Bild mit Symbolcharakter: Das Konsistorium im Januar fand vor allem aufgesplittert an Tischen (Stuhlkreisen) statt, dem Beratungsformat des bergoglianischen "synodalen Prozesses"
Leo XIV.

Das geheimnisvolle Konsistorium

Der von Dia­ne Mon­tagna ver­öf­fent­lich­te Bericht über das außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um vom Janu­ar 2026 ent­fal­tet sich wie eine minu­ti­ös rekon­stru­ier­te Chro­no­lo­gie kirch­li­cher Ent­schei­dungs­pro­zes­se – und zugleich wie eine Erzäh­lung über Macht, Ver­fah­ren und Intrans­pa­renz im Zen­trum des Vati­kans. Im Kern steht eine Fra­ge, die der Text selbst wie­der­holt auf­wirft: War­um wur­de der ursprüng­lich vor­ge­se­he­ne klas­si­sche Bera­tungs­mo­dus
Mit einem Schreiben an die Kardinäle nennt Papst Leo XIV. die Schwerpunkte für das kommende Konsistorium
Leo XIV.

Papst Leo XIV. ruft Kardinäle zu vertiefter Missionsdebatte auf

Im Vor­feld des für Ende Juni ange­setz­ten Kon­si­sto­ri­ums hat Papst Leo XIV. die Kar­di­nä­le zu einer ver­tief­ten Refle­xi­on über den mis­sio­na­ri­schen Auf­trag der Kir­che auf­ge­ru­fen. In einem Schrei­ben vom 12. April betont er ins­be­son­de­re die Bedeu­tung der Apo­sto­li­schen Exhorta­ti­on Evan­ge­lii gau­di­um und regt eine erneu­te Aus­ein­an­der­set­zung mit deren zen­tra­len The­men an, dar­un­ter die Reform der
Kardinal Arthur Roche mit Papst Franziskus: zwei erklärte Gegner des überlieferten Ritus
Liturgie & Tradition

Die „Einheit“ als Instrument gegen die Tradition

Die gegen­wär­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Lit­ur­gie sind weder neu noch über­ra­schend. Sie betref­fen viel­mehr einen Bereich, der seit den spä­ten 1960er Jah­ren in beson­de­rer Wei­se auf­ge­bro­chen ist und der Kir­che eine tie­fe Wun­de geschla­gen hat. Im Kern geht es um das Wesen der Hei­li­gen Mes­se und damit um nichts gerin­ge­res als das rech­te Ver­ständ­nis des­sen,
Die päpstliche Kommission, welche die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils umsetzen sollte.
Forum

Keine klaren Signale aus dem hörenden Rom

Von Msgr. Dr. Mari­an Ele­gan­ti* In einem Inter­view mit Dia­ne Mon­tagna vom 20. Jan. 20261 macht Bischof Atha­na­si­us Schnei­der auf eini­ge histo­ri­sche Fak­ten der Lit­ur­gie­re­form nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil auf­merk­sam, wel­che die mei­sten Bischö­fe und Kar­di­nä­le igno­rie­ren bzw. nicht mehr kennen:
Kardinal Cupich fordert Einheit und verlangt dafür das Abwürgen der Tradition
Liturgie & Tradition

Kardinal Cupich und die ideologische Deutung der liturgischen Tradition

Mit einem Bei­trag für Chi­ca­go Catho­lic, das offi­zi­el­le Medi­um der Erz­diö­ze­se Chi­ca­go, schal­te­te sich Kar­di­nal Bla­se Cupich, Erz­bi­schof von Chi­ca­go, erneut in die inner­kirch­li­che Aus­ein­an­der­set­zung um Lit­ur­gie und Tra­di­ti­on ein. Anlaß war sei­ne Teil­nah­me am jüng­sten Kon­si­sto­ri­um, das Papst Leo XIV. in Rom ein­be­ru­fen hat­te. Was Cupich als pasto­ra­le Refle­xi­on prä­sen­tiert, erweist sich bei nähe­rem
Papst Leo XIV. mit Kardinälen bei den Arbeiten des Konsistoriums in der großen Audienzhalle
Leo XIV.

