In te Domine speravi – Eine Ermahnung zum Jahreswechsel von Erzbischof Carlo Maria Viganò

Von Koordinaten und Kampf

Zum Jahreswechsel veröffentlichte Erzbischof Carlo Maria Viganò, einst Spitzendiplomat des Heiligen Stuhls, eine ernste Mahnung für das neue Jahr.
Zum Jahreswechsel veröffentlichte Erzbischof Carlo Maria Viganò, einst Spitzendiplomat des Heiligen Stuhls, eine ernste Mahnung für das neue Jahr.

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò, der ehe­ma­li­ge Apo­sto­li­sche Nun­ti­us in den USA, gehört zu den kraft­vol­len Stim­men in der kirch­li­chen Hier­ar­chie, in der er jedoch im der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kat eine Außen­sei­ter­rol­le ein­nimmt. In der Coro­na-Zeit, die von einem unglaub­li­chen Aus­maß an Lügen beherrscht waren, deren Dimen­si­on an Quan­ti­tät und Qua­li­tät immer deut­li­cher ans Licht kommt, zähl­te er zu den weni­gen Hir­ten, die sich dem ver­ord­ne­ten Ein­heits­den­ken wider­setz­ten und vor gefähr­li­chen Ent­wick­lun­gen warn­ten. Zum Sil­ve­ster­tag ver­öf­fent­lich­te er einen Jah­res­rück­blick, der den Cha­rak­ter einer ern­sten Ermah­nung hat und noch vor dem Able­ben von Bene­dikt XVI. ver­faßt wur­de. Wir doku­men­tie­ren die Stel­lung­nah­me von Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò in deut­scher Sprache:

Desideratus cunctis gentibus

Seht, kom­men wird der von allen Völ­kern Erwartete.

In die­sen letz­ten Stun­den, die den Abschluß des Kalen­der­jah­res mar­kie­ren, berei­tet sich jeder von uns dar­auf vor, an den fei­er­li­chen Got­tes­dien­sten teil­zu­neh­men, mit denen die Kir­che der gött­li­chen Maje­stät den Dank­ge­sang des Te Deum entgegenbringt.

Te Deum lau­da­mus: te Domi­num con­fi­tem­ur.
Wir loben Dich, o Gott, und beken­nen Dich als Herrn.

In die­sem Plu­ral ist die erha­be­ne Stim­me der Braut des Lam­mes zu erken­nen, die mit den kost­ba­ren Juwe­len der Sakra­men­te und den kost­bar­sten Edel­stei­nen ihrer Königs­kro­ne geschmückt ist: das erha­be­ne Sakra­ment des Altars, das hoch­hei­li­ge Meß­op­fer und der Prie­ster­wei­he. Und vor dem Aller­hei­lig­sten Sakra­ment ste­hen wir alle auf­recht, wie es sich für Sie­ger mit Chri­stus am Tag des Tri­umphs gehört, und dan­ken Gott für das zu Ende gehen­de Jahr.

Schau­en wir uns also an, wofür wir der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit zu dan­ken haben.

Dan­ken wir dem Herr­gott, daß Er uns für unse­re Lau­heit, unser Schwei­gen, unse­re Kom­pro­miß­be­reit­schaft, unse­re Heu­che­lei, unser Nach­ge­ben gegen­über dem Geist der Welt und den Irr­tü­mern der herr­schen­den Ideo­lo­gien bestraft hat.

