Horror missae und Mainstream von und mit Bischof Hermann Glettler

Horror missae mit Bischof Hermann Gletter in Innsbruck.

(Inns­bruck) Es gibt Berich­te, die möch­te man gar nicht berich­ten, wes­halb es schwer­fällt, sich hin­zu­set­zen, und einen Text zu schrei­ben. Der Chro­nik hal­ber aber doch. Bischof Her­mann Glett­ler von Inns­bruck, „ein extre­mer Moder­nist“, so La Fede Quo­ti­dia­na, ist für einen Hor­ror mis­sae ver­ant­wort­lich, der sogar in Ita­li­en berich­tet wur­de.

Am ver­gan­ge­nen Sonn­tag, den 20. Janu­ar, zele­brier­te Bischof Glet­ter eine Mes­se, die von ZDF und ORF über­tra­gen wur­de. Eine sehr gro­ße Reich­wei­te war damit im deut­schen Sprach­raum gesi­chert.

Der Bischof woll­te die­se Gele­gen­heit zur grö­ße­ren Öffent­lich­keit auf beson­de­re Wei­se nüt­zen. Er zele­brier­te nicht in einer Kir­che, nicht im Haus Got­tes, nicht auf hei­li­gem Boden (Ex 3,5). son­dern in der Turn­hal­le einer Schu­le, die von Ordens­frau­en geführt wird. Der äuße­re Rah­men soll­te offen­bar „Jugend­lich­keit“ signa­li­sie­ren, schließ­lich wur­de ein „Jugend-Fern­seh­got­tes­dienst“ ange­kün­digt.

Bereits drei Tage zuvor bewarb die Inter­net­sei­te des Bis­tums Inns­bruck den „TV-Got­tes­dienst“. 400 Schü­ler katho­li­scher Schu­len wur­den in die Turn­hal­le des Real­gym­na­si­ums der Ursu­li­nen in Inns­bruck gela­den.

„Wer kei­nen Platz im Turn­saal fin­det, kann sich die Mess­fei­er ins Wohn­zim­mer holen.“

„Um 9.15 müs­sen alle Mit­fei­ern­den ihre Plät­ze ein­ge­nom­men haben. Bit­te Hal­len­schu­he mit­brin­gen!“

In der Bewer­bung der Diö­ze­se hieß es wei­ter:

„Der Vor­spann der Über­tra­gung ist bereits online und kann auf der Sei­te des ORF ange­schaut wer­den. Der kur­ze Film gibt Ein­blick in die Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten der Schü­le­rin­nen und Schü­ler in den kirch­li­chen Gym­na­si­um. Die Kame­ras des ORF haben unter ande­rem die Musik­grup­pe bei den Pro­ben beob­ach­tet, sie waren beim Fer­ti­gen der Ein­la­dungs­kar­ten, und der Demo-Tafeln für den Ein­zug dabei.“

„Demo-Tafeln“?

Der Got­tes­dienst stand in Anleh­nung an eine Lesung aus dem Buch des Pro­phe­ten Jesa­ja: „Ich kann nicht schwei­gen“. Die Fra­ge ist, wozu die Jugend nicht schwei­gen kann, oder bes­ser laut Mei­nung von Bischof Glett­ler nicht schwei­gen soll, die mit „Gerech­tig­keit und Frie­den in der Welt“ sehr all­ge­mein und unkon­kret benannt wur­de.U

