Die 68er-Revolte und ihre Folgen: Jahrgang 1968 hatte die wenigsten Kinder

1968 und die leeren Wiegen
1968 und die leeren Wiegen

(Ber­lin) Sta­ti­sti­ker und Bevöl­ke­rungs­wis­sen­schaft­ler haben errech­net: „Der Jahr­gang von 1968 hat­te am wenig­sten Kin­der“. Dies mel­de­te Die Welt in ihrer gest­ri­gen Aus­ga­be. 1968 gilt als ent­schei­den­des „Wen­de­jahr“, das erheb­li­chen Anteil dar­an hat, daß die Welt heu­te so ist, wie sie ist. Mit den lin­ken Stu­den­ten­pro­te­sten vom Mai 1968 wur­den lang­fri­stig tief­grei­fen­de kul­tu­rel­le, poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen ein­ge­lei­tet. Drei ein­schnei­den­de Fol­gen sind der demo­gra­phi­sche Kol­laps, die Mas­sen­ein­wan­de­rung und die schwe­re Kir­chen­kri­se. Nun wur­de dem ent­schei­den­den Jahr 1968 ein bezeich­nen­der Pri­mat zuge­wie­sen als Jahr­gang, in dem die Frau­en am wenig­sten Kin­der gebo­ren haben. Eine Tat­sa­che mit sym­bo­li­schem Cha­rak­ter.
Die nach­fol­gen­den Über­le­gun­gen bezie­hen sich auf die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, gel­ten aber eben­so für den übri­gen deut­schen Sprach­raum und tref­fen mehr oder weni­ger auch auf ande­re west­eu­ro­päi­sche Staa­ten zu.

Die deut­sche Bun­des­po­li­tik freut sich gera­de über einen leich­ten Anstieg der Gebur­ten­zif­fer und das schon im drit­ten auf­ein­an­der­fol­gen­den Jahr. 2014 wur­den sta­ti­stisch je Frau im frucht­ba­ren Alter 1,47 Kin­der gebo­ren. Das liegt immer noch weit unter dem not­wen­di­gen Wert von mehr als 2 Kin­dern zur Bestands­si­che­rung. Die Ent­wick­lung sei aber erfreu­lich, so Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Manue­la Schwe­sig (SPD), denn 2013 sei­en es nur 1,42 Kin­der gewe­sen, 2006 gar nur 1,33 Kin­der.

Erhöhung der Geburtenziffer 2014 wenig aussagekräftig

Die Zah­len sagen aller­dings nichts dar­über aus, wie­viel von die­ser Zunah­me auf eine höhe­re Gebur­ten­ra­te von Frau­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zurück­geht und damit kei­ne wirk­li­che Trend­än­de­rung bedeu­ten wür­de.

Die Zah­len klin­gen gut, doch der demo­gra­phi­sche Nie­der­gang des deut­schen Vol­kes ist wei­ter in vol­lem Gan­ge. Obwohl davon die gesam­te Zukunft abhängt, vom Staats­we­sen über die Gesell­schaft bis zum Genera­tio­nen­ver­trag und der Pen­si­ons­si­che­rung, wird die Fra­ge nicht the­ma­ti­siert. Das hat mit 1968 und dem von den Stu­den­ten­pro­te­sten ange­sto­ße­nen und seit­her schritt­wei­se eta­blier­ten Den­ken zu tun. Anders gesagt: mit einer ver­scho­be­nen Wer­te­ska­la, die grob auf den Nen­ner gebracht, mit Ego­is­mus zu cha­rak­te­ri­sie­ren ist. Jun­ge Deut­sche wün­schen sich, wie Jugend­stu­di­en in regel­mä­ßi­gen Abstän­den bestä­ti­gen, eine intak­te Fami­lie mit Kin­dern. Bei der Umset­zung der Lebens­pla­nung nei­gen sie jedoch dazu, „sich in ihrem Leben erst ein­mal per­fekt ein­zu­rich­ten, bevor der Nach­wuchs geplant wird“, so Die Welt.

1968, die sexuelle Revolution und Humanae vitae

Seit 1972 schrumpft Deutschland zusammen
Seit 1972 schrumpft Deutsch­land zusam­men

1968 steht auch für eine sexu­el­le Revo­lu­ti­on. Im sel­ben Jahr ver­öf­fent­lich­te Papst Paul VI. die pro­phe­ti­sche Enzy­kli­ka Huma­nae vitae. Wie die Stu­den­ten auf den Bar­ri­ka­den revol­tier­ten, so revol­tier­ten die Bischö­fe im deut­schen Sprach­raum gegen Huma­nae vitae. Mit den Erklä­run­gen von König­stein, Maria Trost und Solo­thurn lehn­ten die Bischö­fe Deutsch­lands, Öster­reichs und der Schweiz die Enzy­kli­ka ab.

Zum ideo­lo­gi­schen Para­dig­men­wech­sel von 1968 gehört die „Ver­ein­bar­keit von Beruf und Fami­lie“, eine schö­nen Paro­le, die aber fak­tisch zur ein­sei­ti­gen Bevor­zu­gung des Berufs und zum Nie­der­gang der Fami­lie geführt hat. Ein Ein­ge­ständ­nis die­ser Tat­sa­che wird von Poli­tik und Gesell­schaft als uner­wünscht ver­wei­gert.

