Die Weihe Rußlands und der Ukraine. Fatima oder nicht Fatima?

Papst Franziskus weiht am 25. März die Kriegsparteien dem Unbefleckten Herzen Mariens

Papst Franziskus blickt 2017 in Fatima auf die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima.
Papst Franziskus blickt 2017 in Fatima auf die Statue Unserer Lieben Frau von Fatima.

(Rom) Nun ist es fix: Der „Papst der Gesten“ wird am kom­men­den 25. März die Wei­he Ruß­lands „und der Ukrai­ne“ voll­zie­hen. Unklar ist das Aus­maß, in dem sich der Hei­li­ge Stuhl an die Mari­en­er­schei­nung in Fati­ma anleh­nen wird. Sicher ist, daß er bei­de Kriegs­par­tei­en dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens wei­hen wird. Latein­ame­ri­kas Bischö­fe erklär­ten bereits, sich Fran­zis­kus anzuschließen.

Seit dem 6. März for­der­ten Gläu­bi­ge beim Ange­lus auf dem Peters­platz Papst Fran­zis­kus auf, „Ruß­land und die Ukrai­ne“ dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens zu wei­hen – und zwar „jetzt“. Eine ent­spre­chen­de Initia­ti­ve war als Bit­te kurz zuvor von den römisch-katho­li­schen Bischö­fen der Ukrai­ne aus­ge­gan­gen. Dabei wur­de kon­kret auf den Wunsch Mari­ens 1917 in Fati­ma ver­wie­sen, Ruß­land ihrem Unbe­fleck­ten Her­zen zu weihen.

Dar­aus ergab sich eine Dis­kus­si­on, ob die­ser Wunsch Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma nicht längst erfüllt sei. Der Vati­kan ver­tritt den Stand­punkt, daß die Wei­he Ruß­lands im Sin­ne des Zwei­ten Geheim­nis­ses von Fati­ma 1984 erfolgt ist. Aus­lö­ser für die Wei­he ist der herr­schen­de Krieg, geweiht wer­den die bei­den Kriegs­par­tei­en, um – wie anzu­neh­men ist – inne­ren und äuße­ren Frie­den und eine gerech­te Lösung der Kon­flikt­punk­te für sie zu erbit­ten. Die Ereig­nis­se in Fati­ma vor mehr als hun­dert Jah­ren dürf­ten dabei zwar eine gro­ße Rol­le spie­len, aber mehr für die äuße­re Etikette.

Die Ankündigung der Weihe Rußlands „und der Ukraine“ im Jahr 2022

Gestern gab Vati­kan­spre­cher Matteo Bruni im Tages­bul­le­tin des Hei­li­gen Stuhls bekannt:

„Am Frei­tag, dem 25. März, wird Papst Fran­zis­kus wäh­rend der Buß­fei­er, die er um 17.00 Uhr im Peters­dom lei­ten wird, Ruß­land und die Ukrai­ne dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens wei­hen. Der­sel­be Akt wird am sel­ben Tag in Fati­ma von Sei­ner Emi­nenz Kar­di­nal Kra­jew­ski, dem Almo­se­ni­er Sei­ner Hei­lig­keit, als Gesand­tem des Hei­li­gen Vaters vollzogen.“

Um 18.12 Uhr bestä­tig­te Papst Fran­zis­kus die Ankün­di­gung auf sei­nem spa­ni­schen Twit­ter-Kanal:

„Am Frei­tag, dem 25. März, wer­de ich wäh­rend der Buß­fei­er um 17:00 Uhr im Peters­dom #Russ­land und die #Ukrai­ne dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens wei­hen. #Beten­wir­ge­mein­sam um #Frie­den.“

Auf dem deut­schen Twit­ter-Kanal des Pap­stes fin­det sich die Über­set­zung der Nach­richt noch nicht.

Besteht ein Zusammenhang mit Fatima?

Die vati­ka­ni­sche Ankün­di­gung wur­de umge­hend auf der offi­zi­el­len Inter­net­sei­te des Mari­en­hei­lig­tums von Fati­ma mit einer Rei­he von histo­ri­schen Details ver­öf­fent­licht. Der Hei­li­ge Stuhl selbst stell­te kei­nen direk­ten Zusam­men­hang mit den Ereig­nis­sen von Fati­ma her. Die vati­ka­ni­schen Medi­en aber schon, zumin­dest indirekt.