„Die Fern­seh­bil­der vom Got­tes­dienst wer­den sich in eini­gen Punk­ten wesent­lich von dem unter­schei­den, was man von Got­tes­dien­stüber­tra­gun­gen gewohnt ist. Wich­tig ist den Schü­le­rin­nen und Schü­lern etwa, dass der Fei­er­raum auch als Turn­saal erkenn­bar bleibt. Die mit­fei­ern­den Jugend­li­chen wer­den auf dem Boden sit­zen, Begleit­per­so­nen und Eltern fin­den Platz auf der Gale­rie des Turn­saals. Mini­stran­tin­nen und Mini­stran­ten wer­den in all­täg­li­cher Klei­dung ihren Dienst ver­se­hen. Beim Ein­zug wer­den Schil­der mit­ge­tra­gen, die wie bei einer Stra­ßen­de­mo die Anlie­gen der Jugend­li­chen deut­lich machen. Alle vor­be­rei­ten­den Arbei­ten wer­den wesent­lich von Jugend­li­chen getra­gen, die dabei von der Katho­li­schen Jugend und von Päd­ago­gin­nen und Päd­ago­gen beglei­tet wer­den.“

Bischof Hermann Glettler
Bischof Her­mann Glett­ler

Gera­de so, als kämen die Schü­ler auf die Idee, eine Mes­se in der Turn­hal­le ihrer Schu­le zu zele­brie­ren und ZDF, ORF und der Bischof fol­gen ihrer Ein­la­dung. Die Sinn­haf­tig­keit von Mini­stran­ten in All­tags­klei­dung muß beson­ders ver­bor­gen sein, denn man ver­steht sie nicht.

Nein, es sind immer die „oben“, die auch in die­sem Fall Jugend­li­che unten für das miß­brau­chen, was oben gewünscht ist, anstatt die Kin­der und Jugend­li­chen zu unter­wei­sen.

Und was pre­dig­te Bischof Glett­ler den Jugend­li­chen? Aal­glat­ten Main­stream:

„Macht bit­te mehr Lärm in der Kir­che! For­dert euren Platz ein und mel­det euch zu Wort.“ Ihr habt es getan. In der Vor­be­rei­tung des heu­ti­gen Got­tes­dien­stes habt ihr nach­ge­fragt, was Gerech­tig­keit bedeu­tet. Das ist kei­ne theo­re­ti­sche Dis­kus­si­on. Es geht um Leben! Ein Leben in Wür­de mit Chan­cen für Alle! Eini­ges habt ihr auf Tafel­bil­dern auf­ge­schrie­ben.
Ich kann nicht schwei­gen!“

Wor­über „kann“ man „nicht schwei­gen“:

  • Glett­ler nennt den Besuch von Papst Fran­zis­kus 2013 auf Lam­pe­du­sa – zwei Jah­re vor der „Flücht­lings­wel­le“ von 2015 – um die Migra­ti­ons­agen­da in Fahrt zu brin­gen.
  • Glet­ter erwähnt Gre­ta Thun­berg, eine erst 15-jäh­ri­ge Schwe­din, die man fern­ge­lenkt, beim inter­na­tio­na­len Kli­ma­gip­fel in Kato­wice vor einem Monat auf­tre­ten ließ (der Bischof kennt nicht ein­mal den deut­schen Namen der Stadt), um PR-gerecht für die Kli­maagen­da der angeb­lich men­schen­ver­schul­de­ten Erd­er­wär­mung in Sze­ne gesetzt zu wer­den.

Noch ein­mal, wozu sol­len laut Bischof Glett­ler die Jugend­li­chen also nicht schwei­gen?

„Zu Armut, zur Ver­schwen­dung von Res­sour­cen, zur Umwelt­ver­schmut­zung und Tier­quä­le­rei, … Ihr for­dert: Glei­che Rech­te für Alle! Mob­bing soll es nicht mehr geben! Die Zer­stö­rung der Natur soll auf­hö­ren. Der Welt­hun­ger muss gestoppt wer­den! Ich weiß, dass das für euch nicht hoh­le Phra­sen sind.“

Für fern­ge­steu­er­te Jugend­li­che viel­leicht nicht, aber…

Und der Brücken­schlag zu den Tages­le­sun­gen?

Die Hoch­zeit zu Kana redu­ziert der Bischof auf den feh­len­den Wein, „für eine ori­en­ta­li­sche Hoch­zeit eine Kata­stro­phe“. Jesus, der für Wein sorgt, als anti­ker Garant von Fun and Well­ness? Als Garant unse­rer Frei­zeit­ge­sell­schaft, in der Milch und Honig flie­ßen?

