Papst Benedikt XVI. und Fatima – und einige Ungereimtheiten (3. Teil, Schluß)

100 Jahre Fatima 1917 - 2017
100 Jahre Fatima 1917 - 2017

Von Wolf­ram Schrems*

Im Anschluß an den Ersten Teil vom 3. Jän­ner und den Zwei­ten Teil vom 17. Jän­ner folgt nun ein Blick auf die inad­äqua­te Bericht­erstat­tung durch so genann­te „kon­ser­va­ti­ve“ katho­li­sche Medi­en zum The­ma Fati­ma. Die­se Bericht­erstat­tung ist Aus­fluß einer Men­ta­li­tät, die ihrer­seits Teil der Glau­bens­kri­se ist. Es geht um ein fal­sches Ver­ständ­nis von Papst­treue und eine dar­aus erwach­se­ne Selbst­zen­sur. Die­se ist nicht harm­los. Denn sie bringt Gläu­bi­ge auf den fal­schen Weg.

Zur Illu­stra­ti­on, was hier gemeint ist, soll etwas wei­ter aus­ge­holt wer­den.

Selbstzensur und blinde Flecken

Aus der Arbeit mit kon­ver­tier­ten pro­te­stan­ti­schen Pasto­ren und Gelehr­ten ist bekannt, daß die­se in ihrer pro­te­stan­ti­schen Zeit bestimm­te, „katho­li­sche“ Bibel­ver­se „nicht gese­hen haben“. ((Mar­cus Gro­di: Ver­ses I never saw.)) Das heißt, daß die pro­te­stan­ti­sche Vor­prä­gung eines Pastors alle die­je­ni­gen Ver­se im Neu­en Testa­ment aus­blen­den ließ, die nicht in ein luthe­ri­sches oder cal­vi­ni­sti­sches Sche­ma pas­sen. Das zeigt, daß auch gute Ken­ner der Bibel pro­te­stan­ti­scher Gesin­nung wie „ver­na­gelt“ sind, wenn es um systemin­kom­pa­ti­ble Ver­se geht. Sie über­le­sen die­se Stel­len ein­fach.

Die 1938 begonnene Basilika von Fatima
Die 1938 begon­ne­ne Basi­li­ka von Fati­ma

In ana­lo­ger Wei­se gibt es das Phä­no­men, daß loya­le und papst­treue Katho­li­ken einen blin­den Fleck haben. Sie kön­nen zwei­fel­haf­te oder häre­sie­ver­däch­ti­ge Aus­sa­gen eines Pap­stes eben­falls nicht „sehen“.

Und wenn schon, dann inter­pre­tie­ren sie sie sofort um.

So wur­de mir bei­spiels­wei­se von einem noblen älte­ren Herrn mit gro­ßen Ver­dien­sten um die Glau­bens­ver­brei­tung ein­mal erklärt, Papst Fran­zis­kus mei­ne mit der For­mu­lie­rung „Unsinn des Pro­se­ly­tis­mus“ die Pra­xis der pro­te­stan­ti­schen Sek­ten, die in Süd­ame­ri­ka Leu­te mit unlau­te­ren Mit­teln, etwa Ein­satz von Geld, anwer­ben wür­den. Ich ent­geg­ne­te, daß der Papst das aber nicht gesagt hat. Mein Gesprächs­part­ner beharr­te aber auf sei­ner Inter­pre­ta­ti­on. Er konn­te sich offen­bar nicht vor­stel­len, daß sich der Papst tat­säch­lich gegen eine inhalt­lich prä­zi­se katho­li­sche Mis­si­on, die Bekeh­rung anzielt, aus­ge­spro­chen haben soll.

Aber genau das ist der Fall.

Was gesagt ist, ist gesagt und entfaltet seine Wirkung – unabhängig von „Absichten“

Wir müs­sen Aus­sa­gen zunächst neh­men, wie sie eben sind. Es ist nicht mög­lich, geheim­nis­vol­le „eigent­li­che“ Absich­ten bei Aus­sa­gen zu erhe­ben. Die „Absicht“ einer Aus­sa­ge ist eben ihre „Bedeu­tung“. Was also jemand sagt, das meint er auch. Die Wor­te haben ihre Kraft und schaf­fen einen gei­sti­gen „Raum“. Dar­um ist es auch so wich­tig, daß man mit dem Gebrauch der Wor­te vor­sich­tig umgeht. Über jedes unnüt­ze Wort wird bekannt­lich Rechen­schaft ver­langt wer­den (Mt 12, 36f).

Was wir an Aus­sa­gen Papst Bene­dikts und Kar­di­nal Ber­to­nes zu Fati­ma zitiert haben, sind nun ein­mal ihre Wor­te, für die sie ver­ant­wort­lich sind. Es hat kei­nen Sinn zu sagen: „Ja, aber sie haben etwas ganz ande­res gemeint.“ Wenn jemand etwas ande­res „meint“, muß er eben etwas ande­res sagen. Sicher kann es immer Miß­ver­ständ­nis­se geben. Dann ist aller­dings der Gesamt­zu­sam­men­hang zu betrach­ten. Im gegen­ständ­li­chen Fall, also der Behand­lung Fati­mas durch höch­ste kirch­li­che Wür­den­trä­ger, ist die­ser Zusam­men­hang ohne­hin klar: Fati­ma wur­de nicht ernst­ge­nom­men und – um die Gläu­bi­gen ruhig zu stel­len – umin­ter­pre­tiert.

Daß „kon­ser­va­ti­ve“ Autoren die offi­zi­el­le Linie von Papst Bene­dikt XVI. und sei­nes Umfel­des bezüg­lich Fati­ma unter­stüt­zen, ist tra­gisch.

Daher nun zu den ange­kün­dig­ten Bei­spie­len.

Kirche heute – das Ausblenden von allem, das nicht ins Konzept paßt

Die Monats­zeit­schrift Kir­che heu­te – Auf­bruch der Kir­che in eine neue Zeit titelt in ihrer Jän­ner­aus­ga­be 2017 „100 Jah­re Fati­ma – Der Weg zum Frie­den“. Das Reu­ters-Titel­bild zeigt Papst Bene­dikt XVI., wie er am 13. Mai 2010 vor der Gna­den­sta­tue in Fati­ma betet. Der dazu­ge­hö­ri­ge Leit­ar­ti­kel von Wolf­gang und Doro­thea Koch ist beti­telt: „Zur Vita­li­tät einer Bot­schaft – Wie aktu­ell ist Fáti­ma?“.

Die 1922 bei einem Bombenanschlag kirchenfeindlicher Kräfte beschädigte erste Kapelle am Erscheinungsort von Fatima.
Die 1922 bei einem Bom­ben­an­schlag kir­chen­feind­li­cher Kräf­te beschä­dig­te erste Kapel­le am Erschei­nungs­ort von Fati­ma.

Und hier haben wir die gan­ze Crux einer katho­li­schen Publi­zi­stik, die an sich recht­gläu­big ist, die sich aber wei­gert, die Rea­li­tät der kirch­li­chen Situa­ti­on wahr­zu­neh­men. Wie um alles in der Welt kann man einen Arti­kel zu Fati­ma und Bene­dikt XVI. schrei­ben, ohne das Wesent­li­che zu sagen? Näm­lich, daß auch unter Bene­dikt die Fati­ma-Bot­schaft nicht ver­brei­tet und nicht umge­setzt wur­de.

Es wird im Arti­kel bei­spiels­wei­se zuge­ge­ben, daß die „Russ­land-Pro­phe­tie … bis­lang noch nicht voll­stän­dig erfüllt ist“.

Natür­lich nicht! Und war­um nicht? Weil näm­lich die gefor­der­te Wei­he Ruß­lands an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens noch nicht voll­zo­gen wor­den ist!

Von Pius XI. nicht, der der ursprüng­li­che Adres­sat war. Von den nach­fol­gen­den Päp­sten nicht. Auch von Bene­dikt XVI. nicht.

Auch Bene­dikt hat die Süh­ne­kom­mu­ni­on an den Süh­ne­sams­ta­gen nicht ver­brei­tet. Auch er hat die Dra­ma­tik einer ablau­fen­den Gna­den­frist nicht adäquat her­aus­ge­stellt. Vor allem hat er den Glau­bens­ab­fall und sei­ne Ver­bin­dung zu dem Unglücks­kon­zil nicht unzwei­deu­tig benannt. Und zum Wüten von Papst Fran­zis­kus schweigt er auch.

Das schrei­ben die Autoren aber nicht.

Zudem ent­hält der Arti­kel noch eini­ge ande­re Unge­reimt­hei­ten: So ist (offen­bar nach den Wor­ten von Bene­dikt XVI. am 13. Mai 2010 in Fati­ma) davon die Rede, daß die Mut­ter­got­tes die „Stadt des Men­schen“ (!) habe ret­ten wol­len.

Wie war das nur in den päpst­li­chen Rede­text gekom­men? „Stadt des Men­schen“ kommt in den gesam­ten Bot­schaf­ten der Mut­ter­got­tes nicht vor. „Stadt des Men­schen“ ist – nach dem Ori­gi­nal­ti­tel „City of Man“ – der frei­mau­re­ri­sche Plan zur Schaf­fung einer „Welt­de­mo­kra­tie“ aus dem Jahr 1940 ((Im Inter­net übri­gens offen­bar sehr gut ver­steckt und daher nicht auf­find­bar. Eine erste Recher­che blieb ohne Erfolg.)). Was woll­te der Reden­schrei­ber bzw. der Papst mit einem sol­chem Signal­wort aus­sa­gen? Das bleibt wahr­lich im Dun­keln, zumal laut der offi­zi­el­len Netz­sei­te des Hl. Stuhls „Stadt der Men­schen“, also Plu­ral, steht. So oder anders ist die For­mu­lie­rung bizarr.

