Ist die sexuelle Revolution „zufällig“ passiert?

Die Neomalthusianer und ihr Ziel, die Weltbevölkerung zu kontrollieren und zu reduzieren

Der Rote Faden der Neomalthusianer durch die Geschichte der vergangenen 150 Jahre: (v. l.) Francis Galton, Marie Stopes, David Rockefeller, Bill Gates.
Der Rote Faden der Neomalthusianer durch die Geschichte der vergangenen 150 Jahre: (v. l.) Francis Galton, Marie Stopes, David Rockefeller, Bill Gates.

„Ist die sexu­el­le Revo­lu­ti­on ‚aus Ver­se­hen‘ pas­siert?“ Die­se Fra­ge stell­te sich die jun­ge eng­li­sche Blog­ge­rin Miri Anne Finch, nach­dem sie die femi­ni­sti­sche Pro­pa­gan­da­schrift „The Case Against The Sexu­al Revo­lu­ti­on“ (Cam­bridge 2022) in die Hand bekom­men hat­te. In die­ser heißt es ganz beiläufig: 

Femi­ni­sti­sche Agitprop

„Und wenn es sich um ein gro­ßes histo­ri­sches Ereig­nis wie die sexu­el­le Revo­lu­ti­on han­delt – die nie­mand geplant oder auch nur vor­aus­ge­se­hen hat…“. 

Ist ein so „gro­ßes histo­ri­sches Ereig­nis“ wie die sexu­el­le Revo­lu­ti­on also von „nie­mand geplant oder auch nur vor­aus­ge­se­hen“ wor­den, kurz­um, ein Pro­dukt des Zufalls? Miri Finch ging der Sache nach und gelang­te zu einem ganz ande­ren Schluß. Als Reak­ti­on auf ihre Ent­deckun­gen ver­öf­fent­lich­te sie auf ihrem Blog Miri AF im Som­mer 2022 den nach­fol­gen­den Bei­trag, in dem sie auf­zeigt, daß die sexu­el­le Revo­lu­ti­on weder ein „Ver­se­hen“ war noch „ein­fach pas­siert“ ist. Die Behaup­tung, sie sei ein Zufall, so Finch, sei eben­so lächer­lich, als wür­de man sagen, „ein Tor­na­do ist über einen Schrott­platz gefegt und hat dabei ‚ver­se­hent­lich‘ eine Boing 747 zusammengebaut“.

Ihr Bei­trag wird unver­än­dert wie­der­ge­ge­ben, wes­halb der Blick ver­stärkt auf Groß­bri­tan­ni­en liegt. Er lie­ße sich aber eben­so für die Län­der deut­scher Spra­che schrei­ben: Nur die Namen der han­deln­den Per­so­nen und Orga­ni­sa­tio­nen wür­den sich ändern, und das Gesche­hen sich zeit­lich etwas ver­schie­ben. Die Fuß­no­ten wur­den etwas syste­ma­ti­siert und um wei­te­re Ver­lin­kun­gen ergänzt. In einem Punkt wur­de eine not­wen­dig erschei­nen­de Anmer­kung in den Text ein­ge­scho­ben und als sol­che kennt­lich gemacht.

Was Finch anführt, ist bis auf den in der ein­ge­scho­be­nen Anmer­kung genann­ten Punkt für alle frei nach­prüf­bar und kann noch wei­ter ver­tieft wer­den. Das dabei ans Licht tre­ten­de Sze­na­rio bestä­tigt die Kern­aus­sa­ge der jun­gen Blog­ge­rin. Ergänzt sei, daß die von ihr beschrie­be­ne neo­mal­thu­sia­ni­sche Bewe­gung – ein Begriff, den die Autorin nur indi­rekt streift, wenn sie erwähnt, daß die Bri­tish Euge­nics Socie­ty heu­te Gal­ton Insti­tu­te heißt – auf den Sozi­al­dar­wi­nis­mus des spä­ten 19. Jahr­hun­derts zurück­geht, des­sen Begrün­der Fran­cis Gal­ton, ein Vet­ter von Charles Dar­win, war.

Finch ist in man­chen Aus­sa­gen etwas apo­dik­tisch. In der von ihr auf­ge­zeig­ten Absicht, wenn sie davon aus­geht, daß bestimm­te Kräf­te seit über hun­dert Jah­ren Ein­fluß dar­auf aus­üben wol­len, wer leben darf und wer nicht, hat sie damit voll­kom­men recht. Es gilt dabei aller­dings zu berück­sich­ti­gen, daß die Täter – Gott sei Dank – nicht all­mäch­tig sind. Ihre Macht ist aber sehr, sehr groß, weil ihr Netz­werk schon so alt ist und im Lau­fe der Zeit ver­stärkt und ver­fei­nert wer­den konn­te. Letzt­lich geht es dabei um die Macht­fra­ge. Mög­lich wur­de ihr Ein­fluß und ihr gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­des Wir­ken, weil es um Besitz­stand­si­che­rung und Macht­er­wei­te­rung geht und sie sich dabei auf die USA stüt­zen und sich mit der par­la­men­ta­risch-reprä­sen­ta­ti­ven Demo­kra­tie „arran­giert“ haben. Die­se wird der Form nach respek­tiert und unter­stützt, was einen anson­sten alles gefäh­ren­den Kon­flikt ver­mei­det (Was könn­te eine Hand­voll mäch­ti­ger Fami­li­en gegen das Volk aus­rich­ten?), aber durch infor­mel­le Netz­wer­ke, die in Hin­ter­zim­mern agie­ren, fak­tisch sehr stark ein­ge­schränkt, neu­tra­li­siert, oder noch bes­ser olig­ar­chi­siert – ohne daß dies nach außen sicht­bar wird. Es gibt für die­se Krei­se also zahl­rei­che Stol­per­stei­ne. Ein Stol­per­stein sind mög­li­che inter­ne Zer­würf­nis­se, ein ande­rer ist die stän­di­ge Gefahr, daß die unsicht­ba­ren Fäden doch sicht­bar wer­den und die Bevöl­ke­rung sich ihrer bewußt wird. Da die Macht for­mal beim Volk liegt, kann die­ses nicht nur lau­fend den einen oder ande­ren Strich durch die Rech­nung machen, son­dern dem Spiel poten­ti­ell sogar ein Ende berei­ten. Damit das Unsicht­ba­re aber nicht sicht­bar wird, arbei­tet ein Heer von bezahl­ten Söld­nern in Medi­en, Orga­ni­sa­tio­nen und Insti­tu­tio­nen, von denen nicht weni­ge, bis hin­auf zu den bedeu­tend­sten, direk­te Grün­dun­gen die­ser Macht­krei­se sind oder zumin­dest durch Geld­flüs­se von ihnen mit­be­stimmt werden. 

Der Good Club (die Gra­phik)

Die Gefahr, auf­ge­deckt zu wer­den, zeig­te sich im Zuge der Coro­na-Pseu­do­pan­de­mie. Dage­gen reg­te sich eini­ger Wider­stand, sodaß punk­tu­ell hin­ter die Kulis­sen geblickt wur­de. Wer lie­fer­te die fal­schen Bil­der und über­trie­be­nen Falsch­mel­dun­gen aus Chi­na? Wer ent­schied, sie in unse­ren Medi­en zu ver­brei­ten? Wer beein­fluß­te wie die Ent­schei­dun­gen unse­rer Regie­run­gen? Wer wei­gert sich bis heu­te, nach­zu­fra­gen, wie das gesche­hen konn­te und wer dafür ver­ant­wort­lich ist? Wer ist der zweit­größ­te Geld­ge­ber der WHO, dem zugleich am Beginn der Pan­de­mie der rote Tep­pich nach Ber­lin und Brüs­sel aus­ge­rollt wur­de und an des­sen Lip­pen man wie an einem Deus ex machi­na kleb­te, um aus sei­nem Mund „die Ret­tung“ zu ver­neh­men, die in einem „Impf­stoff“ bestehe, der sich dann als Gen­ma­ni­pu­la­ti­on mit schwer­wie­gen­den und in ihrem gan­zen Aus­maß noch gar nicht abseh­ba­ren Neben­wir­kun­gen her­aus­stell­te. Wer sich die Mühe mach­te, etwas genau­er nach­zu­schau­en, konn­te früh­zei­tig fest­stel­len, daß die wich­tig­sten Akteu­re, ob Insti­tu­tio­nen oder Per­so­nen, in finan­zi­el­len Ver­bin­dun­gen oder gar in einem Abhän­gig­keits­ver­hält­nis zum Good Club ste­hen, einem klei­nen Zir­kel von einem hal­ben Dut­zend der Reich­sten der Rei­chen, dar­un­ter an zen­tra­ler Stel­le die Rocke­fel­lers, die sich der neo­mal­thu­sia­ni­schen Agen­da der Bevöl­ke­rungs­de­zi­mie­rung ver­schrie­ben haben. Finch erwähnt den Good Club nicht, aber David Rocke­fel­ler, eine sei­ner trei­ben­den Kräfte. 

Die ver­link­te gra­phi­sche Dar­stel­lung die­ses Netz­wer­kes, oder zumin­dest eines Teils davon, ver­an­schau­licht das gigan­ti­sche Aus­maß des Geflechts von Ver­bin­dun­gen, Abhän­gig­kei­ten und Koope­ra­tio­nen. Die­se Gra­phik ver­dient größt­mög­li­che Ver­brei­tung. Wenn dies bis­her nicht gesche­hen scheint, dann wohl des­halb, weil es das „fal­sche“ The­ma betrifft: die Abtrei­bung. Das Den­ken ist nach einem hal­ben Jahr­hun­dert so mani­pu­liert, tabui­siert und durch einen Neu­sprech umpro­gram­miert, daß selbst vie­le Kräf­te guten Wil­lens einen Bogen um das The­ma machen. So wird es aber nichts mit dem not­wen­di­gen Wider­stand gegen die grau­sam­ste Agen­da der Mensch­heits­ge­schich­te und ihrer Kor­rek­tur, das muß allen klar sein.

