Papst Franziskus und die systematische Unsichtbarkeit des Gründonnerstags

Der Papst der Gesten und seine Signale

Unsichtbarer Gründonnerstag: Zum siebten Mal in Folge macht Franziskus nicht nur sich, sondern den Gründungsakt der sichtbaren Stiftung der Kirche, des Weihepriestertums und der Eucharistie unsichtbar.
Unsichtbarer Gründonnerstag: Zum siebten Mal in Folge macht Franziskus nicht nur sich, sondern den Gründungsakt der sichtbaren Stiftung der Kirche, des Weihepriestertums und der Eucharistie unsichtbar.

(Rom) Auch 2019 – im sieb­ten Jahr in Fol­ge – ent­zieht Papst Fran­zis­kus die Lit­ur­gie eines der hei­li­gen drei Tage, des Tri­du­um Pascha­le, der Öffent­lich­keit. Mehr noch, sie ver­schwin­det zur Gän­ze aus dem Kalen­der der päpst­li­chen Zele­bra­tio­nen in der Hei­li­gen Woche. Vor weni­gen Tagen wur­de er für das Jahr 2019 ver­öf­fent­licht, und wie­der klafft ohne jeden erklä­ren­den Hin­weis ein Loch, als gebe es die Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie gar nicht.

Zwei Wochen nach sei­ner Wahl im März 2013 folg­te der erste Grün­don­ners­tag sei­nes Pon­ti­fi­kats. Papst Bene­dikt XVI., hieß es damals, habe sei­nen bei­spiel­lo­sen Amts­ver­zicht nach dem Oster­ter­min gelegt, um die Wahl sei­nes Nach­fol­gers noch in der Fasten­zeit mög­lich zu machen. Auf die­se Wei­se soll­ten die resi­die­ren­den Kar­di­nä­le recht­zei­tig zum Tri­du­um sacrum in ihre Bis­tü­mer zurück­keh­ren kön­nen.

Seit sei­ner Wahl macht Papst Fran­zis­kus die Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie syste­ma­tisch unsicht­bar. Er zele­brier­te sie noch nie öffent­lich. Die hei­li­gen drei Tage bil­den eine lit­ur­gi­sche Ein­heit. In ihnen gedenkt die Kir­che der zen­tra­len Ent­wick­lung der Heils­ge­schich­te vom Letz­ten Abend­mahl bis zur Auf­er­ste­hung Jesu Chri­sti.

Fußwaschung im Jugendgefängnis 2013
Fuß­wa­schung im Jugend­ge­fäng­nis 2013

Jedem Bischof ist vor­ge­schrie­ben, das Letz­te Abend­mahl als sicht­ba­ren Grün­dungs­akt der Kir­che in sei­ner Bischofs­kir­che zu zele­brie­ren. Aus die­sem Grund ist die Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie einer der weni­gen Momen­te des Kir­chen­jah­res, die der Papst tra­di­tio­nell in der Late­ran­ba­si­li­ka zele­briert. Sie ist die römi­sche Bischofs­kir­che, nicht der Peters­dom. Sie ist die rang­höch­ste Basi­li­ka der Chri­sten­heit und trägt des­halb den Titel Omni­um urbis et orbis eccle­siar­um mater et caput, „Mut­ter und Haupt aller Kir­chen der Stadt Rom und des Erd­krei­ses“.

Doch unter Fran­zis­kus ent­schwin­det der Grün­don­ners­tag im Nebel des Gedächt­nis­ses. Statt­des­sen nützt er die Lit­ur­gie durch die exklu­si­ve Beto­nung der Fuß­wa­schung für poli­tisch kor­rek­ten Akti­vis­mus. Das mag Sozi­al­ak­ti­vi­sten freu­en, wird der Bedeu­tung des Tages aber nicht in ange­mes­se­ner Wei­se gerecht. Die Fuß­wa­schung ist ein wich­ti­ges Ele­ment, aber nicht das wich­tig­ste. Die Über­be­to­nung die­ser „sozia­len Geste“ durch Papst Fran­zis­kus wur­de auch durch die von ihm durch­ge­führt Ände­rung des Fuß­wa­schungs­ri­tu­als am Grün­don­ners­tag deut­lich. Seit 2016 kann in der gesam­ten Welt­kir­che die sym­bo­li­sche Hand­lung wäh­rend der Hei­li­gen Mes­se vom Letz­ten Abend­mahl auch an Frau­en und Mäd­chen voll­zo­gen wer­den.