Eine ande­re Unge­reimt­heit ist die Zitie­rung einer – an sich rich­ti­gen – Aus­sa­ge von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per in einem Arti­kel von 2012. „Zumin­dest in Euro­pa deu­tet vie­les auf eine win­ter­lich aus­schau­en­de Kir­che mit deut­li­chen Zei­chen einer Kri­se“, liest man dort.

Aha.

Fatima 1927
Fati­ma 1927

Den Autoren ist es aber ver­bor­gen geblie­ben, daß Kar­di­nal Kas­per selbst eine Haupt­rol­le in die­ser Kri­se spielt. Wie­der ein blin­der Fleck.

Der Theo­lo­ge Wal­ter Kas­per wand­te sich offen­bar schon in den 70er Jah­ren der Gno­sis zu und unter­mi­niert seit­dem den Glau­ben der Kir­che (sie­he dazu die aus­ge­zeich­ne­te und schon weit ver­brei­te­te Ana­ly­se von Tho­mas H. Stark, z. B. hier). Im jet­zi­gen Pon­ti­fi­kat genießt Kar­di­nal Kas­per gro­ßen und einen über­aus ver­derb­li­chen Ein­fluß. Woll­ten die bei­den Autoren eine all­fäl­li­ge Kon­fron­ta­ti­on mit den vati­ka­ni­schen Auto­ri­tä­ten ver­mei­den?

Wenn ja, dann sind sol­che Bei­trä­ge im besten Fall sinn­los, im schlech­te­sten Fall aber eine Irre­füh­rung gut­gläu­bi­ger Leser.

Ohne den umfang­rei­chen, aber unstruk­tu­rier­ten Arti­kel des Ehe­paa­res Koch in jedem Detail zu ana­ly­sie­ren (er ent­hält auch durch­aus rich­ti­ge Pas­sa­gen), so muß man fest­stel­len, daß die wirk­li­chen Fra­gen und Pro­ble­me nicht ange­spro­chen wer­den. Beim Leser muß gera­de auf­grund des Schluß­ab­sat­zes der Ein­druck ent­ste­hen, daß die Kir­che Deutsch­lands ohne­hin auf kei­nem schlech­ten Weg ist und Grund zur Hoff­nung hat.

Davon ist der­zeit natür­lich weit und breit nichts zu sehen, nicht ein­mal in Ansät­zen.

Wie gesagt: Es gibt eine Art selbst­ver­schul­de­te oder selbst­ver­ur­sach­te Blind­heit, die man­ches nicht sehen will und dann nicht mehr sehen kann.

Michael Hesemann und die Opportunisten

Einen sol­chen Fall gibt es auch bei einem am 18. Jän­ner 2017 erschie­ne­nen Inter­view mit Micha­el Hese­mann auf der kom­merz­la­sti­gen ((Man bewarb dort im „kath­shop“ etwa Kar­di­nal Kas­pers Buch über die Barm­her­zig­keit. Da kommt einem das Wort des Pro­phe­ten in den Sinn: „Sogar den Abfall des Getrei­des machen wir zu Geld“ (Am 8, 6b).)) und inhalt­lich äußerst „fle­xi­blen“ Sei­te kath.net, Erfin­de­rin der „Fran­zis­kus-Per­le des Tages“ (anfäng­lich übri­gens „Pil­le“).

Wer der vati­ka­ni­schen Linie folgt, kommt im Zusam­men­hang mit einer angeb­lich erfolg­ten Wei­he Ruß­lands 1984 etwa zu fol­gen­der Absur­di­tät:

Und tat­säch­lich hielt die Got­tes­mut­ter Wort: Inner­halb eines Jah­res kam Gor­bat­schow an die Macht, inner­halb von sie­ben Jah­ren war der Kom­mu­nis­mus in Russ­land über­wun­den, die Sowjet­uni­on kol­la­biert, ganz Ost­eu­ro­pa befreit. Und die Frie­dens­zeit? Sie dau­er­te gan­ze 25 Jah­re (…).

Lucia selbst erklär­te um 1996: „Ja, unse­re Her­rin hat den Frie­den ver­spro­chen im Blick auf alle Krie­ge in der Welt, die durch den gott­lo­sen Kom­mu­nis­mus ent­facht wer­den, nicht aber im Blick auf die Bür­ger­krie­ge, die es immer gab und geben wird.“ Der Kom­mu­nis­mus ist also end­gül­tig über­wun­den und Russ­land – auch wenn das jetzt furcht­bar poli­tisch inkor­rekt klingt – kei­ne Gefahr mehr, im Gegen­teil, die Bot­schaft bestä­tigt, dass es sich bekehrt hat, wäh­rend jetzt lei­der der Groß­teil des Westens den Glau­ben ver­liert.

Daß hier Sr. Lucia zitiert wird, um vati­kan­of­fi­zi­el­le Posi­tio­nen zu ver­tei­di­gen, läßt wie­der­um die Fra­ge auf­kom­men: Hat sie das wirk­lich gesagt, oder han­delt es sich, wie beim berüch­tig­ten Brief an „Wal­ter Noel­ker“, um eine Fäl­schung?

Fatima und die Weihe Russlands
Fati­ma und die Wei­he Russ­lands

Daß Ruß­land einen Neu­auf­bruch des (lei­der schis­ma­ti­schen) Chri­sten­tums erlebt, ist durch­aus zutref­fend. Natur­recht und Ver­nunft sind Teil der rus­si­schen Poli­tik gewor­den, offen­sicht­lich auch eine gewis­se Hin­wen­dung zu Gott. Das ist erfreu­lich. Aber daß Ruß­land „kei­ne Gefahr“ mehr wäre, kann man so nicht sagen. Auch wenn Prä­si­dent Trump die Aggres­sio­nen Barack Hus­sein Oba­mas und Hil­la­ry Clin­tons offen­bar nicht wei­ter­füh­ren will, so sind Sank­tio­nen und Demü­ti­gun­gen Ruß­lands nach wie vor an der Tages­ord­nung. Die­se kom­men der­zeit beson­ders von den ver­blen­de­ten EU-Gran­den (und aus einem schwer zu durch­leuch­ten­den Hin­ter­grund). Soll­ten die Pro­vo­ka­tio­nen des Westens nicht auf­hö­ren, kann es noch immer zu einem Gegen­schlag Ruß­lands kom­men. Was der aus­lö­sen wür­de, möch­te man sich gar nicht vor­stel­len.

Inso­fern ist Hese­mann im besten Fall naiv.

Was er aber zuvor über die „Frie­dens­zeit“ (nach 1984?) sagt, ist nicht nur absurd, son­dern auch eine Belei­di­gung Unse­rer Lie­ben Frau! Die­se ver­sprach den Tri­umph ihres Unbe­fleck­ten Her­zens und eine „Peri­ode des Frie­dens“.

Damit Hese­mann & Co. zur Besin­nung kom­men, nur eini­ge Fak­ten: Die „Frie­dens­zeit“ seit Gor­bat­schov sah die Krie­ge in Kroa­ti­en und Bos­ni­en (1991 – 1995), die durch­aus eine reli­giö­se Fär­bung hat­ten und unfaß­ba­re Greu­el­ta­ten brach­ten. Gezielt wur­den katho­li­sche Prie­ster und Lai­en ermor­det und Kir­chen zer­stört.

Wei­ters geschah in die­ser „Frie­dens­zeit“ der Völ­ker­mord in Ruan­da (1994) und der isla­misch-indo­ne­si­sche Greuel­krieg gegen die Katho­li­ken in Ost­ti­mor (1999).

Papst Franziskus mit Wladimir Putin
Papst Fran­zis­kus mit Wla­di­mir Putin

1999 eska­lier­te die Lage im Koso­vo und die USA bom­bar­dier­ten Ser­bi­en. Vier Jah­re spä­ter über­fie­len sie völ­ker­rechts­wid­rig den Irak – mit vie­len Toten und nach­fol­gen­dem Cha­os bis heu­te.

Das soll eine „Frie­dens­zeit“ sein, wie sie Unse­re Lie­be Frau ver­hei­ßen hat? Oder sind das ohne­hin nur die ver­nach­läs­sig­ba­ren „Bür­ger­krie­ge, die es immer gab und geben wird“?

Wann soll Sr. Lucia das über­haupt gesagt haben, wo und wem? ((Daß hier eini­ges faul ist, wur­de bereits auf die­ser Sei­te ange­spro­chen.)) 

Wie sehr muß man sich ver­bie­gen, um nur ja nicht den vati­kan­of­fi­zi­el­len Deu­tun­gen Fati­mas zu wider­spre­chen! Wie sehr muß man die Augen ver­schlie­ßen, um die Zei­chen der Zeit nicht erken­nen zu müs­sen!

Nein, es ist kein Frie­de!

Kein Friede ohne das 1. Gebot – Drittes Geheimnis in unserer Zeit verwirklicht?

Und hier sind wir wie­der beim ein­gangs Gesag­ten: Man muß die Aus­sa­gen und Hand­lun­gen eines Men­schen ernst­neh­men. Wenn Päp­ste inter­re­li­giö­se „Gebe­te“ wie 1986 und 2011 durch­füh­ren, dann wol­len sie es offen­bar so. Das ist aber ein Greu­el.

Dann müs­sen alle alar­miert sein. Und dann zeigt sich, daß im Drit­ten Geheim­nis tat­säch­lich von einer Apost­asie in der Kir­chen­hier­ar­chie die Rede sein muß.

