Fatima: vatikanische Täuschungen, gewollte Ignoranz, apokalyptische Weltlage (1. Teil)

Die Botschaft Mariens an Kirche und Welt


Fatima, der Krieg im Nahen Osten und die Gefahren einer falschen Eschatologie
Fatima, der Krieg im Nahen Osten und die Gefahren einer falschen Eschatologie

Von Wolf­ram Schrems*

Ange­sichts der kata­stro­pha­len Situa­ti­on der Kir­che müs­sen wir uns ein­ge­ste­hen, daß ent­ge­gen berech­tigt erschei­nen­der Erwar­tun­gen mit Papst Leo XIV. nichts bes­ser gewor­den ist. Lehr­aus­sa­gen und Per­so­nal­po­li­tik las­sen den wei­te­ren Nie­der­gang erken­nen. Das Erste Gebot ist obso­let. Schwe­re Sün­den wer­den qua­si kir­chen­amt­lich pro­pa­giert. Der Kli­ma­un­sinn wird wei­ter­ge­trie­ben. Es sieht nach mensch­li­chem Ermes­sen nicht so aus, daß die­ser Papst dem Petrus­amt sei­nen eigent­li­chen Sinn zurückgibt.

Wie die Din­ge im Vati­kan jetzt ste­hen, kann man daher auch nicht erwar­ten, daß end­lich die For­de­run­gen von Fati­ma umge­setzt wer­den: amt­li­che Ver­kün­di­gung der Ver­eh­rung des Makel­lo­sen Her­zens Mari­ens und der Andacht der fünf Süh­ne­sams­ta­ge und die ernst­haf­te, aus­fluchts­freie Wei­he Ruß­lands im Ver­ein mit dem Wel­tepi­sko­pat. Am 13. Juni 2029 wird sich der Auf­trag zur Wei­he Ruß­lands zum hun­dert­sten Mal jäh­ren. Man fragt sich unwill­kür­lich, ob hier nicht mög­li­cher­wei­se eine vom Him­mel gesetz­te Frist abläuft und was danach kommt. –

Die Fol­gen die­ser Ver­säum­nis­se wer­den, gemäß den bedin­gungs­wei­sen Ankün­di­gun­gen der Fati­ma-Bot­schaft, in den Ver­fol­gun­gen der Kir­che und den Krie­gen sichtbar.

Der Angriff Isra­els und der USA auf den Iran läßt die Welt­la­ge plötz­lich wei­ter eska­lie­ren. Wie per 3. März berich­tet wur­de, besteht der Ver­dacht von einem israe­li­schen Angriff unter fal­scher Flag­ge auf eine sau­di­sche Ölraf­fi­ne­rie. Da die Juden die­ser Tage Purim fei­ern, fühlt sich Isra­el mög­li­cher­wei­se zu wei­te­ren Akten der Aggres­si­on berech­tigt und ver­pflich­tet. Die Zwöl­fer-Schii­ten hof­fen bekannt­lich auf die Offen­bar­wer­dung des Mah­di, die Juden auf die des Mos­chiach. Bei­de schei­nen zu glau­ben, die Vor­gän­ge durch einen Wel­ten­brand beschleu­ni­gen zu kön­nen. „Christ­li­che Zio­ni­sten“ in den USA beför­dern Har­ma­ged­don zugun­sten Isra­els unter Beru­fung auf die Bibel.

Man sieht also, wohin eine fal­sche Escha­to­lo­gie führt.

Bekannt­lich wur­de in Fati­ma bedin­gungs­wei­se die Ver­nich­tung gan­zer Völ­ker ange­kün­digt. Offen­bar bewe­gen wir uns genau dorthin.

