Pachamama-Katechese statt Weihnachtsbotschaft

Jesus Christus oder Pachamama?

Weihnachtskonzert aus dem Vatikan mit Pachamama-Katechese
Weihnachtskonzert aus dem Vatikan mit Pachamama-Katechese

(Rom) Gläu­bi­ges Stau­nen und Ergrif­fen­heit kenn­zeich­nen für den gläu­bi­gen Men­schen das jähr­li­che Weih­nachts­fest. Doch nicht ein­mal das wird ihnen von der der­zei­ti­gen Kir­chen­füh­rung ver­gönnt. Am Hei­li­gen Abend, zur Vigil des Hoch­fe­stes der Geburt Jesu Chri­sti, fand im Vati­kan ein Weih­nachts­kon­zert statt – samt einer „Kate­che­se“ über die Pach­a­ma­ma.

Traditionelles Weihnachtskonzert

Am 24. Dezem­ber ging auch in die­sem Jahr das inzwi­schen schon tra­di­tio­nel­le Weih­nachts­kon­zert in der Aula Pao­lo VI über die Büh­ne, bei dem inter­na­tio­nal bekann­te Musi­ker und Stars auf­tre­ten. Die Auf­zei­chung des Kon­zerts erfolg­te am 14. Dezem­ber. Seit sei­ner Ein­füh­rung 1993 wird es am Hei­li­gen Abend ita­li­en­weit ter­re­strisch aus­ge­strahlt und welt­weit von wei­te­ren Sen­dern über­nom­men. Die Über­tra­gung erfolgt abwech­selnd von der öffent­lich-recht­li­chen RAI oder von Medi­a­set, der Fern­seh­hol­ding des ehe­ma­li­gen ita­lie­ni­schen Mini­ster­prä­si­den­ten Sil­vio Ber­lus­co­ni.

Eben­so „tra­di­tio­nell“ blieb Papst Fran­zis­kus dem Kon­zert fern, über­mit­tel­te aber eine ein­ge­spiel­te Gruß­bot­schaft. Unter dem Mot­to „Bil­den wir mit Papst Fran­zis­kus ein Netz für den Ama­zo­nas“ wer­den noch bis zum 31. Dezem­ber Spen­den für Ama­zo­nas-Pro­jek­te von Scho­las Occur­ren­tes, der umstrit­te­nen Stif­tung von Papst Fran­zis­kus, und des Mis­si­ons­werks des Sale­sia­ner­or­dens gesam­melt.

Wenig begei­stert war der Vati­ka­nist Mar­co Tosat­ti.

„Weih­nach­ten ist in erster Linie die Fei­er der Geburt von Jesus Chri­stus.“

Er stell­te die­se Wor­te des soeben im Amt bestä­tig­ten bri­ti­schen Pre­mier­mi­ni­sters Boris John­son, eines Angli­ka­ners, sei­nen kur­zen Anmer­kun­gen zum Kon­zert vor­an. Sie stam­men aus der Weih­nachts­bot­schaft des Bre­x­i­ters, die die­ser auf den sozia­len Netz­wer­ken ver­brei­te­te.

„Doch genau wenn wir dach­ten, daß man uns wenig­stens zu Weih­nach­ten in Ruhe läßt, muß­ten wir auf Twit­ter sehen, was nun auch Sie sehen kön­nen: einen Aus­schnitt aus dem Weih­nachts­kon­zert in der Audi­enz­hal­le des Vati­kans.“

So Tosat­ti, der wie folgt fort­setzt:

„Zur Vigil der Geburt Jesu Chri­sti konn­ten wir eine Indio-Frau (Latein­ame­ri­ka) sehen, die uns bei­brach­te, uns allen, Prä­la­ten, Bischö­fen, Publi­kum, Prä­sen­ta­to­rin, die Arme über der Brust zu kreu­zen, ein Ritu­al, das die Hir­ten wohl kaum voll­zo­gen haben, die vom Engel zur Krip­pe geru­fen wur­den. Und war­um das? Weil, wie die Indio-Frau erklär­te:
‚Auf die­se Wei­se wer­det ihr eine star­ke Vibra­ti­on spü­ren. Es ist das Herz, euer Herz, aber auch das Herz der Mut­ter Erde.
Auf der ande­ren Sei­te, wo die Stil­le ist, ist der Geist. Der Geist, der es ermög­licht, die Bot­schaft der Mut­ter zu hören.
Für uns indi­ge­ne Völ­ker ist die Mut­ter Erde, die Hicha Gueia alles. Sie ist die Mut­ter, die uns die Nah­rung gibt, das hei­li­ge Was­ser, die Heil­pflan­zen. Und was wir der Erde als Gaben brin­gen, um sie zu ehren, sind: die Pla­zen­ta und die ersten Haa­re, die wir abschnei­den.
Für uns ist die Mut­ter Erde fun­da­men­tal. Unse­re Ver­bin­dung zu ihr ist bestän­dig gege­ben, wie man den Puls fühlt, und wie man das Herz spürt.‘“

