Geheimabkommen zwischen Vatikan und China gescheitert

Die neue „Ostpolitik“

Bischofsweihe von Msgr. Anthony Yao Shun, Bischof von Jining, im August 2019.
Die Nullbilanz des Geheimabkommens zwischen dem Vatikan und der Volksrepublik China. Im Bild: Bischofsweihe von Msgr. Anthony Yao Shun, Bischof von Jining, im August 2019.

(Rom) Das Geheim­ab­kom­men von 2018 zwi­schen dem Hei­li­gen Stuhl und den kom­mu­ni­sti­schen Macht­ha­bern der Volks­re­pu­blik Chi­na „ist geschei­tert“. Zu die­sem Schluß gelangt der bekann­te Vati­ka­nist San­dro Magi­ster und begrün­det, wes­halb dem so ist.

Am kom­men­den 22. Sep­tem­ber 2020 jährt sich zum zwei­ten Mal die Unter­zeich­nung des Abkom­mens zwi­schen dem Vati­kan und dem chi­ne­si­schen Staat, des­sen Inhalt nach wie vor von bei­den Sei­ten geheim­ge­hal­ten wird. Eini­ge Ele­men­te konn­ten den­noch rekon­stru­iert wer­den: Schwer­punkt des Abkom­mens sind die Bischofs­er­nen­nun­gen. Ein neu­es Detail wur­de vor weni­gen Tagen ent­hüllt. Laut dem Vati­kan­di­plo­ma­ten Erz­bi­schof Clau­dio Maria Cel­li, der maß­geb­lich am Zustan­de­kom­men betei­ligt war, läuft das Abkom­men am 22. Sep­tem­ber aus, soll­te es nicht ver­län­gert wer­den. Tat­säch­lich war von vati­ka­ni­scher Sei­te stets von einem „pro­vi­so­ri­schen“ Abkom­men gespro­chen wor­den.

Am ver­gan­ge­nen 7. Juni sag­te Msgr. Cel­li:

„Ich den­ke, daß wir es wahr­schein­lich für noch ein, zwei Jah­re ver­län­gern soll­ten. Der Hei­li­ge Stuhl hat aber noch kei­ne Ent­schei­dung dies­be­züg­lich getrof­fen, die dann den chi­ne­si­schen Behör­den mit­ge­teilt wird.“

Der Vati­kan­di­plo­mat sprach zudem von einem „nicht leich­ten Weg“. Es sei­en „Kno­ten geblie­ben“, die nicht gelöst wer­den konn­ten, und „Situa­tio­nen, die sehr nach­denk­lich, ich wür­de sagen, besorgt stim­men“.

Magi­ster spricht sogar von einer „kata­stro­pha­len Bilanz“, die nach fast zwei Jah­ren gezo­gen wer­den müs­se.

