„Seit mehr als sechs Jahren werden wir von einem falschen Lehramt vergiftet“

Nuntius Viganò geißelt das Pontifikat von Papst Franziskus

Heidnischer Götze mit Papst Franziskus im Petersdom: Erzbischof Carlo Maria Viganò geißelt das derzeitige Pontifikat
Heidnischer Götze mit Papst Franziskus im Petersdom: Erzbischof Carlo Maria Viganò geißelt das derzeitige Pontifikat

(Rom) Kurz vor Weih­nach­ten mel­de­te sich heu­te der ehe­ma­li­ge Apo­sto­li­sche Nun­ti­us in den USA, Msgr. Car­lo Maria Viganò, zu Wort. Wo sich der ehe­ma­li­ge Vati­kan­di­plo­mat und Titu­lar­erz­bi­schof auf­hält, ist unbe­kannt, seit er am 26. August 2018 ent­hüll­te, daß Papst Fran­zis­kus über den Fall von Ex-Kar­di­nal Theo­do­re McCarrick schon seit Juni 2013 infor­miert war und nicht erst seit Juli 2018, als die New York Times dar­über berich­te­te. Aus Sicher­heits­grün­den hält er sei­nen Auf­ent­halts­ort geheim. Mit sei­ner Stel­lung­nah­me, die von Cor­ris­pon­den­za Roma­na ver­öf­fent­licht wur­de, reagiert er auf die jüng­sten Ereig­nis­se und for­mu­liert „aus Lie­be zur Kir­che“ eine neue Ankla­ge gegen Fran­zis­kus.

Wört­lich schreibt Erz­bi­schof Viganò:

So spricht Gott, der Herr,
der den Him­mel erschaf­fen und aus­ge­spannt hat,
der die Erde gemacht hat und alles, was auf ihr wächst,
der den Men­schen auf der Erde den Atem ver­leiht
und allen, die auf ihr leben, den Geist:                

„Ich bin Jah­we, das ist mein Name;
ich über­las­se die Ehre, die mir gebührt, kei­nem andern,
mei­nen Ruhm nicht den Göt­zen.“         

Der Herr zieht in den Kampf wie ein Held,
er ent­facht sei­ne Lei­den­schaft wie ein Krie­ger. Er erhebt den Schlacht­ruf und schreit,
er zeigt sich als Held gegen­über den Fein­den.

Ich hat­te sehr lan­ge geschwie­gen,
ich war still und hielt mich zurück. Wie eine Gebä­ren­de will ich nun schrei­en,
ich schnau­be und schnau­fe.     

Die Ber­ge und Hügel dör­re ich aus
und las­se ihr Gras völ­lig ver­trock­nen. Flüs­se mache ich zu festem Boden
und Tei­che lege ich trocken.     

Alle müs­sen wei­chen und wer­den beschämt,
die auf Göt­zen­bil­der ver­trau­en, die zu gegos­se­nen Bil­dern sagen:
„Ihr seid unse­re Göt­ter“.

Wer lie­fer­te Jakob den Plün­de­rern aus
und Isra­el den Räu­bern? Hat nicht der Herr es getan,
gegen den wir gesün­digt hat­ten? Sie woll­ten nicht auf sei­nen Wegen gehen,
sie hör­ten nicht auf sein Gesetz.            

Da goß er über sie sei­nen glü­hen­den Zorn aus
und den Schrecken des Krie­ges: Rings­um hat er sie umlo­dert,
doch sie merk­ten es nicht; du hast sie in Brand gesetzt,
doch sie nah­men es sich nicht zu Her­zen.

(Jesa­ja 42, 5–25)

Erz­bi­schof Car­lo Maria Viganò hält sich zur Sicher­heit seit August 2018 ver­steckt (Auf­nah­me von Mai 2018)

Unbefleckte Jungfrau und Mutter Maria, Acies ordinata, ora pro nobis

„Gibt es im Her­zen der Jung­frau Maria etwas ande­res als den Namen unse­res Herrn Jesus Chri­stus? Auch wir wol­len nur einen Namen in unse­rem Her­zen haben: den von Jesus, wie die Aller­se­lig­ste Jung­frau.“

Die tra­gi­sche Para­bel die­ses Pon­ti­fi­kats setzt sich mit einer Rei­he bedrücken­der Schlä­ge fort. Kein Tag ver­geht: Vom höch­sten Thron aus setzt der Papst die Demon­ta­ge der Cathe­dra Petri fort, indem er die höch­ste Auto­ri­tät gebraucht und miß­braucht, nicht um zu beken­nen, son­dern zu leug­nen, nicht um zu bestä­ti­gen, son­dern in die Irre zu füh­ren, nicht um zu einen, son­dern zu spal­ten, nicht um auf­zu­bau­en, son­dern nie­der­zu­rei­ßen.

Mate­ri­el­le Häre­si­en, for­mel­le Häre­si­en, Göt­zen­dienst, Ober­fläch­lich­kei­ten aller Art: Papst Ber­go­glio hört nicht auf, die ober­ste Auto­ri­tät der Kir­che hart­näckig zu demü­ti­gen und das Papst­tum zu „ent­my­thi­sie­ren“ – wie der berühm­te Gefähr­te Karl Rah­ner viel­leicht sagen wür­de. Sein Han­deln zielt dar­auf ab, das Hei­li­ge Depo­si­tum zu miß­ach­ten und das Katho­li­sche Ant­litz der Braut Chri­sti zu ent­stel­len mit sei­nem Reden und Tun, mit Täu­schun­gen und Lügen, mit jenen ekla­tan­ten Gesten der demon­stra­ti­ven Spon­ta­nei­tät, die aber akri­bisch aus­ge­dacht und geplant sind, und durch die er sich in einer unun­ter­bro­che­nen, nar­ziß­ti­schen Zele­bra­ti­on selbst fei­ert, wäh­rend die Gestalt des römi­schen Pap­stes, des sanf­ten Chri­stus auf Erden, gede­mü­tigt und ver­dun­kelt wird.

Sein Han­deln bedient sich der lehr­amt­li­chen Impro­vi­sa­ti­on, jenes impro­vi­sier­ten, flu­iden Lehr­am­tes, das heim­tückisch wie Treib­sand ist, und das nicht nur in gro­ßen Höhen, wo er der Spiel­ball der Jour­na­li­sten aus aller Welt ist in jenen äthe­ri­schen Räu­men, die ein patho­lo­gi­sches Deli­ri­um illu­so­ri­scher All­macht sicht­bar wer­den las­sen kön­nen, son­dern auch im Rah­men der fei­er­lich­sten Funk­tio­nen, die hei­li­gen Schau­er und ehr­furchts­vol­len Respekt ein­flö­ßen soll­ten.