Im den fol­gen­den Aus­füh­run­gen sol­len eini­ge Eck­punk­te des bedau­erns­wer­ten Umgangs der Kir­chen­hier­ar­chie mit Fati­ma (die Erschei­nun­gen, die vom Orts­bi­schof, José Alves Cor­reia da Sil­va, im Jahr 1930 kirch­lich aner­kannt wur­den, und die Bot­schaf­ten, die erst nach und nach bekannt­ge­macht wur­den) in Erin­ne­rung geru­fen wer­den. Wei­ters wird ein Blick auf das eigen­ar­ti­ge Ver­hal­ten kir­chen­of­fi­zi­el­ler Apo­sto­la­te in die­ser Fra­ge gewor­fen. Zuletzt soll die Per­so­na­lie Sr. Lucia noch ein­mal auf­ge­grif­fen wer­den. Wir hof­fen, damit zu einer Auf­klä­rung bei­tra­gen zu können.

Die Päpste und die Weigerung

Wir erin­nern uns: Seit Papst Pius XI. ver­wei­gert sich die Hier­ar­chie den For­de­run­gen nach der Wei­he Ruß­lands und der Ver­kün­di­gung der Süh­ne­sams­ta­ge, wobei Pius XII. ihnen noch am ehe­sten nach­kam (Apo­sto­li­sches Schrei­ben Sacro ver­gen­te anno von 1952 mit einer sozu­sa­gen rein schrift­lich durch­ge­führ­ten Wei­he der „Völ­ker Rußlands“).

Papst Johan­nes XXIII. lehn­te die für das Jahr 1960 gefor­der­te Ver­öf­fent­li­chung des Drit­ten Geheim­nis­ses, das er kann­te, ab, und ließ über die por­tu­gie­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur ANI am 8. Febru­ar 1960 eine Pres­se­er­klä­rung ver­brei­ten, wonach „die Wor­te“ Unse­rer Lie­ben Frau, über deren Authen­ti­zi­tät man sich nicht sicher sein kön­ne, wahr­schein­lich immer unter Ver­schluß blei­ben würden.

Johan­nes Paul II. setz­te eini­ge Wei­he­ak­te, die ver­mut­lich begrenz­te segens­rei­che Wir­kun­gen ent­fal­te­ten, aber defi­zi­tär waren. Offen­bar wuß­te er das auch selbst.

Fran­zis­kus voll­zog 2022 tat­säch­lich einen Wei­he­akt (Ruß­land und die Ukrai­ne), aber ohne Invol­vie­rung des Wel­tepi­sko­pats und ohne die gefor­der­te Pro­mul­ga­ti­on der Süh­ne­sams­ta­ge, wie des Süh­ne- und Bekeh­rungs­ge­dan­kens über­haupt. Jor­ge Berg­o­glio war für die größ­te Ver­wir­rung in der Geschich­te der Petrus­nach­fol­ger ver­ant­wort­lich. Hier konn­te nichts Gutes entstehen.

Mit Papst Leo gehen der rela­ti­vi­sti­sche Kurs, die Ärger­nis­se und die Unter­drückung der Mes­se aller Zei­ten prak­tisch wei­ter. Von einem drin­gen­den Auf­ruf zur Bekeh­rung hat man nichts gehört. Um den destruk­ti­ven Kurs zu bestär­ken, bestä­tig­te Papst Leo sogar das fre­che Doku­ment Mater popu­li fide­lis, das man durch­aus als gegen die Vor­zü­ge Unse­rer Lie­ben Frau und daher auch gegen die Fati­ma-Bot­schaft gerich­tet ver­ste­hen muß.

Eine apo­ka­lyp­ti­sche Situa­ti­on. Ent­schlos­se­ner Glau­bens­ab­fall. Ver­rat an der Sen­dung. Und den­noch wol­len das vie­le nicht erken­nen. Bekla­gens­wert ist auch das Ver­hal­ten kir­chen­of­fi­zi­el­ler „kon­ser­va­ti­ver“ Kräfte:

Weltapostolat von Fatima (WAF) – kein Interesse an der Wahrheit?