Fran­zis­kus läßt sei­ne Bischofs­kir­che und sei­ne Her­de ver­waist und besucht an die­sem Tag Flücht­lings­hei­me und Gefäng­nis­se. Dafür wäre an vie­len ande­ren Tagen des Jah­res Gele­gen­heit, wes­halb es nicht ver­wun­dern kann, daß schnell der Ver­dacht auf­kam, daß dem Unsicht­bar­ma­chen der Mis­sa in coe­na Domi­ni eine tie­fe­re, ver­bor­ge­ne Absicht zugrun­de­lie­gen könn­te. Dafür spricht die Syste­ma­tik und die Bedeu­tung des­sen, was Fran­zis­kus unsicht­bar macht.

Die Lit­ur­gie der hei­li­gen drei Tage, so die über­lie­fer­te Auf­fas­sung der Kir­che, soll allen Gläu­bi­gen zugäng­lich sein. Das gilt beson­ders für die lit­ur­gi­schen Zele­bra­tio­nen des Bischofs. Nicht die Fuß­wa­schung ist das her­aus­ra­gen­de Ele­ment, son­dern die Stif­tung der Kir­che durch die Ein­set­zung des Wei­he­sa­kra­ments und des Altarsa­kra­ments. Das Prie­ster­tum und die Eucha­ri­stie sind kon­sti­tu­tiv für die Kir­che, deren gan­ze Bedeu­tung sich erst zusam­men mit den fol­gen­den Tagen bis zur Auf­er­ste­hung Jesu Chri­sti ver­voll­komm­net. Der Grün­don­ners­tag ist tra­di­tio­nell der Tag, an dem – wenn schon sonst nicht – auch über das Prie­ster­tum, sei­ne Bedeu­tung und Schön­heit, gepre­digt wird. Das sakra­men­ta­le Prie­ster­tum, das Altarsa­kra­ment und die Grün­dung der Kir­che mit den dar­aus fol­gen­den Ansprü­chen gehö­ren zu den „Hür­den“ im öku­me­ni­schen und inter­re­li­giö­sen Dia­log.

Im kom­men­den Herbst fin­det die Ama­zo­nas­syn­ode statt, bei dem der Ver­such unter­nom­men wer­den soll, Hand an das Wei­he­sa­kra­ment zu legen. Gibt es Zusam­men­hän­ge zwi­schen bei­den Ereig­nis­sen?

Der Grün­don­ners­tag unter Papst Fran­zis­kus hat es in sich. Am Grün­don­ners­tag 2018 ver­öf­fent­lich­te Euge­nio Scal­fa­ri, der athe­isti­sche Freund des Pap­stes mit frei­mau­re­ri­scher Tra­di­ti­on, das bis­her jüng­ste Inter­view mit dem Kir­chen­ober­haupt, des­sen Inhalt Kar­di­nal Ray­mond Bur­ke als „uner­träg­lich“ bezeich­ne­te.

„Daß ein bekann­ter Athe­ist den Anspruch erhebt, eine Revo­lu­ti­on in der Leh­re der katho­li­schen Kir­che zu ver­kün­den, und dabei behaup­tet, im Namen des Pap­stes zu spre­chen und die Unsterb­lich­keit der mensch­li­chen See­le und die Exi­stenz der Höl­le zu leug­nen, ist ein schwer­wie­gen­der Skan­dal.“

Unter Ausschluß der Öffentlichkeit

Kri­ti­siert wird am Ver­hal­ten von Fran­zis­kus am Grün­don­ners­tag nicht pri­mär, daß er unsicht­bar wird, son­dern daß er Wesent­li­ches unsicht­bar macht. Gera­de­zu sym­bol­träch­tig ent­zog Fran­zis­kus den Grün­don­ners­tag 2017 in der „Festung der Unsicht­ba­ren“ den Augen der Welt und der Gläu­bi­gen.

Papst Fran­zis­kus geht ger­ne ande­re Wege und läßt sich auch durch Beden­ken und Kri­tik nicht davon abbrin­gen. Die Orte, an denen er die Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie bis­her unter Aus­schluß der Öffent­lich­keit beging, zeigt sei­ne Prä­fe­ren­zen. „Aus­schluß“ meint in erster Linie unter Aus­schluß der Gläu­bi­gen :

  • 2013: Besuch im Jugend­ge­fäng­nis von Casal del Mar­mo, Rom
  • 2014: Besuch einer Behin­der­ten­ein­rich­tung, Rom
  • 2015: Besuch im Gefäng­nis von Rebibbia, Rom
  • 2016: Besuch im Flücht­lings­heim in Castel­nuo­vo di Por­to, Lati­um
  • 2017: Besuch im Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis von Palia­no, Lati­um
  • 2018: Besuch im Gefäng­nis von Regi­na Coeli, Rom
  • 2019:  Besuch    ???

