Protest bekennender Katholiken: „Hört endlich auf, die Kirchensteuer zu bezahlen“

Acies ordinata in München

Protest bekennender Katholiken vor der Theatinerkirche in München gegen den „deutschen Irrweg“ unter Kardinal Marx und der negative Einfluß auf die Weltkirche.
Protest bekennender Katholiken vor der Theatinerkirche in München gegen den „deutschen Irrweg“ unter Kardinal Marx und seinen negativen Einfluß auf die Weltkirche.

(Mün­chen) Auch in Deutsch­land rührt sich Pro­test in der katho­li­schen Kir­che. Die Aci­es ordi­na­ta, eine inter­na­tio­na­le Koali­ti­on beken­nen­der Katho­li­ken, pro­te­stier­te heu­te in Mün­chen gegen den „syn­oda­len Irr­weg“ von Kar­di­nal Rein­hard Marx und der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz und den nega­ti­ven Ein­fluß, den sie mit Hil­fe ihrer Kir­chen­steu­er­mil­li­ar­den auf die Welt­kir­che aus­üben.

Die Aci­es ordi­na­ta trat bereits 2019 mit ähn­li­chen Pro­test­ak­tio­nen in Rom in Erschei­nung. Das erste Mal als im Vati­kan der umstrit­te­ne Anti-Miß­brauchs­gip­fel statt­fand, der sich mit dem sexu­el­len Miß­brauch Min­der­jäh­ri­ger durch Kle­ri­ker befaß­te, das zwei­te Mal mit Blick­rich­tung Peters­dom kurz bevor die nicht min­der umstrit­te­ne Ama­zo­nas­syn­ode im Vati­kan zu tagen begann.

Ein aus­ge­wähl­ter Kreis von mehr als, 100 Teil­neh­mern, zur Hälf­te Deut­sche, zur Hälf­te inter­na­tio­nal besetzt, ver­sam­mel­te sich auch heu­te zur drit­ten Aci­es ordi­na­ta auf dem Ode­ons­platz in Mün­chen. In geord­ne­ter Auf­stel­lung brach­ten sie, unter ihnen der bekann­te katho­li­sche Intel­lek­tu­el­le Rober­to de Mattei, schwei­gend ihren „respekt­vol­len, aber ent­schie­de­nen Pro­test gegen die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz und ihren Prä­si­den­ten“ vor. Auf die Fra­ge, was ihn nach Mün­chen führ­te, sag­te de Mattei: „Wir wol­len den beken­nen­den Katho­li­ken eine Stim­me geben“. Ein ande­rer Teil­neh­mer sag­te:

„Wir sagen den Bischö­fen: Bis hier­her und nicht wei­ter. Kehrt um!“

Dazu wur­de ein Auf­ruf an die deut­schen Katho­li­ken ver­öf­fent­licht, die soge­nann­te „Kir­chen­steu­er“ nicht mehr zu bezah­len. Begrün­det wird dies recht­lich und inhalt­lich. Es sei „uner­träg­lich“, daß die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz die Nicht­be­zah­lung einer vom Staat fest­ge­leg­ten Steu­er „auto­ma­tisch“ de fac­to mit der Exkom­mu­ni­ka­ti­on bestraft. Die Bischofs­kon­fe­renz ver­wen­de zwar nicht das Wort „Exkom­mu­ni­ka­ti­on“, ver­fügt aber den Aus­schluß von den Sakra­men­ten, was fak­tisch die Exkom­mu­ni­ka­ti­on bedeu­tet. Das ste­he in offe­nem Wider­spruch zum Kir­chen­recht, was auch vom Vati­kan in der Ver­gan­gen­heit bereits fest­ge­stellt wur­de. Den­noch wer­de dar­an fest­ge­hal­ten, denn es gehe ums Geld, und Geld bedeu­te Macht, und die­se Macht wer­de der­zeit schlecht aus­ge­übt: zum Scha­den der Kir­che in Deutsch­land und in der Welt.