Die Kon­se­quen­zen der Auf­leh­nung lie­ßen nicht lan­ge auf sich war­ten: 1972 wur­de die Tötung unge­bo­re­ner Kin­der in der DDR lega­li­siert, 1974 auch in der BRD, wenn auch offi­zi­ell nur straf­frei gestellt. Ein totes Kind ist ein totes Kind, egal ob die Tötung vom Staat als straf­frei oder als legal betrach­tet wird. Und seit 1972 wer­den in Deutsch­land weni­ger Kin­der gebo­ren als Deut­sche ster­ben. 2015 schrumpf­te das deut­sche Volk bereits im 44. Jahr hin­ter­ein­an­der. Der jähr­li­che Fehl­wert liegt durch­schnitt­lich bei mehr als 25 Pro­zent. Die Poli­tik kaschiert die­sen Nie­der­gang seit Jah­ren durch die För­de­rung der Zuwan­de­rung. Das Stich­wort, unter dem die­se Zuwan­de­rung erfolg­te, vari­ier­te, je nach­dem wie groß der Wider­stand im Volk wur­de. Zuerst waren es Gast­ar­bei­ter, dann groß­zü­gi­ger Fami­li­en­zu­zug, nach der Wen­de von 1989 wur­den die deut­schen Volks­grup­pen der ehe­ma­li­gen Ost­block­staa­ten auf­ge­saugt, dann sag­te man Asy­lan­ten und nun nennt man sie eben Flücht­lin­ge.

Bedarf an Menschen und Tabuisierung der demographischen Frage

Die Wirt­schaft braucht Arbeits­kräf­te und Kon­su­men­ten, die Gewerk­schaf­ten brau­chen Mit­glie­der, die Kir­chen Prie­ster und Gläu­bi­ge, die Links­par­tei­en Wäh­ler, die Grü­nen die Befrie­di­gung ihrer ideo­lo­gi­schen Über­zeu­gun­gen und der Staat die Siche­rung der Pen­sio­nen, Sol­da­ten und noch viel mehr. Defi­zi­te und Man­gel­er­schei­nun­gen wie Ärz­te­man­gel in bestimm­ten Gegen­den, Bevöl­ke­rungs­aus­dün­nung gan­zer Regio­nen, Man­gel an qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal, ins uner­meß­li­che stei­gen­de Sozi­al­ko­sten, Abbau von Bil­dungs­stan­dards, um über­for­der­te nicht-deut­sche Kin­der irgend­wie durch den Bil­dungs­weg zu schleu­sen, Ghet­toi­sie­rung, Gewalt- und Kri­mi­na­li­täts­zu­nah­me hän­gen direkt mit dem demo­gra­phi­schen Nie­der­gang zusam­men. Die durch Zuwan­de­rung impor­tier­ten Kon­flikt­po­ten­tia­le müs­sen durch viel Geld ent­schärft wer­den. Das erhöht wie­der­um den Steu­er­druck. Wenn der Han­del sich über die Ein­wan­de­rer als Kon­su­men­ten freut, dann geschieht dies zu Lasten der All­ge­mein­heit. Das Geld, das „Flücht­lin­ge“ aus­ge­ben, muß ihnen zuvor vom Gast­staat gege­ben wer­den. Eine Form von Umver­tei­lung im gro­ßen Stil.

Und den­noch: Die eigent­li­che Ursa­che, der dra­ma­ti­sche Gebur­ten­rück­gang nach 1968 ist ein Tabu­the­ma, das nicht öffent­lich dis­ku­tiert wird. Damit aber kön­nen nur Löcher gestopft wer­den, aber es kann nicht das Pro­blem gelöst wer­den. Das Stop­fen von Löchern führt zudem zu neu­en Löchern. Grund dafür sind die vor­herr­schen­de Hal­tung, die nicht in Fra­ge gestellt wer­den darf. Die Pro­ble­me wer­den gese­hen, doch den eige­nen Lebens­wan­del will man aus Eigen­nutz und Bequem­lich­keit nicht ändern. Vie­len fehlt die Bereit­schaft, Opfer zu brin­gen und auf bestimm­te Annehm­lich­kei­ten zu ver­zich­ten. Ändert aber der Ein­zel­ne nicht sein Ver­hal­ten, kann sich das Gan­ze nicht ver­än­dern. Die­se Dis­kre­panz führ­te in demo­gra­phi­scher Hin­sicht zu einer Spal­tung der Bevöl­ke­rung. Auf der einen Sei­te jun­ge Men­schen, die bereit sind eine Fami­lie zu grün­den und Kin­dern das Leben zu schen­ken. Auf der ande­ren Sei­te eine wach­sen­de Zahl von Ego­isten, die für Beruf, Kar­rie­re, Hob­bys, Luxus den Kin­der­wunsch so lan­ge auf­schie­ben, bis es zu spät ist oder ganz dar­auf ver­zich­ten. Bun­des­fa­mi­li­en­mi­ni­ste­rin Manue­la Schwe­sig zeigt bevor­zug­tes Ver­ständ­nis für Homo­se­xua­li­tät und steht damit sym­bo­lisch für das deba­ku­lö­se, aber ton­an­ge­ben­de 68er-Den­ken.

1968er Jahrgang am gebärunwilligsten

Die Wahrheit hinter den Geburtenziffern
Die Wahr­heit hin­ter den Gebur­ten­zif­fern

Bevöl­ke­rungs­wis­sen­schaft­ler war­nen jeden­falls vor zuviel Freu­de über den klei­nen Anstieg der Gebur­ten­zif­fer in den Jah­ren 2012–2014. Die­ser sei wenig aus­sa­ge­kräf­tig, da nicht dar­aus her­vor­ge­he, ob nicht bei­spiels­wei­se aus irgend­wel­chen Grün­den der auf­ge­scho­be­ne Kin­der­wunsch bestimm­ter Jahr­gän­ge nun ver­wirk­licht wur­de. Es könn­te im näch­sten Jahr schon wie­der einen Rück­gang geben. Aus­sa­ge­kräf­ti­ger als die Gebur­ten­zif­fer eines Kalen­der­jah­res sei daher die end­gül­ti­ge durch­schnitt­li­che Kin­der­zahl eines Jahr­gangs. Zu deren Berech­nung geht das Sta­ti­sti­sche Bun­des­amt davon aus, daß Frau­en spä­te­stens ab dem 49. Lebens­jahr kei­ne Kin­der mehr bekom­men. Daher lie­gen sol­che end­gül­ti­gen Kin­der­zah­len erst bis zum Jahr­gang 1965 vor. Die 1965 in Deutsch­land gebo­re­nen Frau­en brach­ten im Durch­schnitt nur 1,55 Kin­der zur Welt. In die­sem Jahr­gang ist das deut­sche Volk im Ver­gleich zur Eltern­ge­nera­ti­on um 25 Pro­zent geschrumpft.

