Papst ändert Fußwaschungsritual am Gründonnerstag

(Rom) Papst Fran­zis­kus ändert das Fuß­wa­schungs­ri­tu­al am Grün­don­ners­tag. Künf­tig kann in der gesam­ten Welt­kir­che die sym­bo­li­sche Hand­lung wäh­rend der Hei­li­gen Mes­se vom Letz­ten Abend­mahl auch an Frau­en und Mäd­chen voll­zo­gen wer­den.

Die Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on erließ „auf Wunsch des Pap­stes“ ein ent­spre­chen­des Dekret. Datiert ist es vom 6. Janu­ar, dem Drei­kö­nigs­fest, und gilt bereits für den kom­men­den Grün­don­ners­tag, den 24. März 2016.

Papst Fran­zis­kus hat­te bereits an allen drei Grün­don­ners­ta­gen sei­nes bis­he­ri­gen Pon­ti­fi­kats Aus­nah­men zur bis­he­ri­gen Rege­lung prak­ti­ziert. Auch sol­che, die über die „Ver­bes­se­rung“ hin­aus­ge­hen, die von ihm nun vor­ge­nom­men wur­de. Er wusch nicht nur Frau­en und Mäd­chen die Füße, wie er es nun erlaub­te, son­dern auch Anders­gläu­bi­gen, wie es wei­ter­hin unter­sagt bleibt. So hat­te er es bereits als Erz­bi­schof von Bue­nos Aires prak­ti­ziert.

Überbetonung von einem Aspekt des Gründonnerstags?

Über­haupt hielt sich der Papst bis­her am Grün­don­ners­tag kaum an die Tra­di­ti­on. Die­se sieht vor, daß das katho­li­sche Kir­chen­ober­haupt die Hei­li­ge Mes­se vom Letz­ten Abend­mahl, einer von weni­gen Ter­mi­nen, in sei­ner Bischofs­kir­che, der Late­ran­ba­si­li­ka, zele­briert. Die Fuß­wa­schung ist nur ein Aspekt der Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie und gilt kei­nes­wegs als der wich­tig­ste, aber als kom­ple­men­tär zu den ande­ren. Chri­stus setz­te beim Letz­ten Abend­mahl zwei Sakra­men­te ein, das Altarsa­kra­ment und das Wei­he­sa­kra­ment. Kri­ti­ker wer­fen Papst Fran­zis­kus vor, bei­de kon­sti­tu­ti­ven Ele­men­te der Kir­che in den Schat­ten zu stel­len, indem er sich, wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gesche­hen, der öffent­li­chen Zele­bra­ti­on ent­zieht und unter Aus­schluß der ihm anver­trau­ten Kir­che in Gefäng­nis­sen, Behin­der­ten- und Migran­ten­ein­rich­tun­gen zele­brier­te. Ein­rich­tun­gen, die auch an ande­ren Momen­ten des Jah­res besucht wer­den könn­ten.

Die Fuß­wa­schung wird auf das Prie­ster­tum bezo­gen, wes­halb sie die Päp­ste dem Vor­bild Jesu fol­gend an zwölf Prie­stern, meist Kar­di­nä­le und Bischö­fe, in Ver­tre­tung der zwölf Apo­stel voll­zo­gen. Das Geschlecht spielt daher kei­ne unbe­deu­ten­de Rol­le. Es ist ein Gestus des Die­nens und der Demut. Sie wur­de hier­ar­chisch an den jeweils eng­sten Unter­ge­be­nen voll­zo­gen, wie es Chri­stus tat. Dar­in kommt zum Aus­druck, daß es grö­ße­rer Demut bedür­fe, den direk­ten Unter­ge­be­nen und Mit­ar­bei­tern die Füße zu waschen, mit denen man stän­dig zu tun hat, als irgend­wel­chen Fer­nen, mit denen man sonst nicht mehr in Berüh­rung kommt.

„Volle Bedeutung des Gestus zum Ausdruck“ bringen

Fak­tisch war es bereits bis­her an vie­len Orten so, daß die Bischö­fe in ihren Kathe­dra­len am Grün­don­ners­tag nicht nur Prie­stern, son­dern auch männ­li­chen Lai­en die Füße wuschen. Neu­er­dings wird die Fuß­wa­schung ver­mehrt zu Signal­wir­kun­gen mit tages­ak­tu­el­lem Bezug genützt, etwa wenn ein Bischof Flücht­lin­gen und Flücht­lings­hel­fern die Füße wäscht, oder Papst Fran­zis­kus die Grün­don­ners­ta­ge für „spek­ta­ku­lä­re“ Fuß­wa­schun­gen nütz­te. Damit wur­de eine Erwar­tungs­hal­tung geschaf­fen, die nicht nur die Medi­en betrifft, son­dern eine spek­ta­ku­lä­re und sozia­le, wenn nicht gar sozi­al­po­li­ti­sche Kom­po­nen­te hat, die von der geist­li­chen Dimen­si­on ablen­ke, wie Kri­ti­ker mei­nen.

In einem Brief an den Prä­fek­ten der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on erläu­ter­te Fran­zis­kus die Grün­de für die Ände­rung des Ritu­als. Er habe schon län­ger dar­über nach­ge­dacht, schon als er Kar­di­nal gewe­sen sei, heißt es dar­in. Er wol­le die Anwen­dung des Ritu­als „ver­bes­sern“, damit die „vol­le Bedeu­tung des Gestus, den Jesus beim Letz­ten Abend­mahl setz­te, sei­ne Selbst­hin­ga­be ‚bis zum Tod‘ zum Heil der Welt, sei­ne gren­zen­lo­se Lie­be‘, bes­ser zum Aus­druck kom­me.

Nach „sorg­fäl­ti­ger Abwä­gung“ habe er sei­nen Ent­schluß gefaßt, die Rubri­ken des römi­schen Meß­bu­ches zu ändern. „Ich ord­ne an, daß die Rubrik modi­fi­ziert wird, […] sodaß von nun an die Hir­ten der Kir­che die Teil­neh­mer an dem Ritu­al unter allen Glie­dern des Got­tes­vol­kes aus­wäh­len kön­nen“. Anders­gläu­bi­ge blei­ben damit auch wei­ter­hin aus­ge­schlos­sen. Zumin­dest offi­zi­ell. Der Papst ist natür­lich der Papst.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

 

86 Kommentare

  1. Der Papst scheint die Kir­che zunächst auf das Frau­en­prie­ster­tum, dann aber auf die Abschaf­fung des Amtsprie­ster­tums vor­zu­be­rei­ten

    • Inter­es­siert mich eigent­lich gar nicht. De fac­to ist Novus Ordo Aus­druck einer eige­nen, neu­en und ande­ren Kon­fes­si­on.

      Wäre nicht not­wen­dig so, wenn Bene­dikt XVI. sei­ne Her­me­neu­tik der Reform theo­re­tisch ernst­ge­nom­men und prak­tisch ver­bind­lich kon­kre­ti­siert und durch­ge­setzt hät­te.

      Hat er aber bei­des nicht. Sicher konn­te er es nicht. Viel­leicht woll­te er es aber auch gar nicht.

  2. Nun, das ist ver­mut­lich das lang erwar­te­te und von Ber­go­gli­os Busen­freund Mara­dia­ga ange­kün­dig­te „star­ke Zei­chen“ gegen die Homo-Lob­by im Vati­kan. End­lich kön­nen sich hete­ro­se­xu­el­le Fuß­fe­ti­schi­sten auch mal freu­en. Glück­wunsch, Herr Papst! Man kann die abwä­gen­de Sorg­falt und die Ent­schei­dungs­freu­de, die sich in die­sem Regie­rungs­akt Sei­ner Hei­lig­keit wider­spie­gelt wirk­lich nur bewun­dern. Und es ist gera­de­zu ein fas­zi­no­sum et tre­men­dum, wie Sei­ne Hei­lig­keit, gleich­sam mit dem Hauch Sei­nes Mun­des, die­se gewal­ti­ge Reform aus einer Lau­ne her­aus befiehlt und nun auf der gan­zen Welt alle, die sich Katho­li­ken nen­nen, Sei­nen Ein­ge­bun­gen fol­gen wer­den. Wer, außer Cali­gu­la und Iwan der Schreck­li­che, hät­te je einen sol­chen göt­ter­glei­chen Macht­wil­len beses­sen. „Und Er fühl­te, dass es gut sein müs­se. Und sie­he, es erschien Ihm gut. Ach­ter Tag.“ Berau­schend, dazu­zu­ge­hö­ren!

  3. Wenn schon „Tra­di“, dann aber rich­tig:

    Die Fuß­wa­schung am Grün­don­ners­tag hat näm­lich eine wesent­lich kom­ple­xe­re Tra­di­ti­on:

    Das öster­rei­chi­sche Kai­ser­paar wusch in einer Schau-Waschung am Grün­don­ners­tag 12 Frau­en und 12 Män­nern die Füße. Es soll­te arme alte Leu­te sein. Die Kai­se­rin wusch die 12 Frau­en, der Kai­ser die 12 Män­ner.
    Eben­so war auch in Frau­en-Klö­stern die Pra­xis zu fin­den, dass die Äbtis­sin oder Prio­rin oder Vika­rin den ande­ren Schwe­stern die Füße wusch. Den Brauch, dass der Kai­ser sich zum Die­ner der Unter­ta­nen macht, führ­te Karl V. ein. es soll­te ein Demuts­akt des welt­li­chen Herr­schers sein. Den­sel­ben Brauch über­nahm auch der Her­zog von Bay­ern.
    Die ritu­el­le Fuß­wa­schung durch den Her­zog war ein regel­rech­ter Staats­akt. In Bay­ern wur­den den 12 Frau­en nicht die Füße gewa­schen, aber sie wur­den mit schö­nen Klei­dern ver­se­hen, was das­sel­be aus­drücken soll­te.
    Sol­che Fußw­schun­gen fan­den auch in ande­ren euro­päi­schen katho­li­schen Staa­ten statt (Sppa­ni­en, Frank­reich).

    Man kann also weder sagen, dass die­ses Ritu­al „nur“ auf das Prie­ster­tum bezo­gen wur­de, noch kann man es so behan­deln, als sei es Bestand­teil des Sakra­ments der Wei­he.
    Es hat damit nicht direkt zu tun und wird bei Johan­nes auch ohne das Abend­mahl erzählt (!). Außer Johan­nes erzählt es kein Evan­ge­list.

    Die ver­eng­te kon­ser­va­ti­ve Les­art ver­zerrt m.E. den neu­te­sta­ment­li­chen UND tra­di­tio­nel­len Zusam­men­hang.