2017 schrieb Katholisches.info:

„Die Mes­se am Abend des Grün­don­ners­tags ist von kon­sti­tu­ti­ver Bedeu­tung für die Kir­che und inhalt­lich von kon­zen­trier­ter Dich­te. Es wird der Fuß­wa­schung gedacht, die der Herr an den Apo­steln vor­nahm. Ein Zei­chen dafür, daß die apo­sto­li­sche Suk­zes­si­on immer ein demü­ti­ges Die­nen sein muß. Um dies zum Aus­druck zu brin­gen, wuschen Päp­ste Kar­di­nä­len und Bischö­fen die Füße, da sie ihre direk­ten Unter­ge­be­nen sind.

Das ist aber nur ein Ele­ment. Am sel­ben Abend wird vor allem der Ein­set­zung des Aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­ments durch Jesus Chri­stus gedacht und, damit untrenn­bar ver­bun­den, der Ein­set­zung des Wei­he­prie­ster­tums. Die­se dop­pel­te Ein­set­zung bil­det den Mit­tel­punkt der Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie und ist auf das Eng­ste mit der Kir­che als geweih­tem Sakral­raum ver­bun­den. Das ver­langt eigent­lich, daß die Hei­li­ge Mes­se in Cœna Domi­ni vom Ober­hir­ten mit dem gläu­bi­gen Volk in sei­ner Bischofs­kir­che zele­briert wird.

Mit ande­ren Wor­ten: Die Ein­set­zung des Wei­he­sa­kra­ments (Prie­ster­tum) und des Altarsa­kra­ments (Eucha­ri­stie) tre­ten durch den päpst­li­chen Besuch an einem unbe­kann­ten, geschlos­se­nen Ort erneut hin­ter die Geste der Fuß­wa­schung zurück, die vor allem als sozia­le Geste erscheint. Ein Aspekt, der durch den Umstand unter­stri­chen wird, daß Papst Fran­zis­kus auch Mus­li­men die Füße wusch.

Seit den Besu­chen in Gefäng­nis­sen und im Flücht­lings­heim steht auch die Fra­ge im Raum, ob Papst Fran­zis­kus Anders­gläu­bi­gen die Kom­mu­ni­on spen­de­te. Ent­spre­chen­de Anfra­gen wur­den weder vom Vati­kan noch von den Kaplä­nen der besuch­ten Ein­rich­tun­gen beant­wor­tet.

2014 rief eine Initia­ti­ve katho­li­scher Medi­en die Bischö­fe auf, an die­sem Abend ihre Kathe­dra­len nicht zu ver­las­sen, um an ande­ren Orten zu zele­brie­ren. Die Abwe­sen­heit des Bischofs von sei­ner Bischofs­kir­che sei eine ‚Ano­ma­lie‘. Die­se Initia­ti­ve muß­te aber ins Lee­re fal­len, da es der Papst selbst ist, der sei­ne Bischofs­kir­che, die Late­ran­ba­si­li­ka ver­läßt. Papst Fran­zis­kus mache die zen­tra­le Lit­ur­gie des Grün­don­ners­tags ‚unsicht­bar‘, die bis­her in der Late­ran­ba­si­li­ka allen Gläu­bi­gen offen­stand und im Fern­se­hen über­tra­gen wur­de.“

Die Fra­ge der Kom­mu­ni­ons­pen­dung an Nicht-Katho­li­ken, ja sogar an Nicht-Chri­sten steht unver­min­dert im Raum. Ihre Nicht-Beant­wor­tung läßt die Mut­ma­ßung fast zur Gewiß­heit wer­den. Damit wäre es Papst Fran­zis­kus selbst, der die Tür nicht nur zur Inter­kom­mu­ni­on, son­dern zur „Kom­mu­ni­on für alle“ auf­ge­sto­ßen hät­te.

