Christentum: Utopie und Realität
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Christentum: Utopie und Realität

von Endre A. Bárdossy Der Verdacht, daß Utopien & Ideologien auch im Schoße des Christentums, während langer Jahrhunderte, wichtige Schlüsselrollen gespielt haben könnten, mag von traditionsbewußten Christen enttäuschend empfunden werden. Unsere Vergangenheit war nicht immer so hochpoliert, wie wir das manchmal erträumen. Nach der Teilung West- und Ostroms (395) stellten sogar herausragende Theologen wie Augustin

Wer hat Angst vor Pelagius
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Wer hat Angst vor Pelagius?

Von Endre A. Bárdossy* Mit bescheidenen Kräften versucht der vorliegende Aufsatz keinen Heurigen, sondern einen in „Eichenfässern“ gelagerten, klaren, alten, „voraugustinischen“ Wein einzuschenken. Die Literaturangaben mögen den geneigten Leser aus dem Dickicht weiterführen. Unter den Kronzeugen garantiert erfreulicherweise auch Joseph RATZINGERS Name für Qualität. Des weiteren ist hervorzuheben, daß die umwerfende Endentscheidungshypothese von BOROS, der

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Das verspielte Erbe

Tradition, Dankbarkeit und Pietät Gabriel Marcel hielt im Jahre 1951 in verschiedenen Städten des damaligen Westdeutschlands eine vielbeachtete Vortragsreihe über die hochkomplexe Thematik Das Große Erbe. Tradition, Dankbarkeit, Pietät (Übersetzung von Robert Spaemann. Verlag Regensberg, Münster 1952, S.13–46) Als Sohn nicht praktizierender jüdischer Eltern war Marcel Atheist. Im reifen Mannesalter mit 40 Jahren konvertierte er,

Léon Bloy, "katholischer Bohemien" oder "Zwillingskristall von Diamant und Kot" (Ernst Jünger)?
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LÉON BLOY – Der undankbare Bettler – Abschreckendes Vorbild für die Befreiungstheologie

Von Endre A. Bárdossy* Neuerdings hört man hie und da Bemerkungen, Rezensionen, Halbsätze und Halbwahrheiten über Léon Bloy, meistens hochachtungsvoll wie vor einem Säulenheiligen. Dank Bergoglio, dem lateinamerikanischen Papst mit Gespür für alles, was gut inszeniert werden kann, avancierte Bloy zu einem „Anwalt der Armen“ in der Pose wie es unter Befreiungstheologen geziemend ist: Er

Die moderne Höhle
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Wahrheit und Richtigkeit

Von Endre A. Bárdossy* Ratifica o rectifica – Bestätige oder berichtige, lautet im Spanischen eine kurze Aufforderung in Befehlsform, wenn man jemanden zwischen die Wand und einem Säbel gestellt hat und ein Bekenntnis erzwingen will. Platons weltberühmtes und weltbewegendes Höhlengleichnis stellt ein dermaßen dramatisches Kreuzverhör dar, daß es vom Leser, wenn wir uns in die

Die Unterscheidung der Geister heute
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Unterscheidung der Geister in der Überflußgesellschaft von heute

von Endre A. Bárdossy*((Herrn MMag. Wolfram Schrems ist der Verfasser für zahlreiche Anregungen zu großem Dank verbunden.)) „Man darf nichts Unmögliches wollen.“ (Ignatius von Loyola) Einleitung Das vorangestellte Lemma des hl. Ignatius müßte man heutzutage weniger als Aussage, sondern vielmehr als Fragesatz bedenken: Darf eine für unmöglich gehaltene, antiquiert empfundene Sache oder Haltung wirklich nicht

Kathedra Petri, Petersdom
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Rückkehr ja – aber bitte ohne Kleinbeigeben! – Piusbruderschaft verdient mehr Rückendeckung in der öffentlichen Meinung

Gastkommentar von Endre A. Bárdossy* Mit gemischten Gefühlen, um nicht zu sagen konsterniert, las ich den Artikel von Markus Büning vom 13. Februar. Er rühmt sich darin reichlich mit Vorschußlorbeeren, als er sich offenbar allzu selbstbewußt unter den „Starken“ einreihen und somit die mehrheitlich konservativen Leser dieses Blogs unter Berufung auf den Römerbrief als „Schwache“

"Die marxistische Vermittlung des christlichen Glaubens" ist ein Schlüsseldokument zur jüngsten Geschichte des Jesuitenordens und den Sympathien eines Teiles der Jesuiten für die marxistische Befreiungstheologie. Pater Sosa wurde am 14. Oktober 2016 zum neuen Generaloberen des Jesuitenordens gewählt, dem auch Papst Franziskus angehört ("Ich bin ein Jesuit").
Christenverfolgung

Die marxistische Vermittlung des christlichen Glaubens – Von Arturo Sosa Abascal (1978), dem neuen Jesuitengeneral

Am vergangenen 14. Oktober wurde Pater Arturo Marcelino Sosa Abascal zum neuen Generaloberen des Jesuitenordens gewählt. Damit geriet sein Aufsatz „Die marxistische Vermittlung des christlichen Glaubens“ (La mediacion marxista de la Fe cristiana) in die Aufmerksamkeit, den der nunmehrige „Schwarze Papst“ 1978 verfaßt hatte. Es ist Prof. Endre A. Bardossy zu verdanken, daß dieser Aufsatz

Jesuitentreffen 1979 in Cochabamba (Bolivien) mit P. Jorge Mario Bergoglio und dem Generaloberen P. Pedro Arrupe
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Papst Franziskus und seine jesuitischen Wurzeln

Gastkommentar von Endre A. Bárdossy* Heinrich Denzingers Quellensammlung Enchiridion Symbolorum et Definitionum ist seit 1854 ein allseits bekanntes Kompendium der Glaubensbekenntnisse und Lehrentscheidungen der Päpste und der Konzilien. Eine kleine Lesehilfe möge zur Auffrischung dienen: En-cheir-à­dion bedeutet altgriechisch etwas auf der Hand liegendes; es handelt sich also um ein „Handbuch“. Symbolus heißt „Kennzeichen, Sinnbild“; und