Kirchlicher „Kampf gegen rechts“ statt einer Antwort

Die Reaktion von Katholisch.de auf den Häresie-Vorwurf gegen Papst Franziskus












Kirchlicher Kampf gegen rechts - statt einer Antwort auf präzise Vorwürfe.

Von Giuseppe Nardi

Die römische Jesuitenzeitung macht es mit Druckerlaubnis von Papst Franziskus vor. Katholisch.de macht es mit Erlaubnis der Deutschen Bischofskonferenz eifrig nach. Es geht um Feindbestimmung, und der Feind steht für die derzeitige Kirchenführung „rechts“, was immer das auch heißen soll.

Mit medialen Attacken gegen jene Teile der katholischen Kirche, die sich dem kirchlichen Marsch ins Abseits nicht anschließen wollen, exerzieren kirchenamtliche Medien ihren speziellen „Kampf gegen rechts“. Den verantwortlichen Redakteuren wird es vielleicht sogar Freude machen, auch in diesem Bereich den Gleichschritt mit dem politisch-kulturellen Mainstream zu praktizieren. Originalität zählt heute wenig, Anpassung ist Trumpf. Die biegsamen Wendehälse, gerne Technokraten genannt, die es in diesen Redaktionen auch geben wird, hatten ohnehin noch nie Probleme mit Richtungswechseln.

Ideologisierung der Kirche

Soweit so schlecht, die Entwicklung bestätigt nämlich eine Politisierung der Kirche, die auf höchster Stufe mit Papst Franziskus einsetzte, und in erstaunlicher Eile ungeahnte Ausmaße angenommen hat. Das wiederum bestätigt, in unseren Breiten allemal, das langjährige Einsickern kirchenfremden Denkens in den amtlichen Kirchenapparat. Der argentinische Philosoph Carlos Alberto Sacheri, um der Heimat des amtierenden Papstes Reverenz zu erweisen, bezahlte mit seinem Leben, in seinem Buch La Iglesia clandestina (Die heimliche Kirche) kommunistische Infiltrationen in die Kirche aufgezeigt und kritisiert zu haben. In Westeuropa waren es nicht Infiltrationen, hier ist es der Marsch durch die Institutionen, der auch in der Kirche stattfand, still und leise, neomarxistisch agil, und begünstigt durch die Verantwortungsträger, die seit mehr als 40 Jahren im Regelfall nach dem Muster vorgehen: für rechtgläubige Katholiken den Knüppel und für progressive die Karotte. Aber davon hat die Autorin Sonja Strube wahrscheinlich noch nie gehört.

Doch zurück: Es geht nicht nur um den Vorrang, den Franziskus der Politik einräumt. Es geht um eine Ideologisierung der Kirche. Jeder politische Schritt, den Franziskus setzt, weist in eine eindeutige Richtung – nach links. Das ist keine „Unterstellung“, es ist aber vor allem keine kirchliche, sondern eine politische Kategorie. Strube spricht von einem „frischeren Wind“, wo „lange Zeit nur bleiernes Schweigen herrschte“. Die katholische Lehre muß ihr eine unerträgliche Last sein, das „süße Joch“, von dem Jesus spricht, scheint sie noch nicht kennengelernt zu haben. Zum „Schweigen“ und dem „frischeren Wind“ aber noch später.

Franziskus ist kein Soziologe auf dem Papstthron, wie es einige Beobachter zunächst dachten und damit versuchten, sich ihr Staunen über das neue Phänomen auf dem Stuhl Petri zu erklären. Franziskus ist ein Politiker auf dem Papstthron. Er denkt in politischen Kategorien und hält sich einen hochintelligenten Mann zur Umsetzung seines politischen Programms, den argentinischen Kurienbischof Marcelo Sanchez Sorondo. Ein Mann der argentinischen Oberschicht, der sich daher auf jedem Parkett zu bewegen weiß, dazu noch blitzgescheit. Ob und was er glaubt, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander. Die Hinwendung des Papstes, ob zum globalistischen Establishment oder zur radikalen Linken, weiß er mit gekonnter Professionalität in die Tat umzusetzen. Da Franziskus kein Hans-Dampf- in-allen-Gassen ist, hat er ein großes Projekt, ein globales Projekt, das in den Details noch nicht bekannt ist. Was bisher davon bekannt wurde, ist allerdings aussagekräftig genug. Er will eine neue, weltumspannende Linksallianz schmieden. Das Spektrum reicht von den selbstverliebten und selbstherrlichen, linksliberalen Milliardären bis zur radikalen Linken. An die Seite der Vereinten Nationen sollen die Vereinten Religionen treten und der Papst ist ihr Sprecher. Im September 2015 exerzierte es Franziskus vor, als im Glaspalast in New York die Post-2015-Ziele der UNO beschlossen wurden. Zur Unterzeichnung des Migrationspaktes schickte er Kardinalstaatssekretär Parolin nach Marrakesch.