    Es ging hier nicht drum, dass nur Män­ner dabei waren, son­dern dar­um, dass der Herr sich zum Die­ner mach­te und wir es ihm nach­tun, v.a. dann, wenn wir mit Auto­ri­tät ver­se­hen sind. Dass er dies gera­de denen, die er mit Auto­ri­tät vers­heen woll­te, zuvor ein­dring­lich ein­schärf­te, führt ein­mal mehr die Bri­sanz der Hand­lung vor Augen: Es geht nicht drum, dass Geweih­te „herr­schen“ (was sie nach dem Petrus­brief aus­drück­lich nicht sol­len!), son­dern dass sie die­nen, wie der Herr gedient hat.

    Dies gilt aber auch uns ande­ren. Nie­mand soll herr­schen, aber alle sol­len die­nen. Trotz Auto­ri­tät.

    Ich fin­de es wirk­lich ver­rückt, dass kei­nem derer, die sich über F. auf­re­gen, die­ses klei­ne, aber erheb­li­che Detail auf­fällt!

    Immer wie­der wur­de anhand der Extre­me, in die Petrus an der Stel­le fällt, die Geschich­te so gedeu­tet, dass der, der ein­mal gerei­nigt wur­de, kei­ne Total­rei­ni­gung mehr braucht, außer einem Fuß­bad, was dann eher mit dem Sakra­ment der Beich­te als dem Wei­he­saka­ment zusam­men­hängt.
    Das gilt aber allen. Und inso­fern ist es auch nur logisch, dass die­ses Ritu­al über­all, auch unter Frau­en, jeweils von den Obe­ren an den Unte­ren voll­zo­gen wur­de: die Herren/bzw. Her­rin­nen wur­den zu Die­nern oder Die­ne­rin­ne, wie der Herr es vor­ge­macht hat.

    In der Mai­län­der Diö­ze­se wur­de das Ritu­al an jedem Täuf­ling voll­zo­gen — auch an jedem weib­li­chen. Ambro­si­us sah es auch logisch im Zusam­men­hang mit der Sün­den­rei­ni­gung. Und die haben alle not­wen­dig.

    F.s Ände­rung ist wohl kaum zu bean­stan­den. Das Ritu­al ist kein Dog­ma und kein „Gesetz“.
    Das ein­zi­ge, was nicht in Ord­nung ist, ist die Fuß­wa­schung an Häft­lin­gen ande­rer Reli­gi­on, die das sicher auch nicht frei zusa­gen kön­nen.

    • Jesus Chri­stus hat die Fuß­wa­schung an den zwölf Apo­steln voll­zo­gen, und das waren nun mal Män­ner, ver­ehr­te @zeitschnur. Die­se Ände­rung ist ein nicht unbe­deu­ten­der Bruch der Tra­di­ti­on.

      • Das Argu­ment ist falsch — denn dort ging es nicht um Män­ner und es wur­de in der Tra­di­ti­on auch nicht zwin­gend so auf­ge­fasst.

        Lesen Sie erst das Posting hier und das wei­ter unten — was F. da wie­der­be­lebt, IST eine der ver­schie­de­nen Fuß­wa­schungs­tra­di­tio­nen.

        Ihr Pro­blem hier — auch bei den ande­ren, die sich hyste­risch auf die­ses The­ma stür­zen — ist, dass Sie nicht wis­sen, was wirk­lich Tra­di­ti­on war im Abend­land.

        Nicht mein Pro­blem — ich woll­te das ein wenig sach­lich und histo­risch auf­ar­bei­ten, aber wol­len Sie das über­haupt wis­sen?

    • Das Ritu­al ist kein Dog­ma und kein „Gesetz“. Rich­tig, und des­we­gen wird es geän­dert, wie so vie­les ande­re auch — und zwar nicht aus irgend­wel­chen from­men Moti­ven, son­dern als Kal­kül. Man sieht das an den Früch­ten. Man kann nicht sagen „er meint es ja gut“ — er will damit kei­ne See­le bekeh­ren, oder einen Glau­bens­akt set­zen, son­dern wer gibt dem Zeit­geist nacht, der danach schreit: „Mehr Frau­en mit mehr Amt!“ Kann man nach die­ser Ände­rung erwar­ten, dass mehr Men­schen in die Kir­che strö­men?! Nein — aus der Pra­xis in unse­rer Pfar­re gibt es mehr und mehr, die dann noch aus die­sen Grün­den der Kir­che fern blei­ben: „Sie passt sich zu sehr an“ „Frau­en im Altar­be­reich, das passt doch irgend­wie nicht..! Geht es um Gott, oder geht es um irgend eine angeb­li­che „Frau­en­freundlcih­keit“? Hat das irgend etwas mit der Got­tes­lie­be zu tun? Der Kai­ser hat poli­tisch gehan­delt und das war gran­di­os! Aber im Altar­raum han­delt man Lit­ur­gisch. Und ist jetzt der böse ver­dacht, dass man mit sol­chen „abän­der­ba­ren“ „Zei­chen“ den „neu­en Weg“ der Kir­che immer mehr und mehr zemen­tie­ren möch­te. Es gibt ja auch kaum noch Buben als Mini­stran­ten und in Zukunft wird es kaum noch Män­ner geben, die sich die Füße waschen las­sen. Man ist ja höf­lich, und lässt den Frau­en den Vor­tritt! Da kann man nur noch sin­gen: ist alles nur Schi­mä­re, aber mich unter­hälts!“ Also, eine Krir­che die zur Unter­hal­tung da ist, hat mit einer Kir­che, die ihre Bestim­mung als Kor­pus Chri­sti in der Got­tes­ver­eh­rung hat, nichts mehr zu tun. Die Men­schen fei­ern sich sel­ber, wie „tole­rant“ sie sind!

      • Bloß war F. bis­lang nicht im Altar­be­reich, son­dern eben irgend­wo „an den Rän­dern“, im Knast oder so.

        Übri­gens wur­de das Ritu­al seit der Zeit, die ich back to church war (und das war unter JP II) in mei­ner Amts­kir­che auch an Frau­en voll­zo­gen — aber im Kir­chen­raum, nicht am Altar. Ich kenn das gar nicht anders.

        Ich ver­ste­he die Auf­re­gung nicht.

        Ehr­lich gesagt fin­de ich es nicht rich­tig, F. hier unlau­te­re Moti­ve zu unter­stel­len. Er hat sich in die­se Rich­tung über­haupt nicht geäu­ßert. Er sagt soviel und macht so vie­le Andeu­tun­gen, aber noch nie hin­sicht­lich eines „Frau­en­prie­ster­tums“.

        Kann man denn nicht ein­fach mal sach­lich und nüch­tern blei­ben und ohne die­se stän­di­gen Ver­leum­dun­gen aus­kom­men?

        Ihr habt hier oft mehr Angst vor den Gespen­stern in eurem Kopf als vor dem, was man wirk­lich befürch­ten soll­te.

        Und die Leu­te, die sich jetzt in ein „ero­ti­sches Zei­chen“ rein­stei­gern, soll­ten sich klar­ma­chen, dass im Zeit­al­ter von Homo und Gen­der auch das Waschen von Män­nerfü­ßen für ent­spre­chen­de Her­ren ein ganz beson­de­res Schman­kerl ist!

    • Ich habe Ihre Postings gele­sen ver­ehr­te @zeitschnur, und ich schät­ze Ihre Bei­trä­ge sehr, aber ich glau­be nicht dass es F. ging um ver­schie­de­ne Fuß­wa­schungs­tra­di­tio­nen wie­der­zu­be­le­ben; hier geht es um die Bana­li­sie­rung des Prie­ster­tums. Ich bin über­zeugt dass die Fuß­wa­schung auf das Prie­ster­tum bezo­gen wird und sein soll­te, weis natür­lich dass Sie ande­re Mei­nung sind.

      • Die Fuß­wa­schung auf das Prie­ster­tum allei­ne bezo­gen ergibt aber kei­nen Sinn — wel­chen denn, das müss­ten Sie erst mal erklä­ren…

        Sie wird nur bei Johan­nes erzählt und dort OHNE die Ein­set­zung des Abend­mahls.

        Das NT bringt sie also nicht zusam­men, und die Kir­che hat es an sich auch nicht getan. Damit wird natür­lich nicht aus­ge­schlos­sen, dass auch einer Grup­pe von Prie­stern ein­mal in einer spe­zi­el­len defi­nier­ten Situa­ti­on die Füße gewa­schen wer­den kön­nen. Es folgt dar­aus den­noch nicht, dass die­se Geste nur auf sie bezo­gen war, zumal das kei­ner­lei inne­ren Sinn hat. Ich sag­te ja schon, selbst ganz frü­he Väter wie Ambo­si­us bezo­gen das auf das Sakra­ment der Tau­fe oder auch Buße.

      • zu Eccle­sia!
        1882 wur­den mei­nem Ur-Ur-Urgroß­va­ter in Mün­chen vom Bischof die Füße gewa­schen. Damals war es üblich, dass die 12 älte­sten Män­ner Bay­ern (oder der Diö­ze­se Mün­chen, das läßt sich nicht mehr fest­stel­len) vom Bischof die Füße gewa­schen wur­den. Es gibt ein Foto im grü­nen Ruh­pol­ding Buch auf Sei­te 548. Der sit­zen­de Mann ist 96 Jah­re alt, der ste­hen­de sein Schwie­ger­sohn, der ihn beglei­te­te. Die gan­ze Fami­lie ist stolz auf ein so frü­hes Foto!

    • Doch zeit­schnur, auch die­se Ände­rung ist zu bean­stan­den. Es ist ja nicht nur der Inhalt, um den es geht, son­dern die erneu­te Mani­fe­sta­ti­on sei­nes sicher patho­lo­gi­schen Ände­rungs­zwan­ges.
      Da ist der­sel­be über­grif­fi­ge „Gestal­tungs­wil­le“ wie man ihn bei Poli­ti­kern fin­det. Das ist alles ande­re als demü­tig. Es ist hoch­mü­tig und so ist sei­ne Art ja denn auch hoch­fah­rend, wenn man ihn kri­ti­siert. Und hier wird gar eine beson­ders aus­drück­li­che Geste des Die­nens Gegen­stand per­sön­li­cher Will­kür, wird Objekt sub­jek­ti­ven Gestal­tungs­wil­lens. Das ist gro­tesk und ver­rückt.

      • Das wis­sen wir nicht, @ Kir­chen-Kater — oder haben Sie die See­len­schau für F.?

        das sind Argu­men­te ad per­so­nam.

        Ich akzep­tie­re sie nicht und will damit nichts zu tun haben — Gott allei­ne wird F. rich­ten und sein Herz erfor­schen.

