Jesuit bei Gay Pride

„Er weiß, nicht befürchten zu müssen“












Der Jesuit Juan Masia Clavel nahm an der Gay Pride in Tokio teil.bei Gay Pride Tokio. Überhaupt hat er in Sachen Sexualmoral und Bioethik seine Probleme mit der kirchlichen Lehre.
Der Jesuit Juan Masia Clavel (4.v.r.) nahm an der Gay Pride in Tokio teil.bei Gay Pride Tokio. Überhaupt hat er in Sachen Sexualmoral und Bioethik seine Probleme mit der kirchlichen Lehre.

(Tokio) Der Jesuit Juan Masia Clavel nahm in Tokio an der Gay Pride teil. Er hat auch „keine Probleme“ Homo-Paare zu segnen. Zu befürchten hat er mit seinem Verhalten nichts.

P. Juan Masia Clavel ist ein Jesuit nach dem Geschmack seines US-amerikanischen Mitbruders James Martin, den Papst Franziskus zum Consultor im Vatikan ernannte, und der im August 2018 auf Anweisung Roms erstmals ein eigenes Programm für Homosexuelle und über Homosexualität anbieten durfte, und das ausgerechnet beim Weltfamilientreffen.

Masia Clavel wurde 1941 in Spanien geboren. Er trat in den Jesuitenorden ein und studierte Philosophie und Theologie. 1966 wurde er vom Orden nach Japan entstand, wo er an der Jesuitenuniversität Sophia in Tokio 1970 den Lehrstuhl für Philosophische Anthropologie erhielt. 1973 wurde er in Tokio zum Priester geweiht. In der Folge lehrte er an verschiedenen Universitäten in Spanien und Japan unterschiedliche Fächer. 1980 erhielt er an der Sophia-Universität den Lehrstuhl für Bioethik. Zugleich wurde er geistlicher Assistent der japanischen Vereinigung katholischer Ärzte.

An der Päpstlichen Universität Comillas in Madrid lehrte er von 1988 bis 1998 Philosophische Anthropologie, kehrte dann wieder auf den Lehrstuhl für Bioethik in Tokio zurück. Beide Universitäten werden vom Jesuitenorden betrieben.

2004 erhielt er an der Päpstlichen Universität Comillas den Lehrstuhl für Bioethik. Nach nur zwei Jahren wurde ihm auf Druck Roms der Lehrstuhl wieder entzogen. Grund waren seine Positionen zur Sexualmoral und zur Bioethik, die von der kirchlichen Lehre abwichen. An der Sophia-Univesität in Tokio konnte er weiterhin bis 2012 als Gastprofessor Bioethik unterrichten.

Fast 30 Jahre seiner Lebens verbrachte er bisher in Japan, wo er heute Hilfspriester in einer Pfarrei in Tokio ist. Dort ist er auch Seelsorger einer Gruppe katholischer Homosexueller. Im Gegensatz zu seinem Mitbruder James Martin nahm Masia Clavel auch aktiv in Tokio an der Gay Pride teil. Die Gay Pride ist zu einem weltweiten Spektakel der Homo-Bewegung geworden, das in zahlreichen Städten durchgeführt wird. Das Lächerlichmachen der katholischen Kirche und blasphemische Aktionen gehören zur DNA dieses Homo-Zirkusses.

Segnung eines Homo-Paares
Segnung eines Homo-Paares

Der Jesuit Masia Clavel hat aber nicht nur in Sachen Homosexualität Probleme mit der katholischen Lehre. Er sprach sich für die Euthanasie und die Abtreibung aus – natürlich „von Fall zu Fall“. Er stellte die Jungfräulichkeit der Gottesmutter Maria in Frage, weil er sich die sexuelle Abstinenz des heiligen Joseph „nicht vorstellen“ könne. Jüngst kritisierte er, daß Benedikt XVI. die Enzyklika Veritatis splendor von Johannes Paul II. bekräftigte. Diese Enzyklika, so der Jesuit, „bremse die nachkonziliare Erneuerung“.

Zur Familiensynode 2015 unterzeichnete er mit anderen einen Appell an die Synodenväter, die katholische Lehre zu Homosexualität, Abtreibung, priesterlichem Zölibat, Frauenordination und zu wiederverheirateten Geschiedene grundlegend zu ändern.

Masia Clavel sicherte sich auch einen Primat: Er ist der erste katholische Priester in Japan, der ein Homo-Paar segnete. Bei der Gay Pride trug er ein T-Shirt mit der Darstellung des Barmherzigen Jesus, von der Strahlen in den Farben der Homo-Fahne ausgehen.

„Masia weiß, auf welchem Boden er sich bewegt, und daß er nichts zu befürchten hat. Das wäre ganz anders, wenn er die kniende Mundkommunion und die unverkürzte katholische Morallehre verteidigen würde, was ihn als ‚Semi-Pelagianer‘ und ‚Essiggurkengesicht‘ zu erkennen geben würde“, so die spanische Nachrichtenseite InfoVaticana nicht ohne Sarkasmus.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

Sie lesen gern Katholisches.info? Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!





2 Kommentare

  1. Für diesen Orden hätte ich folgenden Vorschlag:
    Konversion zur FSSPX um sich dort wieder auf die Spur bringen zu lassen und wer das nicht will, die sofortige Entpflichtung und zwar bis in allerhöchste kirchliche Ämter.
    Wahrscheinlich blieben dann nur noch 1% der Mitglieder übrig, aber das heißt ja nichts!
    HL. Ignatius bitte für uns !

  2. Wie lächerlich werden die Gläubigen ,durch solche Handlungen in der Öffentlichkeit gemacht.
    Am liebsten würde man diese Kirche verlassen.
    Aber es gibt noch gute Priester und Ordensgemeinschaften, die unsere Unterstützung und das Gebet sehr dringend brauchen.
    Ja, der Fürst dieser Welt und der Zeitgeist und die Vernebelung, beherrschen unsere Welt.
    Nur wie lange noch?

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*