Aufruf von Bischof Olmsted: 54tägige Novene zur Vorbereitung auf Marienweihe

Am 13. Oktober, dem 100. Jahrestag der letzten Marienerscheinung in Fatima, wird Bischof Olmsted von Phoenix sein Bistum dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen. Zur Vorbereitung rief er die Gläubigen auf, eine 54tägige Novene zu halten.
Am 13. Oktober, dem 100. Jahrestag der letzten Marienerscheinung in Fatima, wird Bischof Olmsted von Phoenix sein Bistum dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen. Zur Vorbereitung rief er die Gläubigen auf, eine 54tägige Novene zu halten.

(Washing­ton) Bischof Tho­mas J. Olm­sted von Phoe­nix in Ari­zo­na (USA), eine der her­aus­ra­gen­den Gestal­ten im Epi­sko­pat, rief die Gläu­bi­gen sei­nes Bis­tums auf, eine 54tägige Nove­ne zur Vor­be­rei­tung auf  die Wei­he der Diö­ze­se an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens zu hal­ten.

Dazu ver­öf­fent­lich­te der Ober­hir­te gestern in sei­ner stän­di­gen Kolum­ne in der Catho­lic Sun, der Kir­chen­zei­tung des Bis­tums, einen Auf­ruf, der ganz auf die Ver­tei­di­gung der Ehe und der Fami­lie aus­ge­rich­tet ist.

Im Sep­tem­ber 2016 nahm Bischof Olm­sted zum umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia von Papst Fran­zis­kus Stel­lung. Dabei prä­zi­sier­te er gegen mög­li­che Miß­ver­ständ­nis­se, daß jene, die sich schei­den las­sen und wie­der hei­ra­ten, nicht die hei­li­ge Kom­mu­ni­on emp­fan­gen kön­nen. Nur „die rech­te Bil­dung des Gewis­sens garan­tiert die Frei­heit“, stell­te der Bischof damals klar.

Attentat auf den Papst: Er wollte gerade Gründung des Instituts für Ehe und Familie bekanntgeben

Sei­ne gestern ver­öf­fent­lich­te Kolum­ne „Ver­tei­di­gung der Ehe und der Fami­lie“ geht von den Mari­en­er­schei­nun­gen von Fati­ma aus, die sich vor hun­dert Jah­ren ereig­ne­ten. In der Heils­ge­schich­te habe sich Gott immer wie­der der Gering­sten und Unbe­deu­tend­sten bedient. In Fati­ma waren es drei klei­ne Kin­der aus armen Fami­li­en.

Der Bischof schil­dert die Bedeu­tung von Fati­ma, der Hei­lig­spre­chung der Geschwi­ster Mar­to und des soge­nann­ten Drit­ten Geheim­nis­ses. Msgr. Olm­sted erin­nert an das Atten­tat auf Papst Johan­nes Paul II. am 13. Mai 1981. Der Papst, so der Bischof, befand sich damals gera­de auf dem Weg, um die Grün­dung einer neu­en Stu­di­en- und Bil­dungs­ein­rich­tung zur Ver­tie­fung des kirch­li­chen Ver­ständ­nis­ses zu Ehe und Fami­lie und zur Evan­ge­li­sie­rung in die­sem Sinn bekannt­zu­ge­ben. Es han­del­te sich um das Päpst­li­che Insti­tut Johan­nes Paul II. für Stu­di­en zu Ehe und Fami­lie.

Der Papst, der nach den Schüs­sen von Ali Agca mit dem Leben rang, konn­te die Errich­tung des Insti­tuts an jenem Tag nicht mehr bekannt­ge­ben. Errich­tet wur­de es aber den­noch und nahm unter der tat­kräf­ti­gen Lei­tung des spä­te­ren Kar­di­nals Car­lo Caf­farra sei­ne Arbeit auf.

„Schlachtfeld im Endkampf ist die Ehe und die Familie“

Olm­sted erin­nert an einen Brief, den Caf­farra gleich am Beginn sei­ner Arbeit als Insti­tuts­di­rek­tor an Schwe­ster Lucia dos San­tos schrieb, dem ein­zi­gen damals noch leben­den Seher­kind von Fati­ma. Da ein direk­ter Kon­takt nicht mög­lich war, hat­te ihr der spä­te­re Erz­bi­schof von Bolo­gna den Brief über den zustän­di­gen Orts­bi­schof zukom­men las­sen. Er bat die Ordens­frau dar­in um ihr Gebet für die Arbeit des neu­en Insti­tuts zur Stär­kung von Ehe und Fami­lie. Dann geschah, womit er nicht gerech­net hat­te. Er erhielt Ant­wort von Sr. Lucia. Ihr Brief wird heu­te im Archiv des Insti­tuts auf­be­wahrt.

