Homophile Manöver in der Kirche

Weltfamilientreffen

(Rom/Dublin) Kar­di­nal Sean Patrick O’Mal­ley erteil­te dem Welt­fa­mi­li­en­tref­fen in Dub­lin über­ra­schend eine Absa­ge. Pro­te­stiert er damit gegen die homo­phi­len Manö­ver, die bestimm­te Seil­schaf­ten zur Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät durch die Kir­che vor­an­trei­ben? Der Kar­di­nal ist in der Kir­che für den Schutz der Kin­der vor sexu­el­lem Miß­brauch zustän­dig und scheint eins und eins zusam­men­ge­zählt zu haben.

Weltfamilientreffen 2018: Zweifelhafte Gäste und Programmpunkte

Das in weni­gen Tagen begin­nen­de Welt­fa­mi­li­en­tref­fen in Dub­lin steht im Sturm. Wegen zwei­fel­haf­ter Pro­gramm­punk­te und Gäste ern­tet die größ­te inter­na­tio­na­le, katho­li­sche Fami­li­en­ver­an­stal­tung bereits im Vor­feld hef­ti­ge Kri­tik. Aus den Rei­hen gläu­bi­ger Katho­li­ken, dar­un­ter das spa­ni­sche Nach­rich­ten­por­tal Info­Va­ti­ca­na, wur­de sogar  gefor­dert, das Welt­fa­mi­li­en­tref­fen abzu­sa­gen.

Gestern gab Kar­di­nal Sean Patrick O’Malley OFM Cap., der Erz­bi­schof von Bos­ton, bekannt, nicht am Welt­fa­mi­li­en­tref­fen teil­zu­neh­men, das vom 21.–26. August in Dub­lin statt­fin­den wird.

Kar­di­nal O’Malley lei­tet nicht nur eine der bedeu­tend­sten Diö­ze­sen der USA. Er ist auch der Ver­tre­ter Nord­ame­ri­kas im C9-Kar­di­nal­s­rat, der Papst Fran­zis­kus bei der Kuri­en­re­form und der Lei­tung der Welt­kir­che bera­ten soll. Der Kar­di­nal ist zudem auch Vor­sit­zen­der der Päpst­li­chen Kin­der­schutz­kom­mis­si­on. Als sol­cher spiel­te er in den ver­gan­ge­nen Mona­ten eine zen­tra­le Rol­le im Fall Bar­ros.

Der Erz­bi­schof von Bos­ton war es, der den Fall des chi­le­ni­schen Bischofs Juan Bar­ros end­gül­tig inter­na­tio­na­li­sier­te, nach­dem Papst Fran­zis­kus im Zuge sei­nes Chi­le-Besu­ches Ende Janu­ar Bar­ros auf eine Wei­se ver­tei­digt hat­te, die Kar­di­nal O’Malley für untrag­bar hielt.

Homosexualität beim Weltfamilientreffen in Dublin

James Martin SJ
James Mar­tin SJ

Stein des Ansto­ßes beim Welt­fa­mi­li­en­tref­fen sind die Anwe­sen­heit des homo­phi­len US-Jesui­ten James Mar­tin und das Pro­gramm zum The­ma Homo­se­xua­li­tät. Das Welt­fa­mi­li­en­tref­fen wur­de 1994 von Papst Johan­nes Paul II. ins Leben geru­fen, um die Fami­lie zu stär­ken und ihr Sicht­bar­keit in der Öffent­lich­keit zu ver­schaf­fen. Die Idee zu den Tref­fen grün­det in sei­nem nach­syn­oda­len Schrei­ben Fami­lia­ris con­sor­tio von 1981. Statt­des­sen soll in die­sem Jahr, so Kri­ti­ker, das Welt­fa­mi­li­en­tref­fen miß­braucht wer­den, um in der Kir­che für die Homo­se­xua­li­tät zu wer­ben.

Das Welt­fa­mi­li­en­tref­fen bie­tet auch in Dub­lin zahl­rei­che gute Pro­gramm­punk­te. Doch bekannt­lich genü­gen eine Prie­se, um ein Essen zu ver­sal­zen, und weni­ge Trop­fen, um einen Brun­nen zu ver­gif­ten.

Das Pro­gramm von Dub­lin zei­ge, so Kri­ti­ker, daß die Gen­der-Ideo­lo­gie in die Kir­che ein­ge­drun­gen ist. Wo die Fami­lie geför­dert wer­den soll, wird sie ange­grif­fen.

