„Papst Franziskus weigert sich, seinen Pflichten nachzukommen“

Papst Franziskus
Hochrangige Kirchenvertreter werfen Franziskus vor, seinen Pflichten als Papst nicht nachzukommen.

(Rom) Der von Kar­di­nal Rein­hard Marx und sei­nem Anhang unter den deut­schen Bischö­fen auf eine neue Spit­ze getrie­be­ne Kon­flikt, pro­vo­ziert in der katho­li­schen Kir­che eine explo­si­ve Stim­mung. Wird aus­ge­rech­net Deutsch­land, 500 Jah­re nach Luthers tot­ge­lau­fe­ner Refor­ma­ti­on zum Aus­gangs­punkt einer neu­en Kir­chen­spal­tung? Was für eine Iro­nie der Geschich­te.

Obwohl Papst Fran­zis­kus auf deut­schen Wink hin, gege­ben von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner in die Wege lei­te­te, gab sich die Mehr­heit der deut­schen Bischö­fe nicht damit zufrie­den. Im Allein­gang beschlos­sen sie im ver­gan­ge­nen Febru­ar auch pro­te­stan­ti­sche Ehe­part­ner von Katho­li­ken zur Kom­mu­ni­on zuzu­las­sen. Man braucht weder den „gro­ßen Durch­blick“ zu haben noch ein gei­sti­ges Genie zu sein, um zu begrei­fen, daß dies nur als erster Schritt zur gene­rel­len Inter­kom­mu­ni­on mit den Pro­te­stan­ten, vor­erst jeden­falls mit Luthe­ra­nern und Angli­ka­nern, gedacht ist.

Der dar­über ent­brann­te Streit zwi­schen einer laut Abstim­mung in der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz 47köpfigen Mehr­heit und einer 13köfigen Min­der­heit erfaß­te im Hand­um­dre­hen die gan­ze Welt­kir­che. Die ern­sten Ermah­nun­gen, die von Kar­di­nä­len in den ver­gan­ge­nen Tagen an Papst Fran­zis­kus gerich­tet wur­den, spre­chen eine deut­li­che Spra­che. Dabei fällt nicht nur die Stren­ge des Tadels auf, die trotz erheb­li­cher Unru­he, die bereits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren über die Amts­füh­rung des argen­ti­ni­schen Pap­stes herrsch­te, bei­spiel­los ist. Nicht ein­mal die Dubia-Kar­di­nä­le hat­ten einen sol­che Töne ange­schla­gen, son­dern sich dar­auf beschränkt, ihre Zwei­fel zu for­mu­lie­ren und von Fran­zis­kus eine Klä­rung zu erbit­ten. Daß es sich dabei um Kri­tik an der Linie des regie­ren­den Pap­stes han­del­te, lie­ßen sie ledig­lich unaus­ge­spro­chen mit­schwin­gen, etwa durch Aus­sa­gen wie jener des inzwi­schen ver­stor­be­nen Kar­di­nals Car­lo Caf­farra: „Nur ein Blin­der kann leug­nen, daß in der Kir­che wegen Amo­ris lae­ti­tia die größ­te Ver­wir­rung herrscht“.

Papst, der nicht als Papst handeln will

Fran­zis­kus beton­te wie­der­holt, „Pro­zes­se ansto­ßen“ zu wol­len, das aber „irrever­si­bel“. Kar­di­nal Kas­per nahm das bezüg­lich der wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen wört­lich, Kar­di­nal Marx bezüg­lich der Inter­kom­mu­ni­on. Die Liste deut­scher Begehr­lich­kei­ten ist damit kei­nes­wegs erschöpft. Zwei wei­te­re, gro­ße The­men wur­den in den ver­gan­ge­nen Wochen laut­stark depo­niert, wie­der­um durch eini­ge Bischö­fe, aber nicht nur: die Abschaf­fung des Zöli­bats durch Zulas­sung ver­hei­ra­te­ter Prie­ster und die Ein­füh­rung des Frau­en­prie­ster­tums – und natür­lich auch von Bischö­fin­nen. Bis zum Traum von einer Päp­stin ist es dann nur mehr ein Kat­zen­sprung. Er wün­sche „muti­ge Vor­schlä­ge“, hat­te Fran­zis­kus aus­ge­rech­net einem Alt-68er unter den Bischö­fen zuge­ru­fen.