  • Es waren die­se Sün­den und Ver­säum­nis­se, die es denen, die uns heu­te die Tyran­nei der Neu­en Welt­ord­nung auf­zwin­gen, ermög­lich­ten, in der zivi­li­sier­ten Welt zu gedei­hen, und denen, die heu­te einen Prie­ster, der sich für das Leben ein­setzt, exkom­mu­ni­zie­ren und in skan­da­lö­ser Wei­se kor­rup­te und ket­ze­ri­sche Prä­la­ten und Kle­ri­ker för­dern, in der kirch­li­chen Welt die Ober­hand zu gewinnen.
  • Daß in der zivi­li­sier­ten Welt die Demo­kra­tie in Völ­ker­ver­rat und grau­sa­mes Abschlach­ten von Unschul­di­gen umschlägt.
  • Daß das Zwei­te Vati­ka­ni­sche Kon­zil die Prin­zi­pi­en der Revo­lu­ti­on als sub­ver­si­ven Hebel in die Kir­che ein­führ­te, um sie von innen her­aus zu zerstören.
  • Daß in der zivi­li­sier­ten Welt Sün­de und Laster geför­dert wer­den, wäh­rend Ehr­lich­keit, Inte­gri­tät und christ­li­che Moral ver­höhnt und mit Füßen getre­ten, wenn nicht gar kri­mi­na­li­siert werden.
  • Daß in der kirch­li­chen Welt die Gläu­bi­gen und Kle­ri­ker, die sich zum katho­li­schen Glau­ben beken­nen und ihn im apo­sto­li­schen Ritus fei­ern wol­len, ver­folgt wer­den, wäh­rend der vati­ka­ni­sche San­he­drin auf dem Grab des Apo­stel­für­sten ein infer­na­li­sches Göt­zen­bild anbetet.
  • Daß in der zivi­len und kirch­li­chen Welt – die in erheb­li­chem Maße mit­ein­an­der ver­bün­det sind – Mil­li­ar­den von Men­schen das Gesund­heits-Mal der Bestie auf­ge­zwun­gen wur­de im Namen eines wahn­haf­ten Plans zur glo­ba­len Bevöl­ke­rungs­kon­trol­le, wofür eine Krank­heit zum Vor­wand genom­men wur­de, die sich erst dann als heil­bar und nicht töd­lich her­aus­stell­te, als durch des Ver­bot der nöti­gen The­ra­pien genü­gend Todes­fäl­le ver­ur­sacht wor­den waren, um die Mas­sen in Angst und Schrecken zu versetzen.
  • Daß unge­straft eine seit lan­gem geplan­te NATO-Ope­ra­ti­on als Krieg gegen einen Aggres­sor aus­ge­ge­ben wird, um die Wirt­schaft der west­li­chen Natio­nen zu zer­stö­ren, wäh­rend es offen­kun­dig ist, daß die Ukrai­ne-Kri­se wie schon Covid-19 der Durch­set­zung des Gre­at Reset dient und natür­lich für Joe Biden bequem ist, um Bewei­se für die Kor­rup­ti­on sei­ner Fami­lie und die Prä­senz von Bio­la­bors, die mit dem Pen­ta­gon ver­bun­den sind, zu verbergen.
  • Daß in den zivi­len und kirch­li­chen Insti­tu­tio­nen die Erpres­sung ihrer Funk­tio­nä­re mit auf­stei­gen­der Kar­rie­re zunimmt, und daß kein Bür­ger, kein Gläu­bi­ger ver­langt, daß die Kor­rup­ten und Per­ver­sen abge­setzt und ver­folgt werden.

Was wir heu­te erle­ben, ist das unver­meid­li­che Ergeb­nis einer Rei­he von klei­nen Schrit­ten, von denen jeder ein­zel­ne hät­te ver­hin­dert wer­den kön­nen, wenn wir nur ein Min­dest­maß an kri­ti­schem Urteils­ver­mö­gen bewie­sen und unse­re Stim­me erho­ben hät­ten, wenn wir pro­te­stiert hät­ten, um unse­re Rech­te zu ver­tei­di­gen, die von denen ver­letzt wur­den, die sie eigent­lich hät­ten schüt­zen müs­sen: Schei­dung, Abtrei­bung, Eutha­na­sie, Sodo­mie, Gen­der, Links- oder Rechts­li­be­ra­lis­mus, Mas­sen­mi­gra­ti­on, Can­cel Cul­tu­re, Glo­ba­lis­mus, Gesund­heits­dik­ta­tur, mal­thu­sia­ni­scher Öko­lo­gis­mus, Öku­me­ne, Syn­oda­li­tät… Jedes Mal hät­ten wir die dro­hen­de Gefahr anpran­gern kön­nen und müs­sen, doch wir haben geschwie­gen, um nicht als ver­schwö­re­risch zu erschei­nen, um nicht als Fun­da­men­ta­li­sten gebrand­markt zu wer­den, um nicht wegen unse­rer Ideen oder unse­res Glau­bens gesell­schaft­lich und kirch­lich geäch­tet zu wer­den. „Jeder ist frei zu tun, was er will, wenn das auch mir erlaubt, katho­lisch zu sein und die latei­ni­sche Mes­se zu besu­chen“, sagen jene, die sich vom libe­ra­len Den­ken haben anstecken las­sen. Aber genau die­ses „tun, was man will“ hat es den Mani­pu­la­to­ren der Mas­sen ermög­licht, die Gesell­schaft zu ver­än­dern und uns zu Frem­den in unse­rer Hei­mat zu machen, sei es die Nati­on oder die Kirche.