Der alte Traum: Sozialismus und Christentum

Dahinter steht für Franziskus eine alte Idee, die seit der Zwischenkriegszeit nicht wenige geträumt haben: ein Bündnis zwischen Sozialismus und Christentum. Läßt sich das vereinen? Man arbeitet daran. Den Weg hat der Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks freigemacht. Die trotzkistischen Neokonservativen in den USA haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt, und wesentliche Schritte für das Überleben des Sozialismus gesetzt. Die am Boden liegende, politische Linke hat sich nach dem Scheitern des Sowjetimperiums schnell vom liberalen Kapitalismus einfangen lassen. Viele Alternativen waren ihr nicht geblieben. Die Liberalen, gesellschaftspolitisch links positioniert, wollten sich, nun, da die Bedrohung durch Moskau beseitigt war, der lästigen Verbündeten entledigen, auf die man im Kalten Krieg angewiesen war, und die bisher das Fußvolk stellten und die Stimmen lieferten: die Christdemokraten, die Konservativen, die Nationalen. Die geschlagene Linke wurde seit den 90er Jahren zur neuen Fußtruppe der Globalisten, anfangs nur die Sozialdemokraten, inzwischen sogar schon die extreme Linke. Dafür dürfen die linken Parteiführer die kapitalistischen Segnungen des Wohlstandes genießen. Und dafür finden sich Liberale und Linke in der staatlichen Bevormundung der Massen zusammen, um die grenzen- und bindungslose Kassengesellschaft abzusichern.

Die römische Jesuitenzeitschrift La Civiltà Cattolica leistet ihren Beitrag zum Kampf gegen US-Präsident Donald Trump, indem sie die „christliche Rechte“ attackiert. Das war der Auftakt. Der „christlichen Rechten“ wird die unverzeihliche „Sünde“ vorgeworfen, maßgeblich zum Wahlsieg des vom Establishment verachteten US-Präsidenten beigetragen zu haben und noch immer einen „Kulturkampf“ für Ehe und Familie und gegen Abtreibung und „Homo-Ehe“ zu führen, anstatt sich schmiegsam den „Lebenswirklichkeiten“ anzupassen. Das stimmt so zwar nicht, denn den Wahlsieg holte sich Trump in den Industriestaaten an den Großen Seen. Papst Franziskus scheint aber eine andere Rechnung zu machen: Er geht davon aus, daß eine Schwächung der „christlichen Rechten“ (ob protestantisch oder katholisch ist einerlei) bei knappen Mehrheiten über den Sieg entscheidet. Das Ziel sind „strukturelle Mehrheiten“ links der Mitte, von denen schon Barack Obama träumte.

Katholisch.de: „Der Feind steht rechts“

Katholisch.de attackiert die „Gegner von Papst Franziskus“. Der Feind steht rechts, das weiß in Deutschland jedes Kind, denn so hämmert es die Bundeszentrale für politische Bildung, dafür verschwenden Bundesregierung und Landesregierungen Steuergelder für staatliche oder staatlich finanzierte Kampagnen, das propagieren die Alt-Parteien, Grüne und Die Linke sowieso, und ein breites Medienkartell. Dafür gibt es – man staunt – sogar Forschungsprojekte und Lehrstühle an Theologischen Fakultäten. Die Autorin verdient ihr Geld damit.

„Rechts“ ist zum Synonym für Andersdenkende geworden. Darum bedient sich auch Katholisch.de erprobter Kampfbegriffe, und das gleich im Titel, wo von einer „Analyse rechtskatholischer Internetseiten“ die Rede ist. Um eine Analyse geht es freilich weniger, dafür um so mehr um Feindbestimmung.

Was treibt die Autorin und das Nachrichtenportal der Deutschen Bischofskonferenz an? Offenbar der Offene Brief einer Gruppe katholischer Intellektueller, die am 30. April Papst Franziskus der Häresie beschuldigt haben. Das Medienflaggschiff der deutschen Bischöfe bemüht sich aber nicht um Analyse, denn dazu hätte die Redaktion in den vergangenen Tagen viel Gelegenheit gehabt. Um Dialog schon gar nicht, jedenfalls keinen innerkirchlichen. Katholisch.de hätte den Offenen Brief veröffentlichen können, damit Deutschlands Katholiken – laut progressiver Diktion ja „mündige Christen“ – sich selbst eine Meinung bilden können. Doch wenn es darauf ankommt, glaubt man auf progressiver Seite selbst nicht den eigenen Konstrukten.

Katholisch.de hätte auch versuchen können, auf die Anschuldigungen zu antworten und sie zu entkräften. Dazu fehlen der nötige Wille und wahrscheinlich auch die Voraussetzungen. Und die Bischöfe, allen voran Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, werden sich hüten, das Thema aufzugreifen. Nicht weil es wegen der Angriffe gegen den Papst ein zu heißes Eisen wäre, sondern weil sie die Rechtfertigung des päpstlichen Handelns ins Schwitzen brächte. Die Diskreditierung der Kritiker ist noch immer der einfachste Weg, der argumentativen Auseinandersetzung auszuweichen.

Feindbestimmung

Das Mittel ist altbewährt: Die Meinung der Gegenseite wird ignoriert, diskreditiert und jene, die Dialogpartner sein müßten, werden zum Feindbild gestempelt. Bekanntlich ist die rote Linie dann überschritten, wenn man nicht mehr miteinander spricht. Die Gefährlichkeit des Weges, der derzeit vom Mainstream beschritten wird – und worin die amtlichen, katholischen Medien folgen – sollte den Verantwortlichen dabei aber bewußt sein. Die weltlichen Medien, besonders die grüngefärbten, überschreiten sie dennoch täglich, machttrunken, gleichgültig, arrogant. In der Kirche sollte es anders sein, sollte…

Noch gestern wurde von bekannter Seite das hohe Lied von Demokratie, Meinungsfreiheit, Mitbestimmung gesungen, schon heute praktiziert dieselbe Seite Despotie, Meinungsverbote, Dialogverweigerung. Es wäre dabei ein schlechter Politiker, wer ein solches Verhalten offen zugäbe. Darum verwendet man Chiffren und Zauberwörter, indem man jenen, die man bekämpft vorwirft, was man selbst praktiziert.