Denn was Sr. Lucia in der 4. Erin­ne­rung als Zitat der Got­tes­mut­ter geschrie­ben hat, klingt ja äußerst omi­nös: „In Por­tu­gal wird das Dog­ma des Glau­bens immer bewahrt blei­ben etc.“

Pater Joseph Schweigl SJ, Emis­sär von Papst Pius XII., der Sr. Lucia 1952 besuch­te und das Drit­te Geheim­nis las, deu­te­te an, daß es über den Papst han­del­te und eine Fort­set­zung zu zitier­tem Satz sei.

Die rea­le Situa­ti­on von Papst und Kir­che ist also völ­lig anders, als es Micha­el Hese­mann und das Ehe­paar Koch nahe­le­gen.

Resümee

Wie schon öfter fest­ge­stellt, sind die vati­ka­ni­schen Ver­laut­ba­run­gen zum The­ma Fati­ma nach dem Tod von Papst Pius XII. vol­ler Unge­reimt­hei­ten. Katho­li­ken, die guten Wil­lens sind und „papst­treu“ sein wol­len, sind daher zu enor­men Ver­ren­kun­gen gezwun­gen, wenn sie die offi­zi­el­le vati­ka­ni­sche Linie ver­tre­ten wol­len. Sie blen­den dann Papst­aus­sa­gen aus oder inter­pre­tie­ren sie gegen den Wort­sinn.

Das ist zutiefst tra­gisch.

Das wird sich alles rächen.

Ich hof­fe, daß die­se drei­tei­li­ge Serie mit ihren Beob­ach­tun­gen und Schluß­fol­ge­run­gen zur Wahr­heit bei­tra­gen konn­te. Der Haupt­zweck die­ses Bemü­hens ist aber, wie im 1. Teil fest­ge­hal­ten, daß kirch­li­che Amts­trä­ger, die mehr wis­sen, ihr Schwei­gen bre­chen.

Das betrifft beson­ders Papst eme­ri­tus Bene­dikt XVI.

Letzt­lich kann nur er in der der­zei­ti­gen „dia­bo­li­schen Des­ori­en­tie­rung“ (Sr. Lucia) Licht und Segen in das Dun­kel brin­gen.

Ob das 100. Jubi­lä­ums­jahr der Erschei­nung Unse­rer Lie­ben Frau von Fati­ma sonst segens­reich sein wird?

*MMag. Wolf­ram Schrems, katho­li­scher Theo­lo­ge, Phi­lo­soph, Kate­chist

Bild: O Clarim/Fatima Center/resto­sde­co­lec­cao

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30 Kommentare

  1. Herr Schrems soll­te ein Gegen­buch bzw. ein Alter­na­tiv­buch zu dem Buch von Herrn Hese­mann schrei­ben.

  2. Ich wür­de sagen, daß die Wei­he am 25.3.1984 rich­tig und gül­tig war und daß dar­auf­hin, inner­halb von weni­ger als 10 Jah­ren- und vor allem: fried­lich!- die kom­mu­ni­sti­sche Groß­macht Sowjet­uni­on ver­schwun­den ist. Das war ein Wun­der. Die­ses Fak­tum kann nie­mand ernst­haft bestrei­ten, obgleich „die Welt“ ganz ande­re Ursa­chen für den Zusam­men­bruch der UdSSR aus­macht. Wenn man die Wei­he von 1984 für ungül­tig hält: wie ist dann das Ver­schwin­den der Sowjet­uni­on plau­si­bel zu erklä­ren?- Man müß­te dann auch die gän­gi­gen Ant­wor­ten von Poli­tik, diver­sen „Wis­sen­schaft­lern“ und Welt über­neh­men.

    Die Hin­wen­dung Ruß­lands zum Chri­sten­tum ist unüber­seh­bar und daß da noch nicht aller Tage Abend ist, liegt auf der Hand. Umso wich­ti­ger ist m.Er. unse­re eige­ne Bekeh­rung, die des sog. Westens oder Euro­pas. Man kann doch nicht mit dem Fin­ger auf Ruß­land zei­gen ohne mit den übri­gen auf sich selbst. Die Frei­mau­re­rei fei­ert doch seit lan­gem Hoch­fe­ste bei uns.
    Die Kir­che befin­det sich wahr­lich in einer gro­ßen Kri­se und ver­stärkt ihrer­seits noch die­se all­ge­mei­ne poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Kri­se. „Fati­ma“ ist immer noch teil­wei­se (oder mehr) ein Rät­sel und es ist gut mög­lich, daß letzt­lich der Him­mel selbst die Lösung dazu geben wird.

    • Ich gebe Fran­zel völ­lig recht — es scheint, dass die 1984-er Wei­he gül­tig war. Der Arti­kel von Herrn pt Schrems ist in den ersten Abschnit­ten aus­ge­zeich­net und augen­öff­nend. Hin­sicht­lich Russ­land ver­has­pelt er sich. Von wem geht die Gefahr auch — gera­de! — nach sei­ner Dar­stel­lung aus? Von Russ­land oder von dem infam het­zen­den Westen?
      Er sagt ja selbst die Ant­wort:
      „Auch wenn Prä­si­dent Trump die Aggres­sio­nen Barack Hus­sein Oba­mas und Hil­la­ry Clin­tons offen­bar nicht wei­ter­füh­ren will, so sind Sank­tio­nen und Demü­ti­gun­gen Ruß­lands nach wie vor an der Tages­ord­nung. Die­se kom­men der­zeit beson­ders von den ver­blen­de­ten EU-Gran­den (und aus einem schwer zu durch­leuch­ten­den Hin­ter­grund). Soll­ten die Pro­vo­ka­tio­nen des Westens nicht auf­hö­ren, kann es noch immer zu einem Gegen­schlag Ruß­lands kom­men. Was der aus­lö­sen wür­de, möch­te man sich gar nicht vor­stel­len.“
      Bit­te, die­se unzwei­fel­haft vor­han­de­nen und völ­lig zutref­fend beschrie­be­nen Gefah­ren kann man doch nicht Russ­land zurech­nen!
      Der Hin­weis auf den schis­ma­ti­schen Glau­ben Russ­lands trifft zwar for­mal zu, mate­ri­ell jedoch steht der heu­ti­ge Vati­kan dem tra­di­tio­nel­len katho­li­schen Glau­ben ungleich fer­ner als das schis­ma­tisch auf dem „filio­que“ behar­ren­den Russ­land.

      • Zu Ihrem letz­ten Abschnitt Franz Lech­ner: den christ­li­chen Glau­ben von Rus­sen und Rus­sinn­nen habe ich schon mehr­mals direkt gese­hen und erfah­ren: die Frau­en (meist jung) tru­gen Kopf­tü­cher und san­gen zu Ehren der Mut­ter­got­tes der­art schö­ne Wei­sen die man fast als para­die­sisch schön bezeich­nen könn­te: so her­zin­nig­lich lieb. Daß der Glau­be an Chri­stus nach unglaub­li­cher 70jähriger mar­xi­sti­scher Zer­stö­rungs­ar­beit aber so schön auf­blüht- auch Pater Weren­fried van Stra­ten half da groß­ar­tig mit- ist und bleibt nicht erklär­lich, wenn nicht durch ein Wun­der Got­tes selbst und auf­grund der Welt­wei­he von 1984 her­bei­ge­führt.
        Aber es sind erst 25 Jah­re seit dem Fall der Sowjet­uni­on ins Land gegan­gen und auch Rom wur­de nicht an einem Tag erbaut. Ich mache mir Sor­gen um Deutsch­land und Euro­pa, was den Glau­ben anbe­langt, nicht um Ruß­land, das sich auf gutem Wege befin­det.
        Die ortho­do­xen Kir­chen wer­den im Doku­ment Domi­nus Iesus, das lei­der weit­hin unbe­ach­tet bleibt, als wah­re, apo­sto­li­sche Schwe­ster- oder Bru­der­kir­chen erach­tet- trotz eini­ger Dif­fe­ren­zen.

