Fatima: vatikanische Täuschungen, gewollte Ignoranz, apokalyptische Weltlage (4. Teil/​Schluß)

Das Prinzip vom zureichenden Grund


Finsternis liegt über der Kirche und der Welt. Viel zu wenige sind an der Aufhellung beteiligt. Der Triumph Mariens ist zwar angekündigt, aber wir wissen nicht, was bis dahin geschehen wird.
Finsternis liegt über der Kirche und der Welt. Viel zu wenige sind an der Aufhellung beteiligt. Der Triumph Mariens ist zwar angekündigt, aber wir wissen nicht, was bis dahin geschehen wird.

Von Wolf­ram Schrems*

Die­ser Teil schließt unmit­tel­bar an den drit­ten Teil vom 14. März an und schließt die Serie ab.

Lei­der zei­gen die bis­lang ver­öf­fent­lich­ten Leser­kom­men­ta­re, daß eini­ge der Leser, die sich zum Kom­men­tie­ren auf­ge­ru­fen fühl­ten, mei­ne Aus­füh­run­gen nur ober­fläch­lich gele­sen oder nicht ver­stan­den hat­ten. Ein Leser hielt mir ent­ge­gen, daß Sr. Lucia natür­lich „nach 1957 älter gewor­den“ sei und „auch das Gesicht ver­än­dert sich natür­lich mit dem Alter.“

Glaubt der Leser wirk­lich, daß ich das nicht weiß?

Das Gesicht ver­än­dert sich zwar, aber es bleibt immer das­sel­be Gesicht.

Das war ohne­hin gera­de nicht mein Punkt. Ich hat­te im zwei­ten Teil geschrie­ben, daß die neue Sr. Lucia viel zu jung aus­sieht, daher noch ein­mal: „Die­je­ni­ge Per­son, die beim Fati­ma-Besuch von Papst Paul VI. am 13. Mai 1967 der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert wur­de, sieht anders aus als die von den Pho­to­gra­phien bekann­te Sr. Lucia, benimmt sich anders und wirkt viel zu jung für eine sech­zig­jäh­ri­ge Frau.“

Wer über­dies Film-und Bild­ma­te­ri­al bis 1957 und ab 1967 ansieht und „Aus­druck“, „Hal­tung“ und „Augen“ als „gleich geblie­ben“ erken­nen will, betreibt Selbst­zen­sur, um nicht zu sagen gewoll­te Igno­ranz. Was genau die Berech­ti­gung des Titels die­ser Serie beweist.

Gera­de die (von der Redak­ti­on vor­ge­nom­me­ne) Illu­stra­ti­on des zwei­ten Teils die­ser Serie zeigt zwei­fels­frei zwei ver­schie­de­ne Phy­sio­gno­mien. (Vgl. dazu auch die mitt­ler­wei­le aktua­li­sier­ten Infor­ma­tio­nen auf Sister Lucy Truth.)

Frei­lich müs­sen zuerst die inne­ren Blocka­den über­wun­den wer­den, bevor man sich das ein­ge­ste­hen kann. –

Bevor wir zum Resü­mee kom­men, noch ein Hin­weis auf den Betrug vom Jahr 2000:

Ein wich­ti­ger Teil der gegen die Fati­ma-Bot­schaft gerich­te­ten Kam­pa­gne war bekannt­lich die lügen­haf­te Erklä­rung vom Jahr 2000 zum Drit­ten Geheim­nis. Damit sind Papst Johan­nes Paul II., Papst Bene­dikt XVI. und die Kar­di­nä­le Ange­lo Sod­a­no und Tar­cis­io Ber­to­ne (die­ser ist als ein­zi­ger noch unter uns) offen­kun­dig in das Täu­schungs­ma­nö­ver verwickelt:

Die „Botschaft von Fatima“? – Der Vatikan sagte die Unwahrheit

Die Erklä­rung der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on über das Drit­te Geheim­nis des dama­li­gen Kar­di­nals Joseph Ratz­in­ger Die Bot­schaft von Fati­ma vom 13. Mai 2000, ver­öf­fent­licht am 26. Juni, ist lügen­haft. Der Text der Visi­on kann unmög­lich das voll­stän­di­ge Drit­te Geheim­nis gewe­sen sein, da in der Pres­se­er­klä­rung vom 8. Febru­ar 1960, also vier­zig Jah­re zuvor, aus­drück­lich von „Wor­ten“ Unse­rer Lie­ben Frau die Rede gewe­sen war. Die­se kom­men in der Erklä­rung vom Jahr 2000 nicht vor. Kar­di­nal Ratz­in­ger hat­te in einem 1984 gege­be­nen Inter­view (hier nach einer Chro­no­lo­gie des Fati­ma-Cen­ter, das sich der Pro­ble­ma­tik zwei­er „Sr. Lucia“ aller­dings erst vor kur­zem öff­ne­te) ver­hält­nis­mä­ßig kon­kre­te Anga­ben über den Inhalt des Drit­ten Geheim­nis­ses gemacht. Die­se kom­men eben­falls nicht vor.

Es wur­de auch schon auf den eigen­ar­ti­gen Umstand hin­ge­wie­sen, daß der zum Fati­ma-Geheim­nis gehö­ren­de Satz aus der vier­ten Lebens­er­in­ne­rung „In Por­tu­gal wird das Dog­ma des Glau­bens immer bewahrt blei­ben etc.“ in die Fuß­no­te ver­bannt wur­de (!). Wei­te­re Erklä­run­gen dazu gibt es nicht (!). Es wird auch nicht the­ma­ti­siert, wofür das omi­nö­se „etc.“ ste­hen soll.

Es fällt übri­gens auf den ersten Blick auf, daß die Hand­schrift der „neu­en“ Sr. Lucia in einem – der vati­ka­ni­schen Par­tei­li­nie post II. Vati­ca­num ent­spre­chen­den – Brief vom 12. Mai 1982 an Papst Johan­nes Paul II. in Fuß­no­te 5 von der Hand­schrift in Fuß­no­te 6 und 7, die einen Abschnitt aus der 4. Lebens­er­in­ne­rung vom 8. Dezem­ber 1941, also zwei­fels­frei der „ech­ten“ Lucia, wie­der­gibt, ver­schie­den ist. Auch die Hand­schrift im Haupt­text ent­spricht nicht der Hand­schrift von Fuß­no­te 5. Jeder kann das leicht über­prü­fen.1

Klar ist auch das:

Die Anwen­dung der im Juni 2000 ver­öf­fent­lich­ten Visi­on auf das Atten­tat auf Johan­nes Paul II. am 13. Mai 1981 ist absurd. Sie belei­digt den Ver­stand. Fol­ge­rich­tig gab es Pro­test. Denn wenn das Atten­tat auf Johan­nes Paul pro­phe­zeit wor­den wäre, war­um wur­de das dann nicht schon 1982 beim Fati­ma-Besuch die­ses Pap­stes festgestellt?

Papst Johan­nes Paul II., die Kar­di­nä­le Ratz­in­ger und Sod­a­no und der dama­li­ge Erz­bi­schof Ber­to­ne „ent­schärf­ten“ die eigent­li­che Bot­schaft von Fati­ma und beraub­ten sie aller ihrer spe­zi­fi­schen Merk­ma­le. Der dama­li­ge Kar­di­nal Ratz­in­ger leg­te zudem nahe, daß die Visio­nen auf Bil­dern beru­hen könn­ten, die die Seher in jun­gen Jah­ren gele­sen hat­ten. Er nann­te auch aus­ge­rech­net Pater Edu­ard Dha­nis, einen moder­ni­sti­schen Jesui­ten, Mit­ver­fas­ser des desa­strö­sen Hol­län­di­schen Kate­chis­mus und Erz­feind der Fati­ma­bot­schaft, als Exper­ten und Gewährsmann.

Und zu die­sem gan­zen Wahn­sinn soll­te Sr. Lucia nichts zu sagen gehabt haben?

Folgt man den „Inter­views“ mit ihr (näm­lich etwa denen mit Car­los Eva­ri­sto in den Jah­ren 1992 und 1993, ich habe das hier the­ma­ti­siert), dann ist ja näm­lich alles in bester Ordnung.