        So weit dür­fen wir nicht gehen. Wir müs­sen sei­ne ein­zel­nen Hand­lun­gen und Sät­ze ad rem beur­tei­len und damit Schluss.

        Selbst ein Feind ver­dient unse­ren Respekt… wer weiß das hier noch?

      • „So weit dür­fen wir nicht gehen. Wir müs­sen sei­ne ein­zel­nen Hand­lun­gen und Sät­ze ad rem beur­tei­len und damit Schluss.“

        Sagt @zeitschnur, die in einem ande­ren Tread Dr. Ber­gers Gerüch­te über angeb­li­che homo­se­xu­el­le Akte Bene­dikt XVI. kol­por­tiert und die­se als die wah­re Ursa­che für sei­nen Amts­ver­zicht ver­mu­tet. Soviel Heu­che­lei ist sel­ten!

      • Wer­te zeit­schnur, auch die Psy­cho­lo­gie ist ein Wis­sen­schaft, beschreibt eine see­li­sche Logik. Dies erlaubt Schlüs­se und von mir aus nen­nen Sie dies See­len­schau. Ich fin­de die Per­son absto­ßend und kann sie auf kei­nen Fall respek­tie­ren. (Das ist schlimm, weil er doch auf dem Papst­thron sitzt — und die­se Ver­wun­dung bei mir muß ich sozu­sa­gen wie­der her­aus­rech­nen.) Als ich ihn das erste Mal sah, habe ich nach nicht ein­mal drei Minu­ten vie­le wesent­li­che Cha­rak­ter­zü­ge erfaßt gehabt — die sich auch bestä­tig­ten. Bei mir läuft es ja gera­de anders­her­um: Ich sehe ihn nicht als Feind, er tut mir ja nichts — nur respek­tie­ren kann ich ihn nicht. Respekt ver­dient auch kei­nes­wegs jeder­mann ein­fach so. Sie spre­chen selbst vom ver­die­nen — und ver­schen­ken dann, ja grund­le­gen die­sen all­ge­mein. Das ist Unfug.
        Und ich rich­te ihn nicht, erlau­be mir aber doch eine Beschrei­bung.
        Und eine rei­ne Beur­tei­lung ad rem ist weder sinn­voll, noch mach­bar und sie ist auch nicht katho­lisch. Gera­de katho­li­sches Den­ken kennt eine schuld­va­ri­ie­ren­de Gesin­nungs­ethik, mag die­se auch noch so recht­lich pro­ble­ma­tisch sein. Doch selbst die welt­li­che Kri­mi­na­li­stik schaut zuerst (!) nach den Moti­ven und auch nach see­li­schen Struk­tu­ren. (Die kor­rek­te und voll­stän­di­ge Sub­sum­ti­on unter kodi­fi­zier­te Tat­be­stands­merk­ma­le ist natür­lich für eine Ver­ur­tei­lung not­wen­dig. Um die geht es hier aber nicht. Hier geht es dar­um zu erfas­sen, ob er die Tat über­haupt began­gen haben könn­te. Wir ver­su­chen eine Ein­schät­zung, ob er als Täter, bei­spiels­wei­se eines Kir­chen­zer­stö­rungs­ver­su­ches, in Fra­ge kommt.) Sie argu­men­tie­ren hier gera­de­zu auti­stisch (die Asper­ger-Vari­an­te) und kön­nen — bei aller aus­ge­präg­ten ana­ly­ti­schen Befä­hi­gung -, so nicht alles erfas­sen.
        Auch dies ist jetzt ad per­so­nam und beschreibt doch nur eine Gesetz­mä­ßig­keit. Wir Men­schen sind Per­so­nen, kei­ne Robo­ter. Wir han­deln so oder so, gera­de weil wir nicht sach­lich sind. Ihre Vor­stel­lung von Sach­lich­keit scheint mir eine Schi­mä­re zu sein. Sie stellt zwar einen guten Schutz vor Sub­jek­ti­vi­tät dar und es gibt sicher eine Sach­lich­keit im Sin­ne eines Tho­mas von Aquin, der vom Wesent­li­chen spricht. Trotz­dem hat mensch­li­ches Han­deln see­li­sche Grün­de und auch oft Abgrün­de. Will man einen Men­schen ver­ste­hen, kommt man um eine For­mu­lie­rung dar­über nicht her­um. Und es gilt einen Men­schen zu ver­ste­hen, will man auf ihn ange­mes­sen und gut reagie­ren kön­nen. Der Mensch ist kein Soli­tär, sonst wür­den wir hier gar nicht mit­ein­an­der strei­ten. Und Sie wer­den ganz sicher nicht bestrei­ten, daß man auf einen Papst wie die­sen reagie­ren muß.
        Und ich will damit schlie­ßen, hier jetzt mei­ne Ein­schät­zung der aktu­el­len Kir­chen­kri­se anzu­fü­gen: Wir lei­den zur Zeit, nach einer „erfun­de­nen Anti­ke“ (Egon Frie­dell), an einem erfun­de­nem Urchri­sten­tum. Sie sehen dar­an, wie sehr Fan­ta­sie und Ein­ge­bil­de­tes mensch­li­ches Han­deln bestim­men und wie wenig sich die Psy­che um die Rea­li­tät schert. Streng in ihrer Logik.

      • @ hicest­ho­die

        Ist das das, was Schil­ler in sei­ner Glocke über gewis­se Frau­en sag­te?

        Man kann David Ber­gers Fest­stel­lung über die inner­kirch­li­chen Zustän­de nicht ein­fach ableug­nen. Er hat dar­über ein Buch geschrie­ben, und das ist eben­falls erst mal ein Fak­tum.
        Und er ist bei­lei­be nicht der ein­zi­ge — oder was mei­nen Sie wohl, woher die immer neu­en Ent­hül­lun­gen sexu­el­ler Über­grif­fe, auch beson­ders homo­se­xu­el­ler Natur, in der Kir­che kom­men? Alles nur Erfin­dun­gen?
        Sind die vie­len, vie­len Zeu­gen alle kein Fak­tum?

        Nun sind die­se sexu­el­len Ent­glei­sun­gen jedoch in kon­ser­va­ti­ven Krei­sen beson­ders häu­fig anzu­tref­fen.

        Tut mir sor­ry — aber das sind schlicht und ein­fach Gegen­stän­de, die in den öffent­li­chen Raum gestellt wer­den und von nie­man­dem wider­legt wer­den konn­ten, son­dern immer wei­te­re Bestä­ti­gung fan­den.

        Die Kir­che kann nicht Fetisch emo­tio­na­li­sier­ter Frau­en sein. dazu ist die Lage viel zu ernst.

        Ich habe dage­gen hier eine Aus­sa­ge zu F.s behaup­te­ten Moti­ven gemacht:
        Es hat uns bis­her nie­mand als Zeu­ge vor­ge­tra­gen, dass er sie so hät­te.
        Und dar­um geht es: Solan­ge es dafür kei­ner­lei Aus­sa­ge gibt, kann man es auch nicht ein­fach erfin­den, nur weil man ihn hasst und bei allem, was er tut, inzwi­schen durch­dreht wie eine Ban­de wild gewor­de­ner Popf­ans.

      • Es tut mir leid, @ Kir­chen­ka­ter, aber was Sie da vor­tra­gen, hal­te ich für eine regel­rech­te Ver­ir­rung aus katho­li­scher Sicht.

        Wir sind gehal­ten, unse­re Fein­de zu lie­ben, und das ist mehr als nur respek­tie­ren.
        Wir sind gehal­ten, unse­re Emo­tio­nen zu prü­fen.
        Und das ad rem ist alte kirhcli­che Tra­di­ti­on. Man hat auch vor der Inqui­si­ti­on nie die Per­son als sol­che ange­gan­gen oder her­um­psy­cho­lo­gi­siert. Das ist eine moder­ne Irr­leh­re.

        Die wirk­lich absur­de Sicht, ein ad-rem-Umgang mit dem, was ein Mensch tut, behand­le ihn wie einen „Robo­ter“ ist wirk­lich nicht mehr satis­fak­ti­ons­fä­hig.

        Tut mir leid, aber die Per­son­wür­de kann nicht erneut zur Dis­po­si­ti­on gestellt wer­den, wie dies etwa im Hexen­wahn geschah.

        Ich wer­de mich auf die­sen irri­gen und über­grif­fi­gen Stil im Umgang mit F. nicht ein­las­sen.

        Für mich ist er ein Häre­ti­ker. War­um, das kann ich sach­lich zei­gen. Mehr ist nicht nötig und einem ech­ten Chri­sten auch streng ver­bo­ten.

      • @zeitschnur: Es geht doch hier gar nicht um Ber­ger und sein fürch­ter­li­ches Buch, für das er sich selbst ver­ant­wor­ten muss. Es geht um Ihr bös­ar­ti­ges Geschwätz und Ihre (justi­zia­ble!!!) Ver­leum­dung der Per­son Bene­dikts XVI. hin­sicht­lich der Grün­de sei­nes Amts­ver­zichts. Len­ken Sie also nicht ab!

        „Tut mir sor­ry – aber das sind schlicht und ein­fach Gegen­stän­de, die in den öffent­li­chen Raum gestellt wer­den und von nie­man­dem wider­legt wer­den konn­ten (..)“

        Yep, genau­so ist es. Die Anschul­di­gun­gen angeb­li­cher sexu­el­ler Über­grif­fe wer­den von zumeist anonym (!) blei­ben­den „Zeu­gen“ ein­fach in den Raum gestellt, von einer kir­chen­feind­li­chen Pres­se nur zu gern ver­brei­tet, auf­ge­bauscht und von einer skan­dal­hung­ri­gen Meu­te begie­rig auf­ge­so­gen und kön­nen im Grun­de von den Ange­schul­dig­ten kaum wider­legt wer­den. Kommt dann noch die Aus­sicht auf finan­zi­el­le Ent­schä­di­gung hin­zu, darf es nicht wun­der­neh­men, wenn sich die Anschul­di­gun­gen explo­si­ons­ar­tig häu­fen. Wenn man jedoch die­sen gan­zen Popanz ein­mal auf die wirk­lich nach­ge­wie­se­nen und gericht­lich ver­ur­tei­len Fäl­le her­un­ter­schraubt, fällt das Kar­ten­haus „kirch­li­cher Miss­brauch“ recht schnell in sich zusam­men. Das Sie die­se Miss­bräu­che haupt­säch­lich in kon­ser­va­ti­ven Krei­sen ver­or­ten, ist wie­der­um eine pure Ver­leum­dung! Nie­mand „hasst“ Ber­go­glio, aber Sie schmä­hen, ver­leum­den mitt­ler­wei­le nicht nur die Tra­dis, son­dern nun schon auch die Kon­ser­va­ti­ven. Ich fürch­te der Tag ist nicht mehr fern, da has­sen, schmä­hen und ver­leum­den Sie alle Katho­li­ken.