Am Gedenk­tag der Jung­frau von Gua­da­lu­pe hat Papst Ber­go­glio noch ein­mal sei­ner offen­sicht­li­chen maria­ni­schen Unge­duld Aus­druck ver­lie­hen, die an jene der Schlan­ge in der Erzäh­lung vom Sün­den­fall in jenem Pro­to­evan­ge­li­um erin­nert, das die von Gott gesetz­te, uner­bitt­li­che Feind­schaft zwi­schen der Frau und der Schlan­ge und die erklär­te Feind­se­lig­keit von letz­te­rer pro­phe­zeit, die bis zur Voll­endung der Zeit ver­su­chen wird, die Fer­se der Frau zu tref­fen und über sie und ihre Nach­kom­men zu tri­um­phie­ren. Was der Papst getan hat, ist eine offen­sicht­li­che Aggres­si­on gegen­über den erha­be­nen Vor­rech­ten und Eigen­schaf­ten, wel­che die Unbe­fleck­te Jung­frau und Got­tes­mut­ter zur weib­li­chen Ergän­zung zum Geheim­nis des mensch­ge­wor­de­nen Wor­tes machen, die aufs eng­ste mit Ihm in der Heils­öko­no­mie ver­bun­den ist.

Nach­dem er sie zur „Nach­ba­rin von neben­an“ deklas­sier­te, und zur flüch­ten­den Migran­tin, und zum ein­fa­chen Lai­en mit den Män­geln und Kri­sen irgend­ei­ner Frau und von der Sün­de gezeich­net, oder zuletzt zur Schü­le­rin, die uns offen­sicht­lich nichts zu leh­ren hat; nach­dem er sie auf die glei­che Art und Wei­se bana­li­sier­te und entsa­kra­li­sier­te wie jene Femi­ni­sten, die in Deutsch­land mit ihrer Bewe­gung „Maria 2.0“ an Boden gewin­nen und dar­auf abzie­len, die Got­tes­mut­ter zu moder­ni­sie­ren, um aus ihr ein Trug­bild nach ihrem Abbild und Eben­bild zu machen, hat Papst Ber­go­glio sich noch wei­ter an der maje­stä­ti­schen Köni­gin und unbe­fleck­ten Got­tes­mut­ter aus­ge­tobt, indem er erklär­te, „sie hat sich mit der Mensch­heit ver­mischt… und hat selbst „Gott ver­mischt“. Mit weni­gen, salopp hin­ge­wor­fe­nen Sät­zen traf er das maria­ni­sche und das damit ver­bun­de­ne chri­sto­lo­gi­sche Dog­ma ins Herz.

Die Mari­en­dog­men sind das Sie­gel, das an den katho­li­schen Wahr­hei­ten unse­res Glau­bens befe­stigt ist, die von den Kon­zi­len von Nicäa, Ephe­sus und Chal­ce­don defi­niert wur­den. Sie sind der unzer­brech­li­che Schutz­damm gegen chri­sto­lo­gi­sche Häre­si­en und gegen die wüten­de Ent­fes­se­lung der Pfor­ten der Unter­welt. Wer sie „ver­mischt“ und ent­weiht, zeigt daß er auf der Sei­te des Fein­des steht. Maria anzu­grei­fen, bedeu­tet, sich auf Chri­stus selbst zu stür­zen. Die Mut­ter anzu­grei­fen, bedeu­tet, sich gegen den Sohn zu erhe­ben und gegen das Myste­ri­um der Hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit zu rebel­lie­ren. Die Unbe­fleck­te Theo­to­kos, „furcht­erre­gend wie Heer­scha­ren“ – aci­es ordi­na­ta, ein Heer in Auf­stel­lung –,  wird kämp­fen, um die Kir­che zu ret­ten, und sie wird die Armee des von den Ket­ten gelas­se­nen Fein­des zer­stö­ren, der Ihr den Krieg erklärt hat, und mit ihm wer­den alle dämo­ni­schen Pach­a­ma­mas end­gül­tig in die Höl­le zurück­keh­ren.

Papst Ber­go­glio scheint sei­ne Unge­duld gegen die Unbe­fleck­te nicht län­ger im Zaum zu haben und scheint sie nicht mehr unter die­ser so auf­fäl­li­gen, schein­ba­ren Ver­eh­rung ver­ber­gen zu kön­nen, die er im Ram­pen­licht der Kame­ras zeigt, wäh­rend er den Fei­er­lich­kei­ten zum Hoch­fest Mariä Him­mel­fahrt und dem  Rosen­kranz­ge­bet mit den Gläu­bi­gen fern­bleibt, die mit Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. den Dama­sus­hof und die obe­re Log­gia des Peters­doms füll­ten.

Papst Ber­go­glio benutzt die Pach­a­ma­ma, um sich der Gua­da­lu­pa­na zu ent­le­di­gen. Die Erhö­hung die­ses Ama­zo­nas-Göt­zen bis vor das Petrus­grab war nichts weni­ger als eine Kriegs­er­klä­rung an Unse­re Lie­be Frau und Patro­nin von ganz Ame­ri­ka. Indem sie sich dem hei­li­gen Juan Die­go zeig­te, ver­nich­te­te sie die dämo­ni­schen Göt­zen und gewann dank ihrer müt­ter­li­chen Ver­mitt­lung die India­ner für Chri­stus und für die Anbe­tung des „Wah­ren und Ein­zi­gen Got­tes“. Und das ist kei­ne Legen­de!

Weni­ge Wochen nach dem Ende der Ama­zo­nas­syn­ode, deren Kenn­zei­chen die Ein­set­zung der Pach­a­ma­ma im Her­zen der Katho­li­zi­tät war,  haben wir erfah­ren, daß die kon­zi­lia­re Kata­stro­phe des Novus Ordo Mis­sae einer wei­te­ren Moder­ni­sie­rung unter­zo­gen wird, unter ande­rem durch die Ein­füh­rung des Taus [lat. ros, ital. rugia­da] [1] in das Eucha­ri­sti­sche Hoch­ge­bet anstel­le der Erwäh­nung des Hei­li­gen Gei­stes, der drit­ten Per­son der Aller­hei­lig­sten Drei­fal­tig­keit.

Das ist ein wei­te­rer Schritt im Sin­ne eines Rück­schritts zur Natu­ra­li­sie­rung und Imma­nen­ti­sie­rung des katho­li­schen Kul­tes zu einem pan­the­isti­schen und göt­zen­die­ne­ri­schen Novis­si­mus Ordo. Der Tau, ein im „theo­lo­gi­schen Ort“ der Ama­zo­nas-Tro­pen vor­han­de­nes Wesen, gilt – wie wir von den Syn­oden­vä­tern erfah­ren haben – als das neue imma­nen­te Prin­zip der Befruch­tung der Erde, das sie im Sin­ne der „Trans­sub­stan­tia­ti­on“ in ein pan­the­istisch ver­bun­de­nes Gan­zes wesens­ver­wan­delt, dem die Men­schen assi­mi­liert und unter­wor­fen wer­den zur höhe­ren Ehre der Pach­a­ma­ma. Und schon sind wir wie­der in die Fin­ster­nis des Hei­den­tums zurück­ge­wor­fen, eines neu­en, glo­ba­li­sti­schen und öko-tri­ba­len Hei­den­tums mit sei­nen Dämo­nen und sei­nen Per­ver­sio­nen. Durch die­sen x‑ten lit­ur­gi­schen Umbruch wird die gött­li­che Offen­ba­rung von der Fül­le zum Archais­mus zurück­ge­stuft. Von der hypo­sta­ti­schen Iden­ti­tät des Hei­li­gen Gei­stes rutscht man in Rich­tung der sym­bo­li­schen und meta­pho­ri­schen Ver­gäng­lich­keit, die dem Tau eigen ist, und den sich die frei­mau­re­ri­sche Gno­sis schon seit eini­ger Zeit zu eigen gemacht hat.