Die­ser Tage unter­hielt ich mich mit einem Ver­tre­ter des vati­kan­of­fi­zi­el­len Fati­ma-Apo­sto­lats WAF. Erstaun­lich dabei war vor allem, daß die­ser offen­bar kein grö­ße­res Pro­blem in der Kir­chen­füh­rung sieht. Zumin­dest will er es nicht ein­ge­ste­hen. Die Fati­ma-Bot­schaft ist zwar, nach­dem sie in den vier­zi­ger und fünf­zi­ger Jah­ren sehr popu­lär war, so gut wie voll­stän­dig aus dem Bewußt­sein von Gläu­bi­gen und Kle­rus ver­schwun­den, aber für den vati­kan­of­fi­zi­el­len Fati­ma-Apo­stel stellt auch das kei­ne Schwie­rig­keit dar. Selbst­re­dend ist in sei­ner Mei­nung jede Nach­fra­ge nach der Iden­ti­tät von Sr. Lucia dos San­tos Abó­bo­ra1 nach 1957 sinn­los, denn Pater Luis Kon­dor (Postu­la­tor für den Selig­spre­chungs­pro­zeß von Jac­in­ta und Fran­cis­co Mar­to) habe sie ja schon lan­ge gekannt. Oder so ähnlich.

Daß zwi­schen 1957 und 1967 zwei völ­lig ver­schie­de­ne Phy­sio­gno­mien und zwei ver­schie­de­ne Bot­schaf­ten vor­lie­gen, stört offen­bar nicht. Was nicht sein darf, kann eben nicht sein.

Das ist eigent­lich bewuß­te Igno­ranz. Eine nüch­ter­ne Ana­ly­se der gegen­wär­ti­gen Situa­ti­on kann unmög­lich so opti­mi­stisch ausfallen.

Eigen­ar­tig ist auch die Poli­tik einer ande­ren, „kon­ser­va­ti­ven“ maria­ni­schen Initiative:

Legio Mariae – Widerstand gegen eine Anordnung von Fatima

Vor nicht lan­ger Zeit wur­de ich nach einer Mari­en­pro­zes­si­on in der Wie­ner Innen­stadt von zwei Damen der Legio Mariae ange­spro­chen und mit einer Wun­der­ba­ren Medail­le bedacht. Wir kamen dann ins Gespräch und erstaun­li­cher­wei­se argu­men­tier­te eine der Damen vehe­ment gegen die Pius­bru­der­schaft, mit all den übli­chen Schlag­wör­tern. Der Kampf gegen die Tra­di­ti­on als Anlie­gen der Legi­on Mariens?

Ich kon­fron­tier­te die Legio­nä­rin mit dem Fak­tum, daß inner­halb der Legio beim Rosen­kranz­ge­bet der Fati­ma-Zusatz nach der Deka­de nicht gebe­tet wird, und frag­te, wie das sein kann. Sie bestritt das auch gar nicht, und begrün­de­te die­se Aus­las­sung mit der „Ein­heit“ in der Kir­che. Das ist nun wirk­lich erstaun­lich: Eine Initia­ti­ve, die sich „Legi­on Mari­ens“ nennt, lehnt die aus­drück­li­che Auf­for­de­rung der Mut­ter­got­tes zum Gebet für die See­len ab.2

Ich kon­fron­tier­te die Damen auch mit dem, was ich in der Publi­ka­ti­on der Legio Mater Legio­nis über die Wei­he Ruß­lands gele­sen hat­te. Die­ses Blatt ist natür­lich ganz auf Vati­kan-Linie und schreibt der Wei­he von Johan­nes Paul II. die Bekeh­rung Ruß­lands zu (o. ä.). Die bei­den Gesprächs­part­ne­rin­nen in der Wie­ner Innen­stadt mein­ten aber, daß das rus­si­sche Volk noch nicht mit­ge­zo­gen hät­te. Ja, eh. Der Aus­re­den sind immer viele.

Ehr­lich gesagt, ist die Hal­tung der Legio zu Fati­ma – bei allen son­sti­gen Ver­dien­sten von vie­len Legio­nä­ren – beklagenswert.

Ganz abge­se­hen davon, hat man dort noch nicht bemerkt, daß die übli­che Pfarr­seel­sor­ge in den wenig­sten Fäl­len noch als „katho­lisch“ bezeich­net wer­den kann, daß daher eine Wer­be- und Ein­la­dungs­ak­ti­on in die jewei­li­ge Ter­ri­to­ri­al­pfar­re, wenn sie „syn­odal“, „akzep­tie­rend“, „offen“ und „bunt“ ist, für den Glau­ben desa­strö­se Fol­gen haben muß. In weni­gen Pfar­ren exi­stiert noch der katho­li­sche Glau­be (soweit das unter Novus-Ordo-Ver­hält­nis­sen eben mög­lich ist).

