Päpstliche Verbal-Eskalation: Die neuen Konzentrationslager, der Islam als Opfer und die bedingungslose Masseneinwanderung

Das Blut der Märtyrer (Aktion von KIrche in Not, Fontana di Trevi, April 2016).
Das Blut der Märtyrer (Aktion von KIrche in Not, Fontana di Trevi, April 2016).

(Rom) Papst Fran­zis­kus mein­te es „gut“, schoß aus allen Roh­ren — und schoß weit über das Ziel hin­aus.  Und das gleich in jeder Hin­sicht, wie die Kri­tik von uner­war­te­ter Sei­te durch das Ame­ri­can Jewish Com­mi­tee (AJC) zeigt.

Gedenken für die neuen Märtyrer

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag gedach­te er auf Ein­la­dung der Gemein­schaft von Sant’Egidio der „Neu­en Mär­ty­rer des 20. und 21. Jahr­hun­derts“, wie es der Vati­kan offi­zi­ell for­mu­lier­te. Die Lit­ur­gie fand in der Basi­li­ka di San Bar­to­lo­meo all’Isola Tibe­ri­na in Rom statt. Wegen des öku­me­ni­schen Cha­rak­ters, den die Gemein­schaft von Sant’Egidio dem Ereig­nis geben woll­te, weil die Mär­ty­rer unter­schied­li­chen christ­li­chen Kon­fes­sio­nen ange­hö­ren, im Nahen Osten vor allem ortho­do­xen und alt­ori­en­ta­li­schen, fand ein Wort­got­tes­dienst statt.

Papst Franziskus bei seiner Ansprache in San Bartolomeo in Rom
Papst Fran­zis­kus bei sei­ner Anspra­che in San Bar­to­lo­meo in Rom

Papst Fran­zis­kus bemüh­te sich in sei­ner Pre­digt, die bis­her vom Hei­li­gen Stuhl nur in ita­lie­ni­scher Spra­che ver­öf­fent­licht wur­de, einen phä­no­me­na­len Spa­gat zu voll­füh­ren, der zwangs­läu­fig schei­tern muß­te. Obwohl der Titel der Ver­an­stal­tung wei­ter gefaßt war, bestand kein Zwei­fel, daß sie den heu­te wegen ihres Glau­bens von Mus­li­men ermor­de­ten Chri­sten galt. Jenen christ­li­chen Mär­ty­rern, deren Opfer­gang im Nahen und Mitt­le­ren Osten in Nord­afri­ka und in Euro­pa der offi­zi­el­len Poli­tik und dem vor­herr­schen­den west­li­chen Den­ken so unan­ge­nehm ist, daß sie — pein­lich berührt — ihn weit­ge­hend ver­tu­schen. Auch Papst Fran­zis­kus schei­nen die neu­en Mär­ty­rer nicht son­der­lich genehm zu sein. Die har­ten Fak­ten ver­schwim­men in sei­ner Dar­stel­lung und Amts­füh­rung. Der Kon­text wird weit­ge­hend aus­ge­blen­det.

Auch am ver­gan­ge­nen Sams­tag wei­ger­te sich Papst Fran­zis­kus, einen Zusam­men­hang zwi­schen der grau­en­vol­len Ermor­dung von unzäh­li­gen Chri­sten und dem Islam her­zu­stel­len. Weder sei der Islam, so der Papst bereits mehr­fach, für das Mor­den ursäch­lich, noch gebe es einen „isla­mi­schen“ Ter­ro­ris­mus, auch nicht im Zusam­men­hang mit den zahl­rei­chen und offen­sicht­li­chen Atten­ta­ten der Dschi­had-Mili­zen im Nahen Osten oder Euro­pa.

Päpstliche Quadratur des Kreises

Die­se poli­tisch kor­rek­te Wei­ge­rung mit ihrem selbst­auf­er­leg­ten Maul­korb macht das Geden­ken an die Opfer, an die neu­en Mär­ty­rer, zu einer Qua­dra­tur des Krei­ses. Eine sol­che ver­such­te Papst Fran­zis­kus am 22. April in der Basi­li­ka di San Bar­to­lo­meo all’Isola Tibe­ri­na in Rom.