      • Ein jeder füh­le nach Belie­ben, was das Emo­ti­ons­ba­ro­me­ter so her­gibt, @ hicest­ho­die, und genau­so @ Kir­chen­ka­ter, aber ein Dis­kurs auf Augen­hö­he ist das wahr­lich nicht —

        Zur ver­nünf­ti­gen Refle­xi­on aber:

        Der Zustand in der Kir­che ist evi­dent, wer ihn nicht sehen will, ist zu bedau­ern, und dass die­ser Zustand nicht von unten, vom from­men Volk, son­dern von oben her­ab, von den Hier­ar­chen so ver­schmutzt wur­de, ist Tat­sa­che. Das alles kommt nicht aus Harm­lo­sig­kei­ten! Die­ser unge­brem­ste theo­lo­gi­sche und spi­ri­tu­el­le Nie­der­gang ist Ergeb­nis gei­sti­ger Pro­sti­tu­ti­on, die in aller Regel einen Vor­lauf an ent­spre­chen­der sinn­li­cher Tat hat.

        Das war auch im alten Isra­el stets der Zusam­men­hang. Auch die Johan­nes-Apo­ka­lyp­se spricht von der „Hure“, die mit allen Köni­gen der Erde gebuhlt habe und unter­ge­hen wird. Ich den­ke, dass das wört­lich zu ver­ste­hen ist.

        Und das haben wir vor uns — nicht ohne dass die­se Buh­le­rei zuvor auch ins Licht der Öffent­lich­keit kommt. Ich habe in dem Zusam­men­hang kei­ne eige­nen Behaup­tun­gen auf­ge­tellt, son­dern mich auf die bezo­gen, die bereits im öffent­li­chen Raum ste­hen.

        Ob dabei jeder ein­zel­ne Vor­wurf stimmt, steht dahin, aber im gan­zen trifft er doch zu. Und dar­um geht es. Es ist nicht justi­zia­bel, das zu sagen, son­dern not­wen­dig.

        Nur Sün­den­be­kennt­nis, Buße und Gebet könn­ten uns ret­ten, aber genau das tun wir nicht.
        Han­del­ten wir wie der Stadt­kö­nig von Nini­ve — wir wür­den geret­tet, aber wir rei­ßen das Maul nur noch wei­ter im Sin­ne unse­rer Sün­den auf und leug­nen sie ein­fach ab.

        Ich has­se nie­man­den (vor allem kei­ne Leu­te, die ich nicht ken­ne — wie soll das gehen?!), aber ich bin täg­lich geschock­ter, bestürz­ter und ent­setz­ter dar­über, was unter Tra­dis und Kon­ser­va­ti­ven los ist. Lesen Sie Ihre Posting mal in zwei Jah­ren mit küh­lem Kopf, und Sie wer­den mich ver­ste­hen — wenn Sie bis dahin über­haupt noch die Zeit zur Ent­wick­lung haben. Sie star­ren vor Hass, aus Ihrem Mund fah­ren per­sön­li­che Beschimp­fun­gen, Belei­di­gun­gen und Ver­leum­dun­gen. Das ist nicht der Geist Jesu — nie­mals.

        Mir wird aber durch das Quel­len­stu­di­um immer kla­rer, dass die­ser fin­ste­re, hass­erfüll­te Stil auch schon vor 200 Jah­ren typisch für die Reak­tio­nä­re und Kon­ser­va­ti­ven war. Gan­ze Tra­di-Genera­tio­nen sind offen­bar davon total besu­delt wor­den.
        Furcht­bar!
        Nie im Leben stammt das von Jesus — das ist nicht sei­ne Stim­me!

        Ich kann nicht der Fin­ster­nis fol­gen, auch dann nicht, wenn sie mit alter Mes­se, Anti­gen­der und sonst was daher kommt. Das sind Taschen­spie­ler­tricks des Bösen, der sich als Lich­ten­gel auf­putzt.

  4. Es bleibt abzu­war­ten, ob sich die Obrig­kei­ten ins­be­son­de­re in deut­schen Lan­den die­se lit­ur­gi­sche Ände­rung zu Her­zen neh­men wer­den, sind sie doch sonst eher zöger­lich im Umset­zen… „Pro mul­tis“ lässt grü­ßen 😉
    Und übri­gens: honi soit qui mal y pen­se…

  5. Zier­lich gewach­se­ne Frau­en­füß­chen, rot gelack­te Zehen­nä­gel, viel­leicht noch hoch­hacki­ge Damen­schu­he neben der Fuß­wan­ne – die­ses näher ins Auge zu fas­sen, kann schon zum Knie­en auf dem Boden ver­lei­ten.
    Ent­schul­di­gung, hier hilft mir nur eine Pri­se Sar­kas­mus.
    Was hat denn die­se furcht­bar „wich­ti­ge“ Ände­rung mit Lit­ur­gie und Andacht zu tun?
    Lenkt sie nicht eher ab?

    • das genau glau­be ich auch liebe@ marienzweig.was mich aber freut und erstaunt: die­ser Papst kann knie­en und und bricht sei­ne stei­fen Bei­ne vor dem schö­nen Geschlecht,welche neue (in der ihm so ver­hass­ten Lit­ur­gie) Erneue­rung kommt als näch­stes?

      • Lie­be hedi züger, in punc­to krea­ti­ver Erneue­rung traue ich Papst Fran­zis­kus noch eini­ge Über­ra­schun­gen zu, die er für uns in pet­to hat.
        Unse­re Lei­dens­fä­hig­keit ist gefragt oder aber ruhi­ge Gelas­sen­heit, denn der Krug geht bekann­ter­ma­ßen nur so lan­ge zum Brun­nen, bis er bricht.
        Viel Gutes für Sie!

  6. War­um Frau­en­prie­ster­tum? Weil Frau­en viel öfter als Män­ner beses­sen wer­den. Exor­zi­sten spre­chen von einem Ver­hält­nis 90% zu 10% oder 80% zu 20%.

    http://www.womenofgrace.com/blog/?p=27579
    http://www.spiritualresearchfoundation.org/de/frau-von‑d%C3%A4monen-besessen (Die­se Quel­le mit Vor­sicht zu genie­ßen, aber die Sta­ti­sti­ken sind die­sel­ben.)

    Im Alter­tum waren mei­stens Frau­en Prie­ste­rin­nen. Man müss­te unter­su­chen, ob es über­haupt außer­halb Isra­els aus­schließ­lich männ­li­che Kul­te gab. Dies war wohl beim Mithras Kult der Fall, aber der war recht spät und als anti­christ­li­ches Mit­tel impor­tiert. Es ging dabei, lie­be Frau Zeit­schnur, die uns wie­der durch die Decke gehen wer­den, nicht um Gleich­be­rech­ti­gung, son­dern um die Fähig­kei­ten eines Medi­ums, wel­che viel öfters bei Frau­en als bei Män­nern anzu­tref­fen sind. Fra­gen Sie doch im Eso­te­ri­kla­den um die Ecke.

    Des­we­gen also die Mini­stran­tin­nen, Lek­to­rin­nen, Pasto­ral­as­si­sten­tin­nen, Kom­mu­ni­on­hel­fe­rin­nen, Theo­lo­gin­nen etc.

    Schau­en wir uns doch die Lei­te­rin­nen der katho­li­schen cha­ris­ma­ti­schen Bewe­gung welt­weit an und in Deutsch­land eben­so. Das sind mei­stens Frau­en, die von ihrer „Gott­in­spi­riert­heit“ der­meß­en über­zeugt sind, dass sie aber auch kei­ne Kor­rek­tur von außen, geschwei­ge denn eine männ­li­che, zulas­sen. Das sind die eigent­li­chen spi­ri­tu­el­len Grün­de für die Ver­weib­li­chung der Kir­che.

    • Ja, wenn der Aber­glau­be einen Mann über­mannt, dann sieht er nicht mehr klar, was die Evan­ge­li­en über­lie­fern — und dort ist bei „Bes­sen­heit“ ein mas­si­ver Män­ner­über­hang zu ver­zeich­nen.

      Schau­en wir ins NT:

      Das Johan­nes-Evan­ge­li­um the­ma­ti­siert das Phä­no­men über­haupt nicht!
      Anson­sten:

      Im Mat­thä­us-Evan­ge­li­um sind es

      4 aus­drück­lich genann­te Män­ner
      1 Mäd­chen

      - 2 Män­ner in Gadara (Mt. 8)
      — 1 Mann (Mt. 9, 32)
      — 1 heid­ni­sches Mäd­chen (Mt. 15, 21)
      — 1 mond­süch­ti­ger Jun­ge (Mt. 17,14)

      Im Mar­kus-Evan­ge­li­um sind es

      3 aus­drück­lich genann­te Män­ner
      1 aus­drück­lich genann­tes Mäd­chen

      - 1 Mann in der Syn­ago­ge von Kafar­na­um (Mk. 1, 23)
      — „vie­le Beses­se­ne“ (unspezifisch)(Mk. 1, 32
      — 1 Mann in Gera­sa (Mk. 5)
      — 1 heid­ni­sches Mäd­chen (Mk. 7, 24)
      — 1 beses­se­ner Jun­ge (Mk. 9, 14)

      Im Lukas-Evan­ge­li­um sind es

      2 aus­drück­lich genann­te Män­ner
      1 Frau (Maria Mag­da­le­na)

      - 1 Mann (Lk. 4, 33)
      — „eini­ge Frau­en, die er von bösen Gei­stern + Krank­hei­ten gerei­nigt hat … Maria Mag­da­le­na“ (Lk. 8)
      — 1 beses­se­ner Jun­ge (Lk. 9, 37)

      Tut mit tau­send­mal sor­ry — aber offen­bar sagt uns die unfehl­ba­re Schrift was ande­res als Sie.

      Die Dämo­ni­sie­rung der Frau durch den Mann ist bereits ein Zei­chen der Beses­sen­heit — im Islam ist das all­ge­mei­ner Aber­glau­be, der auch in der vor­christ­li­chen Zeit im Abend­land geglaubt wur­de.

      Der früh­neu­zeit­li­che Hexen­wahn geht dar­auf unmit­tel­bar zurück.
      Das Lehr­amt hat das aus­drück­lich ver­wor­fen.