Gleich­zei­tig, so die Ankla­ge der katho­li­schen Lai­en­ko­ali­ti­on, wer­den Häre­ti­ker und Schis­ma­ti­ker, „dar­un­ter auch Prie­ster und Bischö­fe, nicht bestraft“. Die Exkom­mu­ni­ka­ti­on, die ein Instru­ment gegen­über jenen ist, die sich bewußt von der Kir­che tren­nen oder hart­näckig Glau­bens­wahr­hei­ten leug­nen, wer­de nur mehr exe­ku­tiert, wenn die Kir­chen­steu­er nicht bezahlt wird. Das gehe nicht zusam­men, weil es dem Kir­chen­recht dia­me­tral wider­spre­che, denn „die Abga­be einer unge­rech­ten Steu­er nicht mehr zu lei­sten“ kön­ne „aus ganz unter­schied­li­chen Grün­den“ erfol­gen. Dabei stel­len die Teil­neh­mer nicht die Ver­pflich­tung der Katho­li­ken in Fra­ge, eine Abga­be zu lei­sten, doch ohne staat­li­chen Zwang und Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­dro­hung.

Die nega­ti­ven Fol­gen des Kir­chen­steu­er­sy­stems sei­en zudem noch auf ganz ande­ren Ebe­nen spür­bar. „Die Zuge­hö­rig­keit zur Kir­che ist der Glau­be“, heißt es dazu. Durch das Kir­chen­steu­er­sy­stem wur­de sie jedoch auf die Zah­lung einer Abga­be redu­ziert. Damit sei die Kir­che aber zu einer „säku­la­ri­sier­ten Insti­tu­ti­on“ gewor­den, denn nur eine sol­che kön­ne „eine der­ar­ti­ge Gleich­set­zung von Glau­bens­be­kennt­nis und Steu­er­mo­ral dekre­tie­ren“.

Der Pro­test, der heu­te vor der Münch­ner Thea­ti­ner­kir­che statt­fand, geht aber noch tie­fer. In dem Auf­ruf heißt es:

„Die Kir­che in Deutsch­land ist reich an Geld­mit­teln, aber arm und immer ärmer an spi­ri­tu­el­ler Sub­stanz. In den Augen eines beken­nen­den Chri­sten erscheint sie als büro­kra­ti­scher Funk­tio­närs­ap­pa­rat, der sich bereit­wil­lig der öffent­li­chen Mei­nung und dem Dik­tat zivi­ler Behör­den unter­wirft.“

Kar­di­nal Rein­hard Marx und der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz wird zum Vor­wurf gemacht, mit den mil­li­ar­den­schwe­ren Ein­nah­men aus der soge­nann­ten „Kir­chen­steu­er“, welt­weit und ein­sei­tig sub­ver­si­ve Strö­mun­gen in der Kir­che zu finan­zie­ren. So sei­en die deut­schen Bischö­fe die „ideo­lo­gi­schen und finan­zi­el­len För­de­rer“ hin­ter der Ama­zo­nas­syn­ode und deren Agen­da. Die Syn­ode tag­te im Okto­ber 2019 im Vati­kan, die Agen­da ist noch offen. Für Ende Janu­ar oder Anfang Febru­ar wur­de das nach­syn­oda­le Schrei­ben von Papst Fran­zis­kus zur Syn­ode ange­kün­digt. Die Syn­ode war umstrit­ten, weil bei ihr auf undurch­sich­ti­ge Wei­se india­ni­sche Göt­zen­fi­gu­ren in den Vati­kan und sogar in den Peters­dom ein­ge­führt wur­den. Die­se „Göt­zen­die­ne­rei“ empör­te nicht nur Katho­li­ken, son­dern Chri­sten welt­weit. Papst Fran­zis­kus gab am Ende der Ama­zo­nas­syn­ode zu, daß es sich um Figu­ren der heid­ni­schen Gott­heit Pach­a­ma­ma hand­le.