Aber keh­ren wir für einen Moment zu den sel­ten häß­li­chen Göt­zen-Figu­ren zurück und zu der Erklä­rung von Papst Ber­go­glio nach ihrer Ent­fer­nung aus der Kir­che San­ta Maria in Tras­pon­ti­na und ihrer Ent­sor­gung im Tiber. Auch in die­sem Fall haben die Wor­te des Pap­stes den Geruch einer kolos­sa­len Lüge: Er ließ uns glau­ben, daß die Figu­ren durch das sofor­ti­ge Ein­grei­fen der Cara­bi­nie­ri aus dem schmut­zi­gen Was­ser befreit wur­den. Man fragt sich ver­wun­dert, war­um nicht eine von Tor­ni­el­li und Spa­daro von der Civil­tà Cat­to­li­ca koor­di­nier­te Vati­can­News-Trup­pe mit Repor­tern und Kame­ra­leu­ten der Hof­pres­se hin­zu­ge­eilt ist, um die Hel­den­tat von Tau­chern zu fil­men und die Ret­tung der Pach­a­ma­ma fest­zu­hal­ten. Es scheint auch unwahr­schein­lich, daß eine so spek­ta­ku­lä­re Akti­on auch nicht die Auf­merk­sam­keit eini­ger Pas­san­ten auf sich gezo­gen hät­te, die mit einem Mobil­te­le­fon aus­ge­stat­tet gefilmt und die Auf­nah­me in den sozia­len Medi­en ver­brei­tet hät­ten. Wir sind ver­sucht, die Fra­ge an die Per­son wei­ter­zu­rei­chen, die die Erklä­rung abge­ge­ben hat. Mit Sicher­heit wür­de er uns auch dies­mal mit sei­nem bered­ten Schwei­gen ant­wor­ten.

Seit mehr als sechs Jah­ren wer­den wir von einem fal­schen Lehr­amt ver­gif­tet, von einer Art extre­mer Syn­the­se aller zwei­fel­haf­ten Kon­zils­for­mu­lie­run­gen und aller nach­kon­zi­lia­ren Irr­tü­mer, die sich unauf­halt­sam aus­ge­brei­tet haben, ohne daß die mei­sten von uns es bemerkt hät­ten. Ja, weil das Zwei­te Vati­ca­num nicht nur die Büch­se der Pan­do­ra, son­dern auch das Over­ton-Fen­ster geöff­net hat, und zwar so all­mäh­lich und schritt­wei­se, daß wir die Umwäl­zun­gen, die wirk­li­che Natur der Refor­men und ihre dra­ma­ti­schen Kon­se­quen­zen, nicht erkannt haben, und uns nicht ein­mal der Ver­dacht kam, wer wirk­lich die Regie bei die­ser gigan­ti­schen, sub­ver­si­ven Ope­ra­ti­on führ­te, die der moder­ni­sti­sche Kar­di­nal Sue­n­ens als „1789 der katho­li­schen Kir­che“ bezeich­ne­te.

So wur­de in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten der Mysti­sche Leib durch eine unauf­halt­sa­me Blu­tung lang­sam sei­nes Lebens­eli­xiers beraubt: Das Hei­li­ge Depo­si­tum Fidei wur­de all­mäh­lich ver­geu­det, die Dog­men dena­tu­riert, der Kult säku­la­ri­siert und schritt­wei­se pro­fa­niert, die Moral sabo­tiert, das Prie­ster­tum ver­un­glimpft, das eucha­ri­sti­sche Opfer pro­te­stan­ti­siert und in ein gesel­li­ges Ban­kett umge­wan­delt …

Jetzt ist die Kir­che leb­los, über­zo­gen mit Meta­sta­sen und am Boden zer­stört. Das Volk Got­tes ist zum Analpha­be­ten gewor­den und sei­nes Glau­bens beraubt und tappt durch die Fin­ster­nis von Cha­os und Spal­tung. In den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten haben die Fein­de Got­tes nach und nach 2000 Jah­re der Tra­di­ti­on ver­brannt. Mit bei­spiel­lo­ser Beschleu­ni­gung, dank der geball­ten, sub­ver­si­ven Ladung die­ses Pon­ti­fi­kats und unter­stützt vom mäch­ti­gen Jesui­ten­ap­pa­rat, wird zum töd­li­chen Gna­den­stoß gegen die Kir­che ange­setzt.

Bei Papst Ber­go­glio ist es – wie bei allen Moder­ni­sten – unmög­lich, nach Klar­heit zu suchen, da das Kenn­zei­chen der moder­ni­sti­schen Häre­sie genau die Ver­stel­lung ist. Als Mei­ster des Irr­tums und Exper­ten in der Kunst der Täu­schung „arbei­ten sie dar­an, daß das Mehr­deu­ti­ge all­ge­mein akzep­tiert wird, indem sie es von sei­ner harm­lo­sen Sei­te prä­sen­tie­ren, was als Pas­sier­schein dient, um die gif­ti­ge Sei­te ein­füh­ren zu kön­nen, die zuvor ver­bor­gen gehal­ten wur­de“ (P. Matteo Libe­ra­to­re SJ). So wird die Lüge, die hart­näckig und beses­sen wie­der­holt wird, lang­sam „wahr“ und von der Mehr­heit akzep­tiert.

Typisch moder­ni­stisch ist auch die Tak­tik, zu bekräf­ti­gen, was man zer­stö­ren will, indem vage und unge­naue Begrif­fe ver­wen­det wer­den, um den Irr­tum zu för­dern, ohne ihn jemals klar zu for­mu­lie­ren. Genau das tut Papst Ber­go­glio mit sei­ner zer­set­zen­den Form­lo­sig­keit der Glau­bens­ge­heim­nis­se und mit der ihm eige­nen dok­tri­nel­len Unge­nau­ig­keit, durch die er die hei­lig­sten Dog­men „ver­mischt“ und demo­liert, wie er es mit den maria­ni­schen der Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria getan hat.

Das Ergeb­nis die­ses Miß­brauchs ist das, was wir jetzt vor Augen haben: eine katho­li­sche Kir­che, die nicht län­ger katho­lisch ist; ein Con­tai­ner, der sei­nes authen­ti­schen Inhalts ent­leert und mit Ramsch gefüllt wur­de.