Wört­lich sag­te er am Sams­tag:

„Ich möch­te heu­te eine wei­te­re Iko­ne in die­ser Kir­che hin­zu­fü­gen. Eine Frau. Ich ken­ne ihren Namen nicht. Sie sieht uns aber vom Him­mel aus. Ich war auf Les­bos, grüß­te die Flücht­lin­ge und fand einen 30 Jah­re alten Mann mit drei Kin­dern. Er schau­te mich an und sag­te zu mir: ‚Vater, ich bin Mus­lim. Mei­ne Frau war Chri­stin. Die Ter­ro­ri­sten kamen in unser Dorf, sie haben uns ange­schaut und uns nach der Reli­gi­on gefragt und haben sie mit dem Kreuz gese­hen und haben gesagt, sie soll es auf den Boden wer­fen. Sie hat es nicht getan, und sie haben ihr vor mir die Keh­le durch­ge­schnit­ten. Wir haben uns so sehr geliebt!‘“

Und wei­ter:

„Ich weiß nicht, ob die­ser Mann noch auf Les­bos ist oder es geschafft hat, anders­wo hin­zu­ge­hen. Ich weiß nicht, ob er es geschafft hat, aus die­sem Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger raus­zu­kom­men, weil die Flücht­lings­la­ger – vie­le – sind Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger für die Mas­se der Leu­te, die dort gelas­sen wer­den.“

Der Islam als Opfer und ein identitätsloser Terrorismus

Weni­ge Sät­ze, mit einer an rea­ler Dra­ma­tik und nack­ter Grau­sam­keit kaum zu über­bie­ten­den Schil­de­rung, die von Papst Fran­zis­kus einer an Per­fek­ti­on kaum zu über­bie­ten­den poli­tisch kor­rek­ten Les­art der aktu­el­len Ereig­nis­se unter­zo­gen wur­de — trotz ihrer weit­rei­chen­der Bedeu­tung.

Papst Franzikus mit Andrea Riccardi, Gründer und Ehrenvorsitzender der Gemeinschaft von Sant'Egidio
Papst Franz­i­kus wird von Andrea Ric­car­di, Grün­der und Ehren­vor­sit­zen­der der Gemein­schaft von San­t’E­g­idio, begrüßt.

Der Islam tritt in Gestalt die­ses einen Man­nes nur als Opfer auf. Das Chri­sten­tum begeg­net im Nar­ra­tiv auch als Opfer, wobei die Beto­nung auf dem rela­ti­vie­ren­den „auch“ liegt, tritt aber – da tot – hin­ter das eigent­li­che Opfer, dem noch leben­den mus­li­mi­schen Mann, zurück, dem es zu hel­fen gilt. Die Frau, so der Papst wei­ter in sei­ner Pre­digt, wur­de näm­lich bereits durch „das Mar­ty­ri­um begna­det“. Der Islam, immer in Gestalt die­ses einen Man­nes, hat daher nichts mit den Tätern zu tun, die zusam­men­hangs- und iden­ti­täts­los als „Ter­ro­ri­sten“ auf­tre­ten. Ein regi­ons­spe­zi­fi­scher Zusam­men­hang wird vom Papst bestrit­ten, obwohl die Ter­ro­ri­sten aus­drück­lich nach der Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit fra­gen.

Das Schwer­ge­wicht der päpst­li­chen Les­art ist nicht das Mar­ty­ri­um der Chri­stin, die durch isla­mi­sche Ter­ro­ri­sten getö­tet wur­de. Die­ses ent­schei­den­de Detail ver­schweigt der Papst, weil für ihn der „Geist der Welt“ für die Mor­de ver­ant­wort­lich ist. Die Aner­ken­nung der Schuld ist in der christ­li­chen Leh­re aller­dings eine ent­schei­den­de Vor­aus­set­zung zur Umkehr.