      • @zeitschnur,
        Wie ein befreun­de­ter psy­cho­so­ma­ti­scher und schmerz­the­ra­peu­ti­scher Arzt mir ein­mal sag­te:
        „Män­ner oszil­lie­ren bei Frau­en zwi­schen zwei elek­tri­schen Polen : die „Maria Mag­da­le­na“ und die „Maria Imma­co­la­ta“.
        Da ist sehr viel Wah­res dran.
        Mit Dämo­nen hat das nicht viel zu tun.
        Wie Pater Fried­rich von Spee fest­stell­te, fin­det man in fast allen Fäl­len sehr viel Dumm­heit, unge­rich­te­te und gerich­te­te Angst und sehr viel unbe­wäl­tig­ten Frust und geknack­tes Selbst­ver­trau­en nach unbe­wäl­tig­ten Krän­kun­gen.

    • @ Tra­di­ti­on und Glau­ben:
      end­lich mal jemand, der es wagt aus­zu­spre­chen, dass Frau­en „anfäl­li­ger“ für dämo­ni­sche Ein­flü­ße sind! Da ich mich in der Eso­te­rik gut aus­ken­ne, übri­gens sind dort aus­schließ­lich Frau­en zugan­ge, kann ich das alles nur bestä­ti­gen.
      Frau­en haben nun mal schwä­che­re Gei­stes­kräf­te, was nichts mit Dumm­heit zu tun hat, dar­um las­sen sich ja auch Frau­en immer wie­der von Män­nern mani­pu­lie­ren oder fal­len, wie man sagt, immer auf die glei­che Sor­te Mann rein.
      Die seli­ge Emme­rick sag­te dazu: „Ich sah auch wohl hun­der­te Wei­ber, die wahr­sag­ten und von Män­nern magne­ti­siert wur­den“ (sie mein­te wahr­schein­lich hyp­no­ti­siert).
      Aber das alles ent­bin­det natür­lich nicht die Män­ner von ihrer Verantwortung,ich fürchte,sie wer­den von Gott auch här­ter zur Rechen­schaft gezo­gen.

      • Das ist ein bar­ba­ri­scher Aber­glau­be, den Sie da vor­tra­gen.
        Allei­ne Ihr Voka­bu­lar ist schon eso­te­risch: „Schwä­che­re Gei­stes­kräf­te“ — was soll das bit­te­schön sein? Das sind Begrif­fe aus dem Wör­ter­buch der Theo­so­phen. Die Leh­re der Kir­che kennt sie nicht und hat die Geist­be­ga­bung allen Getauf­ten glei­cher­ma­ßen zuge­spro­chen! Wer nicht getauft ist, ob Mann ob Frau, ver­fügt auch nicht über die­se Geist­be­ga­bung.

        Bit­te blei­ben Sie bei der Leh­re!

        In der gan­zen Hl. Schrift gibt es das nicht, und die Leh­re der Kir­che hat sich in der Aus­ein­an­der­set­zung mit der Angst vor dem Scha­dens­zau­ber immer aus­drück­lich von sol­chen Ideen distan­ziert.

        Sie soll­ten sich fra­gen, ob sie sich wirk­lich ganz gelöst haben von der Eso­te­rik.

      • @ Stel­la

        Vie­len Dank für Ihre Unter­stüt­zung. Es ist scha­de, dass nur weni­ge zu der geist­li­chen Ebe­ne der Din­ge vor­sto­ßen und zwar durch die spi­ri­tu­el­le Tra­di­ti­on der Kir­che, die ja nicht erst gestern ange­fan­gen hat. Sonst bleibt man nur auf der Stu­fe der Eman­zi­pa­ti­on, Moder­ne, Kon­zils etc. ste­hen. Es geht beim Prie­ster­tum um die Wei­ter­ga­be der Gna­de, um die Ver­län­ge­rung sozu­sa­gen der Inkar­na­ti­on. Die Gegen­sei­te, z. B. die Eso­te­ri­ker, erken­nen es viel bes­ser, weil die Dun­kel­heit viel bes­ser das Licht sieht.

  7. Die Poster mögen doch btte bei der Sache blei­ben — es geht nicht um das Frau­en­prie­ster­tum! das ist völ­lig hane­bü­chen. Ein­fach des­halb, weil die Fuß­wa­schung nicht mit dem Prie­ster­tum zusmmen gese­hen wird.

    Ich habe eben noch mal mei­ne Lite­ra­tur gewälzt:

    Es gibt drei Tra­di­ti­ons­strän­ge:

    1. Sakra­men­ta­lie im Zusam­menh­nag mit Tau­fe und Buße (Fuß­wa­schung als Bestand­teil der uralten Mai­län­der Tau­flit­ur­gie)

    2. Ein soge­nann­tes „Inver­si­ons­ri­tu­al“: Der Herr ist Die­ner. In Frau­en­klö­stern wur­de nicht anders als in Män­ner­klö­stern teil­wie­se jeden Sonn­tag nach der Ves­per die Fuß­wa­schung an den Schwestern/Brüdern durch die Äbtissin/den Abt im Refek­to­ri­um voll­zo­gen. Der Akt wird in Sta­tu­ten aus­führ­lich und mit allen Aus­nah­me­re­ge­lun­gen vor­ge­schrie­ben (z.B. bei kran­ken Schwe­stern etc.)

    3. Am Grün­don­ners­tag wur­de in vie­len Klö­stern (aber auch Königs­häu­sern) das Fuß­wa­schungs­ri­tu­al aus­drück­lich als Akt der Armen­für­sor­ge voll­zo­gen — an Armen und Alten. Es waren dabei auch nicht immer 12 Leu­te, son­dern ver­schied­ne Zah­len wer­den genannt. Man beschenk­te an dem Tag Arme mit Klei­dern, Geld, Essen und Hygie­ne-Für­sor­ge.

    Die­se Bräu­che sind uralt — die Armen­für­sor­ge als „Fuß­wa­schung am Grün­don­ners­tag fand in den mei­sten bene­dik­ti­ni­schen Klö­stern Euro­pas statt, so z.B. in Cluny. Es ging dabei nicht um Mann oder Frau.

    Bit­te ord­nen Sie das Ritu­al sinn­voll ein — ich den­ke F. will hier an die­se Armen­für­sor­ge-Ritua­le anknüp­fen. So oder so ähn­lich, wie er es tut, haben es hoch­mit­tel­al­ter­li­che Äbte auch getan.

    Das alles ist die Auf­re­gung wirk­lich nicht wert.

    • Genau. Das kommt noch hin­zu. Und lit­ur­gisch betrifft es nur den NOM, den man — jeden­falls nach aus­ge­blie­be­ner Reform der Reform — auch nicht theo­re­tisch als neue­ren Usus des Röm. Ritus betrach­ten kann, auch wenn er rechts­fik­tiv als sol­cher gilt.

    • „Die dämo­ni­sie­rung der Frau durch den Mann ist bereits ein Zei­chen der Beses­sen­heit“
      Und Sie dämo­ni­sie­ren die Män­ner !!

    • Pri­mi­ti­ver Aber­glau­be und kin­di­sche Rabu­li­stik, wei­ter nichts. Was für ein däm­li­cher „Gott“ müß­te das denn sein, der so einen Non­sens vor­schreibt? Das klingt ja so ähn­lich wie bei den sog. „Brü­dern“ der bei­den ori­en­ta­li­schen Wüsten­re­li­gio­nen. Arge Unsit­te das!!

  8. Papst Fran­zis­kus pfeift ver­mut­lich auf das Brauch­tum und die gelehr­ten histo­ri­schen Hin­ter­grün­de dürf­ten ihn wenig küm­mern.
    Was zählt, ist die Medi­en­wirk­sam­keit. Und die ist ja gege­ben.
    Fran­zis­kus war­tet heu­er sicher mit einem beson­de­ren Spek­ta­kel auf.
    Und viel­leicht wäscht ja der Erz­bi­schof von Köln den armen miß­han­del­ten Mäd­chen der Köl­ner Sil­ve­ster­nacht die Füße?

    • „Und viel­leicht wäscht ja der Erz­bi­schof von Köln den armen miß­han­del­ten Mäd­chen der Köl­ner Sil­ve­ster­nacht die Füße?“
      Das ist gut, das ist gut ich krieg mich kaum noch ein. Aber der Kar­di­nal Woel­ki wird erst­mal die Mut­ti unse­res Gemein­we­sens fra­gen müs­sen was ange­mes­sen ist.
      Per Mari­am ad Chri­stum.

  9. Die­se unend­li­chen Grün­don­ners­tags­fuß­wa­schungs­ge­schich­ten ver­lei­ten mich ein­mal mehr zu dem Gedan­ken, dass es viel­leicht bes­ser wäre, wenn man die­sen längst nur mehr ober­fläch­li­chen, sym­bo­li­schen und mehr­heit­lich miss­ver­stan­de­nen Akt ein­fach weg­las­sen wür­de. Scha­de um das Was­ser das dafür ver­geu­det wird und ob die Füße nach­her wirk­lich sau­be­rer sind als vor­her, das traue ich mich gleich gar nicht zu behaup­ten. 🙂

    • Sie wre­den lachen, aber die­se Kri­tik an einer „Schein-Fuß­wa­schung“ fin­det sich auch schon bei den histo­ri­schen Autoren, die sol­che Ritua­le beschrei­ben.

      Etwa Ber­tha von Sutt­ner, die beschreibt, wie die Fuß­wa­schung durch das Kai­ser­paar ein Spek­ta­kel für die Ober­schicht mit Ein­tritt­kar­ten und eli­tä­rem Small­talk (so um die Mit­te des 19. Jh) war, also ein­fach nur ver­lo­gen wirk­te — damals schon!

      Ich gebe Ihnen recht: Die­ser Brauch ist der­ma­ßen unwich­tig, dass man gut auch ohne ihn aus­kommt.

      • Was Jesus tat, ist selbst­ver­ständ­lich nicht ober­fläch­lich.

        Aber was der Mensch dar­aus macht sehr wohl!

        Bei den Tra­di­tio­nen der Fuß­wa­schung wur­de im übri­gen die Situa­ti­on im Abend­mahls­saal nie­mals „nach­ge­spielt“, son­dern als Sinn­bild für die oben beschrie­be­nen Hal­tun­gen ein­ge­setzt.

        Man merkt aber an der total absur­den und hyste­ri­schen Reak­ti­on der Kon­ser­va­ti­ven, dass offen­bar kei­ner mehr die­ses Sinn­bild und die­se meta­pho­ri­schen Wei­ter­lei­tun­gen ver­steht. was soll es dann noch. Ein zwang­haf­tes Ritu­al, das aber nur mit Män­nern durch­ge­führt wer­den darf ver­fehlt wirk­lich den Sinn.