Alles, was wir über das Konsistorium Leos XIV. noch nicht wußten

Die Tages­zei­tung Il Giorn­a­le ver­öf­fent­lich­te aus der Feder von Nico Spun­to­ni eini­ge Hin­ter­grün­de rund um das Kon­si­sto­ri­um, das am 7./8. Janu­ar im Vati­kan statt­fand. Wir doku­men­tie­ren die­sen Bericht voll­in­halt­lich: Alles, was wir über das Kon­si­sto­ri­um Leos bis­lang noch nicht wuß­ten Fast eine Woche ist seit dem außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um ver­gan­gen, und die Neu­gier dar­über, was der
Leo XIV. ließ einerseits zu, die Liturgiefrage demokratisch von der Konsistoriums-Tagesordnung zu streichen. Er ließ aber andererseits auch zu, daß Kardinal Roche allen Purpurträgern seine Überlegungen zur Liturgiefrage vorlegen konnte. Zwei Bewegungen in die falsche Richtung.
Leo XIV.

Arthur Roche und sein Dokument der liturgischen Amnesie

Von Giu­sep­pe Nar­di Der vom Prä­fek­ten des Dik­aste­ri­ums für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung, Kar­di­nal Arthur Roche, vor­ge­leg­te Text zur Lit­ur­gie anläß­lich des außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­ums im Janu­ar 2026 ist kein bloß theo­lo­gi­scher Impuls, son­dern ein pro­gram­ma­ti­sches Doku­ment. Er bean­sprucht, die lit­ur­gi­sche Fra­ge im Hori­zont der „orga­ni­schen Ent­wick­lung“ der Kir­che zu deu­ten, und erhebt zugleich den Anspruch,
Arthur Roche, Präfekt des Gottesdienstdikasteriums und erklärter Gegner des überlieferten Römischen Ritus, mit Papst Franziskus, der ihn auf diesen Posten setzte und zum Kardinal kreierte
Leo XIV.

Römische Machinationen in der Liturgiefrage

Das außer­or­dent­li­che Kon­si­sto­ri­um der ver­gan­ge­nen Woche warf ein Schlag­licht auf eine Ent­wick­lung, die vie­le Gläu­bi­ge seit Jah­ren mit Sor­ge beob­ach­ten. Wäh­rend sich die ver­sam­mel­ten Kar­di­nä­le in syn­oda­len Über­le­gun­gen ergin­gen, blie­ben Fra­gen außen vor, die das kon­kre­te kirch­li­che Leben unmit­tel­bar betref­fen. Dazu zählt vor allem die Lit­ur­gie – bemer­kens­wer­ter­wei­se ein The­ma, das ursprüng­lich auf der Tages­ord­nung
Papst Leo XIV. mit den zum Konsistorium versammelten Kardinälen am Cathedra-Altar
Leo XIV.

Konsistorium: Und wo blieb die Liturgie?

Edward Pen­tin berich­te­te in einem vom Natio­nal Catho­lic Regi­ster ver­öf­fent­lich­ten Arti­kel, daß eini­ge Kar­di­nä­le sowie Gläu­bi­ge, die dem über­lie­fer­ten römi­schen Ritus ver­bun­den sind, ihre Besorg­nis dar­über zum Aus­druck gebracht haben, daß die Lit­ur­gie bei dem am 7./8. Janu­ar im Vati­kan tagen­den außer­or­dent­li­chen Kon­si­sto­ri­um in den Hin­ter­grund gedrängt wur­de, nach­dem die Mehr­heit der Kar­di­nä­le dafür gestimmt
Leo XIV., Aufnahme bei den Arbeitsgruppen des Konsistoriums in der Aula Paolo VI
Leo XIV.

Macht und Bedeutung der Bilder

Aus den zahl­rei­chen Bil­dern, die vom Kon­si­sto­ri­um der ver­gan­ge­nen zwei Tage ver­öf­fent­licht wur­den, sei­en zwei her­aus­ge­grif­fen, weil sie auf jeweils eige­ne Wei­se emble­ma­tisch sind: eines, das uns sehr gefällt, und eines, das uns weni­ger gefällt.