Die Amazonas-Indianerin hielt eine Katechese für die Naturreligion der Pachamama
Die Ama­zo­nas-India­ne­rin hielt eine Kate­che­se für die Natur­re­li­gi­on der Pach­a­ma­ma

Die „Pach­a­ma­ma-Kate­che­se“ am Hei­li­gen Abend offen­bar­te, daß die Ein­füh­rung heid­ni­scher Göt­zen in den Vati­kan, wie zur Ama­zo­nas­syn­ode im ver­gan­ge­nen Okto­ber in Anwe­sen­heit von Papst Fran­zis­kus gesche­hen, kein Betriebs­un­fall war. Die Kri­tik wiegt schwer: Für den Ama­zo­nas (in Wirk­lich­keit vor allem für deut­sche Lan­de orga­ni­siert) wur­de im Rah­men­pro­gramm der Syn­ode die christ­li­che Bot­schaft durch Göt­zen­dienst ver­dun­kelt, der bis vor den Hoch­al­tar im Peters­dom hin­ein­ge­tra­gen wur­de – mit Wis­sen, Bil­li­gung und Teil­nah­me von Papst Fran­zis­kus.

Nun wur­den auch zur Weih­nachts­vi­gil die katho­li­sche Öffent­lich­keit und die Men­schen guten Wil­lens in der Fern­seh­über­tra­gung aus dem Vati­kan über den vor­christ­li­chen, heid­ni­schen Göt­zen der Pach­a­ma­ma belehrt.

Zu offen­sicht­lich und zu demon­stra­tiv sind Syn­kre­tis­mus, Pan­the­is­mus und letzt­lich Rela­ti­vis­mus, als daß die blo­ße Erklä­rung von Papst Fran­zis­kus, es gesche­he alles ohne göt­zen­die­ne­ri­sche Absicht, aus­rei­chend wäre.

Tosat­ti sieht in der beschwich­ti­gen­den Reak­ti­on des Hei­li­gen Stuhls auf die Kri­tik zur Pach­a­ma­ma-Eta­blie­rung eine Heu­che­lei in der Art jenes Kle­ri­ka­lis­mus den Fran­zis­kus wie­der­holt kri­ti­sier­te, aber in sei­ner unmit­tel­ba­ren Umge­bung nicht zu erken­nen scheint. Der neue Vor­fall zeigt auch, daß die Kri­tik von der der­zei­ti­gen Vati­kan­füh­rung nicht ernst­ge­nom­men wird.

Die Kri­ti­ker der Pach­a­ma­ma bei der Ama­zo­nas­syn­ode, wie der Vati­ka­nist erin­nert, wur­den vom päpst­li­chen Umfeld als Men­schen abge­stem­pelt, die „schlecht den­ken“ wür­den, „starr“, streng und unfle­xi­bel sei­en. Die wort­rei­chen Win­dun­gen, mit denen Spre­cher und Ver­tre­ter des Vati­kans sich wäh­rend der Syn­ode wan­den, um die heid­ni­sche Göt­zen­die­ne­rei der Pach­a­ma­ma zu bestrei­ten, klingt in den Ohren nach, wes­halb Tosat­ti die Fra­ge stellt: 

Der ganze Saal, einschließlich die anwesenden Prälaten, machten beim Pachamama-Ritual mit
Der gan­ze Saal, ein­schließ­lich die anwe­sen­den Prä­la­ten, mach­te beim Pach­a­ma­ma-Ritu­al mit

„Zur Weih­nachts­vi­gil im Vati­kan in welt­wei­ter Fern­seh­über­tra­gung eine Frau zu haben, die den Bischö­fen bei­bringt, ‚den Geist zu spü­ren, der es ermög­licht, die Bot­schaft der Mut­ter Erde zu hören‘, ist was genau?“

Der gan­ze Saal beflei­ßig­te sich, mit­zu­ma­chen, um „die Stim­me“ der Pach­a­ma­ma zu hören, Kar­di­nä­le, Bischö­fe, Prä­la­ten, alle.