Mar­tin Bujard, For­schungs­di­rek­tor für „Fami­lie und Fer­ti­li­tät“ am Bun­des­in­sti­tut für Bevöl­ke­rungs­for­schung hat aber schon wei­ter gerech­net und die durch­schnitt­li­che Kin­der­zahl für wei­te­re Jahr­gän­ge errech­net. Das sei zwar erst eine Pro­gno­se, doch eine ziem­lich wahr­schein­li­che.

Bujard kam zum Ergeb­nis, daß genau der Jahr­gang 1968 am wenig­sten Kin­der zur Welt brach­te. Der Sta­ti­sti­ker errech­ne­te für die 68 Gebo­re­nen eine Kin­der­zahl von 1,49 Kin­dern.

In den 70er Jah­ren sei es wie­der zu einem leich­ten Anstieg auf 1,54 bis 1,60 Kin­der pro Frau gekom­men, so Bujard.

Die Auswirkungen: Masseneinwanderung und Kardinal Schönborns Unbarmherzigkeit

Kardinal Schömborn: Ablehnung der Masseneinwanderung ist "Skandal" und "Fremdenhaß"
Kar­di­nal Schöm­born: Ableh­nung der Mas­sen­ein­wan­de­rung ist „Skan­dal“ und „Frem­den­haß“

Anfang des Jah­res schrieb die FAZ: „Die Wirt­schaft und auch die Bun­des­re­gie­rung wer­ben daher um Zuwan­de­rung aus dem Aus­land“ (21.1.2015). Sie zitier­te Ulrich Gril­lo den Prä­si­den­ten des Bun­des­ver­ban­des der Deut­schen Indu­strie (BDI) mit den Wor­ten: „Mit Ein­wan­de­rung sichern wir in unse­rem Land dau­er­haft Wachs­tum und Wohl­stand ange­sichts unse­rer kri­ti­schen demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung“. Eine Aus­sa­ge, die zum Jah­res­en­de in direk­tem Zusam­men­hang mit der soge­nann­ten „Flücht­lings­kri­se“ und ihrer poli­ti­schen Hand­ha­bung zu lesen ist.

Allein 2015 wer­den, nach Medi­en­schät­zun­gen und Behör­den­an­ga­ben, rund 2,7 Mil­lio­nen Men­schen in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zuge­wan­dert sein. 1,2 Mil­lio­nen im Zuge lega­ler Zuwan­de­rung (z.B. inner­halb der EU, Fami­li­en­nach­zug von außer­halb der EU) und 1,5 Mil­lio­nen als „Flücht­lin­ge“. Ein umstrit­te­ner Begriff, da er von Poli­tik und Medi­en ver­ord­net ist und nicht hin­ter­fragt wer­den darf. Auch die Kir­chen­ver­tre­ter spie­len in die­sem Kon­text eine wenig rühm­li­che Rol­le. Dem slo­wa­ki­schen Wochen­ma­ga­zin Tyzden (Die Woche) sag­te Wiens Erz­bi­schof, Chri­stoph Kar­di­nal Schön­born: „Eine Ver­nunft­rech­nung zeigt, dass Euro­pa Mil­lio­nen von Zuwan­de­rern braucht, um unse­ren Lebens­stil auf­recht­zu­er­hal­ten“. Gleich­zei­tig kri­ti­sier­te er den Wider­stand „ost­eu­ro­päi­scher Katho­li­ken“ gegen die Mas­sen­zu­wan­de­rung als „Skan­dal“, der für ein „ein Schock, wirk­lich ein Schock“ sei. Kri­ti­kern der schran­ken­lo­sen Zuwan­de­rung unter­stell­te der Kar­di­nal unbarm­her­zig „Frem­den­haß“. Und da im moder­nen Kir­chen­sprech alles immer eine „Chan­ce“ sein muß, emp­fiehlt Schön­born die Flücht­lings­kri­se als „eine rie­si­ge Gele­gen­heit“ zu begrei­fen, „den Mus­li­men unse­re christ­li­che Hal­tung zu zei­gen“.

Die Fra­ge der Chri­sten­ver­fol­gung im Nahen Osten darf nur poli­tisch kor­rekt the­ma­ti­siert wer­den. Das bedeu­tet der­zeit, daß seit den Atten­ta­ten von Paris immer­hin der Isla­mi­sche Staat (IS) kri­ti­siert wer­den darf, was offi­zi­el­le Kir­chen­ver­tre­ter auch tun, wäh­rend bis dahin auch von Sei­ten der Kir­che dazu geschwie­gen wur­de. Pfeift die Kir­che zu die­ser Fra­ge nach der Pfei­fe der Poli­tik? Wel­cher Poli­tik?

Vom Volk zur Bevölkerung — Der Mensch als Importware

Hat Deutschland ein Volk oder nur eine Bevölkerung?
Hat Deutsch­land ein Volk oder nur eine Bevöl­ke­rung?

„Die „Ver­pflich­tung“ zur Flücht­lings­auf­nah­me wird offi­zi­ell in direk­ten Zusam­men­hang mit dem Syri­en-Kon­flikt gebracht. Doch nur 30 Pro­zent der ankom­men­den „Flücht­lin­ge“ wur­den als Syrer regi­striert. Und selbst dabei gibt es Zwei­fel, ob die­se „Syrer“ tat­säch­lich alle aus Syri­en stam­men.