Die Ankunft des Anti­chri­sten ist unver­meid­lich, das ist Teil des Epi­logs der Heils­ge­schich­te. Aber wir wis­sen, daß das die Vor­aus­set­zung für den uni­ver­sa­len Tri­umph Chri­sti und sei­ner ruhm­vol­len Braut ist. Jene von uns, die sich von die­sen Fein­den der Kir­che, die sich im Leib der Kir­che ein­ge­ni­stet haben, nicht täu­schen haben las­sen, müs­sen sich ver­ei­nen und eine gemein­sa­me Front gegen das Böse bil­den, das schon vor lan­ger Zeit besiegt wur­de, aber noch in der Lage ist, Scha­den anzu­rich­ten und das ewi­ge Ver­der­ben vie­ler zu pro­vo­zie­ren, dem aber die Jung­frau, unse­re Anfüh­re­rin, end­gül­tig den Kopf zer­tre­ten wird.

Jetzt ist es an uns: Ohne Miß­ver­ständ­nis­se, ohne uns aus die­ser Kir­che ver­trei­ben zu las­sen, deren legi­ti­me Kin­der wir sind, und in der wir das hoch­hei­li­ge Recht haben, uns zu Hau­se zu füh­len, ohne daß uns die haß­er­füll­te Hor­de der Fein­de Chri­sti das Gefühl gibt, aus­ge­grenzt, schis­ma­tisch und exkom­mu­ni­ziert zu sein.

Jetzt liegt es an uns! Der Tri­umph des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens – Cor­redemp­t­rix und Mitt­le­rin aller Gna­den – erfolgt durch ihre „Klei­nen“, die zwei­fel­los zer­brech­lich und sün­di­ge Wesen sind, die aber von abso­lut ent­ge­gen­ge­setz­tem Zei­chen sind als die Mit­glie­der der Armee des Fein­des. Bedin­gungs­los der Unbe­fleck­ten geweih­te „Klei­ne“, um ihre Fer­se zu sein, der am mei­sten gede­mü­tig­te und ver­ach­te­te und am mei­sten von der Höl­le gehaß­te Teil, der aber zusam­men mit Ihr den Kopf des höl­li­schen Mon­sters zer­tre­ten wird.

Der hei­li­ge Lud­wig Maria Gri­g­ni­on von Mont­fort frag­te sich:

„Aber wann wird die­ser Tri­umph ein­tre­ten? Gott allein weiß es.“

Unse­re Auf­ga­be ist es, wach­sam zu sein und zu beten, wie es die Hei­li­ge Katha­ri­na von Sie­na bren­nend emp­fiehlt:

„Ach! Möge ich doch ster­ben, aber ich kann nicht ster­ben. Schlaft nicht mehr in Nach­läs­sig­keit. Nützt die heu­ti­ge Zeit, so gut es geht. Stärkt Euch in Chri­stus Jesus, der süßen Lie­be. Taucht ein in das Blut des Gekreu­zig­ten. Nehmt das Kreuz mit dem gekreu­zig­ten Chri­stus auf euch, ver­steckt euch in den Wun­den des gekreu­zig­ten Chri­stus und nehmt ein Bad im Blut des gekreu­zig­ten Chri­stus“ (Brief 16).

Die Kir­che ist von der Fin­ster­nis des Moder­nis­mus umhüllt, aber der Sieg gehört Unse­rem Herrn und Sei­ner Braut. Wir wol­len wei­ter­hin den ewig­gül­ti­gen Glau­ben der Kir­che beken­nen ange­sichts des Tosen des Bösen, das sie bela­gert. Wir wol­len mit Maria und mit Jesus wachen in die­sem neu­en Get­se­ma­ni der End­zeit. Wir wol­len beten und Buße tun zur Wie­der­gut­ma­chung für die vie­len ihnen zuge­füg­ten Belei­di­gun­gen.

+ Car­lo Maria Viganò
Titu­lar­erz­bi­schof von Ulpia­na
Apo­sto­li­scher Nun­ti­us

19. Dezem­ber 2019

Einleitung/Übersetzung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: vatican.va/LifeSiteNews (Screen­shots)


[1] Um Miß­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den: Mit „Tau“ ist weder das bekann­te Anto­ni­us­kreuz noch das Seil der Matro­sen gemeint, son­dern der Mor­gen­tau. Die Absicht, die Nen­nung des Hei­li­gen Gei­stes im Canon Mis­sae durch das Wort „Tau„zu erset­zen, wur­de vor kur­zem von Msgr. Fran­co Magna­ni, Lei­ter des Lit­ur­gi­schen Amtes der Ita­lie­ni­schen Bischofs­kon­fe­renz, bekannt­ge­ge­ben. Die Ände­run­gen sol­len bereits 2020 mit dem 2. Sonn­tag im Jah­res­kreis (Janu­ar) ein­ge­führt wer­den, Anm. GN.

18 Kommentare

  1. Gott wur­de Mensch ! Das fei­ern wir jetzt an Weihnachten.An der Mensch­wer­dung ist Maria maß­geb­lich beteiligt.Sie wur­de die Mut­ter Got­tes und Got­tes­gebäh­re­rin.
    Damit Jesus Chri­stus wah­rer Gott und wah­rer Mensch zugleich sein kann ‚darf Maria nicht auch zu einer Göt­tin gemacht werden.Sie ist rei­ner Mensch und kann als sol­cher das Werk der Erlö­sung nicht vollbringen.Nur Gott kann Die Welt erlösen.Als Mit­erlö­se­rin
    Wäre Maria eine weib­li­che Gottheit,wie sie in der heid­ni­schen Göt­ter­welt häu­fig vor­kommt und wie sie sich auch in der Gestalt der Pach­a­ma­ma mani­fe­stiert.
    Das Dog­ma von der leib­li­chen Auf­nah­me Mari­ens in den Him­mel ist nichts ande­res als die Bestä­ti­gung dafür,dass ein Mensch auf­grund des Erlöungs­wer­kes Jesu Chri­sti ins Him­mel­reich auf­ge­nom­men wer­den kann.Maria ist die Vor­ran­gi­ge Aufgenommene.Hoffen und glau­ben wir alle,dass wir die Nach­fol­gen­den Auf­ge­nom­me­nen Men­schen sein wer­den.

    • @Alexander Eme­se. Mei­ne vol­le Zustim­mung zu Ihrem Kom­men­tar. Für alle (pseudo-)religiösen Femi­ni­stin­nen die­ser Welt müss­te eine dog­ma­tisch defi­nier­te Apo­theo­se Mari­as ein „gefun­de­nes Fres­sen“ sein. Die Drei­fal­tig­keit Got­tes müss­te erwei­tert wer­den um eine vier­te, weib­li­che Per­son – extra wie für Femi­ni­stin­nen geschaf­fen. Ein absur­der Gedan­ke. Aber die kirch­li­chen Femi­ni­stin­nen alle­samt könn­ten dann eigent­lich zufrie­den­ge­stellt sein. Fürs erste jeden­falls.