Anlaß für die har­te Kri­tik an Papst Fran­zis­kus durch Pur­pur­trä­ger ist nicht nur der Vor­stoß der DBK-Mehr­heit an sich, son­dern mehr noch die päpst­li­che Reak­ti­on dar­auf. Fran­zis­kus rief am 3. Mai Mehr­heit und Min­der­heit der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz nach Rom. Anstatt Klar­heit zu schaf­fen, wie es die Min­der­heit mit ihren Fra­gen erbe­ten hat­te, ver­mied der Papst jede Klä­rung. Er schick­te alle wie­der zurück nach Ger­ma­ni­en mit der ver­fah­rens­tech­ni­schen Auf­for­de­rung, so lan­ge über das The­ma zu dis­ku­tie­ren, bis eine mög­lichst ein­stim­mi­ge Ent­schei­dung gefun­den wer­de. Was auf den ersten Blick inhalt­lich neu­tral kling, da Fran­zis­kus meri­to­risch sich jeder Stel­lung­nah­me ent­hielt, ist es in Wirk­lich­keit nicht. Ganz im Gegen­teil. Es ste­hen sich ja nicht irgend­wel­che Posi­tio­nen gegen­über, son­dern auf der einen Sei­te die kirch­li­che Leh­re und Pra­xis, auf der ande­ren Sei­te der Ver­such eines schwer­wie­gen­den und prin­zi­pi­el­len Ein­griffs dage­gen. Indem Fran­zis­kus dar­auf ver­zich­te­te, das zu tun, wofür er Papst ist und als Kir­chen­ober­haupt ver­pflich­tet wäre, näm­lich die kirch­li­che Posi­ti­on zu bekräf­ti­gen und die Neue­rer zur ermah­nen und zur Ord­nung zu rufen, erkann­te er indi­rekt deren revo­lu­tio­nä­ren Angriff als völ­lig gleich­wer­tig mit der gel­ten­den kirch­li­chen Leh­re an. Laut sei­ner Auf­for­de­rung habe die Dis­kus­si­on ja „ergeb­nis­of­fen“ zu erfol­gen.

Kardinal Eijk und „der schlimmste religiöse Betrug“

Kar­di­nal Eijk, der Erz­bi­schof von Utrecht und Pri­mas der Nie­der­lan­de, warf Fran­zis­kus daher unum­wun­den vor, es an Erfül­lung sei­nes Petrus­dien­stes feh­len zu las­sen. Mehr noch, ein Papst, der so han­delt, stel­le sich letzt­lich impli­zit auf die Sei­te der Neue­rer. So sieht es auch die deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Histo­ri­ke­rin Mai­ke Hick­son auf One­Pe­ter­Fi­ve. Ham­burgs Erz­bi­schof Ste­fan Hes­se habe vor dem ZdK von einer still­schwei­gen­den Zustim­mung des Pap­stes zur Inter­kom­mu­ni­on-Hand­rei­chung der DBK-Mehr­heit gespro­chen. Fran­zis­kus habe eine dies „ange­deu­tet“. Man kann dem Erz­bi­schof glau­ben schen­ken. Es gehört zum Regie­rungs­stil des amtie­ren­den Pap­stes dem jewei­li­gen Gesprächs­part­ner „ent­ge­gen­zu­kom­men“, ohne sich dabei aber zu sehr in fla­gran­ti ertap­pen zu las­sen. So läuft das Spiel seit dem Herbst 2013 in Sachen Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne. Es gibt kei­ne begrün­de­ten Zwei­fel, daß Fran­zis­kus nicht schon damals eben die­ses Ziel anstreb­te. Gesagt hat er es bis heu­te aber nie, obwohl gan­ze Bischofs­kon­fe­ren­zen es unter Beru­fung auf ihn umsetz­ten.