Die Unter­stüt­zung aus Deutsch­land für die Ama­zo­nas­syn­ode sei jedoch gekom­men, um den prie­ster­li­chen Zöli­bat als ver­pflich­ten­de Lebens­wei­se abzu­schaf­fen. Die­se Hal­tung, die den ton­an­ge­ben­den Krei­sen in der Kir­che in Deutsch­land vor­ge­wor­fen wird, wird als Miß­brauch der Ama­zo­nas-India­ner und als „Neo­ko­lo­nia­lis­mus“ ange­pran­gert.

Der „syn­oda­le Weg“, der von Kar­di­nal Marx für die Kir­che in Deutsch­land ange­kün­digt wur­de, wird als direk­te Fort­set­zung der Ama­zo­nas­syn­ode gese­hen. Man rede vom Ama­zo­nas, mei­ne aber Deutsch­land. Die Pro­te­stie­rer der Aci­es ordi­na­ta erin­ner­ten Kar­di­nal Marx und die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz dar­an, daß es kei­ne „deut­sche Kir­che“ gibt, son­dern eine Kir­che „in Deutsch­land“. Die Aci­es ordi­na­ta warnt mit ihrem Pro­test die deut­schen Bischö­fe vor einem „deut­schen Son­der­weg“.

Dazu wird Anto­nio Gram­sci erwähnt. Der ein­sti­ge Vor­sit­zen­de der Kom­mu­ni­sti­schen Par­tei Ita­li­ens und sozia­li­sti­sche Ideo­lo­ge for­der­te in sei­nen Schrif­ten einen neu­en „Kul­tur­kampf“ gegen die katho­li­sche Kir­che. „Er konn­te sich gewiss nicht vor­stel­len, daß sein Plan der gesell­schaft­li­chen Säku­la­ri­sie­rung von den Bischö­fen aus­ge­führt wür­de“, heißt es im Auf­ruf der Aci­es ordi­na­ta.

Die beken­nen­den Katho­li­ken, die sich heu­te in Mün­chen zum Pro­test gegen die Kir­chen­lei­tung ver­sam­mel­ten, war­fen eine bren­nen­de Fra­ge in den Raum:

„Darf ein Katho­lik sich zum Kom­pli­zen der ‚Ent­ka­tho­li­sie­rung‘ sei­nes Lan­des machen?“

Genau das bedeu­te näm­lich, „die Kir­chen­steu­er zu zah­len und dadurch direkt an der fort­schrei­ten­den Saku­la­ri­sie­rung der Kir­che in Deutsch­land mitz­wir­ken“, und das, „dank des ideo­lo­gi­schen Drucks und der finan­zi­el­len Macht der deut­schen Bischö­fe, welt­weit“. Die Kir­chen­steu­er zu bezah­len, bedeu­te heu­te, den „Irr­weg“ der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz zu finan­zie­ren.

Die soge­nann­te „Kir­chen­steu­er“ nicht zu bezah­len, „bedeu­tet nicht, der Kir­che den Rücken zu keh­ren oder den Glau­ben zu ver­leug­nen: ganz im Gegen­teil! Nicht zu zah­len heißt, den Glau­ben zu bewah­ren und zu ver­tei­di­gen!“

Die Teil­neh­mer der Münch­ner Kund­ge­bung sagen es nicht direkt, geben es aber zu ver­ste­hen: Die „Kir­chen­steu­er“, die es in die­ser Form welt­weit nur im deut­schen Sprach­raum gibt, ver­schafft den deut­schen Bischö­fen eine über­durch­schnitt­lich gro­ße Finanz­macht. Das ver­zerrt nicht nur ihr Gewicht inner­halb der Welt­kir­che, es schafft auch Abhän­gig­kei­ten. Das Geld fließt zur Unter­stüt­zung auch in den Vati­kan. Es wird zudem zur Beein­flus­sung von Orts­kir­chen in der ein­sti­gen Drit­ten Welt ein­ge­setzt, und das für einen „Irr­weg“, denn die Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz geht einen Weg, der weg­führt von der katho­li­schen Glau­bens­leh­re und der kirch­li­chen Ord­nung.