Der Arti­kel, mit dem Vati­can­News, das Nach­rich­ten­por­tal des Vati­kans, die Wei­he­an­kün­di­gung berich­tet, befaßt sich fast aus­schließ­lich mit der Mari­en­er­schei­nung vom 13. Juli 1917 und den ver­schie­de­nen dar­auf fol­gen­den Wei­hen Ruß­lands. Ein direk­ter Zusam­men­hang der nun ange­kün­dig­ten Wei­he mit dem Wunsch Mari­ens in Fati­ma wird zugleich aber ver­mie­den, viel­mehr – ganz am Ende – aus­ge­schlos­sen. Im letz­ten Absatz heißt es nämlich:

„Im Juni 2000 ent­hüll­te der Hei­li­ge Stuhl den drit­ten Teil des Geheim­nis­ses von Fati­ma. Schwe­ster Lucia – das ein­zi­ge der drei Seher­kin­der von Fati­ma, wel­ches das Erwach­se­nen­al­ter erreich­te – bestä­tig­te in einem Brief von 1989, daß der Wei­he­akt dem Wil­len der Got­tes­mut­ter ent­sprach, wie der dama­li­ge Sekre­tär der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Erz­bi­schof Tar­ci­sio Ber­to­ne, bekanntgab.“

Ein direk­ter Zusam­men­hang mit Fati­ma kann schon des­halb nicht betont wer­den, weil der Krieg Anlaß für den Wei­he­akt ist, und im Krieg immer zwei Geg­ner auf­ein­an­der­tref­fen. Eine Wei­he Ruß­lands, aber nicht der Ukrai­ne, auf deren Boden gekämpft und gestor­ben wird, scheint undenk­bar und wäre für den Hei­li­gen Stuhl gegen­über den Katho­li­ken der Ukrai­ne, aber auch allen ande­ren Ukrai­nern, egal ob pro­west­lich oder pro­rus­sisch ein­ge­stellt, nicht vermittelbar.

Sta­tue Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma, auf die Papst Fran­zis­kus bei sei­nem Besuch 2017 schaute.

Was hat sich geändert?

1917, als die Got­tes­mut­ter in Fati­ma erschien, tob­te der Erste Welt­krieg. Der Hei­li­ge Stuhl und das Zaren­reich unter­hiel­ten kei­ne stän­di­gen diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen. Die Kon­tak­te hat­ten sich viel­mehr abge­kühlt. Am 13. Juli, als die Got­tes­mut­ter laut Aus­sa­ge von Sr. Lucia, dem Seher­kind von Fati­ma, das die Bot­schaft berich­te­te, die Wei­he Ruß­lands wünsch­te, waren der Zar und sei­ne Regie­rung bereits gestürzt, aber die Kom­mu­ni­sten noch nicht an der Macht. 

Das Ver­hält­nis zwi­schen dem Bischof von Rom und Ruß­land hat­te sich als schwie­rig erwie­sen. Papst Johan­nes XV. hat­te 988 den ersten Gesand­ten nach Kiew geschickt. Anlaß war die Tau­fe von Groß­fürst Wald­a­mar und ganz Ruß­lands. Stän­di­ge diplo­ma­ti­sche Bezie­hun­gen zwi­schen Ruß­land und dem Hei­li­gen Stuhl bestehen aller­dings erst seit 1990. Der Grund für die­se lan­ge Distanz ist im Gro­ßen Schis­ma von 1054 zu suchen, als sich der Patri­arch von Kon­stan­ti­no­pel von Rom los­sag­te. Ruß­land hat­te nicht den römi­schen, son­dern den byzan­ti­ni­schen Ritus angenommen.

Es war Michail Gor­bat­schow, der letz­te Staats­prä­si­dent der Sowjet­uni­on und letz­te Gene­ral­se­kre­tär der KPdSU, der vor 32 Jah­ren unter Papst Johan­nes Paul II. die Bezie­hun­gen zwi­schen Mos­kau und dem Vati­kan auf diplo­ma­ti­scher Ebe­ne normalisierte.

