Cecile Rhodes, Karl Popper, George Soros (v.l.): Welcher Faden verbindet sie?
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Seltsame Zusammenhänge

von Endre A. Bárdossy* Im letzten Aufsatz, der von meiner Wenigkeit in diesem Blog in generöser Weise veröffentlicht worden ist, hat sich – unterhalb des Zwischentitels „Verballhornung der Begriffe“ – ein kapitaler Tippfehler eingeschlichen: „ENDCULTURATION“ (Zeile 7). Natürlich heißt der englische Terminus nicht „End-, sondern Enculturation“. Unglücklicherweise verdirbt dabei das fette „D“ den Sinn dieses

Der Areopag von der Akropolis aus gesehen / Die Ruinen der Akropolis Der Areos pagos (dt. Ares-Fels) ist ein 115 m hoher Hügel inmitten Athens neben der Akropolis. In der Antike tagte hier der oberste Rat der Stadt, gleichfalls Areopag genannt.
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Was ist das – die Inkulturation nach Jesuitenart?

Von Endre A. Bárdossy* Der Anstoß für diese Arbeit war, wie es unter Aufzählung der Tatsachen § 3. angegeben ist, die 34. General­audienz am 6. November 2019. Zu seiner Rechtfertigung berief sich der regierende Papst im akuten Erklärungsnotstand zum PACHAMAMA-SKANDAL auf die Areopag-Rede des hl. Paulus und unterstellte ihm den Versuch einer „Inkulturation“ mit dem

Christentum: Utopie und Realität
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Christentum: Utopie und Realität

von Endre A. Bárdossy Der Verdacht, daß Utopien & Ideologien auch im Schoße des Christentums, während langer Jahrhunderte, wichtige Schlüsselrollen gespielt haben könnten, mag von traditionsbewußten Christen enttäuschend empfunden werden. Unsere Vergangenheit war nicht immer so hochpoliert, wie wir das manchmal erträumen. Nach der Teilung West- und Ostroms (395) stellten sogar herausragende Theologen wie Augustin

Wer hat Angst vor Pelagius
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Wer hat Angst vor Pelagius?

Von Endre A. Bárdossy* Mit bescheidenen Kräften versucht der vorliegende Aufsatz keinen Heurigen, sondern einen in „Eichenfässern“ gelagerten, klaren, alten, „voraugustinischen“ Wein einzuschenken. Die Literaturangaben mögen den geneigten Leser aus dem Dickicht weiterführen. Unter den Kronzeugen garantiert erfreulicherweise auch Joseph RATZINGERS Name für Qualität. Des weiteren ist hervorzuheben, daß die umwerfende Endentscheidungshypothese von BOROS, der

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Das verspielte Erbe

Tradition, Dankbarkeit und Pietät Gabriel Marcel hielt im Jahre 1951 in verschiedenen Städten des damaligen Westdeutschlands eine vielbeachtete Vortragsreihe über die hochkomplexe Thematik Das Große Erbe. Tradition, Dankbarkeit, Pietät (Übersetzung von Robert Spaemann. Verlag Regensberg, Münster 1952, S.13–46) Als Sohn nicht praktizierender jüdischer Eltern war Marcel Atheist. Im reifen Mannesalter mit 40 Jahren konvertierte er,

Léon Bloy, "katholischer Bohemien" oder "Zwillingskristall von Diamant und Kot" (Ernst Jünger)?
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LÉON BLOY – Der undankbare Bettler – Abschreckendes Vorbild für die Befreiungstheologie

Von Endre A. Bárdossy* Neuerdings hört man hie und da Bemerkungen, Rezensionen, Halbsätze und Halbwahrheiten über Léon Bloy, meistens hochachtungsvoll wie vor einem Säulenheiligen. Dank Bergoglio, dem lateinamerikanischen Papst mit Gespür für alles, was gut inszeniert werden kann, avancierte Bloy zu einem „Anwalt der Armen“ in der Pose wie es unter Befreiungstheologen geziemend ist: Er

Die moderne Höhle
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Wahrheit und Richtigkeit

Von Endre A. Bárdossy* Ratifica o rectifica – Bestätige oder berichtige, lautet im Spanischen eine kurze Aufforderung in Befehlsform, wenn man jemanden zwischen die Wand und einem Säbel gestellt hat und ein Bekenntnis erzwingen will. Platons weltberühmtes und weltbewegendes Höhlengleichnis stellt ein dermaßen dramatisches Kreuzverhör dar, daß es vom Leser, wenn wir uns in die

Die Unterscheidung der Geister heute
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Unterscheidung der Geister in der Überflußgesellschaft von heute

von Endre A. Bárdossy* (1) „Man darf nichts Unmögliches wollen.“ (Ignatius von Loyola) Einleitung Das vorangestellte Lemma des hl. Ignatius müßte man heutzutage weniger als Aussage, sondern vielmehr als Fragesatz bedenken: Darf eine für unmöglich gehaltene, antiquiert empfundene Sache oder Haltung wirklich nicht mehr von den Christen verlangt werden? Können wir in der einen, globalisierten

Kathedra Petri, Petersdom
Der Vatikan und die Piusbruderschaft

Rückkehr ja – aber bitte ohne Kleinbeigeben! – Piusbruderschaft verdient mehr Rückendeckung in der öffentlichen Meinung

Gastkommentar von Endre A. Bárdossy* Mit gemischten Gefühlen, um nicht zu sagen konsterniert, las ich den Artikel von Markus Büning vom 13. Februar. Er rühmt sich darin reichlich mit Vorschußlorbeeren, als er sich offenbar allzu selbstbewußt unter den „Starken“ einreihen und somit die mehrheitlich konservativen Leser dieses Blogs unter Berufung auf den Römerbrief als „Schwache“