    • Die von Maria über Sr. Luzia (deren Zita­te vor 1960 noch als authen­tisch ange­nom­men wer­den dür­fen) gefor­der­te Wei­se war die nament­li­che Wei­he Russ­lands an Ihr Unbe­fleck­tes Herz, durch­ge­führt durch den Papst im Ver­ein mit dem Welt­epi­sko­pat. Die­se For­de­rung wur­de nie erfüllt. Rich­tig ist, dass der hl. Papst Johan­nes Paul II. 1984 (wie auch der ew. Papst Pius XII. wäh­rend des II. Welt­krie­ges) eine Welt­wei­he an das Unbe­fleck­te Herz vor­nahm, wor­auf­hin wenig spä­ter der rus­si­sche Sowjet­block kol­la­bier­te. Russ­land wand­te sich bin­nen weni­ger Jah­re vom Kom­mu­nis­mus ab, und ist nun ten­den­zi­ell tat­säch­lich sehr pro­christ­lich ein­ge­stellt. Maria ver­hieß in Fáti­ma jedoch „eine Bekeh­rung Russ­lands“, und die­se Bekeh­rung bedeu­tet im kirch­li­chen Sprach­ge­brauch die ech­te Bekeh­rung zur wah­ren Kir­che Chri­sti, also zur Kir­che des Pap­stes. Die­se Ver­hei­ßung ist bis heu­te noch nicht ein­ge­tre­ten. Russ­land befin­det sich momen­tan in Gei­ßel­haft der anti­ka­tho­li­schen rus­sisch-pseu­dochrist­li­chen Natio­nal­sek­te, die sogar, über ihren Ein­fluss in den rus­si­schen Behör­den, die authen­ti­sche römisch-katho­li­sche Hier­ar­chie in Russ­land schi­ka­niert, und auch ver­hin­dert hat, dass die Päp­ste das demo­kra­ti­sche Russ­land besu­chen kön­nen, wie sie es sich seit dem Pon­ti­fi­kat des hl. Johan­nes Paul II. gewünscht hat­ten.
      An der Wir­kung der Welt­wei­he 1984 kön­nen wir aber erah­nen, dass sich Russ­land wohl inzwi­schen tat­säch­lich bereits zur einen wah­ren Kir­che Chri­sti, also zur Kir­che des Pap­stes, bekehrt hät­te, hät­te die Kir­chen­hier­ar­chie die Wei­he ent­spre­chend der von Maria gefor­der­ten Bedin­gun­gen erfüllt.
      Zur Behaup­tung des Hl. Stuh­les, Sr. Luzia hät­te erklärt, die Bedin­gun­gen wären 1984 erfüllt gewe­sen (obwohl sie vor 1960 kla­re Bedin­gun­gen im Namen Mari­as ange­ge­ben hat­te, die sich wohl kaum geän­dert haben, bloß weil sie dem Hl. Stuhl nicht pas­sen): Ich schen­ke den Ver­öf­fent­li­chun­gen des Hl. Stuh­les nach 1960 über angeb­li­che Zita­te der Klau­sur­non­ne Sr. Luzia, die angeb­lich alle Hand­lun­gen des Hl. Stuh­les in Bezug auf Fáti­ma abseg­nen, kei­ner­lei Ver­trau­en oder Glau­ben. Sr. Luzia hat­te Rede­ver­bot, der Hl. Stuhl konn­te ihr alles und jedes in den Mund legen. Dem Hl. Stuhl kann seit 1960 jedoch nicht mehr ver­traut wer­den. Das ist auch ein wesent­li­cher Inhalt der III. Bot­schaft von Fáti­ma, deren pure Exi­stenz seit 2000, seit Ver­öf­fent­li­chung der Visi­on, die zwar Teil des III. Geheim­nis­ses ist, geleug­net wird. Der Hl. Stuhl als Behör­de (die päpst­li­che Kurie) ist nicht zu ver­wech­seln mit dem Hl. Vater per­sön­lich, der de jure der Inha­ber des Hl. Stuh­les ist, der de fac­to jedoch nach 1960 immer mehr zum Gefan­ge­nen sei­ner Umge­bung wur­de, und unter „Satans Kon­trol­le“ geriet, wie es nach Dr. Mala­chi Mar­tin die III. Bot­schaft von Fáti­ma vor­her­sagt. Dr. Mar­tin war einer der weni­gen Men­schen, die die III. Bot­schaft im Ori­gi­nal gele­sen haben (und zwar 1959, als sie St. Johan­nes XXIII. zum ersten Mal, auf Schloss Gan­dol­fo, u.a. in Anwe­sen­heit Kard. Beas öff­ne­te; Dr. Mar­tin war Beas Sekre­tär.)

      • @Franzel,Franz Lech­ner, Micha­el

        Dan­ke für Ihre Stel­lung­nah­men!
        Die Fra­gen um Ruß­land sind kom­plex. Die Wei­he von 1984 hat­te offen­sicht­lich posi­ti­ve Wir­kun­gen (Mura u. Huber füh­ren das näher aus), eine Bekeh­rung Ruß­lands wur­de aber nicht erzielt. Die­se wür­de in einer Hei­lung des Schis­mas bestehen und sich auf die Lebens­wei­se der Men­schen aus­wir­ken, d. h. sie wäre mit der m. W. immer noch hohen Zahl der Abtrei­bun­gen inkom­pa­ti­bel.
        Es sei aber Prä­si­dent Putin zuge­stan­den, daß er in Fra­gen des Lebens­schut­zes offen­bar guten Wil­lens ist — und auch sonst erfreu­li­che Äuße­run­gen getä­tigt hat. Aber die ROK ist nun ein­mal im Schis­ma — unab­hän­gig davon, wie es der­zeit in Rom zugeht.

        Zu Ruß­land habe ich mich hier schon geäu­ßert. Ich woll­te das nicht in den Text ein­fü­gen, da er ohne­hin schon lan­ge und mit Ver­wei­sen fast über­frach­tet ist:

        https://www.katholisches.info/2014/06/25/fatima-und-die-offizielle-vatikanische-politik-ein-notwendiger-epilog/

        https://www.katholisches.info/2014/07/11/fatima-welche-rolle-spielt-russland-derzeit/

        Mura u. Huber: https://www.katholisches.info/2016/09/09/fatima-rom-moskau-eine-wichtige-publikation-im-vorfeld-von-100-jahren-fatima/

        • @W.S. Dan­ke für die Klar­stel­lung. Die Kom­ple­xi­tät des The­mas tritt in Ihrem Neben­satz zuta­ge: „unab­hän­gig davon, wie es der­zeit in Rom zugeht“.
          Das ist die Crux. Ich bin mir hin­sicht­lich die­ses „unab­hän­gig davon“ gar nicht so sicher. Übri­gens bin ich mit die­sem Pro­blem sozu­sa­gen per­sön­lich befasst. Mei­ne Frau ist ortho­dox. So, „wie es der­zeit in Rom zugeht“, kann ich ihr ein­fach kei­nen Über­tritt zur RKK emp­feh­len. Ich bin froh, dass sie in der Wie­ner ROK eini­ger­ma­ßen ver­an­kert ist und neh­me an die­ser Gemein­schaft auch gewis­sen Anteil.Das ist natür­lich kei­nes­wegs ein­sei­tig, dh wenn schon, dann in die ande­re Rich­tung: sie geht in ungleich mehr katho­li­sche Mes­sen, natür­lich (fast)ausschließlich in triden­ti­ni­schem Ritus, der NOM sagt ihr über­haupt nicht zu. Aber genau das ist es eben: de fac­to ist vor­kon­zi­lia­rer Katho­li­zis­mus mit der Ortho­do­xie enger ver­bun­gen als mit der heu­ti­gen katho­li­schen Pra­xis. Über die­ses Pro­blem kom­men wir ein­fach nicht hin­weg. Mate­ri­ell tra­gen wir Katho­li­ken das Schis­ma bereits im Her­zen, wie nicht zuletzt Ihr aus­ge­zeich­ne­ter Arti­kel über jenen unsäg­li­chen „Koch-Brei“ erschreckend offen­ge­legt hat. Dan­ke auch dafür.

    • Hal­lo Fran­zel,
      die ersten 40 Jah­re mei­nes Lebens habe ich in der fröh­lich­sten Baracke des sozia­li­sti­schen Lagers ver­bracht. Ich habe das System aus rei­nem Her­zen gehasst, und unbe­schreib­lich groß war mei­ne Freu­de, als es vor­bei war.
      Und heu­te muss ich sagen, die­ses System ist zwar anders, aber kein biss­chen bes­ser, als das ande­re.
      Uns sind die Fabri­ken, der Boden, der Han­del weg­ge­nom­men wor­den. Alle Schät­ze Ungarns sind in west­li­cher, ame­ri­ka­ni­scher Hand. Wir sind dazu ver­don­nert, ent­we­der zu vege­tie­ren, oder in den Westen abzu­hau­en, und damit als Teil eines orga­nisch wach­sen­den Vol­kes auf­hö­ren zu exi­stie­ren.
      Die Staats­ver­schul­dung Ungarns wächst unauf­hör­lich, es ver­steht sich selbst, daß auch die Zins­be­la­stung. Es ist, wie wenn einem leben­den Orga­nis­mus das Blut, wel­ches für den Kreis­lauf lebens­wich­tig wäre, stän­dig abge­saugt wird.
      Also, dafür Gott zu dan­ken, und das irgend­wie mit Fati­ma in Ver­bin­dung zu brin­gen, kommt mir einer Got­tes­lä­ste­rung gleich.
      Ich weiß, ande­re Völ­ker (Polen, Tsche­chi­en) haben die Hür­de bes­ser gemei­stert. Aber das spricht noch unse­re neu­en Aus­beu­ter, par­don, Ver­bün­de­ten nicht frei.

      • „Ich weiß, ande­re Völ­ker (Polen, Tsche­chi­en) haben die Hür­de bes­ser gemei­stert.“
        Abwar­ten. Polen befin­det sich doch auch in sog. „west­li­cher, ame­ri­ka­ni­scher“ Hand (honi soit, qui…). Ungarn ist immer­hin sei­tens der poli­ti­schen Füh­rung weit auf­rich­ti­ger und klü­ger. Die pol­ni­sche öffent­li­che Mei­nung wird stets ob ihrer ste­reo­ty­pen anti­rus­si­schen Refle­xe belie­big mani­pu­lier­bar sein. Tsche­chi­en hin­ge­gen ist arg säku­la­ri­siert.
        Ich hof­fe für Ihr Land das Beste. Wir wer­den sei­ne Unter­stüt­zung noch drin­gend brau­chen. Viel­leicht wird der näch­ste Sobieski aus Ungarn kom­men.