      Dass Maria am Erlö­sungs­werk ihres gött­li­chen Sohns auf­grund ihrer jung­fräu­li­chen Mut­ter­schaft wesen­haf­ten Anteil hat, ist nicht zu bestrei­ten. Aber „Göt­tin“ kann sie des­we­gen nicht sein und will sie auch nicht sein. Dafür gibt es in der Hl. Schrift nicht die Spur eines Hin­wei­ses. Sie war und ist „Magd des Herrn“, Mut­ter des Erlö­sers, Mut­ter der Kir­che, unse­re himm­li­sche Für­spre­che­rin und Hel­fe­rin. Das allein ist schon uner­hört viel. Und mehr braucht es nicht. Das weiß sicher auch Erz­bi­schof Viganò.

      • Die wer­den erst Ruhe geben wenn offi­zi­ell erklärt wird das Gott eigent­lich weib­lich ist oder ein „Mischling„aus bei­den Geschlech­tern.

    • Die Ableh­nung des Titels „Mit­erlö­se­rin“, mit der Begrün­dung, dass Jesus der ein­zi­ge Mitt­ler beim Vater ist, und somit auch der ein­zi­ge Erlö­ser, ent­springt dem pro­te­stan­ti­schen Den­ken. Der Titel „Mit­erlö­se­rin“ ist aller­dings biblisch sehr gut begründ­bar. Pau­lus sagt im Kolos­s­erbrief (1,24):
      „Jetzt freue ich mich in den Lei­den, die ich für euch ertra­ge. Ich ergän­ze in mei­nem irdi­schen Leben, was an den Bedräng­nis­sen Chri­sti noch fehlt an sei­nem Leib, der die Kir­che ist.“
      Wie kann ich durch mein Leben oder mein Lei­den dem Süh­ne­op­fer Chri­sti noch etwas hin­zu­fü­gen? Für Pro­te­stan­ten ist das unmög­lich, für Katho­li­ken schon und zwar durch die „Süh­ne“. Den Süh­ne­ge­dan­ken gibt es in der katho­li­schen Kir­che schon sehr lan­ge, also, dass ich stell­ver­tre­tend für ande­re Lei­den, Gebe­te, Fasten oder ande­re Din­ge auf­op­fe­re. Doch wie ist das mög­lich, wenn Jesus doch der ein­zi­ge Erlö­ser ist?
      Ein ähn­li­ches Pro­blem gibt es bei der „Sün­den­ver­ge­bung“, denn nur Gott kann Sün­den ver­ge­ben:
      „Als er nach eini­gen Tagen wie­der nach Kafar­na­um hin­ein­ging, wur­de bekannt, dass er im Hau­se war. Und es ver­sam­mel­ten sich so vie­le Men­schen, dass nicht ein­mal mehr vor der Tür Platz war; und er ver­kün­de­te ihnen das Wort. Da brach­te man einen Gelähm­ten zu ihm, von vier Män­nern getra­gen. Weil sie ihn aber wegen der vie­len Leu­te nicht bis zu Jesus brin­gen konn­ten, deck­ten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlu­gen die Decke durch und lie­ßen den Gelähm­ten auf sei­ner Lie­ge durch die Öff­nung hin­ab. Als Jesus ihren Glau­ben sah, sag­te er zu dem Gelähm­ten: Mein Sohn, dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben! Eini­ge Schrift­ge­lehr­te aber, die dort saßen, dach­ten in ihrem Her­zen: Wie kann die­ser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sün­den ver­ge­ben außer dem einen Gott? Jesus erkann­te sogleich in sei­nem Geist, dass sie so bei sich dach­ten, und sag­te zu ihnen: Was für Gedan­ken habt ihr in euren Her­zen? Was ist leich­ter, zu dem Gelähm­ten zu sagen: Dei­ne Sün­den sind dir ver­ge­ben! oder zu sagen: Steh auf, nimm dei­ne Lie­ge und geh umher? Damit ihr aber erkennt, dass der Men­schen­sohn die Voll­macht hat, auf der Erde Sün­den zu ver­ge­ben — sag­te er zu dem Gelähm­ten: Ich sage dir: Steh auf, nimm dei­ne Lie­ge und geh nach Hau­se! Er stand sofort auf, nahm sei­ne Lie­ge und ging vor aller Augen weg. Da gerie­ten alle in Stau­nen; sie prie­sen Gott und sag­ten: So etwas haben wir noch nie gese­hen.“ (Mk 2,1–12).
      Jesus ist wah­rer Gott und hat somit die Voll­macht, Sün­den zu ver­ge­ben. Wie­so kön­nen aber auch Prie­ster Sün­den ver­ge­ben, sie sind doch nicht Gott? Das geht des­halb, weil Jesus die­se Voll­macht der Sün­den­ver­ge­bung auf die Prie­ster über­tra­gen hat:
      „Am Abend die­ses ersten Tages der Woche, als die Jün­ger aus Furcht vor den Juden bei ver­schlos­se­nen Türen bei­sam­men waren, kam Jesus, trat in ihre Mit­te und sag­te zu ihnen: Frie­de sei mit euch! Nach die­sen Wor­ten zeig­te er ihnen sei­ne Hän­de und sei­ne Sei­te. Da freu­ten sich die Jün­ger, als sie den Herrn sahen. Jesus sag­te noch ein­mal zu ihnen: Frie­de sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sen­de ich euch. Nach­dem er das gesagt hat­te, hauch­te er sie an und sag­te zu ihnen: Emp­fangt den Hei­li­gen Geist! Denen ihr die Sün­den erlasst, denen sind sie erlas­sen; denen ihr sie behal­tet, sind sie behal­ten.“ (Joh 20,19–23)
      Ähn­lich ist es mit der stell­ver­tre­ten­den Süh­ne bzw. Mit­hil­fe bei der Erlö­sung. Es ist wahr, dass nur Gott erlö­sen kann und dass Jesus der ein­zi­ge Mitt­ler beim Vater und der ein­zi­ge Erlö­ser ist. Aber Jesus woll­te, dass wir Anteil haben an sei­ner Erlö­sungs­voll­macht. Des­we­gen gab er uns durch die Tau­fe und vor allem durch die Fir­mung die Voll­macht, an sei­nem Erlö­sungs­wir­ken teil­zu­ha­ben. Die Kir­che, die Braut Chri­sti, ist so sehr mit Jesus im „Leib Chri­sti“ zu einer Ein­heit ver­bun­den, dass wir auch an sei­nen gött­li­chen Voll­mach­ten Anteil erhal­ten haben, ohne selbst Gott zu sein. Wir kön­nen also Süh­ne für ande­re lei­sten, weil Gott uns dazu die Voll­macht geschenkt hat. Vie­le Chri­sten machen von die­ser Voll­macht kei­nen Gebrauch, wes­halb vie­le Men­schen ver­lo­ren gehen (Fati­ma!). Es wird zu wenig für ande­re gebe­tet und geop­fert.
      Nicht nur beim Titel „Mit­erlö­se­rin“ gibt es Ver­ständ­nis­pro­ble­me, son­dern auch beim Titel „Got­tes­ge­bä­re­rin“ (Dog­ma von Ephe­sus 431). Wie kann Maria als Mensch denn Gott gebä­ren, von dem sie erschaf­fen wur­de? Die­ses Dog­ma ist eigent­lich ein chri­sto­lo­gi­sches Dog­ma. Es will erklä­ren, dass Jesus wah­rer Mensch und wah­rer Gott ist, und zwar unver­mischt (Jesus ist nicht halb Gott und halb Mensch) und unge­trennt: Maria hat nicht nur den Men­schen Jesus gebo­ren, son­dern Jesus war immer zugleich auch Gott, auch bei der Geburt oder am Kreuz.
      Eben­so ist der Titel „Mit­erlö­se­rin“ eigent­lich ein chri­sto­lo­gi­scher Titel. Er erklärt dies­mal nicht die Bezie­hung zwi­schen der gött­li­chen und der mensch­li­chen Natur in der einen Per­son Chri­stus, son­dern er erklärt die Bezie­hung zwi­schen Chri­stus und sei­ner Braut, der hei­li­gen, katho­li­schen Kir­che:
      „Einer ord­ne sich dem ande­ren unter in der gemein­sa­men Furcht Chri­sti! Ihr Frau­en euren Män­nern wie dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau wie auch Chri­stus das Haupt der Kir­che ist. Er selbst ist der Ret­ter des Lei­bes. Wie aber die Kir­che sich Chri­stus unter­ord­net, so sol­len sich auch die Frau­en in allem den Män­nern unter­ord­nen. Ihr Män­ner, liebt eure Frau­en, wie auch Chri­stus die Kir­che geliebt und sich für sie hin­ge­ge­ben hat, um sie zu hei­li­gen, da er sie gerei­nigt hat durch das Was­ser­bad im Wort! So will er die Kir­che herr­lich vor sich hin­stel­len, ohne Flecken oder Fal­ten oder ande­re Feh­ler; hei­lig soll sie sein und makel­los. Dar­um sind die Män­ner ver­pflich­tet, ihre Frau­en so zu lie­ben wie ihren eige­nen Leib. Wer sei­ne Frau liebt, liebt sich selbst. Kei­ner hat je sei­nen eige­nen Leib gehasst, son­dern er nährt und pflegt ihn, wie auch Chri­stus die Kir­che. Denn wir sind Glie­der sei­nes Lei­bes. Dar­um wird der Mann Vater und Mut­ter ver­las­sen und sich an sei­ne Frau bin­den und die zwei wer­den ein Fleisch sein. Dies ist ein tie­fes Geheim­nis; ich bezie­he es auf Chri­stus und die Kir­che. Indes­sen sollt auch ihr, jeder Ein­zel­ne, sei­ne Frau lie­ben wie sich selbst, die Frau aber ehre ihren Mann.“ Eph 5, 21–33)
      Hier erklärt der Hl. Pau­lus nicht nur das Geheim­nis der Braut­schaft und das Ver­hält­nis zwi­schen Mann und Frau, son­dern ana­log dazu auch das Geheim­nis der Braut Chri­sti, der Kir­che, und das Ver­hält­nis zwi­schen Chri­stus und der Kir­che. Die Getauf­ten sind Glie­der des einen Lei­bes Chri­sti und zwar unver­mischt (wir wer­den nicht Gott) und unge­trennt, d.h. wenn wir mit Chri­stus in der Tau­fe gestor­ben und auf­er­stan­den sind, sind wir nicht nur Glie­der an dem einen Leib Chri­sti, son­dern wir erhal­ten auch Anteil an sei­nen gött­li­chen Voll­mach­ten: wir sind gehei­ligt und gerei­nigt. Somit kön­nen wir stell­ver­tre­tend für ande­re Süh­ne lei­sten und wir­ken am Erlö­sungs­ge­sche­hen Chri­sti mit. Die­se von Gott ver­lie­he­ne Voll­macht hat Maria in ganz beson­de­rer Wei­se gelebt und kann somit zurecht „Mit­erlö­se­rin, Gna­den­ver­mitt­le­rin und Für­spre­che­rin“ genannt wer­den.