Von Zollitsch zu Marx: seit 2014 DBK-Vorsitzender
Von Zollitsch zu Marx: seit 2014 DBK-Vor­sit­zen­der

Doch nicht ein­mal damit genug: Die Auf­for­de­rung von Fran­zis­kus an die deut­schen Bischö­fe geht weit über den kon­kre­ten Streit um die Inter­kom­mu­ni­on hin­aus und betrifft letzt­lich und gene­rell alles. Der Papst sag­te ja fak­tisch, man sol­le so lan­ge abstim­men, bis mög­lichst Ein­stim­mig­keit erreicht sei. Das ist kei­ne katho­li­sche und kei­ne päpst­li­che, son­dern eine revo­lu­tio­nä­re Metho­de. Die libe­ra­len Angli­ka­ner prak­ti­zier­ten sie zuletzt, um Bischö­fin­nen durch­zu­set­zen. Sie stimm­ten in den drei Wahl­ku­ri­en der Gene­ral­syn­ode so lan­ge ab, bis im Lau­fe der Jah­re die Gre­mi­en geeig­net besetzt waren und das gewünsch­te Ergeb­nis erzielt wur­de.

Kar­di­nal Eijk übte nicht nur die erwähn­te Kri­tik und bezeich­ne­te das Vor­ge­hen des Pap­stes als „völ­lig unver­ständ­lich“. Er tätig­te eine höchst dra­ma­ti­sche Äuße­rung, indem er den Absatz 675 des Kate­chis­mus der Katho­li­schen Kir­che zitier­te:

„Vor dem Kom­men Chri­sti muß die Kir­che eine letz­te Prü­fung durch­ma­chen, die den Glau­ben vie­ler erschüt­tern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 ‑20]. Die Ver­fol­gung, die ihre Pil­ger­schaft auf Erden beglei­tet 8, wird das ‚Myste­ri­um der Bos­heit‘ ent­hül­len: Ein reli­giö­ser Lügen­wahn bringt den Men­schen um den Preis ihres Abfalls von der Wahr­heit eine Schein­lö­sung ihrer Pro­ble­me. Der schlimm­ste reli­giö­se Betrug ist der des Anti­christ, das heißt eines fal­schen Mes­sia­nis­mus, wor­in der Mensch sich selbst ver­herr­licht, statt Gott und sei­nen im Fleisch gekom­me­nen Mes­si­as [Vgl. 2 Thess 2,4–12; 1 Thess 5,2–3; 2Joh 7; 1 Joh 2,18.22].“

Man wird lan­ge suchen müs­sen, um eine so dra­sti­sche Stel­lung­nah­me eines Kar­di­nals über die Lage der Kir­che zu fin­den: „Fal­scher Mes­sia­nis­mus“, der „Mensch, der sich selbst ver­herr­licht“, der „schlimm­ste reli­giö­se Betrug“ und das „Myste­ri­um der Bos­heit“. Was davon bezieht Kar­di­nal Eijk direkt auf Papst Fran­zis­kus und sei­ne Amts­füh­rung, was auf sei­ne von Kar­di­nal Marx ange­führ­ten deut­schen Mit­brü­der im Bischofs­amt?

Kardinal Müller: „Persönliche Meinung des Papstes nicht entscheidend“

Ein wei­te­rer Kar­di­nal, der sei­ne Stim­me erhob, ist Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler. Die von Kar­di­nal Woel­ki ange­führ­te Min­der­heit der deut­schen Bischö­fe hat­te die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on ange­ru­fen. Kar­di­nal Mül­ler wäre es also gewe­sen, der Ant­wort gege­ben hät­te, wenn, ja wenn Papst Fran­zis­kus ihn nicht im Vor­jahr als Glau­bens­prä­fekt ent­las­sen hät­te. So greift ein Rad in das ande­re. Nimmt man sie zusam­men, dann ent­steht das Bild eines revo­lu­tio­nä­ren Vor­gangs, der in der Kir­che im Gan­ge ist. Ein Vor­gang, der durch die Wahl von Papst Fran­zis­kus begon­nen und eine „ande­re“ Kir­che zum Ziel hat.