Der Vati­ka­nist füg­te des­halb hin­zu:

„Sogar zu Weih­nach­ten: Man kann sagen, daß man wirk­lich genug hat von die­sen Nar­ren­pos­sen. Oder ist das jetzt auch starr­sin­nig?“

Da das Kon­zert am 14. Dezem­ber auf­ge­zeich­net wur­de, gab es zehn Tage die Mög­lich­keit, die unmög­li­che Pach­a­ma­ma-Eta­blie­rung her­aus­zu­strei­chen. Der Umstand, daß der heid­ni­sche Erd­göt­ze, bei den Inkas noch als Dra­chen­gott ver­ehrt, nicht als Pach­a­ma­ma, son­dern als „Mut­ter Erde“ ange­spro­chen wur­de, ändert nichts. Damit wur­de die irri­tie­ren­de Ver­schleie­rung, die im der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kat ein­ge­führt wur­de, nur um ein Kapi­tel rei­cher. Offen­bar wol­len eini­ge Vati­kan­ver­ant­wort­li­che aus dem nahen Umfeld von Fran­zis­kus eso­te­ri­sche Strö­mun­gen anspre­chen.

Am Hei­li­gen Abend erfolg­te die Erst­aus­strah­lung des Kon­zer­tes und am Nach­mit­tag des Christ­ta­ges die erste Wie­der­ho­lung. Eine zwei­te Wie­der­ho­lung ist für den 30. Dezem­ber geplant. Die Pach­a­ma­ma-Kate­che­se wird bis Jah­res­en­de von vie­len Men­schen gehört und das Ritu­al gese­hen wor­den sein.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Con­cer­to di Nata­le (Screen­shots)

28 Kommentare

  1. Es wird immer schlim­mer.…
    Da nüt­zen kei­ne Dis­kus­sio­nen mehr, die­se Men­schen haben sich vom Drei­ei­nen Gott und der Got­tes­mut­ter wie der Hei­li­gen Schrift los­ge­sagt.…
    Alles was bleibt für Jene die treu dem Drei­ei­nen Gott, der Mut­ter­got­tes und dem Evan­ge­li­um blei­ben wol­len ist dies auch wahr­haft zu tun.…
    Am Ende wird das unbe­fleck­te Herz Mari­ens tri­um­phie­ren!

  2. Vol­ler Schau­dern wen­de ich mich ab. Wie tief sind dei­ne Die­ner gesun­ken o Herr?
    Ver­gib ihnen oh Herr denn sie wis­sen nicht was sie tun.
    Wir steu­ern auf das Ende der kath. Kir­che zu so wie wir sie ken­nen.

  3. Und wie­der machen Prie­ster mit?! Ist das Bild aktu­ell und echt, ist es aus die­sem Weih­nachts­kon­zert? Und Nie­mand im Vati­kan hat es her­aus­ge­schnit­ten?
    Also ist die­ser Göt­zen­kult gewollt!
    Wie in der Poli­tik: Jean-Clau­de Juncker (sinn­ge­mäß): Wir stel­len etwas in den Raum und wenn es kei­ne (gro­ßen) Pro­te­ste gibt, machen wir wei­ter.…..
    Papst Fran­zis­kus: Pro­zes­se wer­den ange­sto­ßen.……
    Nein, Gott bleibt sich ewig gleich, Er ver­än­dert sich nicht.
    Hört end­lich auf, die sata­ni­sche Eine-Welt„religion“ zu betrei­ben.

    • @bellis. Natür­lich ist das Bild aktu­ell und echt. Die an der Brust über­kreuz­ten Arme der Bischö­fe zei­gen es ein­deu­tig. Welch ein Armuts­zeug­nis angeb­lich katho­li­scher Bischö­fe. Kin­der­gar­ten­spiel­chen!

  4. Maria ist Mit­erlö­se­rin, nicht Pach­a­ma­ma. Gera­de wegen sol­cher Aktio­nen bräuchtw die Kir­che unse­rer Zeit das Dog­ma der Mit­erlö­se­rin, damit ihr klar wird, dass zur Mit­erlö­sung ein Akt des Wil­lens gehört, und nicht blo­ße Wech­sel­wir­kun­gen der Schöp­fung.

  5. Die Ver­wir­run­gen in Rom wer­den immer grö­ßer und
    Schreck­li­cher.…..
    Mer­ken die Prie­ster und die Gläu­bi­gen
    nicht, wie der Fürst die­ser Welt sie
    in die Irre füh­ren will.
    Anstatt die­sen Ort zu verlassen,hören
    sie sich die Göt­zen-Katech­se noch an.