  2. Erz­bi­schof Viga­no scheint voll­um­fäng­lich auf­ge­wacht zu sein.

    Ein Hin­weis für alle, die noch nicht auf­ge­wacht sein soll­ten und immer noch Kom­pro­mis­se mit der Kon­zils­kir­che machen zu kön­nen glau­ben, ohne dabei selbst den Glau­ben zu ver­lie­ren, sei­en die Schrif­ten von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re wärm­stens emp­foh­len.

    Der Sar­to-Ver­lag bie­tet die­sel­ben an. Ein­fach unter dem Fen­ster links unter Suchen den Begriff ‚Lef­eb­v­re‘ ein­ge­ben — und man stößt auf eine Fül­le von Schrif­ten.

    Dazu soll­te man sich die Enzykli­ca Pas­cen­di von Pius X. aus dem Jah­re 1907 durch­le­sen.

    Dar­in steht im Grun­de alles, was wir heu­te erle­ben.

    Lei­der muss­te Erz­bi­schof Viga­no erst per­sön­lich den Biss der Schlan­ge spü­ren, bis er end­lich auf­ge­wacht ist.

    Lei­der scheint er auch jetzt noch nicht ganz ver­stan­den zu haben, dass sich Johan­nes Paul II. und Bene­dikt in schwe­ren Irr­tü­mern befan­den, was die Adap­ti­on und Umset­zung des II. Vati­ka­nums für die Kir­che wirk­lich bedeu­te­te.

    Ratz­in­ger hielt es damals nicht ein­mal für nötig, Lef­eb­v­re oder der Bru­der­schaft FSSPX für die Zustel­lung des Buches von Erz­bi­schof Lef­eb­v­re „Sie haben ihn ent­thront“ zu dan­ken.

    Ratz­in­ger war immer ein will­fäh­ri­ger Ver­fech­ter des Kon­zils, kraft­los und unent­schlos­sen, selbst zutiefst infi­ziert mit dem Ungeist des Moder­nis­mus.

    Ob ‚er‘ auf­ge­wacht ist, scheint eben­falls frag­lich, ja kann mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit ver­neint wer­den. Ich den­ke, er ist eher ver­un­si­chert, ver­wirrtz und völ­lig ver­äng­stigt.

    Ich glau­be, er hat Lef­eb­v­re nie wirk­lich ver­stan­den.

    Die Zulas­sung der Alten Mes­se war am Ende wohl ein Ver­such, mit sei­nem bela­ste­ten Gewis­sen Frie­den zu schlie­ßen. Die Über­zeu­gung, was die neue Mes­se anrich­ten kann, hat ihn ratio­nal aber nie erreicht; eben weil er ein zu sehr auf Ratio­na­li­tät und diplo­ma­ti­sche Rhe­to­rik geeich­ter Geist ist.