Priorität Masseneinwanderung: „Flüchtlinge in Konzentrationslagern“

Die erstaun­li­che Prio­ri­tät, die Papst Fran­zis­kus beim Mär­ty­rer­ge­den­ken setz­te, ist die Behand­lung der „Flücht­lin­ge“ durch die west­li­chen Staa­ten, die so skan­da­lös sei, nach den Wor­ten des Pap­stes jeden­falls weit skan­da­lö­ser als das Mar­ty­ri­um der Chri­sten, daß Fran­zis­kus die Unter­brin­gung der „Flücht­lin­ge“ als „Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger“ denun­zier­te. Ein Begriff, der in der Nach­kriegs­zeit durch Ver­en­gung auf den Zwei­ten Welt­krieg und den natio­nal­so­zia­li­sti­schen Herr­schafts­be­reich weit­ge­hend als Ort der Ver­nich­tung und der unmensch­lich­sten Behand­lung ver­stan­den wird.

Der Papst setz­te am ver­gan­ge­nen Sams­tag ein­deu­ti­ge Prio­ri­tä­ten. Nicht das Mar­ty­ri­um der Chri­sten bil­de­te – trotz des Anlas­ses – die eigent­li­che Prio­ri­tät, son­dern eine gehar­nisch­te Ankla­ge gegen den Westen, die vom Papst seit sei­nem Amts­an­tritt wie­der­holt ver­tei­dig­te Mas­sen­ein­wan­de­rung zu behin­dern. Das sei der eigent­li­che, jeden­falls schwer­wie­gend­ste Skan­dal, so der Papst indi­rekt.

Brutale Anklage gegen den Westen — Genozid an Christen verblaßt dahinter

Die Ankla­ge gegen Ber­lin, Wien, Rom, Paris, Lon­don, Madrid, Brüs­sel, Athen Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger zu betrei­ben ist von einer sol­chen Här­te, ja Bru­ta­li­tät, daß der Geno­zid der Dschi­ha­di­sten an den Chri­sten dahin­ter ver­blaß­te. So wur­den die Wor­te auch von den Medi­en wei­ter­ge­ge­ben. Mit kei­nem Wort ging Papst Fran­zis­kus bis­her dar­auf ein, daß unter denen, die er poli­tisch kor­rekt und sum­ma­risch als „Flücht­lin­ge“ bezeich­ne­te, sich tat­säch­lich Flücht­lin­ge befin­den, der weit­aus größ­te Teil, auch von jenen, die er selbst bei sei­nem Besuch auf Les­bos gese­hen hat­te, aber kei­ne Flücht­lin­ge sind.

Selfie mit Papst in einer "Flüchtlingsunterkunft" bei Rom
Sel­fie mit Papst in einer „Flücht­lings­un­ter­kunft“ bei Rom

Ita­li­en ver­öf­fent­lich­te erst jüngst die Zah­len für 2016 zu jenen, die mit Boo­ten von Nord­afri­ka aus Ita­li­en erreicht haben. Wie bereits 2015 wur­den ledig­lich fünf Pro­zent als Flücht­lin­ge aner­kannt, und das, obwohl von Sei­ten der ita­lie­ni­schen Mit­te-links-Regie­rung eine gro­ße poli­ti­sche Bereit­schaft zu einer groß­zü­gi­gen Hand­ha­bung besteht. Papst Fran­zis­kus wie­der­hol­te jedoch, daß alle, die er auf Les­bos sah, „Flücht­lin­ge“ waren. Und alle in einem „Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger“ fest­ge­hal­ten und damit impli­zit poten­ti­ell „ver­nich­tet“ und „unmensch­lichst“ behan­delt wer­den. Und es besteht kein Zwei­fel, daß Les­bos und Lam­pe­du­sa als Chif­fren für alle Migran­ten zu ver­ste­hen sind.