Kar­di­nal Tar­cis­io Ber­to­ne scheint einer der wich­tig­sten Mani­pu­la­to­ren im Kon­text von Fati­ma zu sein, wie sein – uner­klär­li­cher­wei­se von Papst Bene­dikt XVI. ein­ge­lei­te­tes – Lügen­buch Die Sehe­rin von Fati­ma (Orig. Mai­land 2007, dt. Über­set­zung bei Hey­ne, Mün­chen, 2009) zur Genü­ge zeigt.

Kar­di­nal Ber­to­ne ist der ein­zi­ge noch leben­de der an die­ser Kon­spi­ra­ti­on betei­lig­ten Kir­chen­män­ner. Es wäre für die Kir­che und für sein eige­nes Heil gut, wenn er rei­nen Tisch machen würde.

Zustimmung zu Fatima im Volk – von der Hierarchie begraben

Im Jahr 2000 lag die hohe Zeit der Andacht zu Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma durch Kle­rus und Volk gera­de ein­mal etwa fünf­zig Jah­re zurück, die Über­sech­zig­jäh­ri­gen müß­ten sich an die Wel­le der Begei­ste­rung und an die Wun­der also erin­nert haben. Zeit­na­he erschie­ne­nen Publi­ka­tio­nen (Wil­liam Tho­mas Walsh, Our Lady of Fati­ma, 1947, meh­re­re Auf­la­gen; Luis Gon­z­a­ga de Fon­se­ca SJ, Le mera­vi­glie di Fàti­ma, dt. Maria spricht zur Welt, 1931, zahl­rei­che Neu­auf­la­gen) ent­nimmt man, daß Men­schen­mas­sen zur Ver­eh­rung der Fati­ma­sta­tue auf ihrer Pil­ger­fahrt durch die Welt auf die Stra­ßen ström­ten.2 In vie­len Fäl­len wur­de die Pil­ger­ma­don­na von den Staats­män­nern emp­fan­gen und an der Gren­ze dem Nach­barn anver­traut. So bedeu­ten­de katho­li­sche Staats­len­ker wie Gene­ral Fran­cis­co Fran­co und Prä­si­dent bzw. Mini­ster­prä­si­dent Anto­nio de Oli­vei­ra Sala­zar erwie­sen der Mut­ter­got­tes die Ehre.

Es wird von Wun­dern, Hei­lun­gen, Ver­söh­nun­gen und Bekeh­run­gen im gro­ßen Maß­stab berich­tet. Die Gläu­bi­gen war­te­ten auf die Ver­kün­di­gung des „drit­ten Geheim­nis­ses“ im Jahr 1960 und hat­ten auch ein Recht dar­auf. Statt­des­sen wur­de es begra­ben. Der irrea­le Welt­op­ti­mis­mus von Johan­nes XXIII. und dem Kon­zil sieg­te über den Bekehrungsaufruf.

Heu­te spielt die ori­gi­na­le Bot­schaft von Fati­ma kei­ne Rol­le mehr in der Kir­che. Sicher pil­gern immer noch zahl­rei­che Gläu­bi­ge nach Fati­ma, aber dort hören sie nicht die vol­le Wahr­heit. Die Archi­tek­tur der neu­en Rund­kir­che ist abscheu­lich, das anbei errich­te­te Kreuz kann man nur als Spott­kru­zi­fix ver­ste­hen. War­um muß die jün­ge­re kir­chen­of­fi­zi­el­le Kunst so gut wie immer häß­lich sein? Wohl nie­mand wür­de auf die Idee kom­men, daß damit der Glau­be gestärkt würde. –

In man­chen from­men Krei­sen glaubt man immer noch an die „Bekeh­rung“ Ruß­lands, die durch den Wei­he­akt von 1984 erzielt wor­den wäre. Davon kann über­haupt kei­ne Rede sein.

Wer also in der Pere­stroi­ka Gor­bat­schovs und der – letzt­lich dubio­sen – Vor­gän­ge im Jahr 1989, die bekannt­lich zur Erwei­te­rung des Völ­ker­ker­kers EU führ­ten, den „Tri­umph“ des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens sehen will, betreibt Blas­phe­mie.3

Wie auch immer:

Ruß­land ist als Gei­ßel Got­tes für die Mensch­heit vor­ge­se­hen, ob als Sowjet­uni­on oder als mehr oder weni­ger post-sowje­ti­sche Macht, solan­ge es nicht fei­er­lich geweiht ist und zum Schau­platz des Tri­umph Mari­ens wird. (Dar­aus ergibt sich nicht zwin­gend, daß sei­ne Bevöl­ke­rung und sei­ne Füh­rung mora­lisch schlech­ter als die Füh­rung z. B. der USA oder Isra­els wären.)