Die Zei­ten haben sich ver­än­dert, aber die Vor­gangs­wei­se der Legio adap­tiert sich offen­bar nicht. Das ist ein Feh­ler. Auch und gera­de zum The­ma Fati­ma müß­te man sich dort mit der vati­kan­of­fi­zi­el­len Dar­stel­lung kri­tisch befassen.

Michael Hesemann – die willkürliche Periodisierung im Dienst der vatikanischen Täuschung

Der bekann­te Autor Dr. Micha­el Hese­mann (der sich lobens­wer­ter­wei­se auf die­ser Sei­te schon an einer Dis­kus­si­on um sei­ne Posi­tio­nen betei­ligt hat) leg­te zum The­ma Fati­ma und Wei­he Ruß­lands eine bis­lang unbe­kann­te Deu­tung der Ereig­nis­se vor: In sei­nem anson­sten sehr lesens­wer­ten Werk zu den Erschei­nun­gen von Herolds­bach Herolds­bach – Als der Him­mel die Erde berühr­te (Jestet­ten, 2024) mein­te er, daß Ruß­land im Jahr 1984 gemäß den Anord­nun­gen der Mut­ter­got­tes geweiht wor­den sei, daß 1989 mit dem Fall des Eiser­nen Vor­hangs die Wir­kung der Wei­he ein­ge­tre­ten sei und daß die­se Wir­kung, näm­lich die Bekeh­rung Ruß­lands und die ver­spro­che­ne Peri­ode des Frie­dens, bis 2022 ange­dau­ert habe und von Prä­si­dent Putin durch sei­nen Krieg gegen die Ukrai­ne zer­stört wor­den sei. Die Peri­ode von 1989 bis 2022 habe dar­über hin­aus genau drei­und­drei­ßig Jah­re gedau­ert, was dem Lebens­al­ter Jesu ent­spre­che. Die­se letz­te­re Anga­be wird von Micha­el Hese­mann zur Unter­maue­rung sei­ner Deu­tung der Ereig­nis­se formuliert.

Mit Ver­laub, aber das ist alles falsch: Weder wur­de die Wei­he 1984 durch­ge­führt, noch hat sich Ruß­land 1989 bekehrt, noch ist eine Peri­ode des Frie­dens ein­ge­tre­ten (erster Golf­krieg, Bür­ger­krieg in den jugo­sla­wi­schen Nach­fol­ge­staa­ten und in Ruan­da, NATO-Angriff auf Jugo­sla­wi­en, isla­mi­scher Krieg gegen die Katho­li­ken in Ost-Timor, zwei­ter Golf­krieg, Krieg gegen die Bevöl­ke­rung des Don­baß durch das Mai­dan-Putsch-Regime in der Ukrai­ne, um die wich­tig­sten Argu­men­te gegen die Frie­dens­pe­ri­ode zu nennen).

Die Peri­odi­sie­rung von 1989 bis 2022 ist voll­kom­men will­kür­lich. Nur weil man irgend­wo auf der Zeit­lei­ste drei­und­drei­ßig Jah­re ein­tra­gen kann, heißt das ja wohl nicht, daß das schon ein Wink des Him­mels ist.

Es bleibt unver­ständ­lich, war­um Hese­mann gegen alle Evi­denz an der vati­kan­of­fi­zi­el­len Fati­ma-Linie fest­hält. Das Buch über Herolds­bach zeigt, daß Hese­mann sich tief in die dor­ti­gen Vor­gän­ge ein­ar­bei­ten und sie über­sicht­lich und mit gesun­dem sen­sus fidei dar­stel­len kann. Bei Fati­ma scheint jedoch eine star­ke Selbst­zen­sur im Sin­ne der offi­zi­el­len vati­ka­ni­schen Linie zu herrschen.