Die­ser Hin­ter­grund erklärt, war­um der Pro­test der Aci­es ordi­na­ta in Mün­chen statt­fand, dem Bischofs­sitz von Kar­di­nal Marx, und arum er inter­na­tio­nal besetzt war. Außer­halb Deutsch­lands, wo sich die Kir­che weit­ge­hend auf frei­wil­li­ger Basis finan­ziert, wird die Geld­macht der deut­schen Bischö­fe und ihr mani­pu­lie­ren­der Ein­satz als Ärger­nis und als schwe­re Bela­stung für Orts­kir­chen und die Welt­kir­che gese­hen. Die­se Geld­macht zu bre­chen, wird daher als Segen für die Welt­kir­che, aber vor allem auch für die Kir­che in Deutsch­land gese­hen, bevor es zu spät ist – wie es schon ein­mal, vor 500 Jah­ren, auf kata­stro­pha­le Wei­se der Fall war.

Daher schließt die Lai­en­ko­ali­ti­on beken­nen­der Katho­li­ken mit dem Appell:

„Es geht um ein hohes Gut, nicht nur für die Kir­che in Deutsch­land, son­dern auf dem gan­zen Erden­rund, das uns dazu drängt, die­sen Appell an die deut­schen Katho­li­ken zu rich­ten: Hört end­lich auf, die Kir­chen­steu­er zu zah­len! Die­se drin­gen­de Bit­te wol­len wir zu Füßen Mari­ens nie­der­le­gen: Sie ist die Patro­na Bava­riae, die unbe­sieg­ba­re Schutz­frau Deutsch­lands, die Mut­ter der Kir­che.“

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/Vatican.va (Screen­shots)

18 Kommentare

  1. Der größ­te Scha­den für die Kir­che geht der­zeit nicht von der Kir­chen­steu­er aus (mit die­sem Geld wird auch sehr viel Gutes bewirkt), son­dern von Bischö­fen, die zeit­le­bens kei­nen Cent deut­scher Kir­chen­steu­er (gleich­wohl aber diver­se Spen­den kirchl. dt. Hilfs­wer­ke) emp­fin­gen. Das latein­ame­ri­ka­ni­sche Übel wur­de auch von Adve­ni­at hoch­ge­züch­tet und auch die zwei­fel­haf­te Syn­ode fand hier weit­aus kräf­ti­ge­re Unter­stüt­zung als Kir­chen­steu­er­gel­der, die diö­ze­san gebun­den sind.

    Eine arme Kir­che ist nicht auto­ma­tisch eine bes­se­re Kir­che. Das Pro­blem der Kir­che in Deutsch­land ist nicht, dass sie zuviel Geld hat, son­dern das Geld auch für frag­wür­di­ges oder fal­sches inve­stiert. Ohne Kir­chen­steu­er wären die Kir­chen­ge­bäu­de in Deutsch­land in einem eben­sol­chen deso­la­ten und her­un­ter gekom­me­nen Zustand wie in Frank­reich.

    Ich den­ke, hier müss­te man dif­fe­ren­zier­ter argu­men­tie­ren — es ist zu ein­fach, eine sol­che Glei­chung auf­zu­stel­len *Geld = Macht, des­halb böse*.