  3. Stadt des Men­schen
    Wenn die Enzy­kli­ka „Cari­tas in veri­ta­te“ (Nr. 6f.) den Begriff „Stadt des Men­schen“ ver­wen­det, bezieht sie sich natür­lich nicht auf Her­bert Agar et al. (The city of man; a decla­ra­ti­on on world demo­cra­cy. New York, Viking Press, 1940, geli­stet u.a. in der Deut­schen Natio­nal­bi­blio­thek und in wei­te­ren gro­ßen Biblio­the­ken, vgl. http://www.worldcat.org/title/city-of-man-a-declaration-on-world-democracy/oclc/734776). Viel­mehr geht der Begriff auf den Hl. Augu­sti­nus zurück, wel­cher der Civi­tas dei die Civi­tas homi­nis gegen­über­stellt. Da ist also nix mit geheim­nis­vol­lem Signal­wort. Ande­rer­seits muss man fest­stel­len, dass die Enzy­kli­ka den Begriff in nach­kon­zi­lia­rer Wei­se wesent­lich posi­ti­ver sieht als Augu­sti­nus. Aber das ist ein ande­res The­ma. Vgl. http://www.colsoncenter.org/the-center/columns/indepth/18421-the-city-of-man und http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=948:civitas-diaboli–civitas-hominis–civitas-dei

    • @Damian, Gun­ter M. Michel
      Dan­ke für Ihre Hin­wei­se auf die Fund­or­te von CoM. Ich hat­te, wie gesagt, nur kurz auf Goog­le nach­ge­schaut und tat­säch­lich kam alles mög­li­che, nur nicht das Buch.
      @Damian: Was Sie mit „Ande­rer­seits muss man fest­stel­len…“ ein­lei­ten, ist genau der sprin­gen­de Punkt. War­um sieht die nach­kon­zi­lia­re Sicht­wei­se die „Stadt des Men­schen“ plötz­lich so posi­tiv? Haben sich die Men­schen um soviel gebes­sert? Oder ließ sich die Kir­che von einer neu­en Frie­dens­vi­si­on blen­den?

  4. Sehr geehr­ter Herr Schrems,

    vie­len Dank für Ihre Arti­kel­rei­he. Zu Russ­land blie­be noch zu sagen, dass eine Bekeh­rung zu „nur noch“ einer drei­vier­tel Mil­li­on Abtrei­bun­gen im Jahr 2015 statt­ge­fun­den hat. Man möge mir den Zynis­mus nach­se­hen.

    • Dan­ke für Ihre freund­li­che Rück­mel­dung.
      Die Abtrei­bun­gen sind wirk­lich ein gro­ßer Punkt gegen die Bekeh­rung.

  5. Zum Arti­kel, Anm. 2: Das Doku­ment „The City of Man. A Decla­ra­ti­on on WORLD DEMOCRACY “ (1940) kann man hier lesen: http://zeitwort.at/files/the-city-of-man.pdf
    Das obi­ge Zitat von Micha­el Hese­mann ist eine wun­der­li­che Fehl­ein­schät­zung, die von Mmag. Schrems zutref­fend wider­legt wird. Hat Herr Hese­mann noch nicht von der UN-Agen­da 2030 gehört, die von fast allen Staa­ten der Erde im Sep­tem­ber 2015 unter­schrie­ben wur­de? Wie man sich das vor­zu­stel­len hat, davon hat die däni­sche Par­la­ments­ab­ge­ord­ne­te Ida Auken ein anschau­li­ches Bild gezeich­net (http://www.pravda-tv.com/2016/12/die-elitaere-vision-einer-neuen-weltordnung-ohne-besitz-privatsphaere-und-freiheit-videos/, http://www.pravda-tv.com/2016/11/vision-agenda-2030-das-sozialistische-paradies/ ). –
    Russ­land bleibt eine Gefahr, ja, doch wohl weni­ger wegen sei­ner gehei­men Erobe­rungs­ab­sich­ten, son­dern weil die Glo­ba­li­sten mit aller Macht einen Über­fall Russ­lands auf Euro­pa pro­vo­zie­ren wol­len. –
    Auch steht die Fra­ge, was mit den „Irr­tü­mern Russ­lands“ gemeint ist. Mei­stens wird auf den athe­isti­schen Mar­xis­mus-Leni­nis­mus ver­wie­sen. Der hat ja nun sei­nen Ursprung in Deutsch­land, wenn­gleich nicht aus deut­schem, son­dern pseu­do­mes­sia­nisch jüdi­schem Den­ken. All­ge­mei­ner sind die­se Irr­tü­mer wohl als pseu­do­mes­sia­ni­sche Auf­fas­sun­gen aller Art zu ver­ste­hen: Ideo­lo­gien, wel­che die Erlö­sung der Men­schen und der Mensch­heit statt von Jesus Chri­stus von ande­ren Per­so­nen, Grup­pen, Par­tei­en, Gesell­schafts­klas­sen erwar­ten. Dar­un­ter fal­len dann nicht nur der Mar­xis­mus, son­dern auch der Natio­nal­so­zia­lis­mus, eine mar­xi­stisch aus­ge­rich­te­te Befrei­ungs­theo­lo­gie, sowie die jüdi­sche und die isla­mi­sche Escha­to­lo­gie. –
    Um die Geschich­te Russ­lands im 20. Jahr­hun­dert bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen, ist es nötig, einen Blick hin­ter die mar­xi­sti­sche Kulis­se der Sowjet­uni­on zu wer­fen. Das hat z.B. der Rus­se B. Uschu­j­nik in sei­nem Werk „Para­do­xie der Geschich­te…“ getan, im eng­li­schen Ori­gi­nal in New York 1982 erschie­nen. Auf deutsch kann man es aus dem Inter­net her­un­ter­la­den (Direkt­link: https://brd-schwindel.org/download/GESCHICHTE/B.%20Uschkujnik%20-%20PARADOXIE%20DER%20GESCHICHTE%20-%20Ursprung%20des%20Holocaust.pdf ; bei Lade­pro­ble­men „B. Uschujnik“)in der alpha­be­ti­schen Titelliste suchen: https://brd-schwindel.org/downloads/geschichte/ ). Es geht beson­ders um die Zeit von der Febru­ar­re­vo­lu­ti­on 1917 bis zum 27. Juni 1953, dem Tag, als Mar­schall Geor­gi Schu­kow eine erfolg­rei­che mili­tä­ri­sche Revol­te gegen Gemeim­dienst-Chef Beri­ja mach­te.

  6. Sehr geehr­ter Herr Schrems,

    vie­len Dank auch mei­ner­seits für Ihre Bei­trä­ge zu Fati­ma und die Link­hin­wei­se.
    Ich bin dank­bar für die Erwei­te­rung mei­nes Wis­sens und Ver­ste­hens betref­fend Fati­ma und die Vor­gän­ge in der Kir­che. Ern­ste­ste Zei­ten!

    Jenen, die mei­nen der Kom­mu­nis­mus wäre mit dem Fall des Eiser­nen Vor­han­ges über­wun­den wor­den, stim­me ich nicht zu. Der Kom­mu­nis­mus ist welt­weit im Vor­marsch unter viel­ge­stal­ti­ger Ver­klei­dung und neu­er Namen (u.a. Gen­de­ris­mus), auch in Russ­land. Der Kom­mu­nis­mus hat alle Lebens­be­rei­che der Men­schen erreicht, auch die Reli­gi­on und Kir­che. Vie­les was heu­te unter dem Begriff des Huma­nis­mus postu­liert und gefor­dert wird, ist gut getarn­ter Kom­mu­nis­mus.

    Das Phä­no­men, dass selbst recht­gläu­bi­ge Katho­li­ken es vor­zie­hen, sich an die (oder ihre eige­nen) mensch­li­chen Inter­pre­ta­tio­nen von Worten/Reden des Pap­stes zu hal­ten anstatt die genui­ne Bedeu­tung der gespro­che­nen Wor­te bzw. vor­ge­leg­ten Tex­te zu erwä­gen, erschreckt mich und ist ziem­lich all­ge­gen­wär­tig. „Der Papst woll­te sagen…, die Absicht von Fran­zis­kus ist.….“ rollt jede Debat­te oder Argu­men­ta­ti­on gegen die Wand. Auch die katho­li­sche unver­än­der­li­che Leh­re und Gebo­te.
    Unheim­lich.