Die Poli­tik för­dert offen­kun­dig die Mas­sen­ein­wan­de­rung, bestrei­tet dies jedoch offi­zi­ell. Die Fol­gen für die eth­ni­sche, kul­tu­rel­le, sprach­li­che und reli­giö­se Zusam­men­set­zung der Bevöl­ke­rung sind weit­rei­chend. Apro­pos Bevöl­ke­rung: Schon 2000 wur­de vom Künst­ler Hans Haacke im Ber­li­ner Reichs­tags­ge­bäu­de das Kunst­werk „Der Bevöl­ke­rung“ als Kon­tra­punkt zur Inschrift an der Reichs­tags­fas­sa­de „Dem Deut­schen Volk“ errich­tet. Einen ent­spre­chen­den Beschluß hat­te der Bun­des­tag gefaßt und damit den Über­gang vom spe­zi­fi­schen Volk zu einer belie­bi­gen Bevöl­ke­rung voll­zo­gen.

Die Hal­tung der Regie­ren­den läßt sich nur vor dem Hin­ter­grund „unse­rer kri­ti­schen demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung“ erklä­ren. Die Poli­tik folgt dabei der Wirt­schaft, die zur „Wachs­tums- und Wohl­stands­si­che­rung“ als Lösung die „Zuwan­de­rung aus dem Aus­land“ for­dert. Wur­de die­se Zuwan­de­rung von man­chen anfangs als Not­lö­sung gese­hen, erken­nen heu­te man­che gar nicht mehr das „Pro­blem“. Men­schen gebe es auf der Welt ja ohne­hin zu vie­le: und wenn uns wel­che feh­len, kön­nen wir sie ja impor­tie­ren.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/Die Welt/InfoItalia (Screen­shots)

17 Kommentare

  1. Wenn man die Sprü­che der 68er im Ohr hat , macht kaputt was Euch kaputt macht.
    Dann klin­gen Bücher wie „Deutsch­land schafft sich ab“ doch logisch?
    Das war auch die Zeit als sich die Kir­che den Lin­ken öff­ne­te.
    Ich fra­ge mich wird die Kir­che das Über­le­ben, unser Volk nicht!
    Doch das ist auch das Ziel der Grup­pen die dahin­ter ste­hen.
    Die Neue Welt­ord­nung und die Ein­heits­kir­che.
    Es gab noch nie soviel war­nen­de Stim­men und Mari­en­er­schei­nun­gen wir in unse­rer Zeit, auch in Deutsch­land.
    Aber wenn ich die Stim­men glau­be, wer­den höch­stens 30 % unse­res Vol­kes über­le­ben.
    Nur das Gebet hilft!

  2. Der Para­dig­men­wech­sel war von einer bür­ger­li­chen Gesell­schaft zur Pro­le­ten­kul­tur der Trie­be und des bösen Trei­bens.
    Gro­sse Tei­le der Kir­che haben da kräf­tig mit­ge­macht, ich kann da auch Paul 6 nicht aus­neh­men, das Vat 2 trägt sei­nen Stem­pel, die Lit­ur­gie­zer­stö­rung wur­de durch ihn mani­fest, Bischö­fe wie Leb­fe­v­re haben ihn ein­dring­lichst vor den (inzwi­schen ein­ge­tre­te­nen) Fol­gen gewarnt, er hat sie zum Teu­fel gejagt.
    Die Huma­nae Vitae war sozu­sa­gen sei­ne „Ent­schul­di­gung“ für sein Zer­stö­rungs­werk, für das er sich vor Chri­stus ver­ant­wor­ten muss.
    Auch er hat­te die Gele­gen­heit sich für, oder gegen Chri­stus zu ent­schei­den, eine posit­ve Ent­schei­dung hät­te anders aus­ge­se­hen.

    • Nicht so vor­ei­lig bezüg­lich den Päp­sten (hier am Bei­spiel von Papst Paul VI.): Im ver­gan­ge­nen Jahr­hun­dert leb­ten vie­le Päp­ste prak­tisch wie Gefan­ge­ne im sel­ben Vati­kan, und wur­den teil­wei­se mit ange­droh­ter Kir­chen­spal­tung erpresst! Sie muss­ten mit viel Klug­heit man­ches mal das klei­ne­re Übel wäh­len, da sie unter vie­len feind­lich gesinn­ten Mit­ar­bei­tern nicht viel Gutes zu wäh­len hat­ten.

      Ein ech­ter Hei­li­ger Vater kann nicht im Allein­gang „herr­schen“ wie ein Dik­ta­tor.

      Noch ein Zusatz, pas­send zu unse­rer End­zeit: Papst Johan­nes Paul I. wur­de höchst­wahr­schein­lich von den Frei­mau­rern ermor­det, weil er die Frei­mau­re­rei in der Kir­che (und beson­ders im Vati­kan) auf­decken woll­te. Sie haben auch ihre „Visi­ten­kar­te“ hin­ter­las­sen (wer etwas Ein­blick hat, ver­steht, was ich mei­ne). Offi­zi­ell wird es natür­lich n i e eine Bestä­ti­gung dafür geben…

  3. Das sind ja wohl die dümm­sten Argu­men­te von Schön­born und ande­rer Weissköpfe.Die haben kei­ne Ahnung von Bota­nik. Denn um unse­ren „Lebens­stil auf­recht zu erhal­ten, braucht es abso­lut kei­ne Mas­sen­zu­wan­de­rung! Das Ende der Arbeit naht. Arbeits­plät­ze wer­den immer weni­ger, sie wer­den abge­baut und in Bil­lig­lohn­län­der ver­frach­tet. Schon jetzt sind zig-Mil­lio­nen Euro­pä­er arbeits­los. In Ita­li­en, Spa­ni­en, Grie­chen­land, Frank­reich, Por­tu­gal besteht eine gera­de­zu dra­ma­ti­sche Jugend­ar­beits­lo­sig­keit von über 50%! Die zuneh­men­de Auto­ma­ti­sie­rung und die Robo­tik lei­sten ihr übri­ges. Das bedeu­tet: der Fak­tor Mensch als Arbeits­kraft wird zuneh­mend über­flüs­sig. Die­se weich­ge­spül­ten Argu­men­te für eine mas­sen­haf­te Zuwan­de­rung der Regie­run­gen und Kir­chen­krei­se offen­bart eine abgrund­tie­fe Nai­vi­tät und Heu­che­lei, die man sei­nes­glei­chen in der Geschich­te wohl noch nie gese­hen hat!!