Kardinal O’Malleys Absage

Am Hoch­fest Mariä Him­mel­fahrt ver­öf­fent­lich­te das Erz­bis­tum Bos­ton eine Erklä­rung, in der mit­ge­teilt wur­de, daß Kar­di­nal Sean Patrick O’Malley nicht nach Dub­lin kom­men wird. Als Grund wer­den pasto­ra­le Ver­pflich­tun­gen im Prie­ster­se­mi­nar sei­nes Erz­bis­tums genannt. Das sei zu wenig, um die Teil­nah­me in Dub­lin abzu­sa­gen, wie es nicht nur in Rom heißt. Kein Gerin­ge­rer als Papst Fran­zis­kus per­sön­lich kommt näm­lich zum Welt­fa­mi­li­en­tref­fen nach Irland. Dabei han­delt es sich um den ersten Besuch des amtie­ren­den Pap­stes auf der grü­nen Insel.

Kardinal O'Malley, Boston
Kar­di­nal O’Mal­ley, Bos­ton

In der Erklä­rung des Erz­bis­tums Bos­ton wird die Bedeu­tung des Ereig­nis­ses, beson­ders des Papst­be­su­ches für Irland betont. Folgt man ver­trau­li­chen Stim­men, ste­he die Absa­ge in Wirk­lich­keit im Zusam­men­hang mit der Kri­tik am dies­jäh­ri­gen Welt­fa­mi­li­en­tref­fen. Bekannt­lich wur­de die Teil­nah­me des Jesui­ten James Mar­tin in Dub­lin von Rom durch­ge­setzt.

Laut Beob­ach­tern fin­det in der katho­li­schen Kir­che der­zeit hin­ter den Kulis­sen ein gigan­ti­scher Kampf zur Homo­se­xua­li­tät statt. Eine homo­phi­le Par­tei­ung unter hohen und höch­sten Kir­chen­ver­tre­tern ver­su­che mit mas­si­vem Enga­ge­ment die Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät durch die Kir­che zu errei­chen. Ihr Aktio­nis­mus sei dabei völ­lig unge­niert. In die­sem Zusam­men­hang wer­den eine Rei­he von Per­so­nen genannt, die eines gemein­sam haben: Alle wur­den von Papst Fran­zis­kus zu hohen und höch­sten Ehren beför­dert. Dazu gehört P. James Mar­tin selbst, den Fran­zis­kus als Con­sul­tor nach Rom berief.

Homophile Seilschaften

Im Zusam­men­hang mit dem Welt­fa­mi­li­en­tref­fen in Dub­lin wird nicht nur er, son­dern beson­ders auch Kar­di­nal Far­rell genannt. Der US-Ame­ri­ka­ner wur­de von Papst Fran­zis­kus zum Dikaste­ri­en­lei­ter und Kar­di­nal gemacht. Kar­di­nal Far­rell sei es gewe­sen, der Homo-Pro­gramm­punk­te in das Pro­gramm des Welt­fa­mi­li­en­tref­fens „inte­griert“ habe. Far­rell ist in Rom für die Lai­en, die Fami­lie und das Leben zustän­dig. Dei­ne Ernen­nung nann­te der katho­li­sche, spa­ni­sche Kolum­nist Fran­cis­co Fer­nan­dez de la Cigo­ña eine „schlech­te Ent­schei­dung“. Bereits sein Vor­gän­ger, Kuri­en­erz­bi­schof Vin­cen­zo Paglia, bis 2016 Fami­li­en­mi­ni­ster des Vati­kans, nun Prä­si­dent der Päpst­li­che Aka­de­mie für das Leben und Groß­kanz­ler des Päpst­li­che Theo­lo­gi­sche Insti­tut Johan­nes Paul II. für Ehe- und Fami­li­en­wis­sen­schaf­ten, wird von meh­re­ren Vati­ka­ni­sten der homo­phi­len Par­tei zuge­rech­net.

