[Update] Geheimagenda eines Pontifikats — Der „Traum“ von Kardinal Martini und der „Mafia“ von Sankt Gallen

Die "Revolution" Franziskus: Wohin lenkt er das Schiff des Petrus? Der Schatten von Kardinal Carlo Maria Martini und seiner Geheimgruppe. Die "Mafia" von Sankt Gallen hat Franziskus ausgesucht und gewählt, damit er ihr Programm umsetzt. Wozu sonst!?
Die "Revolution" Franziskus: Wohin lenkt er das Schiff des Petrus? Der Schatten von Kardinal Carlo Maria Martini und seiner Geheimgruppe. Die "Mafia" von Sankt Gallen hat Franziskus ausgesucht und gewählt, damit er ihr Programm umsetzt. Wozu sonst!?

„Wir ent­hül­len kein Geheim­nis. Papst Fran­zis­kus hat es selbst stück­chen­wei­se in ver­schie­de­nen Inter­views erzählt. Als ihn die Mafia­grup­pe von Sankt Gal­len frag­te – wohl­ge­merkt vor dem Kon­kla­ve –, ob er die Wahl zum Papst anneh­men wer­de, ant­wor­te­te er, getrost dazu bereit zu sein. Wäh­rend sich die Grup­pe auf die Hand­ha­bung des Kon­kla­ve und des künf­ti­gen Pon­ti­fi­kats vor­be­rei­te­te, nahm er sei­ner­seits – wohl­ge­merkt immer vor dem Kon­kla­ve – an zwei ‚gehei­men‘ Abend­essen mit Pie­tro Paro­lin, sei­nem künf­ti­gen Staats­se­kre­tär, und mit Benia­mi­no Stel­la, dem heu­ti­gen Prä­fek­ten der Kon­gre­ga­ti­on für den Kle­rus teil.“

Mit die­ser Ein­lei­tung wer­fen die Cro­nache di Papa Fran­ces­co einen klei­nen Blick in die Ver­gan­gen­heit, der kei­nes­wegs unbe­deu­tend für die Gegen­wart ist.

Die Revanche der Diplomaten

Sowohl Paro­lin als auch Stel­la gehö­ren dem Diplo­ma­ti­schen Corps des Hei­li­gen Stuhls an. Früh­zei­tig war nach der Wahl von Fran­zis­kus daher von der „Revan­che der Diplo­ma­ten“ die Rede. Paro­lin war damals Apo­sto­li­scher Nun­ti­us in Vene­zue­la und Stel­la Prä­si­dent der Päpst­li­chen Diplo­ma­ten­aka­de­mie. Am 31. August 2013 wur­de Paro­lin von Fran­zis­kus zum vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­tär ernannt, Stel­la zwei Wochen spä­ter zum Prä­fekt der Kon­gre­ga­ti­on für den Kle­rus. Bei­de erhob er beim Kon­si­sto­ri­um vom Febru­ar 2014 in den Kar­di­nals­stand. Das war zwei Tage nach der berühmt-berüch­tig­ten Rede von Kar­di­nal Wal­ter Kas­per, immer im Auf­trag von Fran­zis­kus, mit der Kas­per die Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner zur Kom­mu­ni­on for­der­te. Das war der Auf­takt zur „gro­ßen Ver­wir­rung“, die laut Kar­di­nal Car­lo Caf­farra nur „ein Blin­der leug­nen“ kann.

Die Abend­essen im Kreis eng­ster Ver­trau­ter, um Spe­ku­la­tio­nen vor­zu­beu­gen, bedeu­tet nicht, daß es bei der Papst­wahl nicht mit rech­ten Din­gen zuge­gan­gen sei. Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit sol­len damit nicht genährt, aber Zusam­men­hän­ge auf­ge­zeigt wer­den. Paro­lin und Stel­la waren damals „nur“ Kuri­en­erz­bi­schö­fe und konn­ten damit nicht am Kon­kla­ve teil­neh­men. Die Abend­essen dien­ten viel­mehr dazu, in gro­ben Zügen ein Regie­rungs­pro­gramm abzu­stecken und erste Vor­be­rei­tun­gen für das Pon­ti­fi­kat zu tref­fen. Das spon­ta­ne Wehen des Gei­stes, der völ­lig uner­war­tet den erwähl­te, an den nie­mand gedacht habe — so und ähn­lich blu­mig stell­te Wiens Erz­bi­schof Schön­born die Wahl Ber­go­gli­os nach dem Kon­kla­ve dar — soll­te dann doch etwas anders aus­se­hen. Tat­sa­che ist, daß Kar­di­nal Ber­go­glio bereits vor dem Kon­kla­ve aktiv und ziel­stre­big Vor­be­rei­tun­gen für sein kom­men­des Pon­ti­fi­kat traf.

Das Regierungsprogramm mit den Zügen einer „Revolution“

Sein Regie­rungs­pro­gramm, auf das er sich mit der Grup­pe von Sankt Gal­len und füh­ren­den Ver­tre­tern des Diplo­ma­ti­schen Corps ver­stän­dig­te, trägt die Züge einer „Revo­lu­ti­on“. Refor­men sehen anders aus, denn sie mei­nen Erneue­rung. Die Erneue­rung der Kir­che erfolg­te in der Kir­chen­ge­schich­te stets durch Hei­li­ge und zwar ganz ohne Ver­wir­rung und Zwei­deu­tig­kei­ten in der Leh­re. Das Wort „Revo­lu­ti­on“ ist dem Sprach­ge­brauch der Kir­che fremd,  aber eines der belieb­te­sten Wör­ter von Fran­zis­kus. Im Westen ist man geneigt, das als latein­ame­ri­ka­ni­sche Cau­dil­lo-Rhe­to­rik abzu­tun, als eine folk­lo­ri­sti­sche Aus­druck­form sei­ner argen­ti­ni­schen Her­kunft. Hät­te ein euro­päi­scher Papst in der Ver­gan­gen­heit die­se Voka­bel auch nur annä­hernd so häu­fig, ja über­haupt gebraucht, wäre die Öffent­lich­keit hell­hö­ri­ger gewe­sen. Fran­zis­kus stammt aus Argen­ti­ni­en. Wer das Land nur mit Gau­chos, Tan­go und Evi­ta Peron in Ver­bin­dung zu brin­gen weiß, soll­te sich mit Ana­ly­sen zurück­hal­ten. Jor­ge Mario Ber­go­glio ist der Sohn von Euro­pä­ern. Er hat eine euro­päi­sche Aus­bil­dung genos­sen und – es kann nicht oft genug wie­der­holt wer­den – er ist Jesu­it. Die Aus­bil­dung als Ange­hö­ri­ger der Gesell­schaft Jesu stellt sogar das ent­schei­den­de Ele­ment dar.