  4. Der Gebur­ten­rück­gang. Das war alles so gewollt und poli­tisch unter­stützt durch eine kom­plett fal­sche, ver­murk­ste Fami­li­en­po­li­tik. Dar­über hin­aus haben ja vie­le Deut­sche den Glau­ben und den Weg mit Gott über Bord gewor­fen, was die eigent­li­che Haupt­ur­sa­che ist. Wir ste­hen nicht vor dem Abgrund, wir sind IM Abgrund. Da die Ent­wick­lung in der Sack­gas­se ja so wei­ter­geht, sehe ich das alles auf Unru­hen zulau­fen: https://www.youtube.com/watch?v=Bfg6gaMkQp8 (Com­pact TV, „End­sta­ti­on Bür­ger­krieg“). Die War­nun­gen und Erklä­run­gen der Pro­phe­ten und Mari­en-Erschei­nun­gen wur­den, wie mein Vor­red­ner @Paschachasius schon sag­te, igno­riert und abge­lehnt: „Mahn­wort fällt auf Wüsten­sand, Hörer fin­det nur der Unver­stand“ (Lied von der Lin­de).

  5. Der lie­be Gott schickt uns über eine Mil­li­on Men­schen ins Land, die ger­ne Chri­sten wer­den wol­len (wenn sie es auch noch nicht wis­sen). Und in Deutsch­land wol­len die einen den Neu­an­kömm­lin­gen bloß nichts von Chri­stus erzäh­len, damit sie nicht etwa belei­digt wür­den — und die ande­ren wol­len die­se poten­ti­el­len Katechu­me­nen unge­tauft gleich wie­der zurück­schicken. Wel­che die­ser Hal­tun­gen weni­ger christ­lich ist, ver­mag ich nicht zu sagen…

    • Sehe ich auch so !!
      aber viel­leicht geschieht ja noch ein Wun­der bzw.eine neue Aus­gie­ßung des Hei­li­gen Geistes,wer weiß !?

    • Vic­tor, theo­re­tisch haben sie recht. Prak­tisch wer­den wir wohl vor­her im Krieg enden, bevor die ille­ga­len Ein­wan­de­rer wis­sen, dass sie Chri­sten wer­den wol­len.

    • Dem State­ment ist unein­ge­schränkt recht­zu­ge­ben!
      In isla­mi­schen Gesell­schaf­ten gibt es so gut wie kei­ne Chan­ce, sich zum Chri­sten­tum zu bekeh­ren und dann dort ein nor­ma­les Leben wei­ter­zu­füh­ren.
      Jeder hier weiß das!
      Gott gibt also die­sen Men­schen eine ein­ma­li­ge Chan­ce, bzw. uns eine letz­te Chan­ce.

      Aber all die­se eher rechts­ge­rich­te­ten Schrei­er hier tun nicht einen Fin­ger krumm für die Ver­brei­tung des Evan­ge­li­ums unter den Neu­an­kömm­lin­gen.

      Ich glau­be, für das deut­sche Volk ist es uner­heb­lich, ob es aus wei­ßen oder fast wei­ßen Anti­chri­sten besteht, ob man Gott auf Deutsch oder Ara­bisch belei­digt.

      Wir ver­sa­gen näm­lich schmäh­lich an die­sen Men­schen — was hin­dert uns, das zu tun, was ande­re Deut­sche vor­bild­lich vor­ma­chen: hel­fen, Flücht­lin­ge betreu­en, sich als Katho­lik beken­nen?

    • Noch ein Nach­trag:

      Von Flücht­lings­hel­fern in mei­nem Umkreis habe ich mit­be­kom­men, dass vie­le derer, die aus Nord­afri­ka und dem Nahen Osten kom­men, total trau­ma­ti­siert sind. Sowohl die rus­si­sche als auch die west­li­che Bom­bar­die­re­rei hat ihnen jede Lebens­grund­la­ge end­gül­tig ent­zo­gen, weil fast aus­schließ­lich die zivi­le Infrag­struk­tur zer­stört wird und der IS fröh­lich wei­ter­macht.

      Vie­le die­ser Trau­ma­ti­sier­ten radi­ka­li­sie­ren sich über­haupt erst in Deutsch­land (wenn sie Mus­li­me sind).
      Sie suchen Hil­fe und Sinn.

      Wir Pro­le­ten — und das sind wir in unse­rem Dün­kel — blei­ben ihnen das schul­dig, wovon Vic­tor zu recht spricht! Denn da wäre doch eine Lücke. Die, die kom­men, suchen ein irgend­wie „ande­res“ Leben als das, wor­aus sie ent­kom­men zu sein glau­ben. Sie wären sicher für Momen­te offen, jeden­falls eini­ge von ihnen. Beten wir wenig­sten sie für sie.