  2. Eine sehr gute Akti­on, ich freue mich dar­über.
    Heu­te waren es ca. hun­dert Teil­neh­mer, das näch­ste Mal wer­den es viel­leicht mehr sein.
    Wer vor Mona­ten ohne Not das Bischofs­kreuz abge­legt hat und heu­te den „Syn­oda­len Weg“ for­ciert, von dem erwar­te ich nichts wirk­lich Frucht­ba­res für die katho­li­sche Kir­che.
    Wir machen alle Feh­ler und ver­hal­ten uns oft nicht so, wie es Gott gefällt, son­dern der Welt. Trotz­dem — die­sen Vor­fall auf dem Tem­pel­berg bekom­me ich nicht mehr aus mei­nem Kopf.
    Das Aus­se­hen und Ver­hal­ten des Kar­di­nals erin­nert mich weni­ger an einen gläu­bi­gen Die­ner der Kir­che als an einen Herrn aus der Bus­si­ness-Welt.

  3. Wie ich mich über die­sen Pro­test freue. End­lich wer­den in Deutsch­land Stim­men gegen die Vor­ha­ben von Marx und Co laut. In der Tat finan­ziert die Kir­chen­steu­er frag­wür­di­ge Sachen.

  4. Über die­se Akti­on wer­den die Kar­di­nä­le und Bischö­fe aller­dings lachen.

    Die Kir­chen­steu­er wird in Deutsch­land näm­lich nicht “gezahlt“, son­dern von den staat­li­chen deut­schen Finanz­äm­tern vom Gehalt oder der Ren­te direkt“eingezogen“ und an die Kir­chen wei­ter­ge­lei­tet. Der Kir­chen­steu­er kann man in Deutsch­land also tat­säch­lich nur ent­ge­hen, wenn man aus der Kir­che aus­tritt. Die Erklä­rung über den Aus­tritt aus der Römisch Katho­li­schen oder den Evan­ge­li­schen
    Lan­des­kir­chen muß man gebüh­ren­pflich­tig bei der Rechts­an­trags­stel­le des zustän­di­gen Amts­ge­richts erklä­ren und pro­to­kol­lie­ren las­sen.
    Solan­ge der Aus­tritt aus der Kir­che nicht rechts­kräf­tig beim zustän­di­gen Amts­ge­richt erklärt und pro­to­kol­liert wird, solan­ge wird die Kir­chen­steu­er von den staat­li­chen Finanz­äm­tern wei­ter vom Gehalt und der Ren­te direkt ein­ge­zo­gen!

    • „Über die­se Akti­on wer­den die Kar­di­nä­le und Bischö­fe aller­dings lachen“
      Das sehe ich genau so. Selbst wenn aus den 100 Pro­te­stie­ren­den 10.000 wer­den — ein­fach lächer­lich.
      Was ist aus der „Pegi­da“ gewor­den ?
      Ein­fach lächer­lich des­we­gen, weil die Macht der Medi­en unter­schätzt wird.
      Auch wer die Akti­on gut fin­det (ich fin­de sie gut) weiß das letz­ten Endes genau.

      Ich befas­se mich schon län­ger mit dem Aus­tritt aus die­ser Kir­che.
      Wenn ich aus­tre­te (ich wer­de das noch die­ses Jahr tun) dann ist das im Prin­zip genau so lächer­lich wie die­ser Pro­test in Mün­chen. Selbst wenn es 10.000 — oder 20.000 wer­den die aus dem glei­chen Grund der Kir­che den Rücken keh­ren.
      Es ist in den Augen derr abge­fal­le­nen Bischö­fe lächer­lich und wird von der Poli­tik, den Medi­en und son­sti­gen NGO’s
      her­un­ter­ge­spielt und vor allem tot­ge­schwie­gen.

