Papst Franziskus gab am vergangenen Samstag auf dem Flug von Kanada nach Rom eine Pressekonferenz – mit seltsamen Präzisierungen.
Nachrichten

Papst distanziert sich von päpstlicher Distanzierung

(Rom) Am 21. Juli ver­öf­fent­lich­te der Hei­li­ge Stuhl eine Distan­zie­rung vom deut­schen Syn­oda­len Weg. Nur neun Tage spä­ter distan­zier­te sich Papst Fran­zis­kus von der Distan­zie­rung – mit allen zu erwar­ten­den Kon­squen­zen. Oder auch nicht? Oder doch? Die Zer­rüt­tung der Glaub­wür­dig­keit römi­scher Ent­schei­dun­gen för­dert allent­hal­ben Verwirrung.

Der Vatikan veröffentlichte vor einigen Tagen eine Stellungnahme, mit der er den Synodalen Weg in der Bundesrepublik Deutschland ermahnt.
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Der deutsch-synodale Sonderweg im Widerstreit zur weltkirchlichen Synode

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Mit deut­li­chen Wor­ten hat kürz­lich der Vati­kan dem irre­gu­lä­ren Syn­oda­len Weg in Deutsch­land eine Absa­ge erteilt. Des­sen Beschlüs­se zu neu­en Struk­tu­ren und Lei­tungs­for­men sowie zu grund­stür­zen­den Ver­än­de­run­gen an katho­li­scher Leh­re und Moral stell­ten „eine Ver­let­zung der kirch­li­chen Gemein­schaft und eine Bedro­hung der Ein­heit der Kir­che“ dar. Statt sich mit Vor­schlä­gen

Der Heilige Stuhl mahnt den Synodalen Weg vor dem synodalen Schisma.
Forum

Anmaßung teutonischer Synodal-Theologen

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Der theo­lo­gi­sche „Orientierungstext“/OT, der auf der drit­ten Syn­odal­ver­samm­lung Anfang Febru­ar 2022 ver­ab­schie­det wor­den ist, ent­hält einen Bruch mit der klas­si­schen theo­lo­gi­schen Grund­la­gen­leh­re:Bis­her war die gött­li­che Offen­ba­rung in Schrift und Überlieferung/​​Tradition die ein­zi­ge Quel­le unse­rer kirch­li­chen Glau­bens­leh­re. Neu­er­dings will uns der Syn­oda­le Weg glau­ben machen, dass auch die ‚Zei­chen der Zeit‘

Der Synodale Weg ist gefährlich abschüssig und führt ins Schisma.
Hintergrund

Römische „Distanzierung“ ohne Unterschrift

Anmer­kun­gen von Giu­sep­pe Nar­di Der Hei­li­ge Stuhl gab gestern eine Erklä­rung zum deut­schen Syn­oda­len Weg ab, der von eini­gen katho­li­schen Medi­en wohl­mei­nend als „Distan­zie­rung“ begrüßt wur­de. Die Sache ist aller­dings ambi­va­lent wie so man­ches im der­zei­ti­gen Pontifikat.

Forum

Bischöfliche Vertuschung der MHG-Ergebnisse: Systemische Ursachen von Missbrauch werden als Begründungsmärchen des Synodalen Irrwegs verbreitet

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Kar­di­nal Chri­stoph Schön­born hat kürz­lich die Fra­ge gestellt: Ist Miss­brauch in der Kir­che gesche­hen, weil es kei­ne Gewal­ten­tei­lung gibt? Für ihn sei der „direk­te Kon­nex zwi­schen dem Miss­brauchs­the­ma und Kir­chen­ver­fas­sungs­fra­gen“ nicht erwiesen.

