Säuberung nach Corona- und Gender-Kritik: Arecibo hat einen neuen Bischof

Störung des Einvernehmens mit der Regierung und Kritik an Corona-Maßnahmen wird nicht geduldet

Arecibo hat mit Msgr. Alberto Figueroa (mit Bart) einen neuen Bischof. Sein Vorgänger wurde von Franziskus kurzerhand entlassen, als er sich der Gender-Ideologie und der Impf-Apartheid der Corona-Maßnahmen widersetzte.
Arecibo hat mit Msgr. Alberto Figueroa (mit Bart) einen neuen Bischof. Sein Vorgänger wurde von Franziskus kurzerhand entlassen, als er sich der Gender-Ideologie und der Impf-Apartheid der Corona-Maßnahmen widersetzte.

(San Juan) Die Diö­ze­se Are­ci­bo auf Puer­to Rico hat seit gestern einen neu­en Bischof. Papst Fran­zis­kus voll­endet damit sei­ne Säu­be­rung. „Die größ­te Her­aus­for­de­rung besteht dar­in, die Ver­bun­den­heit zwi­schen allen zu stär­ken“, sag­te der neue Oberhirte.

Am ver­gan­ge­nen 9. März war Bischof Dani­el Fernán­dez Tor­res von Papst Fran­zis­kus als Bischof von Are­ci­bo ent­las­sen wor­den. Zum Zeit­punkt sei­ner Eme­ri­tie­rung war Msgr. Fernán­dez, den Papst Bene­dikt XVI. ernannt hat­te, erst 57 Jah­re alt. Er hat­te sich in den zwei Jah­ren zuvor mehr­fach mit dem links­de­mo­kra­ti­schen Gou­ver­neur von Puer­to Rico Pedro Pier­lui­si ange­legt. Wäh­rend die ande­ren Bischö­fe sich füg­ten, for­der­te Msgr. Fernán­dez Pier­lui­si auf, die aggres­si­ve Umset­zung der Gen­der-Ideo­lo­gie zu been­den. Der Bischof sprach von einem „sexu­el­len Klas­sen­kampf“, bei dem die „angeb­li­che Befrei­ung der Frau­en in einen Kampf gegen die Reli­gi­on“ umge­wan­delt wer­de. Zudem stell­te sich Bischof Fernán­dez gegen eini­ge von Pier­lui­si ange­ord­ne­te Coro­na-Zwangs­maß­nah­men, vor allem die Impf­pflicht für Prie­ster, Dia­ko­ne und pasto­ra­le Mitarbeiter.

Der Bischof lehn­te die Impf-Apart­heid in der Kir­che ab, die nicht nur einen fak­ti­schen Impf­zwang vor­sah, son­dern auch die Gläu­bi­gen in der Kir­che in Geimpf­te und Unge­impf­te auf­tei­len woll­te. Letz­te­re soll­ten sepa­rat sit­zen müssen.

Die übri­gen Bischö­fe folg­ten hin­ge­gen den Vor­ga­ben der Regie­rung und letzt­lich der Coro­na-Poli­tik von Papst Fran­zis­kus, der das Nar­ra­tiv zur Pseu­do­pan­de­mie voll­um­fäng­lich über­nom­men und selbst allen Bür­gern und Mit­ar­bei­tern des Vati­kans auf­ge­zwun­gen hatte.

Damit stör­te Bischof Fernán­dez im gleich­ge­schal­te­ten Chor. Er bil­de­te den Kon­tra­punkt, an dem sich die ande­ren mes­sen las­sen muß­ten. Das aber war nicht erwünscht. Gegen den Bischof wur­de in Rom Kla­ge geführt. Er stö­re die Gemein­schaft der Bischö­fe und das Ein­ver­neh­men mit der Regie­rung. Papst Fran­zis­kus, der kei­ne Kon­flik­te mit der poli­ti­schen Lin­ken wünscht und durch die Hal­tung von Fernán­dez zu den unsach­li­chen und unver­hält­nis­mä­ßi­gen Coro­na-Maß­nah­men per­sön­lich her­aus­ge­for­dert war, ent­ließ den Bischof kur­zer­hand, ohne ihn vor­her auch nur anzuhören.