Und noch ein Hin­weis ist auf­grund der jüng­sten Ent­wick­lung uner­läß­lich: Die stark ras­si­sti­sche Grund­idee der Sozi­al­dar­wi­ni­sten war nach dem Zwei­ten Welt­krieg nicht mehr ver­tret­bar, wes­halb sie inzwi­schen im ursprüng­li­chen Sinn fal­len­ge­las­sen und durch eine „smar­te“, wei­che Vari­an­te ersetzt wur­de: den Natur­schutz, der zum Umwelt­schutz und schließ­lich zum Kli­ma­schutz wur­de. Die Wei­chen dazu wer­den schon in den spä­ten 40er Jah­ren gestellt. Finch geht auf die­sen Aspekt nicht ein. Der Zusam­men­hang und die Ver­net­zun­gen der­sel­ben Akteu­re, wie­der­um an erster Stel­le der Rocke­fel­lers (man den­ke an den Club of Rome), kön­nen bei etwas Zeit­auf­wand ohne gro­ße Mühe gefun­den wer­den. Der sprin­gen­de Punkt ist: Wer tut sich die­se Mühe an? Dar­in liegt der ent­schei­den­de Trumpf der bespro­che­nen Krei­se. Wer die wich­ti­gen Medi­en kon­trol­liert, kon­trol­liert die öffent­li­che Mei­nung. Und die wird kon­trol­liert, dar­an kann kein ernst­haf­ter Zwei­fel bestehen. Auch der unge­wöhn­li­che „Fak­ten­check“ der DPA zu Nicho­las Rocke­fel­ler ist ein Aus­druck davon.

Der Club of Rome und das Kind als Bedrohung
Der Club of Rome und das Kind als Bedro­hung (1968)

Bleibt noch zu erwäh­nen, daß das Bevöl­ke­rungs­wachs­tum nicht ein­mal der Spur nach zu den Kata­stro­phen geführt hat, die seit 1968 durch mas­si­ve Beein­flus­sung der öffent­li­chen Mei­nung von den genann­ten Krei­sen den Köp­fen vie­ler Men­schen ein­ge­häm­mert wur­den. Laut den Pro­gno­sen des neo­mal­thu­sia­ni­schen Club of Rome hät­te die Welt bereits vor 30 Jah­ren zugrun­de­ge­hen sol­len. Das Gegen­teil war der Fall. 

Obwohl sich die Bevöl­ke­rung mehr als ver­dop­pelt hat, erlebt die Welt seit über 35 Jah­ren kei­ne Hun­gers­nö­te mehr. Vor 50 Jah­ren galt das noch als unglaub­lich. Abge­se­hen davon zeich­net sich das Ende des Bevöl­ke­rungs­wachs­tums ab. Es gibt nur mehr weni­ge Welt­ge­gen­den, in denen noch ein Wachs­tum durch Gebur­ten statt­fin­det. Groß­räu­mig gilt das noch für Schwarz­afri­ka, anson­sten nur mehr für ein­zel­ne Staa­ten. Das sta­ti­sti­sche Wachs­tum ergibt sich zum Groß­teil nur mehr aus der län­ge­ren Lebens­er­war­tung. Die west­li­chen Völ­ker, ein­schließ­lich Süd­ko­rea, sind seit der ersten Hälf­te der 70er Jah­re ster­ben­de Völ­ker. Der sta­ti­sti­sche Schein, so auch im deut­schen Sprach­raum, trügt wegen der genann­ten höhe­ren Lebens­er­war­tung und vor allem wegen der mas­si­ven Ein­wan­de­rung. Das deut­sche, fran­zö­si­sche, ita­lie­ni­sche, eng­li­sche Volk, fak­tisch alle west­li­chen Völ­ker, schrump­fen seit etwa 1973 und das durch Über­al­te­rung immer schnel­ler. Das chi­ne­si­sche Volk schrumpft seit der zwei­ten Hälf­te der 80er Jah­re und lei­det unter mas­si­ver Über­al­te­rung. Indi­en hat 2019 den Rege­ne­ra­ti­ons­punkt unter­schrit­ten. Die­ser win­zig klei­ne, eli­tä­re Kreis, der den Rest der Mensch­heit als poten­ti­el­le Bedro­hung wahr­nimmt, zumin­dest aber der Mei­nung ist, des­sen Vor­mund sein zu müs­sen, läßt sich von Fak­ten aber nicht beeindrucken.

Miri Anne Finch stieß viel­leicht auch des­halb auf die­ses The­ma, weil sie zuvor von Twit­ter wegen angeb­li­cher „Ver­brei­tung von Covid-19-Falsch­mel­dun­gen“ gesperrt wor­den war und des­halb auf­merk­sa­mer wur­de. Nun aber zu Finchs Text:

Ist die sexuelle Revolution „aus Versehen“ passiert?

Von Miri Anne Finch

Die sexu­el­le Revo­lu­ti­on war kein Zufall, aber im Gegen­satz zu dem oben zitier­ten femi­ni­sti­schen Agit­prop-Autor wer­de ich tat­säch­lich Bewei­se für mei­ne Behaup­tun­gen lie­fern, auch auf die Gefahr hin, daß mei­ne Aus­füh­run­gen als „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ bezeich­net wer­den, wie eben alles als „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ abge­tan wird, sobald man anfängt, Argu­men­te mit Zita­ten und Fak­ten zu unter­mau­ern, anstatt gedan­ken­los Fern­seh­slo­gans und „Weis­hei­ten“ aus der Zeit­schrift Cos­mo­po­li­tan nach­zu­plap­pern.

Miri Anne Finch

Um zu ver­ste­hen, wie und war­um die sexu­el­le Revo­lu­ti­on zustan­de­kam, gilt es zunächst die Fak­to­ren zu unter­su­chen, die eine libe­ra­le sexu­el­le Ein­stel­lung mög­lich machten.

Der wich­tig­ste Fak­tor war natür­lich die in den 1960er Jah­ren plötz­lich ver­füg­ba­re Mög­lich­keit einer zuver­läs­si­gen und lega­len Gebur­ten­kon­trol­le. Dies geschah mit der Ein­füh­rung der Pil­le im Jahr 1964 (sie war bereits seit 1961 erhält­lich, aller­dings nur für ver­hei­ra­te­te Frau­en) und der Lega­li­sie­rung der Abtrei­bung im Jahr 1967.

Da Ver­hü­tung davor unzu­ver­läs­sig und Abtrei­bung ver­bo­ten war, war die Sexua­li­tät untrenn­bar mit der mög­li­chen Zeu­gung von Kin­dern ver­bun­den. Die sexu­el­le Gesamt­ein­stel­lung war des­halb kon­ser­va­tiv und auf sta­bi­le Bezie­hun­gen, kon­kret auf ver­hei­ra­te­te Paa­re, beschränkt.

Die Angst vor einer Schwan­ger­schaft und davor, buch­stäb­lich „das Baby im Arm zu haben“, war der wich­tig­ste Fak­tor, der die Ein­stel­lung der mei­sten Frau­en zu inti­men Bezie­hun­gen mit Män­nern bestimmte.

Das alles änder­te sich mit der Ein­füh­rung der Pille.

Die Pil­le ist nicht „zufäl­lig“ ent­stan­den – sie war nicht das Ergeb­nis eines beson­ders wis­sen­schaft­lich ver­sier­ten Schrott­platz-Tor­na­dos –, son­dern nach einer „Wun­der­pil­le“ zur Ver­hü­tung von Schwan­ger­schaf­ten wur­de seit 1950 inten­siv und von den Eli­ten finan­ziert geforscht.

Die­se For­schung wur­de von Mar­ga­ret San­ger vor­an­ge­trie­ben, der Grün­de­rin von Ame­ri­kas erfolg­reich­ster und all­ge­gen­wär­ti­ger Orga­ni­sa­ti­on zur Gebur­ten­kon­trol­le Plan­ned Paren­thood.

Wäh­rend sie oft als Ver­fech­te­rin der Frau­en­rech­te und der repro­duk­ti­ven Frei­hei­ten gefei­ert wird, ist die Wahr­heit über Mar­ga­ret San­ger eher unap­pe­tit­lich. San­ger war eine eif­ri­ge ras­si­sti­sche Euge­ni­ke­rin mit Ver­bin­dun­gen zum Ku-Klux-Klan1, deren Beweg­grün­de für die Befür­wor­tung der Gebur­ten­kon­trol­le wenig mit der Befrei­ung der Frau­en und sehr viel mehr mit der ‚Säu­be­rung der Gesell­schaft‘ zu tun hat­ten. Sie selbst erklär­te 1921: 

„Gebur­ten­kon­trol­le muß letzt­lich zu einer sau­be­re­ren Ras­se füh­ren“.2

Um San­gers Ein­stel­lung zu Fort­pflan­zung und Geburt wei­ter zu ver­deut­li­chen, lesen Sie die­sen Absatz aus ihrem Buch „The Pivot of Civi­li­sa­ti­on“ von 1922:

„Unser Ver­säum­nis, Schwach­köp­fe aus­zu­son­dern, die sich ver­meh­ren und ver­meh­ren … zeigt unse­ren törich­ten und extra­va­gan­ten Sen­ti­men­ta­lis­mus … [Phil­an­thro­pen] ermu­ti­gen die gesün­de­ren und nor­ma­le­ren Tei­le der Welt, die Last der unbe­dach­ten und wahl­lo­sen Frucht­bar­keit ande­rer zu schul­tern; was, und ich den­ke, daß der Leser zustim­men muß, ein totes Gewicht mensch­li­cher Ver­schwen­dung mit sich bringt. Anstatt die Bestän­de, die für die Zukunft der Ras­se und der Welt am schäd­lich­sten sind, zu ver­rin­gern und zu besei­ti­gen, nei­gen wir dazu, sie in einem bedroh­li­chen Aus­maß domi­nant zu machen … Wir zah­len für das Dik­tat, und unter­wer­fen uns ihm sogar, einer immer grö­ßer wer­den­den, sich unauf­hör­lich ver­meh­ren­den Klas­se von Men­schen, die nie­mals hät­ten gebo­ren wer­den dür­fen.“ 3

