Der Jesuit auf dem Papstthron – Von zwei Katastrophen in einer Person (1. Teil)

Der Jesuit auf dem Papstthron – Von zwei Katastrophen in einer Person
Der Jesuit auf dem Papstthron – Von zwei Katastrophen in einer Person

von Wolf­ram Schrems*

Es kann für einen Katho­li­ken die drin­gen­de Pflicht zu einem frei­mü­ti­gen Wort geben. Die­ses Wort muß gege­be­nen­falls auch im Wider­spruch gegen die kirch­li­che Auto­ri­tät geäu­ßert wer­den. Es geht um die Wahr­heit einer­seits, um das Wohl und Heil aller Zuhö­rer und Betei­lig­ten ande­rer­seits.

Die damit ver­bun­de­ne Kri­tik an Reprä­sen­tan­ten der Kir­che, gege­be­nen­falls auch am Inha­ber des Petrusam­tes, ist weder Selbst­zweck noch Grund zur Freu­de. Im Gegen­teil.

Auf­grund bio­gra­phi­scher Umstän­de, die mich über eini­ge Jah­re in unter­schied­li­cher Wei­se mit der Gesell­schaft Jesu ver­bun­den haben, weiß ich mich ver­pflich­tet, die­ses offe­ne Wort zum The­ma Papst Fran­zis­kus und Jesui­ten­or­den zu sagen – nicht als „Exper­te“ im tech­ni­schen Sinn, aber doch als jemand mit ein­schlä­gi­gen Erfah­run­gen und Kennt­nis­sen.

Papst Franziskus der Jesuit
Papst Fran­zis­kus der Jesu­it

Es hat in einer Zeit der „dia­bo­li­schen Des­ori­en­tie­rung“, wie sich Sr. Lucia von Fati­ma aus­drück­te, die dop­pel­te Absicht, der Wahr­heit die Ehre zu geben und Men­schen guten und schlech­ten Wil­lens vor Irr­we­gen zu war­nen.

Auf­grund der jüng­sten skan­da­lö­sen Äuße­run­gen von Papst Fran­zis­kus, mit denen er das Papst­tum an den Rand der offe­nen Apost­asie gebracht hat, müs­sen die Lai­en das Wort ergrei­fen. Was der Papst die­ser Tage in der römi­schen Pfar­rei Ognis­an­ti, zu allem Über­fluß die Titel­pfar­re des offen häre­ti­schen Kar­di­nals Wal­ter Kas­par, zum The­ma Lit­ur­gie gesagt hat, wider­spricht dem über­lie­fer­ten Glau­ben und den Erfah­rungs­wer­ten – und aus­drück­lich dem Motu­pro­prio Summorum Pon­ti­fi­cum von Bene­dikt XVI.

Ein­spruch ist drin­gend ange­zeigt.

Zu die­sem Zweck ist eine Arti­kel­se­rie in Arbeit, in der der Nie­der­gang von Papst­tum und Jesui­ten­or­den, der­zeit in einer ein­zi­gen Per­son ver­wirk­licht, näher ana­ly­siert und theo­lo­gisch aus­ge­wer­tet wer­den soll.

Nein, Katho­li­ken sind kei­ne Papa­li­sten. (Die­sen – nicht ganz unpo­le­mi­schen – Aus­druck habe ich von einem Jesui­ten gelernt. Die­ser erklär­te mir zu Zei­ten von Papst Johan­nes Paul II., daß Jesui­ten „kei­ne Papa­li­sten“ sei­en.)

Auch und beson­ders der Papst muß sich in Fra­gen der Dok­trin durch Klar­heit aus­zeich­nen, sonst wird er nur schwer Gehor­sam ver­lan­gen kön­nen.