Kar­di­nal Mül­ler beklag­te wie Kar­di­nal Eijk die Wei­ge­rung von Fran­zis­kus, Ant­wort zu geben. So hat­te es der ein­sti­ge Pri­mas von Argen­ti­ni­en mit den Dubia zu den wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen gemacht, so tat er es nun auch zu den Dubia von Kar­di­nal Woel­ki zur Inter­kom­mu­ni­on. Hier gehe es aber um „einen tra­gen­den Pfei­ler unse­res Glau­bens, um die Eucha­ri­stie“, so Kar­di­nal Mül­ler im Natio­nal Catho­lic Regi­ster. Auch er gab unum­wun­den zu ver­ste­hen, daß Papst Fran­zis­kus nicht den Pflich­ten und Auf­ga­ben eines Pap­stes nach­kom­me: die Brü­der im Glau­ben zu bestär­ken und sie in Klar­heit zu füh­ren. Es gehe, so der deut­sche Kar­di­nal, nicht um per­sön­li­che Mei­nun­gen des gera­de auf dem Papst­thron sit­zen­den Amts­in­ha­bers, son­dern um ein Bekräf­ti­gen und Füh­ren in Über­ein­stim­mung mit dem geof­fen­bar­ten Glau­ben.

Es sei abso­lut unzu­läs­sig, daß irgend­ei­ne Bischofs­kon­fe­renz über eine grund­le­gen­de Glau­bens­wahr­heit „abstimmt“. Ohne die kirch­li­che Gemein­schaft kön­ne es kei­ne sakra­men­ta­le Gemein­schaft geben, wes­halb die Kom­mu­ni­on für Pro­te­stan­ten unmög­lich sei. Wer die­sen Anspruch zer­stö­re, zer­stö­re die katho­li­sche Kir­che. Deut­li­cher geht es nicht mehr.

Der ehe­ma­li­ge Glau­bens­prä­fekt füg­te noch hin­zu: „Wir müs­sen uns dem wider­set­zen“. Jeder Kar­di­nal und jeder Bischof habe die Pflicht, sei­ne Stim­me zu erhe­ben, um den Glau­ben zu ver­kün­den, zu ver­tei­di­gen und zu för­dern. Der Marx-Grup­pe unter den deut­schen Bischö­fen warf er indi­rekt vor, durch Haar­spal­te­rei „allen gefal­len“ zu wol­len.

Kar­di­nal Mül­ler griff dabei einen Gedan­ken auf, den er bereits ver­hält­nis­mä­ßig bald nach der Amts­ein­füh­rung von Papst Fran­zis­kus geäu­ßert hat­te. Unter einem Papst wie Fran­zis­kus brau­che es eine Arbeits­tei­lung. Es kom­me dabei dem Glau­bens­prä­fek­ten und der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on zu, Bewah­rer und Ver­tei­di­ger der Glau­bens­leh­re zu sein, weil sich der Papst die­ser Auf­ga­be ent­zie­he. Fran­zis­kus reagier­te auf sei­ne Wei­se und setz­te den unbe­que­men Deut­schen vor die Tür. Dabei ver­steht sich Fran­zis­kus mit „den Deut­schen“ eigent­lich sehr gut, zu gut, wie man­che mei­nen und sein Ver­hält­nis zu Kar­di­nal Kas­per zu bestä­ti­gen scheint, und eben­so sein Lob für die (aller­dings kur­ze) Zeit sei­nes zwangs­ver­ord­ne­ten Stu­di­en­auf­ent­hal­tes in Deutsch­land.