"No Martini, No Party" - Anhänger fordern während des Konklaves 2005 auf dem Petersplatz die Wahl von Kardinal Carlo Maria Martini SJ zum Papst.
„No Mar­ti­ni, No Par­ty“ — Wäh­rend des Kon­kla­ves 2005 for­der­ten Anhän­ger von Kar­di­nal Car­lo Maria Mar­ti­ni SJ des­sen Wahl zum Papst

Kaum ein Orden ver­sam­melt in sei­ner bald 500jährigen Geschich­te leuch­ten­de­re Höhen und dunk­le­re Tie­fen. Wenn das Mot­to des Lands­knecht­füh­rers Georg von Frunds­berg „Viel Feind, viel Ehr“ etwas spe­zi­fisch Christ­li­ches an sich hät­te, dann könn­te sich kein Orden ver­dien­ter damit schmücken als der Jesui­ten­or­den. Kein Orden zog sich den erbit­ter­ten Haß so vie­ler Geg­ner zu, weil kein Orden sich hart­näcki­ger den unzäh­li­gen Fein­den der Kir­che und deren Ideo­lo­gien ent­ge­gen­stell­te und kein Orden ihnen här­ter auf gei­sti­ger Ebe­ne zusetz­te, als die Söh­ne des hei­li­gen Igna­ti­us von Loyo­la. Der bas­ki­sche Edel­mann und ehe­ma­li­ge Offi­zier schuf mit sei­nem Orden etwas, was es in der Geschich­te so noch nicht gege­ben hat­te: eine hoch­dis­zi­pli­nier­te Armee, die nur mit den Waf­fen des Gei­stes ficht und dabei — das ist ent­schei­dend — aus lau­ter Ein­zel­kämp­fern besteht. Kein Heer­füh­rer der Geschich­te hat­te je eine sol­che Armee zur Verfügung.

Revo­lu­tio­nen bedür­fen eines ideo­lo­gi­schen Unter­baus. Er ist der eigent­li­che Antrieb der wirk­li­chen Revo­lu­tio­nä­re. Daher wer­den Revo­lu­tio­nen immer am grü­nen Tisch geplant — ausnahmslos.

Enzo Bianchi über die „Entschlossenheit“ von Papst Franziskus

Der römi­sche Barn­abi­ten­pa­ter Gio­van­ni Maria Sca­le­se ist seit 2014 Supe­ri­or der mit dem Ein­marsch west­li­cher Trup­pen errich­te­ten Mis­si­on sui gene­ris in Afgha­ni­stan, deren Auf­ga­be pri­mär in der geist­li­chen Betreu­ung der im Land sta­tio­nier­ten aus­län­di­schen Sol­da­ten und Diplo­ma­ten besteht. Pater Sca­le­se, der Rang und Wür­de eines Bischofs hat und des­sen authen­ti­sche Treue zum Papst nicht ange­zwei­felt wer­den kann, betreibt den Blog Anti­quo robo­re. Die­ser Bischof, der vom äußer­sten Rand das Gesche­hen beob­ach­tet — mehr „Peri­phe­rie“ als Afgha­ni­stan geht nicht mehr — schrieb am Mon­tag:

„Ein Leser mach­te mich auf einen Vor­trag von Enzo Bian­chi auf­merk­sam, den er ver­gan­ge­ne Woche, am 23. Mai, in Caglia­ri hielt.“

Enzo Bianchi, der "falsche Prophet"
Enzo Bian­chi, der „fal­sche Prophet“

Enzo Bian­chi, der sich Pri­or einer öku­me­ni­schen Mönchs­ge­mein­schaft nennt, aber weder Prie­ster noch Mönch, son­dern ein Laie ist, wird von Msgr. Anto­nio Livi, dem ehe­ma­li­gen Dekan der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Päpst­li­chen Late­ran­uni­ver­si­tät ein „fal­scher Pro­phet“ genannt.

Papst Fran­zis­kus belohn­te Bian­chi, der für die kirch­li­che Aner­ken­nung der Homo­se­xua­li­tät, die Abschaf­fung des Prie­ster­z­ö­li­bats und für das Frau­en­prie­ster­tum ein­tritt und Fati­ma als „Schwin­del“ bezeich­net, weil ein Gott, der 1917 nichts über die natio­nal­so­zia­li­sti­sche Juden­ver­fol­gung sagt, „kein glaub­wür­di­ger Gott“ sein kann. Bian­chi, der mit Papst Bene­dikt XVI. nichts anzu­fan­gen wuß­te, streu­te Fran­zis­kus reich­lich Blu­men. Der Papst aus Argen­ti­ni­en sei ein „neu­er Psal­mist“, ja sogar ein „neu­er Bern­hard von Clairvaux“. Fran­zis­kus ernann­te ihn am 22. Juli 2014 zum Con­sul­tor des Päpst­li­chen Rates zur För­de­rung der Ein­heit der Chri­sten. Man weiß im päpst­li­chen Hof­staat eben, wen man aus­zeich­net — und wen nicht.

Über den Vor­trag in Caglia­ri wur­de Bischof Sca­le­se berich­tet, daß Bian­chi sich ab Minu­te 15:57 der Audio­auf­zeich­nung zur Preis­ga­be von Ver­trau­li­chem hin­rei­ßen ließ, was die Ent­schlos­sen­heit von Papst Fran­zis­kus zur Umset­zung von „Refor­men“ betrifft. Bian­chi sag­te zum „erleuch­te­ten“ Doku­ment Amo­ris lae­ti­tia:

„Papst Fran­zis­kus sagt stän­dig, um den Text, die­ses kla­ren Doku­ments zu ver­ste­hen: ‚Ich will kein fer­ti­ges Den­ken ver­mit­teln oder dahin kom­men, daß alles klar ist. Ich will Pro­zes­se ansto­ßen‘. Der Papst ist sich bewußt, daß die Kir­che eine enor­me, kom­ple­xe Rea­li­tät ist, eine gigan­ti­sche. Zu den­ken, man kön­ne etwas ändern, ist nicht leicht. Es braucht Zeit, weil auf jene gewar­tet wer­den muß, die lang­sa­mer sind. Des­halb gebraucht Fran­zis­kus die­se For­mel: ‚Ich will Pro­zes­se beginnen‘.
Eines Tages wur­de er in einer ver­trau­li­chen Situa­ti­on gefragt: ‚Aber Hei­lig­keit, wer­den Sie alle die­se Refor­men zu Ende füh­ren, die sie ankün­di­gen?‘ Sei­ne Ant­wort war: ‚Ich ver­lan­ge nichts. Ich will, daß Pro­zes­se begon­nen wer­den, und ich will, daß der gan­ze Weg, den wir gemein­sam zurück­le­gen, unum­kehr­bar ist.‘
Ist das klar!? Das sagt Euch die Ent­schlos­sen­heit, und wie Papst Fran­zis­kus ist.“

„Prozesse in Gang bringen“ — Die Langzeitstrategie

Bischof Sca­le­se merk­te dazu an, daß es sich nur um die Wie­der­ga­be Bian­chis han­delt, aber es kei­nen Grund gebe, den Wahr­heits­ge­halt in Zwei­fel zu zie­hen. Bian­chi steht Fran­zis­kus nahe und er berich­te­te die Epi­so­de im Rah­men eines öffent­li­chen Vor­trags. Letzt­lich ent­hüll­te Bian­chi in Caglia­ri nicht ein­mal ein Geheim­nis. Bereits im ersten Inter­view, das Fran­zis­kus sei­nem Ver­trau­ten, dem Jesui­ten Anto­nio Spa­daro, gewähr­te, das in der Aus­ga­be der Civil­tà  Cat­to­li­ca vom 19. Sep­tem­ber 2013 (Nr. 3918) ver­öf­fent­licht wur­de, sprach der Papst von den „Pro­zes­sen“, die er ansto­ßen will.

