"Die Jagd ist eröffnet." Kirchenfeindliche Karikatur aus den frühen 1860er Jahren - mit geopolitischem Kontext. Garibaldi im roten Hemd schießt auf Kleriker. Der neue italienische König Viktor Emanuel II. will den Papst abschießen. Der Franzose (Napoleon III.) ruft: "Im Kirchenstaat wird nicht gejagt". Der Brite (Premierminister Palmerston) antwortet, während er sein Gewehr lädt: "Laß ihn (den italienischen König) einen guten Schuß machen, dann sind wir alle zufrieden."
Hintergrund

1870: Rom wird Hauptstadt – zwischen Licht und vielen Schatten

Von Anto­nel­lo Can­n­a­roz­zo* Bevor ich die­sen Arti­kel geschrie­ben habe, habe ich bewußt län­ger gewar­tet, um fest­zu­stel­len, wie das histo­ri­sche Datum des 20. Sep­tem­ber 1870, das an die Ein­nah­me Roms und das Ende des Kir­chen­staa­tes und damit der welt­li­chen Herr­schaft der Päp­ste erin­nert, seit eini­gen Jah­ren immer mehr ver­blaßt und inzwi­schen weit­ge­hend tot­ge­schwie­gen wird.
"Veritas" von Jan van Delen in der Liebfrauenkirche am Sablon in Brüssel (Onze-Lieve-Vrouw ter Zege op de Zavelkerk)
Forum

An der Wahrheitsfrage kommt niemand vorbei

Ein Kom­men­tar von Don Micha­el Gurt­ner* Wer die Debat­ten, und beson­ders die ver­schie­de­nen Argu­men­ta­ti­ons­fi­gu­ren in den ver­schie­de­nen Fel­dern wie Poli­tik, Rechts­fin­dung und Kir­che auf­merk­sam ver­folgt und sich dar­in hin­ein­denkt, wird mit Sicher­heit sehr schnell fest­stel­len müs­sen, daß es auf allen Sei­ten, und lei­der auch bei jenen, wel­che an sich die rech­te Sache ver­tre­ten, viel­fach einen …
Unsere Liebe Frau vom Sieg, wie sie dem heiligen Papst Pius V. bei der Schlacht von Lepanto erschienen ist.
Liturgie & Tradition

Der postliberale Priester

Von Julio Lore­do* Ein fester Bezugs­punkt im Den­ken man­cher „rech­ter“ Krei­se ist der Anti­ame­ri­ka­nis­mus, das heißt jenes tief­sit­zen­de, vor­be­halt­lo­se Ableh­nen von allem, was aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka stammt. Eine sol­che Ableh­nung ist zwei­fel­los in nicht weni­gen Aspek­ten gerecht­fer­tigt. Denn über lan­ge Zeit hin­weg wirk­te der Ein­fluß des ame­ri­ka­ni­schen Libe­ra­lis­mus und umfas­sen­der noch der …
Die altrituellen Karmeliten von Wyoming bauen inmitten der Berge ihren Karmel im gotischen Stil
Liturgie & Tradition

Wie plural darf die Kirche nicht mehr sein?

Spon­ta­ne Gedan­ken von Giu­sep­pe Nar­di Der soeben ein­ge­lang­te Bei­trag der Lin­zer Kir­chen­zei­tung samt Inter­view mit dem Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Tho­mas Schmi­din­ger lie­fert ein Para­de­bei­spiel für jene eigen­tüm­li­che kirch­li­che Aku­stik moder­ner Bau­art, in der jede gre­go­ria­ni­sche Note wie ein bedroh­li­cher Marsch­tritt ver­nom­men wird. Schon der Ein­stieg – ein Orden, der in den Rocky Moun­ta­ins ein Klo­ster im Stil der …
Forum

Die episkopale Oligarchie der Porteños

Ein argen­ti­ni­scher Prie­ster bie­tet Ein­blick in Hin­ter­grün­de und Milieus der Kir­che in Argen­ti­ni­en, aus denen Jor­ge Mario Berg­o­glio, dann Papst Fran­zis­kus, her­vor­ge­gan­gen ist. Milieus, die auch wei­ter­hin domi­nant auf die Kir­che in dem latein­ame­ri­ka­ni­schen Land ein­wir­ken. Die Erst­ver­öf­fent­li­chung erfolg­te durch Cami­nan­te Wan­de­rer. Die epi­skopa­le Olig­ar­chie der Por­te­ños Von Facun­di­to* In der Geschich­te Argen­ti­ni­ens – wie …
Charlie Kirk war ein Märtyrer, aber nicht nur der Meinungsfreiheit, sondern von weit mehr. Er ist ein Märtyrer der Wahrheit
Forum