DBK-Mehrheit hat  Klärungsprozeß angestoßen

Die Min­der­heit der deut­schen Bischö­fe sieht es nicht anders als die Kar­di­nä­le Eijk und Mül­ler. Sie hat­ten sich gegen das „demo­kra­ti­sche“ Dik­tat der Marx-Mehr­heit in der DBK an Rom gewandt. „Die offi­zi­el­le Ant­wort ist, daß es kei­ne Ant­wort gibt“, zitier­te der Vati­ka­nist Edward Pen­tin eine Kar­di­nal Woel­ki und Bischof Voder­hol­zer nahe­ste­hen­de Quel­le. „Die Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on wur­de zum Post­bo­ten redu­ziert“, die nichts ande­res tun dür­fe, als die Nicht-Ant­wor­ten von Fran­zis­kus mit­zu­tei­len.

Unter­des­sen rüstet die Min­der­heit der deut­schen Bischö­fe, um ihre Posi­ti­on in der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz zu stär­ken. „Das wird ein lan­ger Kampf“, aber die Min­der­heit sei ent­schlos­sen, so die­sel­be Quel­le.

Das Vor­pre­schen der DBK-Mehr­heit hat sei­ner­seits aller­dings auch einen inner­kirch­li­chen Klä­rungs­pro­zeß ange­sto­ßen. Es trägt dazu bei, die eigent­li­che Fra­ge her­aus­zu­kri­stal­li­sie­ren, die über die Fra­ge der Kom­mu­ni­on für per­ma­nen­te Ehe­bre­cher oder Pro­te­stan­ten hin­aus­geht. Es geht um eine „ekkle­sio­lo­gi­sche Revo­lu­ti­on“, wie die Vati­ka­ni­sten Pen­tin und San­dro Magi­ster schrei­ben: Es geht um die Wei­ge­rung von Papst Fran­zis­kus sei­nen Pflich­ten als Nach­fol­ger des Petrus nach­zu­kom­men. Petrus aber sei von Chri­stus als Fels ein­ge­setzt wor­den und nicht als gleich­gül­ti­ger Hir­te, der sei­nen Scha­fen sage: „Ihr wollt Nah­rung? Sucht sie euch selbst“.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vatican.va (Screen­shot)

 

2 Kommentare

  1. Man kann das „poli­ti­sche“ Anlie­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum ja ver­ste­hen, sind doch eine Men­ge ver­hei­ra­te­ter Paa­re inzwi­schen Kon­fes­si­ons­ver­schie­den. Zudem ist offen­bar der über­na­tür­li­che Glau­be, hin­sich­tich der Eucha­ri­stie nur noch neben­säch­lich. So kommt man logisch und bei­na­he zwin­gend zur Inter­kom­mu­ni­on. Was genau man (noch) glau­ben soll und kann, scheint sowie­so jedem selbst überlassen…allerdings, und das ist das eigent­lich Besorg­nis erre­gen­de, auch in wei­ten Tei­len ent­leert. Eine Ver­kün­di­gung, die selbst in der Oster­zeit nicht über histo­risch-kir­ti­sche Stand­punk­te hin­aus fin­det, wirkt ins­ge­samt kraft­los. Dabei ist es gera­de der greif­ba­re Jesus Chri­stus, den die Evan­ge­li­en so ein­drucks­voll beschrei­ben und ver­kün­den.

    • Die ande­re Alter­na­ti­ve ist, dass das Paar zum evan­ge­li­schen Got­tes­dienst geht und der katho­li­sche Part­ner das „Abend­mahl“ emp­fängt, was eben­so ver­bo­ten ist.

      Nein, weder noch ist die Alter­na­ti­ve. Die Alter­na­ti­ve ist, den katho­li­schen Glau­ben dem Evan­ge­li­schen Ehe­paar bei­zu­brin­gen. Es ist eine tol­le Evan­ge­li­sie­rungs­mög­lich­keit.

      Eben­so kann man ver­su­chen, mus­li­mi­schen Migran­ten den katho­li­schen Glau­ben bei­zu­brin­gen, anstatt ihm durch wil­de Islam­kri­tik ad absur­dum in sei­nen Glau­ben zu bestä­ti­gen.

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