  6. In die­ser Art Kate­che­se wird viel zu sehr das Gefühl ange­spro­chen. Alles muss sich ’suuuuuu­per­gut‘ anfüh­len.

    Mit­leid, Gefühl, Barm­her­zig­keit ohne Sinn und Ver­stand.

    Die Fra­ge ist doch, was kommt am Ende bei einem sol­chen gefühls­du­se­li­gen Spek­ta­kel her­aus? Wird der Gott Jesu Chri­sti und de Gott­heit Jesu Chri­sti wie­der auf­er­baut, oder lan­den wir bei einem femi­ni­stich domi­nier­ten Gefühls­brei, der das Mor­den von 50 Mil­lio­nen Kin­dern jähr­lich und welt­weit über­decken soll?

    Jede Schein-„Starre“, die die Gebo­te Got­tes hält, aber das Herz aus bren­nen­der Lie­be im Wil­len Got­tes unsicht­bar befe­stigt, ist unend­lich mehr wert, als die­ses heid­nisch-sata­ni­sche Spek­ta­kel, durch dem sich der Mensch an die Stel­le Got­tes setzt.

    Also immer danach fra­gen: Nicht wie es sich anfühlt, son­dern wo es hin­führt!

  7. Die Abwen­dung vom wah­ren und leben­di­gem Gott, sei­nem Sohn, wel­cher die Men­schen­na­tur aus der Jung­frau Maria ange­nom­men hat und dem Hei­li­gen Geist ist erschreckend und zugleich das Zei­chen des jet­zi­gen Pon­ti­fi­ka­tes. Petrus zeich­ne­te in der Nähe von Cae­sa­räa Phil­ip­pi die Ant­wort an Jesus aus:„Du bist der Chri­stus, der Sohn des leben­di­gen Got­tes.“ Dies war das ent­schei­den­de Zeug­nis für Jesus und gegen die in Cae­sa­räa ver­ehr­te inte­grier­te und tote Göt­ter­welt der Römer. In die­ser Göt­ter­welt der toten Göt­ter hat auch die Pach­a­ma­ma und ihre Ver­eh­rung Platz.

  8. Mit­läu­fer­tum!
    Nichts, wor­auf die­se Her­ren stolz sein könn­ten!
    Was treibt sie nur, bei Din­gen mit­zu­ma­chen, die sie doch als treue Die­ner Got­tes ableh­nen soll­ten.
    Sehen sie sich über­haupt noch als sol­che?

  9. Göt­zen­dienst im Vati­can?

    Unglaub­lich, aber lei­der wahr: Am Hei­li­gen Abend, zur Vigil des Hoch­fe­stes der Geburt Jesu Chri­sti, fand im Vati­kan ein Weih­nachts­kon­zert statt – samt einer „Kate­che­se“ über die Pach­a­ma­ma.“ Katholisches.info am 27.12.2019. Die­se Akti­on ist ein­deu­tig, hier kann nichts mehr her­um­ge­deu­telt wer­den: Der Göt­zen­dienst ist in das Zen­trum der Katho­li­schen Kir­che ein­ge­drun­gen und hat sich dort wohl schon fest eta­bliert. Hät­te man die göt­zen­dienst­le­ri­sche Akti­on Papst Fran­zis­kus noch als ein­ma­li­gen Fehl­ritt bana­li­sie­ren kön­nen, so zeich­net sich jetzt ein festes Pro­gramm der Zer­stö­rung der Katho­li­schen Kir­che durch die Eta­blie­rung eines heid­ni­schen Poly­the­is­mus ab, daß nun in der Kir­che neben dem drei­ei­n­i­gen Gott die Göt­tin „Mut­ter Erde“ kul­tisch ver­ehrt wird, daß dazu auf­ge­for­dert wird, auch auf die Stim­me die­ser Göt­zin zu hören.

    Lan­ge Zeit stand die katho­li­sche Kate­che­se vor dem Pro­blem, wie den der Gehalt des 1.Gebotes zu ver­mit­teln sei. Das Pro­blem: Der Hin­ter­grund die­ses Gebo­tes ist der Poly­the­is­mus, daß Jah­we von sei­nem Vol­ke for­dert, daß es nur ihn und kei­ne ande­ren Göt­ter neben ihm zu ver­eh­ren habe. Als aber der Mono­the­is­mus sich im christ­li­chen Abend­land durch­ge­setzt hat­te, wie soll­te da noch dies Gebot ver­stan­den wer­den? Es gibt doch gar kei­ne ande­ren Göt­ter, die neben oder anstatt des Got­tes Jesu Chri­sti geglaubt wer­den könn­ten. Das wäre ver­gleich­bar mit der For­de­rung der ehe­li­chen Treue an einen Welt­raum­fah­rer, der allein mit sei­ner Ehe­frau durch den Welt­raum jah­re­lang reist um ein fer­nes Ziel zu errei­chen, dem es aber wäh­rend der Rei­se unmög­lich ist, sei­ne Ehe­frau zu betrü­gen, da sie neben dem Ehe­mann der ein­zi­ge Mensch im Raum­schiff ist.