Der Plan der folgenden Ausführungen ist:

Der erste Teil wid­met sich den Vor­ga­ben igna­tia­ni­scher Spi­ri­tua­li­tät und dem damit kon­tra­stie­ren­den Ver­hal­ten von Papst Fran­zis­kus. Dabei stellt sich im Anschluß an eine von mir ver­faß­te Buch­re­zen­si­on auf die­ser Sei­te in wei­te­rer Fol­ge die Fra­ge, ob der heu­ti­ge Jesui­ten­or­den, über eine rein for­mel­le Kon­ti­nui­tät hin­aus, über­haupt noch in irgend­ei­ner rele­van­ten Wei­se „igna­tia­nisch“ ist. Bezie­hungs­wei­se katho­lisch.

Der zwei­te Teil ist eine kur­ze Zustands­be­schrei­bung des Jesui­ten­or­dens, wobei als eige­ner Exkurs die Rol­le von im Nega­ti­ven ein­fluß­rei­chen Jesui­ten­au­toren (Teil­hard de Char­din, Karl Rah­ner) beson­ders beleuch­tet wer­den soll. Ein ande­rer Exkurs wid­met sich der Fra­ge, ob oder inwie­fern pro­ble­ma­ti­sche Ten­den­zen in der igna­tia­ni­schen Spi­ri­tua­li­tät selbst ange­legt sind.

Der drit­te Teil ist ein Gesamt­blick auf den Nie­der­gang in der Kir­che und eine Deu­tung im Licht von Moder­nis­mus­kri­se, Fati­ma und II. Vati­ca­num.

Somit hier gleich zum ersten Teil:
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1. Die ignatianische Spiritualität und Papst Franziskus

El Jesuita - Jorge Mario Kardinal Bergoglio
El Jesui­ta — Jor­ge Mario Kar­di­nal Ber­go­glio

Eine Rück­füh­rung der inak­zep­ta­blen Aus­sa­gen und Hand­lun­gen von Papst Fran­zis­kus auf die Leh­re des hl. Igna­ti­us wäre eine kras­se Miß­in­ter­pre­ta­ti­on. Jor­ge Mario Ber­go­glio ist abseits sei­ner Zuge­hö­rig­keit zum Jesui­ten­or­den nicht schlecht­hin „el Jesui­ta“, wie man in einer bestimm­ten Hof­schran­zen­be­richt­erstat­tung lesen kann, die damit offen­bar eine vor­bild­li­che Ver­wirk­li­chung des jesui­ti­schen Ide­als meint.
Dazu vier Anmer­kun­gen zur Begrün­dung, drei for­ma­le und eine inhalt­li­che:

Demut und Gehorsam

Die Jesui­ten leh­ren, daß ein Jesu­it eine Auf­ga­be in der ihr eige­nen Logik durch­zu­füh­ren hat, d. h., er tut das, was die Auf­ga­be erfor­dert. Dabei geht es um die Demut, sich in ein grö­ße­res Gan­zes ein­zu­fü­gen. Es geht auch dar­um, sich kei­ne Extra­wür­ste bra­ten zu las­sen. Schließ­lich geht es um die Effi­zi­enz der Auf­ga­be. Wenn also ein Jesu­it eine bestimm­te Mis­si­on über­tra­gen bekommt, han­delt er in aller Nüch­tern­heit gemäß den Erfor­der­nis­sen die­ser Mis­si­on. Das sieht bei einem Seel­sor­ger in einem Slum eben anders aus als bei einem Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor oder Diplo­ma­ten.

Wenn ein Jesu­it Papst wird, über­nimmt er die die­sem Amt eige­ne For­men­spra­che, ein­schließ­lich der roten Schu­he (immer­hin Sym­bol der Mar­ty­ri­um­s­be­reit­schaft) und einer wür­di­gen lit­ur­gi­schen Klei­dung. Er wohnt dort, wo ein Papst wohnt. Er hat das Wohl der ihm anver­trau­ten Her­de im Auge und führt sie auf die spi­ri­tu­el­len Wei­den der Leh­re und der Sakra­men­te. Per­sön­li­che Vor­lie­ben an Zeit­ge­stal­tung, Tages­ein­tei­lung und gesell­schaft­li­chen Kon­tak­ten muß er daher hint­an­stel­len, wenn sie die eigent­li­che Auf­ga­be behin­dern. Wenn die Auf­ga­be erfor­dert, sich etwas schen­ken zu las­sen, wie zum Bei­spiel ein Kon­zert, dann brüs­kiert man nicht den Schen­ken­den, indem man kurz­fri­stig absagt.