Ohne Hong Kong und Macau, zwei klei­ne Ter­ri­to­ri­en, die über einen Son­der­sta­tus ver­fü­gen, zählt die Volks­re­pu­blik Chi­na 135 Diö­ze­sen und Apo­sto­li­sche Prä­fek­tu­ren. Die kirch­li­che Hier­ar­chie, wie sie die Kom­mu­ni­sten zum Zeit­punkt ihrer gewalt­sa­men Macht­über­nah­me 1949 vor­fan­den, wur­de dezi­miert. Die aus­län­di­schen Bischö­fe wur­den des Lan­des ver­wie­sen, die ein­hei­mi­schen ein­ge­sperrt. 1957 grün­de­ten die neu­en Macht­ha­ber nach Ost­block-Vor­bild eine schis­ma­ti­sche Kir­che, die Chi­ne­si­sche Katho­lisch-Patrio­ti­sche Ver­ei­ni­gung, die sie direkt kon­trol­lie­ren. Die Lage ist seit­her nicht nur schwie­rig, son­dern ver­wickelt und unüber­sicht­lich. Rom kann seit 70 Jah­ren offi­zi­ell kei­ne Bischö­fe mehr ein­set­zen. Die recht­mä­ßi­gen, rom­treu­en Bischö­fe, die oft Jahr­zehn­te in Gefäng­nis­sen und Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern ver­brin­gen muß­ten, bemüh­ten sich, Nach­fol­ger ein­zu­set­zen. Teil­wei­se geheim, meist mit Zustim­mung Roms. Vie­le die­ser recht­mä­ßi­gen Bischö­fe wur­den vom kom­mu­ni­sti­schen Regime nicht aner­kannt. Für das Regime sind nur von der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei Chi­nas (KPCh) ein­ge­setz­te Bischö­fe legi­ti­me Kir­chen­ver­tre­ter, wes­halb man­che Bis­tü­mer zwei Bischö­fe hat­ten: einen recht­mä­ßi­gen Unter­grund­bi­schof, der in Ein­heit mit Rom stand, aber vom Regime nicht aner­kannt war, und einen schis­ma­ti­schen regi­me­hö­ri­gen Bischof, der von den Kom­mu­ni­sten ein­ge­setzt war. In den ver­gan­ge­nen 40 Jah­ren herrsch­ten eini­ge Pha­sen einer gewis­sen Ent­span­nung, in denen Bischö­fe ihr Amt antre­ten konn­ten, die von bei­den Sei­ten aner­kannt wur­den. Die Wort­wahl zur Beschrei­bung der Situa­ti­on ist nicht leicht, da bei­de Sei­ten unter „recht­mä­ßi­gen“ und „offi­zi­el­len“ Bischö­fen etwas ande­res ver­ste­hen.

Das Regime übt mas­si­ven Druck auf rom­treue Bischö­fe und Prie­ster aus, in die regi­me­hö­ri­ge Patrio­ti­sche Ver­ei­ni­gung ein­zu­tre­ten. Ver­haf­tun­gen, Umer­zie­hung, Demo­lie­rung von Klö­stern, Zer­stö­rung von Kir­chen, Kir­chen­ver­bot für Min­der­jäh­ri­ge und ande­re Schi­ka­nen gehö­ren auch heu­te zum All­tag der chi­ne­si­schen Chri­sten. Dazu füh­len sich die rom­treu­en Katho­li­ken gera­de durch Roms neue „Ost­po­li­tik“ im Stich gelas­sen.

Zum Zeit­punkt, als das Abkom­men 2018 unter­zeich­net wur­de, hat­ten ledig­lich 72 der 135 Diö­ze­sen einen Bischof. Die ande­re Hälf­te der Bis­tü­mer war vakant – und ist es immer noch. Auch nach zwei Jah­ren der „neu­en Bezie­hun­gen“ zwi­schen Rom und Peking, die nach 70 Jah­ren eine Lösung für die Bischofs­er­nen­nun­gen brin­gen soll­ten – für die Kir­che von größ­ter Wich­tig­keit –, sind wei­ter­hin nur 72 Bischofs­stüh­le besetzt. In Rom war die Unter­zeich­nung des Geheim­ab­kom­mens allen Beden­ken zum Trotz damit gerecht­fer­tigt wor­den, die vakan­ten Bischofs­sit­ze end­lich beset­zen zu kön­nen. Genau dazu kam es aber nicht.

Seit­her fan­den nur zwei Bischofs­wei­hen statt, jene von Msgr. Antho­ny Yao Shun, Bischof von Jining, und von Msgr. Ste­phen Xu Hong­wei, Bischof­ko­ad­ju­tor von Hanz­hong. Die Ernen­nung der bei­den Bischö­fe, die von bei­den Sei­ten aner­kannt sind, erfolg­te zwar im April 2019, war aber bereits vor dem 22. Sep­tem­ber 2018 ver­ein­bart wor­den. Anders aus­ge­drückt: Das Abkom­men brach­te in 21 Mona­ten kei­ne ein­zi­ge Bischofs­er­nen­nung her­vor.

Kein Schritt vorwärts

Magi­ster geht noch tie­fer ins Detail.