      Nein, es geht hier um etwas ande­res:
      Es sind in mei­nem Fall nur ein paar hun­dert Euro jähr­lich.
      Fakt ist, ich mag die­se deut­sche Kir­chen­po­li­tik ein­fach nicht mehr unter­stüt­zen! Wenn mit dem Geld auch viel gutes pas­siert (die frag­wür­di­gen und schlech­ten Din­ge die mit mei­nem Geld gesche­hen, wer­den eh medi­al über­be­wer­tet).
      Das Geld kommt dann halt als Spen­de den Petrus- oder Pius­brü­dern zugu­te.
      Soll­te ich dabei noch einen Steu­er­vor­teil haben, dann zah­le ich denen ein­fach mehr, denn ich will kei­nen finan­zi­el­len Vor­teil durch mei­nem Aus­tritt.
      Zur hl. Mes­se gehe ich dann eben nach Wigratz­bad oder zu den Pius­brü­dern nach Mem­min­gen.

      Angst vor Exkom­mu­ni­ka­ti­on habe ich nicht. Die wäre eh unwirk­sam.
      Viel­leicht schreibt mir Rot­ten­burg dies­be­züg­lich was. Dar­auf war­te ich nur.
      Geben „sie“ mir damit doch Gele­gen­heit zu einer Stel­lung­nah­me der­ge­stalt, dass sich unser Bischof Man­fred Fürst eh schon längst selbst exkom­mu­ni­ziert hat. Gut, es ist nicht der schlimm­ste deut­sche Bischof.
      Aber auch unter ihm sind vie­le Prie­ster unge­straft abge­fal­len.
      Auch ist mir noch gut in Erin­ne­rung, wie unser Bischof mal von einer Frau um einen Exor­zis­mus für ihren (ihrer Mei­nung nach) beses­se­nen Sohn gebe­ten wur­de. Bischof Fürst ant­wor­te­te nicht nur abschlä­gig, son­dern auch wie ein Athe­ist.
      Fra­ge und Ant­wort wur­den damals (vor etwa 15 Jah­ren) auf Sei­te 5 im „Katho­li­schen Sonn­tags­blatt“ abge­druckt.
      Das hat mich tief getrof­fen — es kocht also schon lan­ge in mir.

      • „Selbst wenn aus den 100 Pro­te­stie­ren­den 10.000 wer­den – ein­fach lächer­lich.
        Was ist aus der „Pegi­da“ gewor­den ?“

        Wich­tig ist, dass um uns Licht ist.

        Jesus war ja rein mensch­lich gespro­che auch ganz allei­ne und ist zunächst augen­schein­lich geschei­tert.

        Gott hat aber das Kreuz als Stra­ße der frei­en Wil­lens­über­ga­be an IHN zu dem engen Weg des Heils gemacht.

        Nie­mand muss fol­gen. Der Wil­le ist alles und wird von Gott geach­tet.

        Das Licht scheint in die Fin­ster­nis. Doch die Welt hat es nicht begrif­fen.

      • Exakt das glei­che den­ke ich auch von „unse­rem“ Fürst­bi­schof Geb­hard (nicht: Man­fred). Das „Katho­li­sche“ Sonn­tags­blatt lese ich also seit 15 Jah­ren nicht mehr. Wie Zeit ver­geht und See­len ver­lo­ren gehen durch unse­re sog. „Hir­ten“.

  5. An die­ser Pro­test­ver­an­stal­tung hat auch EB Car­lo Maria Viganò teil­ge­nom­men. Es war sein erster öffent­li­cher Auf­tritt seit 2018.
    Viel­leicht könn­te sich Aci­es Ordi­na­ta als näch­stes Öster­reich aufs Korn neh­men. Hier gibt es zwar kei­ne Kir­chen­steu­er, son­dern „nur“ einen Kir­chen­bei­trag. Die­ser wird jedoch ggfs. mit­tels Kla­ge und Gerichts­ur­teil ein­ge­trie­ben. Wenn man der Gehalts­pfän­dung bzw. son­sti­gen Exe­ku­ti­on des Urteils ent­ge­hen will, bleibt eben­falls nur der Kir­chen­aus­tritt. Die­ser zieht auch hier die „Exkom­mu­ni­ka­ti­on“ nach sich. Die kath. Kir­che ver­hält sich also wie irgend­ein Ver­ein, aus dem man eben „hin­aus­ge­schmis­sen“ wird, wenn man den Mit­glieds­bei­trag nicht zahlt.