Laut der deut­schen Jesui­ten­zeit­schrift Stim­men der Zeit sag­te der Papst wörtlich:

„Gott zeigt sich in einer geschichts­ge­bun­de­nen Offen­ba­rung, in der Zeit. Die Zeit stößt Pro­zes­se an, der Raum kri­stal­li­siert sie. Gott fin­det sich in der Zeit, in den lau­fen­den Pro­zes­sen. Wir brau­chen Räu­me der Macht­aus­übung nicht zu bevor­zu­gen gegen­über Zei­ten der Pro­zes­se, selbst wenn sie lan­ge dau­ern. Wir müs­sen eher Pro­zes­se in Gang brin­gen als Räu­me beset­zen. Gott offen­bart sich in der Zeit und ist gegen­wär­tig in den Pro­zes­sen der Geschich­te. Das erlaubt, Hand­lun­gen zu prio­ri­sie­ren, die neue Dyna­mi­ken her­vor­ru­fen. Es ver­langt auch Geduld und Warten.“

Fran­zis­kus nahm damit den ersten der vier Grund­sät­ze vor­weg, die er am 24. Novem­ber 2013 in sei­nem Apo­sto­li­schen Schrei­ben Evan­ge­lii gau­di­um veröffentlichte:

„Die Zeit ist mehr wert als der Raum.“

Die Revolution von Pedro Arrupe und Karl Rahner

Laut Cro­nache di Papa Fran­ces­co ste­he hin­ter die­sen Wor­ten die Absicht, ver­wirk­li­chen zu wol­len, was die moder­ni­sti­schen Jesui­ten bereits in den 60er und 70er Jah­ren ver­wirk­li­chen woll­ten, allen vor­an der 28. Jesui­ten­ge­ne­ral Pedro Arru­pe und Karl Rah­ner, einer der ein­fluß­reich­sten Theo­lo­gen in der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts: eine Revo­lu­ti­on namens Moder­nis­mus. Das, was frü­her von allen Päp­sten bekämpft und vom hei­li­gen Papst Pius X. mit der Enzy­kli­ka Pas­cen­di Domi­ni­ci gre­gis ver­ur­teilt wurde.

Die Päp­ste leg­ten bei der Bekämp­fung beson­de­ren Wert auf eine klar defi­nier­te Glau­bens­leh­re. Heu­te scheint das Gegen­teil zu gel­ten. Je wort­la­sti­ger, desto ver­schwom­me­ner, flie­ßen­der, nicht mehr wirk­lich greif­bar und auch nicht mehr wirk­lich ver­ständ­lich. Die Leh­re wur­de bieg­sam und geschmei­dig gemacht, wie eine Knet­mas­se, die nach Bedarf geformt und wie­der umge­formt wer­den kann. Wer hören kann, der höre und wer ver­ste­hen kann, der ver­ste­he, erhält in die­sem Kon­text eine gan­ze neue, eine ganz ande­re Bedeutung.

Gotti-Tedeschi vergleicht Papst Franziskus mit Napoleon

Der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent der Vati­kan­bank IOR, Etto­re Got­ti-Tede­schi, des­sen erzwun­ge­ner Rück­tritt im Mai 2012 bis heu­te Rät­sel auf­gibt, schrieb am Mon­tag einen Auf­satz über „dok­tri­nä­re Ideo­lo­gen“. Dabei stell­te er die Fra­ge, ob Papst Fran­zis­kus am Ende wie Napo­le­on sei.

Gotti -edeschi: "Wie ich vom Vatikan verraten wurde"
Got­ti-Tede­schi: „Wie ich vom Vati­kan ver­ra­ten wurde“

In der jüng­sten Aus­ga­be der geo­po­li­ti­schen Fach­zeit­schrift Limes stell­te Ger­ma­no Dot­to­ri, Exper­te für Inter­na­tio­na­le Stra­te­gi­sche Stu­di­en,  einen Zusam­men­hang zwi­schen dem Rück­tritt von Bene­dikt XVI. und einer von der US-Regie­rung Oba­ma insze­nier­ten Kam­pa­gne gegen den deut­schen Papst her. Dot­to­ri berich­te­te, daß unter einem Vor­wand der Kir­che der Aus­schluß vom inter­na­tio­na­len Geld­ver­kehr vor­ex­er­ziert wur­de. Das Ziel? Den Rück­tritt des Pap­stes zu erzwin­gen. Die Abset­zung Got­ti-Tede­schis, eines Ver­trau­ten Bene­dikts XVI., erscheint in die­sem Kon­text wie ein Prä­lu­di­um des Unfaß­ba­ren, das Bene­dikt am 11. Febru­ar 2013 ankündigte.

Wie aber kommt der gläu­bi­ge Katho­lik und erfah­re­ne Ban­kier Got­ti-Tede­schi dazu, Papst Fran­zis­kus mit Napo­le­on Bona­par­te zu vergleichen?

Anlaß dazu war des­sen mor­gend­li­che Pre­digt im Domus Sanc­tঠMar­thঠam ver­gan­ge­nen 19. Mai. Dazu Gotti-Tedeschi:

„Es wäre inter­es­sant zu wis­sen, wer Papst Fran­zis­kus emp­foh­len hat, in sei­ner Pre­digt den­sel­ben Aus­druck zu ver­wen­den, den Napo­le­on Bona­par­te gebrauch­te, um sei­ne Wider­sa­cher zum Schwei­gen zu brin­gen, denn die­ser Feh­ler Napo­le­ons kam Frank­reich und Euro­pa teu­er zu stehen.“

Sei­ne Bio­gra­phen berich­ten , daß der selbst­er­nann­te Kai­ser der Fran­zo­sen mit Ver­ach­tung die Kri­ti­ker sei­ner Regie­rung als „dok­tri­nä­re Ideo­lo­gen“ brand­mark­te. Sie sei­en Anhän­ger abstrak­ter Ideen, ohne Kon­takt zur Wirk­lich­keit und mit man­geln­dem poli­ti­schem Verstand.