Am Tag der neu­en Mär­ty­rer des 20. und 21. Jahr­hun­derts mach­te Papst Fran­zis­kus Euro­pa und den Westen zu den eigent­li­chen Ange­klag­ten. Die isla­mi­schen Täter ver­schwan­den dahin­ter bis zur Unkennt­lich­keit und waren nicht mehr greif­bar.

Papst als maßgeblicher Impulsgeber des Migrations-Narrativs

Der ita­lie­ni­sche Wis­sen­schaft­ler Mar­co Bru­no von der römi­schen Uni­ver­si­tät La Sapi­en­za unter­such­te die Ent­wick­lung in der media­len Dar­stel­lung der Mas­sen­ein­wan­de­rung über die Mit­tel­meer-Rou­te. Er stell­te fest, daß in gewis­sen Abstän­den, um eine „Abnut­zung“ und ein Abflau­en des Inter­es­ses zu ver­hin­dern, Ände­run­gen im Nar­ra­tiv vor­ge­nom­men wer­den, bei denen es sich in der Regel um Dra­ma­ti­sie­run­gen im Sin­ne einer Eska­la­ti­on han­delt. Eine zen­tra­le Rol­le weist er dabei Papst Fran­zis­kus zu. Sein Lam­pe­du­sa-Besuch im Juli 2013 sei erst der ent­schei­den­de Motor für die Medi­en­auf­merk­sam­keit für die Ein­wan­de­rung über die Mit­tel­meer-Rou­te gewor­den. Eine ähn­li­che Wir­kung ist sei­nem Les­bos-Besuch im April 2016 zuzu­schrei­ben.

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag ver­such­te Papst Fran­zis­kus dem Migra­ti­ons­the­ma einen wei­te­ren „Impuls“ zu geben und dem Lam­pe­du­sa-Nar­ra­tiv und dem ersten Les­bos-Nar­ra­tiv eine neu­es, zwei­tes Les­bos-Nar­ra­tiv anzu­hän­gen: jeweils mit einer deut­li­chen Eska­la­ti­on an Dra­ma­tik, Ankla­ge und Fron­tal­mo­bi­li­sie­rung der Gefühls­ebe­ne. Der Papst betreibt damit Poli­tik und tut dies mit öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Genia­li­tät unter Aus­nut­zung der offen­kun­di­gen oder zumin­dest laten­ten Bereit­schaft des poli­ti­schen Estab­lish­ments und damit der füh­ren­den Medi­en ihm dar­in zu fol­gen.

Päpstliche Verbal-Eskalation und Kritik von unerwarteter Seite

Das vom Papst offen­sicht­lich gezielt ein­ge­setz­te Mit­tel der nar­ra­ti­ven Eska­la­ti­on, der Zwang zur Stei­ge­rung, ging am ver­gan­ge­nen Sams­tag aller­dings soweit, daß sie von uner­war­te­ter Sei­te Kri­tik aus­lö­ste. Mit dem KZ-Ver­gleich griff Fran­zis­kus in das „Hoheits­ge­biet“ einer ande­ren Inter­es­sens­grup­pe mit exklu­si­vem Anspruch ein. Obwohl Fran­zis­kus als der „juden­freund­lich­ste Papst der Geschich­te“ gilt, so Secretum meum mihi, zeig­te sich das Ame­ri­can Jewish Com­mi­tee (AJC) in New York gar nicht begei­stert vom päpst­li­chen Sprach­ge­brauch.