  • Dabei wuß­ten wir sehr wohl, daß das Pro­jekt des frei­mau­re­ri­schen Libe­ra­lis­mus, vor dem von den Päp­sten wie­der­holt gewarnt und das von die­sen mehr­fach ver­ur­teilt wur­de, von den Katho­li­ken bekämpft hät­te wer­den müssen. 
  • Wir wuß­ten, daß die Libe­ra­len ihre Tole­ranz allen gewäh­ren, außer den Katho­li­ken, weil ihr schlimm­ster Feind Chri­stus, der König der Völ­ker, ist, denn dort, wo Er regiert, sit­zen die Fein­de Got­tes und der Mensch­heit im Gefäng­nis und nicht in den Regierungen. 
  • Wir wuß­ten sehr wohl, daß eine Rebel­li­on gegen Gott in welt­li­chen und geist­li­chen Din­gen nur zu einer Dik­ta­tur oder Anar­chie füh­ren kann.

Und doch haben wir zugelassen:

  • daß die Gerech­tig­keit in den Gerich­ten mit Füßen getre­ten wird, 
  • daß die Rech­te der Arbeit­neh­mer in den Unter­neh­men ver­letzt werden, 
  • daß in den Kran­ken­häu­sern Behand­lun­gen ver­hin­dert werden, 
  • daß in den Medi­en Lügen ver­brei­tet werden, 
  • daß die Moral der jun­gen Men­schen in den Schu­len ver­dor­ben wird und 
  • daß dem Lehr­amt von den Kan­zeln aus wider­spro­chen wird.

Jene, die bis­her Auto­ri­täts­po­si­tio­nen inne­hat­ten, haben dies getan, indem sie die Macht für das Gegen­teil des­sen usur­piert haben, wofür sie exi­stiert. Wie ich bereits sag­te: Wir füh­len uns als Frem­de, die als Staats­bür­ger wie Staats­fein­de und als Gläu­bi­ge wie Kir­chen­fein­de behan­delt wer­den, wäh­rend die wah­ren Frem­den und die wah­ren Staats­fein­de in wahn­haf­ten „huma­ni­tä­ren“ und „phil­an­thro­pi­schen“ Pro­jek­ten will­kom­men gehei­ßen und geehrt wer­den und ihnen gehorcht wird. Und eini­ge von uns haben ange­sichts die­ser Ope­ra­ti­on des sozia­len und reli­giö­sen Engi­nee­rings den Kampf auf­ge­ge­ben oder sich sogar auf die Sei­te der Ver­schwö­rer geschla­gen und sich dafür ent­schie­den, den Mäch­ti­gen zu gefal­len und ihre sub­ver­si­ven Plä­ne in den Par­la­men­ten, in den inter­na­tio­na­len Insti­tu­tio­nen, in den Kathe­dra­len und sogar unter der Kup­pel des Peters­doms mit­zu­tra­gen. Kon­for­mis­mus, Feig­heit und Heu­che­lei in der Hoff­nung, daß der heu­ti­ge Ver­rat, mit dem sie ihren Näch­sten zer­mal­men – sei es ein Bür­ger, der um ehr­li­che Herr­scher, oder ein Gläu­bi­ger, der um hei­li­ge Hir­ten bit­tet – sie vor einer künf­ti­gen Dezi­mie­rung bewah­ren wird. Sie ver­ges­sen, daß die Revo­lu­ti­on ihre eige­nen Kin­der ver­schlingt, und daher kei­ner der Kom­pli­zen der ersten Stun­de vor dem Gal­gen geret­tet wird, weder real noch medial.

Der Herr ist uns Vater, und als Vater straft Er uns, wenn not­wen­dig, damit wir unse­re Feh­ler ein­se­hen, Buße tun und unser Leben ändern. Deus, qui cul­pa offen­de­ris, pœni­ten­tia pla­ca­ris, sagt ein Fasten­ge­bet; O Gott, der durch Schuld belei­digt und durch Buße besänf­tigt wird: Es gibt Schuld, es gibt die Maje­stät Got­tes, die unend­lich belei­digt ist, es gibt die Not­wen­dig­keit der Stra­fe. Fla­gel­la tuæ ira­cun­diæ, quæ pro pec­ca­tis nostri mer­e­mur, die Gei­ßeln Dei­nes Zorns, die wir um unse­rer Sün­den wil­len ver­die­nen. Wie es dem Volk Isra­el so oft erging.

