Ein erster Kommentar zur Exkommunikation der Piusbruderschaft

"Und ist es doch Wahnsinn..."


Von Giu­sep­pe Nar­di

Als erste spon­ta­ne per­sön­li­che Reak­ti­on auf die Bekannt­ga­be des Exkom­mu­ni­ka­ti­ons­de­krets des römi­schen Dik­aste­ri­ums für die Glau­bens­leh­re unter der Lei­tung von Kar­di­nal Víc­tor Manu­el ‚Tucho‘ Fernán­dez kam mir Shake­speare in den Sinn, der in „Ham­let“ den Polo­ni­us sagen läßt:

„Und ist es Wahn­sinn, so hat es doch Methode.“

Bild: Wiki­com­mons

7 Kommentare

    • Ach ja, Rom ist zum einen eine schö­ne Stadt. Aber Rom ist auch Gefan­ge­ne ihrer selbst. Ver­haf­tet in Macht­spiel und Wider­spruch. Dies ist sehr trau­rig, doch es ist noch nicht zu spät um umzu­keh­ren. Wer jeg­li­cher Belie­big­keit des Zeit­gei­stes nach­läuft ist letzt­lich selbst belie­big und am Ende austauschbar.

  1. Die unglaub­li­che Bru­ta­li­tät, mit der der römi­sche Appa­rat hier zuschlägt, zeigt uns nun in aller Deut­lich­keit den Zustand der Usur­pa­ti­on der Kir­che. Es soll hier wohl etwas von den Usur­pa­to­ren ver­tei­digt wer­den, was nicht zu ver­tei­di­gen ist: die Tex­te des II. Vati­can­ums und der kata­stro­pha­le Novus Ordo Mis­sae. All­zu­vie­le Gläu­bi­ge haben schon bemerkt, daß bei­des nur schlech­te Früch­te gebracht hat. Die Usur­pa­to­ren im Vati­kan, die der „neu­en Welt­ord­nung“ ver­pflich­tet sind, ver­su­chen hier also offen­bar, die Gläu­bi­gen ein­zu­schüch­tern und sie an der Wahr­neh­mung des Offen­kun­di­gen zu hin­dern. Auf Life­si­tenews wird schon der häre­ti­sche Papst dis­ku­tiert: https://​www​.life​si​tenews​.com/​a​n​a​l​y​s​i​s​/​l​e​o​-​x​i​v​-​h​a​s​-​r​e​p​u​d​i​a​t​e​d​-​t​h​e​-​a​u​t​h​o​r​i​t​y​-​o​f​-​t​h​e​-​c​a​t​h​o​l​i​c​-​c​h​u​r​c​h​-​h​e​r​e​s​-​h​o​w​/​?​u​t​m​_​s​o​u​r​c​e​=​m​o​s​t​_​r​e​c​ent Die Aus­sa­ge ist, daß Magni­fi­ca huma­ni­tas vie­le schwer­wie­gen­de Irr­tü­mer ent­hält. Auf dem Hin­ter­grund des­sen, daß die Skan­da­le Berg­o­gli­os unwi­der­spro­chen im Raum ste­hen, wird man auch bei Leo die­sel­be schlech­te Absicht anneh­men müs­sen. Leo ver­wen­de­te die For­mu­lie­rung „seam­less gar­ment“, also „naht­lo­ses Gewand“, in sei­nem unvä­ter­li­chen, unhöf­li­chen, unpa­sto­ra­len und unver­schäm­ten, erst in fast letz­ter Minu­te an die Bru­der­schaft geschick­ten Appell. Das ist natür­lich ein Signal­wort aus der Gift­kü­che des Chi­ca­go­er Erz­bi­schofs Kar­di­nal Joseph Ber­nar­din, der nach Malachi Mar­tin (Winds­wept Hou­se) und Don Lui­gi Vil­la (Chie­sa viva) Sata­nist war. Papst Leo stammt aus Chi­ca­go und wür­dig­te im Jahr 2023 noch als Kar­di­nal Pre­vost Kar­di­nal Ber­nar­din und Kar­di­nal Cupich (!) mit war­men Wor­ten (hier auf der unver­däch­ti­gen, weil papa­li­stisch-spei­chel­lecke­ri­schen Web­site Whe­re­pe­te­ris: https://​whe​re​pe​te​ris​.com/​p​o​p​e​-​l​e​o​-​x​i​v​-​o​n​-​c​a​r​d​i​n​a​l​s​-​b​e​r​n​a​r​d​i​n​-​a​n​d​-​c​u​p​i​c​h​-​a​n​d​-​t​h​e​-​v​a​l​u​e​-​o​f​-​l​i​fe/). Bei Ber­nar­din bedeu­te­te „naht­lo­ses Gewand“, daß alle sozia­len Anlie­gen der Kir­che für Katho­li­ken glei­cher­ma­ßen wich­tig sind, also Abtrei­bung (Mord an einem Men­schen) nicht wich­ti­ger als Obdach­lo­sig­keit, Immi­gran­ten u. a. Damit wird der Pro­li­fe-Bewe­gung natür­lich jede Wir­kung genom­men. Ber­nar­din war auch mas­si­ver Prot­ago­nist der Homo-Häre­sie. So oder anders erscheint Papst Pre­vost nicht als Hir­te und Vater, son­dern als Des­pot. Damit wird genau bestä­tigt, was sonst immer wort­reich bestrit­ten wird, näm­lich, daß ein Not­stand von histo­ri­scher prä­ze­denz­lo­ser Inten­si­tät gege­ben ist und daß die SSPX han­deln mußte.