Die Lage der „Ein­wan­de­rer und Flücht­lin­ge“ kön­ne in „eini­gen euro­päi­schen Staa­ten“ der­zeit zwar „schwie­rig“ sein und wür­de „mehr inter­na­tio­na­le Auf­merk­sam­keit“ ver­die­nen, aber die Flücht­lings­un­ter­brin­gung sei nicht mit „Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern“ zu ver­glei­chen, so David Har­ris, der AJC-Vor­sit­zen­de. Die Wort­wahl des Pap­stes sei, „bei allem Respekt“ gegen­über dem Papst, „bedau­er­lich“. Die „Prä­zi­si­on der Spra­che“ sei bei „histo­ri­schen Bezü­gen“, gera­de wenn es sich um eine „so pro­mi­nen­te und bewun­der­te inter­na­tio­na­le Gestalt han­delt“ von „abso­lu­ter Wich­tig­keit“, so Har­ris.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Youtube/Vatican.va (Screen­shots)

14 Kommentare

  1. Kri­tik von uner­war­te­ter Sei­te? Nicht wirk­lich! Eigent­lich folg­te die­se wie das Amen im Gebet. Nicht ein­mal ein „gut­mei­nen­der“ Papst darf so etwas sagen.
    Im übri­gen soll­ten wir nicht dahin­ge­hend in die­sen Chor ein­stim­men, dass wir die Ange­mes­sen­heit der Wort­wahl dis­ku­tie­ren. Der eigent­li­che, mate­ri­el­le Inhalt ist das Schlim­me. Der Papst als Für­spre­cher der tota­len Migra­ti­on in unse­re Län­der! Die Kir­che ist nicht nur nicht län­ger die Hüte­rin ihrer Scha­fe, son­dern längst auf die Sei­te der Wöl­fe über­ge­wech­selt, ja nimmt auf die­ser einen radi­ka­len Stand­punkt ein.
    „Gut gemeint“, Herr Nar­di, war da über­haupt nichts.
    Dem rest­li­chen Teil Ihres Arti­kels und Ihrer For­mu­lie­run­gen ist natür­lich voll zuzu­stim­men.

    • Wegen die­ses erwähn­ten,
      nicht näher bekann­ten, mus­li­mi­schen Man­nes
      einer getö­te­ten Chri­stin, möch­te ich erwäh­nen:
      Apost­asie im Islam:
      Wäh­rend im Chri­sten­tum die Tau­fe den Ein­tritt in die Glau­bens­ge­mein­schaft mar­kiert,
      wird man Mus­lim oder Mus­li­min qua Geburt, wenn der Vater Mus­lim ist.
      Ein Aus­tritt ist in die­sem Sze­na­rio nicht vor­ge­se­hen und de fac­to gar nicht mög­lich.
      Die Bedro­hung für Aposta­ten hat sich durch das Inter­net nicht gera­de ver­rin­gert. Radi­ka­le Isla­mi­sten, die sich zur Bestra­fung beru­fen füh­len, sind heu­te welt­weit ver­netzt und aktiv.
      Der klei­ne Exo­dus — Glau­bens­ab­fall im Islam
      War­um sich Mus­li­me von ihrer Reli­gi­on abwen­den,
      auch wenn sie sich damit in Lebens­ge­fahr bege­ben.
      Christ wer­den unter Lebens­ge­fahr:
      Dass die­sen Schritt kei­ner leicht­fer­tig tut,
      ist weni­ger eine Fol­ge
      der ein­jäh­ri­gen Vor­be­rei­tungs­zeit der Täuf­lin­ge in den Pfar­ren,
      als der mög­li­chen Kon­se­quen­zen.
      Auf den Abfall vom Glau­ben,
      die soge­nann­te Apost­asie, die Rid­da oder Irtidad,
      ste­hen im Islam dra­ko­ni­sche Stra­fen.
      Dro­hen­de Kon­se­quen­zen für Aposta­ten
      rei­chen von Repres­sa­li­en gegen die Fami­lie
      über das Ein­frie­ren des Ver­mö­gens
      bis hin zur dro­hen­den Todes­stra­fe.

      http://religion.orf.at/stories/2838845/
      https://de.wikipedia.org/wiki/Apostasie_im_Islam