        Bei Jesus gings in der Situa­ti­on nicht um Män­ner, son­dern es waren hier Män­ner als „Vor­hut“ für alle künf­ti­gen Kin­der des Rei­ches Got­tes. Sei­ne sym­bo­li­sche Hand­lung ziel­te auf alle ab, die sich tau­fen las­sen wür­den — daher setz­te Ambro­si­us das Ritu­al ja auch in die Tau­flit­ur­gie.

  10. Mit die­sem „Zei­chen“ pas­siert etwas Schreck­li­ches: Jetzt wer­den die Prie­ster „sanft“ gezwun­gen, auch die Frau­en in die Schar der Apo­stel auf­zu­neh­men. Wer das nicht mag, der wird mit der Papst-Regel erschla­gen!

  11. Es ist kein Pro­blem für einen Kon­zils­papst jedem und auch dem der er es lustig fin­det die Füße zu waschen. Aber sich ver­prü­geln und an das Kreuz für unse­ren Gott zu gehen dem gehen sie aus dem Weg. Dafür sind sie viel zu weit mit den Wün­schen und den Mäch­ti­gen die­ser Welt ins Bett gegan­gen. Sie suchen stän­dig Bei­fall von die­ser Welt obwohl ihr Ver­stand ihnen sagen müß­te das die­ser Bei­fall so kurz ist das es sich gar nicht lohnt über ihn auch nur eine Sekun­de nach­zu­den­ken.
    Per Mari­am ad Chri­stum.

  12. Howgh. Unser(e) Oberindianer(In) hat gespro­chen. Wir „Tra­dis“ zie­hen alle schuld­be­wusst unse­re Köp­fe ein und bit­ten wer­te Redak­ti­on nun als­bald den Tread zu schlie­ßen, denn es ist wie­der ein­mal ALLES gesagt, was zu sagen wäre. Und ganz logo: wenn schon das wer­te Kai­ser­paar Män­nern und Frau­en ihres Gesin­des die Füße wusch, dann kön­nen wir uns nicht ver­weh­ren, die­ses hoch­herr­schaft­li­che Trei­ben auch in die hoch­hei­li­ge Lit­ur­gie zu über­neh­men. Wür­de aber vor­schla­gen, dass vor­her der Herr Papst hei­ra­ten — bspw. sei­ne Ex-Prä­si­den­tin Kirch­ner, die er so gern vor lau­fen­den Kame­ras abschmatzt — damit den zu waschen­den Weib­lein und Männ­lein nach kai­ser­li­chem Vor­bild lit­ur­gisch in rech­ter Wei­se Genü­ge getan wer­den kann.

  13. Zur glei­chen Zeit wo die­ser Papst Fran­zis­kus Mäd­chen und Frau­en die Füße wäscht, wer­den anders­wo christ­li­che Mäd­chen und Frau­en von Moham­me­da­nern ent­führt und ver­ge­wal­tigt. An Grün­don­ners­tag und Wei­ber­fast­nacht auch mög­li­cher­wei­se wie­der in Köln; nicht nur im fer­nen Irak, in Syri­en, der Tür­kei und Sau­di-Ara­bi­en usw.

  14. Unser Herr und Gott Jesus Chri­stus hat Sei­nen Jün­gern die Füsse gewa­schen und nicht „irgend­je­man­dem“

    War­um?

    Weil die Fuss­wa­schung NICHT von der Ein­set­zung des aller­hei­lig­sten Altarsa­kra­men­tes zu tren­nen ist.

    Er wähl­te denn auch NUR die zwölf Apo­stel zur Teil­nah­me aus, die mit ihm im Glau­ben und in der Lie­be geeint waren, ( ausser dem Ver­rä­ter Judas Iska­ri­ot)
    An die­sem Abend setz­te sie unser Herr und Gott Jesus Chri­stus als Prie­ster des Neu­en und Ewi­gen Bun­des ein und stif­te­te denn auch das aller­hei­lig­ste Altarsa­kra­ment. Die Fuss­wa­schung am Grün­don­ners­tag hat mit der Beauf­tra­gung der Apo­stel für ihren Dienst zu tun und NICHT mit der Barm­her­zig­keit der Kir­che gegen­über den Sün­dern!

    Doch auch hier scheint aktu­ell eine — um es mit den Wor­ten von
    Mario Palma­ro und Ales­san­dro Gnoc­chi aus­zu­drücken — Defor­ma­ti­on des Evan­ge­li­ums im Lich­te der Welt statt­zu­fin­den.

  15. Papst Fran­zis­kus hat­te bereits an allen drei Grün­don­ners­ta­gen sei­nes bis­he­ri­gen Pon­ti­fi­ka­tes Aus­nah­men zur bis­he­ri­gen Rege­lun­gen prak­ti­ziert. Ich wer­de das Gefühl nicht los, dass im Vati­kan seit dem Amts­an­tritt Ber­go­gli­os in mitt­ler­wei­le immer stär­ke­rem Mas­se der Aus­nah­me­zu­stand herrscht.

    • Er setzt damit aber die Tra­di­ti­on Bene­dikts fort, der eben­falls Aus­nah­men ein­führ­te (für die Pra­xis im Vati­kan direkt). http://www.spiegel.de/fotostrecke/papst-kreuzweg-karfreitag-mit-benedikt-xvi-fotostrecke-13360.html

      Wenn er der Papst ist, darf er sol­che dog­ma­tisch nicht defi­nier­ten Nor­men im Sin­ne des Tra­di­ti­ons­be­fun­des ändern — und der gibt die Ände­rung tat­säch­lich her.

      Oder bestrei­ten Sie den Juris­dik­ti­ons­pri­mat des Pap­stes?

      • „Wenn er der Papst ist, darf er sol­che dog­ma­tisch nicht defi­nier­ten Nor­men im Sin­ne des Tra­di­ti­ons­be­fun­des ändern – und der gibt die Ände­rung tat­säch­lich her. Oder bestrei­ten Sie den Juris­dik­ti­ons­pri­mat des Pap­stes?“

        Argu­men­tiert @zeitschnur, die in ande­ren Treads fort­wäh­rend das 1. Vati­ka­ni­sche Kon­zil ganz all­ge­mein und ins­be­son­de­re den defi­nier­ten päpst­li­chen Juris­dik­ti­ons­pri­mat in Fra­ge stellt und ihn — gemäß ihres exkul­pie­ren­den Man­tras, wonach Ber­go­glio ledig­lich die Frucht eines (vor­erst) seit Pius X. ein­set­zen­den Nie­der­gangs sei — als Wur­zel allen gegen­wär­ti­gen Übels ansieht. So viel Heu­che­lei ist sel­ten!

      • Ich bestrei­te nicht den Inhalt der Aus­sa­gen von 1871, son­dern bezweif­le, ob es gut war, sie zu dog­ma­ti­sie­ren und v.a. sie anschlie­ßend sofort in ver­zerr­ter Wei­se auf­zu­bla­sen zu einer Art Total­un­fehl­bar­keit und Ido­li­sie­rung des Pap­stes.

        Der Feh­ler an der Sache war, die fak­ti­sche Selbst­ver­herr­li­chung des papst­tums — dar­auf kann kein segen ruhen — und ruh­te ja auch nicht, wie sich ziem­lich bald danach her­aus­ge­stellt hat.

        Es war Pius X., der das in sei­nen sämt­li­chen admi­ni­stra­ti­ven Akten über­stra­pa­ziert hat!
        Ist ja nicht mei­ne Schuld oder?
        Ich bin bloß der Bote einer einem ideo­lo­gi­sier­ten Hirn höchst unan­ge­neh­men Info…

        Den­noch hat ein Papst das Recht, ein Ritu­al, ange­lehnt an vor­han­de­ne Tra­di­tio­nen der Kir­che mit einer ande­ren Note zu ver­se­hen als es viel­leicht die Zeit davor üblich war.
        Immer­hin ist die mona­sti­sche, armen­für­sorg­li­che Tra­di­ti­on ja vor noch gar nicht lan­ger Zeit auch abge­bro­chen wor­den!

        Dass Päp­ste vor ihm ande­re desa­strö­se Wei­chen­stel­lun­gen vor­ge­nom­men haben, berührt dies spe­zi­el­le The­ma nicht.

        Der Unglau­be kommt aus der Mit­te der Kir­che, sagt das NT, nicht von außen. Und der Fisch stinkt immer vom Kopf her. Erst wenn Katho­li­ken das end­lich kapiert haben, ist eine Wen­de mög­lich, aber wie es aus­sieht, ist es dazu fast zu spät.

      • „Ich bestrei­te nicht den Inhalt der Aus­sa­gen von 1871, son­dern bezweif­le, ob es gut war, sie zu dog­ma­ti­sie­ren und v.a. sie anschlie­ßend sofort in ver­zerr­ter Wei­se auf­zu­bla­sen zu einer Art Total­un­fehl­bar­keit und Ido­li­sie­rung des Pap­stes.“

        Also bit­te, das ist doch pure Rabu­li­stik! Natür­lich bestrei­ten Sie den Inhalt, nein, viel­mehr, Sie bestrei­ten die Wahr­heit der „Aus­sa­ge“, wenn Sie die Rich­tig­keit ihrer Dog­ma­ti­sie­rung in Zwei­fel zie­hen. Wenn die­se Aus­sa­ge aber wahr ist, dann kann von Ideo­lo­gi­sie­rung oder Selbst­ver­herr­li­chung des Papst­tums kei­ne Rede sein! Sind Sie betrun­ken, wenn Sie soet­was schrei­ben??? Katho­lisch sind Sie nach sol­chen uner­hör­ten Äusse­run­gen jeden­falls nicht!

        „Es war Pius X., der das in sei­nen sämt­li­chen admi­ni­stra­ti­ven Akten über­stra­pa­ziert hat!“
        Wei­ter oben und bei vie­len ande­ren Gele­gen­hei­ten wei­sen Sie Ber­go­glio-Kri­ti­ker als Papst­pri­mats­leug­ner zurecht, hier erhe­ben Sie sich zum wie­der­hol­ten Male über das Lehr­amt des Hei­li­gen Pius X. mit Anwür­fen, die allein auf Ihrer sub­jek­ti­ven Erkennt­nis beru­hen, die Sie aber als abso­lu­te, objek­ti­ve Wahr­heit und somit als ein für alle und jeden gel­ten­des Postu­lat refe­rie­ren. Des­halb füh­len Sie sich auch so ange­grif­fen, wenn man Ihnen wider­spricht. Dies alles ist in der Tat die Fol­ge einer „auti­sti­schen Wahr­neh­mungs­wei­se“, so wie es @Kirchen-Kater wei­ter oben dar­legt. Sie ähneln dar­in übri­gens Ber­go­glio und Luther, die bei­de ihr „ICH“, sprich: ihr sub­jek­ti­ves Emp­fin­den als objek­ti­ven Maß­stab postu­lie­ren, an dem sich die Leh­re und Tra­di­ti­on der Kir­che mes­sen und zurecht­stut­zen las­sen muss. Wahn­sinn!