Der Bischof zitiert das gro­ße Mari­en­wort: „Was er euch sagt, das tut“.

Doch die Gedan­ken wol­len nicht abhe­ben. Sie gehen in kei­nem Moment über das Irdi­sche hin­aus. Jesus ist nur eine Lebens­hil­fe („Power“), ein wun­der­sa­mer Lebens­be­ra­ter (und noch­mals „Power), um auch die even­tu­ell weni­ger son­ni­gen Sei­ten des Lebens zu bewäl­ti­gen.

Einen Blick auf das Danach gibt es nicht. Die Fra­ge nach dem Sinn des Lebens erschöpft sich im „lei­den­schaft­li­chen Enga­ge­ment“ für eine „gerech­te­re Welt“. Denn dafür habe sich auch Jesus „in die Waag­scha­le“ gewor­fen. Und selbst bei der kon­kre­te­ren Andeu­tung, was die­se „gerech­te­re Welt“ sein soll­te, kam Glett­ler über den Main­stream, eine ganz bestimm­te, vor­herr­schen­de, poli­ti­sche Mei­nung nicht hin­aus.

War­um die Welt ist wie sie ist, war­um der Mensch aus dem Para­dies, also der wirk­lich gerech­ten Welt ver­trie­ben wur­de, ver­steht man beim Zuhö­ren der Inns­brucker Über­tra­gung nicht. Geschwei­ge­denn, was sich dar­aus ergibt und war­um Gott Mensch gewor­den ist und auf Gol­go­ta den Kreu­zes­tod erlit­ten hat. Die Jugend­li­chen kön­nen es erst recht nicht ver­stan­den haben, woher auch, wer­den sie doch auf Neben­ge­lei­se abge­lenkt.

Das Gemeinschaftsmahl
Das Gemein­schafts­mahl

Beim Offer­to­ri­um erhiel­ten Schü­ler das Mikro­phon, um cho­reo­gra­phi­sche Erklä­run­gen abzu­ge­ben. Wört­lich wur­de gesagt, daß sie „den Tisch“ berei­ten.

Auf der Ebe­ne der pro­te­stan­ti­schen Tisch­ge­mein­schaft ging es dann auch wei­ter. Beim Ecce Agnus Dei wur­de Chri­stus, so Bischof Glett­ler, zum „gebro­che­nen Brot, geteilt für alle“. Die Kom­mu­ni­on spen­de­ten sich die Kin­der gegen­sei­tig selbst.

Bischof Glett­ler nimmt eine Fest­stel­lung und Auf­for­de­rung von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per offen­sicht­lich sehr wört­lich: „Die Kir­che muß inno­va­tiv sein“.

Glett­ler ist seit dem 2. Dezem­ber 2017 Bischof von Inns­bruck. Zuvor war er Pfar­rer in Graz (Stei­er­mark), wo er sich im Bereich Kunst und Kul­tur einen Namen mach­te. Für die­sen Bereich ist er auch in der Öster­rei­chi­schen Bischofs­kon­fe­renz zustän­dig sowie für Pax Chri­sti Öster­reich.

Das Video der Mes­se.

Wer mehr über Bischof Glett­ler erfah­ren will:

Text: Mar­tha Bur­ger
Bild: ZDF (Screen­shot)

12 Kommentare

  1. Auf dem Foto zu die­sem Bei­trag wir­ken Her­mann Glett­ler mit Bischofs­müt­ze auf dem Kopf und die bei­den rechts außen sit­zen­den Prie­ster im grü­nen Mess­ge­wand doch eigent­lich wie Fremd­kör­per. Ziem­lich exo­tisch – oder?