Erst vor weni­gen Wochen muß­te der Weih­bi­schof von Tegu­cig­al­pa zurück­tre­ten. Offi­zi­ell auf eige­nen Wunsch und ohne Grund. In Wirk­lich­keit war sei­ne Posi­ti­on untrag­bar gewor­den, nach­dem sein homo­se­xu­el­les Dop­pel­le­ben ent­hüllt und Semi­na­ri­sten ein Homo-Netz­werk im Prie­ster­se­mi­nar des Erz­bis­tums beklagt hat­ten. Erz­bi­schof von Tegu­cig­al­pa ist Kar­di­nal Oscar Rodri­guez Mara­dia­ga, einer der eng­sten Ver­trau­ten von Papst Fran­zis­kus.

Homo-Revolution durch Amoris laetitia?

Man­che sehen im umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amoris lae­ti­tia eine Revo­lu­ti­on ver­bor­gen, die noch weit mehr Spreng­stoff ent­hält, als bis­her ange­nom­men. Nicht die wie­der­ver­hei­ra­tet Geschie­de­nen sei­en der Haupt­adres­sat der päpst­li­chen Neue­rung, obwohl sie das Inter­es­se weit­ge­hend mono­po­li­sie­ren. Ziel­grup­pe sei­en nicht zuletzt auch die Homo­se­xu­el­len, denn in dem Doku­ment ist die Rede von Men­schen, die in einer irre­gu­lä­ren Bezie­hung leben (beson­ders AL, 305). Das geht weit über die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen hin­aus.

Folgt man die­sen Ein­schät­zun­gen, und es spricht eini­ges für sie, ist in der Kir­che eine gigan­ti­sche Bewe­gung im Gan­ge, die Homo­se­xua­li­tät von einer him­mel­schrei­en­den Sün­de zu einem aner­kann­ten, viel­leicht sogar pri­vi­le­gier­ten Lebens­stil zu machen. Die Aus­wir­kun­gen für das Prie­ster­tum und das Wei­he­sa­kra­ment ins­ge­samt wer­den als ver­hee­rend ein­ge­schätzt.

Untrenn­bar damit ver­bun­den sind näm­lich unter ande­rem die sexu­el­len Miß­brauchs­fäl­le, die die katho­li­sche Kir­che seit bald zehn Jah­ren erschüt­tern. Der­zeit wird die katho­li­sche Kir­che in den USA erschüt­tert, weil im Staat Penn­syl­va­nia im Lau­fe der ver­gan­ge­nen 70 Jah­re rund 300 Prie­ster Min­der­jäh­ri­ge sexu­ell miß­braucht hät­ten. Der weit­aus größ­te Teil aller Miß­brauchs­fäl­le wur­de von homo­se­xu­el­len Kle­ri­kern began­gen. Nur ein ver­schwin­dend klei­ner Teil hat­te Mäd­chen oder Frau­en im Visier.

Das Erz­bis­tum Bos­ton ließ kei­nen Zusam­men­hang durch­blicken. Den­noch gibt es Stim­men, die im Ver­trau­en sagen, daß die Teil­nah­me­ab­sa­ge von Kar­di­nal O’Malley am Welt­fa­mi­li­en­tref­fen in Dub­lin in Wirk­lich­keit eine Absa­ge an die homo­phi­len Manö­ver sei, die von homo­se­xu­el­len und homo­phi­len Seil­schaf­ten in der Kir­che betrie­ben wer­den. Manö­ver, die von Papst Fran­zis­kus zumin­dest gedul­det wer­den.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Info­Va­ti­ca­na

6 Kommentare

  1. https://www.attorneygeneral.gov/wp-content/uploads/2018/08/A‑Report-of-the-Fortieth-Statewide-Investigating-Grand-Jury_Cleland-Redactions‑8–12-08_Redacted.pdf

