Papst konstituiert Sonderrat für die „Amazonisierung“ der Kirche

Die Amazonassynode und ihre Folgen



Amazonisierung der Kirche: Am Samstag konstituierte sich der von Papst Franziskus errichtete Sonderrat für den Amazonas.
Amazonisierung der Kirche: Am Samstag konstituierte sich der von Papst Franziskus errichtete Sonderrat für den Amazonas.

(Rom) Ist man von der Christianisierung der Welt ganz abgekommen? In Zeiten der „Zärtlichkeit“, von der Papst Franziskus spricht, könnte man diesen Eindruck gewinnen. Dafür kommt die „Amazonisierung“ der Kirche in Mode. Am vergangenen Samstag gab das Generalsekretariat der Bischofssynode die Konstituierung eines „Sonderrates“ bekannt.

Die Bildung dieses „Consejo Especial“ ist eine direkte Maßnahme im Gefolge der Ende Oktober zu Ende gegangenen Amazonassynode. 13 von insgesamt 16 Mitgliedern wurden  von den Synodalen gewählt, drei von Papst Franziskus ernannt.

Die Nummer Eins ist wiederum Kardinal Claudio Hummes OFM, der emeritierte Erzbischof von Sao Paulo, Vorsitzender der Amazonaskommission der Brasilianischen Bischofskonferenz und Vorsitzender des kirchlichen Netzwerks für das Amazonasgebiet REPAM.

Neben Bischöfen aus den sieben Amazonas-Anrainerstaaten fällt an siebter Stelle der emeritierte, österreichische Missionsbischof Erwin Kräutler CPPS auf. Er und Kardinal Hummes gelten als die beiden maßgeblichen Figuren hinter der Durchführung der Amazonassynode.

Die drei von Papst Franziskus ernannten Mitglieder des Sonderrates sind die Ordensfrau Laura Vicuña Pereira Manso CF, Pastoralvertreterin  der Karipuna, eines Indio-Stammes in Brasilien; Patricia Gualinga, Vertreterin zur Verteidigung der Menschenrechte der Kichwa von Sarayacu in Ecuador und Delio Siticonatzi Camaiteri, Angehöriger der Ashaninca in Peru.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Adelante la fe

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3 Kommentare

  1. Mit der Konstituierung eines („Pachamama“)-Sonderrates zur A.-Synode mit den beiden bewährten befreiungstheologischen Alt-68-Figuren Hummes und Kräutler, ersterer sogar vom Papst höchstpersönlich auserwählt und an die Spitze gesetzt, zeigt die eindeutigen Präferenzen Bergoglios fürs vatikanische Heidenspektakel zum einen und natürlich für die bereits im Abschlussbericht formulierte Zielrichtung der Scheinsynode insgesamt. Das wird sich erwartungsgemäß auch im nachsynodalen Schreiben des Papstes widerspiegeln, zumindest in abgeschwächter Form im Text, aber diesmal wohl eher nicht in Fußnoten-Manier. Dieser Effekt könnte nämlich schon etwas verraucht sein. Zu erwarten sind aber auf jeden Fall wieder die üblichen abgedroschenen Frömmigkeitsfloskeln.

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