Napoleon beendete das Morden der Jakobiner, um sich eine gefügige Staatsreligion zu schaffen

Man­geln­den Rea­li­täts­sinn kön­ne man Napo­le­on wirk­lich nicht abspre­chen, so Got­ti-Tede­schi. Er erkann­te, im Gegen­satz zu den Jako­bi­nern, daß die Katho­li­zi­tät nicht aus­zu­rot­ten war. Viel­mehr sah er in der Reli­gi­on einen nütz­li­chen, ja sta­bi­li­sie­ren­den Fak­tor für das Gemein­we­sen, wes­halb er die Ver­nich­tungs­po­li­tik der Jako­bi­ner auf­gab und die Kir­che als von ihm kon­trol­lier­ter Staats­re­li­gi­on zu einem gefü­gi­gen Part­ner machen woll­te. Um auch Hand auf das Papst­tum zu legen, besetz­te und annek­tier­te er Rom. Papst Pius VII. durch­schau­te die Absich­ten und exkom­mu­ni­zier­te den Kor­sen, der sich mit der Ver­haf­tung des Pap­stes revan­chier­te und Pius VII. als Gefan­ge­nen nach Frank­reich ver­schlep­pen ließ. Die Reli­gi­on inter­es­sier­te Napo­le­on nicht, um zu evan­ge­li­sie­ren, son­dern um sei­ne Macht abzu­si­chern. Vor allem woll­te er sei­nen Geg­nern die „Waf­fe der Reli­gi­on“ ent­zie­hen, die sich nur zu gut erin­ner­ten, wie die Fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on mit der Kir­che und den Katho­li­ken umge­gan­gen ist, und das nicht nur in der Vendée.

Und was sag­te Papst Fran­zis­kus am 19. Mai in San­ta Mar­ta? Er sprach von den “Ideo­lo­gen der Dok­trin“, eben den “dok­tri­nä­ren Ideo­lo­gen“ Napo­le­ons. Fran­zis­kus, der sich damit laut Mei­nung vie­ler Beob­ach­ter auf die vier Kar­di­nä­le der Dubia bezo­gen hat, for­der­te die Gläu­bi­gen auf, sich nicht von den „Ideo­lo­gen der Dok­trin“ erschrecken zu las­sen. „Sind wir denn sicher, daß es über­haupt ver­schreck­te Gläu­bi­ge gibt?“, frag­te Got­ti-Tede­schi zurück.

„Erstaun­li­cher­wei­se“ wer­de zur Durch­set­zung einer Regie­rungs­form der „Bezug zur Rea­li­tät“ bemüht, die Not­wen­dig­keit Rea­li­sten und nicht Idea­li­sten zu sein. In Wirk­lich­keit füh­re das meist zu einer Ver­schlech­te­rung der Situa­ti­on, wenn es dar­über kei­nen Kon­sens gibt und der Wider­spruch miß­ach­tet oder sogar ver­ach­tet wird. Der Ver­ach­tung Napo­le­ons für sei­ne Kri­ti­ker ent­spricht die „barm­her­zi­ge“ Miß­ach­tung der Dubia (Zwei­fel) durch Franziskus.

Napo­le­on hielt sei­nen Geg­nern den man­geln­den Kon­takt mit der Wirk­lich­keit vor, indem er behaup­te­te, daß die Wirk­lich­keit über den Ideen ste­he. Ähn­lich, so Got­ti-Tede­schi, ver­hal­te es sich mit Fran­zis­kus. Das stra­te­gi­sche Kon­zept des Pap­stes scheint von der Über­zeu­gung aus­zu­ge­hen, daß die „Rea­li­tät“ der Ver­hal­tens­wei­sen des moder­nen Men­schen über (den Ideen) der Tra­di­ti­on steht.

Amoris laetitia: ein Schreiben über die reale Liebe, nicht die über die Doktrin

Enzo Bian­chi sag­te ver­gan­ge­ne Woche in Caglia­ri zum „bes­se­ren Ver­ständ­nis des Gei­stes von Amo­ris lae­ti­tia und den tie­fe­ren Absich­ten des Papstes“:

„An erster Stel­le: Amo­ris lae­ti­tia ist ein Schrei­ben über die rea­le Lie­be, die rea­le, nicht über die Doktrin.“

Daher sei es falsch, dar­an fest­hal­ten zu wol­len, dem moder­nen Men­schen „stren­ge“ Nor­men (und Dok­tri­nen) auf­zwin­gen zu wol­len, die auf­grund der ver­än­der­ten „Zei­chen der Zeit“ nicht mehr anwend­bar sei­en. Das wür­de ja nur mehr weni­ge Leu­te inter­es­sie­ren, eben die lieb­lo­sen Tra­di­tio­na­li­sten, die sich in For­ma­lis­men und äuße­ren Schein flüch­ten, um Sicher­heit zu gewin­nen im Strom der Ver­än­de­run­gen. So und ähn­lich abschät­zig äußer­te sich Fran­zis­kus immer wie­der. Sein Wunsch, kla­re Gren­zen zu zie­hen, ist offen­sicht­lich. Die Grenz­zie­hung lau­tet: eine Mau­er in Rich­tung Tra­di­ti­on, offe­ne Gren­zen Rich­tung Moderne.

Und wenn Fran­zis­kus sich irren soll­te? Wenn das wirk­lich katho­li­sche Volk ganz anders den­ken soll­te, als er meint? Die­se Fra­gen beant­wor­tet Got­ti-Tede­schi mit dem Resümee:

„Napo­le­on ist geschei­tert, weil sei­ne Stra­te­gie falsch war. Ihm fehl­te es an einer geo­po­li­ti­schen Gesamt­schau. Vor allem ver­stand er den Wil­len der Völ­ker nicht und umgab sich mit schlech­ten Mitarbeitern.“

Ist der Papst katholisch? „Nein, er ist Jesuit“

Wer hät­te sich vor dem 13. März 2013 träu­men las­sen, daß ein Wochen­ma­ga­zin wie News­week ein­mal auch nur auf die Idee kom­men könn­te, auf der Titel­sei­te die Fra­ge zu stellen:

„Is the Pope Catho­lic?“ (Ist der Papst katholisch?).

Die Ant­wort lau­tet Nein und noch­mal Nein. Das will etwas besa­gen. Und doch stand auf der Titel­sei­te der News­week-Aus­ga­be vom 9. Okto­ber 2015 genau die­ser Satz.

Die Ant­wort füh­ren­der Katho­li­ken auf die­se haar­sträu­ben­de Fra­ge lau­te­te damals im ver­trau­li­chen Gespräch:

„Nein, er ist Jesuit.“

Ist der Papst katholisch?
Ist der Papst katholisch?

Wor­in besteht die „Revo­lu­ti­on“ von Fran­zis­kus? Sie voll­zieht sich auf zwei Ebe­nen, und das seit dem ersten Tag sei­nes Pon­ti­fi­kats. Der län­ger­fri­stig ange­leg­te Teil wur­de bereits ange­deu­tet und heißt: Per­so­nal­po­li­tik. Auf per­so­nel­ler Ebe­ne voll­zieht Fran­zis­kus einen ziem­lich kon­se­quen­ten Umbau der Epi­sko­pa­te eini­ger Schlüs­sel­län­der. Die schwer­wie­gen­den Fol­gen sind noch aus den 70er Jah­ren in Erin­ne­rung. Es dau­er­te Jahr­zehn­te, um die pro­gres­si­ven Bischofs­er­nen­nun­gen in den USA aus­zu­bü­geln. Fran­zis­kus möch­te die­sen Pro­zeß, wie er selbst sagt, „unum­kehr­bar“ machen.