Mar­ga­ret San­ger begann, ihre eige­ne Zei­tung her­aus­zu­ge­ben, in der sie sich für Gebur­ten­kon­trol­le und Abtrei­bung ein­setz­te. 1915 wur­de sie wegen der Ver­öf­fent­li­chung eines „obszö­nen und unzüch­ti­gen Arti­kels“ ange­klagt und floh des­halb nach Groß­bri­tan­ni­en. Hier in Lon­don lern­te sie Mit­te Juli 1915 bei einem Tref­fen in der Fabi­an Socie­ty Hall die jun­ge Marie Sto­pes ken­nen.4

Es ist erwäh­nens­wert, daß die Fabi­an Socie­ty nicht unum­strit­ten ist und der Ort die­ses Tref­fens nicht zufäl­lig gewählt wur­de. Der Name „Fabi­an“ lei­tet sich sym­bo­lisch von dem Mann ab, der in Rom Fabi­us Cunc­ta­tor, der Zau­de­rer, genannt wur­de und der anstel­le des direk­ten Angriffs eine „lang­sa­me und pro­gres­si­ve Tak­tik“ befür­wor­te­te.5

Die Zie­le der Fabi­an Socie­ty wur­den von einem pro­mi­nen­ten Mit­glied, Sid­ney Webb, ent­wickelt. Er lei­te­te sie von den Leh­ren des Eng­län­ders John Rus­kin (1819–1900) an der Uni­ver­si­tät Oxford ab. Rus­kin trat für eine uto­pi­sche Gesell­schaft ein und ver­trat Theo­rien, die auf den Leh­ren des gro­ßen Phi­lo­so­phen Pla­ton (428–347 v. Chr.) beruh­ten. In sei­nem Werk Poli­te­ia (Der Staat) skiz­zier­te Pla­ton sei­ne idea­le Gesell­schaft, eine ari­sto­kra­ti­sche Gesell­schaft, die von einer Eli­te regiert wur­de. Sie beinhal­te­te die Abschaf­fung von Ehe und Fami­lie und führ­te eine selek­ti­ve Zucht durch die Regie­rung ein, die alle min­der­wer­ti­gen Nach­kom­men ver­nich­ten soll­te.6

Die Fabi­an Socie­ty sagt von sich selbst, sie habe „mehr als ein Jahr­hun­dert lang eine zen­tra­le Rol­le bei der Ent­wick­lung poli­ti­scher Ideen und der öffent­li­chen Poli­tik links von der Mit­te gespielt“.7

Zu den frü­hen Mit­glie­dern gehö­ren so pro­mi­nen­te Per­sön­lich­kei­ten wie Geor­ge Ber­nard Shaw, Arnold Toyn­bee (Groß­va­ter der Guar­di­an-Jour­na­li­stin Pol­ly) und H.G. Wells – und jeder bri­ti­sche Labour-Pre­mier­mi­ni­ster war bis heu­te Mit­glied der Fabi­an Socie­ty.8

Vie­le Kri­ti­ker haben sich über die Tat­sa­che lustig gemacht, daß das ursprüng­li­che Emblem der Fabi­an Socie­ty ein Wolf im Schafs­pelz war.9

1895 grün­de­te der Fabia­ner Sid­ney Webb die Lon­don School of Eco­no­mics (LSE), die eine Zweig­stel­le der Uni­ver­si­ty of Lon­don wur­de. Zu ihren wich­tig­sten Geld­ge­bern gehört die Rocke­fel­ler Foun­da­ti­on.

Men­schen­ver­su­che in den USA

Wie vie­le Leser wis­sen, han­delt es sich bei den Rocke­fel­lers um eine extrem rei­che Fami­li­en­dy­na­stie, die ihr Geld ursprüng­lich im Ölge­schäft ver­dient hat und auch eng mit dem Bank­we­sen ver­bun­den ist (ins­be­son­de­re mit der Cha­se Man­hat­tan Bank – heu­te J.P. Mor­gan Cha­se). Sie sind dafür bekannt, daß sie ihren Reich­tum zur Finan­zie­rung ver­schie­de­ner sozia­ler, aka­de­mi­scher und ande­rer Pro­jek­te ein­set­zen und sich selbst als „Phil­an­thro­pen“ bezeich­nen – obwohl sie oft mit eini­gen eher frag­wür­di­gen Unter­neh­mun­gen in Ver­bin­dung gebracht wur­den, dar­un­ter unethi­sche Menschenversuche.

Im Jahr 1911 inji­zier­te Dr. Hideyo Noguchi vom Rocke­fel­ler Insti­tu­te for Medi­cal Rese­arch 146 Kran­ken­haus­pa­ti­en­ten (dar­un­ter auch Kin­dern) Syphi­lis. Er wur­de dar­auf­hin von eini­gen der Eltern der Kin­der ver­klagt.10

Die Tat­sa­che, daß es die Fabi­an Socie­ty mit ihren star­ken Ver­bin­dun­gen zur Eli­te, zum alten Geld und zur Euge­nik war, die das Tref­fen der bei­den pro­mi­nen­te­sten Akti­vi­sten für Gebur­ten­kon­trol­le in der Welt – Mar­ga­ret San­ger und Marie Sto­pes – zustan­de­brach­te, ist nicht unbedeutend.

Die zwei­te Teil­neh­me­rin die­ses Tref­fens, Marie Sto­pes, wur­de, wie vie­le wis­sen, durch ihre Bemü­hun­gen um die Gebur­ten­kon­trol­le für Frau­en welt­be­rühmt. Im Jahr 1921 eröff­ne­te Sto­pes die erste Kli­nik für Gebur­ten­kon­trol­le [Ver­hü­tung, Abtrei­bung] in Groß­bri­tan­ni­en und grün­de­te mit Hil­fe ihres zwei­ten Ehe­manns Hum­phrey Roe eine gan­ze Ket­te von Kli­ni­ken mit Nie­der­las­sun­gen in ganz Groß­bri­tan­ni­en, Austra­li­en, Neu­see­land und Südafrika.

Von den Lesern des Guar­di­an wur­de sie 1999 zur „Frau des Jahr­tau­sends“ gewählt und 2008 sogar auf einer bri­ti­schen Brief­mar­ke geehrt. Sto­pes wird mit den Wor­ten zitiert:

„Uto­pia könn­te noch zu mei­nen Leb­zei­ten erreicht wer­den, wenn ich die Macht hät­te, unan­tast­ba­re Ver­ord­nun­gen zu erlas­sen… Ich wür­de die Zwangs­ste­ri­li­sa­ti­on von Gei­stes­kran­ken, Schwach­sin­ni­gen… Revo­lu­tio­nä­ren… Misch­lin­gen gesetz­lich verordnen.“

Sto­pes war wie San­ger eine eif­ri­ge Euge­ni­ke­rin – und hat­te enge Ver­bin­dun­gen zu den Natio­nal­so­zia­li­sten. Sie nahm 1935 am Inter­na­tio­na­len Kon­greß für Bevöl­ke­rungs­wis­sen­schaft in Ber­lin teil und scheint eine enge per­sön­li­che Freun­din von Adolf Hit­ler gewe­sen zu sein, an den sie ein­mal schrieb:

„Lie­ber Herr Hit­ler, die Lie­be ist das Größ­te auf der Welt: Wer­den Sie also die­se (Gedich­te) von mir anneh­men, damit Sie sie der Jugend Ihres Vol­kes schen­ken kön­nen?“ 11

Sto­pes‘ Euge­nik-Eifer bezog sich jedoch nicht nur auf natio­nal­so­zia­li­sti­sche Hirn­ge­spin­ste oder Völ­ker­mord-Träu­me, son­dern betraf auch ihre eige­ne Fami­lie – sie strich ihren Sohn Har­ry aus Angst vor einer mög­li­chen Erb­krank­heit aus ihrem Testa­ment, als er eine Frau hei­ra­te­te, die kurz­sich­tig war.12

Als sie 1958 starb, hin­ter­ließ Marie Sto­pes einen beträcht­li­chen Teil ihres per­sön­li­chen Ver­mö­gens der Bri­tish Euge­nics Socie­ty, die heu­te als Gal­ton Insti­tu­te bekannt ist. Ande­re Mit­glie­der waren:

  • Arthur Neville Cham­ber­lain, bri­ti­scher Pre­mier­mi­ni­ster 1937–1940;
  • Wil­liam Beve­ridge, Autor des Beve­ridge Report, der die Grund­la­gen für den Wohl­fahrts­staat und das staat­li­che bri­ti­sche Gesund­heits­sy­stem NHS legte;
  • Leo­nard Arthur, ein Arzt, der wegen ver­such­ten Mor­des an sei­nem Sohn mit Down-Syn­drom ange­klagt und den­noch frei­ge­spro­chen wurde;
  • Juli­an Hux­ley, Bru­der von Aldous Huxley;
  • Wal­ter Bod­mer, Autor des Bod­mer Report. 2005 wur­de er vom Well­co­me Trust an der Uni­ver­si­tät Oxford zur Lei­tung eines 2,3‑Millionen-Pfund-Projekts ernannt, um die gene­ti­sche Aus­stat­tung der Bevöl­ke­rung in Groß­bri­tan­ni­en zu untersuchen;
  • Mar­ga­ret Pyke, Grün­de­rin der Fami­ly Plan­ning Asso­cia­ti­on, des bri­ti­schen Able­gers von Plan­ned Paren­thood, und – natürlich:
  • Mar­ga­ret Sanger.

Es kann kein Zwei­fel dar­an bestehen, daß die Metho­den der Gebur­ten­kon­trol­le nicht zur Befrei­ung der Frau­en, son­dern zur Kon­trol­le der Bevöl­ke­rung und zur Ver­rin­ge­rung der Gebur­ten „uner­wünsch­ter“ Kin­der ent­wickelt und in gro­ßem Stil pro­pa­giert wur­den. Wären sie wirk­lich als Ver­such gedacht gewe­sen, die Frau­en zu „befrei­en“, wären sie spek­ta­ku­lär geschei­tert. Eine Stu­die nach der ande­ren hat gezeigt, daß die Zufrie­den­heit der Frau­en seit den 1960er Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich abge­nom­men hat.