Das ermög­licht heu­te den direk­ten Aus­tausch in der aktu­el­len Ukrai­ne­kri­se, wie er durch Papst Fran­zis­kus erfolg­te, der gleich am 25. Febru­ar die rus­si­sche Bot­schaft beim Hei­li­gen Stuhl auf­such­te. Glei­ches gilt für die Gesprä­che, die Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin mit den bei­den Kon­flikt­par­tei­en führt.

Druck auf den Heiligen Stuhl

Einer­seits bemüht sich der Hei­li­ge Stuhl um Ver­mitt­lung, ande­rer­seits muß er sich stän­dig gegen­über dem Druck west­li­cher Staats­kanz­lei­en, kon­kret der US-Regie­rung und der EU-Kom­mis­si­on, recht­fer­ti­gen, wo es nur ein „Mit uns oder gegen uns“ zu geben scheint. 

Andrea Tor­ni­el­li, der Chef­re­dak­teur aller Vati­kan­me­di­en, ver­öf­fent­lich­te seit dem 24. Febru­ar meh­re­re Leit­ar­ti­kel zur Ukrai­ne­kri­se. Jeder war auch eine Recht­fer­ti­gung des Hei­li­gen Stuhls, weil die­ser unter Druck steht. Von wel­cher Sei­te, läßt sich leicht erah­nen. Jüng­stes Bei­spiel ist Tor­ni­el­lis Leit­ar­ti­kel vom 14. März, wo er dar­um bemüht ist, zu ver­tei­di­gen, war­um Papst Fran­zis­kus „den Aggres­sor nie beim Namen“ nennt. Tor­ni­el­li schreibt, daß Fran­zis­kus „kein Pro­blem damit hat, bekannt­zu­ma­chen, ‚auf wes­sen Sei­te er steht‘, weil der Stell­ver­tre­ter Chri­sti, wie sein Herr, immer auf der Sei­te der Unschul­di­gen steht, die lei­den, wie Jesus am Kreuz gelit­ten hat“. Auch an die­ser Stel­le wird nicht aus­ge­spro­chen, son­dern impli­ziert. Eine Aus­sa­ge, der zudem nicht alle zustim­men dürf­ten, ange­sichts des freund­schaft­li­chen Umgangs von Fran­zis­kus mit eini­gen sozia­li­sti­schen Dik­ta­to­ren, etwa in Lateinamerika.

100 Jah­re Mari­en­er­schei­nung am 13. Mai 2017 in Fatima.

Weihe Rußlands oder auch der Ukraine?

Im Zusam­men­hang mit Fati­ma war immer nur von einer Wei­he Ruß­lands die Rede und die­se Wei­he mit ganz bestimm­ten Ereig­nis­sen gekop­pelt. Laut Sr. Lucia wer­de Ruß­land andern­falls „sei­ne Irr­tü­mer in der gan­zen Welt ver­brei­ten und Krie­ge und Ver­fol­gun­gen der Kir­che fördern“. 

Die Ukrai­ne gab es zum Zeit­punkt der Mari­en­er­schei­nung noch gar nicht. Der erste ukrai­ni­sche Staat, die Ukrai­ni­sche Volks­re­pu­blik, wur­de am 7. Novem­ber 1917 als Teil einer föde­ra­ti­ven Rus­si­schen Repu­blik aus­ge­ru­fen. Als die Kom­mu­ni­sten bei den ersten Wah­len mit 25 Pro­zent der Stim­men eine Nie­der­la­ge erlit­ten, pro­kla­mier­ten sie am 17. Dezem­ber 1917 in einem Gebiet der heu­ti­gen Ost­ukrai­ne und West­ruß­lands eine Ukrai­ni­sche Sowje­ti­sche Volks­re­pu­blik.

Es ist noch unklar, wie Papst Fran­zis­kus sich kon­kret bewe­gen wird, da einer­seits, wie es scheint, die Anleh­nung an Fati­ma gesucht wird, ande­rer­seits eine direk­te Kop­pe­lung aber ver­mie­den wird und eine sol­che auch grund­sätz­lich unwahr­schein­lich ist.