Am 19. April 2016 schrieb Le Jour­nal de Mon­tré­al, daß Fran­zis­kus Kar­di­nal Marc Ouel­let, den für Bischofs­er­nen­nun­gen zustän­di­gen Prä­fek­ten der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on völ­lig ignoriert.

„Papst Fran­zis­kus hat sei­ne Emp­feh­lun­gen für die Ernen­nung neu­er Bischö­fe in den Papier­korb geworfen.“

Die fran­ko­ka­na­di­sche Zei­tung zitier­te dazu den Que­be­cer Reli­gi­ons­spe­zia­li­sten Alain Pron­kin mit den Worten:

„Es ist beun­ru­hi­gend, weil es die Auf­ga­be von Kar­di­nal Ouel­let in Rom ist, dem Papst die Namen vor­zu­schla­gen, er aber igno­riert sie und ent­schei­det sich für ganz ande­re Kandidaten.“

Die­se „ande­ren Kan­di­da­ten“ sei­en laut Pron­kin einer bestimm­ten Rich­tung zuzu­ord­nen, denn Fran­zis­kus sei stets auf der Suche nach „den pro­gres­siv­sten Kandidaten“.

Die stille Revolution: Türen für heterodoxe Themen aufstoßen

Auf der mit­tel­fri­sti­gen Ebe­ne wer­den Türen zu hete­ro­do­xe The­sen auf­ge­sto­ßen, die von einem Heer von Mit­läu­fern und ver­schreck­ten Gut­gläu­bi­gen „auf Teu­fel komm raus“ für ortho­dox erklärt wer­den. Papst Fran­zis­kus tritt dabei nicht direkt auf, betä­tigt sich kraft sei­ner Voll­mach­ten aber als Tür­öff­ner. Die­se Stra­te­gie wur­de beim Ehe­sa­kra­ment ange­wandt mit dem Ergeb­nis, daß in der gan­zen Kir­che die „größ­te Ver­wir­rung“ herrscht. Die­sel­be Stra­te­gie ist beim Wei­he­sa­kra­ment bereits im Rol­len, um den Prie­ster­z­ö­li­bat zu kap­pen. Bra­si­li­en und der Ama­zo­nas las­sen grüßen.

Ori­en­tiert man sich an den Aus­sa­gen der Kar­di­nä­le Kas­per und Schön­born – „mal­au­gu­ra­ta­men­te ent­ram­bi tede­schi“ (unglück­se­li­ger­wei­se bei­de Deut­sche) –, dann zieht die „Revo­lu­ti­on“ längst wei­te­re Krei­se. Die Über­win­dung der Unter­schei­dung zwi­schen „regu­lä­ren“ und „irre­gu­lä­ren“ Ver­bin­dun­gen zwei­er Men­schen als „Ergeb­nis“ des umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­bens Amo­ris lae­ti­tia des Pap­stes, stimm­te bei­de Kar­di­nä­le „hoch­er­freut“. Mit Schön­borns Gra­dua­li­täts-The­se läßt sich jede Sün­de auf­lö­sen, wes­halb Kuri­en­kar­di­nal Fran­ces­co Coc­co­pal­me­rio bereits das kirch­li­che Ver­ständ­nis von „Gut“ und „Böse“ in Fra­ge stellte.

In die­sem einen Absatz ist soviel Spreng­kraft, um damit — nach mensch­li­chem Ermes­sen — die gan­ze Kir­che in die Luft zu spren­gen. Jan Hus hat­te vor 600 Jah­ren soviel Spreng­pul­ver depo­niert, daß damit selbst nach sei­ner Hin­rich­tung noch ganz Böh­men in die Luft gesprengt wer­den konn­te. Mar­tin Luther leg­te vor 500 Jah­ren Feu­er an die Lun­te und spreng­te ganz Deutsch­land in die Luft. Er spal­te­te das deut­sche Volk, mach­te das Hei­li­ge Römi­sche Reich (deut­scher Nati­on) und die Kai­ser­wür­de zum kläg­li­chen Schat­ten ihrer selbst, und am Ende ver­blu­te­te ein Drit­tel des Vol­kes in den Reli­gi­ons­krie­gen. Dabei wären, wie selbst pro­te­stan­ti­sche Theo­lo­gen zuge­ben, spä­te­stens mit dem Tod Luthers (1546) und den Ablaß-Beschlüs­sen des Kon­zils von Tri­ent (1547) alle Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­söh­nung und Wie­der­her­stel­lung der Ein­heit gege­ben gewe­sen. Da die pro­te­stan­ti­schen Für­sten mit Hil­fe Luthers die größ­te Ver­mö­gensum­ver­tei­lung der deut­schen Geschich­te (bis zur unvor­stell­ba­ren Ver­trei­bung von Mil­lio­nen Deut­schen aus dem Osten und Süd­osten und der kom­mu­ni­sti­schen Dik­ta­tur in Mit­tel­deutsch­land) voll­zo­gen hat­ten, gab es in einer Mischung aus Stolz, Hoch­mut und Eigen­nutz kei­nen Wil­len mehr zum Zurück.

Ist am Beginn des 21. Jahr­hun­derts schon wie­der jemand am Zündeln?

C9-Kardinalsrat: „Ergebnisse der Kurienreform gibt es, aber man sieht sie nicht“

Aber viel­leicht soll­te die Fra­ge anders­her­um gestellt und noch von einer ande­ren Per­spek­ti­ve betrach­tet wer­den. Was hat die von Fran­zis­kus am Beginn des Pon­ti­fi­kats ver­kün­de­te und mit­tels C9- Kar­di­nal­s­rat umge­setz­te Kuri­en­re­form bis­her gebracht? Herz­lich wenig, wie selbst über­zeug­te Ber­go­glia­ner zuge­ben müs­sen. Kar­di­nal Oscar Rodri­guez Mara­dia­ga, der Koor­di­na­tor des Kar­di­nal­s­ra­tes und enger Papst-Ver­trau­ter, der sich vor­sorg­lich bereits selbst als Kan­di­dat für die Nach­fol­ge von Fran­zis­kus ins Gespräch gebracht hat, sieht das so:

„Die Ergeb­nis­se gibt es, aber man sieht sie nicht.“

Mit einem sol­chen Satz wird selbst gestan­de­nen Katho­li­ken eini­ges zugemutet.

C9-Rat hin oder her, am Ende ent­schei­det ohne­hin der Papst, und der tut das mit oder ohne Kar­di­nal­s­rat. Ohne tat er es bei­spiels­wei­se im August 2016, als er die päpst­li­chen Ein­rich­tun­gen für die Ehe und für das Leben, die noch aus der Zeit von Papst Johan­nes Paul II. stam­men, auf Ber­go­glio-Kurs brach­te. Da die Ent­las­sung des Direk­tors und die Ein­set­zung eines neu­en Groß­kanz­lers, dort die Aus­wechs­lung gleich aller Mit­glie­der. Das magi­sche Zau­ber­wort heißt bei Papst Fran­zis­kus auch in die­sem Fall: Per­so­nal­po­li­tik.