Die­se Maxi­me hängt eng mit der fol­gen­den zusam­men.

Armut

El Jesuita - Papst Franziskus
El Jesui­ta — Papst Fran­zis­kus

Ein Jesu­it ver­sucht, den mate­ri­el­len Auf­wand nied­rig zu hal­ten. Was man braucht, braucht man, aber unnö­ti­ger Auf­wand soll nicht getrie­ben wer­den.
Die Bele­gung und teil­wei­se Blockie­rung des vati­ka­ni­schen Hotels bei gleich­zei­ti­gem Brach­lie­gen der päpst­li­chen Woh­nung wider­spricht die­ser Maxi­me in kras­ser Wei­se. Die Anschaf­fung eines Gebraucht­wa­gens aus Grün­den thea­tra­lisch insze­nier­ter „Ein­fach­heit“ bei gleich­zei­ti­ger Nicht-Nut­zung des regu­lä­ren Dienst­wa­gens wider­spricht dem eben­falls. Man hat das zu ver­wen­den, was vor­han­den ist. Ein neu­er, „ein­fa­che­rer“ Papst­thron, neue, „ein­fa­che“ lit­ur­gi­sche Gewän­der – die­ser gan­ze Scha­ber­nack kostet Arbeits­zeit und Geld.

Nun ist es sicher so, daß ein Papst einen gewis­sen Gestal­tungs­spiel­raum besitzt. Wenn ein Ordens­mann Bischof wird, ist er nicht mehr an das Armuts­ge­lüb­de gebun­den. Er muß oft gro­ße Ver­mö­gen ver­wal­ten. Er muß auch zur Erhal­tung der Gesund­heit und Ein­satz­fä­hig­keit ein gewis­ses Aus­maß an zuträg­li­chen Lebens­um­stän­den finan­zie­ren. All das ist unbe­strit­ten.

Aber dar­um geht es gar nicht.

Es geht dar­um, daß Papst Fran­zis­kus einen dis­pro­por­tio­na­len finan­zi­el­len Auf­wand treibt und den­noch gleich­zei­tig als so unglaub­lich „beschei­den“, als Prot­ago­nist einer „armen Kir­che für die Armen“ und eben als „el Jesui­ta“ gefei­ert wird. Oder sich fei­ern läßt.

Das paßt nicht zusam­men.

Ignatianische Klarheit

Wer das Exer­zi­ti­en­buch und die Brie­fe des Ordens­grün­ders wenig­stens teil­wei­se kennt, weiß um des­sen prä­gnan­ten, lapi­da­ren und prä­zi­sen Aus­druck. Es ist immer klar, wor­um es geht.

In schrei­en­dem Kon­trast dazu ste­hen die merk­wür­dig ver­drall­ten Pre­dig­ten in San­ta Mar­ta (bis vor eini­gen Mona­ten noch „Per­len“ – anfäng­lich übri­gens „Pil­len“), die Apo­sto­li­sche Exhor­ta­ti­on Evan­ge­lii gau­di­um, die ufer­lo­sen Inter­views und vor allem die Schluß­an­spra­che auf der außer­or­dent­li­chen Syn­ode.

Wer soll die­se Tex­te ver­ste­hen?

Jeder Ver­gleich der Dik­ti­on des hl. Igna­ti­us mit der des gegen­wär­ti­gen Pap­stes offen­bart einen Abgrund. Der Nach­laß des Hei­li­gen ent­hält unzäh­li­ge zitier­fä­hi­ge Stel­len. Dem­ge­gen­über stellt sich die Fra­ge, was bei Papst Fran­zis­kus zitier­fä­hig ist – außer im Nega­ti­ven. Dort stand „Wer bin ich, um zu urtei­len?“ sicher an der Spit­ze aller zitier­ba­ren Kata­stro­phen, bis es durch „Vor­wärts, immer vor­wärts!“ bei dem Lit­ur­gie­spek­ta­kel in Ognis­an­ti abge­löst wur­de.