  7. Es ist schon bedau­er­lich, wenn allen Päp­sten seit Pius XII. die Red­lich­keit in Sachen Fati­ma abge­spro­chen wird. Die Got­tes­mut­ter hat in Fati­ma nicht ewi­gen Frie­den, son­dern „eine Zeit des Frie­dens“ und die Bekeh­rung Russ­lands ver­spro­chen. Sr. Lucia hat in ihrem eige­nen Buch „Die Bot­schaft von Fati­ma“, das 2006 vom Kar­mel von Coim­bra her­aus­ge­ge­ben wur­de, noch ein­mal aus­drück­lich fest­ge­stellt, dass die von der Got­tes­mut­ter gewünsch­te Welt­wei­he 1984 gül­tig erfolg­te, dass die Bekeh­rung Russ­lands seit­dem statt­fand und dass auch ihr Ver­spre­chen von „einer Zeit des Frie­dens“ wahr wur­de. Sr. Lucia wört­lich: „Ja, unse­re Her­rin hat Frie­den ver­spro­chen im Blick auf alle Krie­ge in der Welt, die durch den gott­lo­sen Kom­mu­nis­mus ent­facht wur­den, nicht aber im Blick auf die Bür­ger­krie­ge, die es immer gab und geben wird…“ Das schrieb sie ca. 1996 nie­der, also im Ange­sicht der Bür­ger­krie­ge in Ex-Jugo­sla­wi­en und Ruan­da. Ich habe zudem am 14.12.2016 in Alju­st­rel, dem Dorf, in dem die drei Seher­kin­der gebo­ren wur­den, Maria Rosa dos San­tos, die Lieb­lings­nich­te von Sr. Lucia vor lau­fen­der Kame­ra inter­viewt, die mir bestä­tig­te, dass für Sr. Lucia die Bekeh­rung Russ­lands statt­ge­fun­den hat. In der Bot­schaft von Fati­ma ging es auch nicht um das Recht Ruß­lands auf Selbst­ver­tei­di­gung, son­dern um sei­ne dama­li­gen „Irr­tü­mer“, näm­lich den athe­isti­schen Kom­mu­nis­mus, und die Expan­si­ons­po­li­tik der UdSSR, die tat­säch­li­che schlimm­ste „Ver­fol­gun­gen der Kir­che“ zur Fol­ge hat­te. Für den christ­li­chen Glau­ben geht vom neu­en, ortho­dox gepräg­ten Russ­land tat­säch­lich kei­ne Gefahr mehr aus, son­dern eher vom Mate­ria­lis­mus des Westens und natür­lich vom Islam. Selbst der von Schrems befürch­te­te „Gegen­schlag Russ­lands“ könn­te allen­falls zur Rechri­stia­ni­sie­rung des Westens füh­ren, ganz bestimmt aber nicht zur „Ver­brei­tung von Irr­leh­ren“ und „Kir­chen­ver­fol­gun­gen“, von denen im zwei­ten Teil des Geheim­nis­ses die Rede ist.
    Natür­lich kann man es sich so leicht machen und sich sei­ne eige­ne Fati­ma-Bot­schaft zusam­men­rei­men, die frei­lich mit der Wirk­lich­keit wenig zu tun hat. Denn vor allem rief die Got­tes­mut­ter die Seher­kin­der auch zur Lie­be zur Kir­che, zum Lehr­amt und zum Papst auf. Ein Fati­mist, der alle Aus­sa­gen von Sr. Lucia für Fäl­schun­gen und alle Ver­öf­fent­li­chun­gen des Hei­li­gen Stuhls für mani­pu­la­tiv hält, ja der die Wor­te der Päp­ste zu Fati­ma igno­riert oder ihnen gar Betrug an der Got­tes­mut­ter unter­stellt, hat den Kern der Bot­schaft nicht ver­stan­den. Oder er ver­sucht, der Him­mels­kö­ni­gin sei­ne eige­nen Theo­rien, Deu­tun­gen in den Mund zu legen.

    • Hmmm also da ist „die Her­rin“ also schon ein biß­chen zurückgerudert,nun gibt es nicht mehr „Frie­den für alle“, den es auf Erden sowie­so nie geben kann und wird.
      Wenn ich mich recht ent­sin­ne hat die Kir­che den Glau­ben an ein tau­send­jäh­ri­ges Frie­dens­reich ohne­hin immer ver­wor­fen.
      Der nun­mehr deso­la­te Zustand der katho­li­schen Kir­che berech­tigt nicht mehr über ande­re christ­li­che Glau­bens­rich­tun­gen zu urtei­len.
      Wenn es je ein unbe­kann­tes drit­tes Geheim­nis gab kann es sich ja nur auf die Epo­che des Nie­der­gangs bezie­hen wo es weder einen glau­bens­treu­en Papst noch ech­te Glau­bens­hir­ten gibt.
      Aber um das fest­zu­stel­len braucht es nun gar kei­ne Pro­phe­zei­un­gen mehr.

    • Ich möch­te Ihnen weit­ge­hend zustim­men. Die gewünsch­te Wei­he fand am 25.3.1984 statt. Ruß­land hat sicher­lich gro­ße Fort­schrit­te von der Abkehr des Marxismus/Kommunismus und hin zu Jesus Chri­stus gemacht eben auf­grund die­ser Wei­he Ruß­lands durch den hl. Papst JP II. In der „DDR“ etwa gab und gibt es bis heu­te kei­ne annä­he­rungs­wei­se ver­gleich­ba­re Bekeh­rung hin zu Chri­stus- ganz im Gegen­teil.
      Zu fra­gen wäre auch, war­um Ruß­land und sein Prä­si­dent seit Jah­ren von vie­len Medi­en so der­ma­ßen dämo­ni­siert wer­den. Bekämpft Satan sich selbst?- Nein, die dämo­ni­schen West­me­di­en grei­fen das sich zum Chri­sten­tum hin­wen­den­de Ruß­land an. Homo­ehe und LGTB usw. sind dort nicht nur staat­lich ver­bo­ten; das trifft auch auf die Abnei­gung des rus­si­schen Vol­kes.
      Ruß­land hat gekämpft und kämpft tat­kräf­tig gegen den IS, wäh­rend der anti-christ­li­che Westen, ins­be­son­de­re die Regie­rung Oba­ma den IS erst mög­lich mach­te und dann mit Waf­fen und Mate­ri­al und Diplo­ma­tie unter­stütz­te. Und die Mäch­ti­gen Euro­pas las­sen die jun­gen, männ­li­chen Mos­lems zu Mil­lio­nen mit tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung von Papst Fran­zis­kus her­ein­strö­men zwecks Isla­mi­sie­rung unse­res Lan­des und Kon­ti­nents.
      Aller­dings ist die Bekeh­rung Ruß­lands und Abkehr vom Mar­xis­mus (Unmo­ral und Lot­ter­le­ben usw.) ein lan­ger Pro­zeß, der auch noch Jahr­zehn­te dau­ern kann.

    • Sehr geehr­ter Herr Dr. h.c. Hese­mann,

      vie­len Dank, dass Sich sich in die Höh­le des Löwen wagen. Eini­ge kri­ti­sche Anmer­kun­gen dür­fen doch ange­führt wer­den.

      Ist die pro­phe­ti­sche Bedeu­tung Fati­mas abge­schlos­sen oder gilt sie noch? Befin­den wir uns dem­nach in der Zeit des 3. Geheim­nis­ses oder nicht?

      „Am Ende aber wird mein unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren“ heißt es in dem Text. Tri­um­phiert Unse­re Lie­be Frau von Fati­ma ange­sichts der zwar ste­tig zurück gegan­ge­nen aber immer noch sehr hoch lie­gen­den Anzahl von Abtrei­bun­gen in Russ­land? Ist es nicht im Gegen­teil so, dass der Geist des Kom­mu­nis­mus gepaart mit einer Art faschi­sti­schem Gen­de­ris­mus die Welt beherrscht?

      Ist die Ver­hei­ßung, „in Por­tu­gal wird sich immer das Dog­ma des Glau­bens erhal­ten“, akut ange­sichts der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on in der katho­li­schen Kir­che und sehen wir, dass das impli­zier­te Gegen­teil für etli­che ande­re Staa­ten Rea­li­tät wird oder nicht? Erle­ben wir der­zeit nicht eine Spal­tung durch das Her­zen der Kir­che, zwi­schen Recht­gläu­big­keit und Papst­treue? Iro­ni­scher­wei­se gibt es Stim­men, die sagen, dass der Rück­tritt Bene­dikts erfolgt sei, um eben die­se zu ver­hin­dern.

      Tja, die Schwe­ster Lucia. Irgend­wie war sie nach 1960 nicht mehr die Alte, weder optisch noch in ihren Reden. Aber am 7.4.1990 soll ihr gesagt wor­den sein: „Die Wen­de in Ost­eu­ro­pa führt nicht zum Frie­den!“ Authen­tisch oder nicht?

      • Dazu gibt es eine ganz kla­re Ant­wort von Papst Bene­dikt XVI., gege­ben auf sei­nem letz­ten Besuch in Fati­ma am 13.5.2010: „Wer glaubt, dass die pro­phe­ti­sche Mis­si­on Fati­mas been­det sei, der irrt.“ Auch das Drit­te Geheim­nis bezieht sich mei­nes Erach­tens auf die Zukunft, nicht auf das 20. Jahr­hun­dert. Der Opti­mis­mus Kar­di­nal Soda­nos zum Hei­li­gen Jahr 2000 war wohl ein wenig ver­früht.
        Der Rück­tritt Papst Bene­dikts frei­lich hat­te aus­schließ­lich gesund­heit­li­che Grün­de. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin ihm seit­dem mehr­fach per­sön­lich begeg­net und konn­te mit ihm reden.
        Die Behaup­tung, Schwe­ster Lucia sei „aus­ge­tauscht“ wor­den, ist Unfug. Das kön­nen Ihnen alle noch leben­den Fami­li­en­mit­glie­der bestä­ti­gen. Ich inter­view­te gera­de ihre 91jährige Nich­te, die sie regel­mä­ßig im Kar­mel von Coim­bra besuch­te. Das „Zitat“ von 1990 ist mir nicht bekannt. Zu ihrer Nich­te sag­te Lucia immer: „Die Got­tes­mut­ter hat ver­spro­chen, Russ­land wür­de sich bekeh­ren. Und was ist pas­siert? Es hat sich bekehrt!“

        • Ich bit­te um Ent­schul­di­gung, dass ich in die­ser Ange­le­gen­heit noch­mals nach­ha­ke.

          Die 91 jäh­ri­ge Nich­te Maria Rosa dos San­tos ist also wohl 1925 gebo­ren wor­den. Am 2. Okto­ber 1926 war Sr. Lucia bei den Doro­thee­rin­nen in Tuy ein­ge­tre­ten. Beim Wech­sel in den Kar­mel von Coim­bra am 25. März 1948 war die Nich­te also 22 Jah­re alt. Kam es davor zu einem Tref­fen mit ihrer Tan­te? Fati­ma und Tuy lie­gen weit ent­fernt. In der Zeit im Kar­mel bis zur Begeg­nung mit Papst Paul VI. war Sr. Lucia ja de fac­to abge­schnit­ten von der Außen­welt, selbst ihre eng­sten Ver­wand­ten (Mut­ter und Geschwi­ster) erhiel­ten sel­ten die Erlaub­nis, sie zu besu­chen. Konn­te sich die­se Lieb­lings­nich­te an eine Begeg­nung mit Sr. Lucia vor dem Jahr 1960 erin­nern?