Ein Beispiel: Vincenzo Paglia, der „willfährige Helfer“

Marco Pannella und Vincenzo Paglia: Stelldichein mit radikalem Kirchengegner
Mar­co Pan­nella und Vin­cen­zo Paglia: Stell­dich­ein mit radi­ka­lem Kirchengegner

Ob bei der Dis­zi­pli­nie­rung des Päpst­li­chen Insti­tuts Johan­nes Paul II. für Stu­di­en zu Ehe und Fami­lie oder der Päpst­li­chen Aka­de­mie für das Leben, der von Fran­zis­kus damit beauf­trag­te Ver­trau­te heißt Bischof Vin­cen­zo Paglia von der Gemein­schaft von Sant’Egidio. Paglia gehört zu den kir­chen­po­li­ti­schen Fehl­grif­fen von Johan­nes Paul II. und Bene­dikt XVI. Erste­rer mach­te ihn zum Diö­ze­san­bi­schof, damit auch Sant’Egidio als eine Art von Beloh­nung „ihren“ Bischof bekommt. Bene­dikt XVI. hol­te ihn sogar an die Römi­sche Kurie und mach­te ihn zum Lei­ter des Päpst­li­chen Rates für die Fami­lie. Auch in die­sem Fall wäre es inter­es­sant zu wis­sen, wer dem Papst aus Bay­ern sol­che Fehl­ent­schei­dun­gen emp­foh­len hat. Zur Ehren­ret­tung Bene­dikts muß gesagt wer­den, daß sich vie­le wäh­rend sei­nes Pon­ti­fi­kats nicht zu erken­nen gaben. Auch Paglia ver­hielt sich unter dem deut­schen Papst „klu­ger­wei­se“ so still, daß man ihn sogar zu wich­ti­gen The­men nicht hör­te. Seit Fran­zis­kus ist Paglia wie aus­ge­wech­selt und red­se­lig.

Im Gefol­ge des argen­ti­ni­schen Pap­stes sprach Paglia zwei der radi­kal­sten Abtrei­bungs­ideo­lo­gen der Geschich­te, Mar­co Pan­nella und Emma Boni­no, bei­de Ver­tre­ter der Radi­ka­len Par­tei Ita­li­ens „hei­lig“. Von Pan­nella sag­te Paglia in einer Lobes­re­de: „Er glaub­te, wor­an er glaub­te“. Man könn­te Paglia selbst in die­ser Sache nicht vor­wer­fen, päpst­li­cher als der Papst zu sein. Es war Fran­zis­kus, der Emma Boni­no, die ehe­ma­li­ge ita­lie­ni­schen Außen­mi­ni­ste­rin und EU-Kom­mis­sa­rin als „ganz Gro­ße“ lob­te, die sich in den 70er Jah­ren selbst bezich­tigt hat­te, an mehr als 10.000 Abtrei­bun­gen mit­ge­wirkt zu haben.

Karl Rahner und die Anleitung zur Kapitulation vor der Welt

Stefano Fontana: "Die neue Kirche von Karl Rahner"
Ste­fa­no Fon­ta­na: „Die neue Kir­che von Karl Rahner“

Doch wie war schon Karl Rah­ner über­zeugt: Das Wis­sen wer­de nur mehr eine Debat­te zwi­schen unter­schied­li­chen Mei­nun­gen sein. Ste­fa­no Fon­ta­na, der Direk­tor des Inter­na­tio­nal Obser­va­to­ry Car­di­nal Van Thu­an for the Social Doc­tri­ne of the Church (Kar­di­nal Van Thu­an Beob­ach­tungs­stel­le für die Sozi­al­leh­re der Kir­che) und Chef­re­dak­teur der Kir­chen­zei­tung des Erz­bis­tums Tri­est, das vom muti­gen Erz­bi­schof Giam­pao­lo Crepal­di gelei­tet wird, leg­te mit sei­nem neu­en Buch „Die neue Kir­che von Karl Rah­ner“, eine bemer­kens­wer­te Stu­die über den deut­schen Theo­lo­gen vor, „der gelehrt hat, vor der Welt zu kapi­tu­lie­ren“. Das Buch ist unter dem­sel­ben Titel „La nuo­va Chie­sa di Karl Rah­ner. Il Teo­lo­go che ha inseg­na­to ad arren­der­si al mondo“ vor zwei Mona­ten erschie­nen. Der Ein­fluß Rah­ners auf die heu­ti­ge Kir­che und ihren Zustand ist kaum zu unter­schät­zen. Unmit­tel­bar nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil wur­de unter Stu­den­ten der Päpst­li­chen Late­ran­uni­ver­si­tät erho­ben, wer ihrer Mei­nung nach der bedeu­tend­ste Theo­lo­ge der Kir­chen­ge­schich­te sei: Die Stu­den­ten nann­ten nicht den hei­li­gen Augu­sti­nus oder den hei­li­gen Tho­mas von Aquin, son­dern Karl Rahner.

Fon­ta­na schreibt dazu:

„Im Licht der heu­ti­gen Lage der Kir­che betrach­tet, stimmt es, Karl Rah­ner scheint gesiegt zu haben: Hir­ten, die unter den Gläu­bi­gen Zwei­fel säen, die es zulas­sen, daß ande­re Zwei­fel säen, ohne ein­zu­grei­fen, die nur unwil­lig ertra­gen, daß Katho­li­ken Mus­keln zei­gen, um die soge­nann­ten ’nicht ver­han­del­ba­ren Wer­te‘ zu ver­tei­di­gen. Das ist die von Rah­ner gebrach­te Revo­lu­ti­on: eine demo­kra­ti­sche und offe­ne Kir­che mit unde­fi­nier­ten Gren­zen, von der Basis her struk­tu­riert, plu­ra­li­stisch in theo­lo­gi­scher, phi­lo­so­phi­scher und lehr­mä­ßi­ger Hin­sicht, in der die Leh­re durch die Pasto­ral ersetzt wird, die nie­man­den evan­ge­li­siert und erst recht nie­man­den mehr ver­ur­teilt, weil jede spe­zi­el­le Lebens­si­tua­ti­on ein guter Aus­gangs­punkt sein kön­ne. Es ist die Kir­che, die ohne ein exklu­si­ve Wahr­heit, die es zu ver­kün­den gilt, sich laut Rah­ner zur Welt bekeh­ren muß. Hin­ter die­sem schlech­ten The­se steht eine schlech­te Phi­lo­so­phie, die ihre Bezugs­punk­te in Kant, Hegel und Hei­deg­ger hat.“

Maradiaga: „Das Kapital der Armen ist die Gesundheit. Papst Franziskus interessiert nur das“

Und was wie­der­holt Kar­di­nal Mara­dia­ga stän­dig, als wäre es eine fixe Idee?