    Er hat über einen jahr­zehn­te­lan­gen Zeit­raum an vor­der­ster Front alle Neue­run­gen, Snkre­tis­men und laten­ten Häre­si­en mit beför­tet.

    Das muss ganz klar gesagt wer­den.

    Sein Den­ken war von der hegel­schen Dia­lek­tik geprägt.

    Die Täu­schun­gen und Irrun­gen, denen wir heu­te aus­ge­setzt sind, waren wir auch unter den bei­den vor­her­ge­hen­den Pon­ti­fi­ka­ten bereits voll aus­ge­lie­fert.

    Unter Ber­go­glio tritt der Glau­bens­ab­fall nun aller­dings noch viel kla­rer zuta­ge.

  3. Notiz am Ran­de:

    Bischof Over­beck hält den Zöli­bat für ein Relikt aus ver­gan­ge­nen Zei­ten, dass end­lich abge­schafft wer­den müs­se.

    Dazu nur die Neben­in­for­ma­ti­on, die sich auf mei­nen Vor­kom­men­tar über Kar­di­nal Ratzinger/Benedikt XVI. bezieht:

    „Over­beck hat übri­gens 1989 von Kar­di­nal Joseph Ratz­in­ger 1989 die Prie­ster­wei­he emp­fan­gen und wur­de spä­ter von Bene­dikt XVI. zum Weih­bi­schof in Mün­ster ernannt. Nach der Wahl von Fran­zis­kus hat Over­beck immer mehr sei­ne katho­li­schen Posi­tio­nen auf­ge­ben, er gilt bei Beob­ach­tern inzwi­schen als einer der größ­ten Wen­de­häl­se in der katho­li­schen Kir­che Deutsch­lands.“

    Die Phi­lo­so­phie und das Glau­ben über­trägt sich bei der Hand­auf­le­gung in der Wei­he der Prie­ster — über die Inten­ti­on — vom Wei­hen­den auf den Wei­he­kan­di­da­ten.

    Ratz­in­ger war ein in sich zer­ris­se­ner Moder­nist, der nicht die Trag­wei­te moder­ni­sti­schen Den­kens erfasst hat.

    Mate­rie, Form und Inten­ti­on gehö­ren bei allen Sakra­men­ten zusam­men.

    Wir ern­ten heu­te die Aus­ufe­run­gen einer Her­me­neu­tik des Bru­ches des II. Vati­ka­nums. Es wur­de durch Bischö­fe wie Ratz­in­ger, u.a. das tra­diert, was wir heu­te an Früch­ten sehen.

    Wobei man natür­lich fai­rer­wei­se sagen muss, dass Ratz­in­ger nicht von der schlimm­sten Sor­te war,aber dar­um doch — ohne es selbst zu sehen und zu wis­sen — am gefähr­lisch­sten, da äußer­lich kon­ser­va­tiv, in sei­nem Den­ken aber weit­ge­hend libe­ral.

  4. Nun­ti­us Viganò spricht end­lich ein­mal kla­re Wor­te aus.
    Es ist nur trau­rig zu sehen, wie mut­los ande­re sind.

    • Sehr geehr­te Frau Jilek,

      mir scheint, Sie ver­ken­nen die gan­ze Trag­wei­te, mit der unter dem Schlag­wort „Geist des Kon­zils“ mit Neu­em die Leh­re revo­lu­tio­niert wur­de. Ein alter Hut von 1517 als neu­er Glau­be war plötz­lich da. Und weil er gegen das Alte war, trat auch sofort sein faschi­sti­scher Cha­rak­ter zu Tage. Ich neh­me Faschis­mus weni­ger als Ideo­lo­gie wahr, son­dern als das Ver­hal­ten aller Ideo­lo­gen. Und das trat eben auch in der Kir­che auf.
      Der Rhein floß nicht nur in den Tiber, son­dern lei­der auch in den Rio de la Pla­ta.

      Fast alles was Nun­ti­us Viganó schreibt, war mir schon Bedrückung genug. Aber daß das Ver­hal­ten unse­res Pap­stes auch noch Täu­schung und gegen die Mut­ter­got­tes gerich­tet ist, konn­te ich mir nicht vor­stel­len.

      Es geht auf die End­zeit zu.

  5. Man muss Msgr. Viganò wirk­lich dank­bar sein für sei­ne Ankla­ge — end­lich, end­lich ein­mal ein Bischof, der den Mut hat, die Wahr­heit rela­tiv unge­schmä­lert und deut­lich aus­zu­spre­chen. Sein Appell zeugt von Geist und Lie­be! Eini­ge sei­ner kon­ser­va­ti­ven Kol­le­gen, Bur­ke und Schnei­der ein­ge­schlos­sen, sagen Wah­res, ver­schwei­gen dabei aber einen Teil oder bie­gen ihn brav zurecht. Viganò schreckt sogar davor nicht zurück, das II. Vati­ka­num zu bela­sten — end­lich ein­mal einer, der der Wahr­heit die Ehre gibt!

    Sehr bezeich­nend und erschreckend zugleich, dass ein sol­cher Mann sei­nen Auf­ent­halts­ort geheim hal­ten muss!

    Von Geist und Lie­be zeu­gen­de Ankla­gen wie die­se wären es, die man, ruhig sogar noch schär­fer und auf­rüt­teln­der, von der FSSPX erwar­ten dürf­te! Die­je­ni­gen, die zu Zei­ten Johan­nes Paul II. oder Bene­dikts sich noch der Kri­tik bedien­ten, schwei­gen heu­te zu oft, wo kein Schwei­gen sein darf, oder sie sagen die Wahr­heit nicht in der nöti­gen Klar­heit und Kraft.

    Bei allen Feh­lern, die man sei­nen Vor­gän­gern vor­wer­fen kann, zwi­schen ihnen und Ber­go­glio ist kein gra­du­el­ler, son­dern ein qua­li­ta­ti­ver Unter­schied, und gera­de vor Ber­go­glio zu kuschen (oder nicht zu rea­li­sie­ren, mit wem man es zu tun hat), wo man gegen­über sei­nen Vor­gän­gern doch noch muti­ger war, ist ein schrei­en­der Miss­klang.

  6. Kla­re Wor­te von Erz­bi­schof Viganò, dan­ke und ich hof­fe die­se Stim­men wer­den mehr.
    Ent­täu­schend, wie­vie­le Geweih­te sich nicht klar äussern und sich bewusst, oder unbe­wusst, her­um­füh­ren las­sen. Es scheint nun vor allem die Zeit und Auf­ga­be der Gläu­bi­gen, unse­re Kir­che durch Gebet und Auf­op­fe­rung zu tra­gen.