Das muß durch­bro­chen wer­den. Hese­mann hat Zugang zu vati­ka­ni­schen Archi­ven. Er hät­te daher die Mög­lich­keit, zu allen rele­van­ten Fati­mathe­men zu recherchieren.

Beson­ders inter­es­sant wäre natür­lich die Per­so­na­lie Sr. Lucia.

Auch auf die Gefahr hin, die Leser durch Wie­der­ho­lun­gen zu ermü­den, fra­gen wir daher noch einmal:

Was geschah zwischen 1957 und 1967?

(Fort­set­zung folgt.)

*Wolf­ram Schrems, Wien, Mag. theol., Mag. phil., Kate­chist, Pro-Lifer, seit 2011 mit der Pro­ble­ma­tik der vati­kan­of­fi­zi­el­len Fati­ma-Dar­stel­lung vertraut.

Bild: MiL


1 Nach Wil­liam Tho­mas Walsh, Our Lady of Fáti­ma, Dou­ble­day, New York, 1990 (Orig. Macmil­lan, 1947), S. 1, war der Fami­li­en­na­me von Sr. Lucia Abó­bo­ra. Inter­es­san­ter­wei­se wird das in der Lite­ra­tur prak­tisch nicht erwähnt. „Dos San­tos“ ist nicht der Fami­li­en­na­me, son­dern ein im Por­tu­gie­si­schen offen­bar übli­cher Zusatz zum Taufnamen.

2 Seit eini­ger Zeit ist die Dis­kus­si­on dar­über ent­brannt, ob der Fati­ma-Zusatz rich­tig wie­der­ge­ge­ben wur­de, ob es also heißt: „O mein Jesus, ver­zei­he uns unse­re Sün­den, bewah­re uns vor dem Feu­er der Höl­le, füh­re alle See­len in den Him­mel, beson­ders, jene, die Dei­ner Barm­her­zig­keit am mei­sten bedür­fen“ oder „füh­re alle Seel­chen [alm­in­has, gemeint sind nach dem por­tu­gie­si­schen Aus­druck die See­len am Rei­ni­gungs­ort] in den Him­mel, beson­ders, die am mei­sten ver­las­se­nen“. Sister​lu​cytruth​.com mit Dr. Cho­j­now­ski brach­te das auf (sie­he auf Rad­trad­tho­mist). Das wäre eine eige­ne Unter­su­chung wert, hier sei nur der Hin­weis ange­bracht, daß das Gebet um die Ret­tung der See­len dem Glau­bens­sinn und den bekann­ten Tei­len des Fati­ma­ge­heim­nis­ses entspricht.

13 Kommentare

  1. Man kann es dre­hen und wen­den, wie man will. Kreml­chef Gor­bat­schov und die fried­li­che Revo­lu­ti­on in der DDR waren gött­li­ches Ein­grei­fen. Bei­des sind histo­ri­sche Ereig­nis­se, die auf Fati­ma hindeuten.

  2. Ich kann mir sehr gut vor­stel­len, dass ein Teil der Bot­schaft von Fati­ma unter­drückt wor­den ist und zwar des­halb, weil die Seli­ge Jung­frau jedes Geheim­nis den Kin­dern erklärt hat, z.B. die Höl­len­vi­si­on. Außer­ge­rech­net das kom­ple­xe drit­te Geheim­nis soll sie aber ohne wei­te­re Erklä­rung geof­fen­bart haben? Das kann ich mir aus dem Text­gan­zen her­aus nicht vor­stel­len. Was aber den „Aus­tausch“ von Schwe­ster Lucia betrifft, muss ich sagen: Hier wird es mir dann doch etwas zu „roman­haft“ und aben­teu­er­lich. Das glau­be ich nicht.