„Das Kapi­tal der Armen ist die Gesund­heit … Den Papst inter­es­siert nur das.“

„Wir fra­gen uns, in wel­chem Evan­ge­li­um der Kar­di­nal eine sol­che Unwahr­heit gele­sen hat und was aus dem wirk­li­chen ‚Kapi­tal‘ gewor­den ist, das sich See­le nennt, die es zu ret­ten gilt und deren Erlö­sung Gott um einen so teu­ren Preis erkauft hat. Für die­ses See­len­heil wur­de das Petrus­amt von Chri­stus ein­ge­setzt“, so Cro­nache di Papa Fran­ces­co.

Am 13. Febru­ar begann die 18. Kon­fe­renz­run­de des C9-Kar­di­nal­s­ra­tes mit einer Soli­da­ri­täts­er­klä­rung für Papst Fran­zis­kus, die Kar­di­nal Mara­dia­ga den ande­ren vor­legt haben soll. Die Erklä­rung gehört zu jenen Doku­men­ten, die eine freie Wil­lens­be­kun­dung fast unmög­lich machen. Wel­cher Kar­di­nal in einem sol­chen Gre­mi­um könn­te sich einer Soli­da­ri­täts­er­klä­rung für den Papst ver­wei­gern? Mit­tags wur­de der Text vom vati­ka­ni­schen Pres­se­amt ver­öf­fent­licht. Kurz dar­auf konn­te katholisch.de die Inter­net­platt­form der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz titeln:

„Kar­di­nal­s­rat: Vol­le Unter­stüt­zung für den Papst. Egal ob papst­kri­ti­sche Pla­ka­te in Rom oder die Zwei­fel an ‚Amo­ris lae­ti­tia‘: Der für die Kuri­en­re­form zustän­di­ge K9-Rat sichert Papst Fran­zis­kus und sei­nem Lehr­amt vol­len Rück­halt zu.“

Römische Pasquinaten: Plakat gegen Papst Franziskus
Römi­sche Pas­qui­na­ten: Pla­kat gegen Papst Franziskus

„Egal ob“? In der Soli­da­ri­täts­er­klä­rung des C9-Kar­di­nal­s­ra­tes wur­den weder die römi­schen Pas­qui­na­ten der anony­men Pla­ka­te noch die Dubia (Zwei­fel) zu Amo­ris lae­ti­tia erwähnt. Wo steht also der eigent­li­che „Feind“ der Kir­che? Offen­bar sind die schlimm­sten Fein­de die vier nam­haf­ten Kar­di­nä­le der Dubia, weil sie es gewagt haben, Papst Fran­zis­kus eini­ge Fra­gen zu stel­len, nach­dem die­ser mit Amo­ris lae­ti­tia ein gigan­ti­sches Durch­ein­an­der pro­du­ziert hat, weil heu­te die einen Bischö­fe das Gegen­teil der ande­ren sagen. Erst ver­gan­ge­ne Woche erklär­ten die Bischö­fe Bel­gi­ens „im Namen des Pap­stes“, daß wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne zur Kom­mu­ni­on zuge­las­sen sind. Dem wider­sprach der Prä­fekt der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Kar­di­nal Ger­hard Mül­ler, kate­go­risch („ 2 + 2 kann nie 5 erge­ben“). Wer hat nun Recht? Was gilt? Das wol­len die vier Kar­di­nä­le vom Papst wis­sen, doch der tut so, als wüß­te er von nichts, igno­riert die Dubia und läßt es zu, daß sei­ne eng­sten Mit­ar­bei­ter die vier Kar­di­nä­le spgar auf teils unglaub­li­che Art und Wei­se öffent­lich nie­der­ma­chen.

Revolution Bergoglio — Einige Zitate

Die „Revo­lu­ti­on Ber­go­glio“: die­ser Begriff ist kei­ne Unter­stel­lung, son­dern fin­det sich in Varia­tio­nen in einer gan­zen Rei­he von Buch­ti­teln aus der Feder von über­zeug­ten Ber­go­glia­nern. Die­se „Revo­lu­ti­on“ läßt sich am deut­lich­sten anhand von Zita­ten auf­zei­gen. Der RAI-Vati­ka­nist Aldo Maria Val­li erstell­te eine klei­ne, unvoll­stän­di­ge, aber den­noch aus­sa­ge­kräf­ti­ge Liste:

„Neh­men wir alle auf. Euro­pa soll die Tore öff­nen. Ein­wan­de­rer, ver­gebt uns unse­re Verschlossenheit.“((Papst Fran­zis­kus in einer Video­bot­schaft zum 35. Grün­dungs­ju­bi­lä­um des Cen­tro Astal­li, 19. April 2016.))

„Wenn einer schwul ist und den Herrn sucht, wer bin ich, ihn zu ver­ur­tei­len?“ (Papst Fran­zis­kus bei der Pres­se­kon­fe­renz auf dem Rück­flug aus Bra­si­li­en, 28. Juli 2013, deut­sche Über­set­zung des Hei­li­gen Stuhls.))

„Die Kon­zils­vä­ter wuß­ten, daß die Öff­nung für die moder­ne Kul­tur reli­giö­sen Öku­me­nis­mus und Dia­log mit den Nicht-Glau­ben­den bedeu­tet. Seit­her wur­de aber sehr wenig in die­se Rich­tung getan. Ich habe die Demut und den Ehr­geiz, es tun zu wol­len.“ ((Papst Fran­zis­kus zu Euge­nio Scal­fa­ri, La Repub­bli­ca, 1. Okto­ber 2013.))

„Wir Katho­li­ken haben eini­ge Indi­vi­du­en, die glau­ben, die abso­lu­te Wahr­heit zu besit­zen. Sie han­deln schlecht. Gott ist nicht katho­lisch!“ ((Papst Fran­zis­kus zu Euge­nio Scal­fa­ri, La Repub­bli­ca, 1. Okto­ber 2013. Die For­mu­lie­rung „Gott ist nicht katho­lisch“, stammt von Kar­di­nal Car­lo Maria Mar­ti­ni, der sie 2008 äußerte.))

„Nicht nur der Koran hat die Idee der Erobe­rung, mit der­sel­ben Idee der Erobe­rung könn­te man den Schluß des Mat­thä­us­evan­ge­li­um lesen, wo Jesus sei­ne Jün­ger in alle Län­der aus­sen­det“ ((Papst Fran­zis­kus in einem Inter­view, La Croix, 16. Mai 2016.))

„Die Kom­mu­ni­sten den­ken gleich wie die Chri­sten. Chri­stus hat von einer Gesell­schaft gespro­chen, in der die Armen, die Schwa­chen, die Aus­ge­schlos­se­nen ent­schei­den“ ((Papst Fran­zis­kus, Osser­va­to­re Roma­no, 11. Novem­ber 2016.))

Was steht dahinter? „Die St.-Gallen-Mafia hat ihn gewählt, damit er ihre Ziele umsetzt“

Die Liste der Zita­te könn­te natür­lich fort­ge­setzt wer­den. Die Fra­ge ist jedoch: Was steht dahin­ter? Wel­che letz­ten Absich­ten ver­folgt Fran­zis­kus? Wohin steu­ert er das Schiff des Petrus?