Bischöfe Lateinamerikas schließen sich Franziskus an

Der Latein­ame­ri­ka­ni­sche Bischofs­rat CELAM gab noch gestern bekannt, daß er sich Fran­zis­kus bei der ange­kün­dig­ten Wei­he „Ruß­lands und der Ukrai­ne“ an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens am Frei­tag, dem 25. März 2022, anschlie­ßen wird. Eine ent­spre­chen­de Erklä­rung wur­de von der Füh­rungs­spit­ze des Bischofs­ra­tes unter­zeich­net, in dem alle Bischofs­kon­fe­ren­zen Latein­ame­ri­kas und der Kari­bik zusam­men­ge­schlos­sen sind. Die Erklä­rung lautet:

CELAM-Erklä­rung

„Mit gro­ßer Freu­de und Hoff­nung haben wir die Ankün­di­gung der Wei­he Ruß­lands und der Ukrai­ne an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens zur Kennt­nis genom­men, die Papst Fran­zis­kus am Frei­tag, den 25. März um 17 Uhr römi­scher Zeit im Peters­dom wäh­rend der Buß­fei­er vor­neh­men wird. Der glei­che Akt wird am sel­ben Tag in Fati­ma von Kar­di­nal Kon­rad Kra­jew­ski, dem päpst­li­chen Almo­se­ni­er, als Gesand­tem des Hei­li­gen Vaters, vollzogen.

Im Bewußt­sein der Not­wen­dig­keit, unser Gebet für den Frie­den und die welt­wei­te Brü­der­lich­keit zu ver­dop­peln, lädt der Latein­ame­ri­ka­ni­sche Bischofs­rat (Celam) die 22 Bischofs­kon­fe­ren­zen des Kon­ti­nents, alle kirch­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen und die Gläu­bi­gen guten Wil­lens ein, sich erneut den Anlie­gen des Hei­li­gen Vaters anläß­lich die­ses maria­ni­schen Aktes anzu­schlie­ßen, und zwar in Über­ein­stim­mung mit den Zeit­plä­nen unse­rer Län­der in Latein­ame­ri­ka und der Karibik.

Wir bekräf­ti­gen unse­re Zunei­gung und kind­li­che Ver­bun­den­heit mit dem Bischof von Rom und erhe­ben unse­re Bit­ten zu Gott, unse­rem Vater, damit er uns auf die Für­spra­che der seli­gen Jung­frau die Gabe des Frie­dens schen­ke. Mit unse­rem Gebet und unse­rer Soli­da­ri­tät umar­men wir unse­re ver­letz­lich­sten Brü­der und Schwe­stern, die Opfer von Gewalt und Bru­der­mord, in der Gewiss­heit, dass ‚Gott die Lie­be ist, und wer in der Lie­be bleibt, der bleibt in Gott‘ (1 Joh 4,16).“

Unter­zeich­net von Msgr. Miguel Cab­re­jos Vid­ar­te OFM, Erz­bi­schof von Tru­ji­l­lo in Peru und seit 2019 CELAM-Vor­sit­zen­der, und sei­nen bei­den Stell­ver­tre­tern Kar­di­nal Odi­lo Pedro Sche­rer, Erz­bi­schof von São Pau­lo in Bra­si­li­en, und Kar­di­nal Leo­poldo José Bre­nes Solór­za­no, Erz­bi­schof von Mana­gua in Nica­ra­gua, sowie dem seit 2020 amtie­ren­den CELAM-Gene­ral­se­kre­tär Msgr. Juan Car­los Cár­de­nas Toro, Bischof von Pasto in Kolumbien.

Die Reak­ti­on der Bischö­fe Latein­ame­ri­kas ver­weist wie­der­um auf Fati­ma. Sr. Lucia berich­te­te, daß die Wei­he Ruß­lands, wie von Maria zur Abwen­dung der genann­ten Gefah­ren gewünscht, durch „den Papst und die mit ihm ver­sam­mel­ten Bischö­fe“ der Welt zu erfol­gen habe.