Katholisch.de erwähnt, nicht verlegen, Steve Bannon und die AfD, die man in einem unsauberen Sammelsurium in einen Topf mit der „extremen Rechten“ wirft. Allein damit haben sich Autorin und Redaktion disqualifiziert. Jedenfalls können sie nicht behaupten, daß die „Analyse“ von intellektueller Redlichkeit strotzt. Der demokratischen Rechten, um die geht es, wird vorgeworfen, die Gesellschaft zu spalten. Derzeit ein hochquotiertes Zauberwort. In Wirklichkeit will man andere Meinungen, die übrigens vor kurzem noch für die Mehrheit der Gesellschaft selbstverständlich waren, nicht hören. Da man ihre Wirkung fürchtet, sollen sie erst gar nicht Teil des öffentlichen Dialog werden. Das Gegenteil sollte in einer Demokratie selbstverständlich sein. Sollte…

Es ist wie mit dem Dieb, der am lautesten „Haltet den Dieb“ schreit, um von sich selbst abzulenken. So sind derzeit die wirklichen Spalter vor allem jene, die anderen die Spaltung der Gesellschaft vorwerfen. Ehrlichkeit sieht natürlich anders aus. Doch um Ehrlichkeit geht es ja auch gar nicht, sondern um Macht, um die Macht derer, die sie haben und behalten wollen. Ein altes Lied. In wenigen Tagen werden die 751 Sitze im EU-Parlament neu vergeben. Es geht um Ansehen und Einfluß, um Steigbügelhalter und um Platzhalter, denn die wirklich Mächtigen sitzen dort nicht und stellen sich auch keinen Wahlen.

Katholisch.de greift also tief in die Mottenkiste und holt die Rechtsextremismus-Keule heraus. Mit ihr sind inzwischen schon zwei Generationen aufgewachsen, die einen als Keulenschwinger, die anderen als deren Zielscheibe. In diesem Metier sind Deutschlands Journalisten vortrefflich geschult, wenn nicht gar gehirngewaschen. Wer was werden will, muß spuren. Der verstorbene Journalist Udo Ulfkotte war einmal so ehrlich, die unsichtbaren Abhängigkeiten, Anbiederungen bis hin zur Käuflichkeit von Zunftgenossen zu enthüllen. Ein Journalist schreibt für Geld. Die Geldgeber sind jene, die im Dunkeln sitzen. Dafür darf manch schreibender Bückling sich sogar moralisch aufspielen, natürlich immer aus sicherer Entfernung vom Schreibtisch eines Medienhauses aus.

Das Vokabular verrät die Intention

Welche Bedeutung hat also die Katholisch.de-Analyse? Wohl nur jene, den Beweis erbracht zu haben, daß man dort die Anti-rechts-Lektion verstanden hat und anzuwenden weiß. Das Vokabular verrät die Intention, und es kommt geballt:

„rechtskatholisch“, rigide Moralvorstellungen“, apokalyptische Rachefantasien“, „reaktionäre Gruppen“, „extreme Rechte“, „aggressiv“, „Verhöhnung“, „aggressive fundamentalistisch-autoritäre Unterströmung“, „Spalten“, „negative Sicht auf die Welt“, „starke verbale Abwertung Andersdenkender“, Verschwörungsrethorik“, „autoritäre Aggression“, „antidemokratische Persönlichkeit“, „Faschismus“, „Nationalsozialismus“, „Destruktivität“, „Triebimpulse“, „Ich- und Gewissensschwäche“, „rigide religiöse Vorstellungen“, „autoritäre Aggressionen“, „Wut“, „Autoritarismus“, „destruktive Dynamiken“, „rechtspopulistisch“, rechtsextrem“, „religiös autoritär“, „Rechtspopulismus“, rechtsextreme Menschenfeindlichkeit“.

Der „Kampf gegen rechts“ funktioniert schon wie einst die Selbstschußanlagen an der innerdeutschen Grenze. Das Sperrfeuer wird ohne Vorwarnung eröffnet auf jeden, der sich dem verordneten Einheitsdenken entzieht. Die katholische Kirche wußte in ihrer großen Weisheit, warum sie sich jedem Einheitsdenken aus gutem Grund und mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu entziehen trachtete. Diese Weisheit scheint derzeit in Rom allerdings keine besonders geschätzte Größe mehr.

Wer sich die Mühe gemacht hat, die politikwissenschaftliche Vorlesung eines linken Dozenten zu hören, kennt sich mit dem linken Diskurs aus. Der Text könnte von der Antonio-Amadeu-Stiftung produziert worden sein, oder – auf Österreich bezogen – vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW). Beide staatlich alimentierten Organisationen wurden von Kommunisten gegründet. Doch in den neuen Allianzen, die in den vergangenen Jahren geschmiedet wurden, klingeln keine Alarmglocken mehr.

Doch nein, die Autorin des Beitrages von Katholisch.de ist gar keine Politikwissenschaftlerin, sie arbeitet auch nicht für die Antonio-Amadeu-Stiftung. Sie ist habilitiert in Religionspädagogik und Theoretischer Theologie und arbeitet für eine Katholisch-Theologische Fakultät. Sie sollte sich also nicht unbedingt wundern, wenn es Vorbehalte gegen die „moderne, wissenschaftliche Theologie“ gibt.