Enzo Bian­chi sag­te am 23. Mai in Cagliari:

„Der Papst will mit Amo­ris lae­ti­tia kein fer­ti­ges Doku­ment vor­le­gen, das alles bestimmt, son­dern viel­mehr ein inspi­rie­ren­des Doku­ment, das unter kon­kre­ten Bedin­gun­gen anzu­wen­den ist, die manch­mal sehr ver­schie­den sind. Aus die­sem Grund will der Papst nicht alle dok­tri­nä­ren und mora­li­schen Dis­kus­si­on lösen, als wären sie alle von exklu­si­ver Kom­pe­tenz des Pap­stes. Vie­le ste­hen den Bischö­fen zu, ste­hen den Orts­kir­chen zu, die die Zei­chen der Zeit nicht nur mit der Welt­kir­che erken­nen müs­sen. Sie müs­sen auch die Zei­chen der Orte erken­nen, die dort sind, wo die Kir­che ist, inmit­ten der Men­schen, in jener Kul­tur, in jener Spra­che, in jener spe­zi­el­len Situation.“

Bischof Sca­le­se von Afgha­ni­stan schreibt dazu:

„Wenn es also stim­men soll­te, daß die Wahl von Kar­di­nal Jor­ge Mario Ber­go­glio das Ergeb­nis der Lob­by­ing-Arbeit der soge­nann­ten Grup­pe von Sankt Gal­len ist (was Kar­di­nal Dan­neels frei­mü­tig ent­hüll­te und sel­ber die Grup­pe als „Mafia“ bezeich­ne­te, und was von Kuri­en­erz­bi­schof Georg Gäns­wein bestä­tigt wur­de), wie könn­te man dann nicht zugleich anneh­men, daß die Agen­da die­ser Lob­by zum offi­zi­el­len Regie­rungs­pro­gramm des der­zei­ti­gen Pap­stes gewor­den ist? Aus wel­chem ande­ren Grund soll­ten sie ihn sonst gewählt haben, wenn nicht, um ihre eige­nen Zie­le umzusetzen?“

Der Publi­zist Loren­zo Ber­toc­chi nann­te Ende Sep­tem­ber 2015 als Kern­pro­gramm der „Mafia von Sankt Gal­len“ fol­gen­de Punkte:

Ein Punkt, der die Grup­pe von Sankt Gal­len immer geeint hat, betrifft die For­de­rung nach mehr Auto­no­mie für die Orts­kir­chen bei der Anwen­dung der kirch­li­chen Nor­men. Mit ande­ren Wor­ten: Es wird eine grö­ße­re Kol­le­gia­li­tät ange­strebt, getra­gen von den „Flü­geln eines Kon­zils­gei­stes“, der bis um Letz­ten umge­setzt wer­den soll, vor allem in jenen Fra­gen, die nur als Aus­druck der Kir­chen­ord­nung gese­hen wer­den – aber nicht nur dort. Im Zusam­men­hang mit der Kas­per-For­de­rung nach Zulas­sung wie­der­ver­hei­ra­te­ter Geschie­de­ner hieß es aus dem Mund der Kas­pe­ri­anr bereits, man soll doch in Euro­pa eine ande­re (libe­ra­le­re) Pra­xis ein­füh­ren und in Afri­ka eine ande­re (kon­ser­va­ti­ve­re) bei­be­hal­ten (wenn die Afri­ka­ner schon unbe­dingt wollen).

Ber­toc­chi nann­te kon­kret zwei Punkte:

  • die Zulas­sung der wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Eucharistie;
  • die Auf­he­bung des Zöli­bats als Vor­aus­set­zung für das Priestertum.

Damit ver­bun­den sei, so der Publi­zist, ein bestimm­ter Wil­le zu einer grund­le­gen­den Reform der Kir­chen­lei­tung (Stich­wör­ter Kol­le­gia­li­tät und Dezentralisierung).

„Es fällt nicht schwer, in die­ser knap­pen Zusam­men­fas­sung die berühm­ten ‚Träu­me‘ von Kar­di­nal Car­lo Maria Mar­ti­ni (selbst Mit­glied der Grup­pe) wie­der­zu­er­ken­nen, die die­ser bei der Bischofs­syn­ode von 1999 äußer­te“, so Pater Scalese.

„Ich hat­te einen Traum. Eigent­lich meh­re­re Träu­me“, sag­te der Erz­bi­schof von Mai­land und „ewi­ge Ante-Papst“. Zu die­sen „Träu­men“ gehör­te die For­de­rung nach einem Drit­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil. Johan­nes Paul II. kas­sier­te die Rede Mar­ti­nis und ließ sie vom vati­ka­ni­schen Pres­se­amt nicht an die Medi­en weitergeben.

„Es ist offen­sicht­lich, daß ein Gut­teil der Punk­te, die vom dama­li­gen Erz­bi­schof von Mai­land ange­spro­chen wur­den, mit Fra­gen zu tun hat­te, die von Paul VI. (Prie­ster­z­ö­li­bat, Ver­hü­tung, usw.) und von Johan­nes Paul II. (Kom­mu­ni­on für wie­der­ver­hei­ra­te­te Geschie­de­ne, Frau­en­prie­ster­tum, Abtrei­bung, usw.) ande­res ent­schie­den wur­den, als von der Grup­pe von Sankt Gal­len gewünscht.“

So der katho­li­sche Bischof von Afgha­ni­stan, der dar­aus den Schluß zieht:

„Da einer die­ser Punk­te (die Kom­mu­ni­on für die wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen) auf­ge­grif­fen und in der von der Grup­pe gewünsch­ten Wei­se gelöst wur­de, müs­sen wir also erwar­ten, daß auch die ande­ren Punk­te frü­her oder spä­ter auf­ge­grif­fen wer­den, um ihnen eine ande­re Lösung zu geben, als jene, die von den frü­he­ren Päp­sten ent­schie­den wurde?“

[Update: 7. Juni 2017, 12.20 Uhr] Kar­di­nal Benia­mi­no Stel­la ist natür­lich Prä­fekt der Kle­rus­kon­gre­ga­ti­on nicht der Bischofs­kon­gre­ga­ti­on wie zunächst irr­tüm­lich geschrieben.

Text: Giu­sep­pe Nardi
Bild: MiL

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1 Kommentar

  1. Der fal­sche Pro­phet Enzo Bian­chi wird in dem Schwin­del­buch von Kar­di­nal Ber­to­ne und Giu­sep­pe De Car­li, Die Sehe­rin von Fati­ma (2007), auf S. 153 vom Inter­view­er (De Car­li) als Auto­ri­tät ins Spiel gebracht.
    Kar­di­nal Ber­to­ne bezieht sich dann in der Ant­wort zwar nicht auf Bian­chi, weist ihn aber auch nicht zurück. Der Name bleibt ein­fach stehen. 

    Das heißt, daß die Sub­ver­si­on schon lan­ge vor der Wahl von Papst Fran­zis­kus sehr offen und selbst­si­cher agie­ren konnte. 

    Ich habe mich hier dazu geäußert:
    https://www.katholisches.info/2017/01/papst-benedikt-xvi-und-fatima-und-einige-ungereimtheiten-1-teil/

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