  6. Paschach­a­si­us 100% Zustim­mung.
    Lei­der küm­mern sich die sat­ten und vom Fern­se­hen ver­blö­de­ten Deut­schen aber nicht dar­um, was in den USA offen gesagt wird:
    Die Bevöl­ke­rungs­zahl muss auf 1 Mil­li­ar­de redu­ziert wer­den. Mehr Arbeits­skla­ven braucht die Eli­te nicht. Die Redu­zie­rung geht trotz Benach­tei­li­gung der Fami­lie, Pil­le, Abtrei­bung und Homo­se­xu­el­len­för­de­rung nicht schnell genug, so wer­den wie­der Krie­ge geplant, viel­leicht auch Epi­de­mien erzeugt.
    „Fami­lie und Beruf“ war­um sagt kei­ner, dass das nie geht? Aber das wuss­te man von Anfang an. Es ist geplant, die Fami­lie soll zer­stört wer­den, denn bin­dungs- und iden­ti­täts­lo­se Men­schen kön­nen bes­ser mani­pu­liert wer­den. Und wie geht das bes­ser als mit dem vol­len poli­ti­schen Pro­gramm der letz­ten Jahr­zehn­te?:
    Auf­tei­lung des ehe­ma­li­gen Ver­dien­stes des Man­nes auf Mann und Frau, des­halb müs­sen jetzt bei­de arbei­ten um Steu­ern zu zah­len, zu kon­su­mie­ren, Kin­der stö­ren, weil sie Arbeit machen und Geld kosten. Die Ren­te wird redu­ziert, dass Vater und Mut­ter vor lau­ter Angst arbei­ten müs­sen. Und den­noch kon­su­miert Deutsch­land nicht genug (wir sind viel­fach satt und haben schon alles). Geni­al der Plan, mög­lichst vie­le Ein­dring­lin­ge anzu­locken, dann wird wenig­stens das deut­sche Geld ver­kon­su­miert auf dem Umweg über die Ein­dring­lin­ge. Die Arbeit­ge­ber erhal­ten bil­lig­ste Arbeits­kräf­te, denn die Steu­er­zah­ler zah­len zu, weil der Arbeit­ge­ber nur einen Mini­lohn für die Unqua­li­fi­zier­ten zah­len kann. Nur wenn der Ein­dring­ling mehr als 50.000 € im Jahr ver­dient und bereit ist, davon über 50% ‑so wie wir — Abga­ben zu lei­sten muss das Sozi­al­sy­stem nicht für ihn auf­kom­men, alles dar­un­ter (und das sind fast 100%) führt nur noch schnel­ler zum Kol­laps der Sozi­al­sy­ste­me. Deut­sche Kin­der woll­te man nicht, denn alle poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen haben sich gegen die Fami­lie gerich­tet. Deut­sche Kin­der haben einen zu hohen IQ (über 100), die könn­ten mer­ken, dass der Weg in die NWO beschrit­ten wird und sich womög­lich weh­ren. Mischra­s­sen mit einem IQ von 80–90 mer­ken es nicht, die sind gera­de noch als Arbeits­skla­ven zu gebrau­chen. Dazu pas­sen auch Absen­kung der Bil­dungs­stan­dards, Inklu­si­ons­schu­len mit gei­stig behin­der­ten, kei­ne Zen­su­ren auf den Zeug­nis­sen, stän­di­ge „Recht­schreib­re­for­men“ und Sozi­al­ar­beit statt Lehr­an­ge­bot in den Schu­len, kei­ne Anfor­de­run­gen, aber alle an die Uni­ver­si­tä­ten, ganz egal, wenn sehr vie­le ihr „Stu­di­um“ nach 10 Jah­ren und mehr abbre­chen, das sind dann die Anwär­ter für die Anti­fa, die staat­lich bezahl­ten Hasser und Zer­stö­rer, die noch nie einen Tag pro­duk­tiv gear­bei­tet haben. Und die Sozi­al­in­du­strie — was pas­siert wenn 100% der Men­schen beim Staat, bei der Cari­tas etc. arbei­ten und nie­mand mehr etwas pro­du­ziert? Wir sind bald soweit.

    • Eine sehr gute zusam­men­fas­sen­de Dar­stel­lung, die die aktu­el­len Gescheh­nis­se erklärt. Lei­der ist der Pro­zess der Sedie­rung mit­tels Sex, Dro­gen und Kon­sum schon so weit fort­ge­schrit­ten, dass 90% der West-Euro­pä­er die­se Zusam­men­hän­ge zu erken­nen nicht in der Lage sind, geschwei­ge denn, Mit­tel und Wege zu fin­den, das Ver­häng­nis über Euro­pa abzu­wen­den. Auf sie­ben fet­te Jah­re fol­gen eben noch immer sie­ben mage­re.

  7. „Jahr­gang 1968 hat­te die wenig­sten Kin­der“

    Die­se Aus­sa­ge bedeu­tet doch, dass es jetzt wie­der bes­ser ist. Oder?