Sr. Lucia schrieb, daß „das Schlacht­feld im End­kampf zwi­schen dem Herrn und dem Reich des Bösen die Fami­lie und die Ehe“ sein wer­de. Wer sich für die Hei­lig­keit der Ehe und der Fami­lie ein­setzt, wer­de auf jede nur erdenk­li­che Wei­se bekämpft und ange­fein­det wer­den. Das sei so, weil die Ehe und die Fami­lie „die tra­gen­de Säu­le der Schöp­fung“ sei­en und „die Wahr­heit über das Ver­hält­nis zwi­schen Mann und Frau und zwi­schen den Genera­tio­nen“ zum Aus­druck brin­gen.

„Wenn man Hand an die­se tra­gen­de Säu­le legt, stürzt das gan­ze Gebäu­de ein.“

Als Kar­di­nal Caf­farra 2008 die­se Bege­ben­heit das erste Mal öffent­lich erzähl­te, füg­te er hin­zu:

„Genau das erle­ben wir jetzt, denn wir befin­den uns genau an die­sem Punkt und wis­sen es.“

Aufruf an die Väter, Familie im Gebet der Novene anzuführen

Bischof Olm­sted betont in sei­ner Kolum­ne, daß er und sei­ne Prie­ster sich der geist­li­chen Bedeu­tung die­ses Angriffs gegen die Fami­lie bewußt sind. Aus die­sem Grun­de „beten wir mit Eifer für unse­re Ehen und ihre Fami­li­en und bemü­hen uns mit Nach­druck, daß die Sakra­men­te ihnen groß­zü­gig zur Ver­fü­gung ste­hen, um sie zu näh­ren und zu stär­ken.“ Gleich­zei­tig „leh­ren wir die Fül­le der Wahr­heit über die Fami­lie, vor allem die Unauf­lös­lich­keit der Ehe und die Offen­heit des ehe­li­chen Voll­zugs für das Leben, wie es in Huma­nae vitae auf pro­phe­ti­sche Wei­se gesagt wird.“

In allen die­sen Anstren­gun­gen ste­he den Ehe­leu­ten und Fami­li­en eine „Ver­bün­de­te“ zur Sei­te, Unse­re Lie­be Frau. Des­halb wer­de er am kom­men­den 13. Okto­ber, dem 100. Jah­res­tag der letz­ten Mari­en­er­schei­nung in Fati­ma, das Bis­tum dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens wei­hen. Dazu rief er beson­ders die Väter auf, ihre Fami­li­en im täg­li­chen Gebet einer 54tägigen Nove­ne zur Vor­be­rei­tung auf die Wei­he anzu­füh­ren. Die Nove­ne beginnt am 21. August, der Vigil zum Fest Maria Köni­gin, und wird bis zum 13. Okto­ber fort­ge­setzt. Auf die­se Wei­se, so der Bischof, soll auch die ein­zel­ne Fami­lie als Haus­kir­che dem müt­ter­li­chen Her­zen Unse­rer Lie­ben Frau geweiht wer­den.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Diö­ze­se Phoe­nix (Screen­shot)

2 Kommentare

  1. Herz­li­chen Dank für die­sen inter­res­san­ten Bei­trag. Es stärkt die Hoff­nung wenn man erfährt, dass es doch noch muti­ge Hir­ten gibt wel­che die Macht der Für­spra­che unse­rer aller­se­lig­sten himm­li­schen Mut­ter bei unse­rem Herrn ken­nen.
    Mit gro­ßer Freu­de nahm ich auch Kennt­mis von der Wei­he mei­ner gelieb­ten Nie­der­lan­de an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens.

  2. Herr schen­ke uns bit­te auf die Führ­spra­che des unbe­fleck­tem Her­zens Mari­ens vie­le sol­cher Bischöfe!Kyrie elei­son .…..Ave Maria .….

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