Und tatsächlich: Wikimannia schreibt zu Strube:

„Die katholische Theologin Sonja Angelika Strube (*1968) verunglimpft seit Jahren solche Christen als ‚rechts‘, die sich für den Schutz des Lebens, der Ehe und der Familie und gegen die Gender-Ideologie einsetzen. In ihren Veröffentlichungen zählt sie bürgerliche Initiativen und engagierte Christen mit rechtsextremen Gruppierungen wie der NPD auf, um sie damit ins Zwielicht zu rücken.“

Katholisch.de hat sich einen Profi engagiert.

Entscheidend ist aber nicht links oder rechts, nicht „moderne“ oder „alte“ wissenschaftliche Theologie, entscheidend ist nur, ob jemand gläubig ist oder nicht. Glaubt jemand, was Christus der Kirche anvertraut hat? Kann jemand das Glaubensbekenntnis ohne Vorbehalte, Fußnoten und Mentalreserven bekennen? Kann das Sonja Strube? Ich hoffe es, denn das ist die einzig relevante Frage. Das ganze Negativvokabular, das sie akribisch aus dem Hut gezaubert hat, kann sie dann getrost wieder wegpacken. Auch sie merkt offenbar nicht, daß sie dem Objekt ihres Artikels „Negatives“ vorwirft, in Wirklichkeit selbst aber ihr Feindbild mit einer Kanonade negativer Vokabeln attackiert. Sie weiß als professionelle Kämpferin gegen rechts um die Codewörter der sozialen Ächtung, dennoch setzt sie sie bedenkenlos ein. Und Katholisch.de bietet ihr ein Forum.

Adorno als Kronzeuge

Ihr Artikel hat eine Mission, um das zu verstehen, muß nicht der Marxist Adorno bemüht werden. Die Autorin und die Redaktion von Katholisch.de merken gar nicht, geschweige denn stört es sie, welche Diskrepanz darin besteht, als Katholiken, oder zumindest als solche, „die sich selbst in der römisch-katholischen Kirche verorten“ – um Sonja Strube zu zitieren und ihr in Erinnerung zu rufen, daß die Kirchenzugehörigkeit nicht von irgendeiner steuergeldfinanzierten Hauptamtlichkeit abhängt –, Adorno als Maßstab zur Beurteilung der Wirklichkeit zu nehmen.

Da wird die Blindheit, von der die Evangelien sprechen, geradezu greifbar. Die entscheidenden Fragen stellt aber der Herr selbst: „Wird der Menschensohn, wenn er wiederkommt, Glauben finden auf Erden?“ (Lk 18,8).

Und weil es angekündigt wurde, noch ein Wort zur subjektiven Meinung von Frau Strube (und Katholisch.de), Papst Franziskus habe einen „frischeren Wind“ gebracht, nachdem anglich „lange Zeit nur bleiernes Schweigen herrschte“. Das kann man auch anders sehen.

Objektive Tatsache ist, daß die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. nicht geschwiegen haben. Ein „bleiernes Schweigen“ ist ein Produkt des derzeitigen Pontifikats. Es belastet das Petrusamt schwer. Franziskus schweigt, wann immer ihm unangenehme Fragen gestellt werden.

Er schweigt seit zweieinhalb Jahren zu den Dubia mehrerer Kardinäle, obwohl es dabei um das Ehesakrament, das Bußsakrament und das Altarsakrament geht. Er schweigt seit anderthalb Jahren zur Correctio filialis, jener Warnung, mit der er aufmerksam gemacht wurde, möglicherweise unabsichtlich Häresien zu fördern. Er schweigt seit acht Monaten zu den Anschuldigungen des ehemaligen Apostolischen Nuntius in den USA, Erzbischof Carlo Maria Viganò, von der notorischen Verletzung des Moralgesetzes und des Kirchenrechts durch Kardinal Theodore McCarrick gewußt zu haben, ebenso, daß der Kardinal die eigenen Seminaristen und Priester korrumpierte, aber tatenlos zusah und den Täter sogar rehabilitierte und förderte. Gleiches gilt im Fall Barros, im Fall Pineda, im Fall Zanchetta. Wie viele Fälle braucht es, um hinter dem Einzelfall ein System zu erkennen?

Und Franziskus schweigt zu den bisher heftigsten Anschuldigungen, die von katholischen Intellektuellen in einem Offenen Brief vorgebracht wurden. Auf 20 Seiten wird Franziskus detailliert dokumentiert der Häresie bezichtigt. Da genügt es nicht, festzustellen, daß der amtierende Papst „in einer Weise angegriffen“ werde, „die sprachlos macht“.

Ein Halbsatz, und das Thema ist vom Tisch?

So möchte es Katholisch.de. Das ist die Aufgabe des Artikels von Sonja Strube. Das ist aber eindeutig zu wenig. Viel zu wenig.

Die Katholiken haben das Recht zu wissen, ob ihr Papst noch die katholische Lehre vertritt, oder seine Privatmeinung. Auch die Welt hat das Recht, das zu wissen. Das Entsetzliche ist nicht, daß ihm vorgeworfen wird, „was seit Jahrhunderten keinem Papst vorgeworfen wurde“. Das ist ein bloßer Formalismus, man könnte auch von einer geheuchelten Empörung sprechen. Das Entsetzliche ist, daß katholische Intellektuelle einen Papst sehen, der ihrer Ansicht nach Häresien verbreitet und sich nach langem, innerem Ringen – Sonja Strube kann ein solches Ringen vielleicht nicht einmal erahnen – in ihrer Verzweiflung aufraffen, aus Liebe zu Christus, zur Kirche, zum Papst und vom Gewissen getrieben, einen Aufschrei loszulassen. Daß es durch das Handeln von Franziskus überhaupt zu so einer Situation kommen konnte, das ist das Entsetzliche an der Sache.