    Die­ses war und ist Stan­dard in der Kon­zils­kir­che. man muß mitt­ler­wei­le davon aus­ge­hen, daß Kon­zils­kir­che, Homo­lob­by und Pädo­phi­lie­seu­che das­sel­be ist. Der sexu­el­le Miß­brauch unter den libe­ra­len Bischö­fen in den USA konn­te lan­ge ver­tuscht wer­den, weil staat­li­che und moder­ni­sti­sche Orga­ni­sa­tio­nen die­ses unter dem Stich­wort „McK­in­sey“ völ­lig ver­harm­lost haben. Wie da irgend­je­mand noch von Fami­lie reden will inner­halb der kon­zils­kir­che, ist mir schlei­er­haft. Was sich da unter Zuhil­fe­nah­me von frei­mau­re­ri­scher in Penn­syl­va­nia abge­spielt hat, ist ein­fach uner­träg­lich. Solan­ge der Zusam­men­hang zwi­schen „homo­se­xu­el­len“ Hand­lun­gen und Hal­tun­gen sowie der Pädo­phi­lie nicht offen und klar erklärt wird, Wis­sen, was schon seit 2400 Jah­ren bekannt ist (Pla­ton, „Sym­po­si­on“ und „Phaidros“), soll­te end­lich wie­der auf die tages­ord­nung. Der hl. Pau­lus schreibt stän­dig davon, weil er es selbst in der paga­nen Umge­bung erlebt hat und als römi­scher Bür­ger die Mise­re kann­te und die römi­sche Hal­tung zur „Pai­derast­eia“ (Ver­ur­tei­lung und schmerz­haf­te bis töd­li­che „Ret­tich­pfäh­lung“) kann­te. Davon will man heu­te nichts wis­sen, Homo­se­xua­li­tät ist von der Straf­ge­richts­bar­keit aus­ge­schlos­sen wor­den, ja man ent­schul­digt sich sogar bei den homo­se­xu­el­len! Dann ver­ur­teilt die Staat­li­che Gewalt pädo­phi­le Täter zur Siche­rungs­ver­wah­rung. Bigot­ter und uner­träg­li­cher geht es nicht! Und was macht die Kon­zils­kir­che. man lese dazu den unter­schied zwi­schen den Kate­chis­men Papst Pius X. und Papst („“?) Johan­nes Paul II. Dort ist es unmiß­ver­ständ­lich Sün­de (Pius X.) da „unge­ord­ne­ter Trieb“ (CR 2358). Im gesam­ten Abschnitt (2357–2359) wird nicht ein­mal das Wort „pec­ca­tum“ gebraucht. Und die­ser Kate­chis­mus ist unter der Ägi­de von Joseph Ratz­in­ger ent­stan­den, er hat ihn mehr­fach geprüft und dann von Papst Johan­nes Paul II. pro­mul­gie­ren las­sen (übri­gens nach der Exkom­mu­ni­ka­ti­on der FSSPX-Bischö­fe). Im Wis­sen und Ein­ver­neh­men mit die­sen Taten läßt also Papst Fran­zis­kus, noch jene Päp­ste hei­lig­spre­chen, die nach­weis­lich und mit sei­nem Wis­sen jene Fäl­le von Miß­brauch ver­deckt und ver­tuscht haben, Paul VI, Johan­nes XXIII, Jon­han­nes Paul II.
    Natür­lich wet­tert Ber­go­glio gegen die Todes­stra­fe, aber die Hei­li­ge Inqui­si­ti­on hät­te die­sen pädo­phi­len und Homos ein siche­res Ende berei­tet und die hei­li­gen Tho­mas von Aquin und Alp­hons von Ligu­o­ri hät­ten in die­sem Fal­le mit Sicher­heit zuge­stimmt, weil die Kir­che in Gefahr ist.

