Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin (links) mit Papst Leo XIV.
Leo XIV.

Ein Verbleib im Amt?

Kar­di­nal Pie­tro Paro­lin ist erst 71 Jah­re alt, was sei­ne Ablö­sung alles ande­re als zwin­gend macht. Gera­de das Amt des vati­ka­ni­schen Staats­se­kre­tärs ist eine per­sön­li­che Ver­trau­ens­ent­schei­dung des Pap­stes. Es ist aller­dings durch­aus üblich, daß ein neu­er Papst den bis­he­ri­gen Staats­se­kre­tär zunächst über­nimmt und spä­ter einen Mann des eige­nen Ver­trau­ens an die Spit­ze beruft.
Brennende Kanzel (Chile)
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Die Krise der institutionellen Identität: Eine systemtheoretische Analyse gegenwärtiger Transformationsdynamiken in der katholischen Kirche

Von Con­tra Ambi­va­lent* 1. Ein­lei­tung und theo­re­ti­scher Rah­men Die römisch-katho­­li­­sche Kir­che stellt aus sozio­lo­gi­scher und system­theo­re­ti­scher Per­spek­ti­ve eine beson­de­re Insti­tu­ti­on dar. Ihre außer­ge­wöhn­li­che Sta­bi­li­tät über vie­le Jahr­hun­der­te hin­weg beruh­te auf einer engen Ver­bin­dung von Tran­szen­denz und gesell­schaft­li­cher Wirk­lich­keit. Sie ver­stand sich nicht ledig­lich als mensch­li­che Orga­ni­sa­ti­on, son­dern als geist­li­che Insti­tu­ti­on, deren Ursprung und Auf­trag auf
Piero della Francesca, zentraler Teil des Polyptychons der Barmherzigkeit (ca. 1444–1464)
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Die Strafen Gottes in der Zeit des Unglaubens

Von Cri­sti­na Sic­car­di* Es war Sams­tag­mit­tag (ein Mari­en­tag), der 13. Okto­ber 1917, als Tau­sen­de von Men­schen, die sich in der Cova da Iria in Por­tu­gal ver­sam­melt hat­ten, sahen, wie die Son­ne etwa zehn Minu­ten lang ihre Far­be, Grö­ße und Posi­ti­on ver­än­der­te und sich anschlie­ßend immer wei­ter der Erde zu nähern schien, als wür­de sie auf
Reste eines zerstörten Kruzifixes und einer Heiligenfigur auf dem Boden einer katholischen Kirche in Jaffa (Tel Aviv)
Christenverfolgung

Jaffa, Taibeh, Rom: Wo Christen im Heiligen Land um ihre Zukunft ringen

In Jaf­fa, einem Stadt­teil von Tel Aviv, ist erneut eine katho­li­sche Kir­che Ziel eines Van­da­len­ak­tes gewor­den. In der Kir­che St. Anto­ni­us von Padua wur­den meh­re­re Sta­tu­en und Kru­zi­fi­xe zer­stört. Die israe­li­sche Poli­zei nahm einen etwa 20jährigen Juden fest, der im Ver­dacht steht, für die Beschä­di­gun­gen ver­ant­wort­lich zu sein. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an.
Kardinal Eijk, Erzbischof von Utrecht, und profilierter, traditionsnaher Kirchenvertreter, war bei Papst Leo XIV. in Privataudienz, was zu Gerüchten führte
Lebensrecht

Keine vorzeitige Demission: Kardinal Eijk bleibt Erzbischof von Utrecht

Die Gerüch­te über einen unmit­tel­bar bevor­ste­hen­den Rück­tritt des Utrech­ter Erz­bi­schofs und Kar­di­nals Wil­lem Jaco­bus Eijk sei­en gegen­stands­los. Das Erz­bis­tum Utrecht demen­tier­te am 12. August aus­drück­lich, daß der pro­fi­liert tra­di­ti­ons­na­he Pur­pur­trä­ger Papst Leo XIV. bei einer Pri­vat­au­di­enz um eine vor­zei­ti­ge Ent­pflich­tung gebe­ten habe. Zugleich bestä­tig­te die Erz­diö­ze­se, daß sich Kar­di­nal Eijk nach gesund­heit­li­chen Pro­ble­men in der
Die Bronzestatue des hl. Petrus im Petersdom, geschaffen wahrscheinlich 1299 von Arnolfo di Cambio für das erste Heilige Jahr, das für das Jahr 1300 ausgerufen wurde
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Niedergang des Petrusamtes?