          Es muss nicht sein, dass ein Papst von einem Aus­tausch Kennt­nis hat­te, auch wenn Papst Johan­nes XXIII. „Unglücks­pro­phe­ten“ brand­mark­te. Ver­glei­chen Sie die Bil­der z.B. in die­sem Arti­kel http://www.traditioninaction.org/HotTopics/g12htArt2_TwoSisterLucys.htm . Man muss auch nicht Anhän­ger von Ver­schwö­rungs­theo­rien sein, um hier über Wider­sprüch­li­ches zu stol­pern. Das Motiv ist klar, eine eigen­mäch­ti­ge Ver­öf­fent­li­chung in der Zeit vor dem Vati­ca­num II durch Sr. Lucia hät­te pro­gres­si­ven Krei­sen einen gehö­ri­gen Strich durch die Rech­nung gemacht.

        • Sehr geehr­ter Herr Hese­mann,
          Papst Been­dikt XVI. wur­de seit sei­ner Regens­bur­ger Rede 2006 immer mehr zur Ziel­schei­be von anti-christ­li­chen Medi­en wie auch den freimaurerisch/marxistisch und auch luthe­risch gesinn­ten (Un)-Geistern inner­halb der Kir­che. Dann kamen die hoch­ge­spiel­ten Skan­da­le um Pädo­phi­lie und die Sache Wil­liam­son. Dem Papst wur­de andau­ernd ans Schien­bein getre­ten und ein­mal erwehr­te er sich die­ser hin­ter­häl­ti­gen Attacken, aber viel Soli­da­ri­tät hat­te er von den deut­schen Bischö­fen mit Aus­nah­men wie Herrn Kar­di­nal Meis­ner nicht erfah­ren. Die­se waren viel­mehr damit beschäf­tigt gegen ihn zu agie­ren wie die Kar­di­nä­le der „St.Gallen-Mafia“. Die brach­ten auch dann ihren Favo­ri­ten durch das Kon­kla­ve.
          Wer hät­te ange­sichts die­ser stän­di­gen zer­mür­ben­den Kämp­fe, abge­se­hen von den Intri­gen um „Päul­chen“, kei­ne ange­grif­fe­ne Gesund­heit? Selbst weit jün­ge­re Men­schen wür­den einem sol­chen Dau­er­be­schuß von Medi­en, Kir­chen­obe­ren und auch Poli­ti­kern (Kanz­le­rin Mer­kel bspw.) nicht ewig stand­hal­ten kön­nen. Das sind die „aus­schließ­li­chen Gesund­heits­grün­de“ für jed­we­den auch nur eini­ger­ma­ßen neu­tra­len „Beob­ach­ter“. Wie Papst Bene­dikt das selbst sieht, ist natür­lich sei­ne Sache.

    • @Dr. h.c. Micha­el Hese­mann

      Ihnen gebührt Aner­ken­nung, daß Sie sich hier der Dis­kus­si­on stel­len. Aber Sie klin­gen selbst nicht ganz über­zeugt.

      1. Das von Ihnen „wört­lich“ gebrach­te Zitat von Sr. Lucia von „ca. 1996“ ist nicht glaub­wür­dig. Sie beant­wor­ten auch nicht mei­ne Fra­gen, wann, wo und wem Sr. Lucia das gesagt oder geschrie­ben haben soll.

      2. Die „Lieb­lings­nich­te“ kann hier kei­ne Auto­ri­tät sein, weil wir ja mit eige­nen Augen sehen, daß die Bekeh­rung Ruß­lands eben nicht statt­ge­fun­den hat.
      Wie gesagt, ich fin­de vie­le Initia­ti­ven und Aus­sa­gen von Prä­si­dent Putin gut, aber bei einer Bekeh­rung geht es um die Besei­ti­gung des Schis­mas und eine Ein­glie­de­rung Ruß­lands als Nati­on in die Katho­li­sche Kir­che (was, wie Mura und Huber fest­stel­len, gegen die Kon­zils­theo­lo­gie steht). Daß ein „Gegen­schlag Ruß­lands“, also nach mas­si­ven Pro­vo­ka­tio­nen der NATO und eini­ger ver­rück­ter US-Kriegs­trei­ber, zur „Rechri­stia­ni­sie­rung des Westens“ füh­ren soll­te, wie Sie schrei­ben, unter­schätzt die mili­tä­ri­sche Kraft eines sol­chen Schla­ges. Eher könn­te er zum Ver­schwin­den von Natio­nen bei­tra­gen, wie es auch zu befürch­ten ist (und was schon begon­nen hat: http://www.fatima.org/consecrussia/annihilation.asp).

      3. „Die Lie­be zur Kir­che, zum Lehr­amt und zum Papst“ schließt die Lie­be zur Wahr­heit ein. Die von der Wahr­heit infor­mier­te Lie­be blen­det nicht aus, daß die Kir­che auf­grund ihrer Ver­wer­fung der Fati­ma-Bot­schaft in einer bei­spiel­lo­sen Kri­se steckt. Das Lehr­amt hat sich mit dem V. II selbst in die Zwick­müh­le gebracht: Was ist nun dog­ma­tisch, was nicht? Was ist ein „pasto­ra­les Kon­zil“?
      Wis­sen Sie, der Appell an die Lie­be (heu­te beson­ders en vogue: an die Barm­her­zig­keit) darf nie­mals dazu füh­ren, Kata­stro­phen schön­zu­re­den.
      Ich den­ke, ich habe das in mei­nen Bei­trä­gen auch gut begrün­det. Von daher fin­de ich den Aus­druck „Fati­mist“, der auch von Kard. Ber­to­ne ver­wen­det wur­de, nicht ange­bracht. Mir hat die Beschäf­ti­gung mit Fati­ma (Mark Fel­lows, Fati­ma in Twi­light) die Augen für die Wur­zel der Kir­chen­kri­se geöff­net. Sie ließ mich erken­nen, daß nicht bloß ein paar femi­ni­sti­sche Pasto­ral­as­si­sten­tin­nen oder eini­ge ver­rück­te Theo­lo­gen Leh­re und Glau­bens­pra­xis unter­mi­niert haben, son­dern daß die Kri­se viel tie­fer geht — und lei­der auch das Petrus­amt erfaßt hat, sie­he jetzt.

      Wenn man älte­re Wer­ke zu Fati­ma kon­sul­tiert (Gon­za­ga da Fon­se­ca SJ oder Wil­liam Tho­mas Walsh), stellt man ein­fach eine viel tie­fe­re Ernst­haf­tig­keit fest als bei den jet­zi­gen kir­chen­amt­li­chen Ver­kün­di­gun­gen. Ganz klar, daß man in wei­ten Tei­len der Hier­ar­chie nicht (mehr) an die Authen­ti­zi­tät von Fati­ma glaubt.
      Qed.

      MfG

      • Sehr geehr­ter Herr MMag. Schrems,

        das von Ihnen als unglaub­wür­dig bezeich­ne­te Zitat ist authen­tisch, denn es ent­stammt dem Büch­lein von Sr. Lucia, „Die Bot­schaft von Fati­ma“, das der Kar­mel von Coim­bra 2006 her­aus­gab. Sie hat es um 1996 (daher die vage Datie­rung) geschrie­ben. Sie fin­den das Zitat auf S. 54 f. Oder wol­len Sie dem Kar­mel von Coim­bra etwa einen Betrug unter­stel­len?

        Nicht die Nich­te Maria Rosa de San­tos ist die Auto­ri­tät, son­dern Schwe­ster Lucia. Die Bekeh­rung Russ­lands hat statt­ge­fun­den und ist das größ­te Wun­der unse­rer Zeit. Die Got­tes­mut­ter hat nie von einer Bekeh­rung zum Katho­li­zis­mus oder einer Been­di­gung des Schis­mas (das ohne­hin die gesam­te Ortho­do­xie beträ­fe, nicht nur Russ­land) gespro­chen. Die „Irr­tü­mer“, die es ver­brei­ten wür­de, waren ja wohl ein­deu­tig der Kom­mu­nis­mus, nicht die Ortho­do­xie. Auch in ihrem eige­nen Büch­lein (s.o.) schreibt Sr. Lucia (S. 52): „Es ist nicht not­wen­dig zu sagen, wie das alles ver­wirk­licht wur­de, weil wir alles es sehr gut wis­sen.“ Bei ver­schie­de­nen Gele­gen­hei­ten hat Sr. Lucia immer wie­der betont, dass die Got­tes­mut­ter nicht die Bekeh­rung zum Katho­li­zis­mus mein­te, so auch am 11.10.1992 im Gespräch mit Kar­di­nal Padi­ya­ra und Erz­bi­schof Michael­ap­pa aus Indi­en, als sie auf die Fra­ge „Aber ist die Bekeh­rung Ruß­lands nicht so zu ver­ste­hen, dass sich das rus­si­sche Volk zum Katho­li­zis­mus bekehrt“ kate­go­rich ant­wor­te­te: „Das hat die hei­li­ge Jung­frau nie gesagt. Es wird viel Miß­ver­ständ­li­ches ver­brei­tet…“ Ihr Sze­na­rio, Russ­land wür­de bei einem Gegen­schlag gan­ze Län­der „ver­schwin­den las­sen“, ist absurd. Die Aus­sa­ge der Got­tes­mut­ter bezog sich immer nur auf den gott­lo­sen Kom­mu­nis­mus und die sowje­ti­sche Expan­si­ons­po­li­tik, bei der tat­säch­lich etwa die Bal­ti­kum­staa­ten oder auch Geor­gi­en und Arme­ni­en „geschluckt“ wur­den.