    • @Christoph Rein

      Bezüg­lich der Ver­ur­tei­lung der Homo­se­xua­li­tät durch den hei­li­gen Alfons Maria Ligu­o­ri kann ich Ihnen nur Recht geben. Die Schrif­ten des Hei­li­gen sind sehr umfas­send. Anti­qua­risch habe ich mich ein­mal damit zu einem recht gün­sti­gen Preis ein­den­ken kön­nen.
      Es gibt sicher­lich kaum einen Hei­li­gen, der so viel Schö­nes und Erha­be­nes über die Got­tes­lie­be geschrie­ben hat.
      Heu­te, und ich kann hier aus eige­ner Erfah­rung als Kirch­gän­ger berich­ten, wird in bene­dik­ti­ni­schen Mönchs­krei­sen nur­mehr von der durch Alfons ber­schrie­be­nen Barm­her­zig­keit Got­tes gespro­chen.
      Mehr wird nicht von ihm erwähnt.
      Wer die Wer­ke des Hei­li­gen aller­dings etwas genau­er kennt, wird sich nicht schlecht über sei­ne Rhe­to­rik wun­dern.
      Ich möch­te sagen, dass es wohl kei­nen zwei­ten hei­li­gen Schrift­stel­ler sei­ner Zeit gibt, der mit sol­cher Rigi­di­tät über die Tod­sün­de, die ewi­gen Qua­len der Ver­damm­ten sowie die stren­ge Gerech­tig­keit Got­tes schreibt, wie es der Hei­li­ge Alfons getan hat.
      Wer sei­ne theol­gi­schen Abhand­lun­gen auf gren­zen­lo­se Barm­her­zig­keit redu­zie­ren will, kennt den Hei­li­gen schlecht bis über­haupt nicht.
      Sei­ne Schil­de­run­gen sind strecken­wei­se so furcht­ein­flö­ßend und so nach­hal­tig von dem Auf­ruf nach Umkehr und Abkehr von der Sün­de gerägt, dass man sich fra­gen muss, wie die gegen­wär­ti­ge Rest­ka­te­che­tik es schafft, sein Andenken über­haupt noch auf­recht zu erhal­ten. Das geht eben nur durch Redu­zie­ren, Ver­wi­schen und Ver­schwei­gen.
      Alfons ist kein zim­per­li­cher Kirch­leh­rer, son­dern einer der mit dem Brenn­ei­sen vor­geht; und es geziemt sich, ihn trotz die­ser unan­ge­neh­men Sei­ten, ganz und umfäng­lich zu stu­die­ren.
      Wenn man heu­te meint, so auch betont durch die atho­ni­schen Alt­vä­ter der Ortho­do­xie, dem Men­schen auf­rund sei­ner voll­stän­di­gen Sün­de­ver­strickung nur­mehr mit Lie­be begeg­nen kön­ne; so muss aber auf der ande­ren Sei­te doch gefragt wer­den, wie und mit wel­cher Ziel­füh­rung das gesche­hen soll, da ja selbst unse­re geweih­ten Prie­ster einen ande­ren Lie­bes­be­griff ver­tre­ten, wie ihn Jesus ver­tre­ten hat. Jesus war eben kein Schön­wet­ter­red­ner, son­dern einer, des­sen Wor­te mit Feu­er und Geist ver­se­hen waren. Er hat­te eine gro­ße alles über­stei­gen­de Lie­be — näm­lich die Lie­be zur Wahr­heit, die zunächst spi­ri­tu­ell begrün­det und im Kampf mit dem Teu­fel und sei­nem Anhang, den Dämo­nen, erprobt, ein­ge­tauft, und gefe­stigt wor­den war!
      In der teholo­gi­schen Aus­bil­dung hapert es lei­der an ellen Ecken und Enden.