  3. Han­deln jetzt also Ara­ber und Juden, die mit Trump zusam­men­ar­bei­ten, aus den glei­chen Motiven?
    Das Geheu­le vom in Brand stecken der Welt durch Krie­ge im Nahen Osten dau­ert schon 2,5 Jah­re, und natür­lich hat immer Isra­el die Schuld (ich ver­ab­scheue Netan­ja­hu, weil er wider jeden bes­se­ren Wis­sens die Allein­schuld Deutsch­lands an der Shoa betont, und die Schuld der Bri­ten, und vor allem der Mus­li­me unter Groß­muf­ti Al Hus­si­ni ver­schweigt, von sei­ner Ver­leg­nung gegen die katho­li­sche Kir­che in die­ser Zeit ganz zu schwei­gen), selbst wenn gera­de 1200 Zivi­li­sten unter dem Jubel der palä­sti­nen­si­schen Ara­ber, die­sen Nach­kom­men Hams und z.T. wohl Isma­els, Sado-Maso-artig geschlach­tet wur­den. War­um ver­schwei­gen Sie, Herr Schrems, dass die Ara­ber Trump unter­stüt­zen, die­ser Krieg also mit­nich­ten eine Akti­on von den USA und Isra­el allein ist?

  4. „Johan­nes Paul II. setz­te eini­ge Wei­he­ak­te, die ver­mut­lich begrenz­te segens­rei­che Wir­kun­gen ent­fal­te­ten, aber defi­zi­tär waren. Offen­bar wuß­te er das auch selbst.“
    Hat er nicht die Welt an das unbe­fleck­te Herz Mari­ens geweiht? Ich den­ke die Mut­ter Got­tes hat­te Russ­land als Ziel und nichts anderes.
    „Eine Initia­ti­ve, die sich „Legi­on Mari­ens“ nennt, lehnt die aus­drück­li­che Auf­for­de­rung der Mut­ter­got­tes zum Gebet für die See­len ab.“
    Dar­über freut sich nur einer und den ken­ne ich.
    Per Mari­am ad Christum.

  5. Aus einem Brief an Micha­el Hese­mann zum Tri­umph des unbe­fleck­ten Herzens:

    Sie schrei­ben in der drit­ten Ver­si­on Ihres Buches von Fati­ma „Der Kom­mu­nis­mus ist also end­gül­tig über­wun­den und Russ­land – auch wenn das jetzt furcht­bar poli­tisch inkor­rekt klingt – kei­ne Gefahr mehr, im Gegen­teil, die Bot­schaft bestä­tigt, dass es sich bekehrt hat, wäh­rend jetzt lei­der der Groß­teil des Westens den Glau­ben ver­liert.“ So sehr ich den zwei­ten Teil Ihrer Aus­sa­ge bzgl. dem Glau­bens­ver­lust des Westens bestä­ti­gen kann, so sehr muss ich dem vor­her­ge­hen­den widersprechen.

    „Je drei­ein­halb Mil­lio­nen unge­woll­ter Schwan­ger­schaf­ten ende­ten 1991 und 1992 mit Abtrei­bun­gen.“ schreibt „Die Zeit“ vom 12. August 1994. Aktu­ell beschreibt „Rus­sia Bey­ond The Head­lines“ den äußerst erfreu­li­chen Trend seit­her fol­gen­der­ma­ßen: „Laut rus­si­schem Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­um wur­den 2015 in Russ­land 746 000 Abtrei­bun­gen durch­ge­führt, das sind acht Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Die Abtrei­bungs­ra­ten sin­ken seit 1991 kon­ti­nu­ier­lich. Eine Aus­nah­me war das Jahr 2014: Damals wur­den etwa 50 000 Abtrei­bun­gen mehr durch­ge­führt als im Jahr zuvor.“ Ein­schrän­kend lässt sich aller­dings anmer­ken, dass in die­sem Bericht ver­schwie­gen wird, dass bei den offi­zi­el­len Zah­len die anstei­gen­de Zahl von Abtrei­bun­gen in pri­va­ten Kli­ni­ken nicht berück­sich­tigt werden.

    Nun sagt Unse­re Lie­be Frau von Fati­ma aber, „am Ende aber wird mein Unbe­fleck­tes Herz tri­um­phie­ren“. Wie bereits erwähnt, ist der Trend der ange­spro­che­nen 25 Jah­re äußerst erfreu­lich, aber kann man ange­sichts einer Annä­he­rung der tat­säch­li­chen Abtrei­bungs­ra­ten an west­li­che Ver­hält­nis­se von einem Tri­umph des Unbe­fleck­tes Her­zens Mari­ens spre­chen? Wir erin­nern uns noch­mals an das von Dor­nen umge­be­ne Unbe­fleck­te Herz. Jede Undank­bar­keit und damit auch jede Abtrei­bung bohrt die Dor­nen tie­fer. Daher kann die Ant­wort auf mei­ne obi­ge Fra­ge nur mit Nein beant­wor­tet werden.