  2. Die Kir­che wur­de schon in den 1970erjahren „inno­va­tiv“, indem sie die schö­nen klas­si­schen Kir­chen­lie­der aus dem Mess­ge­sang ver­bann­te oder text­mä­ßig ver­än­der­te und durch bana­le unme­lo­diö­se „Neue Geist­li­che Lie­der“ ersetz­te. Dazu gesell­te sich unlit­ur­gi­scher Scha­ber­nack wie Tanz­grup­pen im Altar­raum, Gitar­ren­ge­zup­fe und Bon­go­trom­meln. Mit all die­sen groß­ar­ti­gen „Inno­va­tio­nen“ hat die Kir­che vie­le Gläu­bi­ge aus dem Tem­pel ver­trie­ben, aber nur weni­ge dazu­ge­won­nen.

  3. Das ist das Schlimmste,was ich seit lan­gem gese­hen habe.
    Ret­tet die Jugend­li­chen aus den Hän­den sol­cher armen ver­irr­ten Prie­ster.
    Jesus,es tut mir so leid!

  4. Sehr geehr­te Geschwi­ster im katho­li­schen Glau­ben. Auch wenn ich die­se Kom­mu­ni­ons­pen­dung der Jugend­li­chen nicht gut­hei­ße und ich auch gegen Anbie­de­rung im welt­li­chen Sin­ne bin,ist Ihre ver­ur­tei­len­de Sichtweise,z. B. Wahl des Turn­saa­les, T‑shirts ein­heit­lich als Mit­ar­bei­ten­de Jugend­li­che, Zeug­nis des Mäd­chens das auf­steht gegen eine ver­lo­ge­ne Genera­ti­on die die Zer­stö­rung der Erde schon lan­ge auf­hal­ten könn­te, wenn nicht Pro­fit­gier und Bequem­lich­keit sie dar­an hin­dern wür­den, eine Welt in der genau die­se Jugend­li­chen noch eine Zukunft haben möch­ten.…, nicht christ­lich leben­dig gewer­tet fin­de ich…wo ist denn die­se Kir­che die Sie pro­pa­gie­ren aktiv für die Jugend die gehört wer­den will? Ich sehe einen Schritt des Bischofs in die Rich­tung Jugend,sogar mit Hl. Mes­se, mit Ermu­ti­gung und Wert­schät­zung. Man kann ihm sagen, dass die Hl. Kom­mu­ni­on so gar nicht gespen­det wer­den darf, weil es unglaub­lich unwür­dig ist, und die Jugend­li­chen das Myste­ri­um und das Hei­li­ge suchen. Aber Ihre Kri­tik ist ‑ver­zei­hen Sie-sehr äußer­lich. Und man­gelt an posi­ti­ven Gegen­vor­schlä­gen oder viel. auch ein biss­chen wenig Lie­be zu Jugend­li­chen und wenig Ver­ständ­nis…? Wo holen Sie die zurecht pro­te­stie­ren­den Jugend­li­chen ab? Ler­nen wir doch auf­zu­ste­hen und uns zu ändern von der Jugend. Und am besten mit unse­rer Bekeh­rung zu einem offe­nen lie­ben­den Herz. Klar in der Rich­tung aber liebend…und verstehend…wie Jesus.

    • Da set­zen sie eini­ge Din­ge vor­aus, die nicht der Wahr­heit ent­spre­chen.

      „…ver­lo­ge­ne Genera­ti­on die die Zer­stö­rung der Erde schon lan­ge auf­hal­ten könn­te, wenn nicht Pro­fit­gier und Bequem­lich­keit sie dar­an hin­dern wür­den“
      Wie sol­len gewöhn­li­che Zivi­li­sten, Otto­nor­mal­ver­brau­cher irgend­ei­nen Ein­fluss dar­auf haben, dass Kon­zer­ne die Pro­fit­gier besit­zen, die Res­sour­cen der Erde aus­beu­ten?
      Ich bin als gläu­bi­ger Christ über­zeugt, dass Gott der Schöp­fer der Erde, die Res­sour­cen bis hin zum von ihm fest­ge­leg­ten Ende der Welt aus­rei­chend gege­ben hat. Ich kann nicht gleich­zei­tig gläu­bi­ger Christ UND Kli­ma­wan­del-Jün­ger sein. Weil sich bei­des, genau hin­ge­schaut, fun­da­men­tal wider­spricht.