      • Erstens kann nie­mand die­ses Papst-Geschich­tel über­prü­fen. Ehr­lich gesagt ten­die­re ich dazu, kein Wort davon zu glau­ben.
        Zwei­tens, lie­ber Islam-Exper­te, gibt es im Islam, und nicht nur in die­sem, die Lizenz zum Lügen, genannt Taqi­ya, wenn es für den Islam von Nut­zen ist. Und die Hid­schra, die isla­mi­sche Land­nah­me, ist für den Islam von Nut­zen.
        Kein Jiha­di wird einem Moham­me­da­ner die Schein­kon­ver­si­on zum Vor­wurf machen, des­sen kannst du dir gewiss sein.
        Ich habe den star­ken Ver­dacht, dass unse­re Kir­chen­ver­tre­ter in die­sem Punkt viel zu naiv sind, dies gün­stig­sten­falls, denn dass gewis­se Kir­chen­krei­se mit den Aus­tau­schern gemein­sa­me Sache machen, ist ja mitt­ler­wei­le noto­risch. Jeden­falls traue ich nie­man­dem, weder den neu­er­dings so kon­ver­si­ons­freu­di­gen Mos­lems, noch „unse­ren“ Kir­chen­leu­ten. Tut mir leid, ange­sichts unse­rer Situa­ti­on ist Här­te und Skep­sis ange­bracht. Unse­re Neo-Chri­sten kön­nen dann zei­gen, wie ernst es ihnen mit ihrer Kon­ver­si­on ist. Ein Auf­ent­halts­ti­tel darf ihnen dar­aus nie­mals erwach­sen.

  2. Es ist jetzt höchst an der Zeit, daß die Zuhö­rer von Papst Fran­zis­kus, in San­ta Mar­ta oder bei ande­ren Anläs­sen, auf­ste­hen und ein Ende die­ses Geschwät­zes for­dern. Ohne Eklat wird es nicht abge­hen.

    Es wäre schön, wenn sich zu die­sem pro­phe­ti­schen Dienst auch Bischö­fe und Kar­di­nä­le fän­den.
    Tap­fer­keit wäre jetzt gefragt.

    Das wäre mit der For­de­rung zu ver­bin­den, daß Papst Fran­zis­kus wie­der nach Hau­se fah­ren möge. Als „Bischof von Rom“ ist er am fal­schen Platz.

    • Lie­ber Herr Schrems, dan­ke für die­sen Bei­trag, mit dem Sie mir wahr­lich aus der See­le gespro­chen haben! Die Wor­te „Ende die­ses Geschät­zes“ brin­gen die Sache wirk­lich auf dem Punkt. Man darf das wirk­lich nicht mehr hin­neh­men. Ein herz­li­ches Ver­gelt ’s Gott dafür, dass Sie es in Ihrem immer­hin doch nicht ganz unbe­deu­ten­den Wir­kungs­be­reich und unter ihrem Real­na­men getan haben! !

  3. Die Kri­tik durch das AJC kam nicht uner­war­tet oder von uner­war­te­ter Sei­te, son­dern so sicher wie das Amen im Gebet. Und das Ber­go­glio es „gut“ mein­te, glau­be ich schon gar nicht.

    Anson­sten ist die­sem sehr guten und deli­kat for­mu­lier­ten Arti­kel voll und ganz zuzu­stim­men.

  4. Also was regen wir uns eigent­lich auf . Es gibt kei­nen isla­mi­sti­schen Ter­ror. Es wer­den also kei­ne Chri­sten in isla­misch gepräg­ten Län­dern ver­folgt. Die Ter­ror­an­schlä­ge haben also laut unserm Papst ihren Grund für das Fehl­ver­hal­ten in der euro­päi­schen Poli­tik. Der Ver­gleich mit Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger ist schockie­rend.

    Das abso­lu­te Grau­en in einem Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger kann sich nie­mand vor­stel­len. Da kommt ein Papst daher und wagt einen Ver­gleich. Die­ser Papst hat jeden ein­zel­nen KZ Häft­ling belei­digt. Die­ser Mann ist untrag­bar. Jeder ande­re Poli­ti­ker müss­te sei­nen Rück­tritt erklä­ren.