Die Unterzeichner des Offenen Briefes wenden sich an alle Bischöfe. Sie legen ihnen klare, dokumentierte Aussagen vor und bitten sie, alles zu prüfen und selbst Schlüsse zu ziehen. Für Katholisch.de ist das ein so schwerwiegendes Vergehen, daß man Sonja Strube mit ihrer Rechtsextremismuskeule ausschickt. Ein echtes Versagen, denn so handeln Ideologen.

Es tut vielleicht gut, sich an einen Satz des heiligen Kirchenvaters Vinzenz von Lérins zu erinnern:

„Einige Päpste schenkt Gott, andere duldet er, mit wieder anderen straft er.“

Das, Frau Strube, ist keine „negative Sicht der Welt“. Das ist nüchterner Realitätssinn.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Katholisch.de (Screenshot)

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15 Kommentare

  1. Ich frage mich zeitweise, was muss noch alles passieren, bis die Menschheit draufkommt, dass der Kommunismus um nichts besser ist, als es der Nationalsozialismus unter Adolf Hitler war? Reichen 100 Mio Tote(Schwarzbuch des Kommunismus) noch immer nicht aus? Eine Ideologie, die soviele Tote auf dem Gewissen hat, kann unmöglich die Probleme der Welt lösen, sondern bedeutet in ihrer Verwirklichung nur eine Diktatur. Sogar der Sozialismus, den viele als harmlos ansehen, bedeutet zuallererst keine politische Partei, sondern letztlich eine Staats- bzw Gesellschaftsform, und in letzter Konsequenz ist das immer eine Diktatur. Siehe DDR-Sozialismus.
    Wieviel Leid muss noch über die Welt kommen, bis sie sich von den falschen Ideologien lossagt? Scheinbar muss alles den Menschen genommen werden, dann erst wenden sie sich Gott zu. Sonst nicht.

    • Und ausgerechnet von der katholischen Kirche kann doch niemals auf die Frage nach dem Sinn des Lebens lauten, „der Kampf gegen rechts“. Gerade der Papst muss doch die Lehre Jesu Christi verkünden, die mit keiner Ideologie der Welt kompatibel ist.

      Dr. Manfred Lütz hat in einem seine Vorträge Gregor Gysi zitiert, wonach dieser sinngemäß gesagt habe, Sozialismus wäre säkulares Christentum. Genau hingeschaut ist das irreführend und vereinfachend.

      • Gysi betreibt kommunistische Taquiya. Der Sozialismus ist das Raubrittertum (ebenso wie der Islam, deswegen mögen sich die beiden ja so)pur bis der Wohlstand der Leistungsträger durch Zwangsverteilung aufgebraucht und Bildung und Leistung unmöglich gemacht wurde. Das Ergebnis ist brutale Barbarei zum Nutzen einiger Warlords. In Venezuela wird es gerade vorgemacht, wie man in 40 Jahren vom reichsten Land Südamerikas zum Hungerland und Frühtodland aufgrund fehlender Lebensmittel und Arzneimittel wird. Europa wird exakt genauso folgen, wenn die europäischen Völker nicht endlich aufwachen. Noch schneller geht es in Zusammen-Zerstörung mit dem Islam. Haben wir beim Sozialismus „nur unter der aggressiven spirituellen Zerstörungswut der Atheisten (das sind diejenigen, die glauben vom Affen abzustammen) und Kommunisten uns Sozialisten zu tun, so haben wir es beim Islam auch noch mit der Ideologie des Faschismus zu tun. Nicht täuschen lassen: Allah ist nicht der „unvollständige Gott“ der Christen wie der jüdische Gott Jahwe, dem der Messias noch fehlt. Allah ist ein Kunstprodukt (des Kunstproduktes) Mohammeds.

    • Lieber @dhmg, das frage ich mich auch oft.
      Aber wir sind nur Gast hier auf Erden und für das Reich Christi bestimmt. Das Dasein auf Erden ist eine Prüfung wie Gold im Schmelzofen, hier ist Satans zuhause.
      Die 10 Gebote würden das friedliche Zusammenleben unter allen Menschen garantieren, es wäre so einfach, man bräuchte diese idiotischen Ideologien gar nicht.
      Aber Satan und seine Helfershelfer wollen das nicht.
      Ergebnis bekannt.

      • Die 10 Gebote wurden ja bereits vor ihrer Kundgebung durch Mose von den Israeliten abgelehnt. Ich erinnere mich an die Bibelstelle, wo Gott unter Donner und Blitzen, auf dem Berg Horeb war es glaub ich, Mose die 10 Gebote gab.
        Die Steintafeln, auf denen sie eingraviert waren hat Mose im Zorn zerschlagen, als er unten angekommen feststellen musste, dass die Israeliten sich ein gußeisernes Kalb gemacht hatten und es anstelle Gottes als Standbild anbeteten.

        Oder die Bibelstelle, wo die Juden darauf bestehen, wie alle anderen Völker einen König haben zu wollen und nicht von Gott geführt werden wollten.
        Die Krönung in gewissem Sinne war die Ablehnung von Jesus Christus als den Messias. Das noch mit den tragischen Worten „sein Blut komme über uns und unsere Kinder“.

        Das „auserwählte Volk“ Gottes wird von ihm selbst auch als „störrisches Volk“ beschrieben. Ich finde, die komplexe Geschichte der Israeliten, der Juden, historisch und religiös gesehen wird von wenigen Menschen vollständig erfasst. Die einen neigen zur Glorifizierung, die anderen zu Hass und Verfolgung, wenn es um die Juden geht.