In einer Stu­die, die 2009 im Ame­ri­can Eco­no­mic Jour­nal ver­öf­fent­licht wur­de, heißt es: 

„Mehr als 1,3 Mil­lio­nen Män­ner und Frau­en wur­den in den letz­ten 40 Jah­ren befragt, sowohl hier als auch in den USA und in ent­wickel­ten Län­dern auf der gan­zen Welt. Wo immer For­scher ver­läss­li­che Daten über das Glücks­emp­fin­den erhe­ben konn­ten, war das Ergeb­nis immer das­sel­be: Grö­ße­re Chan­cen in den Berei­chen Bil­dung, Poli­tik und Beschäf­ti­gung gin­gen bei Frau­en mit einem gerin­ge­ren Lebens­glück ein­her als bei Män­nern.“ 13

Der bri­ti­sche Guar­di­an ver­öf­fent­lich­te 2009 einen Arti­kel zu die­sem The­ma, in dem er fest­stell­te, daß

„nach meh­re­ren aus­sa­ge­kräf­ti­gen Stu­di­en das Lebens­glück von Frau­en im Ver­gleich zu dem von Män­nern in den letz­ten 25 Jah­ren zurück­ge­gan­gen ist. Dies gilt für Frau­en aller Alters­grup­pen und ist in vie­len Län­dern fest­zu­stel­len, ins­be­son­de­re in den USA und im Ver­ei­nig­ten König­reich.“ 14

Gemes­sen am Anspruch als „befrei­en­de“ Maß­nah­me, die Frau­en glück­li­cher macht, war die Pil­le also ein Miß­er­folg. Gemes­sen am euge­ni­schen Ziel, ein Mit­tel zur dra­sti­schen Sen­kung der Gebur­ten­ra­te zu erhal­ten, war sie jedoch sehr erfolg­reich. Die wah­re euge­ni­sche Agen­da der mas­si­ven hor­mo­nel­len Gebur­ten­kon­trol­le (die mit einem Kata­log von Gesund­heits­ri­si­ken ein­her­geht) war des­halb so erfolg­reich, weil sie ganz anders ver­mark­tet wur­de: Ein­fach aus­ge­drückt, wur­de sie den Frau­en geschickt als „befrei­end“ ver­kauft, was bedeu­te­te, daß die Frau­en sich frei­wil­lig dar­auf ein­las­sen, anstatt daß sie dazu gezwun­gen wer­den. Eine erzwun­ge­ne Ste­ri­li­sa­ti­on zur Durch­set­zung der Euge­nik (die von den herr­schen­den Klas­sen ver­sucht wur­de) hat­te sich als ein­fach nicht so wirk­sam erwie­sen wie die Über­zeu­gung, daß sich Men­schen frei­wil­lig unfrucht­bar machen.

Die­ses Phä­no­men (jeman­den davon zu über­zeu­gen, daß er etwas frei­wil­lig tut, wäh­rend er in Wirk­lich­keit mani­pu­liert und zu etwas ande­rem gezwun­gen wird) wird als „the manu­fac­tu­re of con­sent“ (Her­stel­lung von Zustim­mung) bezeich­net – ein Begriff, den der Schrift­stel­ler und zwei­fa­che Pulit­zer-Preis­trä­ger Wal­ter Lipp­mann 1922 geprägt hat (es ist erwäh­nens­wert, daß Lipp­mann einer der Grün­der­vä­ter des Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons war, der ein­fluß­reich­sten außen­po­li­ti­schen Denk­fa­brik der Welt, des­sen Vor­sitz 15 Jah­re lang David Rocke­fel­ler aus der Rocke­fel­ler-Dyna­stie inne­hat­te – von den­sel­ben Rocke­fel­lers, die auch die fabia­ni­sche Lon­don School of Eco­no­mics finan­zier­ten und auf die wir spä­ter noch zurück­kom­men wer­den) und der in einem gleich­na­mi­gen Buch von 1988, an dem Noam Chom­sky mit­ge­wirkt hat, erwei­tert wurde.

Die Her­stel­lung von Zustim­mung ist im wesent­li­chen der Ein­satz von Pro­pa­gan­da, um die öffent­li­che Mei­nung so zu for­men und zu gestal­ten, daß sie den Lau­nen der Regie­rung und ande­ren Agen­den ent­spricht – mit ande­ren Wor­ten, um die Men­schen dazu zu brin­gen, das zu tun, was man von ihnen will, indem man sie glau­ben macht, daß sie es wol­len. Euge­ni­sche Zie­le wur­den auf die­se Wei­se erreicht, indem Gebur­ten­kon­trol­le und Abtrei­bung bei Frau­en mit Begrif­fen wie „Befrei­ung“, „Frei­heit“, „Gleich­heit“, „Selbst­be­stim­mung“ und so wei­ter bewor­ben wurden.

Eine ähn­li­che Tak­tik ver­folg­te die femi­ni­sti­sche Bewe­gung, die von nie­mand Gerin­ge­rem als der Rocke­fel­ler Foun­da­ti­on mit einer unglaub­li­chen Sum­me unter­stützt wur­de. Die Rocke­fel­lers unter­stütz­ten die „sexu­el­le Befrei­ung“, indem sie Gel­der für eine Viel­zahl euge­ni­scher Pro­jek­te bereit­stell­ten – dar­un­ter Mar­ga­ret San­gers Plan­ned Paren­thood –, und in einem inzwi­schen berühmt gewor­de­nen Inter­view15 mit dem Film­re­gis­seur Aaron Rus­so erklär­te Nicho­las Rocke­fel­ler, daß sei­ne Fami­lie die sexu­el­le Befrei­ung vor allem aus zwei Grün­den geför­dert habe: erstens, weil sie vor­her nur die Hälf­te der Bevöl­ke­rung besteu­ern und die Ban­ker Hand auf ihr Geld legen konn­ten (da die Frau­en größ­ten­teils kei­ner bezahl­ten Arbeit nach­gin­gen und statt­des­sen zu Hau­se die Kin­der erzo­gen), und zwei­tens, weil sie dadurch die Kin­der frü­her in die Schu­le schicken konn­ten, sodaß sie dazu indok­tri­niert wer­den konn­ten, den Staat als pri­mä­re Fami­lie zu akzep­tie­ren, wodurch das tra­di­tio­nel­le Fami­li­en­mo­dell zer­brach.16

Anmer­kung zu Nicho­las Rockefeller

Es scheint unge­klärt zu sein, ob der offen­bar inzwi­schen ver­stor­be­ne Nicho­las Rocke­fel­ler ein Mit­glied der Rocke­fel­ler-Fami­lie war. Jeden­falls sind eini­ge sehr dar­an inter­es­siert, das Gegen­teil zu behaup­ten. So ver­öf­fent­lich­te das DPA-Fact­checking im Sep­tem­ber 2022 spe­zi­ell einen eige­nen Text, um die Ver­wen­dung genau des von Finch ange­führ­ten Zitats von Nicho­las Rocke­fel­ler zu dis­kre­di­tie­ren. Dar­an erstaunt zunächst vor allem, daß die Deut­sche Pres­se­agen­tur der­glei­chen über­haupt macht. Der blo­ßen Wahr­heits­fin­dung dürf­te es nicht geschul­det sein. Dem Schutz bestimm­ter Krei­se schon mehr. War­um aber ist die DPA die­sen Krei­sen ver­pflich­tet? Wie dem auch sei: Tat­sa­che ist, daß Nicho­las Rocke­fel­ler weder ein Pseud­onym noch eine erfun­de­ne Figur ist, son­dern tat­säch­lich exi­stier­te. Die New York Times, und die soll­te es wis­sen, berich­te­te jeden­falls am 5. August 2006 über Nicho­las Rocke­fel­ler und schrieb, daß er zur Rocke­fel­ler-Fami­lie gehört. Eben­so ver­öf­fent­lich­te er auf sei­ner Sei­te den Bericht samt Foto über sei­ne Teil­nah­me an einem Din­ner der RAND Cor­po­ra­ti­on. Ver­öf­fent­licht wur­de der Bericht von einem loka­len Able­ger der Asia Socie­ty, die wie­der­um eine 1956 erfolg­te Grün­dung von John D. Rocke­fel­ler III. ist. Die Fra­ge, ob die­ser Nicho­las Rocke­fel­ler Mit­glied der Rocke­fel­ler-Fami­lie ist, kann an die­ser Stel­le nicht sicher beant­wor­tet wer­den. Es erstaunt, daß DPA sich die Mühe macht, das Gegen­teil nach­wei­sen zu wol­len, aber letzt­lich auch kei­ne siche­re Ant­wort geben kann (oder will). Sie frag­te weder bei Nicho­las Rocke­fel­ler noch bei den Rocke­fel­lers nach, die über aus­rei­chend Insti­tu­tio­nen ver­fü­gen, um sol­che Fra­gen zu beant­wor­ten. Wir haben das nicht getan, weil die­ser Punkt für die Gesamt­fra­ge irrele­vant ist, denn Fakt ist: Auch wenn man Nicho­las Rocke­fel­ler und sein Zitat aus Finchs Bei­trag strei­chen wür­de, ändert das nichts an der übri­gen Faktenlage.