      • @ hicest­ho­die

        Rabu­li­stik ist das, was Sie tun — Sie ver­dre­hen einem das Wort im Mund, wie unse­li­ge Dik­ta­to­ren und ihr Per­so­nal das zu tun pfle­gen — unter­las­sen Sie das!

        Es bleibt dabei: Wie sehr vie­le der Mino­ri­tä­ten­bi­schö­fe damals oder etwa New­man hal­te ich zwar die Sät­ze des Dog­mas für wahr, aller­dings haben sie nicht den Cha­rak­ter einer Glau­bens­wahr­heit.
        Der, der sich selbst erhöht, wird ernied­rigt wer­den, heißt es.

        Wir soll­ten nicht ver­ges­sen, dass auch Mose dar­an schei­ter­te und nicht ins Gelob­te Land ein­zie­hen durf­te, weil er sich selbst ver­herr­lich­te, anstatt den Herrn.

        Ich rate Ihnen, über das, was nicht nur ich hier sage, son­dern vor mir vie­le klu­ge Män­ner, ein­fach mal in Ruhe nach­zu­den­ken.

        Und vor allem soll­ten Sie sich vor Augen füh­ren, dass die­ses Dog­ma der Anfang vom Ende des Papst­tums war — auch das soll­te jedem Katho­li­ken zu den­ken geben.

        Der Geist weht immer noch da, wo er will und nicht, wo der Emp­fän­ger des Gei­stes ihn ger­ne fest­le­gen will.

        Die Mino­ri­tä­ten­bi­schö­fe zogen aus der Schluss­ab­stim­mung aus, weil sie nur mit „pla­cet“ oder „non pla­cet“ stim­men konn­ten, ein „iux­ta modum“ wur­de ihnen ver­wehrt. Sie konn­ten nicht „non pla­cet“ sagen, weil sie ja glaub­ten, dass der hl. Geist Papst und der Kir­che bei­steht in der rech­ten Leh­re, aber sie wuss­ten, dass die Kir­che das nicht dog­ma­ti­sie­ren kann, ohne die Sou­ve­rä­ni­tät des Gei­stes zu ver­let­zen. Mit „pla­cet“ konn­ten sie also auch nicht stim­men. Also stimm­ten sie nicht mit ab. Allei­ne auf­grund die­ses auf den Abstim­mungs­mo­dus bezo­ge­nen Fak­t­ums wur­de die Gül­tig­keit des Dog­mas ohne­hin immer wie­der ange­zwei­felt. Und so etwas hat­te es noch nie auf einem Kon­zil gege­ben!

        Sie soll­ten sich dar­um bemü­hen, die­sen sehr fei­nen und kom­ple­xen Gedan­ken erst mal zu ver­ste­hen, bevor Sie mir gegen­über über­grif­fig wer­den.

      • hicest­ho­die
        Das Pro­blem mit den römisch-katho­li­schen Dog­men ist doch die­ses, dass das 2. Vati­ka­ni­sche Kon­zil und die Päp­ste im Anschluss dar­an sel­ber sie rela­ti­viert und ent­kräf­tet haben. Von den Sum­mi Pon­ti­fices seit Johan­nes Paul II. fin­den Sie im Inter­net umfang­rei­che Listen von Sät­zen, wor­in sie katho­li­schen Dog­men wider­spre­chen. Die gan­ze öku­me­ni­sche und erst rech­te inter­re­li­giö­se Vati­kan­po­li­tik steht in dia­me­tra­lem Gegen­satz zur tra­di­tio­nel­len Leh­re. Muss das, wofern man sich nicht vom Satz vom (aus­ge­schlos­se­nen) Wider­spruch ver­ab­schie­den will, nicht zwin­gend zu der Fra­ge füh­ren: Ja, wer irrt jetzt — die Kir­che vor 1965 oder nach 1965? Denn bei­de kön­nen nicht zugleich recht haben. Wie immer die Ant­wort aus­fällt, man kommt zu dem Schluss, dass die römisch-katho­li­sche Kir­che im tra­di­tio­nel­len Sinn auf­ge­hört hat zu exi­stie­ren oder nur noch in schwer iden­ti­fi­zier­ba­ren Resten exi­stiert.

      • @Leo Lämm­lein: Nun, es gibt jeden­falls eini­ge ernst­zu­neh­men­de Theo­lo­gen, die mei­nen, man kön­ne das II. Vati­ka­num in Kon­ti­nui­tät zur Leh­re der Kir­che inter­pre­tie­ren (streng genom­men gibt es ja gar kei­ne dog­ma­ti­schen Lehr­sät­ze nach 1958!). Da maße ich mir kein abschlie­ßen­des Urteil an, hei­ße ja schließ­lich nicht zeit­schnur! Den­noch spre­che ich desöf­te­ren und nicht ohne Grund von „zweit­va­ti­ka­ni­scher After­kir­che“, näm­lich immer da, wo sich das theo­lo­gi­sche, pasto­ra­le und lit­ur­gi­sche Tages­ge­schäft ganz offen­sicht­lich nicht in Kon­ti­nui­tät zu dem befin­det, was katho­li­scher­seits immer und über­all geglaubt wur­de.

        Zu @zeitschnurs „fei­nen und kom­ple­xen Gedan­ken­gän­gen“ erspa­re ich mir jeden Kom­men­tar.

  16. Mir fällt vor allem auf, dass der Papst auf ein­mal knien kann.
    Komisch, kann er doch nach der Wand­lung kei­ne Knie­beu­ge machen. Ach so, er hat ja ein Pro­blem mit den Knien. Soweit ich weiß ist es auch nicht erlaubt sich bei der Knie­beu­ge am Altar abzu­stüt­zen.
    Ahhh jetzt ver­steh ich’s.

  17. Es seht nie­man­den frei, Christ zu wer­den: man wird nicht zum Chri­sten­tum „bekehrt“, — man muss krank genug dazu sein… Und spe­zi­ell bei des Pap­stes „Visi­ta­tio­nen“ in diver­sen Orten des Pre­ka­ria­tes und Pro­le­ten.….

  18. „Ehr­lich gesagt fin­de ich es nicht rich­tig, F. hier unlau­te­re Moti­ve zu unter­stel­len. Er hat sich in die­se Rich­tung über­haupt nicht geäu­ßert. Er sagt soviel und macht so vie­le Andeu­tun­gen, aber noch nie hin­sicht­lich eines „Frau­en­prie­ster­tums“.“ — Tut mir leid, Zeit­schnur, aber das ist ja genau das Pro­blem: die­ses ewi­gen Andeu­tun­gen, und dann wird uns über­las­sen, alles zu inter­pre­tie­ren! Und auch wenn der Papst sich an die Regeln hält, und nicht im Altar­be­reich wäscht, sei­ne Prie­ster tun dies schon lan­ge!

    • … das war schon unter Bene­dikt, unter JP II so…

      den­noch: wenn F. ein The­ma noch NIE erwähnt hat, obwohl er stän­dig plap­pert, dann habe ich kein Recht, ihm ent­spre­chen­de Gedan­ken zu unter­stel­len.

      Ist es eigent­lich für Katho­li­ken so schwer, ihren Drang zur Ver­leum­dung derer, auf die sie sich ein­ge­schos­sen haben, zu beherr­schen?

      Man müste wenig­stens einen Hin­weis haben — aber der fehlt hier voll­kom­men, jeden­falls wüss­te ich davon nichts. Und ich lese extrem viel.

      Bloß weil F. Affen und Pan­tof­fel­tier­chen auf den Peters­dom pro­ji­zie­ren lässt, Frau Kirch­ner umarmt, lie­ber schwar­ze Schu­he trägt und kei­ne Lust mehr hat, sich mit dem Ehe­sa­kra­ment all­zu­viel Mühe zu machen, hat er sich noch nicht fürs Frau­en­prie­ster­tum aus­ge­spro­chen.

  19. @Inder So sehe ich das auch, es lässt mich schau­dern und fürch­ten, für ihn, für die Kir­che , für uns alle! Sol­che theo­lo­gi­schen “ Fort­schrit­te“ gab es auch schon im Alten Testa­ment, die Anbe­tung aus­län­di­scher Göt­ter begin­nend mit Salo­mon, und und

  20. @zeitschnur

    Ihre Tak­tik, jedes The­ma femi­ni­stisch umzu­deu­ten, erin­nert mich an die Marot­te des Onkel Tobi aus Lau­rence Ster­nes Roman Tris­tram Shan­dy, bei jeder sich bie­ten­den Gele­gen­heit sein Stecken­pferd ins Ren­nen zu schicken.

  21. Viel inter­es­san­ter als die Ver­än­de­rung des Ritu­als der Fuß­wa­schung (wie im Arti­kel und von vie­len Postern schon bemerkt Nichts Dog­ma­ti­sches und kein Gesetz) ist, daß Fran­zis­kus die­se über­haupt und wohl sehr spät nach­träg­lich von der Got­tes­dienst­kon­gre­ga­ti­on hat ver­kün­den las­sen.
    Seit drei Jah­ren wird mit immer neu­en Aus­nah­men regiert, an die Welt ange­bie­dert und spek­ta­ku­lär vor vie­len Medi­en agiert;
    und neben­her ‑und das bewei­sen die vie­le Postings und dia auf­ge­reg­te Spra­che hier- auch viel Ärger­nis pro­du­ziert.
    Das Geben von Ärger­nis wird schon in den 10 mosai­schen Gebo­ten ver­bo­ten; und eini­ge Poster hier haben die­se Eigen­schaft zurecht schon mehr­mals und als prä­gen­des Merk­mal v. Ber­go­glio beschrie­ben.
    Da zu die­sem Ritus am lau­fen­dem Band Aus­nah­men und nicht vor­ge­se­he­ne Ände­run­gen und Son­der­aus­füh­run­gen statt­fan­den, erschließt sich nicht ganz war­um auf ein­mal beschränk­te Ände­run­gen und noch wohl „auf per­sön­li­chem Wunsch des Pap­stes“ ein­ge­führt wer­den; und dann noch beson­ders mit der Begrün­dung von „sorg­fäl­ti­gem Abwe­gen“, schon seit sei­ner Zeit als Kar­di­nal (das ist inzwi­schen auch über 15 Jah­ren).
    Das scheint mir (auf Hebrä­isch) ^setut.