Geseg­net sei also die­se Pein, die seit bald drei Jah­ren andau­ert, und die dazu bestimmt ist, fort­zu­dau­ern, wenn wir uns nicht wür­dig machen, davon ver­schont zu blei­ben, indem wir Zei­chen der Umkehr, der Reue, der Buße, der Wie­der­gut­ma­chung geben. Geseg­net sei die­ses höchst unheil­vol­le Jahr, das wir hin­ter uns las­sen, in dem sich die Pan­de­mie-Far­ce in ihrer kri­mi­nel­len Natur gezeigt hat, indem sie das Todes­pro­jekt der glo­ba­li­sti­schen Eli­te ent­hüllt hat; in der sich der rück­sichts­lo­se Zynis­mus der inter­na­tio­na­len Gre­mi­en in der heuch­le­ri­schen Pro­pa­gan­da zugun­sten der kor­rup­te­sten und dem Gre­at Reset unter­wor­fe­nen Regie­run­gen mani­fe­stier­te und zeig­te, zu wel­chen Lügen die­je­ni­gen fähig sind, die das tran­szen­den­te Prin­zip der Wahr­heit nicht aner­ken­nen und sich vor­ma­chen, sie könn­ten mit Hil­fe des Trans­hu­ma­nis­mus das Werk des Schöp­fers, nach des­sen Abbild und Gleich­nis wir geschaf­fen wur­den, zunich­te machen.

Geseg­net sei die Unver­fro­ren­heit, mit der uns die Tyran­nen der Neu­en Welt­ord­nung die Schrecken vor Augen geführt haben, die uns erwar­ten, wenn wir untä­tig blei­ben und uns ihrer Erpres­sung in den Berei­chen Gesund­heit, Umwelt, Ener­gie, Wirt­schaft oder Krieg beu­gen. Geseg­net sei die Arro­ganz der berg­o­glia­ni­schen Sek­te, Kom­pli­zin der Macht und Die­ne­rin der frei­mau­re­ri­schen Ideo­lo­gie zu sein, die mit ihrer Her­ab­las­sung gegen­über den Bösen und ihrer pha­ri­sä­er­haf­ten Stren­ge gegen­über den Guten selbst den Ein­fäl­ti­gen ihren Glau­bens­ab­fall offen­bart und den Wund­brand ihrer eige­nen Laster auf­deckt. Wie Hiob prei­sen wir den Herrn vor allem in Zei­ten der Trüb­sal, denn in die­sen Prü­fun­gen – selbst in den müh­sam­sten und schmerz­haf­te­sten – müs­sen wir das Ein­grei­fen der Vor­se­hung sehen, die lie­ben­de Hand Got­tes, die uns nicht uns selbst über­läßt, die wir viel schlim­mer geen­det sind als bei der Bewa­chung der Schwei­ne, wie es dem ver­lo­re­nen Sohn widerfuhr.

Mise­re­re nostri, Domi­ne, mise­re­re nostri.
Fiat miser­i­cor­dia tua, Domi­ne, super nos, quem­ad­mo­dum spe­ra­vi­mus in te.
Sei uns gnä­dig, Herr, sei uns gnä­dig.
Herr, sei uns gnä­dig, denn wir haben auf dich gehofft.

Erbar­me Dich Dei­ner Kin­der, die von ihren Herr­schern und ihren Hir­ten ver­las­sen sind. Erbar­me Dich derer, die gera­de des­halb, weil sie nicht in den fal­schen Illu­sio­nen der Zeit schwel­gen, son­dern in der seli­gen Hoff­nung auf Dei­ne hei­li­ge Hil­fe leben, in Dir die Kraft fin­den, den guten Kampf zu kämp­fen, sei es in der Fami­lie, in den Par­la­men­ten und Medi­en­re­dak­tio­nen, von der Kan­zel einer Kir­che oder der Zel­le eines Klo­sters aus. Erbar­me Dich derer, die sich weder mit der Errich­tung der Höl­le auf Erden durch die Neue Welt­ord­nung noch mit dem nicht min­der höl­li­schen Glau­bens­ab­fall der ire­ni­sti­schen Öku­me­ne abfin­den wollen.