Zum Zeit­punkt der Unter­zeich­nung des Abkom­mens wur­den 50 chi­ne­si­sche Bis­tü­mer von offi­zi­el­len Bischö­fen gelei­tet, also sol­chen, die sowohl von Peking als auch von Rom aner­kannt sind. 17 Bis­tü­mern stan­den recht­mä­ßi­ge Bischö­fe vor, also Unter­grund­bi­schö­fe, die nur von Rom aner­kannt sind.  Zudem gab es sie­ben regi­me­hö­ri­ge Bischö­fe, die von der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei Chi­nas ein­ge­setzt, aber nicht von Rom aner­kannt waren. Die­se Bischö­fe gal­ten als Schis­ma­ti­ker und waren exkom­mu­ni­ziert. Fünf von ihnen waren von Peking in vakan­ten Bis­tü­mern ein­ge­setzt wor­den, die für Rom auch wei­ter­hin vakant blie­ben. Zwei setz­ten die Kom­mu­ni­sten in Bis­tü­mern ein, die bereits von einem rom­treu­en, also recht­mä­ßi­gen Bischof gelei­tet wur­den.

Als Gegen­lei­stung für das Abkom­men hob Papst Fran­zis­kus im Sep­tem­ber 2018 par­al­lel zur Unter­zeich­nung die Exkom­mu­ni­ka­ti­on die­ser sie­ben Bischö­fe auf und erkann­te sie als offi­zi­el­le Bischö­fe der Diö­ze­sen an, die ihnen von den Kom­mu­ni­sten zuge­wie­sen wor­den waren. Dafür muß­ten die bei­den rom­treu­en Bischö­fe zurück­tre­ten. Die­se dach­ten aber nicht dar­an, das Feld für Schis­ma­ti­ker zu räu­men, die in ihren Augen Ver­rä­ter und Abtrün­ni­ge waren. Sie konn­ten das Vor­ge­hen Roms nicht ver­ste­hen.

Es bedurf­te etli­che Mona­te, in denen der Vati­kan Druck auf die bei­den Bischö­fe aus­üb­te, um sie zum Ein­len­ken zu brin­gen. Dabei wur­de vor allem auf den Gehor­sam gegen­über dem Papst gepocht. Genau wegen die­ses Gehor­sams waren sie ver­folgt wor­den, wäh­rend die ille­gi­ti­men Bischö­fe, für die sie nun Platz machen soll­ten, wegen ihres Unge­hor­sams ein Teil des Regimes waren und sorg­los leb­ten. Eini­ge wur­den sogar Abge­ord­ne­te des chi­ne­si­schen Par­la­ments.

Der 90jährige Bischof von Shan­tou, Peter Zhuang Jian­ji­an, wur­de eme­ri­tiert, wäh­rend der 60 Jah­re alte Bischof von Xia­pu-Min­dong, Msgr. Vin­cent Guo Xijin, von Rom zum Weih­bi­schof sei­nes Bis­tums zurück­ge­stuft wur­de und dem bis­her exkom­mu­ni­zier­ten, aber nun offi­zi­el­len Bischof unter­stellt wur­de. Bischof Guo wei­ger­te sich, das Dik­tat anzu­er­ken­nen, da mit der Aner­ken­nung des „Deals“ auch der Ein­tritt in die regi­me­hö­ri­ge Patrio­ti­sche Ver­ei­ni­gung ver­bun­den sein soll­te. Sei­ne Wei­ge­rung bezahl­te er mit dem Ver­lust der Frei­heit.

Laut den über­zeug­te­sten Ver­tei­di­gern des Geheim­ab­kom­mens, dar­un­ter Agosti­no Gio­va­gno­li, Pro­fes­sor der Geschich­te an der „Cat­to­li­ca“ in Mai­land, und Ver­tre­ter der Gemein­schaft von Sant’Egidio sowie Gian­ni Valen­te, Chef­re­dak­teur des Mis­si­ons­nach­rich­ten­dien­stes Fides, soll­te das Bis­tum Xia­pu-Min­dong zum „Modell­bis­tum“ wer­den, das die Welt von der neu­en „Ost­po­li­tik“ des Vati­kans über­zeu­gen wür­de. Statt­des­sen wur­de es „zum Bei­spiel für ein ein­sei­ti­ges Nach­ge­ben des Hei­li­gen Stuhls, ohne die gering­ste Gegen­lei­stung durch Peking“, so Magi­ster. Im Gegen­teil: Kaum war das Abkom­men mit Rom unter­zeich­net, lei­ste­te die Patrio­ti­sche Ver­ei­ni­gung ein Treue­be­kennt­nis zur Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei, aber nicht zu Papst Fran­zis­kus.