  5. „Quous­que tan­dem, Cati­li­na, abu­te­re pati­en­tia nostra?“-
    „Wie lan­ge noch , Cati­li­na, willst du unse­re Geduld noch miß­brau­chen?“:
    Die­ser erster Satz aus der 1. Cati­li­na­ri­schen Rede von Cice­ro dürf­te jedem Latein­schü­ler bekannt sein.

    Ich habe nie den­ken kön­nen, daß man die­sen Aus­ruf ein­mal umpa­ra­phra­sie­ren konn­te mit einem Papst­na­men.

    Oder um es eher euphe­mi­stisch-ver­klau­su­liert mit einem berühm­ten Phi­lo­so­phen zu sagen:
    “ Papst Fran­zis­kus soll­te begrei­fen, daß das Papst­amt nicht gren­zen­los beschä­digt wer­den kann“.

  6. Die Wor­te die­ses Pap­stes sind sehr ver­wir­rend. Er spricht im Zusam­men­hang mit der Behand­lung der „Flücht­lin­ge“ durch die west­li­chen Staa­ten in den Lagern von „Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern“, wohl wis­send, dass die­ser Begriff nicht nur fest deter­mi­niert ist. son­dern dazu in der Erkennt­nis, dass sei­ne Aus­sa­ge voll­kom­men am Sach­ver­halt vor­bei­geht. Daher erlau­be ich mir in wesent­li­chen Punk­ten eine Kor­rek­tur: Die Kz´s waren Ver­nich­tungs­la­ger zur Ermor­dung Men­schen aus meist ras­si­sti­schen Grün­den. Die Insas­sen wur­den gegen ihren Wil­len dort­hin Zwangs depor­tiert. sie wur­den weit­ge­hend und syste­ma­tisch ihrer Per­sön­lich­keit beraubt, es wur­den Ihnen ihre Haa­re gescho­ren, sie wur­den ihrer Pri­vat­klei­dung und allem Pri­va­ten beraubt
    sowie der Name durch eine Num­mer ersetzt. Die Wür­de der Men­schen und ihre Rech­te wur­den men­schen­ver­ach­tend mit Füssen getre­ten. Die Lager dien­ten nur dem Ziel des Völ­ker­mor­des. Der heu­ti­ge Begriff des Holo­caust will bezeich­nen, dass die Men­schen phy­sisch, psy­chisch mit ihrer Men­schen­wür­de voll­kom­men ver­nich­tet wur­den. Die Auf­nah­me­la­ger für Flücht­lin­ge etwa in Grie­chen­land damit ver­glei­chen zu wol­len, lässt eine tota­le ideo­lo­gi­sche Ver­blen­dung erken­nen bei der zu fra­gen ist, war­um die­se bewusst fal­sche Dik­ti­on? Cui bono?

  7. Nötig wäre end­lich eine Kor­rek­tur von Nostra aeta­te zum Kapi­tel „isla­mi­sche Reli­gi­on“.

    Moham­meds Allah ist nicht der drei­fal­ti­ge Gott, ist auch nicht der Schöp­fer des Him­mels und der Erde, denn das ist der drei­fal­ti­ge Gott.

    Ich fra­ge mich immer, wie Men­schen an etwas glau­ben kön­nen, wenn die Über­brin­ger der Leh­re so gelebt haben wie sie gelebt, z. B. Moham­med und Luther.