Damit kom­men wir zum Resümee:

Unterdrückung der Fatima-Botschaft, Unwissenheit über die historischen Ereignisse

Was nach dem Gesag­ten klar ist: In der Kir­che ist die Fati­ma-Bot­schaft, die Andacht zum Her­zen Mari­ens und der Rosen­kranz als aus­drück­lich so dekla­rier­te letz­te Heil­mit­tel, die Wei­he Ruß­lands und die Süh­ne­sams­ta­ge, ver­schüt­tet. Damit sind auch die ein­schlä­gi­gen histo­ri­schen Ereig­nis­se, vor allem das von etwa 70.000 Men­schen beob­ach­te­te Son­nen- und Wet­ter­wun­der vom 13. Okto­ber 1917 und die jahr­zehn­te­lan­gen segens­rei­chen Aus­wir­kun­gen der Wei­he Por­tu­gals durch die dor­ti­gen Bischö­fe, weit­ge­hend unbe­kannt.4

Sie kom­men im pfarr­li­chen Leben, in der kirch­li­chen Publi­zi­stik, im Reli­gi­ons­un­ter­richt, in der Uni­ver­si­täts­theo­lo­gie und auch in der vati­ka­ni­schen Poli­tik nicht vor. Offen­bar sind sie nicht wich­tig. Das vati­kan­of­fi­zi­el­le Welt­apo­sto­lat von Fati­ma the­ma­ti­siert kon­tro­ver­se Punk­te eben­falls nicht und tut zum 20. Jah­res­tag des angeb­li­chen Todes von Sr. Lucia so, als gäbe es bezüg­lich ihrer Iden­ti­tät kei­ne Pro­ble­me.

Gleich­zei­tig erle­ben wir einen prä­ze­denz­lo­sen Nie­der­gang des Glau­bens, der Moral und auch des Papst­tums, nicht erst seit Jor­ge Bergoglio.

Ist es wirk­lich denk­bar, daß Sr. Lucia das gut­ge­hei­ßen hät­te? Auch das spricht dage­gen, daß ab 1967 die wirk­li­che Sr. Lucia für Auf­trit­te und Inter­views kon­sul­tiert wurde.

Was zwi­schen 1957 und 1967 mit Sr. Lucia pas­siert ist, ist nach wie vor unklar. Klar ist nur, daß jemand anders als Sr. Lucia aus­ge­ge­ben wur­de. Die Fol­gen für Glaub­wür­dig­keit und Rele­vanz der Fati­ma-Bot­schaft sehen wir um uns her­um: Sie spielt in der Kir­che kei­ne Rol­le – im Gegen­satz zu den vier­zi­ger und fünf­zi­ger Jah­ren. Die Kam­pa­gne gelang, die Fin­ster­nis herrscht. –

Resümee: das Prinzip vom zureichenden Grund

Die Lage in Kir­che und Welt ist frag­los apo­ka­lyp­tisch. Wer hät­te noch vor weni­gen Jah­ren gedacht, daß „an vie­len Orten Seu­chen und Hun­gers­nö­te“ (Lk 21, 11) künst­lich erzeugt wür­den? Wer hät­te sich vor­stel­len kön­nen, daß die Poli­tik per Gesetz­ge­bung und Judi­ka­tur Got­tes Gebo­te abschafft und die­je­ni­gen bestraft, die sie beken­nen und verteidigen?

Die schlim­me Situa­ti­on läßt auf eine schlim­me Ursa­che schlie­ßen: Es muß wohl ein ent­schlos­se­ner Akt des Wider­stan­des, der Ver­nei­nung des Heils­an­ge­bo­tes Got­tes und daher auch der Bot­schaft von Fati­ma durch mäch­ti­ge Per­so­nen statt­ge­fun­den haben. Malachi Mar­tin legt nahe (wie hier schon aus­ge­führt), daß ein sol­cher Akt in ritu­el­ler Form durch­ge­führt wurde.