Im Gegen­teil: Wie erwähnt, wur­den zum Zeit­punkt der Unter­zeich­nung des Abkom­mens 17 Bis­tü­mer von recht­mä­ßi­gen, also rom­treu­en Unter­grund­bi­schö­fen gelei­tet. Heu­te sind es nur mehr zwölf. Nur zwei von ihnen wur­den vom Regime aner­kannt und zäh­len daher zu den offi­zi­el­len, von bei­den Sei­ten legi­ti­mier­ten Bischö­fen. Es han­delt sich um Msgr. Peter Jin Lugang, Bischof von Nan­yang, und um Msgr. Peter Lin Jias­han, Bischof von Fuz­hou. Bischof Lin ist bereits 86 Jah­re alt. Ein so hohes Alter ist kein Ein­zel­fall, son­dern fast die Regel unter den rom­treu­en Bischö­fen. Wegen der unsi­che­ren Nach­fol­ge ver­su­chen die recht­mä­ßi­gen Bischö­fe so lan­ge als mög­lich im Amt aus­zu­hal­ten. Von den zwölf recht­mä­ßi­gen Bischö­fen sind fünf über 80. 2019 ist ein wei­te­rer im hohen Alter von 92 Jah­ren ver­stor­ben. Nicht nur das Regime scheint mit einer „natür­li­chen Lösung“ des Pro­blems zu rech­nen.

Die­se Grup­pe von Bischö­fen wird von den Kom­mu­ni­sten, trotz der „neu­en Bezie­hun­gen“ mit Rom, wei­ter­hin drang­sa­liert. Bischof Guo unter­liegt stren­ger Über­wa­chung, Bischof Augu­sti­ne Cui Tai, Koad­ju­tor von Xuan­hua, befin­det sich seit 2014 im Haus­ar­rest. Das­sel­be gilt seit 2012 für Bischof Thad­dä­us Ma Daqin von Shang­hai. Bischof Ma hat­te am Tag sei­ner Bischofs­wei­he den Aus­tritt aus der Patrio­ti­schen Ver­ei­ni­gung erklärt und war gleich am Aus­gang der Kathe­dra­le ver­haf­tet wor­den. Ab dem Pon­ti­fi­kats­wech­sel dräng­te man ihn, sich zu unter­wer­fen, was er 2015 unter dem Applaus der römi­schen Jesui­ten­zeit­schrift La Civil­tà Cat­to­li­ca öffent­lich tat. Mit päpst­li­cher Druck­erlaub­nis lob­te die­se den Schritt als Modell für die „Ver­söh­nung zwi­schen der Kir­che in Chi­na und der chi­ne­si­schen Regie­rung“. Dar­aus wur­de aber nichts, da ihm das Regime sei­nen „Ver­rat“ nicht ver­zeiht.

„Der Hei­li­ge Stuhl oder der Papst haben öffent­lich nicht ein Wort geäu­ßert, um die Frei­las­sung die­ser Bischö­fe zu for­dern“, so Magi­ster.

Erst recht gilt das für zwei recht­mä­ßi­ge Bischö­fe, die seit vie­len Jah­ren ver­schwun­den sind. Mög­li­cher­wei­se sind sie gar nicht mehr am Leben. Es han­delt sich um Msgr. Jakob Su Zhi­min von Bao­ding, der heu­te, sofern er noch lebt, 88 Jah­re alt wäre, und Msgr. Cos­mas Shi Enxiang, Bischof von Yixi­an, der sogar 98 alt wäre. Bischof Su wur­de 1996 ver­haf­tet und Bischof Shi 2001. In bei­den Fäl­len han­del­te es nicht um ihre erste Ver­haf­tung. Seit­her fehlt von ihnen jede Spur.