  6. Dass die Ukrai­ne „Krieg gegen die Bevöl­ke­rung des Don­baß durch das Mai­dan-Putsch-Regime“ geführt hät­te, ist so nicht halt­bar. Inzwi­schen hat näm­lich der dama­li­ge Kom­man­deur der pro­rus­si­schen Trup­pen im Don­bass, Igor Gir­kin, mehr­mals öffent­lich zuge­ge­ben, dass er als Oberst des FSB mit der Stif­tung von Unru­hen und Krieg beauf­tragt wor­den sei. Die Unru­hen dort kamen auch aus­schließ­lich Russ­land zugu­te, weil sie der Ukrai­ne eine schwä­ren­de Wun­de bei­brach­ten, um die­se zu schwä­chen, was natür­lich die Absicht Russ­lands war, das für die Anne­xi­on der Krim und den Ein­marsch in der Ukrai­ne eine „Recht­fer­ti­gung“ brauch­te. Das­sel­be Muster hat Russ­land auch in Geor­gi­en ange­wen­det. Es sind auch vor die­sem angeb­li­chen „Krieg“ kei­ner­lei Span­nun­gen zwi­schen den Volks­grup­pen im Don­bass bekannt gewe­sen, da ja bei­de dort aus­schließ­lich Rus­sisch spre­chen. Dort einen Krieg anzu­zet­teln wäre für die Ukrai­ne voll­kom­men sinn­los und nach­tei­lig gewe­sen, und auch stra­te­gisch ohne jeden Sinn. Die­ser angeb­li­che Krieg der Ukrai­ner gegen den Don­bass hat also eben­so­viel Wahr­heits­ge­halt, wie der Anschlag der „pol­ni­schen Natio­na­li­sten“ auf den Sen­der Glei­witz, der dann den Deut­schen zur Recht­fer­ti­gung dien­te um „zurück„zuschießen.

  7. Ein herz­li­ches Dan­ke­schön Herrn MMag. Wolf­ram Schrems für die fun­dier­ten Klarstellungen!

  8. Ruß­land hat sich 1991 vom Kom­mu­nis­mus bekehrt und ist ein christ­li­ches Land gewor­den mit St. Georg im Staats­wap­pen. Mit der Auf­lö­sung des War­schau­er Pak­tes wur­de der Cha­rak­ter der NATO, offen sicht­bar ein Kriegs­bünd­nis. Ruß­land ist umzin­gelt von Standorten.
    Etwas ande­res ist aber auch wich­tig. Seit 100 Jah­ren betrei­ben die United Sta­tes eine Poli­tik der Ver­hin­de­rung eines enge­ren Zusam­men­ge­hens von Deutsch­land und Ruß­land, „Genie“ und Roh­stof­fe. [Vor vie­len Jah­ren erwarb ich auf dem Floh­markt ein Buch >Ost minus West = Null<. Der Rus hat­te nichts, den Glau­ben hol­te er von Grie­chen­land, den König von Schwe­den, „Zar und Zim­mer­mann“ und jetzt?]
    Die USA haben frei­mau­re­ri­sche Staats­sym­bo­le und die Poli­tik ist feind­lich gegen die Mensch­heit, trotz der vie­len guten Sei­ten der Amerikaner.

  9. Ich woll­te noch zwei Adres­sen anfü­gen, sorry.
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​F​O​_​O​W​q​U​u​h9E; Putin im Reichs­tag vor dem Bun­des­tag am 25.09.2001
    https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​g​c​j​8​x​N​2​U​DKC; Geor­ge Fried­man am 04.02.2015
    Dazu gibt es noch die Rede von Putin auf der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz 2007.
    Drin­gend empfohlen.