    Man half sich so mit päd­ago­gisch zwei­fel­haf­ten Hilfs­kon­struk­tio­nen, daß etwa Jun­gen der Fuß­ball zum Gott wer­den könn­te, so auch jedes Hob­by oder daß Men­schen das Geld das Wich­tig­ste wür­de- nur, über­zeu­gen konn­te das alles nicht so recht, denn wer hat schon wirk­lich zu sei­nem Hob­by ein reli­giö­ses Ver­hält­nis oder zum Geld.

    Das ist jetzt anders gewor­den! Im Kon­text der Umwelt­schutz­hy­ste­rie stößt die Ver­gött­li­chung der Natur, ihre Apo­theo­se auf frucht­ba­rem Boden: Sie soll ver­gött­licht wer­den, um sie so dem Herr­schafts­wil­len des Men­schen zu ent­zie­hen. Die Schöp­fungs­leh­re der Kir­che ist auch eine radi­ca­le Säku­la­ri­sie­rung der Schöp­fung, denn sie gilt nun als zwar von Gott geschaf­fen aber so gera­de nicht mehr als selbst göttlich.Die exzep­tio­nel­le Stel­lung des Men­schen als Got­tes Eben­bild, der so der Natur gegen­über­steht und nicht ein­fach in ihr als inte­griert erscheint, ermög­lich­te erst das Zeit­al­ter der Beherr­schung der Natur durch den Men­schen, die weil sie eine mensch­li­che ist, immer auch eine defi­zi­tä­re ist, die so durch die Tech­nik ver­ur­sach­te Kata­stro­phen nie aus­schlie­ßen kann.

    Die­se genu­in mono­the­isti­sche Kon­zep­ti­on der Natur­be­herr­schung durch den Men­schen soll nun durch eine Revi­ta­li­sie­rung heid­ni­scher Natur­gott­ver­eh­rung über­wun­den wer­den, denn die Göt­tin Pach­a­ma­ma ist eben für die heu­ti­ge Natur­schut­z­ideo­lo­gie dien­li­cher als der christ­li­che Gott! Soll nun neben dem drei­fal­ti­gen Gott die Göt­tin Mut­ter Erde als wei­te­re zu ver­eh­ren­de Göt­tin in die christ­li­che Reli­gi­on inte­griert wer­den als Kor­rek­tiv des mono­the­isti­schen Kon­zep­tes, für das die Natur nicht mehr gött­lich sein kann? Es sieht so aus. Aber in die christ­li­che Reli­gi­on kann nicht der Glau­be an eine gött­li­che Natur­mut­ter­er­de inte­griert wer­den- das wäre der Tod der christ­li­chen Reli­gi­on.

    Ist das etwa das eigent­li­che Ziel der „Reformbewegung„der Katho­li­schen Kir­che, anhe­bend mit dem Göt­zen­dienst der „Ama­zo­nas-Räu­ber­syn­ode?“ , aus der christ­li­chen Reli­gi­on eine für die Natur­schut­z­ideo­lo­gie kom­pa­ti­ble Reli­gi­on zu machen, in der eben die Natur als gött­lich ver­ehrt wird?

    • Die­se Kult­fi­gur scheint hier für die sich selbst erschaf­fen haben­de Welt zu ste­hen,
      die kei­nen Schöp­fer hat.
      Das Mär­chen vom Fischer und sei­ner Frau fällt mir da immer ein,
      wenn jede selbst eine Göt­tin sein will.
      Da wo Jesus Chri­stus hin­ge­gan­gen ist,
      dort­hin kön­nen sie aber nicht gelan­gen und
      kön­nen auch sei­ne Mut­ter nicht von dort ver­ja­gen.