      Eine hei­li­ge Mes­se in einem Turn­saal zu fei­ern. Ich kann mir nicht vor­stel­len, dass hier­zu eine Not­wen­dig­keit bestan­den haben könn­te. Jeden­falls ist das nicht die rich­ti­ge, Ehr­furcht gebie­ten­de Umge­bung für eine Eucha­ri­stie­fei­er. Und das Gesamt­bild ist ein­fach ver­hee­rend. Statt Für­bit­ten wur­den die Jugend­li­chen dazu bewegt, Tafeln wie Demon­stran­ten in die Luft zu hal­ten. Das führt dazu, dass jene die das Gan­ze für eine neue Norm hal­ten nie wis­sen wer­den, wel­che Wür­de eine hei­li­ge Mes­se besitzt!

      Mein Gegen­vor­schlag ist ganz ein­fach. Hei­li­ge Mes­sen müs­sen in Kir­chen gefei­ert wer­den. Den Jugend­li­chen muss die not­wen­di­ge Ehr­furcht eines Hei­lig­tums nahe­ge­bracht wer­den. Gesagt wer­den, dass eine katho­li­sche Kir­che ein beson­de­rer Ort ist, ganz anders als alle übri­gen Orte die es auf der Erde gibt. Ihnen muss gesagt wer­den, dass die Eucha­ri­stie, also die Hostie etwas ganz beson­de­res beinhal­tet. Näm­lich Gott. Und dass in jeder hei­li­gen Mes­se das Kreu­zes­op­fer Jesu Chri­sti wie­der­holt wird, der damit für die Sün­den der Welt Süh­ne gelei­stet hat. Dadurch muss der Opfer- und Süh­ne­cha­rak­ter jeder hei­li­gen Mes­se klar wer­den. Wür­de den Jugend­li­chen klar wer­den, dass in einer hei­li­gen Mes­se in einer katho­li­schen Kir­che etwas ganz Beson­de­res geschieht, gäbe es kein locke­res Getue mehr mit moder­ni­sti­schen Ein­flüs­sen.

      Und war­um müs­sen die Jugend­li­chen über­haupt pro­te­stie­ren? Nur weil sie Jugend­li­che sind? Was soll der dum­me Satz von Bischof Glet­ter, die Jugend­li­chen soll­ten Lärm machen in der Kir­che? Hat er den Ver­stand ver­lo­ren, soet­was zu sagen?

      Gott offen­bart sich in der Stil­le, dem Pro­phe­ten Eli­ja im „sanf­ten Säu­seln des Win­des“. Und da sol­len die Jugend­li­chen Lärm machen, um Gott zu über­hö­ren? Stil­le, Ehr­furcht und Gebet, so lässt sich Gott fin­den. Aber nicht mit Lärm oder Demo­ta­feln.

      Die arme Jugend wur­de ja schon im Kin­des­al­ter zum Smom­bie erzo­gen. Da fängt es an. Und es liegt in der Ver­ant­wor­tung der Eltern, ob schlech­te Ein­flüs­se ihre Kin­der errei­chen. Da aber häu­fig die Eltern sonn­tags schon nicht mehr in die Kir­che gehen, geben sie ihren Kin­dern ein schlech­tes Bei­spiel, dem die­se natür­lich fol­gen. Das ist wie bei Rau­chern, rau­chen die Eltern, rau­chen höchst­wahr­schein­lich auch die Kin­der.