Reak­tio­nen der ande­ren kon­ti­nen­ta­len Zusam­men­schlüs­se der Bischofs­kon­fe­ren­zen, beson­ders des Rates der euro­päi­schen Bischofs­kon­fe­ren­zen (CCEE), lie­gen noch nicht vor. Die Kom­mis­si­on der Bischofs­kon­fe­ren­zen der EU (COMECE) dürf­te in die­ser Sache der CCEE den Vor­tritt las­sen, nach­dem der COME­CE-Vor­sit­zen­de Jean-Clau­de Kar­di­nal Hol­le­rich SJ, Erz­bi­schof von Luxem­burg, sich mit der Begrü­ßung von Waf­fen­lie­fe­run­gen an die ukrai­ni­sche Regie­rung weit aus dem Fen­ster gelehnt hat.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati­can Media/​CELAM (Screen­shots)

Print Friendly, PDF & Email

11 Kommentare

  1. Man müß­te doch zunächst den sog. Westen wei­hen, der ja heu­te, und nicht mehr die unter­ge­gan­ge­ne Sowjet­uni­on, sei­ne Irr­leh­ren mit Macht und Gewalt ande­ren auf­ok­troy­iert: Recht auf Kin­des­mord, Zer­stö­rung der gött­li­chen Ehe zwi­schen einem Mann und einer Frau, Ein­füh­rung der sog. Homo­ehe usw. usw.

    • Genau so ist es!
      Man kann aber auch Russ­land weihen.
      Wet­ten, dass dann die west­li­chen Pro­vo­ka­tio­nen gegen­über die­sem Land,
      die gan­zen Lügen und und Des­in­for­ma­tio­nen (Pro­pa­gan­da) in sich zusam­men­fal­len würden.
      Der Krieg wür­de wahr­schein­lich ganz schnell auf­hö­ren, da es dann für Russland
      kei­nen Grund mehr gäbe hel­fend einzugreifen.
      Und den Men­schen im Westen wür­den wohl die Augen aufgehen.
      Natür­lich müss­te das ukrai­ni­sche Volk auch dem Westen nicht mehr als Kano­nen­fut­ter dienen
      und der Westen könn­te die­ses Volk auch sonst nicht mehr missbrauchen.
      Russ­land wür­de end­lich in Ruhe gelas­sen und kann sich sicher fühlen. 

      Genau das wür­de bei einer Wei­he Russ­lands passieren. 

      Es ist ganz einfach:
      Soll­te ich im Vor­gar­ten mei­nes Nach­barn eine Revo­lu­ti­on anzetteln
      und anschlie­ßend dort Radau machen (und behaup­ten er wäre aggressiv),
      dann brau­che ich mich nicht zu wun­dern, wenn der mir eines Tages die Faust
      ins Gesicht schlägt.

      • Beach­ten Sie, um bei Ihrem Bei­spiel zu blei­ben, daß die Ukrai­ne nicht der Vor­gar­ten Ruß­land ist, son­dern ein eige­ner Garten.

        • Wer hat den Mai­dan ange­zet­telt und war­um führt die ukrain­sche Regie­rung seit dem einen ech­ten Krieg gegen eige­ne Staats­bür­ger im Don­bass? Die vor­läu­fig letz­te Rake­te am Mon­tag ins Zen­trum von Donezk. Hät­te die Regie­rung dem Don­bass Auto­no­mie gewährt, dann gäbe es die­sen Krieg nicht.
          Die Fra­ge muß erlaubt sein, ob Die Wirt­schafts­hyä­nen die trei­ben­den Kräf­te sind, die Ruß­land zer­fled­dern wol­len, um an die Boden­schät­ze zu kommen.

          • Den Mai­dan haben die Ukrai­ner „ange­zet­telt“, jene die auch jetzt ihr Land ver­tei­ti­gen. Dazu zäh­len auch die 200.000 die in ihr Land zurück­ge­kehrt sind und es zu ver­tei­ti­gen. Die Ukrai­ner erin­nern ich sicher an den Holo­do­mor. Putin ist nicht der Ret­ter des Abend­lan­des, eben­so wenig wie Hit­ler. So wie Hit­ler ande­re Völ­ker das Exi­stenz­recht absprach, tat es Putin in sei­ner Rede zum Angriffskrieg.

            Hof­fen wir, daß mit der Ruß­land­wei­he Putins Krieg gestoppt wird. Ich glau­be fest darn.