    • @Jan
      „Und da fra­ge noch einer um was es im 3 Geheim­nis von Fati­ma ging?
      Satan jubelt!“
      Voll­tref­fer!
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  10. Ich fürch­te, dass Erwar­tun­gen, nach die­sem Pon­ti­fi­kat wür­de vom Kon­kla­ve ein guter Papst gewählt wer­den, der die Kir­che rei­nigt und wie­der auf den rich­ti­gen Glau­bens­kurs bringt, ver­geb­lich sind. Papst Ber­go­glio hat doch selbst früh­zei­tig erklärt, dass er sei­ne Auf­ga­be dar­in sieht, sol­che Ver­än­de­run­gen ins Werk zu set­zen, die nicht rück­gän­gig gemacht wer­den kön­nen. Und, tut er es nicht?
    Das schrei­be ich nicht, um zu ent­mu­ti­gen. Die weni­gen wider­ste­hen­den Hier­ar­chen müs­sen sich drin­gend Gedan­ken um die näch­ste Zukunft machen, um einen Plan B. Ver­mut­lich, wahr­schein­lich, hof­fent­lich tun sie es ja.
    Auf die Mensch­heit kom­men im näch­sten Jahr­zehnt gewal­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen zu. Von ihnen wird kaum öffent­lich gere­det, und wenn, dann beschö­ni­gend und mani­pu­la­tiv. Doch sind sie sehr real, Pla­nun­gen sowie tech­ni­sche und mas­sen­psy­cho­lo­gi­sche Vor­be­rei­tun­gen dazu lau­fen. Stich­wor­te: Trans­hu­ma­nis­mus und Post­hu­ma­nis­mus! Bit­te unbe­dingt recher­chie­ren, auch in Quel­len, vor denen, da unge­wohnt, Katho­li­ken zunächst zurück­scheu­en.
    Durch Anschluss an eine welt­wei­te Informations-„Cloud“ mit­tels Kör­per­im­plan­ta­ten soll die Frei­heit des Men­schen und letzt­lich sei­ne Fähig­keit, sich gei­stig mit Gott zu ver­bin­den, abge­schafft wer­den. Das wird uns aber als wun­der­ba­re Errun­gen­schaft prä­sen­tiert wer­den. Schon die rasche Ent­wick­lung des Smart­pho­nes und sei­ner immer mehr indi­vi­dua­li­sier­ten bio­me­tri­schen Anmel­de­tech­nik (Fin­ger­ab­druck, Gesichts­er­ken­nung) und Hand­ha­bung ist nicht zufäl­lig und weist in die­se Rich­tung.
    Glau­ben Sie etwa, dass ein Papst vom Zuschnitt eines Fran­zis­kus Ber­go­glio und die ihm erge­be­nen Bischö­fen, wel­che fast blind­lings den lang­ge­steck­ten UN-Agen­den fol­gen, die Gläu­bi­gen war­nen wer­den? Ent­schul­di­gung, aber sie wer­den sie noch anspor­nen!
    Des­halb noch ein­mal: Wider­ste­hen­de Bischö­fe, über­legt, was zu tun ist. Die Zeit ist kurz.
    Salus ani­ma­rum supre­mus lex esto!

    • Herr Dr. Michel, dan­ke für Ihren Kom­men­tar — er ist so über­aus not­wen­dig. Aber auch wir gläu­bi­gen Katho­li­ken müs­sen uns etwas über­le­gen, die Zeit für uns ist eben­so kurz. Wir müs­sen uns ver­net­zen, uns gegen­sei­tig infor­mie­ren, uns stär­ken, uns ver­net­zen. Wie kön­nen wir das machen? Woh­nen Sie in der Nähe von Ber­lin? Haben Sie einen Vor­schlag?

      • Vor­sicht bei der Bil­dung von Netz­wer­ken und Zir­keln! Sie könn­ten razz-fazz von „fal­schen Fuffz­gern“ zur Erstel­lung von Namens­li­sten benutzt wer­den. Von „Networker“-Listen „gefähr­li­cher und zu allem ent­schlos­se­ner Geg­ner“ des gegen­wär­tig „doch so barm­her­zig, lieb­ve­voll und men­schen­freund­lich“ regie­ren­den Pap­stes Ber­go­glio, Listen „tra­di­tio­na­li­sti­scher, sub­ver­si­ver, im Unter­grund agie­ren­der rechts­ra­di­ka­ler Ele­men­te“, die „mit allen Mit­teln“ ver­su­chen wol­len, die kurz vor ihrer Erfül­lung ste­hen­den For­de­run­gen der „fort­schritt­li­chen Katho­li­ken“ – so die Selbst­be­zeich­nung der kirch­li­chen Alt-/Neo-68er — im letz­ten Moment doch noch zu blockie­ren. Netz­wer­ke „reak­tio­nä­rer Finstermänner/frauen“ also, die es jetzt ins Licht der Öffent­lich­keit zu stel­len gilt. (Apo­stro­phier­te Begrif­fe sind aus­nahms­los iro­nisch zu lesen.)