Die­se ver­wir­ren­de Weit­schwei­fig­keit paßt nicht zu „el Jesui­ta“.

Ganz abge­se­hen davon, daß die Rede des Chri­sten sowie­so „Ja, ja, nein, nein“ sein muß.

Man beach­te wohl: Wäre Pater Ber­go­glio zum Bei­spiel Nun­ti­us gewor­den, wür­de er aus Grün­den der Sach­ge­rech­tig­keit „diplo­ma­tisch“ for­mu­lie­ren müs­sen. Jetzt ist er aber ober­ster Hirt der Chri­sten­heit. Er muß also von allen, bis hin zu den ein­fa­chen Gläu­bi­gen, ver­stan­den wer­den.

Inhaltliche Ausrichtung

Hl. Ignatius von Loyola
Hl. Igna­ti­us von Loyo­la (1491–1556)

Igna­ti­us von Loyo­la war katho­lisch. Sei­ne Gesin­nung war kirch­lich, päpst­lich und maria­nisch. Die „Regeln zum Füh­len mit der Kir­che“ im Exer­zi­ti­en­buch legen dafür beredt Zeug­nis ab. Er emp­fahl die Leh­re des hl. Tho­mas von Aquin für sei­ne Kol­le­gi­en und schätz­te die Nach­fol­ge Chri­sti des Tho­mas von Kem­pen.

Das Exer­zi­ti­en­buch the­ma­ti­siert die Auf­ga­be des Jesui­ten, ande­re Men­schen für Chri­stus zu gewin­nen und auch den öffent­li­chen, poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Bereich dem Christ­kö­nig zu unter­wer­fen (z. B. EB 93: „Sehen, wie die­ser König alle die Sei­nen anre­det und spricht: Mein Wil­le ist es, das gan­ze Land der Ungläu­bi­gen mir zu unter­wer­fen [con­qui­star].“).

Die Iko­no­gra­phie stellt Igna­ti­us meist mit Meß­ge­wand dar, da er, obwohl spät im Leben zum Prie­ster geweiht, zutiefst von der Mes­se geprägt war. In sei­nem Geist­li­chen Tage­buch notiert er tie­fe inne­re Bewe­gung bei der Zele­bra­ti­on („Trä­nen“). Nun ist es so, daß der Jesui­ten­or­den auf­grund sei­ner mis­sio­na­ri­schen und „akti­ven“ Aus­rich­tung weni­ger Zeit für die Lit­ur­gie auf­wen­den kann als ein kon­tem­pla­ti­ver Mönchs­or­den. Das heißt aber selbst­ver­ständ­lich nicht, daß die Jesui­ten sich über die Rubri­ken hin­weg­set­zen oder läs­sig zele­brie­ren sol­len.

In Zei­ten einer völ­lig ver­fehl­ten „Lit­ur­gie­re­form“ ist aller­dings nicht nur den Jesui­ten eine wich­ti­ge Glau­bens­grund­la­ge ent­zo­gen.

So oder anders ist die der­zei­ti­ge päpst­li­che Lit­ur­gie ist ein Ärger­nis. Wie auch des­sen Ver­kün­di­gung.

In den fol­gen­den Aus­füh­run­gen soll auf die theo­lo­gi­schen Wei­chen­stel­lun­gen der Jesui­ten seit dem Kon­zil und auf den gegen­wär­ti­gen Zustand des Ordens näher ein­ge­gan­gen wer­den.

