Júlio Duarte Langa, Bischof von Xai-Xai und schließlich Kardinal, verteidigte die Freiheit der Kirche während der sozialistischen Diktatur in Mosambik
Christenverfolgung

Das Zeugnis des Kardinals für die Freiheit der Kirche

Von Giu­sep­pe Bri­en­za* Am 3. August 2026 starb im Alter von 98 Jah­ren im Kran­ken­haus der mosam­bi­ka­ni­schen Haupt­stadt Mapu­to der eme­ri­tier­te Bischof von Xai-Xai, Kar­di­nal Júlio Duar­te Lan­ga. Er war gleich­sam der „Vater“ der Prie­ster des afri­ka­ni­schen Staa­tes, da er inner­halb der Bischofs­kon­fe­renz lan­ge Zeit für die Aus­bil­dung und den Schutz der Diö­ze­san­prie­ster ver­ant­wort­lich gewe­sen war.
Mosaike in der Memorialkapelle von Betiga in Istrien
Hintergrund

Die Mosaiken von Sankt Andreas in Betiga

Im Kom­plex von St. Andre­as bei Beti­ga im kroa­ti­schen Istri­en sind früh­christ­li­che Mosai­ken aus dem 5. Jahr­hun­dert n. Chr. wie­der sicht­bar gewor­den. Obwohl schon in den 1970er Jah­ren ent­deckt, waren sie zu ihrem Schutz fast ein hal­bes Jahr­hun­dert lang der Öffent­lich­keit weit­ge­hend ver­bor­gen geblie­ben. Unter den Inschrif­ten befin­det sich auch jene von Feli­cia­nus und Inge­nua.
Piero della Francesca, zentraler Teil des Polyptychons der Barmherzigkeit (ca. 1444–1464)
Forum

Die Strafen Gottes in der Zeit des Unglaubens

Von Cri­sti­na Sic­car­di* Es war Sams­tag­mit­tag (ein Mari­en­tag), der 13. Okto­ber 1917, als Tau­sen­de von Men­schen, die sich in der Cova da Iria in Por­tu­gal ver­sam­melt hat­ten, sahen, wie die Son­ne etwa zehn Minu­ten lang ihre Far­be, Grö­ße und Posi­ti­on ver­än­der­te und sich anschlie­ßend immer wei­ter der Erde zu nähern schien, als wür­de sie auf
Pius XII. veröffentlicht 1956 drei kurze Hirtenschreiben zur aktuellen Lage
Forum

Als Pius XII. an einen Kreuzzug dachte

Von Rober­to de Mat­tei* Vor sieb­zig Jah­ren, im Jah­re 1956, erleb­te die Welt einen der dra­ma­tisch­sten Augen­blicke der Nach­kriegs­zeit. Zwei Ereig­nis­se, die sich nur weni­ge Tage nach­ein­an­der zutru­gen, präg­ten jenes Jahr tief­grei­fend: der Auf­stand gegen das kom­mu­ni­sti­sche Regime in Ungarn am 23. Okto­ber und der Aus­bruch des ara­­bisch-israe­­li­­schen Krie­ges mit der Suez­kri­se am 29. des­sel­ben
Abelardo de la Espriella ging mit 44 Prozent als stärkster Kandidat aus dem ersten Wahlgang der Präsentschaftswahlen in Kolumbien hervor. Zu seinem Programm gehört der Schutz des ungeborenen Lebens. Am 21. Juni findet die Stichwahl statt.
Lebensrecht

Kolumbien zwischen Linksprojekt und konservativer Wende

Kolum­bi­en steht vor einer der wich­tig­sten poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen sei­ner jün­ge­ren Geschich­te. In der Stich­wahl am 21. Juni tref­fen zwei Kan­di­da­ten auf­ein­an­der, die für grund­ver­schie­de­ne Zukunfts­ent­wür­fe des Lan­des ste­hen: der kon­ser­va­ti­ve Rechts­an­walt Abel­ar­do de la Espri­el­la und der lin­ke Sena­tor Ivan Cepe­da, enger Ver­bün­de­ter des noch amtie­ren­den Prä­si­den­ten Gustavo Petro.
US-Präsident Donald Trump bei einer Begegnung mit Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping im Jahr 2017
Nachrichten