    • Ich hab mal einen Bei­trag eines Katho­li­ken gele­sen, wel­cher sich in Wien nie­der­ge­las­sen hat.
      Kei­ne 2 Wochen nach Bezug der Woh­nung wur­de das mit der Kir­chen­steu­er von Sei­ten der Kir­che gere­gelt.
      Die zustän­di­ge Pfar­re hat sich mit dem Pasto­ral­brief (als Begrü­ßung) ein hal­bes Jahr Zeit gelas­sen.
      Man sieht also, wo (zumin­dest teil­wei­se) die Prio­ri­tä­ten lie­gen.

  6. Die Akti­on der Aci­es ordi­na­ta hat mich tief beein­druckt. Aber die Fra­ge für mich und sicher auch vie­le der hier Schrei­ben­den lau­tet doch: „Wie kön­nen wir die­se Akti­on unter­stüt­zen und wie kön­nen wir bei­tre­ten und mög­lichst wie kön­nen wir eine deut­sche Sek­ti­on
    grün­den“? Wel­che kon­kre­te Mög­lich­keit gibt es, die deut­sche Kir­chen­steu­er­ge­mein­schaft zu ver­las­sen, ohne aus der Kir­che aus­zu­tre­ten?
    Oder kön­nen wir Ein­fluss neh­men auf die Ver­wen­dung der Kir­chen­steu­er­mit­tel? Aber pri­mär soll­ten wir eine deut­sche Sek­ti­on der aci­es ordi­na­ta grün­den und die Zie­le der deut­schen Sek­ti­on mit der inter­na­tio­na­len Sek­ti­on abstim­men.

  7. Ich zah­le seit lan­gem kei­ne Kir­chen­steu­er mehr, weil ich aus­ge­such­te und ver­trau­ens­wür­di­ge Gemein­schaf­ten in einer Höhe
    unter­stüt­ze, daß ich nicht mehr zu die­ser Abga­be ver­an­lagt wer­den kann.

    • Das kann nur bedeu­ten dass Sie so hohe Spen­den­be­trä­ge zah­len kön­nen, dass Sie dadurch die Steu­ern auf Ihr Ein­kom­men (oder Ren­te) auf null drücken kön­nen. Dann kommt natür­lich auch bei der Kir­chen­steu­er nichts raus.
      Wenn man kein all­zu­ho­hes zu ver­steu­ern­des Ein­kom­men hat und auf der ande­ren Sei­te aber doch ein gewis­ses Ver­mö­gen, dann kann man das natür­lich so machen.

  8. Sor­ry, Pris­ka, Sie sind lei­der über­haupt nicht infor­miert über die Flüs­se und Ver­wen­dun­gen der deut­schen Kir­chen­steu­er.

  9. „Chri­stus König und Hohe­prie­ster“ ist von papst Bene­dikt gut­ge­hei­ssen, hat die Latei­ni­sche Mes­se und zöli­ba­taire Priester.Auch Kar­di­nal Bur­ke ist dar­an ver­bun­den. Die­se Grup­pe bekommt nichts von Kir­chen­steu­er, lebt nur von frei­wil­li­ge Spenden.Hat auch einen Sitz in Deutsch­land (Baye­risch Gmain).Und in der Schweiz.Und weltweit…Ich fin­de das eine gute Alter­na­ti­ve.

  10. Ach ja, Kar­di­nal Woel­ki hat 2011 und 2014, als er Erz­bi­schof von Ber­lin und dann Kar­di­nal von Köln wur­de, öffent­lich den Treue­eid auf Deutsch­land, Nord­rhein-West­fa­len und Ber­lin abge­legt. Dies war laut Pres­se­mit­tei­lung eine Pre­mie­re in der Nachkriegszeit,-die Berich­te und Bil­der kann man goo­geln.