      Die Kin­der wer­den zur Unter­hal­tung, zur Erwar­tung welt­li­chen Enter­tain­ments erzo­gen. Eine hei­li­ge Mes­se bil­det dazu einen deut­li­chen Kon­trast. Sich auf die Tex­te einer hei­li­gen Mes­se zu kon­zen­trie­ren — sie gläu­big zu ver­ste­hen und anzu­neh­men, wich­ti­ges zu mer­ken — das wäre eben­falls wich­tig, um den Sinn des Gan­zen zu ver­ste­hen. Nur so kann sich nach und nach ein Glau­be bil­den.

  5. „Spon­ta­ne For­de­run­gen“ an die Füh­rung, wel­che die­se selbst­ver­ständ­lich auf­greift, nach­dem sie von ihren Funk­tio­nä­ren geplant und in Sze­ne gesetzt wur­den, waren in Deutsch­land bereits in bei­den Dik­ta­tu­ren ein pro­ba­tes Mit­tel, arg­lo­se Kin­der und Jugend­li­che hier­für eine her­vor­ra­gen­de Kulis­se. Ihnen sug­ge­riert man, sie sei­en „mutig“, wenn sie – wie ihr Bischof — den Herr­schen­den nach­plap­pern und vor­for­mu­lier­te Papp­schil­der hoch­hal­ten. Ein­ge­hegt durch die heu­te übli­che lit­ur­gi­sche Frosch­per­spek­ti­ve „von unten“ – nicht der Mensch schwingt sich zu Got­tes Sicht hoch, son­dern das Sakra­le wird in den Staub gezerrt. Das Außer­ge­wöhn­li­che wird lust­voll gewöhn­lich gemacht, geschän­det und pro­fa­niert, um den All­mäch­ti­gen gleich­sam „auf Augen­hö­he“ zu zwin­gen, damit sich poli­ti­sie­ren­de Geist­li­che samt Anhang eben­bür­tig füh­len kön­nen.

  6. Mit der­ar­ti­gen „Inno­va­tio­nen“ wird sich die Kir­che ad absur­dum füh­ren. Wie wäre es mit einer Inno­va­ti­on in Rich­tung Triden­ti­ni­sche Mes­se? Katho­li­sche Tra­di­ti­on statt nichts­sa­gen­dem, zeit­gei­sti­gem Gere­de!

  7. Total ver­rückt.
    Daß das Myste­ri­um des Glau­bens fas­zi­niert, und auch eine beson­de­re Anzie­hungs­kraft auf Irren aus­übt, ist wohl­be­kannt.
    Daß die­se Myste­ri­um jedoch auch tre­men­dum, ang­st­ein­flö­ßend ist, wird fast nie berück­sich­tigt.
    Die­ser ver­rück­te Umgang mit dem Aller­hei­lig­sten ist gefähr­lich.
    Glett­ler und sei­ne Kol­la­bo­ra­teu­re wer­den das ein­mal zu ver­ant­wor­ten haben.

  8. Das mei­ste Mit­leid muss man mit den Jugend­li­chen haben. Ihnen wird die katho­li­sche Glau­bens­leh­re vor­ent­hal­ten, die ihre See­len ein­mal ret­ten könn­te. Das wür­de wohl auch Jesus dazu sagen.
    Und die fehl­ge­lei­te­ten Bischö­fe, die von Amts wegen Papst Fran­zis­kus Wor­te wie als von Gott gege­ben behan­deln und Gläu­bi­gen wei­ter­ge­ben.
    Was vor eini­gen Jah­ren im BDM offen­bart wur­de, wird jetzt tat­säch­lich Wirk­lich­keit. Näm­lich dass Hei­lig­tü­mer ent­weiht wer­den, die hei­li­ge Mes­se bis zur Unkennt­lich­keit ent­stellt wird und so die Apost­asie, der Glau­bens­ab­fall vor­an­schrei­tet. Frag­te man sich damals noch, wie das gesche­hen soll­te. So steht es heu­te vor unser aller Augen. Zumin­dest vor den Augen all jener Gläu­bi­gen, denen die Gabe der Unter­schei­dung der Gei­ster gege­ben ist.
    Man muss wirk­lich zwi­schen men­schen­ge­mach­ter Ideo­lo­gie, und davon gibt es Dut­zen­de, und der katho­li­schen, von Gott offen­bar­ten Leh­re Jesu Chri­sti unter­schei­den. Das ist der Schei­de­punkt, ins­be­son­de­re im Hin­blick auf die urei­gen­ste Auf­ga­be der katho­li­schen Kir­che, die See­len der Men­schen, nicht den Pla­ne­ten, zu ret­ten. Die See­le ist prio­ri­tär, die 10 Gebo­te sind prio­ri­tär und dar­in ent­hal­ten ist die wah­re Got­tes­ver­eh­rung prio­ri­tär.
    Alles ande­re ist Ideo­lo­gie, nament­lich Huma­nis­mus, Öko­fun­da­men­ta­lis­mus, Athe­is­mus oder Züge des Mate­ria­lis­mus.