Empör­te Gläu­bi­ge initi­ier­ten eine Unter­schrif­ten­samm­lung, die inner­halb kur­zer Zeit von 30.000 Men­schen aus dem Bis­tum Are­ci­bo unter­zeich­net wur­de. Damit ersuch­ten sie Papst Fran­zis­kus den Bischof zu emp­fan­gen und wie­der in sein Amt ein­zu­set­zen. Nichts der­glei­chen geschah. Weder die Initia­to­ren der Unter­schrif­ten­samm­lung, die eigens nach Rom rei­sten, um die Peti­ti­on mit den Unter­schrif­ten zu über­ge­ben, noch der Bischof wur­den von Fran­zis­kus empfangen.

Gestern schuf Fran­zis­kus viel­mehr end­gül­tig voll­ende­te Tat­sa­chen. Er ernann­te einen neu­en Bischof von Are­ci­bo. Es gibt kein Zurück mehr für Msgr. Fernández.

Metro­po­lit Rober­to Gon­zá­lez Nie­ves (links) mit dem neu­en Bischof von Are­ci­bo: Bren­nen­de Fra­gen wur­den ausgeklammert

Neu­er Bischof von Are­ci­bo ist Msgr. Alber­to Figuer­oa Mora­les, bis­her Weih­bi­schof von San Juan de Puer­to Rico. Msgr. Figuer­oa ist drei Jah­re älter als sein Vor­gän­ger. Er gehör­te dem Kapu­zi­ner­or­den an, stu­dier­te an der Päpst­li­chen Katho­li­schen Uni­ver­si­tät von Puer­to Rico, der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät von Navar­ra und der Päpst­li­chen Uni­ver­si­tät Anto­nia­num in Rom und wur­de 1990 zum Prie­ster geweiht. 2010 ver­ließ er den Kapu­zi­ner­or­den und wur­de in den Diö­ze­sank­le­rus von San Juan de Puer­to Rico inkar­di­niert. 2016 wur­de er Gene­ral­vi­kar des Erz­bis­tums und 2019 von Fran­zis­kus zum Weih­bi­schof ernannt.

Am 17. Okto­ber wird sei­ne Amts­ein­füh­rung als Bischof von Are­ci­bo statt­fin­den. Auf einer Pres­se­kon­fe­renz erzähl­te Bischof Figuer­oa, wie er vor kur­zem in Rom ins Bischofs­di­kaste­ri­um (vor­mals Bischofs­kon­gre­ga­ti­on) geru­fen und ihm mit­ge­teilt wur­de, daß Fran­zis­kus ihn zum neu­en Bischof von Are­ci­bo ernen­nen wol­le. Der neue Bischof gab sich gegen­über der Pres­se opti­mi­stisch und for­der­te dazu auf, „den Blick nach vor­ne zu rich­ten“. Sei­ne größ­te Her­aus­for­de­rung sehe er dar­in, „das brü­der­li­che Band zwi­schen den Ange­hö­ri­gen der katho­li­schen Kir­che in Puer­to Rico zu stärken“.

Auf die Grün­de, die zur Ent­las­sung von Bischof Fernán­dez geführt hat­ten, wur­de auf der Pres­se­kon­fe­renz nicht näher ein­ge­gan­gen. Erz­bi­schof Rober­to Gon­zá­lez Nie­ves OFM von San Juan de Puer­to Rico sag­te nur kryp­tisch, Bischof Fernán­dez habe „die Anwei­sun­gen von Papst Fran­zis­kus nicht befolgt“. Der neue Bischof konn­te auch kei­ne Anga­ben zur Zukunft sei­nes Amts­vor­gän­gers machen. Dies­be­züg­lich scheint es weder in Rom noch auf Puer­to Rico kon­kre­te Über­le­gun­gen zu geben. Auf Nach­fra­gen von Jour­na­li­sten sag­te Msgr. Figueroa:

„Ich sehe das nicht so deut­lich. Ich den­ke, daß dies zu einem gro­ßen Teil vom Dia­log zwi­schen den bei­den Bischö­fen und dem Bischof von Are­ci­bo abhän­gen wird. Ich den­ke, es wird Mög­lich­kei­ten zur Zusam­men­ar­beit geben. Aber es wird auch von den Wei­sun­gen des Hei­li­gen Stuhls abhängen.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Facebook/​Diócesis de Are­ci­bo (Screen­shots)

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