  8. Ich den­ke, dass der Jahr­gang 1968 am wenig­sten Kin­der hat­te kommt nicht von unge­fähr. Man muss sich näm­lich etwas ver­ge­gen­wär­ti­gen. In einer Gesell­schaft sind die unter 20 Jäh­ri­gen in Aus­bil­dung, zwi­schen 20 und 40 erar­bei­tet sich ein Mensch sei­ne beruf­li­che Posi­ti­on, zwi­schen 40 und 60 Jah­re geht man davon aus, dass man genug Lebens-und Berufs­er­fah­rung mit­bringt um Füh­rungs­po­si­tio­nen, in der Poli­tik, der Wirtschaft,der Kir­che, der Ver­wal­tung, des aka­de­mi­schen Lehr­be­triebs usw. zu beklei­den. Auf das Jahr 1968 bezo­gen heisst das. Ein 60 jäh­ri­ger in einer Füh­rungs­po­si­ti­on, war Jahr­gang 1908, hat­te also noch den ersten Welt­krieg erlebt und den Zwei­ten und konn­te Enkel haben. Ein 45 jäh­ri­ger, also Jahr­gang 1923 hat­te noch den Zwei­ten Welt­krieg erlebt und konn­te schon grö­sse­re Kin­der haben. Mate­ri­ell gese­hen hat­ten die­se Genera­tio­nen nach dem zwei­ten Welt­krieg das Land wie­der­auf­ge­baut. In mora­li­scher Hin­sicht war es aber ganz anders. Die trau­ma­ti­schen Erfah­run­gen die­ser Alters­klas­sen haben dazu geführt, dass die nach 1945 gebo­re­nen Deut­schen von ihren Eltern und Gross­el­tern im Bewusst­sein erzo­gen wur­den sie hät­ten nur Rech­te, aber kei­ne Pflich­ten in Bezug auf ihr Land, ihre Fami­li­en ihre eige­ne Geschich­te usw. Es war eine der ver­wöhn­te­sten Genera­tio­nen Kin­der in der Mensch­heits­ge­schich­te. Im aka­de­mi­schen Lehr­be­trieb, der eigent­lich die Füh­rungs­kräf­te einer Gesell­schaft aus­bil­det hat man zudem nach 1945 tole­riert, dass z.B. die „Frank­fur­ter Schu­le“ der jüdi­schen Emi­gran­ten Max Hork­hei­mer und Theo­dor W. Ador­no, die alte Rech­nun­gen mit Deutsch­land zu beglei­chen hat­ten, eine gan­ze Genera­ti­on Nach­kriegs­stu­den­ten gegen ihre Eltern und Gross­el­tern und deren Wer­ten indok­tri­niert hat. Gleich­zei­tig hat sich der Gedan­ken durch­ge­setzt, Sexua­li­tät los­ge­löst von der Pflicht zur Fort­pflan­zung zu betrach­ten, mit­tels u.A. der Emp­fäng­nis­ver­hü­tung und der Abtrei­bung. Wenn man die Gesell­schaft heu­te 2015 sieht. Ein heu­te 60 jäh­ri­ger Poli­ti­ker ist Jahr­gang 1955. 1968 war er 13 Jah­re alt, und wur­de in sei­ner Aus­bil­dung bereits durch die Denk­wei­se der 68-er geprägt. Ein 40 jäh­ri­ger also Jahr­gang 1975 hat bereits sei­ne gan­ze Schul­zeit und sein Stu­di­um in einem durch die 68-er gepräg­ten Lehr­be­trieb durch­lau­fen. Eine 1968 gebo­re­ne Frau ist heu­te 47 Jah­re alt. Sie wur­de etwa 1974 ein­ge­schult, als die 68-er bereits ihre päd­ago­gi­schen Kon­zep­te, ihre Ideo­lo­gie der Gleich­be­rech­ti­gung von Mann und Frau, der Berufs­tä­tig­keit ver­brei­tet haben und die Mut­ter­schaft als Hin­der­nis im Leben der Frau, dem man am besten mit Ver­hü­tung und Abtrei­bung begeg­nen soll­te, dis­qua­li­fi­ziert haben. So gese­hen ist es gar nicht erstaun­lich, dass die heu­ti­gen Eli­ten in der Pres­se, der Kir­che, der Poli­tik, der Wirt­schaft so hilf­los auf die Her­aus­for­de­run­gen durch die Mas­sen­ein­wan­de­rung, den radi­ka­len Islam, den Ter­ro­ris­mus, den Gebur­ten­rück­gang reagie­ren. Mit den Wer­ten der Hip­pie­kul­tur der 68-er und ihrem „Love and Peace“ sind die­sen Pro­ble­men näm­lich nicht bei­zu­kom­men.

    • @ Mei­ers

      Da haben Sie eine sehr gute Dar­stel­lung der Ent­wick­lung in den Jahr­zehn­ten seit dem Krieg gebracht. Sie ist aber nicht voll­stän­dig, weil Sie die­se in der Kir­che nicht ange­spro­chen haben. Und die­se füh­re ich auf den Zwil­ling der Frank­fur­ter Schu­le zurück. Er hat einen eigen­ar­ti­gen Namen und heißt „Geist des Kon­zils“. [Und wenn in Kür­ze der „Geist der Syn­ode“ auf­tau­chen soll­te, dann hät­te er den sel­ben Vater (der Lüge)].

      Die 68er Revol­te hät­te ohne den GdK nicht die Wir­kung ent­fal­ten kön­nen und bei­de zusam­men haben Deutsch­land erfolg­reich her­un­ter­ge­wirt­schaf­tet, sowohl gei­stig, als auch mora­lisch.

  9. Der Arti­kel bleibt mir zu sehr in All­ge­mein­plät­zen. Es ist eine sehr viel­schich­ti­ge Ange­le­gen­heit das alles.
    Es spie­len so vie­le ande­re Fak­to­ren mit hin­ein.
    Ich den­ke z.B. an die Tat­sa­che, dass der Welt­krieg das Gefü­ge zwi­schen Män­nern und Frau­en total ver­scho­ben hat. Es sind immer­hin zu den vie­len Mil­lio­nen son­sti­gen zivi­len Kriegs­ofern ca. 5 Mio deut­sche Män­ner als Sol­da­ten gefal­len — jun­ge Män­ner, die, die eigent­lich in den 40er und 50er-Jah­ren hät­ten Fami­li­en grün­den sol­len.
    Es blie­ben 5 Mio Frau­en allei­ne, denn von Natur aus kom­men auf 106 neu­ge­bo­re­ne Jun­gen 100 Mäd­chen, es „reicht“ also für fast alle, einen Part­ner zu fin­den.

    Ich habe in Archi­ven gese­hen, wel­che Mühe man sich gab, die­se Frau­en davor zu bewah­ren, in Depres­sio­nen zu ver­sin­ken — auch gera­de von­sei­ten der Chri­sten. Ein Leben ohne Ehe wur­de als sinn­erfüllt dar­ge­stellt. Und Frau­en wur­den dadurch — neben den vie­len Krie­ger­wit­wen — dazu ermu­tigt, ein eigen­stän­di­ges Leben auf­zu­bau­en, auch und beson­ders öko­no­misch.

    Die­se meh­re­ren Mil­lio­nen Frau­en, ohne deren Eigen­stän­dig­keit in jeder Hin­sicht Deutsch­land sich nicht wie­der gefan­gen hät­te, stan­den jeder­mann vor Augen. Auch für mich als Kind der Sech­zi­ger­jah­re waren Frau­en im mitt­le­ren Alter, hau­fen­wei­se ledi­ge und früh ver­wit­we­te Frau­en All­tag, star­ke, super­star­ke Frau­en, die oft noch eine alte Mut­ter pfleg­ten, die Mut­ter nicht sel­ten in den alten Trach­ten der Gebie­te, aus denen sie ver­trie­ben wor­den waren.