*MMag. Wolf­ram Schrems, Linz und Wien, katho­li­scher Theo­lo­ge, Phi­lo­soph, Kate­chist

Die voll­stän­di­ge Rei­he:

Bild: Wikicommons/Actualidad/Casa Loyo­la

21 Kommentare

  1. „Nein, Katho­li­ken sind kei­ne Papa­li­sten. (Die­sen – nicht ganz unpo­le­mi­schen – Aus­druck habe ich von einem Jesui­ten gelernt. Die­ser erklär­te mir zu Zei­ten von Papst Johan­nes Paul II., daß Jesui­ten „kei­ne Papa­li­sten“ sei­en.)“
    Ich hät­te die­sen Schlau­mei­er der Jesui­ten gleich gefragt wer denn Katho­li­ken eigent­lich sind? Und wenn er mir kei­ne befrie­di­gen­de Ant­wort hät­te geben kön­nen hät­te ich ihm gesagt das Karl Rah­ner und alle die ihn ver­herr­li­chen bei mir Haus­ver­bot haben. Man muß nur klar mit ihnen spre­chen und schon ver­ste­hen sie wer Katho­li­ken sind.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  2. Wie lie­ssen sich die im Arti­kel auf­ge­führ­te Argu­men­ta­ti­on bes­ser unter­strei­chen als durch fol­gen­de zwei Zita­te;
    Kar­di­nal Rafa­el Mer­ry del Val – unter dem hl. Papst Pius X. Kar­di­nal­staats­se­kre­tär -,der über das wah­re muti­ge Han­deln eines Katho­li­ken Fol­gen­des schrieb:

    -
    „Han­deln wir nie­mals, um der Welt zu gefal­len.
    Haben wir den Mut,
    die Kri­tik, die Miss­bil­li­gung der Welt zu ertra­gen;
    wenn Gott zufrie­den ist, braucht uns nichts ande­res zu küm­mern.

    Wir müs­sen den Mut haben, die Wahr­heit zu bezeu­gen und kei­ner Auf­ga­be aus­zu­wei­chen.
    Wir müs­sen den Mut haben, dem Lächer­li­chen die Stirn zu bie­ten,
    denn oft besteht unse­re Auf­ga­be im Spott der Welt.
    Tut das aus Lie­be zu Unse­rem Herrn,
    und um Ihm nach­zu­ei­fern.“
    -

    So auch Papst Pius XII. 
    in einer ein­drück­li­chen Mahn­re­de auf dem Peters­platz
    vor den Gefah­ren der kirch­li­chen Ver­beu­gung vor dem Geist der Welt gewarnt:
    -

    „Wollt ihr eine Kir­che, 
    die schweigt,
    wo sie spre­chen müss­te, eine Kir­che, wel­che das Got­tes­ge­setz abschwächt,
    es an den Geschmack des mensch­li­chen Wil­lens anpas­sen will,
    wenn sie ver­pflich­tet ist, es mit lau­ter Stim­me zu pro­kla­mie­ren, 
    eine Kir­che, wel­che sich ent­fernt vom uner­schüt­ter­li­chen Fun­da­ment,
    auf wel­ches Chri­stus sie begrün­det hat
    um sie bequem dem unbe­stän­di­gen Stand der Tages­mei­nung anzu­pas­sen
    oder sie der gera­de gül­ti­gen Mei­nung
    preis­zu­ge­ben
    [.…]
    Gelieb­te Söh­ne und Töch­ter!
    Geist­li­che Erben einer unge­zähl­ten Legi­on von Beken­nern und Mär­ty­rern!
    Ist dies eine Kir­che, die ihr ver­ehrt und liebt?
    Wür­det ihr in einer sol­chen Kir­che 
    die Lini­en des Ange­sich­tes eurer Mut­ter erken­nen?

    Wür­det ihr euch einen Nach­fol­ger 
    des ersten Petrus vor­stel­len kön­nen,
    der sich sol­chen Ansprü­chen beu­gen wür­de ?“
    -

  3. Der hl. Igna­ti­us dreht sich im Gra­be um, wenn er jetzt sieht, wie ver­kom­men sein Orden ist, und was für ein selt­sa­mer, medio­krer Jesu­it durch Machen­schaf­ten gewis­sen­lo­ser Kar­di­nä­le zum Papst erho­ben wur­de.