Seit Jah­ren wird von Ver­ge­hen und Ver­bre­chen im Vati­kan und in der Kir­chen­hier­ar­chie berich­tet, vor allem von sexu­el­len und finan­zi­el­len. Das Tat­sa­chen­sub­strat ist grund­sätz­lich nicht zu leugnen.

Dann gibt es wei­te­re Ver­däch­ti­gun­gen: Der Tod von Johan­nes Paul I. sei nicht natür­lich gewe­sen. Genaue­res weiß man nicht, außer, daß der Leich­nam sofort ein­bal­sa­miert wur­de, was natür­lich alle Spu­ren zer­stör­te. Der Anschlag auf Johan­nes Paul II. vom Jahr 1981 ist nach Mei­nung man­cher Autoren durch­aus nicht auf­ge­klärt, die KGB-The­se wird bezwei­felt und Meh­met Ali Ağca hat mög­li­cher­wei­se nicht alles gesagt, was er weiß.

Dann ist der (wirk­li­che oder ver­meint­li­che) Selbst­mord des Direk­tors des Ban­co Ambro­sia­no Rober­to Cal­vi vom Jahr 1982 in Erin­ne­rung. Der Ent­füh­rungs­fall der 1983 spur­los ver­schwun­de­nen Ema­nue­la Orlandi, Toch­ter eines Die­ners von Papst Johan­nes Paul II. und selbst Bür­ge­rin der Vati­kan­stadt, ist immer noch nicht geklärt. Kar­di­nal Geor­ge Pell, der mit den finan­zi­el­len Mal­ver­sa­tio­nen im Vati­kan bestens ver­traut war, wur­de unter einem lügen­haf­ten Vor­wand nach Austra­li­en zitiert, ein­ge­sperrt und ver­starb nach der Auf­he­bung des Urteils und der Ent­las­sung aus dem Gefäng­nis bei einer Hüft­ope­ra­ti­on, also einem Rou­ti­ne­vor­gang, im Jahr 2023.

Von daher stellt sich die Fra­ge: War­um also soll man nicht auch eine Kar­me­li­tin besei­tigt haben, so oder anders? Wir erin­nern uns an die omi­nö­se War­nung von Jac­in­ta vor einer Bedro­hung des Lebens ihrer Cousine.

Der rela­tiv abrup­te Abbruch der Wir­kung der popu­lä­ren und weit­ver­brei­te­ten Andacht zu Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma im Zeit­raum von etwa 1959 (Dele­gi­ti­mie­rung des Inter­views von Sr. Lucia mit Pater Fuen­tes zwei Jah­re zuvor durch das Ordi­na­ri­at in Coim­bra und der Iso­la­ti­on der Sehe­rin) über 1960 (Wei­ge­rung von Johan­nes XXIII., das Drit­te Geheim­nis zu ver­öf­fent­li­chen, und der Ankün­di­gung eines Kon­zils) und 1962 (Eröff­nungs­re­de von Papst Johan­nes XXIII. am Kon­zil, in der er Unglücks­pro­phe­ten schilt) bis 1967 (Auf­tre­ten einer neu­en Sr. Lucia) ist kein natür­li­cher Lauf der Din­ge. Nach dem Prin­zip vom zurei­chen­den Grund muß hier jemand ein­ge­grif­fen haben.

Fin­ster­nis liegt über der Kir­che und der Welt. Viel zu weni­ge sind an der Auf­hel­lung betei­ligt. Der Tri­umph Mari­ens ist zwar ange­kün­digt, aber wir wis­sen nicht, was bis dahin gesche­hen wird.

*Wolf­ram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Kate­chist, Pro-Lifer, seit 2011 mit der Pro­ble­ma­tik der vati­kan­of­fi­zi­el­len Fati­ma-Dar­stel­lung vertraut.