  8. Bei nüch­ter­ner Beur­tei­lung des Sach­ver­halts soll­te man auch erwä­gen, daß jener mos­le­mi­sche Flücht­ling Fran­zis­kus ganz ein­fach nur ange­lo­gen haben könn­te. Wir soll­ten eines nicht ver­ges­sen: TaqÄ«ya – dies ist jene Form der isla­mi­schen Reli­gi­ons­lü­ge, die ein Mos­lem jeder­zeit einem Kuf­f­ar gegen­über zur Anwen­dung brin­gen darf und muß – immer dann also, wenn es dem Islam dien­lich und nütz­lich scheint. Jene christ­li­che Ehe­frau exi­stiert dem­nach höchst­wahr­schein­lich gar nicht; vor allem nicht als Chri­stin, die nicht zum Islam kon­ver­tiert wäre — ob frei­wil­lig oder gar gezwun­ge­ner­ma­ßen sei gleich­falls dahin­ge­stellt.
    Womög­lich exi­stiert aber auch jener Flücht­ling sel­ber nicht – Fran­zis­kus selbst könn­te die Welt­öf­fent­lich­keit also belo­gen haben. Auch die­se Ver­mu­tung ist rea­li­stisch: Rund um die Vor­gän­ge, Abläu­fe und die erzwun­ge­nen Per­so­nal-Rocha­den beim Mal­te­ser-Orden hat er das ja nach­weis­lich mehr­mals getan – neu­deutsch benannt: „Fake-News“. Wei­ter­ge­hend könn­te man ja auch argu­men­tie­ren, daß vor­sätz­li­ches Ver­dre­hen und Ver­schwei­gen von Wahr­hei­ten Lügen gleich­kommt. Fran­zis­kus‘ – nun ja — „Lehr­schrei­ben“, wel­ches den schö­nen, harm­los klin­gen­den Namen „Amo­ris Lae­ti­tiae“ trägt, ist das beste Bei­spiel dafür.
    Das schlimm­ste jedoch war, daß er auf Les­bos nach­weis­lich kei­nem ein­zi­gen christ­li­chen Flücht­ling gehol­fen hat, son­dern aus­schließ­lich Mos­lems; ein ent­setz­li­ches Ver­hal­ten, wenn ich mir als Kon­trast zu Fran­zis­kus Sankt Mar­tin oder den bibli­schen Sama­ri­ter vor Augen füh­re.
    Fran­zis­kus ist der Ober­ste Hir­te der Katho­li­ken – eigent­lich. Auch die­ses Memo­ran­dum sei an die­ser Stel­le ein­ge­fügt, weil’s paßt: Nahe­zu sämt­li­che Kar­di­nä­le, die wir heu­te haben, sind von den Päp­sten Johan­nes Paul II. und des­sen unmit­tel­ba­rem Nach­fol­ger Bene­dikt XVI. ernannt wor­den! Bit­te nicht ver­ges­sen, sobald man einer gewis­sen Bene­dikt-Nost­al­gie frö­nen will! Wir gehen fürch­ter­li­chen Zei­ten ent­ge­gen. Hei­li­ge Tri­ni­tät, bit­te ste­he uns bei, Hei­li­ge Fami­lie mit der Got­tes­mut­ter, bit­te bitt‘ für uns.

    In Cri­sto per Mari­am +

    Car­los­mi­guel

    • Sehr rich­tig, die­se Geschich­te kommt mir äußerst unwahr­schein­lich vor. Erstens hei­ra­ten Mos­lems und Chri­sten in die­sen Län­dern nicht so mas­sen­wei­se, zumals es für bei­de Sei­ten gefähr­lich ist. Dann: war­um haben die angeb­li­chen Ter­ro­ri­sten den Mann ver­schont, der mit einer Chri­stin ver­hei­ra­tet war und wohl sei­nen Glau­ben kaum schlüs­sig bewei­sen dürf­te? Und drit­tens: war­um ist die­ser von sei­nen Glau­bens­brü­dern ver­schon­te Mos­lem über­haupt auf der Flucht?
      Die Geschich­te stinkt von vorn bis hin­ten und ist nur dazu da, um Sym­pa­thie für den „unbe­kann­ten mos­le­mi­schen Flücht­ling“ zu schü­ren, ein­fach bil­li­ge Stim­mungs­ma­che.

  9. Flücht­lings­un­ter­künf­te mit Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern zu ver­glei­chen ist der­art abstrus, haar­sträu­bend und unge­zo­gen, dass sich jeder Kom­men­tar erüb­rigt.

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