    • Der Hei­li­ge Geist war aller­dings nicht im Kon­kla­ve anwe­send, sonst hät­te die­ser „Unfall nicht gese­che­nen kön­nen

    • Ein wei­te­rer Hin­weis, dies­mal aus der katho­li­schen Kir­che selbst.
      Micha­el Matt, ein bekann­ter Jour­na­list von „The Rem­nant Forum“, in einem Inter­view mit Chri­sto­pher Fer­ra­ra, for­dert Papst Fran­zis­kus auf:
      „Gib uns unse­re katho­li­sche Kir­che zurück“: https://www.youtube.com/watch?v=WDHogENzLOA
      Br. Alexis Bug­no­lo hat die­ses Inter­view in sei­nen Blog „From Rome“ unter dem Titel über­nom­men:
      „Wenn wir nichts unter­neh­men, wird die katho­li­sche Kir­che in die­sem Herbst ver­schwin­den.“
      https://fromrome.wordpress.com/2015/03/22/if-we-dont-take-action-the-catholic-church-will-disappear-this-fall/

    • Papst Johan­nes Paul II. und Papst Bene­dikt XVI. mögen Feh­ler began­gen haben und haben sicher­lich wel­che began­gen. Aber zwi­schen ihnen und Papst Fran­zis­kus klafft ein Abgrund. Was von Fran­zis­kus kommt, ist dem­ago­gisch, heim­tückisch, ein­fach böse. Man höre sich nur ein­mal sei­ne Homi­lie vom 17. März 2015 an.

      • Auch wenn ich Ihre Mei­nung über die bei­den Vor­gän­ger des­we­gen nicht tei­le, weil auch hoch­in­tel­lek­tu­el­le Sün­den Sün­den sind, und der gan­ze Öku­me­nis­mus­kram JPII wirk­lich hoch­gra­dig häre­tisch war…

        …den­noch ist es wahr: ich habe die­se Homi­lie vom 17.3.2015 gele­sen. Sie ist demo­ga­go­isch und heim­tückisch.
        Genau­ge­nom­men wird F. über­haupt nicht kon­kret, lenkt aber die Hörer emo­tio­nal zu der Pro­ble­ma­tik der wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen und der Homo­se­xu­el­len, ohne dies direkt zu sagen.
        Er übt „Kri­tik“ an unge­nann­ten ande­ren ohne Argu­men­te, utner­schwel­lig, sug­ge­stiv und hin­ter­tup­fig.
        Wer immer F. ist: aber er ist hin­ter­tup­fig.
        Pfui!

  4. Mit Recht wur­de die selt­sa­me Spare­rei des Fran­zis­kus ange­spro­chen. So sind zum Bei­spiel auch Bus­fahr­ten erst recht wegen der Sicher­heits­maß­nah­men teu­er. Mit der Armut soll man auch nicht koket­tie­ren. Die Men­schen, die wirk­lich arm sind, fin­den ihren Zustand alles Ande­re als segens­reich, wie er für Son­sti­ge hin­ge­stellt wird. Gegen die Pras­se­rei soll man etwas haben. das ist rich­tig. Den Ansich­ten Ber­dogli­os kann man fast nie fol­gen.

    • Hm, das klingt so unge­heu­er­lich, dass man es auf den ersten Blick kaum glau­ben kann… wenn man etwas dar­über nach­denkt, stellt man aller­dings fest, dass ein Teil der Kir­che (zumin­dest in Deutsch­land) sich jedoch „pasto­ral“ genau auf die­sem Weg befin­det: selbst geba­stel­te NO-Mes­sen zum Bei­spiel die ja schon genau in die­se Rich­tung gehen usw.