Die­ser gewal­ti­ge Kul­tur­wan­del wur­de von einer aggres­si­ven Mar­ke­ting­kam­pa­gne beglei­tet, die dar­auf abziel­te, die gesam­te Wahr­neh­mung der Men­schen über den Zweck von Sexua­li­tät zu ver­än­dern.17 Die sexu­el­le Revo­lu­ti­on ermu­tig­te die Men­schen dazu, Sex nicht mehr als Mit­tel zur Bin­dung und Fort­pflan­zung zu betrach­ten, son­dern ledig­lich als Life­style-Opti­on und Frei­zeit­be­schäf­ti­gung. Sex ist, so die Bot­schaft, eine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung, die nicht mehr Bedeu­tung oder Kon­se­quen­zen haben darf als ein Ten­nis­spiel – und die Part­ner müs­sen sich nicht bes­ser ken­nen als halb­frem­de Men­schen, die sich für ein kur­zes Spiel tref­fen.18

Der Zweck die­ser dra­ma­ti­schen Umge­stal­tung der mensch­li­chen kör­per­li­chen Inti­mi­tät bestand dar­in, die gesell­schaft­li­che Wahr­neh­mung des­sen, wozu Sex dient, neu zu gestal­ten – näm­lich um die sexu­el­len Ener­gien der Men­schen von Bin­dung, Fort­pflan­zung und Fami­lie weg­zu­len­ken.19

Ein Den­ker argu­men­tier­te: „Wir ste­hen an der Schwel­le zu einer Revo­lu­ti­on in der Repro­duk­ti­ons­me­di­zin – der kom­men­den Ära der Desi­gner­ba­bys, einem grund­le­gen­den Über­gang in der Evo­lu­ti­on des Lebens im Uni­ver­sum. Die Evo­lu­ti­on wird in Kür­ze auf­hö­ren, ‚blind‘ und ‚zufäl­lig‘ zu sein, wie sie es in den letz­ten vier Mil­li­ar­den Jah­ren gewe­sen ist. Statt­des­sen wer­den intel­li­gen­te Agen­ten Geno­ty­pen in Erwar­tung ihrer wahr­schein­li­chen ver­hal­tens­mä­ßi­gen und psy­cho­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen aus­wäh­len und gestal­ten. Ins­be­son­de­re wer­den wer­den­de Eltern zuneh­mend die gene­ti­sche Aus­stat­tung ihrer zukünf­ti­gen Kin­der aus­wäh­len, anstatt gene­ti­sches Rou­lette zu spie­len. Die natür­li­che Selek­ti­on wird durch eine ‚unna­tür­li­che‘ Selek­ti­on ersetzt wer­den.“ 20

Wenn dies tat­säch­lich das von den Social Engi­neers für die Mensch­heit vor­ge­se­he­ne Schick­sal ist, dann darf Sexua­li­tät zur Fort­pflan­zung nicht zu regel­mä­ßig statt­fin­den – die Wahr­schein­lich­keit, daß dabei zufäl­li­ge Unfäl­le und „Uner­wünsch­tes“ ent­steht, ist viel zu groß. Es ist viel bes­ser, die Men­schen zu ermu­ti­gen, bis zum Zeit­punkt der Emp­fäng­nis und auch danach Ver­hü­tungs­mit­tel zu benut­zen und die Aus­wir­kun­gen der Fort­pflan­zung ins­ge­samt als stö­ren­de Begleit­erschei­nung zu betrach­ten, als Ablen­kung vom eigent­li­chen Zweck des Sex – dem Spaß und Vergnügen.

Die Fort­pflan­zung wird schließ­lich über­haupt nichts mehr mit Sex zu tun haben. Vie­le pro­phe­ti­sche und „vor­aus­schau­en­de Pro­gram­mie­run­gen“, wie z. B. das Buch „Bra­ve New World“ (Schö­ne neue Welt) haben dies deut­lich gemacht. Den­ken Sie dar­an, daß der Autor von Bra­ve New World, Aldous Hux­ley, einen Bru­der hat­te, Juli­an, der ein pro­mi­nen­tes Mit­glied der bri­ti­schen Euge­nics Socie­ty war. Aldous hat die­ses Buch nicht geschrie­ben, weil er eine „gute Vor­stel­lungs­kraft“ hat­te. Er schrieb es, weil er ein Insi­der war, der Bescheid wuß­te. Er hat­te die Blau­pau­sen gese­hen, er kann­te die Plä­ne, und er infor­mier­te die Öffent­lich­keit dar­über – so wie es die herr­schen­den Klas­sen immer tun (zuletzt in „Demo­li­ti­on Man“ von 1993, wo kör­per­li­cher Kon­takt ver­bo­ten ist und Babys in Labors her­ge­stellt werden).

Wie Patrick Lee in sei­nem Auf­satz „Mis­con­cep­ti­ons About Sex, Pro­crea­ti­on and Mar­ria­ge“ (Miß­ver­ständ­nis­se über Sex, Fort­pflan­zung und Ehe) argu­men­tiert, „könn­te man ein­wen­den, daß die Befür­wor­tung von Emp­fäng­nis­ver­hü­tung nicht die Befür­wor­tung der Her­stel­lung von Babys in Labors nach sich zieht. Man könn­te mit ande­ren Wor­ten ein­wen­den, daß der Abhang in Rich­tung Bra­ve New World nicht so glit­schig ist. Aber … Sex von der Fort­pflan­zung zu tren­nen bedeu­tet, die per­sön­li­che Bezie­hung und damit die Per­son vom Kör­per­li­chen und Natür­li­chen zu trennen.“

In ihrem viel beach­te­ten Auf­satz „Sex and Social Engi­nee­ring“ geht Vale­rie Riches näher auf die Situa­ti­on ein:

„In den spä­ten 1960er und frü­hen 1970er Jah­ren gab es inten­si­ve par­la­men­ta­ri­sche Kam­pa­gnen, die von einer Rei­he von Orga­ni­sa­tio­nen im Bereich der Gebur­ten­kon­trol­le (d. h. Ver­hü­tung, Abtrei­bung, Ste­ri­li­sa­ti­on) aus­gin­gen. Bei der Ana­ly­se der Jah­res­be­rich­te die­ser Orga­ni­sa­tio­nen wur­de deut­lich, daß eine ver­gleichs­wei­se klei­ne Anzahl von Per­so­nen in erstaun­li­chem Maße an einer Rei­he von Inter­es­sen­grup­pen betei­ligt war. Die­ses Netz­werk war nicht nur per­so­nell, son­dern auch finan­zi­ell, ideo­lo­gisch und manch­mal auch mit der glei­chen Adres­se mit­ein­an­der ver­bun­den, es wur­de von Inter­es­sen­grup­pen unter­stützt und in eini­gen Fäl­len von staat­li­chen Stel­len bezu­schußt. Den Kern des Netz­werks bil­de­te die Fami­ly Plan­ning Asso­cia­ti­on (FPA) mit einer Rei­he von Able­gern. Was wir zuta­ge för­der­ten, war eine Macht­struk­tur mit enor­mem Einfluß.“

Riches‘ Ent­deckung, daß schein­bar unab­hän­gi­ge Grup­pen und Orga­ni­sa­tio­nen in Wirk­lich­keit durch „Gel­der, Ideo­lo­gie und manch­mal Adres­sen“ über „eine ver­gleichs­wei­se klei­ne Grup­pe von Per­so­nen“ mit­ein­an­der ver­bun­den sind, ist hier die wich­tig­ste Erkennt­nis und deckt sich genau mit dem, was wir bereits über die engen Ver­flech­tun­gen zwi­schen Mar­ga­ret San­ger, Marie Sto­pes, der Fabi­an Socie­ty, der bri­ti­schen Euge­nics Socie­ty und natür­lich den Rocke­fel­lers gese­hen haben. Der lang­jäh­ri­ge Patri­arch der Rocke­fel­ler-Dyna­stie, David, der 2017 im Alter von 101 Jah­ren ver­starb, war – obwohl er im Ver­gleich zu Staats­ober­häup­tern und Köni­gen rela­tiv unauf­fäl­lig war – viel­leicht einer der mäch­tig­sten Män­ner der Welt (mit Sicher­heit war er einer der reich­sten21). Um dies zu ver­deut­li­chen, hier eine Liste der Posi­tio­nen, die David Rocke­fel­ler im Lau­fe sei­nes Lebens bekleidete:

  • Vorsitzender/​Ehrenvorsitzender des Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons (Vor­sit­zen­der: 1970–1985);
  • Vor­sit­zen­der der Cha­se Man­hat­tan Bank (1969–1981);
  • Grün­der und nord­ame­ri­ka­ni­scher Vor­sit­zen­der (1977–1991), Ehren­vor­sit­zen­der der Tri­la­te­ral Com­mis­si­on;
  • U.S.-amerikanisches Grün­dungs­mit­glied, Mit­glied auf Lebens­zeit und Mit­glied des Len­kungs­aus­schus­ses der Bil­der­berg-Grup­pe (1954–2017);
  • Grün­dungs­vor­sit­zen­der der Part­ner­ship of New York City (PFNYC) (1979–1988);
  • Vor­stands­mit­glied von B. F. Good­rich & Co. (1956–64), Pun­ta Aleg­re Sugar Corp. und The Equi­ta­ble Life Assu­rance Socie­ty of the United Sta­tes (1960–65);
  • Vorsitzender/​Ehrenvorsitzender des Muse­um of Modern Art (1948–2017, Vor­sit­zen­der: 1962–1972, 1987–1993);
  • Grün­der und Vorsitzender/​Ehrenvorsitzender des Coun­cil of the Ame­ri­cas (1963–2017);
  • Ehren­vor­sit­zen­der und Treu­hän­der auf Lebens­zeit der Rocke­fel­ler Uni­ver­si­ty (Vor­sit­zen­der: 1950–1975);
  • Treuhänder/​Treuhänder auf Lebens­zeit der Uni­ver­si­ty of Chi­ca­go (1947–1962, 1966–2017);
  • Direk­tor des Peter­son Insti­tu­te (ehe­mals: Insti­tu­te for Inter­na­tio­nal Eco­no­mics);
  • Prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des Exe­ku­tiv­aus­schus­ses des Har­vard Col­lege Board of Over­se­ers (1954–1960, 1962–1968);
  • Prä­si­dent des Board of Over­se­as Stu­dy der Har­vard Uni­ver­si­ty;
  • Mit­glied der Ame­ri­can Fri­ends of the Lon­don School of Eco­no­mics;
  • Mit­be­grün­der und Vor­sit­zen­der des Cha­se Inter­na­tio­nal Advi­so­ry Com­mit­tee;
  • Vor­sit­zen­der, Cha­se Inter­na­tio­nal Invest­ment Cor­po­ra­ti­on (1961–1975);
  • Direk­tor der Klas­se A der Fede­ral Reser­ve Bank of New York;
  • Füh­ren­des Mit­glied des Rus­si­an-Ame­ri­can Ban­kers Forum (1992);
  • Vor­sit­zen­der der New York Cham­ber of Com­mer­ce and Indu­stry;
  • Direk­tor des New Yor­ker Clea­ring Hou­se (1971–1978);
  • Grün­der und Vor­sit­zen­der des Cen­ter for Inter-Ame­ri­can Rela­ti­ons (CIAR), (1965);
  • Grün­der und Vorsitzender/​Ehrenvorsitzender der Ame­ri­cas Socie­ty;
  • Mit­be­grün­der des Chairman’s Latin Ame­ri­can Advi­so­ry Coun­cil;
  • Grün­der des Forum of the Ame­ri­cas;
  • Ehren­vor­sit­zen­der der Japan Socie­ty;
  • Vor­sit­zen­der der Down­town-Lower Man­hat­tan Asso­cia­ti­on;
  • Direk­tor der World Trade Cen­ter Memo­ri­al Foun­da­ti­on;
  • Mit­be­grün­der von The Busi­ness Com­mit­tee for the Arts (BAC) (1967);
  • Vor­sit­zen­der von Mor­nings­ide Heights, Inc.;
  • Vor­stands­mit­glied der West­che­ster Coun­ty Plan­ning Com­mis­si­on;
  • Vor­stands­mit­glied des Com­mer­ce Com­mit­tee for the Alli­ance for Pro­gress (1961);
  • Grün­der des Emer­gen­cy Com­mit­tee for Ame­ri­can Trade;
  • Direk­tor des Over­se­as Deve­lo­p­ment Coun­cil;
  • Direk­tor der Ame­ri­can Over­se­as Finan­ce Cor­po­ra­ti­on;
  • Mit­glied der Reagan’s President’s Com­mis­si­on on Exe­cu­ti­ve Exch­an­ge (1981);
  • Direk­tor des U.S.–UdSSR Trade and Eco­no­mic Coun­cil;
  • Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Advi­so­ry Coun­cil for U.S.-China Trade;
  • Begrün­der des Emer­gen­cy Com­mit­tee on Ame­ri­can Trade (ECAT);
  • Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Advi­so­ry Coun­cil on Japan-United Sta­tes Eco­no­mic Rela­ti­ons;
  • Vor­sit­zen­der des U.S. Advi­so­ry Com­mit­tee on Reform of the Inter­na­tio­nal Mone­ta­ry System;
  • Gründungsmitglied/​Ehrenmitglied der Com­mis­si­on on White Hou­se Fel­lows (1964–1965);
  • Treu­hän­der der John F. Ken­ne­dy Libra­ry;
  • Ehren­treu­hän­der und Vor­sit­zen­der des Exe­ku­tiv­aus­schus­ses des Inter­na­tio­nal Hou­se of New York;
  • Treu­hän­der der Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace (1947–1960);
  • Haupt­be­grün­der des US-Exe­ku­tiv­aus­schus­ses der Dart­mouth Con­fe­rence;
  • Grün­der und Vor­sit­zen­der des Inter­na­tio­nal Exe­cu­ti­ve Ser­vice Corps (IESC) (Vor­sit­zen­der: 1964–1968);
  • Mit­be­grün­der des Syn­er­gos ange­schlos­se­nen Glo­bal Phil­an­thro­pists Cir­cle;
  • Ehren­amt­li­cher Berater/​Internationaler Bera­ter von Prae­mi­um Impe­ria­le;
  • Mit­glied der Peace Parks Foun­da­ti­on;
  • Treu­hän­der von Histo­ric Hud­son Val­ley (1981– );
  • Vor­sit­zen­der der Stone Barns Resto­ra­ti­on Cor­po­ra­ti­on;
  • Vor­sit­zen­der von Rocke­fel­ler Finan­cial Ser­vices;
  • Vor­sit­zen­der der Rocke­fel­ler Group Inc. (1983–1995);
  • Vor­sit­zen­der des Rocke­fel­ler Cen­ter Pro­per­ties Inc. (1985–1992);
  • Mit­be­grün­der und bera­ten­der Treu­hän­der des Rocke­fel­ler Brot­hers Fund (RBF) (1940) (Vor­sit­zen­der: 1981–1987);
  • Mit­be­grün­der und Ehren­treu­hän­der des Rocke­fel­ler Fami­ly Fund (RFF) (1967);
  • Prä­si­dent des Sealan­tic Fund sei­nes Vaters;
  • Begrün­der des David Rocke­fel­ler Fund (1989);
  • Grün­dung und Finan­zie­rung des David Rocke­fel­ler Glo­bal Deve­lo­p­ment Fund (RBF) (2006);
  • Grün­dung des David Rocke­fel­ler Gra­dua­te Pro­gram an der Rocke­fel­ler Uni­ver­si­ty;
  • Mit­be­grün­der, Finan­cier und Mit­glied des Bera­tungs­aus­schus­ses des David Rocke­fel­ler Cen­ter for Latin Ame­ri­can Stu­dies (DRCLAS) in Har­vard (1994–).22

Die­se Macht- und Ein­fluß­sphä­re ist schon beein­druckend genug, aber die Macht der Rocke­fel­lers hört nicht bei David auf (obwohl er einer der aktiv­sten war); Mit­glie­der der Rocke­fel­ler-Fami­lie haben Posi­tio­nen in so ange­se­he­nen Orga­ni­sa­tio­nen inne wie (betei­lig­te Mit­glie­der hin­ter dem Gedankenstrich):

  • Coun­cil on For­eign Rela­ti­on – David, David Jr., Nel­son, John D. III., John D. IV. (Jay), Peg­gy Dula­ny, Rocke­fel­ler Foun­da­ti­on, Rocke­fel­ler Brot­hers Fund
  • Tri­la­te­ral Com­mis­si­on – David, Rocke­fel­ler Brot­hers Fund
  • Bil­der­berg-Grup­pe – David, John D. IV.
  • Asia Socie­ty – John D. III., John D. IV., Charles, David
  • Popu­la­ti­on Coun­cil – John D. III.
  • Group of Thir­ty – Die Rockefeller-Stiftung
  • Broo­kings Insti­tu­ti­on – David Jr.
  • Insti­tu­te for Paci­fic Rela­ti­ons – David Jr.
  • Völ­ker­bund – Junior
  • UNO – Juni­or, John D. III., Nel­son, David, Peg­gy Dula­ny, Rocke­fel­ler Brot­hers Fund

Um auf Nicho­las Rocke­fel­ler zurück­zu­kom­men, der behaup­te­te, sei­ne Fami­lie habe die Femi­ni­sti­sche Bewe­gung finan­ziert, um Frau­en besteu­ern und die Fami­lie abschaf­fen zu kön­nen. Er war laut eige­nen Anga­ben Mit­glied in fol­gen­den Grup­pen [zu Nicho­las Rocke­fel­ler sie­he die obi­ge Anmerkung]:

  • dem Coun­cil on For­eign Relations
  • dem Inter­na­tio­nal Insti­tu­te of Stra­te­gic Studies
  • dem Advi­so­ry Board der RAND Corporation
  • dem Paci­fic Coun­cil on Inter­na­tio­nal Policy
  • dem Vor­stand der Western Justi­ce Cent­re Foundation
  • der Cen­tral Chi­na Cons­truc­tion and Deve­lo­p­ment Commission

Dar­über hin­aus war er Teil­neh­mer des Welt­wirt­schafts­fo­rums und des Aspen-Insti­tuts, Direk­tor der Paci­fic Rim Cul­tu­ral Foun­da­ti­on und Mit­glied der Auf­sichts­rä­te der juri­sti­schen Fakul­tä­ten der Uni­ver­si­ty of Ore­gon und der Pep­per­di­ne Uni­ver­si­ty.23

Hier wird deut­lich, daß die Rocke­fel­ler-Fami­lie auf­grund ihrer außer­or­dent­li­chen Macht­fül­le – die offen­bar von kei­ner ande­ren nicht gewähl­ten, nicht-regie­ren­den Dyna­stie in der Geschich­te erreicht wur­de – in Ver­bin­dung mit ihrem außer­or­dent­li­chen Reich­tum über alle Mit­tel und die Unter­stüt­zung ver­fügt, um prak­tisch jeden gesell­schaft­li­chen Ein­fluß aus­zu­üben, den sie wünscht.

Wenn wir den Aus­sa­gen von Nicho­las Rocke­fel­ler Glau­ben schen­ken sol­len – und es gibt kei­nen Grund, ihm nicht zu glau­ben –, dann kön­nen wir mit Sicher­heit davon aus­ge­hen, daß das „Reen­gi­nee­ring“ (Neu­aus­rich­tung) von Frau­en, Sexua­li­tät und Fort­pflan­zung ein gesell­schaft­li­ches Ziel ist, das die Rocke­fel­lers durch­aus errei­chen könn­ten, wenn es das wäre, was sie wollten.

Um auf Vale­rie Riches‘ Auf­satz über Sex und Social Engi­nee­ring zurück­zu­kom­men, schließt sie mit einer Warnung:

„Es ist zwin­gend erfor­der­lich, daß Men­schen guten Wil­lens die Fäden, die geschickt um die Poli­tik, die Geset­ze und die Insti­tu­tio­nen in ihren eige­nen Län­dern gewo­ben wur­den, unter­su­chen und ent­wir­ren. Die Anstif­ter müs­sen aus­fin­dig gemacht und ent­larvt wer­den, denn sie agie­ren unge­straft, im ver­bor­ge­nen oder hin­ter einem Schirm von Pseu­do-Respek­ta­bi­li­tät, wenn Regie­run­gen ihre Akti­vi­tä­ten und Poli­ti­ken finan­zie­ren. Es ist eine furcht­erre­gen­de Situa­ti­on, die es zu beden­ken und zu bewäl­ti­gen gilt. Es ist eine Situa­ti­on, die koor­di­nier­te Anstren­gun­gen all derer erfor­dert, die an die Fami­lie und die Hei­lig­keit des Lebens glau­ben und sie unter­stüt­zen. Es ist ein Kampf, der jetzt von denen geführt wer­den muß, die die wah­re Bedeu­tung der Frei­heit hochhalten.“

Aus der Sicht von Frau Riches könn­te dies eine Schlacht sein, die wir ver­lo­ren haben – denn sie schrieb ihre Arbeit 1986.

Im Jahr 2008 wur­de Groß­bri­tan­ni­en offi­zi­ell zum pro­mis­kui­tiv­sten Land aller gro­ßen Natio­nen erklärt.24

In einer Stu­die wur­den 14.000 Men­schen in 48 Län­dern gebe­ten, anony­me Fra­ge­bö­gen über die Anzahl ihrer Sexu­al­part­ner und One-Night-Stands aus­zu­fül­len. Sie wur­den gefragt, mit wie vie­len Per­so­nen sie in den näch­sten fünf Jah­ren schla­fen wür­den und wie sehr sie sich mit dem Gedan­ken an Gele­gen­heits­sex anfreun­den könnten.