  10. Zu Ex-Jugo­sla­wi­en. Es war ein Befrei­ungs­kampf der kath. Kroa­ten gegen die Ambi­tio­nen eines Groß­ser­bi­ens unter dem Deck­man­tel „Jugo­sla­wi­en“. Jugo, war ein Viel­völ­ker­staat. Als Bsp. und Gleich­heit: Die Soviet­uni­on war Groß­russ­land. Zu Fati­ma: Wie­so zwei unter­schied­li­che Sehe­rin­nen? Weil schon damals der Vati­kan unter­wan­dert und vom Glau­ben abfiel. Der Vati­kan ist zur NGO ame­ri­ka­nisch-glo­ba­li­sti­scher Inter­es­sen verkommen.

  11. Wenn die Mut­ter­got­tes sagt, daß der Welt nach der Bekeh­rung Ruß­lands eine Zeit des Frie­dens geschenkt wür­de, dann irrt Herr Dr. Hese­mann, wenn er ver­mu­tet, daß die­se Zeit zwi­schen 1989 und 2022 gele­gen habe. Der Him­mel rech­net doch in ganz ande­ren Zeit­di­men­sio­nen und eine Zeit des Frie­dens ist wirk­lich eine sol­che, die es in die­sem Zeit­raum jedoch über­haupt nicht gab: Jugo­sla­wi­en, 2001, Irak-Krieg, Völ­ker­mord in Ruan­da, Afgha­ni­stan, Abtrei­bung, Krieg gegen Ehe und Fami­lie und gegen das Geschlecht spre­chen eine sehr deut­li­che Spra­che. Also kein Frie­den weit und breit seit 1989.
    Gleich­wohl hat­te die Wei­he durch Johan­nes Paul II. im Jah­re 1984 für Mit­tel- Ost­eu­ro­pa viel Gutes bewirkt, näm­lich die Befrei­ung von der Sowjet­uni­on und ihren kom­mu­ni­sti­schen Vasal­len in die­sen Län­dern. Von einer all­ge­mei­nen wirk­lich dau­er­haf­ten Bekeh­rung Ruß­lands, von der die Mut­ter­got­tes spricht, kann bis­lang kei­ne Rede sein.
    Die Bot­schaft von Fati­ma ist nach wie vor aktu­ell und kei­ne Sache der Ver­gan­gen­heit wie Papst Bene­dikt XVI. im Jah­re 2010 kund­ge­tan hatte.

  12. Was Sr. Lucia betrifft, dar­über habe ich auch schon eini­ges gelesen.
    Aus mei­ner Sicht gibt es hier fun­dier­te Informationen:
    https://​sister​lu​cytruth​.com/

    Inter­es­sant sind die Ana­ly­sen von z. B. Gesicht, Hand­schrift, Gebiss usw.
    Machen sie sich selbst ein Bild der Ergebnisse.

    Um es auf den Punkt zu brin­gen, die bekann­te Sr. Lucia ist wohl eine Fal­sche, die instal­liert wurde.
    https://​sister​lu​cytruth​.com/​t​h​e​-​p​h​a​n​t​o​m​-​l​u​cy/

  13. in den offi­zi­el­len Gebe­ten der Legi­on Mari­ens kommt die „Mitt­le­rin aller Gna­den“ vor. Eigent­lich dürf­te die Legi­on laut Mater popu­li fide­lis die­se Anru­fung gar nicht mehr ver­wen­den, das ist ihnen gar nicht bewußt, sie ver­su­chen in ihren Publi­ka­tio­nen das Doku­ment zu recht­fer­ti­gen. Nach dem Magni­fi­cat wird von der Legi­on sogar die Ora­ti­on von „Mitt­le­rin aller Gna­den“ ver­wen­det, und um die Gna­de gebe­tet, alles durch Maria zu erlan­gen, das wird auch öffent­lich in Kir­chen gebe­tet, zum Bei­spiel bei den „Aci­es“ Fei­ern der Legi­on Mari­ens. Ich weiß das des­we­gen so genau, weil ich frü­her akti­ves Mit­glied war und jetzt Hilfs­mit­glied bin.

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