Von Msgr. Dr. Mari­an Ele­gan­ti* Am 31. Juli 2026 traf in einer 40-minü­ti­­gen Pri­vat­au­di­enz Papst Leo XIV. im Apo­sto­li­schen Palast im Vati­kan (Vati­can Media /​​ Foto­graf u. a. Simo­ne Riso­lu­ti) die US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Rock­mu­si­ke­rin, Dich­te­rin und Künst­le­rin Pat­ti Smith (* 1946), die sog. „God­mo­ther of Punk“. Bei­de stam­men aus Chi­ca­go. Das Tref­fen wur­de von Pater Anto­nio
Herrscht in der Kirche nur eine Kirchenkrise, aber kein Notstand?
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Was aber ist der „Notstand“?

Von Rober­to de Mat­tei*  Ich möch­te auf einen Begriff ein­ge­hen, der häu­fig in mehr­deu­ti­ger und wider­sprüch­li­cher Wei­se ange­führt wird, ins­be­son­de­re um die am 1. Juli 2026 in Écô­ne vor­ge­nom­me­nen Bischofs­wei­hen zu recht­fer­ti­gen: den „Not­stand“.
Schlagabtausch zur Liturgiefrage mit progressivem Diktat
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Andrea Grillo gegen Cordileone und die Ideologie, die die Wirklichkeit nicht erträgt

Von Don Mario Proi­et­ti* Als Lieb­ha­ber korea­ni­scher Dra­ma­se­ri­en (K‑Dramen) muss ich geste­hen, dass die Kon­tro­ver­se um die Lit­ur­gie inzwi­schen den Rhyth­mus einer Fort­set­zungs­se­rie ange­nom­men hat. Zunächst kün­dig­te Kar­di­nal Arthur Roche in einem Inter­view an, was Leo XIV. nicht tun wer­de, und stell­te die zukünf­ti­ge lit­ur­gi­sche Dis­zi­plin so dar, als sei sie bereits end­gül­tig festgelegt.
Steht Leo XIV. in der Liturgiefrage hinter der Linie von Kardinal Arthur Roche?
Leo XIV.

„Die Haltung Leos XIV. zur überlieferten Liturgie ist inzwischen allgemein bekannt“

Die deut­li­che Stel­lung­nah­me von Kar­di­nal Arthur Roche gegen den über­lie­fer­ten römi­schen Ritus, die in der bri­ti­schen Wochen­zei­tung The Tablet ver­öf­fent­licht wur­de, sorgt inter­na­tio­nal für Auf­se­hen. Dar­in erklär­te der eng­li­sche Pur­pur­trä­ger, Leo XIV. wer­de in der Lit­ur­gie­fra­ge Tra­di­tio­nis cus­to­des nicht kor­ri­gie­ren und schon gar nicht zu Sum­morum Pon­ti­fi­cum zurück­keh­ren. Die bür­ger­li­che spa­ni­sche Main­­stream-Tages­­­zei­tung La Razón zieht
Bergoglianischer Statthalter im Gottesdienstdikasterium: Kardinal Arthur Roche mit Papst Franziskus.
Leo XIV.

Kardinal Roche: Papst Leo XIV. wird Traditionis custodes nicht ändern

Die Hoff­nun­gen vie­ler tra­di­on­sver­bun­de­ner Gläu­bi­gen auf eine Rück­nah­me der unter Papst Fran­zis­kus ein­ge­führ­ten Restrik­tio­nen gegen den über­lie­fer­ten Ritus dürf­ten sich nicht erfül­len, geht es nach Kar­di­nal Arthur Roche, Prä­fekt des Dik­aste­ri­ums für den Got­tes­dienst und die Sakra­men­ten­ord­nung. In einem Inter­view mit The Tablet sag­te Roche, daß Papst Leo XIV. weder das Motu pro­prio Tra­di­tio­nis cus­to­des