Auch an der Zusam­men­set­zung der bei­den Orga­ne, die im Auf­trag der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei die Kir­che in Chi­na kon­trol­lie­ren, änder­te sich seit der Unter­zeich­nung des Abkom­mens nichts. Die sie­ben nun von Rom aner­kann­ten, vor­mals schis­ma­ti­schen und exkom­mu­ni­zier­ten Bischö­fe sit­zen dort an füh­ren­der Stel­le. Eines die­ser Orga­ne ist der soge­nann­te Bischofs­rat, der eine regi­me­hö­ri­ge Nach­bil­dung der Bischofs­kon­fe­renz ist. Die „nur“ von Rom aner­kann­ten Bischö­fe sind davon aus­ge­schlos­sen. Laut Geheim­ab­kom­men hat die­ses Gre­mi­um das Recht, dem Papst die künf­ti­gen Bischö­fe vor­zu­schla­gen, nach­dem die­se durch eine regimege­lenk­te „Wahl“ in ihren Bis­tü­mern ermit­telt wur­den. Stimm­be­rech­tigt sind nur regime­treue Ver­tre­ter von Kle­rus, Ordens­frau­en und Lai­en.

An der Spit­ze des Bischofs­rats ste­hen drei ehe­ma­li­ge exkom­mu­ni­zier­te Bischö­fe: Joseph Ma Ying­lin von Kun­ming als Vor­sit­zen­der, Joseph Guo Jin­cai von Cheng­de als erster Stell­ver­tre­ter und Gene­ral­se­kre­tär und der bereits erwähn­te Vin­cent Zhan Silu von Xia­pu-Min­dong als zwei­ter Stell­ver­tre­ter. Wei­te­re acht stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de gibt es und „alle sind natür­lich mit dem Stem­pel der chi­ne­si­schen Staats­füh­rung“ aus­ge­stat­tet, so Magi­ster.

Das zwei­te Organ ist die mehr­fach genann­te Patrio­ti­sche Ver­ei­ni­gung, deren Vor­sit­zen­der John Fang Xin­gyao, Bischof von Linyi, und sei­ne vier Stell­ver­tre­ter alle­samt zur Grup­pe der bis 2018 exkom­mu­ni­zier­ten Schis­ma­ti­ker gehö­ren. Erster Stell­ver­tre­ter ist Bischof Joseph Ma Ying­lin von Kun­ming, der Vor­sit­zen­de des Bischofs­ra­tes.

Die Bischöfe der Volksrepublik China

Magi­ster ver­öf­fent­lich­te einen Über­blick über die Bischö­fe in der Volks­re­pu­blik Chi­na als Beleg dafür, daß das Geheim­ab­kom­men zwar dem Regime nütz­te, nicht aber der katho­li­schen Kir­che.

Offizielle Bischöfe (von Rom und dem Regime in Peking anerkannt)

