Islamischer Terrorismus: Mindestens zehn Tote bei Attentat auf koptische Kirche

Der von der Polizei getötete Attentäter.
Der von der Polizei getötete Attentäter.

(Kai­ro) Min­de­stens zehn Tote und 20 Ver­letz­te for­der­te ein isla­mi­scher Ter­ro­ris­mus durch einen Angriff auf eine kop­ti­sche Kir­che in Ägyp­ten.

Das Atten­tat ereig­ne­te sich in den heu­ti­gen Mor­gen­stun­den in Hel­wan, einem Vor­ort im Süden von Kai­ro. Laut ersten Infor­ma­tio­nen soll es sich bei zwei Toten um Poli­zei­of­fi­zie­re han­deln. Bei einem Feu­er­ge­fecht mit den Sicher­heits­kräf­ten wur­de auch einer der Angrei­fer getö­tet. Sein Kom­pli­ze soll nach dem Atten­tat die Flucht gelun­gen sein.

Ziel der Dschi­ha­di­sten war die kop­tisch-ortho­do­xe Kir­che Mar Mina am süd­li­chen Stadt­rand der ägyp­ti­schen Haupt­stadt, wo man Vor­be­rei­tun­gen für die Fei­er der ortho­do­xen Weih­nacht am kom­men­den 7. Janu­ar traf.

Seit Tagen haben die staat­li­chen Behör­den die Alarm­stu­fe erhöht, weil mit Angrif­fen auf christ­li­che Zie­le gerech­net wur­de. Die Regie­rung hat zusätz­li­che Ein­hei­ten in Alarm­be­reit­schaft ver­setzt.

Laut Augen­zeu­gen sol­len Poli­zi­sten einen Gür­tel mit Spreng­stoff ent­schärft haben, den der erschos­se­ne Dschi­ha­dist an sei­nem Kör­per getra­gen hat­te. Vor­erst gibt es noch kei­ne Beken­ner­schrei­ben von isla­mi­schen Ter­ror­mi­li­zen.

Asia­News berich­tet unter Beru­fung auf ägyp­ti­sche Chri­sten, daß die Poli­zei das Gelän­de weit­räu­mig abge­rie­gelt hat. Eine Grup­pe von Katho­li­ken woll­te ande­re christ­li­che Fami­li­en in dem Vier­tel besu­chen, wur­de aber weg­ge­schickt.

Die christ­li­che Min­der­heit im mehr­heit­lich isla­mi­schen Land ist seit Jah­ren Ziel blu­ti­ger Atten­ta­te. Die Kop­ten sind der Rest der einst mehr­heit­lich christ­li­chen Bevöl­ke­rung Ägyp­tens.

Die Katho­li­ken des Lan­des konn­ten Weih­nach­ten nur unter star­kem Sicher­heits­auf­ge­bot fei­ern. Das Haupt­au­gen­merk liegt „nun jedoch auf der bevor­ste­hen­den ortho­do­xen Weih­nacht“, so P. Rafic Grei­che der Spre­cher der katho­li­schen Kir­che in Ägyp­ten gegen­über Asia­News.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Asia­News




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2 Kommentare

  1. Exmus­li­mi­sche Kon­ver­ti­ten, die inzwi­schen Katho­li­ken sind, schrie­ben im Dezem­ber 2017 einen war­nen­den öffent­li­chen Brief an Fran­zis­kus zur beun­ru­hi­gen­den päpst­li­chen Sicht über den Islam, den man im Netz mit unter­zeich­nen kann, wenn man die War­nung vor dem Islam unter­stützt.

    http://exmusulmanschretiens.fr/de/

  2. Gut, dass von „isla­mi­schem Ter­ro­ris­mus “ gespro­chen wird und nicht auf die Lügen­for­mel vom „Isla­mis­mus“ aus­ge­wi­chen wird.

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