Nicht anders zwei­fel­haft ver­hält es sich mit den Fuß­wa­schun­gen für Ange­hö­ri­ge frem­der Reli­gio­nen, wie sie kon­kret vom Papst an Mus­li­men prak­ti­ziert wur­de. Das wider­spricht nicht nur der eigent­li­chen Inten­ti­on die­ser Geste, son­dern ermög­lich­te Bil­der, die als unter­wür­fi­ge Hal­tung des vor Mus­li­men knien­den und ihre Füße küs­sen­den Kir­chen­ober­haupts gegen­über dem Islam aus­ge­legt wer­den könn­ten. Gläu­bi­ge Katho­li­ken set­zen sol­che Bil­der zudem in Rela­ti­on zur Wei­ge­rung des Pap­stes, in der Mes­se vor dem anbe­tend vor dem Aller­hei­lig­sten nie­der­zu­knien.

Wer Frie­den nur als Men­schen­werk sieht, wird dem Papst viel­leicht applau­die­ren. Wer weiß, daß Chri­stus der Frie­dens­fürst ist, und wah­rer Frie­den nur von ihm kom­men kann, wird sich seit Jah­ren erstaunt die Augen rei­ben.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va (Screen­shot)

4 Kommentare

  1. Eini­ge Gedan­ken (und ‑Erin­ne­run­gen) dazu bzw. zur Zeit in der wir leben:

    Anna Katha­ri­na Emme­rich spricht in einer ihrer Visio­nen über die Zukunft der Kir­che ein­mal davon, dass es eine Zeit geben wer­de in der es zwei Päp­ste (gleich­zei­tig) geben wird. Der eine Papst sei der wah­re Papst; hin­ter ihm stün­de nur ein klei­ner Teil der Gläu­bi­gen (die wah­re Kir­che, die Rest­kir­che). Hin­ter dem ande­ren stün­de der größ­te Teil der Gläu­bi­gen (bes­ser: der katho­lisch Getauf­ten); er wür­de die ‚After­kir­che‘ bzw. die ‚Men­schen­mach­werks­kir­che‘ anfüh­ren.

    Vie­le Jah­re schon ken­ne ich die­se Aus­sa­gen (sinn­ge­mäss wie­der gege­ben), aber erst in neue­ster Zeit fan­ge ich an richtig(er) zu ver­ste­hen. Es ist erschüt­ternd, wie sich das kirch­li­che Leben seit dem II. Vati­ka­num zuneh­mend zu einer ‚Men­schen­mach­werks­kir­che‘ ver­än­dert hat. Da seit Jahr­zehn­ten all­ge­mein nicht mehr gebeich­tet wird, ist die Ent­wick­lung aller­dings über­haupt nicht ver­wun­der­lich. Denn wo die Demut fehlt, kann kei­ne Wahr­heit mehr erkannt wer­den; nicht ein­mal mehr gesucht wer­den, da Jesus Chri­stus und sei­ne Mut­ter nicht mehr so erkannt wer­den wie sie wirk­lich sind: Demü­tig und vol­ler Lie­be zu den Men­schen; und eigent­lich unse­re Vor­bil­der (trotz unse­rer Erb­sünd­lich­keit und Schwach­heit).

    Seit Jahr­zehn­ten wur­den Unbe­ru­fe­ne für das Prie­ster­tum rekru­tiert und zu Prie­stern geweiht; da waren doch sicher auch vie­le Homo­se­xu­el­le dabei (Bsp.: McCarrick u. a.). Die (Rosen­kranz-) Fröm­mig­keit der anschei­nend beru­fe­nen Prie­ster­amt­skan­di­ta­ten wur­de oft lächer­lich gemacht. Der intel­lek­tu­el­le Kan­di­dat war gefragt, nicht so sehr der from­me. So konn­te der Stolz (der Dämo­nen) immer mehr Platz grei­fen in der Kir­che, beson­ders in der deut­schen Kir­che. Das die Kir­che der mysti­sche Leib und über­na­tür­lich ist, wur­de zuneh­men nach dem II, Vati­ka­num ver­ges­sen bzw. unter­drückt. Die Frei­mau­re­rei hat über­all — über den Unter­grund und uner­kannt — gan­ze Arbeit gelei­stet.

