Das Gemälde "Das Martyrium des hl. Laurentius" von Pietro da Cortona (entstanden um 1653) in der Kirche Santi Michele e Gaetano in Florenz zeigt die Gefangennahme des Heiligen durch römische Soldaten
Forum

Heiliger Laurentius – der Sieg des Glaubens über die Mächte der Welt

Von Rober­to de Mat­tei* Der 10. August, der Tag, an dem die katho­li­sche Kir­che des hei­li­gen Lau­ren­ti­us gedenkt, gehört zu den gro­ßen Festen des christ­li­chen Rom der Anti­ke. Dom Gué­ran­ger erin­nert in sei­nem Werk L’Année lit­ur­gi­que an die Wor­te, mit denen der hei­li­ge Augu­sti­nus die­sen Tag als einen „wahr­haft tri­um­pha­len Tag, an dem der hei­li­ge
Herrscht in der Kirche nur eine Kirchenkrise, aber kein Notstand?
Forum

Was aber ist der „Notstand“?

Von Rober­to de Mat­tei*  Ich möch­te auf einen Begriff ein­ge­hen, der häu­fig in mehr­deu­ti­ger und wider­sprüch­li­cher Wei­se ange­führt wird, ins­be­son­de­re um die am 1. Juli 2026 in Écô­ne vor­ge­nom­me­nen Bischofs­wei­hen zu recht­fer­ti­gen: den „Not­stand“.
Männer, wie sie Kirche und Menschheit in der heutigen Krise brauchen
Forum

Die Menschen, die wir brauchen

Von Rober­to de Mat­tei* Noch vor der Ver­wir­rung der Struk­tu­ren steht die Ver­wir­rung des Den­kens. Das ist der Schlüs­sel, mit dem wir den geschicht­li­chen Augen­blick ver­ste­hen müs­sen, den wir der­zeit erle­ben. Die Kri­se, die heu­te die katho­li­sche Welt erschüt­tert, ist nicht in erster Linie eine orga­ni­sa­to­ri­sche oder stra­te­gi­sche Kri­se; sie ist viel­mehr eine geist­li­che und kul­tu­rel­le Kri­se, die die Art und Wei­se betrifft, wie wir den­ken, urtei­len und auf die Ereig­nis­se reagieren.
Unsere Liebe Frau von Fatima
Forum

Über Fatima kann man nie genug sagen

Von Rober­to de Mat­tei* De Maria num­quam satis – „Über Maria läßt sich nie genug sagen“ –, lau­tet ein Aus­spruch, der dem hei­li­gen Bern­hard von Clairvaux zuge­schrie­ben wird. Zu die­sem The­ma wird im kom­men­den Okto­ber in Rom ein inter­na­tio­na­ler Kon­greß statt­fin­den, mit dem Ziel, das uner­gründ­li­che Geheim­nis der Grö­ße der aller­se­lig­sten Jung­frau Maria zu vertiefen.
Forum

„Falken“ und „Tauben“ in der internationalen Unordnung

Von Rober­to de Mat­tei* In den Jah­ren des Kal­ten Krie­ges, die auf den Zwei­ten Welt­krieg folg­ten, bezeich­ne­te man mit den Begrif­fen Fal­ken (hawks) und Tau­ben (doves) zwei unter­schied­li­che Hal­tun­gen inner­halb der gegen­sätz­li­chen Blöcke: auf der einen Sei­te das kom­mu­ni­sti­sche Ruß­land und sei­ne Satel­li­ten­staa­ten, auf der ande­ren die des Westens unter Füh­rung der USA. Die Fal­ken
Bischof Heiner Wilmer, der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, bisher Bischof von Hildesheim, wurde zum Bischof von Münster ernannt. Münster wird zeigen, ob Hildesheim ein Einzelfall war – oder ein Menetekel
Forum

Von Hildesheim nach Münster – Welchen Kurs Heiner Wilmer mitbringt

Von Hei­ner Lünig* Kaum war Hei­ner Wil­mer zum Vor­sit­zen­den der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz gewählt, wur­de er bereits nach Mün­ster beru­fen. Am 24. Febru­ar 2026 stimm­ten die deut­schen Bischö­fe für ihn als neu­en Kon­fe­renz­vor­sit­zen­den, knapp einen Monat spä­ter, am 26. März 2026, ernann­te Papst Leo XIV. ihn zum Bischof von Mün­ster. Die Amts­ein­füh­rung ist für den 21. Juni
Der heilige Eulogius von Cordoba wurde am 11. März 859 von den islamischen Herrschern wegen seines Glaubens hingerichtet
Forum

Der heilige Eulogius von Cordoba und die zwei Strömungen der Katholiken im Laufe der Geschichte

Von Pli­nio Cor­rêa de Oli­vei­ra* Sankt Eulo­gi­us von Cor­do­ba, der am 11. März 859 wäh­rend einer gewalt­sa­men Chri­sten­ver­fol­gung im mau­ri­schen Spa­ni­en ent­haup­tet wur­de, ist in die Geschich­te ein­ge­gan­gen durch sei­ne Ver­tei­di­gung des soge­nann­ten „frei­wil­li­gen Mar­ty­ri­ums“. Die­se Ver­tei­di­gung wur­de – wenn auch in zwei­deu­ti­gen For­mu­lie­run­gen und unter dem Druck der mus­li­mi­schen Macht – von den spa­ni­schen
Die Basilika Unserer Lieben Frau von Fatima am Hauptsitz der Herolde des Evangeliums in Brasilien
Nachrichten

Herolde des Evangeliums: Jahrelanger Repression ausgesetzt – ohne Anklage und Urteil

Der jah­re­lan­ge Kampf gegen die Arau­tos do Evan­gel­ho (Herol­de des Evan­ge­li­ums) offen­bart eine beun­ru­hi­gen­de Sei­te kirch­li­cher Macht­me­cha­nis­men. Was unter Johan­nes Paul II. als dyna­mi­sches pasto­ra­les Pro­jekt ent­stand, wur­de unter Papst Fran­zis­kus in eine bei­spiel­lo­se Kri­se getrie­ben. Die in Bra­si­li­en ent­stan­de­ne, aber bald inter­na­tio­nal blü­hen­de Gemein­schaft – aktiv heu­te in rund 80 Län­dern – sieht sich seit
Ecclesia
Forum

Das Wesen der Revolution

Die aktu­el­le Lage der Kir­che gibt Anlaß zum Nach­den­ken. Dabei gehen die Vor­stel­lun­gen dar­über, wie es wei­ter­ge­hen soll, zum Teil deut­lich aus­ein­an­der. Eine die­ser Per­spek­ti­ven möch­ten wir hier doku­men­tie­ren: Sie stammt vom Blog Radi­cal Fide­li­ty („Radi­ka­le Treue“). Wir müs­sen die Revo­lu­ti­on als eine gei­sti­ge Patho­lo­gie begrei­fen, gebo­ren aus den unge­ord­ne­ten Lei­den­schaf­ten des Men­schen und beseelt vom