  2. Das Pon­ti­fi­kat von Papst Fran­zis­kus könn­te man auch das Pon­ti­fi­kat der Unter­schei­dung und des Dia­lo­ges nen­nen.
    Das sieht erst mal gut und mensch­lich aus — und man war­tet bei jeder neu­en Ver­laut­ba­rung inklu­si­ve sei­ner Tref­fen und gesetz­ten Zei­chen dar­auf, doch noch irgend­wie das Recht­gläu­bi­ge her­aus­zu­le­sen. Man kann auch nie ein­deu­tig sagen, das was er mache, sei falsch.
    Eines lässt sich aber wohl ein­deu­tig sagen: Die Unter­schei­dun­gen, wie sie auch von den Vätern der Ortho­do­xie gefor­dert wer­den, wer­den nicht ange­wandt, um die ver­letz­ten Men­schen zur Recht­gläu­big­keit oder zum Sün­den­be­kennt­nis zu füh­ren; son­dern zur Rela­ti­vie­rung von Wahr­heit über­haupt.
    Das grund­le­gen­de Pro­blem der nach­kon­zi­lia­ren Kir­che besteht in der Spi­ri­tua­li­tät, die sich aus der geof­fen­bar­ten Theo­lo­gie der letz­ten Din­ge ergibt: Die voll­stän­di­ge Absa­ge an Teu­fels- und Dämo­nen­’­glau­be‘.
    Hier­in begrün­det wur­zelt auch das gesam­te kle­ri­ka­le Pro­blem: Der Kampf mit den Dämo­nen als gefal­le­nen Engeln wird nicht mehr ernst und dar­um auch nicht mehr auf­ge­nom­men. Das Gebet als gei­sti­ger Kampf zur Rein­wa­schung der See­le und Boll­werk gegen den Wider­sa­cher wird kraft­los und obso­let. Es ver­flacht zu einer Art Göt­zen­dienst, wenn es nur noch um die Ver­sor­gung mit inner­welt­li­chen Din­gen geht.
    Im Fazit kann einer sol­cher­art ent­seel­ten Kir­che, die auch nicht mehr das Kreu­zes­op­fer als Kampf gegen die Unter­welt zu deu­ten weiß, nichts ande­res offen ste­hen als der Huma­nis­mus der Welt, nach dem Mot­to: gib allen alles.
    Die gesam­te Sote­rio­lo­gie und Escha­to­lo­gie ist aus­ge­höhlt durch den unse­li­gen Öku­me­nis­mus mit den Pro­te­stan­ten.
    Unter­schei­dung kann nie das End­ergeb­nis einer theo­lo­gi­schen Aus­ein­an­der­set­zung oder eines Beicht­ge­sprächs sein, son­dern muss immer hin­ge­lenkt wer­den zur Wahr­heits­fin­dung zur Unter­schei­dung der Gei­ster, die besagt, war­um einer abge­fal­len ist und gesün­digt hat.
    Die Unter­schei­dung, wie sie Fran­zis­kus ver­steht, führt lei­der nur zur Auf­he­bung des Sün­den­be­griffs und Sün­den­ver­ständ­nis­ses. Sie ver­wischt den Unter­schied zwi­schen Dämo­nen und Engeln, Sün­dern und Hei­li­gen, Gererch­tig­keit und Barm­her­zig­keit.
    Die von Fran­zis­kus anvi­sier­te Welt­ein­heits­re­li­gi­on führt nur augen­schein­lich zum Frie­den; was sich in Wirk­lich­keit dar­aus ergibt, ist die Zer­stö­rung trag­fä­hi­ger Iden­ti­tä­ten (Bei­spiel 68er Auf­stand. Wes­sen es in Wahr­heit bedarf, ist eine Ent­welt­li­chung, wie sie von Papst Bene­dikt XVI abge­spro­chen wur­de. Wenn das Fun­da­ment der Wahr­heit nicht fel­sen­fest und unver­han­del­bar ist, bricht Kir­che im Dia­log mit der Welt zusam­men.
    Am Ran­de sei noch erwähnt, dass unse­re Kir­che von den Frei­mau­rern durch­drun­gen ist. Es las­sen sich zahl­lo­se Bei­spie­le dafür fin­den. So nimmt es auch kein Wun­der, dass ein Herr Macron als Exbän­ker, mit einem Stimm­ergeb­nis von 66,06 % gewählt wur­de. Das sind alles kei­ne Zufäl­le …

    • „Am Ran­de sei noch erwähnt, dass unse­re Kir­che von den Frei.….….……“
      Es war immer das Ziel der Frei­mau­re­rei den katho­li­schen Glau­ben von innen her­aus zu zer­stö­ren. Auch das mei­ste Unheil geht seit 1717 auf das Kon­to der Frei­mau­re­rei. Auch der Kom­mu­nis­mus! Marx schrieb sein Mani­fest in Wirk­lich­keit für die
      Roth­schilds.
      Der Kom­mu­nis­mus wur­de letz­ten Endes von ihnen (und wei­te­ren Ver­schwö­rern) zual­ler­erst in Russ­land instal­liert.
      Er durf­te dort erst dann „ver­schwin­den“ als der gesät­tig­te Westen neue Märk­te brauch­te. Genau vor die­sem Hin­ter­grund darf man auch die aktu­el­le „Flücht­lings­wel­le sehen. Wobei hier noch ganz ande­re Zie­le ver­folgt wer­den.
      Inho­mo­ge­ne Völ­ker las­sen sich lang­fri­stig viel leich­ter regie­ren.
      Die­se Grup­pen las­sen übri­gens regie­ren (Schein­de­mo­kra­tien).
      Es ist für die­se Leu­te die beste Dik­ta­tur.
      Die Unter­drück­ten wäh­nen sich alle frei — und lie­gen damit kom­plett falsch.

      Eine Kir­che die vor­her nicht in Form gebracht wur­de stört da gewal­tig.

  3. Ver­gli­chen mit den moder­ni­sti­schen Amts­trä­gern waren die Renais­sance­päp­ste fast anstän­dig.

  4. Das Welt­fa­mi­li­en­tref­fen soll­te abge­sagt wer­den, will es nicht zur Pro­pa­gan­da der Homo­phi­lie wer­den.

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