  2. Sehr geehr­ter Herr Schrems, 

    mit Ihrem Kom­men­tar zei­gen Sie deut­lich, was die Bru­der­schaft sein will aber nicht ist: gehor­sam gegen­über dem Hei­li­gen Vater. Es ist eine Unge­hö­rig­keit, wie Sie den Hei­li­gen Vater bezeich­nen und wie Sie über ihn schrei­ben. Auch wird aus Ihrem Schrei­ben deut­lich, dass Sie sich über­haupt nicht mit dem befasst haben, was die Kir­che lehrt. Wenn auf die­se Art und Wei­se das ver­kün­digt wer­den soll, was die Bru­der­schaft als den wah­ren katho­li­schen Glau­ben ansieht, gibt es kei­nen Grund, sich mit ihr näher zu befassen.
    Mit freund­li­chen Grüßen
    Moni­ka Möller

    • Zunächst gibt es kei­nen Konsenz über ein Bezugs­sy­stem. Ab wann irr­te Rom und in wel­chem Aus­maß, ist schwer zu erfas­sen. Was aber offen­sicht­lich ist, ist dass die Pau­lus-War­nung erfüllt ist. Es wird ein fal­sches Evan­ge­li­um ver­kün­det. Und Pau­lus schrieb, wer ein fal­sches Evan­ge­li­um ver­kün­det, sei verflucht. 

      In der Situa­ti­on ste­hen die Katho­li­ken zwi­schen aktu­el­ler Kir­chen­leh­re und den Aus­sa­gen der hei­li­gen Schrift. In Erge­ben­heit zu Got­tes Wort in der Schrift wen­det sich die Pius­bru­der­schaft an den „hei­li­gen Vater“. 

      Das vor ein paar Tagen ver­öf­fent­lich­te Glau­bens­be­kennt­nis ist Aus­druck der Tat­sa­che, dass ein ein­deu­ti­ges Bezugs­sy­stem fehlt. Wenn mich ein Katho­lik fra­gen wür­de, was nun gilt, wür­de ich sagen, wirf den Kathe­chis­mus weg und nimm das Glau­bens­be­kennt­nis der Pius­bru­der­schaft. Wer weiß, ob wir noch eine bes­se­re Stüt­ze bekom­men, bis der Herr erscheint. 

      Wir müs­sen jetzt wer­den wie die Kin­der, die frei von vor­ge­fass­ten Mei­nun­gen auf Gott schau­en. Er hat uns in der Bibel alles gege­ben, was unser See­len­heil braucht.

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