    • dhmg1. — Mit Ihrer Ein­schät­zung lie­gen Sie ganz sicher rich­tig. Pri­mä­re Auf­ga­be der Kir­che ist es, die See­len der Men­schen zu ret­ten und zu Gott zu füh­ren. Aber die Schöp­fung zu bewah­ren ist letz­ten Endes ein­zig und allein Sache des Schöp­fers. Denn eigent­lich ist’s doch undenk­bar, dass Gott sich sein Werk aus­ge­rech­net von jenem Geschöpf, das er „nach sei­nem Bild und Gleich­nis“ geschaf­fen hat, wie­der zugrun­de rich­ten lässt — auch und gera­de des­halb, weil Er ihn bei sei­ner Erschaf­fung den Auf­trag erteilt hat, sich „die Erde unter­tan“ zu machen. Des­halb ist es gut und rich­tig, wenn sich die Kir­che für den Erhalt die­ser Schöp­fung und den respekt­vol­len Umgang mit ihr ein­setzt, jedoch ohne ideo­lo­gi­sche Hin­ter­ge­dan­ken. Man beden­ke ein­mal: Ein Aste­ro­id trifft unse­re Erde (gab’s ja schon ein­mal), und das bio­lo­gi­sche Leben auf ihr könn­te schnell wie­der ganz am Anfang ste­hen. Aber passt das eigent­lich zur christ­li­chen Heils­ge­schich­te? Viel­leicht schon — - — wenn sie noch mit der Wie­der­kunft des Herrn rech­net.

  9. Heu­te hör­te ich über Radio Maria, von Bischof Glett­ner, sein Por­trait.
    war ganz erstaunt, als er sag­te, er ver­spür­te kei­ne Beru­fung.
    Wie kann er dann sagen,daß Mes­ner eine Beru­fung sei? (Mes­ner Wall­fahrt 16.Okt.2018 Inns­brucker Dom St. Jakob)
    War­um ist er sei­ne „Künst­le­ri­schen Talen­ten“ nicht nach­ge­gan­gen.
    So wäre uns vie­les erspart gewe­sen, auch die unnö­ti­gen Aus­ga­ben von Kir­chen­teu­ern .
    Geschwei­ge von Ver­wir­run­gen, der Jugend­li­chen und Chri­sten.

  10. Des­halb hat­te Bischof Lef­eb­v­re so recht, als er sich wei­ger­te, die Tra­di­ti­on gegen den Zeit­geist zu tau­schen.
    Auf­trag der Kir­che ist die unver­kürz­te Ver­kün­di­gung des Evan­ge­li­ums.
    Die The­men des Kle­ri­kers waren welt­li­che, die­se sind wich­tig aber gehö­ren nicht in das Reper­toire eines Prie­sters.
    Was wäre z.B. gewe­sen wenn er vor die­sen Leu­ten das 5. Gebot am Bei­spiel der Abtrei­bung erklärt hät­te, oder das 6. Gebot über den Ehe­bruch, oder oder oder.….…..
    Das wäre sei­ne Pflicht gewe­sen .

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