Die libe­ra­len Ein­stel­lun­gen und Ver­hal­tens­wei­sen Groß­bri­tan­ni­ens sind am wei­te­sten fort­ge­schrit­ten unter allen gro­ßen west­li­chen Län­dern und lie­gen weit vor ande­ren gro­ßen Natio­nen wie den USA (Platz 6) oder Austra­li­en (Platz 5).

Infol­ge­des­sen und wenig über­ra­schend hat Groß­bri­tan­ni­en die höch­ste Rate an Teen­ager­schwan­ger­schaf­ten in Euro­pa25 – und die höch­ste Abtrei­bungs­ra­te26.

Kurz gesagt, die­se Zah­len ste­hen in völ­li­gem Ein­klang mit den euge­ni­schen Zie­len, die wir zuvor dar­ge­legt haben. Sex ist zum Ver­gnü­gen da – nicht zur Fort­pflan­zung. Die Fol­gen der Fort­pflan­zung sind unan­ge­neh­me, lästi­ge Ver­pflich­tun­gen, mit denen man schnell fer­tig wer­den muß – vor allem bei Grup­pen, die den Euge­ni­kern beson­ders zuwi­der sind.

In sei­nem Buch „Libe­ral Fascism“ (Libe­ra­ler Faschis­mus) sagt Jonah Gold­berg über Mar­ga­ret San­ger, die Pio­nie­rin der west­li­chen Gebur­ten­kon­trol­le, die trei­ben­de Kraft hin­ter der Pil­le und Mit­ar­bei­te­rin von The Guardian’s Woman of the Mill­en­ni­um:

„Ein ver­nünf­tig den­ken­der Mensch kann San­gers Bücher, Arti­kel und Pam­phle­te heu­te nicht lesen, ohne Ähn­lich­kei­ten nicht nur mit der Nazi-Euge­nik zu fin­den, son­dern… Als Her­aus­ge­be­rin der Birth Con­trol Review ver­öf­fent­lich­te San­ger regel­mä­ßig die Art von har­tem Ras­sis­mus, die wir nor­ma­ler­wei­se mit Goeb­bels oder Himm­ler in Ver­bin­dung brin­gen.“ 27

Er erklärt kurz und bün­dig, wie San­ger beab­sich­tig­te, ihre Agen­da voranzutreiben:

„San­ger glaub­te – pro­phe­tisch genug –, daß Frau­en, wenn sie Sex in erster Linie als lust­vol­le Erfah­rung und nicht als Zeu­gungs­akt betrach­te­ten, die Gebur­ten­kon­trol­le als not­wen­di­ges Mit­tel zu ihrer per­sön­li­chen Befrie­di­gung anneh­men wür­den. Sie bedien­te sich auf bril­lan­te Wei­se der Spra­che der Befrei­ung, um die Frau­en davon zu über­zeu­gen, daß sie nicht einem kol­lek­ti­vi­sti­schen Plan folg­ten, son­dern sozu­sa­gen „die Wahr­heit zur Macht spra­chen“ 28.

Dies scheint eine völ­lig zutref­fen­de Beschrei­bung des moder­nen femi­ni­stisch-libe­ra­len Den­kens zu sein – daß libe­ra­le Femi­ni­stin­nen weit davon ent­fernt sind, in eine kol­lek­ti­vi­sti­sche Rich­tung getrie­ben zu wer­den, und ver­kün­den, daß sie der „Macht“ der unter­drücke­ri­schen Eli­ten „die Wahr­heit“ sagen. Sie haben völ­lig recht, daß es unter­drücke­ri­sche Eli­ten gibt, die bekämpft wer­den müs­sen – das Pro­blem ist, daß sie für sie spre­chen, nicht gegen sie.

Wie Gold­berg abschlie­ßend feststellt:

„San­ger hat Frau­en (und dank­ba­re Män­ner) tat­säch­lich ‚ver­führt‘, indem sie Tole­ranz für Pro­mis­kui­tät als Gegen­lei­stung für die Ein­hal­tung ihrer euge­ni­schen Plä­ne anbot.“ 29

Kurz­um, es geht weni­ger um „Tor­na­dos auf dem Schrott­platz“, son­dern mehr um „rück­sichts­lo­se, bös­ar­ti­ge Psy­cho­pa­then, die ihren uner­meß­li­chen Reich­tum und ihre Res­sour­cen nut­zen, um die Öffent­lich­keit zu täu­schen und zu mani­pu­lie­ren, damit sie nach ihrer Pfei­fe tanzt“ – so wie es die herr­schen­den Klas­sen immer getan haben und immer noch tun.

Auf der Welt­büh­ne ist der­zeit ein Umschwung im Gan­ge – ein künst­lich her­bei­ge­führ­ter „Back­lash“ gegen die eben­falls künst­lich her­bei­ge­führ­te sexu­el­le Revo­lu­ti­on –, und zwar aus einem ganz bestimm­ten Grund: Die­se außer­ge­wöhn­li­che Pro­pa­gan­da zur Ein­schrän­kung der Fort­pflan­zung ist nicht mehr not­wen­dig, da die mei­sten Men­schen im gebär­fä­hi­gen Alter heu­te ent­we­der weni­ger frucht­bar oder unfrucht­bar sind.

Der Doku­men­tar­film „Infer­ti­li­ty: A Dia­bo­li­cal Agen­da“ (Unfrucht­bar­keit: Eine teuf­li­che Agen­da) ist die­sen Monat in die Kinos gekom­men (ich habe ihn noch nicht gese­hen, aber das muß ich auch nicht, um zu wis­sen, war­um er jetzt in die Kinos gekom­men ist), und das – Mas­sen­un­frucht­bar­keit – ist die näch­ste geplan­te Etap­pe der euge­ni­schen und ent­völ­ke­rungs­po­li­ti­schen Agen­da, die seit min­de­stens 1950 im Gan­ge ist. Um es kurz zu machen: Unzäh­li­ge jun­ge Men­schen wur­den durch den Covid-„Impfstoff“ ste­ri­li­siert (und die Bei­mi­schung von Ste­ri­li­sa­ti­ons­mit­teln zu Impf­stof­fen ist nichts Neu­es – wie die Web­site „Infer­ti­li­ty“ [Unfrucht­bar­keit] andeu­tet, wird dies in den Ent­wick­lungs­län­dern schon seit Jah­ren prak­ti­ziert), sodaß es nicht mehr not­wen­dig ist, ihnen Ver­hü­tungs­mit­tel und Abtrei­bun­gen aufzuzwingen.

In Ame­ri­ka wer­den der­zeit die Abtrei­bungs­ge­set­ze ver­schärft, als ein Spie­gel­bild des Vehi­kels zur vor­aus­schau­en­den Pro­gram­mie­rung The Handmaid’s Tale, in dem Abtrei­bung ver­bo­ten ist, wäh­rend die Frucht­bar­keits­ra­te aber auf uner­klär­li­che Wei­se stark sinkt. In The Handmaid’s Tale wer­den die mei­sten Frau­en plötz­lich und auf uner­klär­li­che Wei­se unfrucht­bar, und selbst die weni­gen, die schwan­ger wer­den, haben nur eine Chan­ce von 1 zu 5 auf eine gesun­de Lebend­ge­burt. In unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft nimmt nicht nur die Unfrucht­bar­keit, son­dern auch die Zahl der Fehl­ge­bur­ten und der Todes­fäl­le bei Neu­ge­bo­re­nen sprung­haft zu. Die renom­mier­te Autorin und Jour­na­li­stin Dr. Nao­mi Wolf nennt dies „the baby die-off“ (das Babysterben).

Dies geschieht, weil die herr­schen­den Klas­sen ein rie­si­ges Ver­mö­gen in die euge­ni­sche Ent­völ­ke­rung um jeden Preis inve­stiert haben. Ursprüng­lich war die wirk­sam­ste Metho­de, die sie fan­den, die „Neu­aus­rich­tung“ des Geschlechts (z. B. die sexu­el­le Revo­lu­ti­on) durch aggres­si­ve Wer­bung für star­ke hor­mo­nel­le Ver­hü­tungs­mit­tel und Abtrei­bung. Jetzt haben sie auf­grund von Wider­stän­den eine noch „wirk­sa­me­re“ Metho­de gefun­den – eine inji­zier­ba­re Lösung, die die Fort­pflan­zung irrepa­ra­bel schä­digt, indem sie Frau­en ste­ri­li­siert, Fehl­ge­bur­ten aus­löst und durch die Mut­ter­milch geht, um Babys zu schä­di­gen und zu töten.

Genau das geschieht der­zeit, und alle Bewei­se sind vor­han­den, für jeden, der sich dafür inter­es­siert, anstatt zu spot­ten und „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ zu schrei­en. Nun, es ist sicher­lich eine Ver­schwö­rung, aber es ist kei­ne Theo­rie. Mas­sen­haf­te Unfrucht­bar­keit ist als „neue Nor­ma­li­tät“ vor­ge­se­hen (wie uns durch „vor­aus­schau­en­de Pro­gram­me“ wie „The Child­ren of Men“ gezeigt wird), eben­so wie eine sex­lo­se Zukunft (wie in Fil­men wie „Demo­li­ti­on Man“ dar­ge­stellt), da Sex als „zu gefähr­lich“ ange­se­hen wird – sowohl als Virus­ri­si­ko (daher die immer wie­der auf­flam­men­de „Affen­pocken als Geschlechtskrankheit“-Propaganda) als auch, weil Män­ner viel zu bru­tal und gewalt­tä­tig sei­en, als daß Frau­en irgend­et­was mit ihnen zu tun haben könn­ten (gemäß der immer stär­ker wer­den­den Anti-Män­ner-Pro­pa­gan­da, ein­schließ­lich des Buches, das ich zu Beginn die­ses Arti­kels zitiert habe).

Die Zukunft, die den herr­schen­den Klas­sen für die Mas­sen vor­schwebt, besteht aus allein­ste­hen­den, geschlechts­lo­sen, kin­der­lo­sen Men­schen, die allein in ihren SMART-Hül­len leben und alles, was in den Nach­kriegs­jah­ren auf der Welt­büh­ne pas­siert ist, war eine Vor­be­rei­tung auf genau das.