Und wenn wir um ein Ende der Gei­ßel die­ses Jah­res 2022 bit­ten, wäh­rend wir uns dar­auf vor­be­rei­ten, mit dem Veni, Crea­tor die Gaben des Para­kle­ten zu Beginn des Jah­res 2023 anzu­ru­fen, dann laßt uns dies mit der ver­trau­ens­vol­len Demut des ver­lo­re­nen Soh­nes tun: Vater, ich habe gegen den Him­mel und gegen dich gesün­digt; ich bin nicht mehr wür­dig, dein Sohn genannt zu wer­den (Lk 15,21). Laßt uns dies tun, indem wir unse­re Ent­schlos­sen­heit erneu­ern, Gott mehr zu gehor­chen als den Men­schen (Apo­stel­ge­schich­te 5,29), wenn die Men­schen ihre Auto­ri­tät miß­brau­chen, um Ihn in zeit­li­chen und geist­li­chen Ange­le­gen­hei­ten zu belei­di­gen und Ihm nicht zu gehorchen.

Das Te Deum ist ein Dan­kes­hym­nus für den Sieg, ein Tri­um­ph­lied. Aber die­ser Tri­umph ist nicht der ver­gäng­li­che Tri­umph der Men­schen, son­dern der ewi­ge Tri­umph des Got­tes­soh­nes, der den Satan nicht mit Armeen und Engel­scha­ren besiegt hat, son­dern durch Sei­nen Tod am Kreuz, ein Werk­zeug der Schmach, das durch das Blut des Lam­mes in ein Ban­ner der Herr­lich­keit ver­wan­delt wur­de. Der Sieg Chri­sti – Ego vici mund­um, ich habe die Welt über­wun­den, ver­si­chert uns unser Herr (Joh 16,33) – voll­zieht sich auf dem Tri­um­ph­weg des Kal­va­ri­en­bergs, den der gesam­te Mysti­sche Leib nach dem Vor­bild des gött­li­chen Erlö­sers, sei­nes Haup­tes, bis zur pas­sio Eccle­siæ zurück­le­gen muß. Wenn wir uns nicht mit dem Lei­den Chri­sti ver­ei­nen, kön­nen wir nicht mit Ihm auf­er­ste­hen und zu Sei­ner Rech­ten in der seli­gen Herr­lich­keit des Him­mels sit­zen. Wenn wir nicht unter dem Ban­ner Chri­sti und der Hei­li­gen Jung­frau gegen die Sün­de kämp­fen, wer­den wir nicht in der Lage sein, den end­gül­ti­gen Tri­umph über die alte Schlan­ge und ihre Anhän­ger zu fei­ern. Wenn wir nicht aus unse­rer Erstar­rung erwa­chen, son­dern wei­ter­hin den Schur­ken zuschau­en, die gegen die Kir­che und die Mensch­heit wüten, um jede Spur von Chri­stus aus­zu­lö­schen, wer­den wir kei­nen Grund haben, dem Herrn mit dem Sin­gen des Te Deum zu dan­ken, denn wir wer­den unemp­fäng­lich blei­ben für Sei­ne Züch­ti­gun­gen und die vie­len War­nun­gen, die Er uns zukom­men läßt, um uns anzu­spor­nen, Sei­ne Lie­be zu erwi­dern, jene voll­kom­me­ne und unend­li­che Lie­be, die die Zwei­te Per­son der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit dazu gebracht hat, selbst Fleisch zu wer­den, um uns zu erlö­sen. Wir wer­den dann jenes dys­to­pi­schen Alp­traums wür­dig sein, den die Die­ner des frei­mau­re­ri­schen Glo­ba­lis­mus seit Jah­ren für uns vor­be­rei­ten und von dem wir in der jüng­sten Ver­gan­gen­heit einen erschrecken­den Vor­ge­schmack bekom­men haben.

Sin­gen wir also die­ses Te Deum mit erneu­er­tem Her­zen und in der Absicht, unse­re Treue zum Herrn zu bezeu­gen, ohne Rück­sicht auf unse­re Fähig­kei­ten und im Ver­trau­en auf sei­ne hei­li­ge Hil­fe, die umso mäch­ti­ger ist, je hef­ti­ger die Angrif­fe des Fein­des sind:

In te, Domi­ne, spe­ra­vi:
non con­fun­dar in æter­num.
Auf dich, Herr, habe ich gehofft:
Möge ich nicht zuschan­den wer­den in Ewigkeit.

So sei es.