      Was aller­dings die Leh­re angeht: die kann Tan­go-Fran­ze gar­nicht ändern! Soll er es doch ver­su­chen, dann kom­men wir viel­leicht schnel­ler zu einem rei­ni­gen­den Schis­ma, oder er wird doch noch als DER Anti­christ aus dem Vati­kan gejagt…

  5. Das ist in der Tat sehr betrüb­lich, was Papst Fran­zis­kus zur Litu­gie in die­ser römi­schen Pfar­rei von sich gab. Das macht betrof­fen, weil wenn es sich so ver­hält, ja dann gute Nacht. Dann ist also an eine Gesun­dung der ver­fah­re­nen Situa­ti­on mit ihm nicht mehr zu den­ken.
    Betrüb­lich wie Papst Fran­zis­kus sich offen auch gegen Papst Bene­dikt stellt. Das Gan­ze ist eine offe­ne Kampf­an­sa­ge gegen alle, die an einer hei­lig­mä­ßi­gen Meß­fei­er inter­es­siert sind. Wie kann man nur so irren?

    Ich bin ja einer, der ver­sucht, immer auch das Gute zu sehen und er sagt ja auch Rich­ti­ges und Gutes. Aber wie kann man dann den­noch blind sein für die Hei­lig­keit der seit jeher gül­ti­gen Lit­ur­gie, in der sich der wah­re Glau­be und die wah­re Lie­be sicht­bar zei­gen? Natür­lich kommts immer auf den Glau­ben gera­de auch des Prie­sters an, aber auch der Gläu­bi­gen, damit die Fei­er der hl. Mes­se nicht zum for­ma­len Ritu­al erstarrt.

  6. @Liebe Zeit­schnur und Leo Laemm­lein: wo kann man die Pre­digt vom 17. Maerz nach­le­sen? Vie­len Dank fuer einen kur­zen Hin­weis!

  7. Soweit so gut — die kri­ti­sche Bestands­auf­nah­me des Auf­tre­tens F.s und des­sen, was man zu ande­ren Zei­ten unter „jesui­tisch“ ver­stand. Auch den Nie­der­gang des Ordens haben schon vie­le beklagt. Das destruk­ti­ve Wir­ken gewis­ser Jesui­ten wie Rah­ner und Teil­hard haben schon vor dem Vati­ca­num II vie­le offen aus­ge­spro­chen und ana­ly­siert — nicht zuletzt das Lehr­amt selbst. Teil­hard wur­de mehr­fach schon in den 20er Jah­ren die Lehr­erlaub­nis ent­zo­gen, oder man hat ihn abge­scho­ben in fer­ne Län­der. 1946 hat Rom ihm in Aus­sicht gestellt, sei­ne Wer­ke auf den Index zu set­zen.

    Sie stel­len aber auch in Aus­sicht:
    „Ein ande­rer Exkurs wid­met sich der Fra­ge, ob oder inwie­fern pro­ble­ma­ti­sche Ten­den­zen in der igna­tia­ni­schen Spi­ri­tua­li­tät selbst ange­legt sind.“

    Und ich schät­ze, dass es da wirk­lich rich­tig inter­es­sant wird und Fra­gen zur Spra­che kom­men, die nicht so offen und häu­fig dis­ku­tiert wur­den. Dar­auf bin ich jeden­falls gespannt.

  8. Der Papst sagt Din­ge, die ja über­haupt nicht stim­men. Er hat wohl ein ein­ge­fleisch­tes eige­nes Kir­chen­feind­bild. Denn er sagt Sachen wor­über man eigent­lich nur den Kopf schüt­teln kann. Wer wird denn aus­ge­sperrt außer den­je­ni­gen, die ger­ne die hl. Mes­se im über­lie­fer­ten Ritus mit­fei­ern möch­ten, ger­ne das Latein schät­zen, die Mund­kom­mu­ni­on emp­fan­gen möch­ten usw.
    Auch äußer­te er sich ja mal, daß der Beicht­stuhl kei­ne Fol­ter­kam­mer sein soll. Das soll er nicht. Ich habe das mal selbst ein wenig erlebt und aus­ge­rech­net bei einem, sage ich mal, lini­en­treu­en, moder­ni­sti­schen Jesui­ten­pa­ter, der mich psych­lo­gisch in die Man­gel zu neh­men ver­such­te- aber nur ein Mal. — Wo wird denn über­haupt noch eine Beich­te ange­bo­ten in deut­schen Pfar­rei­en?
    Ich ken­ne jeden­falls eine Rei­he von guten Beicht­vä­tern, die mir im Lau­fe mei­nes Lebens begeg­net sind.
    Papst Ber­go­glio hat offen­kun­dig kei­ne Ahnung von der Pra­xis und Rea­li­tät.