        Gleich­wohl wäre es ande­rer­seits auch denk­bar und durch­aus wün­schens­wert, dass sich Grup­pen kirch­lich enga­gier­ter Lai­en auf ört­li­cher, regio­na­ler wie über­re­gio­na­ler Ebe­ne bil­den, die ihre glau­bens­treu­en Prie­ster und Bischö­fe unter­stüt­zen möch­ten. Ab besten natür­lich im Gebet und in der Teil­nah­me am kirch­li­chen Leben, an diver­sen lit­ur­gi­schen, kate­che­ti­schen und ande­ren glau­bens­för­dern­den und ‑festi­gen­den Ver­an­stal­tun­gen. Ich glau­be, auch sie, die wah­ren und bewah­ren­den Hir­ten, brau­chen unse­re Unter­stüt­zung – und vor allem unse­re spür­ba­re und bekun­de­te Sym­pa­thie.

    • Sehr geehr­ter Herr Dr. Michel,

      Sie haben einen beklem­men­den Kom­men­tar zu einem beklem­men­den The­ma geschrie­ben. Dafür Respekt und Dank. Auch wenn — respek­ti­ve weil — zu befürch­ten ist, dass Sie mit Ihrer Ein­schät­zung lei­der recht haben.

  11. „Die Kri­ti­ker der Pach­a­ma­ma bei der Ama­zo­nas­syn­ode, wie der Vati­ka­nist erin­nert, wur­den vom päpst­li­chen Umfeld als Men­schen abge­stem­pelt, die „schlecht den­ken“ wür­den, „starr“, streng und unfle­xi­bel sei­en.“
    Vom die­sem päpst­li­chen Umfeld beschimpft zu wer­den muß nicht das schlech­te­ste im Leben eines Katho­li­ken sein. Ich wür­de der Mut­ter Got­tes eine gro­ße Ker­ze kau­fen und wür­de ihr sagen das mir eine gro­ße Ehre wider­fah­ren ist. Ich wür­de ihr sagen das die­ses päpst­li­che Umfeld mich als schlech­ten, star­ren, stren­gen und unfle­xi­blen Men­schen bezeich­net hat und das ich vor Stolz kaum noch lau­fen kann. Ja das wür­de ich tun.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  12. Lie­ber Gott, lie­ber guter Gott! Du hast für unse­re Sün­den Genü­ge getan. Auch für die­se Sün­den? Bewah­re uns, bleib bei uns. Amen

  13. Sehr geehr­te Frau Czem­piel, Sie spre­chen ein Gro­ßes Pro­blem an, wenn Sie schrei­ben: „Aber auch wir gläu­bi­gen Katho­li­ken müs­sen uns etwas über­le­gen,.… Wir müs­sen uns ver­net­zen, uns gegen­sei­tig infor­mie­ren, uns stär­ken, uns ver­net­zen. Wie kön­nen wir das machen? Haben Sie einen Vor­schlag? Nein auch ich habe für Ihre sehr, sehr wesent­li­ches Pro­blem kei­ne Ant­wort. Vie­le Zuschrei­ber hier sehen die Pro­ble­me gleich, ja sie erken­nen die wah­ren Pro­ble­me, aber wir fin­den kei­ne gemein­sa­me Spra­che. Dabei bewe­gen uns ein­mal die Grund­pro­ble­me unse­rer Kir­che und zum andern auch unse­re eige­nen Grund­pro­ble­me. Obgleich die Mehr­zahl der hie­si­gen Zuschrei­ber über­zeug­te Katho­li­ken sind, kom­men wir nicht zuein­an­der. Die­ses Übel ist ein Zei­chen der Zeit oder , ich will es kon­kret sagen, es ist ein Zei­chen der begin­nen­den End­zeit. Unser Bekennt­nis zu Chri­stus soll nicht offen­bar wer­den und wir kom­men uns ver­lo­ren vor.
    Totz die­ser Situa­ti­on, es hilft nur der Glau­be. Wenn ich es rich­tig deu­te, so schrei­ben Sie nicht unter einem Nick­na­men. Dies ist ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung.

  14. Sehr geehr­te Frau Czem­piel, in Ergän­zung zu mei­ner Ant­wort an Sie mein voll­stän­di­ger Name .
    Ihnen und allen wün­sche ich Got­tes Segen für das zukünf­ti­ge Jahr.