  2. Frau Strubes Artikel hat mit Theologie oder Wissenschaftlichkeit nichts zu tun, sondern ist lupenreines Soziologengewäsch, das niemand braucht. Die Berufung auf einen der Protagonisten der neomarxistischen Frankfurter Schule disqualifiziert ihre Auslassungen sowieso. Oder ist Adorno auch schon in den Rang eines Kirchenlehrers erhoben worden? Bei der momentanen Kirchenführung ist bekanntlich alles möglich.

    • In der Tat wird Adorno bemüht, die Politik der AfD zu verteufeln, was de facto bedeutet, der Linksdiktatur nichts entgegen zu setzen.

      Obwohl ich glaube, dass in Deutschland und in Europa die Wahlen gefälscht werden und uns die Eliten nur Demokratie spielen lassen – , wie man von amerikanischer Seite selbst zugibt (CoFR), – so halte ich die Wahl der AfD dennoch – was auch immer man letztlich aus den Stimmen macht (selbst wenn man sie nur zur Erstellung einer Liste ‚rechter Gesinnungsgenossen‘ für spätere Repressionen hernimmt) für ein notwendiges Zeichen des Widerstands und Mutes.

      Gerade weil die links-politisierte Kirche alle rechtsläufigen Strömungen dämonisiert – und das im Namen Jesu!!!, – sind wir verpflichtet als Christen, grundlegende politische Rechte einzufordern: nämlich die der Wahl- und Meinungsfreiheit.

      Ganz schlimm ist, was jetzt über die AfD im ‚Kolping Magazin‘ zu lesen war. Selten ist mir eine solche Hetze uns Verunglimpfung unter die Augen gekommen, wie sie von diesem Magazin betrieben wird.

      Von der Aufmachung erinnert dieses Machwerk zunehmend in Teilen der ‚Bravo‘. Auf der Voderseite zu sehen eine junge Frau mit rotlila gefärbten Haaren und vier Knopfpiercings im Gesicht (drei unterhalb der Unterlippe, eines oberhalb der rechten Braue).

      In dem zweiseitigem Artikel, der überschrieben ist mit dem Titel „Die AfD ist keine Alternative“ werden im Grunde beinahe alle Kampfbegriffe übernommen, wie sie der obige Artikel herausgestellt hat.

      Die Überschriften der einzelnen Textblöcke des Artikels lauten:

      – Europa geht nicht mit der AfD
      – Moderne Familienpolitik geht nicht mit der AfD
      – Klimaplitik geht nicht mit der AfD
      – Migration und Integration geht nicht mit der AfD
      – Ein friedliches Miteinander der Religionen geht nicht mit der AfD
      – Die AfD ist keine Alternative!

      Der Beitrag dieser linksgeleiteten Falschanalyse, die das Parteiprogramm der AfD bewusst ‚rechtsextrem‘ missverstehen will und sich hinter Worthülsen des Gutsprech verschanzt, mündet im Abschlusssatz:

      „Wir sind davon übereugt, dass es der falsche Weg ist, den Versprechungen und Verführungen [sic!!!] rechter Populisten zu folgen.

      Leider ist hier nicht der Raum, auf die unsäglichen Falschaussagen, Diffamierungen und Verleumdungen dieses Artikels des Kolpingswerks einzugehen.

      Die Autoren bewegen sich fern ab eines jeden Realitätssinnes, sind historisch nicht bewandert, haben keinen Blick für Zusammenhänge. Jeder einzelne Satz ist eine Falschaussage.

      Dieser eindimensionalen analytsche Hermeneutik unterliegt zutiefst der Ideologie des Linksmarxismus. Es gibt keinen einzigen Verband innerhalb der Kiche, der sich dem nicht angeschlossen hätte. Sei es die Caritas, seien es die Malteser, u.a.

      Die ‚Kirche‘ ist zum Handlanger marxistischen Denkens geworden. Sie sucht das Heil in dieser Welt und ist vollständig politisiert.

      Man kann sie nur ihren Lauf nehmen lassen und beten: das hat schon Benedikt XVI erkannt. Sie wird sich selber abwirtschaften, von innen heraus ausbrennen und den Niedergang beschleunigen.

      Ein Neuanfang kann nur auf den Trümmern dieser falschen Ideologenkirche gelingen, die die Emmerick treffend in einem für uns heute doppelten Sinne die ‚Afterkirche‘ genannt hat.

      • Wenn ich Ihnen zu Ihren Worten etwas sagen darf: man sucht ein Feindbild bei all diesen Parteien und auch teilweise kichlicherseits, in der Kirche in D als Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Ressentiments und Feindschaft werden geschürt, weil die AfD in der Tat ihre Finger in etliche Wunden legt. Das schmerzt und deswegen heulen sie auf.
        In der AfD gibt es meiner Meinung nach aber auch sehr unterschiedliche Menschen unterschiedlicher Anschauungen. „Ehe für alle“ ist nicht für alle in der AfD ein Tabu. Und in der Ex-DDR sind viele atheistisch und überhaupt nicht oder kaum christlich gesinnt.
        Ich gehe nicht zur Wahl, jedenfalls nicht solange sie sonntags abgehalten wird- und eine Briefwahl ändert daran nichts. Wird da nicht das 3. Gebot verletzt? Ich mache dabei schon länger nicht (mehr) mit. In Israel bspw. wird nie samstags gewählt. Und es gibt auch weithin nicht- oder eher antikatholische Staaten wie die USA, die Niederlande und Großbritannien, wo die Wahlen je dienstags, mittwochs und donnerstags abgehalten werden. Das geht also.
        Ich finde, daß, wenn man sonntasg wählen geht (oder zum Sonntag hin bei Briefwahl), schon verloren hat.
        Vielleicht sollte man die Wahlen bei uns mal unter diesem Aspekt betrachten. Samstags würde bei uns keine Wahl stattfinden wegen dem wahrscheinlichen Protest der Juden und freitags nicht wegen den Moslems. Sind wir Christen weniger wert? Soll uns der Sonntag als Tag des Herrn nicht heilig sein und nachdenklich machen und entschlossen den Sonntag als Wahltag meiden? Politik kann m.Er. an anderen Tagen stattfinden, aber nicht sonntags.