    Im Übri­gen: Auch die Welt ver­än­dert sich in dem Maß, wie die Chri­sten kein Salz der Erde mehr sind … (kei­ne demü­tig umkeh­ren­den, kei­ne Rosen­kranz­be­ter, kei­ne Anbe­ter, kei­ne Got­tes- und Mari­en­ver­eh­rer; wenn sie fast nur sich sel­ber suchen kön­nen sie auch nur sich sel­ber fin­den … )
    Die lie­be Got­tes­mut­ter hat uns ein (ein­fa­ches und wun­der­ba­res) Hilfs­mit­tel — für alle Fäl­le — an die Hand gege­ben: Beten des täg­li­chen hei­li­gen Rosen­kran­zes, wel­ches uns befä­higt, immer mehr Jesus und sei­ne hei­lig­ste Mut­ter und unse­ren ein­zig wah­ren Glau­ben ken­nen und lie­ben zu ler­nen; und die mysti­sche Dimen­si­on der hl. Kir­che zu ver­ste­hen: Der mysti­sche Leib Chri­sti muss genau­so lei­den wie der Herr selbst. — Leben wir nicht genau in der Zeit seit bzw. nach ‚Mystics Cor­po­ris‘ von Papst Pius XII.?

    Eini­ge wei­te­re Gedan­ken: An man­chen Zei­chen des Ver­hal­tens vom Ber­go­glio-Papst kön­nen wir viel­leicht erken­nen, dass er sel­ber wis­sen könn­te, dass er kein kano­nisch gül­tig gewähl­ter Papst ist. Denn wenn er es wäre, wür­de er es m. E. nicht unter­las­sen, dem Herrn im hlst. Sakra­ment beim hl. Mess­op­fer die Ehre mit Knie­beu­gen zu geben. Auch wür­de er m. E. ein­deu­ti­ger für die wah­re Leh­re der Kir­che ein­tre­ten (sh. die Dubai und Amors Lae­ti­tia etc.). Auch wür­de er sich den (Papst-/Bischofs-)Ring küs­sen las­sen.
    Soll­te durch ihn — in unse­rer Zeit — jetzt gera­de der Judas-Ver­rat an der Kir­che voll­zo­gen wer­den? Ist er viel­leicht sogar der fal­sche Pro­phet aus der Apo­ka­lyp­se im 13. Kapi­tel? Und hat Maria in Fati­ma immer den 13. als Monats­da­tum gewählt, um geheim­nis­voll auch auf das 13. Kapi­tel im Johan­nes-Evan­ge­li­um (auf die Fuss­wa­schung) hin­zu­wei­sen und eben­so geheim­nis­voll auf das 13. Kapi­tel der Apo­ka­lyp­se, die sich erst in der Zeit ihrer Erfül­lung auf­schlüs­seln wird?

    Kann es viel­leicht sogar so sein, dass Papst Bene­dikt XXI. die letz­te Grün­don­ners­tags-Papst-Mes­se der hl. Kir­che gefei­ert hat? Und dass jetzt die Gefan­gen­nah­me Jesu und die Gei­sse­lung und Dor­nen­krö­nung voll­zo­gen wur­den oder wer­den? Steht der Mysti­sche Leib Jesu Chri­sti gera­de vor sei­nem Kreuz­weg und sei­ner Hinop­fe­rung am Kreuz?

    Darf ich hier noch eini­ge Zita­te aus der Zeit­schrift Visi­on 2000 (2/2019) über bzw. von Erz­bi­schof Ful­ton Sheen (1895–1979) zu unse­rer Zeit brin­gen?:
    „Wir ste­hen am Ende der Chri­sten­heit“ sag­te der Erz­bi­schof Ful­ton Sheen wäh­rend eines Vor­trags im Jahr 1947. Er mach­te aller­dings klar, dass er mit Chri­sten­heit nicht die Kir­che mein­te, und sag­te: „Chri­sten­tum ist das von christ­li­chen Prin­zi­pi­en inspi­rier­te öko­no­mi­sche, poli­ti­sche, sozia­le Leben. Das geht zu Ende — es liegt im Ster­ben, wie wir sehen. Ein Blick auf die Sym­pto­me: die Auf­lö­sung der Fami­lie, Schei­dung, Abtrei­bung, Unmo­ral, all­ge­mei­ne Ver­lo­gen­heit.“
    Schon damals sah er das in einer Radio­sen­dung am 26. Jän­ner 1947 pro­phe­tisch vor­aus und warn­te. „War­um mer­ken so weni­ge den Ernst der gegen­wär­ti­gen Kri­se?“ frag­te er vor 72 Jah­ren. Und gab dar­auf selbst die Ant­wort: „Zum Teil weil die Men­schen es ein­fach nicht glau­ben wol­len, dass sie in bösen Zei­ten leben, zum Teil weil dies mit zu viel Selbst­an­kla­ge ver­bun­den wäre, vor allem aber, weil sie kei­nen von außen gege­be­nen Maß­stab haben, mit dem sie ihre Zeit beur­tei­len kön­nen … Nur wer aus dem Glau­ben lebt, ver­steht, was wirk­lich in der Welt geschieht. Die brei­te glau­bens­lo­se Mas­se wird sich der zer­stö­re­ri­schen Pro­zes­se, die statt­fin­den, nicht bewußt.“