    Die­ter Fasen

    • Vie­len Dank, ja es ist mein rich­ti­ger Name. Nach­dem uns ein sehr enga­gier­ter Kaplan genom­men und in „die Wüste“ geschickt wur­de, ver­su­chen sich eini­ge Gläu­bi­ge im Groß­raum Ber­lin zusam­men­zu­fin­den.
      Ihnen und eben­falls allen Got­tes Segen.
      Gabrie­le Czem­piel

      • @Gabriele Czem­piel und @Dieter Fasen. In Dia­spo­ra­ge­bie­ten mit über­wie­gend athe­isti­scher bzw. neu­heid­ni­scher Prä­gung ist es nahe­zu uner­läss­lich, dass sich glau­bens­treue Katho­li­ken mit­ein­an­der ver­net­zen und even­tu­ell Aktiv­grup­pen bil­den. In leicht über­schau­ba­ren noch immer katho­lisch gepräg­ten Orts­ge­mein­den, wo jeder jeden kennt, kann das aber sehr schnell zur Aus­gren­zung — sozu­sa­gen zur Stig­ma­ti­sa­ti­on — füh­ren.

  15. Ein Leser­brief in der „Tages­post“ vom 3.1.2020 ist glei­cher­ma­ßen auf­schluss­reich wie schockie­rend. Ist dar­in doch aus­drück­lich von der „bis­he­ri­gen fra­gi­len inner­kirch­li­chen Öku­me­ne“ die Rede, die der Leser­brief­schrei­ber (in Deutsch­land) nun end­gül­tig gefähr­det sieht. Was heißt das im Klar­text? Wohl nichts ande­res, als dass es in der katho­li­schen Kir­che längst (min­de­stens) zwei „Kon­fes­sio­nen“ bzw. „Deno­mi­na­tio­nen“ gibt, die zuein­an­der in einem ähn­li­chen „öku­me­ni­schen Ver­hält­nis“ ste­hen, wie es bei den zahl­lo­sen christ­li­chen Kir­chen bzw. kirch­li­chen Gemein­schaf­ten der Fall ist.
    Außer­dem habe ich aus dem erwähn­ten Tages­post-Leser­brief zwei mir bis­lang unbe­kann­te Bezeich­nun­gen für kon­ser­va­ti­ve und fort­schritt­lich-libe­ra­le Katho­li­ken gelernt: „tra­di­ti­ons­ver­söhnt“ für kon­ser­va­tiv und „tra­di­ti­ons­auf­lö­send“ für fort­schritt­lich-libe­ral. Wobei die inner­kirch­li­chen Anhän­ger des Pach­a­ma­ma-Kul­tes wohl nicht ein­mal mehr im übli­chen Sinn als fort­schritt­lich-libe­ral, son­dern bereits schlicht und ein­fach als neu-heid­nisch gel­ten müs­sen.

  16. Die gekreuz­ten Arme auf der Brust (sie­he Bild) erin­nern sehr stark an das sata­nisch-frei­mau­re­ri­sche Label der „skulls and bones“ Loge.

  17. Unfass­bar, dass die Geist­li­chen den Betrug und Glau­bens­ab­fall nicht erken­nen der im Vati­kan abläuft. Mut­ter Erde wird anstel­le Got­tes des Schöp­fers gesetzt. Sie beten die Schöp­fung statt dem Schöp­fer an, obwohl sie es bes­ser wis­sen wüss­ten.

    Das heißt, irdi­sche Ämter wie das Papst­amt bedeu­ten den Men­schen mehr als Gott und die apo­sto­li­sche Über­lie­fe­rung. Den Inha­ber des Papst­am­tes respek­tie­ren sie mehr als Gott selbst. Das ist der gro­ße Glau­bens­ab­fall, die Apost­asie, wie in der hei­li­gen Schrift beschrie­ben. Dort sind wir jetzt.

    • Die neue lit­ur­gi­sche Bibel­über­set­zung 2016 ist eben­falls ein Gräu­el in Got­tes Augen. Scha­de, dass so weni­gen die Gabe des hei­li­gen Gei­stes geschenkt ist und nur sie den Betrug bemer­ken. Wenn sie in Pach­a­ma­ma kei­nen Göt­zen­dienst erken­nen, wer­den sie es auch nicht erken­nen, wenn die Eucha­ri­stie via öku­me­ni­scher Mes­se aus­ge­he­belt wer­den wird.

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