    Wie­so soll der Gelähm­te „faul“ gewe­sen sein?- Welch ein Unsinn, den der Papst da ver­zapft. Wie soll er dann als erster zum Teich gekom­men sein in sei­ner Lage?- Man kann das nicht mehr begrei­fen.
    Man soll die Hoff­nung nie auf­ge­ben, aber die­ser Papst hat von Jesus Chri­stus und der hl. katho­li­schen Kir­che nur sei­ne eige­ne, klei­ne selbst­ge­ba­stel­te Mei­nung wie es den Anschein hat.

    • //Ich ken­ne jeden­falls eine Rei­he von guten Beicht­vä­tern, die mir im Lau­fe mei­nes Lebens begeg­net sind.//

      Kann ich auch sagen.

      //Papst Ber­go­glio hat offen­kun­dig kei­ne Ahnung von der Pra­xis und Realität.//

      Das kann ich mir nicht vor­stel­len, und es ist auch äußerst unwahr­schein­lich, wenn wir ehr­lich dar­über nach­den­ken. Wie kann ein Prie­ster, der im Lau­fe von Jahr­zehn­ten alle Rän­ge der kirch­li­chen Hier­ar­chie durch­lau­fen hat und unzäh­li­ge Katho­li­ken ken­nen­ge­lernt hat, nicht die Beicht­pra­xis ken­nen? Ich fürch­te, Papst Fran­zis­kus ver­dreht ein­fach nur die Tat­sa­chen. Anders aus­ge­drückt: er sagt die Unwahr­heit.

      • Er sagt absichtlich,Unwahrheit,die unsin­nig und absurd scheint.Je absurder,desto näher und schnel­ler ist die Tatsache,dass die katho­li­sche Kir­che von innen zer­stört wer­den soll,nur Ihr Name und die Macht,in die Neue Weltordnung,als Instrument,wird gebraucht.Aus dem Begriff „Barmherzigkeit“,wird schnell ein poli­tisch kor­rek­tes Wort,ohne christ­li­chen Inhalt.Es wird,ist bereits zur einer Keu­le geworden,gegen die Christen,wie,nicht nur in den letz­ten „Predigten„des Papstes,deutlich wird.Es ist nicht für die Leidenden,die Hilflosen,die „Armen“. Aus­ge­schlos­sen aus der „Neu­en Kirche„werden die Christen,.….ja,est ist,die Wor­te des Papstes,eine Auf­wie­ge­lung der poten­zi­el­ler Luza,gegen die Chri­sten ‚auf Kosten der Armen ‚der Schöpfung,in jeg­li­chem Sinne.Der Drei­ei­n­i­ge Gott,beschütze die wah­re Kir­che Chri­sti…

      • Denke,nein,diese neue Bergogliobarmherzigkeit,ist nicht mehr nur eine „Keule“,auch die­se Zei­ten gehen rasend vorbei,Diese schlei­mi­ge „Barmherzigkeitsuppe,Barmherzigkeitseintopf“,soll nicht mal Alle sättigen,sondern küs­send überziehen,überschwemmen,.….die See­le ersticken,oder das gan­ze Lebe­we­sen vernichten,fals es die See­le nicht hergibt.Da bleibt die Hoffnung,die Erlösung.….im Christus,in Ewigkeit..Amen

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