    Und: „Sheen sag­te den Katho­li­ken, Juden und Pro­te­stan­ten: „die Welt dient unse­ren See­len mit einer Furcht gebie­ten­den Auf­for­de­rung — der Auf­for­de­rung zu heroi­schen Anstren­gun­gen zur Ver­gei­sti­gung. Die Katho­li­ken sol­len ihren Glau­ben auf­po­lie­ren, daheim ein Kreuz auf­hän­gen, um sich dar­an zur erin­nern, dass wir ein Kreuz zu tra­gen haben. Jeden Abend die Fami­lie ver­sam­meln, um Rosen­kranz zu beten, um gemein­sam für die Welt ein­zu­tre­ten. Geht täg­lich in die Mes­se, damit der Geist der Lie­be und des Opfers euer Berufs­le­ben, eure Begeg­nun­gen, eure Akti­vi­tä­ten befruch­te. Heroi­sche See­len könn­ten täg­lich eine Anbe­tungs­stun­de vor dem Aller­hei­lig­sten hal­ten, vor allem in Pfar­rern, in denen das Buss­ge­bet und die Buße wach ist.“
    Alle mahn­te Sheen zu beten. „Die Mäch­te des Bösen sind unter­ein­an­der ver­bün­det, die Kräf­te des Guten nicht eins; wenn wir uns schon nicht in der­sel­ben Kir­chen­bank zusam­men­fin­den — gäbe Gott, wir täten es — , so doch wenig­stens auf den Knien.“
    Seen ergänz­te das durch Hin­wei­se für unser gei­sti­ges und ewi­ges Heil. „Wer Glau­be hat, soll­te sich bemü­hen, im Stan­de der Gna­de zu blei­ben — und wem bei­des fehlt, soll­te her­aus­fin­den, was bei­des bedeu­tet. Denn in den kom­men­den Zei­ten wird es nur ein Mit­tel geben, unse­re Knie am Schlot­tern zu hin­dern, näm­lich, in die Knie zu gehen und zu beten. Die wich­tig­ste Auf­ga­be in der Welt ist dei­ne See­le, denn um sie tobt der Kampf.“

    Gemäß der Fati­ma-Bot­schaf­ten sucht die Got­tes­mut­ter stän­dig umkehr­be­rei­te Rosen­kranz beten­de Chri­sten, die stell­ver­tre­tend beten und opfern, damit mög­lichst vie­le See­len geret­tet wer­den

    Wür­den wir doch nur auf unse­re Lie­be Frau von Fati­ma hören, wir könn­ten durch vie­le Rosen­kranz­ge­be­te die schwe­ren Zei­ten, die sich gera­de erfül­len, ein wenig mil­dern …

    Gelobt sei Jesus Chri­stus!
    Den Segen Got­tes, den Schutz der lie­be Got­tes­mut­ter Maria und die beson­de­re Für­sor­ge des hl. Joseph wün­sche ich allen Lesern und Betern hier und …

    Im täg­li­chen (Rosenkranz-)Gebet und im Besuch der hl. Mes­se mit Ihnen allen im wah­ren Glau­ben ver­bun­den: C. E.

  2. Das ist dann wohl so etwas wie eine radi­ka­le Umwid­mung des Grün­don­ners­ta­ges zugun­sten von Rand­grup­pen und sei­ne Redu­zie­rung auf die Fuß­wa­schung. Fran­zis­kus wird wis­sen, was er tut. Und er schafft ein­mal mehr leicht Ori­en­tie­rung, auf was wir mehr ach­ten müs­sen. Damit mei­ne ich natür­lich nicht, was er tut, son­dern was er mei­det.

  3. Kei­ne Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie in Rom kei­ne Fron­leich­nams­fei­er im Zen­trum Roms .Kei­ne Knie­beu­ge vor dem Aller­hei­lig­sten . Der Kampf gegen den über­lie­fer­ten Ritus. Die Rela­ti­vie­rung des Ehe­sa­kra­ments. Die­ses Pon­ti­fi­kat ist ein Desa­ster.

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