Die sexu­el­le Revo­lu­ti­on war kein Zufall, und auch die der­zei­ti­ge gegen­ge­schlecht­li­che Revo­lu­ti­on ist kein Zufall. Bei­de wur­den von eini­gen der bril­lan­te­sten und bös­ar­tig­sten Köp­fe in der Geschich­te der Mensch­heit minu­ti­ös aus­ge­ar­bei­tet und geplant. Köp­fe, die auf eine Art und Wei­se arbei­ten, die der Durch­schnitts­mensch ein­fach nicht ver­ste­hen kann, was genau der Grund dafür ist, daß sie es in den aller­mei­sten Fäl­len nicht tun.

Also, lie­be Leser, ich über­las­se es Ihnen, zu ent­schei­den. Was ist das über­zeu­gen­de­re Argument,

  • daß „ein gro­ßes histo­ri­sches Ereig­nis wie die sexu­el­le Revo­lu­ti­on nie­mand geplant oder auch nur voll­stän­dig vor­her­ge­se­hen hat“,
  • oder das, was ich hier geschrie­ben habe?

Einleitung/​Anmerkung/​Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/​Tiqua/​Miri AF


1 Mar­ga­ret San­ger: An Auto­bio­gra­phy, New York 1938, S. 366

2 Mar­ga­ret San­ger: Woman, Mora­li­ty, and Birth Con­trol, New York 1922. S. 12

3 Mar­ga­ret San­ger: The Pivot of Civi­lizati­on, Swarthmo­re Col­lege Libra­ry edi­ti­on, New York 1922, S. 116, 122, 189

4 Mar­ga­ret San­ger: My Fight For Birth Con­trol, in Phy­si­cal Cul­tu­re, S. 16–21

5 Pierre de Vil­le­ma­rest‘ book Facts & Chro­nic­les Denied to the Public, Vol. 1

6 David Allen Rive­ra: Final War­ning: Histo­ry Of The New World Order, 1997, S. 140

7 Die Fabi­an Socie­ty über sich selbst.

8 Ibid.

9 Das Wap­pen der Fabi­an Socie­ty von 1884 (Wiki­me­dia Commons)

10 Susan E. Lede­rer: Sub­jec­ted to Sci­ence. Human Expe­ri­men­ta­ti­on in Ame­ri­ca befo­re the Second World War (The Hen­ry E. Sige­rist Series in the Histo­ry of Medi­ci­ne), Bal­ti­more 1995, hier zitiert nach der Bespre­chung in: Annals of Inter­nal Medi­ci­ne, Ame­ri­can Col­lege of Phy­si­ci­ans, July 15, 1995 vol. 123 no. 2, S. 159

11 The Tele­graph, 8. März 2010

12 Peter Pugh: Bar­nes Wal­lis. Dam­bu­ster. Lon­don 2005: S. 178

13 Mar­cus Buck­ing­ham: What’s Hap­pe­ning to Women’s Hap­pi­ness?, in: Oprah​.com

14 The Guar­di­an, 26. Juli 2009

15 Der Alex-Jones-Film End­ga­me. Blue­print for Glo­bal Ens­lavement (ursprüng­li­cher Link: pri​son​pla​net​.com)

16 Ibid.

17 Jes­si­ca Hynes in: The Guar­di­an, 25. Mai 2007

18 Dani­el W. O’Neill, Rob Dietz, Nigel Jones (Hg.): Enough is Enough. Ide­as for a sus­tainable eco­no­my in a world of fini­te resour­ces (The report of the Ste­ady Sta­te Eco­no­my Con­fe­rence des Cen­ter for the Advance­ment of the Ste­ady Sta­te Eco­no­my, Arling­ton, Vir­gi­nia, USA, und von Eco­no­mic Justi­ce for All, Leeds, UK), Leeds 2010.

19 Kri­sti­an Nie­mietz: A New Under­stan­ding of Pover­ty. Insti­tu­te of Eco­no­mic Affairs, Lon­don 2011.

20 Vor­trag auf dem Touch Me Festi­val, Zagreb, Dezem­ber 2008

21 Rocke­fel­ler Archi­ve Cen­ter „Fami­ly, JDR

22 Who’s Who 2006, 158th Annu­al Edi­ti­on, Lon­don: A & C Black Publishers Ltd; Rocke­fel­ler Archi­ve Cen­ter Web­site: Bio­gra­phi­cal details; Will Ban­y­an, The Proud Inter­na­tio­na­list, (PDF, 2006), Mar­tin Frost Web­site; Wil­liam Hoff­man, David: Report on a Rocke­fel­ler, 1971; Memoirs, 2002.

23 Inter­net­sei­te von Nicho­las Rockefeller.

24 David Schmitt, Brad­ley Uni­ver­si­ty, zitiert in: The Times, 30. Novem­ber 2008

25 Teen pregnan­cy rates go back up, BBC, 26. Febru­ar 2009

26 Sta­ti­stik von Euro­stat, in: The Tele­graph, 12. Novem­ber 2009

27 Jonah Gold­berg: Libe­ral Fascism. The Secret Histo­ry of the Ame­ri­can Left, From Mus­so­li­ni to the Poli­tics of Chan­ge, Lon­don 2007

28 Ibid.

29 Ibid.

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4 Kommentare

  1. Bleibt aller­dings zu erwäh­nen, daß wir auf die 8 Mrd. Erd­be­woh­ner zusteu­ern (was frei­lich kein euro­päi­sches Pro­blem mehr ist). Das „Reich der Quan­ti­tät“ (Gué­non)

    • Was wol­len Sie damit sagen? Dass es zu vie­le Men­schen sind? Gott wird schon wis­sen, wie­vie­le Men­schen er im Him­mel haben möch­te. Er muss nicht von uns Men­schen kor­ri­giert wer­den. Gott hat uns die­se selbst nach dem Sün­den­fall noch wun­der­schö­ne Erde geschenkt und er hat alles in sie hin­ein­ge­legt, was die Men­schen brau­chen, wenn sie Sei­nen Auf­trag erfül­len „meh­ret Euch!“, ob das nun Pflan­zen und Tie­re sind, die sich immer wie­der fort­ge­pflanzt den Men­schen zur Nah­rung die­nen oder (woher kommt das immer­fri­sche nicht ver­sie­gen­de Was­ser aus Quel­len und Ber­gen) oder Roh­stof­fe im Innern der Erde zur Ener­gie­ge­win­nung und zur Umset­zung von mensch­li­chen Erfin­dun­gen und den Men­schen den Erfin­der­geist geschenkt hat, die­se Sei­ne Res­sour­cen zu heben. Er ist der Schöp­fer und Erhal­ter, wenn wir ihm nach­fol­gend, wird es eine gerech­te Ver­tei­lung geben. Ich ver­traue Gott, dass er von alle­dem aus­rei­chend zur Ver­fü­gung stellt, bis er wie­der­kommt. Wenn es irgend­wo zu wenig gibt, dann durch böse, gie­ri­ge, macht­hung­ri­ge Men­schen. Gegen die­se müs­sen wir uns ver­tei­di­gen und nicht gegen Neugeborene.

  2. Der Arti­kel ist aus­ge­zeich­net, es darf viel­leicht noch die­ser Gedan­ke ergänzt werden: 

    Woher kommt eigent­lich die­ses mecha­ni­sti­sche, eis­kal­te, ent­mensch­lich­te und lieb- wie leb­lo­se Bild vom Men­schen und sei­ner Mensch­wer­dung (Zeu­gung) in all die­sen Ideo­lo­gien und Institutionen?

    Mei­ner Mei­nung nach hat es mit dem Welt­bild der Psy­cho­lo­gie Sig­mund Freuds zu tun. Die mecha­ni­sti­sche Käl­te, das völ­li­ge Feh­len einer natür­lich mensch­li­chen, beseel­ten Dimen­si­on des Men­schen in sei­ner Psy­che, das war ein Damm­bruch. Man kann Geist, See­le, Kör­per nicht auf mecha­ni­sti­schen Funk­tio­na­lis­mus redu­zie­ren. Bahn­bre­chend war schon der Vater der moder­nen Medi­zin an der Schwel­le der Neu­zeit, der christ­li­che Arzt Theo­phra­stus Para­cel­sus, der sosehr auf die Wich­tig­keit der See­le und Seel­sor­ge (nicht nur die kirch­li­che, son­dern auch die zwi­schen­mensch­li­che) für den Kran­ken hin­wies, also die Zuwen­dung, sei sie nun geist­lich oder menschlich. 

    Bei Freud gibt es nur den mecha­ni­sti­schen Trieb, der alles ande­re aus­löst. Eigent­lich ist allen Men­schen, Völ­kern und Kul­tu­ren zu eigen, daß etwas Gutes, etwas lie­ben­des Höhe­res sie erschuft.

    Ich wüss­te jetzt nicht eine Kul­tur auf unse­rer Erde, die per se Athe­istisch- also schöp­fungs­ver­neind- wäre, schon gar nicht die Natur­re­li­gio­nen, auch wenn sie die gött­li­che Offen­ba­rung des einen Got­tes natür­lich nicht ken­nen konnten.

    Freud aber sieht als letz­ten Urgrund weder etwas lie­ben­des Höhe­res als Schöp­fer des Lebens, son­dern sein Gott ist der mecha­ni­sti­sche Trieb. 

    Moder­ne­re Wis­sen­schaft will uns dann auch noch erklä­ren, daß unse­re natür­li­chen Gefüh­le nur Fol­gen von Hor­mon- und Stoff­wech­sel­kom­bi­na­tio­nen im Gehirn wären, also es die „See­le“ nicht gäbe.

    Gedank­lich soll­te man in Ergän­zung zu den wert­vol­len Erklä­run­gen des Arti­kels das noch mit­auf­neh­men, denn dann ergibt das ein Gesamt­bild, womit wir es zu tun haben. Der Wider­sa­cher Got­tes, der fal­sche Engel des Lichts, er kann die Lie­be (vor allem die Lie­be Got­tes) näm­lich nicht ertra­gen und möch­te sie in der Welt aus­lö­schen, wie die See­len, die aus die­ser Lie­be geschaf­fen wurden.

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