Impfstraße Stephansdom durch zu viele Sonntagsmessen beeinträchtigt?

Dompfarrer Toni Faber setzt Prioritäten

Wiens Dompfarrer Toni Faber, bei den Medien gern gesehen, unterstützt die Diskriminierung von Gesunden, aber Ungeimpften durch Österreichs Bundesregierung.
Wiens Dompfarrer Toni Faber, bei den Medien gern gesehen, unterstützt die Diskriminierung von Gesunden, aber Ungeimpften durch Österreichs Bundesregierung.

Zwi­schen­ruf einer Katholikin

Seit dem 15. Novem­ber gilt in Öster­reich der Lock­down für Unge­impf­te, und die Impf­zen­tren ver­zeich­nen eine hohe Aus­la­stung. Doch ganz unab­hän­gig davon, ob man die Coro­na­imp­fung für alter­na­tiv­los hält oder nicht, um eine x‑te Wel­le zu bre­chen, kommt man nicht an der Tat­sa­che vor­bei, daß die vor­geb­li­che Impf­frei­wil­lig­keit ihre Gren­ze in poli­tisch ver­ord­ne­ten Restrik­tio­nen und gesell­schaft­li­chem, sozia­lem und beruf­li­chem Druck hat.

„Kein Mit­leid mit Unge­impf­ten“ hat Ste­phans­dom­pfar­rer Toni Faber, denn „einen Lock­down über­lebt man“. Im glei­chen Atem­zug sagt er, er „ach­te jede Über­zeu­gung“, aber… Ja, eben nur, solan­ge es sei­ne eige­ne ist. Es ist ein Prie­ster, der da im Inter­viev mit oe24tv (14. Novem­ber) so zynisch spricht und die Spal­tung zwi­schen Unge­impf­ten und Geimpf­ten nicht für bedenk­lich hält, ein Prie­ster, dem die Nöte der Gläu­bi­gen offen­sicht­lich egal sind, denen es nicht ums Schnit­zel geht, wenn sie sich „frei­wil­lig gezwun­gen“ imp­fen lassen.

Nicht ohne Genug­tu­ung spricht der Herr Dom­pfar­rer von den über 700 Men­schen täg­lich, die am Wochen­en­de vor dem Unge­impf­ten­lock­down und am Mon­tag im Ste­phans­dom einen Impf­stich bekom­men hät­ten, die Hälf­te davon den ersten.

Nun ist es ja schon abscheu­lich genug, daß Tei­le einer katho­li­schen Kir­che von Erz­bi­schof und Dom­pfar­rer zur Impf­stra­ße dekla­riert wur­den, wo sogar wäh­rend der Mes­sen flei­ßig geimpft wird. Als gäbe es kei­ne Impf­zen­tren in der Stadt. Doch was ist bit­te­schön ein Pfar­rer, der alle Unge­impf­ten offen­sicht­lich für ver­ant­wor­tungs­lo­se Coro­nal­eug­ner hält und sich fast schon bei den ‚Stich­be­rei­ten‘ ent­schul­digt, weil sie in „Geduld und Aus­dau­er“ bis zu ein­ein­halb Stun­den Schlan­ge ste­hen müs­sen (immer­hin mit einem Wie­ner Zuckerl: „mit Orgel­mu­sik und Got­tes­dien­sten im Hin­ter­grund“, wenn sie erst mal im Dom sind) und weil man am Sonn­tag „wegen der vie­len Got­tes­dien­ste im Dom die Anstell­schlan­ge außen vor dem Dom“ gehabt habe? Wie bit­te? Wegen der vie­len Got­tes­dien­ste? Nun, der Herr Pfar­rer setzt inzwi­schen eben ande­re Prioritäten.

Läge es da nicht sogar nahe, gera­de an Sonn­ta­gen, wo die Leu­te Zeit haben, aber nicht mehr so oft zur Mes­se gehen, die Mes­sen ein­fach aus­zu­set­zen? Dann stör­ten sie nicht, und es blie­ben nur die neur­al­gi­schen Werk­ta­ge, wo der „nor­ma­le Betrieb“ (??) im Dom „fast schon zusam­men­ge­bro­chen“ ist, „weil so vie­le Hun­der­te inner­halb des Doms ange­stan­den sind“. Das aller­dings ist nun wirk­lich kei­ne Über­ra­schung, weil sich die Impf­schlan­ge mit den tou­ri­sti­schen Zaun­gast­be­su­chern, denen ein paar Pho­tos das Ein­tritts­geld nicht wert sind, den Platz an der lin­ken Wand des Kir­chen­schiffs tei­len müs­sen. Das Kir­chen­in­ne­re durch­strei­fen außer­halb der Got­tes­dien­ste nur eini­ge Audio­gui­de­trä­ger. Beten kostet zwar nichts, aber die Beter nutz­ten dann doch eher die Anbe­tungs­ka­pel­le neben dem Shop als „Ort der Reli­gi­ons­aus­übung“, um ihre „reli­giö­sen Grund­be­dürf­nis­se zu befrie­di­gen, wie es die neue Covid-19-Schutz­maß­nah­men­ver­ord­nung in völ­li­ger Ver­ken­nung der ein­zig­ar­ti­gen Real­prä­senz Got­tes reli­gio­nen­über­grei­fend poli­tisch kor­rekt formuliert.

Coro­na-Alarm? Auch Dom­pfar­rer Toni Faber über­ging die unbe­ant­wor­te­te Kern­fra­ge, was denn Coro­na von einer nor­ma­len Grip­pe­sai­son unterscheidet.

Bild: Oe24 (Screen­shots)

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2 Kommentare

  1. Lie­be Brü­der und Schwestern!
    Es ist kein Pha­ri­sä­er­tum. Es ist offe­ne Apostasie.
    Daher rufe ich alle auf den Kreuz­zug zu begin­nen. Den Kreuz­zug zu begin­nen in dem wir uns mehr­mals pro Woche in oder vor unse­ren Kir­chen zusam­men­fin­den um den Rosen­kranz zu beten und Wie­der­gut­ma­chung und Buße lei­sten für die armen Sün­der und zu ihrer Bekeh­rung. Ich für mei­nen Teil gebe hier und jetzt mei­ne Mobil­funk­num­mer an damit wir wirk­lich auch als Gemein­schaft tun. Es ist höch­ste Zeit unse­ren Kreuz­zug zu begin­nen. 015222417463, ich kom­me aus Baindt bei Wein­gar­ten, Oberschwaben.

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