Der Mord an Charlie Kirk und die Frage des Martyriums

Von Fabio Fuia­no* Am ver­gan­ge­nen 10. Sep­tem­ber wur­de die Welt tief erschüt­tert durch die Ermor­dung des Akti­vi­sten Char­lie Kirk (1993–2025), der mut­maß­lich durch eine Kugel des 22jährigen Tyler Robin­son wäh­rend einer Debat­te an der Utah Val­ley Uni­ver­si­ty in Orem getö­tet wurde.
Läßt sich Papst Leo XIV. vom Kirchenvater Augustinus und Leo XIII. leiten? Wenn ja, wird er ein schweres Leben haben, sagt der Philosoph, ehemalige Senatspräsident und Freund von Benedikt XVI. Marcello Pera
Leo XIV.

Marcello Pera: „Wenn das ihn leitet, wird Leo XIV. ein schweres Leben haben“

Das Pon­ti­fi­kat von Papst Leo XIV. beginnt lang­sam Kon­tu­ren anzu­neh­men. Vor­erst aber herrscht eine gewis­se Unsi­cher­heit auf allen Sei­ten, auch auf der pro­gres­si­ven, in wel­che Rich­tung das neue Kir­chen­ober­haupt das Boot Petri steu­ern wird. Auch der Phi­lo­soph, eme­ri­tier­te Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor und ehe­ma­li­ge Prä­si­dent des ita­lie­ni­schen Senats Mar­cel­lo Pera blickt mit Inter­es­se auf das neue Pon­ti­fi­kat. Pera, …
Vor zwei Jahren verstarb Benedikt XVI. Da kaum daran gedacht wird, unternimmt Stefano Fontana den Versuch einer Würdigung
Forum

Benedikt XVI. zwei Jahre nach seinem Tod – eine Lektion, die man nicht vergißt

Von Ste­fa­no Fon­ta­na* Am 31. Dezem­ber 2022 starb Joseph Ratz­in­ger, der acht Jah­re lang unter dem Namen Bene­dikt XVI. Papst war. Im Zusam­men­hang mit die­sem Jah­res­tag sind kei­ne grö­ße­ren Geden­kinitia­ti­ven zu ver­zeich­nen, abge­se­hen von einem Sam­mel­band her­aus­ge­ge­ben von der Monats­zeit­schrift Il Timo­ne mit Auf­sät­zen von Kar­di­nä­len und Bischö­fen über sein „Ver­mächt­nis und sei­ne Leh­re“. Gene­rell …
Jesus Christus ist der König der Welt, der Weltenherrscher, wie er in der Sakralkunst dargestellt ist.
Nachrichten

„Nur wer nicht glaubt, daß Christus König ist, kann die Theorie aufstellen, daß ‚alle Religionen ein Weg zu Gott sind‘ “

Zum Christ­kö­nigs­fest hielt Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò eine Pre­digt, die wir doku­men­tie­ren. Der ehe­ma­li­ge Apo­sto­li­sche Nun­ti­us in den USA wur­de im ver­gan­ge­nen Som­mer vom Hei­li­gen Stuhl wegen der „Straf­tat des Schis­mas“ latae sen­ten­tiae exkom­mu­ni­ziert. Grund dafür war sei­ne Wei­ge­rung, wie es in der ent­spre­chen­den Erklä­rung des Glau­bens­dik­aste­ri­ums vom 5. Juli 2024 heißt, Fran­zis­kus als Papst …
Das Fest der Sieben Schmerzen Mariens am 15. September
Hintergrund

Maria, die Allerseligste, im Kampf gegen die Mächte des Bösen

Von Cri­sti­na Sic­car­di* Am Sonn­tag, dem 8. Sep­tem­ber, war das Fest Mariä Geburt, und am kom­men­den Sonn­tag ist das lit­ur­gi­sche Geden­ken an die Sie­ben Schmer­zen der aller­se­lig­sten Jung­frau Maria. In unse­ren Tagen sind wir genö­tigt, die anti­christ­li­che Macht so dra­ma­tisch und aggres­siv zu erle­ben, daß wir manch­mal die Hoff­nung und das Ver­trau­en ver­lie­ren. Statt­des­sen lei­tet …