Wirtschaftselite, Macht und religiöses Bekenntnis

Die Rei­se von US-Prä­­si­­dent Donald Trump in die Volks­re­pu­blik Chi­na wird von einer bemer­kens­wer­ten Dele­ga­ti­on beglei­tet: sech­zehn Vor­stands­vor­sit­zen­de und Spit­zen­ma­na­ger der bedeu­tend­sten ame­ri­ka­ni­schen Kon­zer­ne – aus Finanz­in­du­strie, Tech­no­lo­gie, Luft­fahrt, Halb­lei­ter­wirt­schaft und Zah­lungs­ver­kehr – sol­len ihn beglei­ten. Es han­delt sich nicht nur um Wirt­schafts­füh­rer, son­dern um einen füh­ren­den Aus­schnitt jenes sicht­ba­ren Teils der trans­na­tio­na­len Eli­te, die
Bischof Athanasius Schneider bei seinem Vortrag in Warschau, rechts von ihm Pater Karl Stehlin, der ihn übersetzte
Liturgie & Tradition

Bischof Schneider erzählte Schülern von seiner Kindheit unter dem Kommunismus

Am 23. April 2026, einen Tag vor sei­ner Wei­ter­rei­se nach Öster­reich, gab Msgr. Atha­na­si­us Schnei­der vor den Schü­lern der Szkoły św. Tomas­za z Akwinu (Schu­le St. Tho­mas von Aquin) in Józe­fów bei War­schau in Polen, ein per­sön­li­ches Zeug­nis. Der Weih­bi­schof von Ast­a­na sprach über sei­ne Kind­heit unter dem Kom­mu­nis­mus, über den im Unter­grund geleb­ten Glau­ben
Forum

„Falken“ und „Tauben“ in der internationalen Unordnung

Von Rober­to de Mat­tei* In den Jah­ren des Kal­ten Krie­ges, die auf den Zwei­ten Welt­krieg folg­ten, bezeich­ne­te man mit den Begrif­fen Fal­ken (hawks) und Tau­ben (doves) zwei unter­schied­li­che Hal­tun­gen inner­halb der gegen­sätz­li­chen Blöcke: auf der einen Sei­te das kom­mu­ni­sti­sche Ruß­land und sei­ne Satel­li­ten­staa­ten, auf der ande­ren die des Westens unter Füh­rung der USA. Die Fal­ken
Kardinal Ernest Simoni wurde in seinem 98. Lebensjahr von Papst Leo XIV. in Audienz empfangen
Christenverfolgung

Kardinal Simoni und die leidensgeprägte Glaubenstreue

Der alba­ni­sche Kar­di­nal Ernest Simo­ni steht exem­pla­risch für ein Chri­sten­tum, das sich nicht im Dis­kurs erschöpft, son­dern aus erlit­te­nem Zeug­nis lebt. Am gest­ri­gen 27. April wur­de er von Papst Leo XIV. in Audi­enz emp­fan­gen. Kar­di­nal Simo­ni ist Mah­ner, Zeit­zeu­ge – und Sym­bol­fi­gur einer lei­dens­ge­präg­ten Glaubenstreue.
„Jesus und Barabbas“ von Giovanni Gasparro (geb. 1983), einem äußerst interessanten Künstler, dessen Werk im figurativen Realismus verankert ist und zugleich von barocken Einflüssen geprägt wird.
Forum

Die Stunde des Barabbas

Ein Kom­men­tar von Don Micha­el Gurt­ner* Alle vier Evan­ge­li­sten erwäh­nen in ihren Pas­si­ons­be­rich­ten, wenn­gleich jeweils nur ganz kurz, eine Epi­so­de, wel­che beson­ders in der Kar­wo­che all­ge­mei­nes Unver­ständ­nis aus­löst und man sich fas­sungs­los fragt: Wie konn­te sol­ches bloß geschehen?