        Die Kri­se der Kir­che oder bes­ser: die Kri­se des Glau­bens im Westen ist ein Werk der Frei­mau­re­rei und des Mate­ria­lis­mus, nicht des über­wun­de­nen Kom­mu­nis­mus (der tat­säch­lich auch nur ein Werk­zeug der Frei­mau­re­rei war). Es ist lei­der wahr, dass die moder­ni­sti­sche Theo­lo­gie Fati­ma ablehnt. Dage­gen hilft nur zwei­er­lei: Das Gebet, das die Got­tes­mut­ter in Fati­ma erbe­ten hat und eine Ver­brei­tung der simp­len Wahr­heit, dass wir Zeu­gen des größ­ten Wun­ders der Geschich­te, der Bekeh­rung Russ­lands, wur­den. Es soll­te zum Vor­bild für unse­re Bekeh­rung wer­den, wie es Pater Pio ein­mal vor­aus­ge­sagt hat: „Russ­land wird sich bekeh­ren, wie es die Hei­li­ge Jung­frau gesagt hat, und es wird zum Vor­bild für die Bekeh­rung Ame­ri­kas wer­den.“ (Ber­nard Ruf­fin, Pad­re Pio, The True Sto­ry, 1991, S.264) Viel­leicht ist es das, was gera­de unter Prä­si­dent Trump sei­nen Anfang nimmt.

        Auf kei­nen Fall aber darf Fati­ma dazu die­nen, Miß­trau­en und Spal­tung in den Rei­hen der Kir­che zu sähen, denn das hie­ße, die Bot­schaft der Got­tes­mut­ter, die auch Mut­ter der Kir­che ist, zu miß­brau­chen. Sie rief nur zu einem auf: Zum Gebet für den Hei­li­gen Vater. Dar­an soll­ten wir uns hal­ten.

    • Sehr geehr­ter Herr Dr. Hese­mann,
      haben Sie die sorg­fäl­ti­gen Recher­chen von Anto­nio Soc­ci, Chri­sto­pher Fer­ra­ra und John Ven­na­ri bei Ihrer Beschäf­ti­gung mit Fari­ma zur Kennt­nis genom­men?
      Soc­ci trat ja zunächst an, um die Zweif­ler an der kir­chen­of­fi­zi­el­len Ver­si­on des 3. Geheim­nis­ses zu wider­le­gen, Dabei erging es ihm wie so man­chem, der aus­zog, die Wahr­heit zu fin­den…
      Ich kann es mir nicht nicht vor­stel­len, dass Sie es gele­sen haben, sonst wür­den Sie einen ande­ren Stand­punkt ein­neh­men.
      Hier: http://www.secretstillhidden.com/book.html

      • Sehr geehr­ter Her Michel,
        natür­lich habe ich die Bücher von Soc­co & Co gele­sen. Auf ihre Argu­men­ta­ti­on gehe ich aus­führ­lich in mei­nem neu­en Buch „Das letz­te Geheim­nis von Fati­ma“ ein. Über­zeugt hat mich kei­nes davon. Es bedarf schon mehr als eini­ger (wider­leg­ter) Gerüch­te und Mut­ma­ßun­gen, um einen hei­li­gen Papst und einen zukünf­ti­gen Kir­chen­leh­rer der Lüge und Mani­pu­la­ti­on zu bezich­ti­gen!

  8. Herr Schrems hat gut die Orto­do­xie durch­schaut. Er sieht das Posi­ti­ve, aber auch das Nega­ti­ve dar­in. Vie­le Deut­sche und Öster­rei­cher sehen das als Exo­tik. Die Sla­wen sind ihnen ziem­lich unbe­kannt.
    Ich habe ein paar deut­sche Kle­ri­ker in einer ser­bisch-orto­do­xen Kir­che auf dem Bal­kan beob­ach­tet. Das war lächer­lich. Eigent­lich haben sie nichts ver­stan­den, haben dau­ernd gelä­chelt und haben sich toll gefühlt.
    Viel Nega­ti­ves haben sie Å«bersehen.
    Man soll­te das alles mit der grie­chisch-katho­li­schen Kir­che ver­glei­chen, in der tau­send Din­ge bes­ser gelöst sind.

  9. „Wenn Ruß­land sich bekehrt…“ Was heißt „Ruß­land“? Und damit hängt doch sicher­lich eine rich­ti­ge Deu­tung zusam­men.
    Die Leh­ren von Karl Marx und ande­ren wider­spre­chen kom­plett der Fro­hen Bot­schaft und Jesus Chri­stus. Sei­ne Leh­ren sind hoch­ge­fähr­lich, teuf­lisch. Für ihn und sei­ne Anhän­ger sind sie genau das Rich­ti­ge. Ihre „Frei­heit“ bspw. hat nichts mit Gott und Sei­ner Lie­be zum Men­schen, auch beson­ders nach dem Sün­den­fall, zu tun. Ihre Frei­heit heißt Ehe­bruch, „Sex“ von jedem mit jeder usw. Mit einem Wort: völ­li­ges Feh­len von jed­we­dem Guten und jeder Moral; das ist der Mar­xis­mus: Sodom und Gomor­rha.
    Genau das pas­sier­te in Ruß­land nach der „Macht­über­nah­me“ der Kom­mu­ni­sten. Weil sie aber sahen, daß das in sehr kur­zer Zeit zum völ­li­gen Staats­ver­fall füh­ren muß­te, dämm­ten sie das ein und führ­ten die mili­ta­ri­sti­sche, bru­ta­le „Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats ein“- als „not­wen­di­ge Zwi­schen­stu­fe“ zum Sieg über die gan­ze Welt. Nach die­sem Sieg soll­te der wah­re Kom­mu­nis­mus (Sodom und Gomor­rha) fol­gen. Bsp: „DDR“: har­scher, mili­ta­ri­sti­scher Drill, anti­christ­lich-sozia­li­sti­sche Gehirn­wä­sche usw. einer­seits und FKK an der Ost­see und Bag­ger­lö­chern ande­rer­seits: das Letz­te­re ist wah­rer Kom­mu­nis­mus. Das war die eigent­li­che „sozia­li­sti­sche Moral“.
    Im Staa­te Ruß­land wur­de und wird (es ist ein lan­ger Pro­zeß) der Kom­mu­nis­mus zurück­ge­drängt und durch die Wahr­heit, das Chri­sten­tum ersetzt. Da ist bestimmt noch nicht alles Gold, aber der Weg ist rich­tig und hat vor allem zu tun mit der gül­ti­gen Wei­he von 1984. Wenn nicht- mit was sonst? Es ist ein Wun­der.
    Bei uns aber regiert seit 1989/90 immer mehr der wirk­li­che Mar­xis­mus, die „Irr­leh­ren Ruß­lands“: der völ­li­ge mora­li­sche Ver­fall, lei­der unter Mit­hil­fe von Tei­len der Kir­che.

  10. Das ist eine schö­ne Dis­kus­si­on mit vie­len lesens­wer­ten Bei­trä­gen, aber wie es aus­sieht errei­chen die bei­den „Haupt­kon­tra­hen­ten“, näm­lich Herr Schrems und Herr Hese­mann kei­nen gemein­sa­men Nen­ner über die Bot­schaf­ten von Fati­ma und ihrer Deu­tung usw.
    Eine Haupt­fra­ge bleibt, was eigent­lich unter „Ruß­land“ zu ver­ste­hen ist. Und da wird auf den Staat Ruß­land ver­wie­sen wie auch die mar­xi­stisch-kom­mu­ni­sti­sche Ideo­lo­gie.
    Ich bin der Mei­nung von Herrn Hese­mann, daß die Wei­he von 1984 rich­tig und kor­rekt durch­ge­führt wur­de und den Wün­schen der Mut­ter­got­tes ent­sprach- mit anschlie­ßen­der (nach eini­gen Jah­ren bereits) begin­nen­der Umwand­lung Ruß­lands, sei­ner Hin­wen­dung zu Chri­stus hin. Ich hal­te die­sen Pro­zeß der Bekeh­rung aber für noch nicht abge­schlos­sen. Wie soll­te das auch in weni­gen Jah­ren rea­li­sti­scher­wei­se gehen kön­nen?

    Könn­te es sein, daß die­se gül­ti­ge Wei­he, die Ruß­land zur Umkehr brach­te, für uns im Westen schlicht­weg soz. zu spät erfolg­te- etwa 25–30 Jah­re zu spät? Denn seit etwa 1960–65 gär­te bei uns die mar­xi­sti­sche „Kul­tur­re­vo­lu­ti­on“ mit Macht her­an. Genui­ner Mar­xis­mus ist nicht die Mili­ta­ri­sie­rung der Gesell­schaft, son­dern das Leben in der Unmo­ral: Abtrei­bung, Ehe­schei­dung und unehe­li­ches Zusam­men­le­ben, Homo­sex., Por­no, Gen­der, Kitas für Klein­kin­der (Ent­rech­tung der Eltern) usw., Scham­lo­sig­kei­ten aller Art. Wir im Westen leben aktu­ell im real exi­stie­ren­den Mar­xis­mus, im kom­plet­ten Ver­fall. Die­ser mora­li­sche Abfall/Verfall initi­ier­te bereits bei­de Welt­krie­ge wie Maria in Fati­ma sag­te. Heu­te ver­sin­ken die Völ­ker in der Unmo­ral: „meh­re­re Natio­nen ver­schwin­den…“

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