    Tat­säch­lich aber hat Woel­ki laut Urkun­de den Treue­eid auf den deut­schen Staat ent­spre­chend Reichs­kon­kor­dat von 1933 gelei­stet.
    Das Reichs­kon­kor­dat von 1933 regelt auch den Ein­zug der Kir­chen­steu­er durch den Staat. Außer­dem wer­den die Gehäl­ter der Kar­di­nä­le und Bischö­fe ent­spre­chend Reichs­kon­kor­dat von 1933 vom deut­schen Staat bezahlt, und zwar ver­gleich­ba­re nach Besol­dungs­grup­pe B10, ent­spricht der Besol­dung eines Gene­rals oder Prä­si­den­ten der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung, kann man goo­geln.

    Die Bischö­fe und Kar­di­nä­le wer­den also über die­se Akti­on nicht nur herz­haft lachen,-Kardinal Marx wird kurz mal rülp­sen!

    Hier die Kopie des Treu­ei­des von Kar­di­nal Woel­ki vom 18.9.2014 ent­spre­chend Reichs­kon­kor­dat von 1933

    http://staseve.eu/wp-content/uploads/2018/05/Urkunde-NRW.jpg

    Ob Kar­di­nal Woel­ki mit die­sem Treue­eid auf den weg Staat auch die Abtrei­bungs­pra­xis unge­bo­re­nen Lebens in Deutsch­land aner­kennt, mögen Kir­chen­ju­ri­sten ent­schei­den.

    • Ich habe schon lan­ge ùberlegt,aus die­ser Kir­che aus­zu­tre­ten. Mein Haupt­grund war aber, dass ich mit die­ser „Gegen­kir­che“, (wie die Hl. Katha­ri­na Emme­rich sie nennt,oder sogar „After­kir­che“), nichts mehr zu tun haben will.
      Die­ser Appell hat mir einen neu­en Schubs gege­ben. War­um sol­len wir die­se mie­sen “ Wöl­fe im Schafs­pelz“ auch noch finan­zi­ell unter­stüt­zen ? Ich wer­de mei­ne „Kir­chen­steu­er“ lie­ber Per­so­nen zukom­men las­sen, die den ùber­lie­fer­ten katho­li­schen Glau­ben prak­ti­zie­ren und die lit­ur­gi­schen Schät­ze der Katho­li­schen Kir­che sorg­fäl­tig bewah­ren.

      Ich grei­fe das Anlie­gen von Herrn Dr.
      Fesan noch­mals auf .
      Wie kön­nen wir die­se Akti­on unter­stüt­zen ? Ich den­ke, ein Anfang wäre es, wenn jeder die­se State­ments ver­brei­tet, ver­öf­fent­licht , viel­leicht als Flug­blät­ter ver­teilt oder in Kir­chen aus­legt .… Jeder nach sei­nen Mög­lich­kei­ten .
      Wir dùr­fen das „Feld“ nicht kampf­los die­sen Kir­chen­zer­stö­rern und fal­schen Pro­phe­ten ùber­ge­ben. Aus Lie­be zur Hl. Kir­che, mùs­sen wir Wider­stand lei­sten .
      Lie­ber Herr Fesen, ich hät­te da evt. eine Kon­takt­adres­se, die fùr ihre Vor­ha­ben inter­es­sant wäre .….…

  11. „Die Bischö­fe und Kar­di­nä­le wer­den also über die­se Akti­on nicht nur herz­haft lachen,-Kardinal Marx wird kurz mal rülp­sen!“

    Im Gei­ste Luthers wird er auch das „Fur­zen“ nicht ver­ges­sen!

    „War­um rülp­set und fur­zet ihr nicht? Hat es euch nicht geschmacket?“ (Ori­gi­nal­zi­tat Luther)

    So gese­hen hat der Kar­di­nal das mit dem „neu­en Wind“ schon mal ganz gut ver­sta­den.

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