  3. Im nachkonziliaren Verlauf wurde in Deutschland flächendeckend ein Apparat als „selbstreferenzielles System“ auf- und ausgebaut, welcher als stramm nachkonziliar ausgerichtete Bürokratie wirkt. So erarbeitet etwa das „Deutsche Liturgische Institut“ im soziokulturellen Mainstream zu verortende „Projekte“ wie „Liturgische Hilfen für Migranten und Flüchtlinge“. Die sozialpolitischen Kampagnen der „Caritas“ fokussieren sich auf weltliche Problemlagen wie Armut („2010: Zero poverty – Gemeinsam gegen Armut“, „2012: Armut macht krank“) oder Wohnungsnot („2018: Bezahlbares Wohnen: Jeder Mensch braucht ein Zuhause“), wobei auch vom soziokulturellen Mainstream gepushte globalpolitische Themen wie Flüchtlingspolitik („2017: Zusammen sind wir Heimat“) oder „Klimawandel“ („2014: Weltklimagipfel: Weit weg ist näher, als du denkst“) beflissen umgesetzt werden. Weite Teile des Verbands- und Gremienkatholizismus sind bereits vom sozio-kulturellen Mainstream inhaltlich nicht mehr unterscheidbar: Sei es die „Eine-Welt“-Ideologie beim Kolpingwerk Deutschland („Bundesfachausschuss „Verantwortung für die Eine Welt“ arbeitet an dem Schwerpunktthema „ökofaire Beschaffung“), der Kampf für die sog. „Klimagerechtigkeit“ bei besagter Caritas oder die Unterstützung des globalen UN-Migrationspakts durch das ZdK.

    Alles wenig überraschend: Das Konzil galt seinen Verfechtern von Anfang an als Revolution, Kardinal Suenens zog eine Parallele zwischen dem Konzil und der Französischen Revolution („das 1789 der Kirche“), der Konzilstheologe Yves Congar verglich es mit der Russischen Revolution („Die Kirche hat friedlich ihre Oktoberrevolution gemacht“). Ausgehend vom Bild des Konzils als „Revolution“, dessen Errungenschaften es gegen Konterrevolutionäre zu verteidigen gilt, werden (logischerweise) alle abweichenden Sichtweisen mit den politischen Kampfbegriffen „rechts“ oder „reaktionär“ diskreditiert, so etwa die gezielte Prägung des Kampfbegriffs des sog. „neurechten Christentums“.

    Der Kirchen(nahe) Apparat ist komplett von weltlichem Denken bestimmt, daher handelt er auch so.

    • Werter „Kirchenvater“, genau meine Meinung, das Konzil ist meines Erachtens die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte, weil Gott auf ganz schäbige Weise verraten wurde.
      Am Karfreitag haben die Juden ihren Bund mit Gott gelöst,: „Wir haben keinen König ausser dem Kaiser“ – in Rom-, beim Vatikanum 2 haben das die Katholiken getan(Nostra Aetate / NOM).
      Alle ? Nein, einer widerstand und hat mit seinen Treuen die ganz ganz kleine Herde zu weiden, die hoffentlich bis zur 2. Ankunft Christi nicht ausgelöscht sein wird.
      Standhaft bleiben !

  4. Freilich ungewollt schildert jene Sonja Strube auf katholisch.de dennoch prägnant und exemplarisch, worum es im Kern geht – und worum eben nicht. Eines darf sich ihr Geschreibsel jedenfalls schon mal nicht ans Revers heften: Katholisch zu sein. Den postkonziliaren Amts-Klerus schert derlei nicht nur schon längst nicht mehr – nein: Vielmehr ist er seit Äonen und ganz im Gegenteil elementarer, integraler Bestandteil des Gesamtproblems, und es fällt mir zunehmend schwer, hinter alledem keinen boshaften, ja, geradezu diabolischen Vorsatz zu vermuten.
    Bei diesen wenigen Zeilen könnte man es belassen, wäre die globale Situation für uns Katholiken, die wir mir Gottes Hilfe unseren Glauben noch ernst nehmen, nicht so brandgefährlich. Uns hilft buchstäblich der Blick in die Heilige Schrift, gerade auch auf den Zweiten Brief des Heiligen Apostels Paulus an seinen getreuen Schüler Timotheus (2 Tim. 4; 1-5), der während der letzten Wochen in der Messe oftmals gelesen wurde und der ja im Grunde all das geradezu erschreckend realitätsgetreu quasi prophezeit, was sich heutzutage vor unser aller Augen vollzieht; entnommen aus dem „Vollständigen Römischen Meßbuch nach H.H. Anselm Schott O.S.B.; 1951 A.D.“:

    „Ich beschwöre dich vor Gott und Jesus Christus, dem künftigen Richter der Lebend und Toten, bei Seiner Wiederkunft und Seinem Reiche: Verkünde das Wort, tritt auf, sei es gelegen oder ungelegen. Rüge, mahne, weise zurecht in aller Geduld und Lebensweisheit. Denn es kommen Zeiten, da man die gesunde Lehre nicht erträgt, sondern sich zum Ohrenkitzel nach eigenen Gelüsten Lehrer beschafft. Von der Wahrheit aber wird man das Ohr abwenden und sich Fabeleien zuwenden. Du aber sei sei wachsam, ertrage alle Mühsal, vollbringe die Werke eines Künders des Evangeliums, tu deinen Dienst voll und ganz, sei nüchtern.“

    Wir müssen uns an der Heiligen Schrift, an Unseren Herrgott Jesus Christus und an der Heiligen Familie, kurz an Seiner Kirche festklammern und fest auf Seine Versprechen, die Er uns gegeben hat, vertrauen: Die Pforten der Hölle werden Seine Kirche nicht überwinden können, Er wird bei uns bei uns sein und bleiben bis ans Ende aller Tage und Zeiten, Sein Wort wird für immer und ewig Bestand haben, und wir sollen uns nicht fürchten – egal, wie wahnsinnig eine wahnsinnig und bösartig gewordene Welt gegen diese Seine Heilige Kirche tobt und die allein vermittels unserer rein geschöpflichen Sinneswahrnehmungen kaum mehr als solche wahrnehmbar zu sein scheint. Wie gesagt: Das scheint nur so zu sein, ist es aber nicht!
    Wir müssen Seine Zweite Parusie jederzeit einkalkulieren, fest bleiben im Glauben und beharrlich im Gebet und im Fürbittgebet ausharren. Gott steh‘ uns bei.

    In Cristo per Mariam. +

    Carlosmiguel

  5. Wir sind hier angekommen:
    „Lasst euch durch niemand und auf keine Weise täuschen! Denn zuerst muss der Abfall von Gott kommen und der Mensch der Gesetzwidrigkeit erscheinen, der Sohn des Verderbens, der Widersacher, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, so sehr erhebt, dass er sich sogar in den Tempel Gottes setzt und sich als Gott ausgibt.“ (2Thess 2, 3-4)

  6. „Rechts“…?! „Qui sedis as dexteram Patris“. Die Wortwahl und die Angst vor „Rechts“ ist die Urangst der Dämonen, die mit der „Rechten“ ausgetrieben werden. Alle diese „Antifaschisten“ und „Anti…“ sind in Wahrheit nichts anderes als Satanisten, wie die besessene Greta Thunberg, die einem Menschen nicht in die Augen sehen kann. Wenn mir ein Opfer der „Landshut“-Entführung sagt, daß die Augen von Claudia Roth genauso böse sind wie die Augen der Andrawes, dann ist doch alles klar. Und solange bekennende Pädophile wie Cohn-Bendit (ein abgefallener Jude wie Bezos, Zuckerberg, Bernstein, etc…) im EU-Parlament sitzen und Frauen die Sitzung des Deutschen Bundestags leiten dürfen, die schon mehrere Menschenleben persönlich auf dem Gewissen haben wie Roth und Pau, braucht mir irgendeiner nichts über die AfD zu sagen, denn diese Frauen sind nicht besser als Globke und Gehlen, eben Mördeinnen.
    Die größten Christlichen Staaten haben verstanden und richtig gewählt (Brasilien und USA), laßt uns also es ihnen nachtun und bei der EU-Wahl den etablierten Systemparteien einen Denkzettel geben. Vielleicht ist auch endlich Italien bereit, wenn Bergoglio eben die Kirche nicht will, dem Lateranvertrag von 1929 aufgrund von Sinnlosigkeit zu kündigen. Ich bin mir sicher, daß wohl kaum ein Italiener die hand erheben würde zur Verteidigung des Vatikanstaats, solange Bergoglio im Amt ist. Also sollte man doch ernsthaft mal darüber nachdenken, den Vatikan von den falschen Hirten zu reinigen, so wie es Karl V. 1527 angedacht hat. Ohne einen glaubenstreuen (stelle gerade fest, daß Firefox „glaubenstreu“ nicht kennt!) Papst haben nämlich alle Vertäge mit dem Heiligen Stuhl nicht einmal den Wert des Papiers, auf dem sie geschrieben stehen, da der Papst ja in seiner völligen Souveränität diese Verträge interpretieren kann, wie er will, so wie er die kirchliche Lehre interpretiert.
    Die Zeit arbeitet für die Tradition, die Herde in Deutschland ist schon zerstreut und die Reste sammeln sich um die Priesterbruderschaft St. Pius X.. Donald Trump wir alles für eine Wiederwahl tun (Iran-Krieg inklusive) und bis dann ist hoffentlich das Kapitel „Bergoglio“ in der Kirche beendet. Schon einmal kam die Reform der Kirche aus einem Kloster, nämlich dem Monte Cassino, nun wird die Reform wohl wieder aus einem Kloster und einem Seminar, nämlich Tossolino und Econe.

  7. Der heilige Vinzenz von Lerins schreibt, was ich mich nie getraut habe zu sagen: Mit manchen Päpsten straft Gott. Diese Kirche hat ihn möglicherweise verdient. Papst Benedikt war ein brillanter Denker. In jeder Hinsicht herausragend. Den wollten sie aber nicht mehr. Der Heilige Geist kann auch anders. Und das zeigt er uns gerade.

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