Papst Franziskus mit Kiko Argüello, dem Gründer des Neokatechumenalen Wegs, gestern in der Audienzhalle
Nachrichten

Zahl der deutschen Kirchenaustritte hat Santa Marta erreicht

(Rom) Papst Fran­zis­kus, der gestern ohne Roll­stuhl an die Öffent­lich­keit trat, wird Kar­di­nal­staats­se­kre­tär Pie­tro Paro­lin nach Afri­ka ent­sen­den, um ihn bei eini­gen Ter­mi­nen der abge­sag­ten Rei­se zu ver­tre­ten. Wäh­rend­des­sen wur­de auch San­ta Mar­ta von der Nach­richt erreicht, daß in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land 2021 ein neu­er Rekord an Kir­chen­aus­trit­ten regi­striert wur­de – trotz des „Syn­oda­len Wegs“.

Forum

Krisenrhetorik und Kirchenbeschimpfung

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Pro­fes­sor Joa­chim Valen­tin, Direk­tor der katho­li­schen Aka­de­mie „Haus am Dom“ in Frank­furt, beklag­te kürz­lich in der Lim­bur­ger Kir­chen­zei­tung eine „Kri­sen­rhe­to­rik“ in der Kir­che. Die wür­de sich bei Katho­li­ken und Kir­chen­mit­ar­bei­tern in melan­cho­li­scher Hand­lungs­un­fä­hig­keit und läh­men­der Lethar­gie aus­wir­ken. „Auch Prie­ster, die jah­re­lang einen guten Job gemacht“ hät­ten, sei­en jetzt durch „pau­scha­le

Beim Katholikentag 2022 in Stuttgart setzte sich die Richtung des Synodalen Weges fort und zeigte sich eine Protestantisierung des Eucharistieverständnisses.
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Der ZdK-Katholikentag zeigt die faulen Früchte des synodalen Irrwegs

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Auf dem Syn­oda­len Weg for­ciert die Mehr­heit der Syn­oda­len die Abschaf­fung der sakra­men­ta­len Iden­ti­tät der katho­li­schen Kir­che. Der syn­oda­le Ori­en­tie­rungs­text bestrei­tet das Erlö­sungs­werk des Gott­men­schen Jesus Chri­stus und sei­nen Cha­rak­ter als Ursa­kra­ment. Damit steht auch Chri­sti Fort­wir­ken in der Kir­che als Grundsa­kra­ment in Zwei­fel. Die Syn­odal­ver­samm­lung betreibt mit sozio­lo­gi­schen Struk­tur­re­for­men

Die Analyse der "theologischen Orientierung" des Synodalen Wegs entpuppt sich als Vehikel einer grundstürzenden Neu-Lehre.
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Deutsch-synodale Desorientierung: grundstürzende Neu-Lehre zu Bibel und Zeitgeist

Eine theo­lo­gi­sche Ana­ly­se des syn­oda­len Ori­en­tie­rungs­tex­tes von Hubert Hecker Das Syn­odal­prä­si­di­um leg­te auf der Drit­ten Syn­odal­ver­samm­lung Anfang Febru­ar 2022 in Frankfurt/​​Main sei­nen theo­lo­gi­schen „Ori­en­tie­rungs­text“1 zur zwei­ten Lesung vor. Die Dele­gier­ten der Voll­ver­samm­lung stimm­ten der geän­der­ten Fas­sung mit 86 Pro­zent zu, bei den Bischö­fen war die Zustim­mungs­ra­te 72 Prozent.

Die deutschen Bischöfe werden gewarnt, mit dem Synodalen Weg auf ein Schisma zuzusteuern. Doch, wenn alles verschwimmt, verschwimmt auch das, was als Schisma verstanden wird...
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Es gibt das Schisma in der Kirche, aber man kann es nicht mehr erkennen

Von Ste­fa­no Fon­ta­na* Mit den The­sen der deut­schen Syn­ode ist wie­der ein­mal von einem Schis­ma in der Kir­che die Rede, aber in den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben Lehr­amt und Theo­lo­gie die Gren­ze zwi­schen dem, was wahr und unver­än­der­lich ist, und dem, was nicht akzep­ta­bel ist, ver­wischt. Das Abkom­men zwi­schen dem Vati­kan und Chi­na, die Ände­rung des