Bild: KI-erzeugt


1 Zur Hand­schrif­ten­ana­ly­se sie­he eben­falls Sister Lucy Truth.

2 Aus einer Rezen­si­on auf Amazon:

„Fon­se­cas zwei­ter Schwer­punkt, erwei­tert in den spä­te­ren Aus­ga­ben, ist der Erfolg der Fati­ma-Bot­schaft: Die Ent­wick­lung an der Erschei­nungs­stät­te, der Auf­schwung der Mari­en­ver­eh­rung und des katho­li­schen Glau­bens­le­bens in Por­tu­gal und welt­weit, näm­lich durch die Welt­tour­nee der Pil­ger­ma­don­na, die mit Unter­bre­chun­gen von Mai 1947 bis Okto­ber 1955 währ­te. Die Madon­na fand über­all begei­ster­te Auf­nah­me, in Euro­pa, Indi­en, Cey­lon, Afri­ka, Süd­ame­ri­ka, Austra­li­en, Nord­ame­ri­ka usw.
Der Pater und Theo­lo­ge berich­tet aus­führ­lich und begei­stert von den Fei­er­lich­kei­ten, Pro­zes­sio­nen, Wall­fahr­ten, Kon­gres­sen und denk­wür­di­gen Bege­ben­hei­ten die­ser Erfolgs­wel­le, die man sich heu­te nicht mehr vor­stel­len kann, anhand von aus­ge­wähl­ten Berich­ten ein­schließ­lich Zita­ten von Anspra­chen. […] Über­all ereig­ne­ten sich mas­sen­haft Bekeh­run­gen und auch vie­le Hei­lungs­wun­der, auf 39 Sei­ten wer­den allein aus Por­tu­gal für die Zeit von 1922–1949 21 ärzt­lich beschei­nig­te wun­der­sa­me Hei­lun­gen berich­tet. Inner­halb von 18 Jah­ren sei­en über 800 regi­striert wor­den. Geschich­ten von Bekeh­run­gen schlie­ßen sich an. Allein die­se zu Her­zen gehen­den Erzäh­lun­gen loh­nen schon die Lek­tü­re die­ses Buches. Mir jeden­falls waren die Hei­lungs­wun­der in Fati­ma, im Unter­schied zu Lour­des, kein Begriff, auch nicht die sogar welt­wei­te Bekeh­rungs­wel­le infol­ge der Ver­eh­rung der Madon­na von Fatima.“

3 Ver­wir­rung geht auch von dem Inter­view aus, das Micha­el Hese­mann mit der Nich­te von Sr. Lucia geführt hat. Die­se gab zu Pro­to­koll, daß ihre Tan­te den Wei­he­akt von 1984 als aus­rei­chend bezeich­ne­te. Über­set­zer war Car­los Eva­ri­sto, der nach Aus­kunft kri­ti­scher For­scher eine sehr merk­wür­di­ge Rol­le spielt. So wie er die kit­schi­ge Sta­tu­et­te mit der „offi­zi­el­len“, neu­en „Sr. Lucia“ hält, wirkt ziem­lich for­ciert. Das gan­ze Arran­ge­ment läßt den Ein­druck ent­ste­hen, daß hier etwas insze­niert wer­den soll­te. Dr. Hese­mann soll­te hier noch ein­mal nach­for­schen, was hier wirk­lich gesagt bzw. gedol­metscht wurde. –

4 An die­sem Tag beob­ach­te­ten die Augen­zeu­gen, unter ihnen Athe­isten, Zweif­ler und säku­la­re, auch frei­mau­re­risch täti­ge Jour­na­li­sten, einen „Tanz“ der Son­ne. Die Anwe­sen­den konn­ten län­ge­re Zeit direkt in die Son­ne schau­en, ohne daß Schä­den an der Netz­haut ent­stan­den wären. Bevor die Son­ne wie­der ihre übli­che Posi­ti­on ein­nahm, hat­ten die Augen­zeu­gen einen Sturz der Son­ne auf die Erde wahr­ge­nom­men. Die­se Vor­gän­ge dau­er­ten etwa zehn Minu­ten. Was eben­falls bemer­kens­wert ist, ist die Tat­sa­che, daß die vom stun­den­lan­gen Dau­er­re­gen durch­näß­te Klei­dung nach die­sen Ereig­nis­sen völ­lig trocken gewor­den war. Man muß als Nach­ge­bo­re­ner schon eine bewußt igno­rant sein, um die zahl­rei­chen Augen­zeu­gen­be­rich­te als Lügen abzutun.

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