  • Vin­cent Zhan Silu, geb. 1961, Xia­pu-Min­dong
  • Joseph Huang Bing­zhang, geb. 1967, Shan­tou
  • Joseph Liu Xin­hong, geb. 1964, Anhui
  • Paul Lei Shiyin, geb. 1963, Leshan
  • Joseph Ma Ying­lin, geb. 1965, Kun­ming
  • Joseph Guo Jin­cai, geb. 1968, Cheng­de
  • Joseph Yue Fusheng, geb. 1964, Har­bin-Hei­long­jiang
  • Joseph Li Shan, geb. 1965, Peking
  • Fran­cis An Shu­xin, geb. 1949, Bao­ding
  • Peter Feng Xin­mao, geb. 1963, Jin­gxi­an
  • Joseph Liu Liangui, geb. 1964, Xianxi­an-Cang­zhou
  • Joseph Sun Jigen, geb. 1967, Yong­ni­an-Han­dan
  • Peter Fang Jian­ping, geb. 1962, Yong­ping-Tangs­han
  • Metho­di­us Qu Ailin, geb. 1961, Chang­s­ha
  • Joseph Tang Yuan­ge, geb. 1963, Cheng­du
  • Joseph Chen Gong’ao, geb. 1964, Nan­chong
  • Paul He Zeqing, geb. 1968, Wanxi­an-Wanz­hou
  • John Lei Jiai­pei, geb. 1970, Xichang
  • Peter Luo Xue­gang, geb. 1964, Yibin
  • Joseph Cai Bin­g­rui, geb. 1966, Xia­men
  • Joseph Gan Jun­qiu, geb. 1964, Guang­zhou
  • Paul Su Yong­da, geb. 1958, Bei­hai-Zhan­jiang
  • Paul Liang Jian­sen, geb. 1964, Jiang­men
  • Joseph Liao Hong­qing, geb. 1965, Mei­xi­an-Meiz­hou
  • Paul Xiao Zejiang, geb. 1967, Gui­yang-Guiz­hou
  • Mat­thew Cao Xiang­de, geb. 1927, Hang­zhou
  • Paul Meng Qing­lu, geb. 1962, Hohhot
  • Joseph Li Jing, geb. 1968, Yin­chu­an-Nin­gxia
  • Mat­thi­as Du Jiang, geb. 1963, Bameng
  • Joseph Zhang Xian­wang, geb. 1965, Jin­an
  • John Fang Xin­gyao, geb. 1953, Linyi
  • Joseph Zhao Feng­chang, geb. 1934, Yang­gu-Liao­cheng
  • John Lu Peisan, geb. 1966, Yanz­hou
  • Joseph Yang Yong­qiang, geb. 1970, Zhou­cun
  • Joseph Zhang Yin­lin, geb. 1971, Jixi­an-Anyang
  • Joseph Han Zhi­hai, geb. 1966, Lanz­hou
  • Nico­la Han Jide, geb. 1940, Pingliang
  • John Bap­tist Li Sugo­ng, geb. 1964, Nan­chang-Jian­gxi
  • Fran­cis Savio Lu Xin­ping, geb. 1963, Nan­jing
  • Joseph Shen Bin, geb. 1970, Hai­men
  • Joseph Xu Hong­gen, geb. 1962, Suzhou
  • John Wang Ren­lei, geb. 1970, Xuz­hou
  • John Bap­tist Tan Yan­quan, geb. 1962, Nan­ning-Guanxi
  • Paul Pei Jun­min, geb. 1969, Shen­yang-Liao­ning
  • Paul Meng Nin­gyu, geb. 1963, Tai­yu­an
  • Peter Ding Ling­bin, geb. 1962, Chang­zhi
  • John Huo Cheng, geb. 1926, Fen­yang
  • Paul Ma Cun­guo, geb. 1971, Shu­oxi­an-Shouz­hou
  • Antho­ny Dan Min­gy­an, geb. 1967, Xi’an
  • Peter Li Hui­yu­an, geb. 1965, Fen­gxiang
  • Lou­is Yu Runshen, geb. 1930, Hanz­hong
  • Ste­phen Yu Hong­wei, geb. 1975, Koad­ju­tor Hanz­hong
  • Antho­ny Yao Shun, geb. 1965, Jining
  • Joseph Han Ying­jin, geb. 1958, Sanyu­an
  • John Bap­tist Yang Xiao­ting, geb. 1964, Yan’an-Yulin
  • Joseph Mar­tin Wu Qin­jing, geb. 1968, Zhouzhi
  • John Bap­tist Ye Rong­hua, geb. 1931, Ankang
  • John Bap­tist Wang Xia­oxun, geb. 1966, Koad­ju­tor Ankang
  • Joseph Tong Chang­ping, geb. 1968, Tong­zhou-Wein­an
  • Peter Wu Jun­wei, geb. 1963, Xin­jiang-Yun­cheng
  • Peter Lin Jias­han, geb. 1934, Fuz­hou
  • Peter Jin Lugang, geb. 1955, Nan­yang

