde vom Konklave ein guter Papst gewählt werden, der die Kirche reinigt und wieder auf den richtigen Glaubenskurs bringt, vergeblich sind. Papst Bergoglio hat doch selbst frühzeitig erklärt, dass er seine Aufgabe darin sieht, solche Veränderungen ins Werk zu setzen, die nicht rückgängig gemacht werden können. Und, tut er es nicht?
    Das schreibe ich nicht, um zu entmutigen. Die wenigen widerstehenden Hierarchen müssen sich dringend Gedanken um die nächste Zukunft machen, um einen Plan B. Vermutlich, wahrscheinlich, hoffentlich tun sie es ja.
    Auf die Menschheit kommen im nächsten Jahrzehnt gewaltige Herausforderungen zu. Von ihnen wird kaum öffentlich geredet, und wenn, dann beschönigend und manipulativ. Doch sind sie sehr real, Planungen sowie technische und massenpsychologische Vorbereitungen dazu laufen. Stichworte: Transhumanismus und Posthumanismus! Bitte unbedingt recherchieren, auch in Quellen, vor denen, da ungewohnt, Katholiken zunächst zurückscheuen.
    Durch Anschluss an eine weltweite Informations-„Cloud“ mittels Körperimplantaten soll die Freiheit des Menschen und letztlich seine Fähigkeit, sich geistig mit Gott zu verbinden, abgeschafft werden. Das wird uns aber als wunderbare Errungenschaft präsentiert werden. Schon die rasche Entwicklung des Smartphones und seiner immer mehr individualisierten biometrischen Anmeldetechnik (Fingerabdruck, Gesichtserkennung) und Handhabung ist nicht zufällig und weist in diese Richtung.
    Glauben Sie etwa, dass ein Papst vom Zuschnitt eines Franziskus Bergoglio und die ihm ergebenen Bischöfen, welche fast blindlings den langgesteckten UN-Agenden folgen, die Gläubigen warnen werden? Entschuldigung, aber sie werden sie noch anspornen!
    Deshalb noch einmal: Widerstehende Bischöfe, überlegt, was zu tun ist. Die Zeit ist kurz.
    Salus animarum supremus lex esto!

    • Herr Dr. Michel, danke für Ihren Kommentar – er ist so überaus notwendig. Aber auch wir gläubigen Katholiken müssen uns etwas überlegen, die Zeit für uns ist ebenso kurz. Wir müssen uns vernetzen, uns gegenseitig informieren, uns stärken, uns vernetzen. Wie können wir das machen? Wohnen Sie in der Nähe von Berlin? Haben Sie einen Vorschlag?

      • Vorsicht bei der Bildung von Netzwerken und Zirkeln! Sie könnten razz-fazz von „falschen Fuffzgern“ zur Erstellung von Namenslisten benutzt werden. Von „Networker“-Listen „gefährlicher und zu allem entschlossener Gegner“ des gegenwärtig „doch so barmherzig, liebvevoll und menschenfreundlich“ regierenden Papstes Bergoglio, Listen „traditionalistischer, subversiver, im Untergrund agierender rechtsradikaler Elemente“, die „mit allen Mitteln“ versuchen wollen, die kurz vor ihrer Erfüllung stehenden Forderungen der „fortschrittlichen Katholiken“ – so die Selbstbezeichnung der kirchlichen Alt-/Neo-68er – im letzten Moment doch noch zu blockieren. Netzwerke „reaktionärer Finstermänner/frauen“ also, die es jetzt ins Licht der Öffentlichkeit zu stellen gilt. (Apostrophierte Begriffe sind ausnahmslos ironisch zu lesen.)

        Gleichwohl wäre es andererseits auch denkbar und durchaus wünschenswert, dass sich Gruppen kirchlich engagierter Laien auf örtlicher, regionaler wie überregionaler Ebene bilden, die ihre glaubenstreuen Priester und Bischöfe unterstützen möchten. Ab besten natürlich im Gebet und in der Teilnahme am kirchlichen Leben, an diversen liturgischen, katechetischen und anderen glaubensfördernden und -festigenden Veranstaltungen. Ich glaube, auch sie, die wahren und bewahrenden Hirten, brauchen unsere Unterstützung – und vor allem unsere spürbare und bekundete Sympathie.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Michel,

      Sie haben einen beklemmenden Kommentar zu einem beklemmenden Thema geschrieben. Dafür Respekt und Dank. Auch wenn – respektive weil – zu befürchten ist, dass Sie mit Ihrer Einschätzung leider recht haben.

  11. „Die Kritiker der Pachamama bei der Amazonassynode, wie der Vatikanist erinnert, wurden vom päpstlichen Umfeld als Menschen abgestempelt, die „schlecht denken“ würden, „starr“, streng und unflexibel seien.“
    Vom diesem päpstlichen Umfeld beschimpft zu werden muß nicht das schlechteste im Leben eines Katholiken sein. Ich würde der Mutter Gottes eine große Kerze kaufen und würde ihr sagen das mir eine große Ehre widerfahren ist. Ich würde ihr sagen das dieses päpstliche Umfeld mich als schlechten, starren, strengen und unflexiblen Menschen bezeichnet hat und das ich vor Stolz kaum noch laufen kann. Ja das würde ich tun.
    Per Mariam ad Christum.