    Umso erstaun­li­cher, dass z.B. im Ver­ei­nig­ten König­reich (mit nur ca. 10% Katho­li­ken) vie­len Men­schen ersicht­lich ist, dass der Papst in eine sehr welt­be­zo­ge­ne Rich­tung zielt und einer glo­ba­len Agen­da zu fol­gen scheint.
    Für alle die Eng­lisch spre­chen im bei­gefüg­ten Link erwähn­ter Arti­kel mit der Rede des Pap­stes von „den ‚posi­ti­ven‘ Ver­än­de­run­gen der Kir­che und über die Streng­gläu­bi­gen, die ein Minen­feld von Miss­ver­ständ­nis­sen und Hass erzeu­gen.“
    Der Arti­kel ist aus einer der auf­la­gen­stärk­sten Bou­le­vard­zeit­schrif­ten Eng­lands (dai­l­y­mail) und die Kom­men­ta­re dazu mit ent­spre­chend vie­len Likes haben mich posi­tiv über­rascht.

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-7816793/Pope-Francis-warns-rigid-Catholics-creating-minefield-hatred-Christmas-greeting.html

  7. Das muss man sich ein­mal vor­stel­len !
    Einer der letz­ten halb­wegs glau­bens­treu­en Prä­la­ten muss sich vor die­ser „ Kir­che“ ver­steckt hal­ten wenn er nur die Wahr­heit spricht.
    Wer sich dort noch etwas glau­bens­treu zeigt, die Wahr­heit ver­tre­ten will oder den wah­ren, über­lie­fer­ten Rosen­kranz betet wird ver­folgt.
    Das gab es in Rom seit 1.600 Jah­ren nicht mehr.
    Und immer noch begreift es eine Mas­se von Blin­den nicht, dass das seit Jahr­zehn­ten nicht mehr die von unse­rem Herr gestif­te­te
    wah­re Kir­che sein kann.
    Sie kön­nen die Gei­ster nicht mehr unter­schei­den und mer­ken nicht, dass die­se Kon­zils­kir­che vom Peters­dom bis zur klein­sten Berg­ka­pel­le
    von den Mäch­ten der Fin­ster­nis unter­wan­dert und besetzt ist.

  8. Lie­ber Kon­rad Kug­ler, sie schrei­ben: „Es geht auf die End­zeit zu“. Damit haben Sie alles aus­ge­sagt, was es der­zeit zu sagen und erken­nen gibt. Vie­les von dem . was der der­zei­ti­ge Papst sagt ist nur dann zu ver­ste­hen, wenn ihm zuge­stan­den wird, dass die­se Aus­sa­ge auch in der Ter­mi­no­lo­gie des Chri­stus­ver­leug­ners pas­send ist. Pri­mär rich­tet sich die Ter­mi­no­lo­gie gegen die Got­tes­mut­ter und unse­re Mut­ter. Sie wird- wie Kar­di­nal Viga­no schreibt- zur „Nach­ba­rin von neben­an“ deklas­siert und zur flüch­ten­den Migrantin“.Bergoglio inkul­turiert die Pachamama´s oder genau­er die toten Göt­zen zur Ver­eh­rung. All die­ses erscheint die Vor­be­rei­tung der End­zeit. Wie Johan­nes einst Chri­stus den Wg ebne­te, so ent­steht der Ein­druck, dass Ber­go­glio dem Anti­chri­sten den Weg ebnet und die Ber­ge abträgt.

  9. „Seit mehr als sechs Jah­ren wer­den wir von einem fal­schen Lehr­amt ver­gif­tet“
    Wer den Angriff Luzi­fers auf sechs Jah­re beschränkt ist ziem­lich naiv.
    Wenn der Schlan­ge der Kopf zer­tre­ten wird wer­den die mei­sten Katho­li­ken nicht mehr in der Lage sein Bar­a­bas von ihrem Gott zu unter­schei­den. Über 2000 Jah­re Krieg gegen die „Una Sanc­ta Katho­li­ca“ und sie lebt immer noch. Aber sie muß selbst­ver­ständ­lich auch an das Kreuz gehen und von die­ser Welt ver­ur­teilt wer­den denn alles ande­re wäre ihr nicht wür­dig. Es gibt für einen gläu­bi­gen Katho­li­ken über­haupt kei­nen Grund zur Unru­he, es sei denn das er die paar Jah­re die er auf die­ser Welt hat für ihn über alles gehen und er sich Sor­gen macht um sie. Was hat den die Mut­ter Got­tes von La Salet­te eigent­lich gesagt. Hat sie von uns ver­langt das wir über die­sen Papst und sei­nen Knech­ten in Jubel­stür­me aus­bre­chen sol­len oder hat sie ganz was ande­res gesagt. Macht euch kei­ne Sor­gen denn alle Bischofs­kon­fe­ren­zen die­ser Welt sind nur ein Hau­fen Schrott vor den Füßen der Köni­gin des Him­mels.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  10. Shu­ca, Sie schrei­ben, wer den Angriff Luzi­fers auf sechs Jah­re beschränkt ist ziem­lich naiv, damit haben Sie pri­mär ein­mal recht. Aber Sie und wir müs­sen auch berück­sich­ti­gen, dass inner­halb eine Schlacht ver­schie­de­ne For­ma­tio­nen zum Ein­satz kom­men und dass eine Schlacht aus meh­re­ren Etap­pen mit unter­schied­li­chen Etap­pen­sie­gen besteht. Kon­kret kann ich mich unter Berück­sich­ti­gung der Fak­ten des Ein­druckes nicht erweh­ren, dass wir vor der End­schlacht ste­hen. Alles spricht gegen uns, unse­re Rei­hen sind mit Ver­rä­tern ange­füllt. Es herrscht höch­ste, noch nie beob­ach­te­te Ver­wir­rung. Uns bleibt nur eine Hoff­nung: Unter den­sel­ben Bedin­gun­gen hat vor über zwei­tau­send Jah­ren unser Feld­herr, Jesus Chri­stus, am Kreuz den Sieg davon­ge­tra­gen.

  11. @ Hans 2
    „Kon­kret kann ich mich unter Berück­sich­ti­gung der Fak­ten des Ein­druckes nicht erweh­ren, dass wir vor der End­schlacht ste­hen.“
    Nichts spricht dage­gen. „Ver­wir­rung?“ Der und die Wöl­fe im Schafs­pelz wol­len uns einen fal­schen Jesus Chri­stus andre­hen und wir Katho­li­ken brau­chen alle Kräf­te des Him­mels um auf ihr Gejau­le nicht her­ein­zu­fal­len. Ich bin der festen Über­zeu­gung das der Rosen­kranz das schärf­ste Schwert ist was wir haben.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  12. Gera­de jetzt ist dem Göt­zen­tum des Pach­a­ma­ma­kul­tes die Mit­erlö­ser­schaft Mari­ens gegen­über­zu­stel­len.
    Die Erlö­sung ist ein Gna­den­akt, der das wil­lent­li­che Ein­ver­ständ­nis erst Mari­ens, und schliess­lich
    aller Men­schen ein­for­dert.

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