    Der Hang nach stets mehr Spek­ta­ku­lä­res hat natür­lich sei­ne Nach­tei­le:
    in 2015 war sehr lan­ge nicht bekannt, wo und wie Fran­zis­kus die Fuß­wa­schung vor­neh­men wür­de.
    Ich erin­ne­re mich an einen dama­li­gen Hin­weis, daß F. (Stich­wor­te: Demut-biblisch-Tiere-Hl.Drei Köni­ge als Sym­bo­le der Demut und des Lobs und Aner­ken­nung der Welt vor Jesus Chri­stus- Fuß­wa­schung- Medi­en­spek­ta­kel und sehr fotogen)jetzt einem Kamel/Dromedaren die Pfo­ten waschen und die Horn­bal­len abschlei­fen wür­de; die Anwe­sen­heit die­ser Tie­re in dem römi­schen Zoo in dem Gar­ten der Vil­la Borghe­se war da sehr geschickt (nur waren die Männ­chen lei­der in der Brunft).
    Nicht lachen: dies war offen­sicht­lich eine Ente (kein cane­ton aber wohl ein gro­ßer cana­rd)- aber weni­ge Tage spä­ter kam dann die ech­te Ankün­di­gung mit deut­lich weni­ger Spek­ta­kel.
    Fum­os ven­de­re (Eras­mus, Adagia)(„Warmen Rauch ver­kau­fen“)

    • Hoch­ver­ehr­ter @ Adri­en Antoi­ne,
      Sie fas­sen das Pro­blem an der rich­ti­gen Stel­le. Das Pon­ti­fi­kat ist von einem Hang zur Sen­sa­ti­on geprägt, so als gin­ge es um Show-Ein­la­gen. Die Sym­bo­lik redu­ziert sich auf den bil­li­gen Effekt und ver­liert so jede Tie­fe. Ber­go­lio ist ein Mei­ster der Ober­fläch­lich­keit und daher rührt auch sei­ne gro­ße Beliebt­heit bei all denen, die einem bana­li­sier­ten Glau­bens­ver­ständ­nis zuspre­chen.

      Wenn Jesus zu Petrus sagt: „Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen“, dann bezieht er dies expli­zit auf die Nach­fol­ge als Jün­ger. Ber­go­lio schiebt hin­ge­gen die Rein­heit bei­sei­te, wenn er z.B. Straf­tä­tern im Gefäng­nis die Füße wäscht. Ber­go­lio löst die Hand­lung der Waschung von der radi­ka­len Umkehr ab. Man könn­te hier von einer völ­li­gen Tri­via­li­sie­rung der sym­bo­li­schen Waschung spre­chen, die nichts mehr von dem beinhal­tet, was in ihr durch Jesus aus­ge­drückt wur­de.

      Die­ses Pon­ti­fi­kat ver­wü­stet den Gar­ten, statt ihn zum Erblü­hen zu brin­gen. Die Ver­wir­rung wird zum Pro­gramm einer pro­gres­si­ven Aus­deu­tung des Katho­li­schen, wodurch der Ver­fäl­schung Tür und Tor geöff­net wird.

      • Jesus wusch auch Judas die Füße .… Rein­heit war also auch damals nicht zwin­gend vor­han­den. Auch Petrus war drauf und dran zu schei­tern… sol­che Argu­men­te lau­fen ins Lee­re.

      • @ Sua­rez

        Da steht:

        „Jesus sag­te zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.“

        Und den­noch wusch er dem Ver­rä­ter die Füße und wen er alles unter den „nicht alle“ andeu­te­te, wis­sen wir ja nicht.

        Die Kir­che hat jedoch die­ses „Bad“ stets auf die Tau­fe bezo­gen. Das Füße­wa­schen auf die Beich­te.

        Gera­de die­se Stel­le zeigt auf, dass es hier nicht um das Prie­ster­tum geht, auch wenn das Ritu­al an der „Vor­hut“ der Apo­stel voll­zo­gen wird.

        Die­ses Ritu­al meint tat­säch­lich alle und wur­de daher in ver­schie­de­nen Tra­di­tio­nen auch an „allen“ voll­zo­gen, wobei dabei not­wen­dig eine Inver­si­on der Macht­ver­hält­nis­se impli­ziert war.

        Die Rol­le, die dabei das Prie­ster­tum ein­nimmt, ist nicht pri­mär die, die Füße gewa­schen zu bekom­men (was alle betrifft), son­dern die, in der Beich­te künf­tig ande­ren zu Dien­sten zu ste­hen und ihnen allen die Füße zu waschen.

      • …wobei ich ja oft genug an ande­ren Stel­len sag­te: Nicht­gläu­bi­gen hät­te er nicht die Füße waschen sol­len, der Ber­go­glio, aber anson­sten zieht das Rein­heits­ar­gu­ment nicht, weil nie­mand in die Her­zen sieht, und die Tat­sa­che, dass Jesus das konn­te, nicht heißt, dass wir es auch könn­ten oder gar dürf­ten (die Kir­che lehn­te das immer ab!)..
        Fak­tum ist jeden­falls, dass Jesus auch den Unrei­nen ein­be­zog — trotz allem.

    • Sie haben recht damit, dass Ber­go­glio nicht gera­de sen­si­bel vor­geht. Eine Ände­rung sei­nes Ritu­als am Grün­don­ners­tag müss­te er schlüs­sig kom­mu­ni­zie­ren und das tut er nicht.

      Ich blei­be der Ansicht, dass er durch­aus einen Tra­di­ti­ons­strang des Ritu­als auf­greift, der legi­tim ist, aber das weiß das Kir­chen­volk nicht her. Und wenn selbst die Kon­ser­va­ti­ven, wie man hier sieht, völ­lig a‑historisch argu­men­tie­ren, dann kann man dann davon aus­ge­hen, das die Libe­ra­len erst recht kei­ne Ahnung haben.

      Eine Bele­bung des mit­tel­al­ter­li­chen Ide­als der Armen­für­sor­ge ist, wie gesagt, legi­tim, aber F. „stop­pelt“ aus allen mög­li­chen Tra­di­tio­nen etwas zusam­men, das sich zu kei­nem „Teig“ ver­bin­den will. Die Zuta­ten fal­len wie­der aus­ein­an­der, und dann msi­chen sowohl er als auch ande­re immer noch wei­te­re Ele­men­te hin­zu, auch sol­che, die nicht zur Tra­di­ti­on gehö­ren.

      Den­noch plä­die­re ich für ein genau­es Hin­se­hen und eine unauf­ge­reg­te Betrach­tung des Gegen­stan­des — und für Hyste­rei ist gera­de bei die­sem The­ma kein Grund gege­ben. Das ein­zi­ge, was anstö­ßig war, war das Waschen der Füße von Ungläu­bi­gen. das hät­te er nicht tun sol­len.

      • Ihre Argu­men­ta­ti­on läuft auf einen sub­ti­len Rela­ti­vis­mus hin­aus, genau das beab­sich­tigt auch Ber­go­lio. Die Fuß­wa­schung hat von ihrem Ursprung nichts mit Armen­für­sor­ge zu tun. Es geht um die Jün­ger­nach­fol­ge und wie die­se sich ver­wirk­licht, eben nicht im Herr­schafts­wil­len son­dern im Die­nen. Im Mit­tel­al­ter, auf das Sie Rekurs neh­men, kam es zu theo­lo­gi­schen Ver­zer­run­gen, die kei­nen Anspruch auf Wahr­heit haben. Die Fuß­wa­schung steht im engen Zusam­men­hang mit dem Ver­rat des Judas (Joh 13,17–19). Die Rein­heit, die Jesus anspricht (Joh 13,10), ist die Rein­heit des Gei­stes, die Rein­heit nach der Tau­fe.

      • @ Sua­rez

        „Rela­ti­vis­mus“ ist bei Ihnen alles, was Ihnen nicht rein­läuft.
        Ich rela­ti­vie­re hier gar nichts — und wenn ich auf eine 1000jährige kirch­li­che Tra­di­ti­on hin­wei­se, die Ihnen nicht passt, dann muss man sich fra­gen, wer rela­ti­viert?!

        Sie per­sön­lich fas­sen das Ritu­al i.S. der „Jün­ger­nach­fol­ge“ auf, wobei Sie das nicht erklä­ren oder dar­le­gen, son­dern ein­fach so behaup­ten.
        Sie ver­leug­nen dage­gen die Deu­tung, die die Kir­che ihm 1000 Jah­re lang min­de­stens (nach­weis­lich) gege­ben hat.

        Die Chuz­pe muss man haben!

        Der Volks­mund nann­te das frü­her „päpst­li­cher als der Papst sein“.

        Was Sie und ande­re hier betrei­ben ist nach dem Mot­to „Ope­ra­ti­on gelun­gen, Pati­ent tot“ ein­fach nur destruk­tiv.

        Sie solt­len vielm­her end­lich begrei­fen, dass es sich bei der Rui­ne namens Kir­che nicht mehr um die Kir­che han­deln kann. Ob der Ber­gol­gio mal was Fal­sches, mal was Rech­tes macht — was reibt man sich dar­an auf?

        Und hier liegt er jeden­falls nicht ganz falsch.
        Umso lächer­li­cher, dass man hier bie­der­män­nisch wie eine Wolfs­meu­te dar­über her­fällt, wäh­rend in Rom und Tra­di­hau­sen ganz ande­re Schand­ta­ten durch­ge­zo­gen wer­den…

  22. Unfass­bar, um was geht es am Gru­en­don­ners­tag ?
    Um die Ein­set­zung der aller­hei­lig­sten Eucha­ri­stie, die bis zum Ende der Zei­ten fort­ge­fuehrt wer­den soll.
    Die Fus­wa­schung ist nur eine Rand­no­tiz, die in aller Kuer­ze abge­tan wer­den soll­te.
    Was macht aber Franz, er, dem die Lit­ur­gie egal ist, so egal, das er vor dem aller­hei­lig­sten nicht ein­mal nie­der­knien will, er erhebt nun die Fuss­wa­schung zum wich­tig­sten Ele­ment in der Mes­se.
    Natu­er­lich nur zu sei­nen EHREN, da kann er auch knien, es wird ja auch schoen foto­gra­fiert nach dem Mot­to, „Seht alle her, wie faaaa­bel­haft ich doch bin“
    Es ist nur noch zum Aus­spei­en wie die­ser Herr alles kaputt­macht.

    • sehr geehr­ter Micha­el, ich stim­me Sie 100% zu. Es geht am Grün­don­ners­tag um die Ein­set­zung der Aller­hei­lig­sten Eucha­ri­stie, Mein Leib, Mein Blut für euch! Damit haben wir zu tun, alles ande­re ist nur eine Rand­no­tiz.

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