+ Car­lo Maria Viganò, Erz­bi­schof

31. Dezem­ber 2022
S. Sil­ve­stri Papæ et Confessoris

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nardi

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2 Kommentare

  1. Erz­bi­schof Viganò ist eine gro­ße Hoff­nung für alle, die für die Über­win­dung des sata­ni­schen Libe­ra­lis­mus beten und kämp­fen. Der Tren­nungs­strich zwi­schen uns und den Fein­den des Glau­bens und der Wahr­heit in Washing­ton, Brüs­sel und Ber­lin muß noch här­ter und schär­fer gezo­gen wer­den, den scham­lo­sen Lügen und per­fi­den Mani­pu­la­tio­nen der Glo­ba­li­sten und Trans­hu­ma­ni­sten noch ent­schie­de­ner und muti­ger ent­ge­gen getre­ten wer­den und den Göt­zen­an­be­tern der libe­ra­len Demo­kra­tie die schein­hei­li­ge Mas­ke vom Gesicht geris­sen wer­den, damit ihre dämo­ni­sche Frat­ze klar erkenn­bar für alle zum Vor­schein kommt.

    • Vergelt´s Gott ver­ehr­ter Erz­bi­schof Viganó, unser Herr spricht durch Sie.
      Alles muss ist rich­tig, Herr Olles, nur wie soll es umge­setzt wer­den, ganz prak­tisch in die Tat? Ich ken­ne sehr vie­le, die die­ses sehr drän­gen­de MUSS umset­zen möch­ten, aber nie­mand weiß, wie er es für sich in die Tat umset­zen kann. Beten ist ein akti­ves Tun, aber ich ken­ne zu vie­le Men­schen, die ohne Zwei­fel Gutes tun, es aber ableh­nen, an den drei­fal­ti­ge Gott zu glau­ben und Ihn anzu­be­ten, denn dann müss­ten sie sich bemü­hen Got­tes Wil­len zu tun und nicht stän­dig ihren eige­nen und ihe Leben doch radi­kal ändern, das aber wol­len sie nicht. Und so blei­ben sie ste­hen, bei der Aus­sa­ge „ich glau­be an die Natur“. Und so leben sie mit ein paar guten Taten im abso­lu­ten Hei­den­tum des Zeit­gei­stes. Ich ken­ne kei­ne ein­zi­ge Misch­ehe (katholisch/​protestantisch) in der der katho­li­sche Part­ner nicht sei­nen Glau­ben auf­ge­ge­ben hat, in der die Kin­der katho­lisch erzo­gen wur­den. Das katho­li­sche Leben ist total anders als das Zeit­geist­le­ben. Ruhe und Gebet, die­ses trägt der Zeit­geist­part­ner nicht nur nicht mit, son­dern hält es täg­lich immer wie­der neu für ärger­li­che Zeit­ver­schwen­dung, ganz zu Schwei­gen von der Zeit für den Rosen­kranz, den Kreuz­weg oder Bibel­krei­se am Abend in der Gemein­de und erst recht für die Beicht­zei­ten am Sonn­abend, wo man doch zum Kaf­fee ein­ge­la­den ist bei Zeit­geist­freun­den. Und am Sonn­tag Vor­mit­tag herr­schen die Sport­ver­ein-Ter­mi­ne der Kin­der und das Aus­schla­fen der Erwach­se­nen. Es ist unheim­lich stö­rend für Zeit­geist­part­ner, wenn am Wochen­end­aus­flug und im Urlaub eine katho­li­sche Kir­che gesucht wer­den muss und der Genuss des Früh­stücks­buf­fet im Hotel dadurch begrenzt wird. Der Zeit­geist­part­ner wird immer unwil­li­ger, auf die katho­li­schen Uhr leben Rück­sicht neh­men zu müs­sen und es kommt zum Abfall vom Glau­ben des katho­li­schen Part­ners oder zur welt­li­chen Schei­dung. Nach der Schei­dung wird es noch schlim­mer. Fami­lie und Freun­de des katho­li­schen Parts, meist jung an Jah­ren, bedrän­gen ihn, er kön­ne doch nicht allein leben wol­len für den gro­ßen Rest sei­nes Lebens, er ist doch noch so jung und die Kin­der brau­chen doch einen(neuen) Vater oder eine (neue) Mut­ter. Dann geht die gan­ze Tra­gö­die von vorn los und beson­ders die Kin­der erfah­ren nie ein Glau­bens­le­ben. Zeit­geist­part­ner for­dern Tole­ranz, wo es kei­ne geben kann, weil sie Sün­de ist. Wie wei­se war die katho­li­sche Kir­che, die Misch­ehen ver­bot. So gibt es immer weni­ger Men­schen, die das müs­sen auch tun.

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