    Eine stu­pi­de Restau­ra­ti­on, wie man sie dem Volk nach dem Krieg nahe­leg­te, konn­te nicht gut­ge­hen!
    Nach die­sem deut­schen Desa­ster war nichts mehr wie vor­her, auch demo­gra­fisch nicht. Und mora­lisch erst recht nicht.

    Gemes­sen an den Umstän­den kann man Gott nur dan­ken, dass er den­noch in so gro­ßer Barm­her­zig­keit Deutsch­land wie­der auf­ge­hol­fen hat.

    Aber gedankt haben wir es ihm nicht — auch die Kon­ser­va­ti­ven nicht, die bloß auf bür­ger­li­che Behag­lich­keit, mate­ri­el­le Absi­che­rung und eine mora­li­sie­ren­de Ver­äu­ßer­li­chung der Reli­gi­on setz­ten.
    Immer­hin hat­ten die Kir­chen mas­siv ver­sagt im 3. Reich, wie tief, wird erst heut­zu­ta­ge, nach­dem man Archi­ve geöff­net hat deut­li­cher. Ich habe selbst ein­mal an einer Auf­trags­ar­beit für die ev. Kir­che gear­bei­tet und wur­de dazu ver­don­nert, über gewis­se sehr bri­san­te Din­ge zu schwie­gen, die ich da zu mei­nem Ent­set­zen fand. Es waren näm­lich der Bischof von Galen und Bon­hoef­fer die Aus­nah­men. Die Regel waren ange­pass­te, gott­lo­se Kir­chen­män­ner, v.a. wenn sie „kon­ser­va­tiv“ waren, die ver­strickt waren in Eutha­na­sie­pro­gram­me, Anti­se­mi­tis­mus und Naziideo­lo­gie, und das sowohl bei der kath. als auch bei der evan­ge­li­schen Kir­che. Bis heu­te wis­sen wir das mei­ste davon nicht.

    Wer glaubt, dass Gott DARÜBER ein­fach so hin­weg­ge­se­hen hät­te, der irrt. Die 68er Revol­te ist auch eine Reak­ti­on auf die tie­fe Ver­lo­gen­heit und Ver­strickung der eta­blier­ten Schich­ten in schwe­re Ver­bre­chen.

    Den­noch: Es ist vie­les immer noch glimpf­lich abge­lau­fen, wenn wir heu­te sehen, was im Nahen Osten läuft.

    Wenn wir eine Gene­ral­rei­ni­gung haben wol­len, dann bit­te­schön ganz. Es sind nicht Kork­hei­mer und Ador­no schuld, son­dern die Sün­den der Väter holen die Nach­kom­men irgend­wann wie­der ein, wenn man meint, man hät­te Buße nicht mehr nötig.

    • @ zeit­schnur

      Ihre Ver­all­ge­mei­ne­run­gen bezüg­lich Natio­nal­so­zia­lis­mus und Kir­che zeu­gen nicht gera­de von Sach­kennt­nis.

      Ich hof­fe, Sie wer­den Saul Fried­län­der, sicher der renom­mier­te­ste Histo­ri­ker des Holo­caust, nicht der Geschichts­klit­te­rung bezich­ti­gen wol­len, der trotz sei­ner schar­fen Kri­tik an Papst Pius XII. Schwei­gen gegen­über dem Nazi-Regime immer wie­der in aller Deut­lich­keit her­vor­hebt, dass die katho­li­sche Kir­che nicht mit dem Natio­nal­so­zia­lis­mus sym­pa­thi­siert hat und schon gar nicht in die Ver­bre­chen des Regimes ver­strickt(!) war, im Gegen­satz zu etli­chen Pro­te­stan­ten. Saul Fried­län­der selbst ver­dankt der katho­li­schen Kir­che sein Leben, weil ihn Jesui­ten als Kind über die Gren­ze in die Schweiz schmug­gel­te. Dass Papst Pius XII. Hit­ler und sein gan­zes Regime aus tief­stem Her­zen ver­ach­tet hat, ist hin­läng­lich bekannt und doku­men­tiert. Er glaub­te aber durch Neu­tra­li­tät ver­folg­ten Men­schen mehr hel­fen zu kön­nen, als durch offe­ne Kon­fron­ta­ti­on. Unzäh­li­ge Prie­ster sind in Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ermor­det wor­den, war­um wol­len Sie die­se Tat­sa­che nicht wahr­neh­men. Wenn Sie das alles nach­le­sen möch­ten, emp­feh­le ich Ihnen das Stan­dard­werk von Saul Fried­län­der oder das Stan­dard­werk zum Holo­caust von Roul Hil­berg. Es wäre auch völ­lig unsin­nig gewe­sen, wenn die katho­li­sche Kir­che Sym­pa­thien für den Natio­nal­so­zia­lis­mus gehegt hät­te, wo doch genau das Nazi-Regime das war, was nach katho­li­schen Glau­ben das urei­gen­ste Böse ist. Wo sehen Sie hier kon­kret inhalt­li­che Gemein­sam­kei­ten der Nazi-Ideo­lo­gie mit dem Glau­ben der katho­li­schen Kir­che?

      Und Ihre Theo­rie über die Kriegs­wit­wen und feh­len­der Män­ner nach dem Krieg ist auch zu ein­fach gestrickt. Sie über­se­hen, dass vie­le Zivi­li­sten im Zwei­ten Welt­krieg ihr Leben lie­ßen, so durch Bom­bar­die­run­gen. Wenn Ihre Theo­rie einen gewis­sen Wahr­heits­ge­halt hat, so höch­sten im Ersten Welt­krieg, wo die Opfer des Krie­ges fast aus­schließ­lich Sol­da­ten waren.

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