Rechtmäßige Bischöfe (Untergrundbischöfe, nur von Rom anerkannt)

  • Vin­cent Guo Xijin, geb. 1958, offi­zi­ell Weih­bi­schof Xia­pu-Min­dong, über­wacht
  • Tho­mas Zhao Kexun, geb. 1924, Xuan­hua
  • Augu­sti­ne Cui Tai, geb. 1950, Xuan­hua, Koad­ju­tor, Haus­ar­rest
  • Juli­us Jia Zhi­guo, geb. 1935, Zheng­d­ing
  • Joseph Hou Guoyang, geb. 1922, Chong­qing
  • John Bap­tist Wang Ruo­han, geb. 1950, Kang­d­ing
  • Peter Shao Zhu­min, geb. 1963, Yong­jia-Wenz­hou
  • Joseph Gao Hon­gxiao, geb. 1945, Kai­feng
  • John Wang Ruo­wang, geb. 1961, Tians­hui
  • John Pei Weiz­hao, geb. 1966, Yujiang
  • Andre­as Han Jing­tao, geb. 1921, Siping-Jilin
  • Joseph Wej Jin­gyi, geb. 1958, Qiqihar-Hei­long­jiang
  • Joseph Zhang Weiz­hu, geb. 1958, Xinxiang
  • Thad­de­us Ma Daqin, geb. 1968, Shang­hai, vom Regime abge­setzt, Haus­ar­rest

Emeritierte offizielle Bischöfe

  • Ste­phen Yang Xiang­tai, geb. 1922, Eme­ri­tus Yong­ni­an
  • Peter Zhang  Zhi­yong, geb. 1932, Eme­ri­tus Fen­gxiang
  • Joseph Zhong Huai­de, geb. 1922, Eme­ri­tus Sanyu­an

Emeritierte rechtmäßige Bischöfe und solche, die sich unter Druck zurückgezogen haben

  • Peter Zhuang Jian­ji­an, geb. 1931, Eme­ri­tus Shan­tou
  • Mel­chi­or Shi Hong­zhen, geb. 1929, Eme­ri­tus Koad­ju­tor Tian­jin
  • Joseph Shi Shuang-xi, geb. 1967, Eme­ri­tus Weih­bi­schof Yong­ni­an
  • Pla­ci­do Pei Rong­gui, geb. 1933, Eme­ri­tus Luoyang
  • Pie­tro Mao Qing­fu, geb. 1963, zurück­ge­zo­gen, Luoyang
  • Joseph Xing Wenzhi, geb. 1963, Eme­ri­tus Weih­bi­schof Shang­hai
  • Mat­tia Gu Zeng, geb. 1937, Eme­ri­tus Xining
  • John Zhang Qing­ti­an, geb. 1956, Eme­ri­tus Weih­bi­schof Yixi­an
  • John Chen Cang­bao, geb. 1959, zurück­ge­zo­gen, Yixi­an

Verschwundene rechtmäßige Bischöfe

  • Jakob Su Zhi­min, geb. 1932, Bao­ding, ver­schwun­den seit 1996
  • Cos­mas Shi Enxiang, geb. 1922, Yixi­an, ver­schwun­den seit 2001
Bischof Joseph Fan Xuey­an von Bao­ding

Soll­te Bischof Su Zhi­min noch am Leben sein, hät­te er mehr als 50 Jah­re sei­nes Lebens in Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern und im Gefäng­nis ver­bracht.

Schließ­lich gibt es noch Bischof Paul Wang Hui­yao, der 2002 von Rom als Unter­grund­bi­schof von Zhouzhi ein­ge­setzt wur­de. Aller­dings wur­de 2015 Msgr. Joseph Mar­tin Wu Qin­jin­go als „offi­zi­el­ler“ Bischof des­sel­ben Bis­tums ernannt, der von Rom und vom Regime aner­kannt ist. Der 1959 gebo­re­ne Wang wirkt wei­ter­hin im Bis­tum Zhouzhi, das er als sei­ne Diö­ze­se betrach­tet, aber ohne jede Aner­ken­nung.