  12. Sehr geehrte Frau Czempiel, Sie sprechen ein Großes Problem an, wenn Sie schreiben: „Aber auch wir gläubigen Katholiken müssen uns etwas überlegen,…. Wir müssen uns vernetzen, uns gegenseitig informieren, uns stärken, uns vernetzen. Wie können wir das machen? Haben Sie einen Vorschlag? Nein auch ich habe für Ihre sehr, sehr wesentliches Problem keine Antwort. Viele Zuschreiber hier sehen die Probleme gleich, ja sie erkennen die wahren Probleme, aber wir finden keine gemeinsame Sprache. Dabei bewegen uns einmal die Grundprobleme unserer Kirche und zum andern auch unsere eigenen Grundprobleme. Obgleich die Mehrzahl der hiesigen Zuschreiber überzeugte Katholiken sind, kommen wir nicht zueinander. Dieses Übel ist ein Zeichen der Zeit oder , ich will es konkret sagen, es ist ein Zeichen der beginnenden Endzeit. Unser Bekenntnis zu Christus soll nicht offenbar werden und wir kommen uns verloren vor.
    Totz dieser Situation, es hilft nur der Glaube. Wenn ich es richtig deute, so schreiben Sie nicht unter einem Nicknamen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung.

  13. Sehr geehrte Frau Czempiel, in Ergänzung zu meiner Antwort an Sie mein vollständiger Name .
    Ihnen und allen wünsche ich Gottes Segen für das zukünftige Jahr.

    Dieter Fasen

    • Vielen Dank, ja es ist mein richtiger Name. Nachdem uns ein sehr engagierter Kaplan genommen und in „die Wüste“ geschickt wurde, versuchen sich einige Gläubige im Großraum Berlin zusammenzufinden.
      Ihnen und ebenfalls allen Gottes Segen.
      Gabriele Czempiel

      • @Gabriele Czempiel und @Dieter Fasen. In Diasporagebieten mit überwiegend atheistischer bzw. neuheidnischer Prägung ist es nahezu unerlässlich, dass sich glaubenstreue Katholiken miteinander vernetzen und eventuell Aktivgruppen bilden. In leicht überschaubaren noch immer katholisch geprägten Ortsgemeinden, wo jeder jeden kennt, kann das aber sehr schnell zur Ausgrenzung – sozusagen zur Stigmatisation – führen.

  14. Ein Leserbrief in der „Tagespost“ vom 3.1.2020 ist gleichermaßen aufschlussreich wie schockierend. Ist darin doch ausdrücklich von der „bisherigen fragilen innerkirchlichen Ökumene“ die Rede, die der Leserbriefschreiber (in Deutschland) nun endgültig gefährdet sieht. Was heißt das im Klartext? Wohl nichts anderes, als dass es in der katholischen Kirche längst (mindestens) zwei „Konfessionen“ bzw. „Denominationen“ gibt, die zueinander in einem ähnlichen „ökumenischen Verhältnis“ stehen, wie es bei den zahllosen christlichen Kirchen bzw. kirchlichen Gemeinschaften der Fall ist.
    Außerdem habe ich aus dem erwähnten Tagespost-Leserbrief zwei mir bislang unbekannte Bezeichnungen für konservative und fortschrittlich-liberale Katholiken gelernt: „traditionsversöhnt“ für konservativ und „traditionsauflösend“ für fortschrittlich-liberal. Wobei die innerkirchlichen Anhänger des Pachamama-Kultes wohl nicht einmal mehr im üblichen Sinn als fortschrittlich-liberal, sondern bereits schlicht und einfach als neu-heidnisch gelten müssen.

  15. Unfassbar, dass die Geistlichen den Betrug und Glaubensabfall nicht erkennen der im Vatikan abläuft. Mutter Erde wird anstelle Gottes des Schöpfers gesetzt. Sie beten die Schöpfung statt dem Schöpfer an, obwohl sie es besser wissen wüssten.

    Das heißt, irdische Ämter wie das Papstamt bedeuten den Menschen mehr als Gott und die apostolische Überlieferung. Den Inhaber des Papstamtes respektieren sie mehr als Gott selbst. Das ist der große Glaubensabfall, die Apostasie, wie in der heiligen Schrift beschrieben. Dort sind wir jetzt.

    • Die neue liturgische Bibelübersetzung 2016 ist ebenfalls ein Gräuel in Gottes Augen. Schade, dass so wenigen die Gabe des heiligen Geistes geschenkt ist und nur sie den Betrug bemerken. Wenn sie in Pachamama keinen Götzendienst erkennen, werden sie es auch nicht erkennen, wenn die Eucharistie via ökumenischer Messe ausgehebelt werden wird.

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