        • Nun, um bei Ihrem Bei­spiel zu bleiben:
          Selbst­ver­ständ­lich ist auch Mexi­ko ein eige­ner Staat (Gar­ten).
          Was wäre nun, soll­te dort Russ­land mit­tels will­fäh­ri­ger Helfer
          eine anti­ame­ri­ka­ni­sche Revo­lu­ti­on anzet­teln und einen Präsidenten
          an die Macht brin­gen, wel­cher mos­kau­hö­rig ist?

          • Kuba war in sowje­ti­scher Hand. Haben die Ame­ri­ka­ner das Land über­fal­len? Ist in Kuba je eine demo­kra­ti­sche Regie­rung gewesen?
            Ander Fra­ge? Wann und wo haben die Ukrai­ner die Rus­sen will­kom­men gehei­ßen? Gar nicht, sie ver­tei­ti­gen ihr Land. 220.000 Ukrai­ner sind in ihr Land zurück­ge­kehrt, um es zu verteitigen. 

            Putin ist nicht und war nie der Ret­ter des Abend­lan­des. Putin ist ein KGB Offizier!

  2. Wir haben schon zu oft in unse­rer Hybris die Wor­te des Him­mels „ver­bes­sern“ wol­len. Was ist das ande­res als sein wol­len wie Gott. Jesus Selbst rügt Petrus, dass er sein Schwert in die Schei­de stecke, denn sei­ne Gedan­ken sind nicht Got­tes Gedanken.

    Wort­wört­lich, nur die Nen­nung Ruß­lands und im Ver­ein mit ALLEN Bischö­fen der Welt – hier ist zu gehor­chen und die Dekla­ra­ti­on der ersten Sams­ta­ge im Monat als Sühnesamstage.
    Glau­ben wir tat­säch­lich, Gott Geschichts­un­ter­richt bei­brin­gen zu müs­sen und die Ukrai­ne ein­fü­gen zu wol­len, weil zu Fati­mas Zei­ten die Ukrai­ne noch zu Russ­land gehör­te und heu­te nicht? Und Gott hat auch nicht um die Wei­he „des Westens“ gebe­ten, obwohl Er zu jeder Zeit wuss­te, in wel­chem gott­fer­nen Zustand der „Westen“ ist.
    Aber es gibt ja schein­bar Men­schen, die allein Eige­nes machen wol­len, nur kann dann der Him­mel kei­ne Bekeh­rung Russ­lands und kei­nen Frie­den bewir­ken, denn die­se Zusa­ge ist gebun­den an das Wort Russ­land und an das Tätig­wer­den von allen Bischö­fen der Welt. Vom Auf­hö­ren des Krie­ges oder Ähn­li­ches und Tätig­wer­den allein vom Päpst­li­chen Almo­sier oder von Kar­di­nal Kon­rad Kra­jew­ski in Fati­ma war nicht die Rede. Maria sag­te zum Engel „mir gesche­he nach Dei­nem Wort“, sie woll­te kein Jota ändern, gehor­sam sein, im Ver­trau­en, dass Gott immer Bes­se­res will, als der Mensch nur den­ken kann.
    Da bei den heu­ti­gen Bischö­fen lei­der nicht mehr davon aus­zu­ge­hen ist, dass sie dies­be­züg­lich tätig wer­den, ist das z.B. der­art vor­zu­be­rei­ten, dass es aus Rom eine Zeit-Liste gibt, wann die Bischö­fe tätig zu wer­den haben, zusam­men mit einer Bul­le, dass jeder Bischof, der dies ver­wei­gert auto­ma­tisch lai­siert ist. Nur so ist sicher­ge­stellt, dass Alle Bischö­fe der Welt im Ver­ein mit dem Papst tätig werden.

  3. 1917 gab es kei­ne Ukrai­ne son­dern Ruthe­nen oder Ost­sla­wen und die gehör­ten zur Donau Monarchie.

    • 1917 gegrün­de­te sich die Ukrai­ni­sche Volks­re­pu­blik, der erste Ver­such des Lan­des, die staat­li­che Unab­hän­gig­keit zu erlan­gen. Dau­er­te aber nur drei Jah­re 1920 wur­de sie dann der Sowjet­uni­on zwangseingegliedert.

Kommentare sind deaktiviert.