Die Geschich­te der zahl­rei­chen ver­stor­be­nen recht­mä­ßi­gen Bischö­fe, wie Bischof Joseph Fan Xuey­an von Bao­ding, der 1993 von der chi­ne­si­schen Staats­po­li­zei zu Tode gefol­tert wur­de, muß erst noch geschrie­ben wer­den.

Es ist die Geschich­te einer Mär­ty­rer­kir­che.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Asia­News

3 Kommentare

  1. Als gele­gent­li­cher Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker mut­ma­ße ich, dass die der­zei­ti­ge – und ver­mut­lich noch lan­ge nicht aus­ge­stan­de­ne – glo­ba­le Coro­na-Pan­de­mie eine direk­te Fol­ge des Geheim­ab­kom­mens zwi­schen der athe­isti­schen kom­mu­ni­sti­schen Regie­rung der Volks­re­pu­blik Chi­na und dem Vati­kan sein könn­te. Denn mit ziem­lich hoher Wahr­schein­lich­keit ist das Virus irgend­wo und irgend­wie im „Reich der Mit­te“ ent­stan­den und von dort aus ohne gro­ße Umwe­ge nach Ita­li­en gelangt. Ber­ga­mo war ein erster Coro­na-Hot­spot in Euro­pa. (Neben­bei: Hat das viel­leicht etwas zu tun mit chi­ne­si­schen Fabrik­ar­bei­tern in die­ser nord­ita­lie­ni­schen Regi­on?)

    Egal, der Herr­gott war wohl nicht so ganz ein­ver­stan­den mit die­sem eher unheim­li­chen Geheim­ab­kom­men – viel­leicht sogar auf Inter­ven­ti­on des eme­ri­tier­ten chi­ne­si­schen Kar­di­nals Zen? – und hat nun mit Coro­na ein Zei­chen gesetzt. Mög­li­cher­wei­se hat sogar Papst Fran­zis­kus das begrif­fen und des­halb eine Art Bitt- und Süh­ne­wall­fahrt per pedes apo­sto­lo­rum durch Roms Stra­ßen unter­nom­men. In San­ta Maria Mag­gio­re fleh­te er dabei vor der Mari­en­iko­ne Salus popu­li Roma­ni und in der Kir­che San Mar­cel­lo al Cor­so vor dem Pest­kreuz zu Gott um das Ende der Pan­de­mie. Es scheint also, als habe der Papst den Ernst der Lage wirk­lich erkannt und sei in sich gegan­gen. Auch der Ernst sei­ner Mor­gen­pre­dig­ten in San­ta Mar­ta las­sen die­sen Schluss zu. Das Geheim­ab­kom­men jeden­falls scheint tat­säch­lich auf dem Prüf­stand zu ste­hen.

  2. War­um ist dies Abkom­men ein Geheim­ab­kom­men? Was wird ver­heim­licht und was hat Fran­zis­kus zu ver­heim­li­chen? Es ist ver­gleich­bar einem Han­del mit dem Teu­fel, dem Vater der Lüge dem nichts hei­lig ist. Auch Chi­na denkt und han­delt glo­bal. Es weiß auch, dass der Vati­kan plei­te und damit erpress­bar ist. Folg­lich müs­sen wir die­ses Abkom­men unter die­sen Prä­mis­sen sehen und wir kom­men zur Erkennt­nis,
    dass wir nichts wis­sen und kön­nen dann sagen, dass wir des­we­gen mehr wis­sen, als die, die mei­nen etwas zu wis­sen und doch nichts wis­sen. Oder kon­kret, das Wis­sen um das Nicht­wis­sen ist die erste Stu­fe der Erkennt­nis. Dies gilt auch für das „Geheim­ab­kom­men“.

  3. Eine grund­sätz­li­che Fra­ge
    Wie soll ein Sozia­list die Gefähr­lich­keit der Kom­mu­ni­sten erken­nen kön­nen, wo es doch nur sol­che von Rechts gibt?
    Alle Moder­ni­sten in ihrem módern­den Den­ken sind davon betrof­fen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*