Das Dekret zur Exkommunikation

Exkommunikationsandrohung gegen Priester und Gläubige


Das Dekret von Glaubenspräfekt Victor Manuel "Tucho" Fernández, mit dem die Bischöfe der Piusbruderschaft für exkommuniziert erklärt werden und die Exkommunikation auch den Priestern und Gläubigen angedroht wird
Das Dekret von Glaubenspräfekt Victor Manuel "Tucho" Fernández, mit dem die Bischöfe der Piusbruderschaft für exkommuniziert erklärt werden und die Exkommunikation auch den Priestern und Gläubigen angedroht wird

Dik­aste­ri­um für die Glaubenslehre

Prot. Nr. 99/​2009

DEKRET

Trotz der an den Gene­ral­obe­ren der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. gerich­te­ten Ermah­nun­gen ist der Bischof Alfon­so de Galar­re­ta durch die Vor­nah­me eines schis­ma­ti­schen Aktes in Form der Bischofs­wei­he von vier Prie­stern ohne päpst­li­ches Man­dat und gegen den Wil­len des Hei­li­gen Vaters ipso fac­to den in can. 1387 und can. 1364 § 1 CIC 2021 vor­ge­se­he­nen Stra­fen verfallen.

Ich erklä­re daher mit allen recht­li­chen Wir­kun­gen, dass sowohl der genann­te Bischof Alfon­so de Galar­re­ta als auch Pas­cal Schrei­ber, Micha­el Gold­a­de, Michel Poin­si­net de Sivry und Marc Hanap­pier ipso fac­to die dem Apo­sto­li­schen Stuhl vor­be­hal­te­ne Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae erlit­ten haben.

Fer­ner erklä­re ich, dass Bischof Ber­nard Fel­lay, da er als Mit­kon­se­kra­tor unmit­tel­bar an der lit­ur­gi­schen Fei­er teil­ge­nom­men und damit öffent­lich dem schis­ma­ti­schen Akt zuge­stimmt hat, eben­falls der in can. 1364 § 1 CIC 2021 vor­ge­se­he­nen Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae ver­fal­len ist.

Die Kle­ri­ker und die gläu­bi­gen Lai­en wer­den ermahnt, sich dem Schis­ma der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. nicht anzu­schlie­ßen, da sie sonst ipso fac­to der Stra­fe der Exkom­mu­ni­ka­ti­on latae sen­ten­tiae ver­fal­len würden.

Aus dem Palast des Dik­aste­ri­ums, 2. Juli 2026

Víc­tor M. Kard. Fernán­dez
Prä­fekt

John J. Ken­ne­dy
Titu­lar­erz­bi­schof von Osse­ro
Sekre­tär der dis­zi­pli­na­ri­schen Sektion

Msgr. Arman­do Matteo
Sekre­tär der dok­tri­nä­ren Sektion

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati​can​.va (Screen­shot)

4 Kommentare

  1. Da wird aus allen Kano­nen und Roh­ren geschos­sen, was das Zeug hält. Nun hat man sich einen unbe­que­men Mah­ner für die Glau­bens­wahr­heit ent­le­digt. Die­se Kir­che ist ein­fach nicht mehr glaub­wür­dig, schrecklich!

  2. Ganz schlimm. Eine lieb­los her­un­ter­ge­schmier­te Kurz­fas­sung des häre­ti­schen und lüg­ne­ri­schen Doku­men­tes von Eccle­sia Dei.
    Herr Fer­nan­dez mag sich für wich­tig hal­ten, aber er besitzt in die­ser Sache kei­ne Kompetenz.
    Das schlech­te­ste Bild gibt die­ser Papst ab, der solch bedeu­ten­den Din­ge in Inter­views bekannt gibt,aber sich wei­gert mit den Betrof­fe­nen zu sprechen.
    Er hat sich auch theo­lo­gisch noch nie geäu­ßert, man fürch­tet fast, das wie bei Fran­zis­kus kei­ne sol­che Bil­dung da ist.
    Ganz ehr­lich, kann Chri­stus wol­len sei­ne klei­ne Her­de mit die­sen Leu­ten zu vereinigen?
    Nie­mals, Gott schüt­ze DIE FSSPX

  3. Wie klein doch der Glau­be derer wirkt, die von sich behaup­ten Got­tes Werk und War­heit zu ver­rich­ten bzw. zu ver­tre­ten.… ganz so, als wäre Jesus Chri­stus aus­schliess­lich Mensch gewe­sen und den „Unwäg­bar­kei­ten“ des Mensch­seins aus­ge­lie­fert. Wenn die Kir­che, von ihm selbst gegrün­det, für eine von ihm bestimm­te Zeit ein ver­dorr­ter Acker sein muss, so ver­langt er mög­li­cher­wei­se gera­de in die­sem Zenit den wah­ren Glau­ben an die von ihm gestif­te­te Kir­che. Ich bete um Ver­ge­bung für jene See­len wel­che hier, teil­wei­se in aus mei­ner Sicht feh­len­der Demut, dem Papst gegen­über sich in unflä­ti­ger Wei­se äussern. Nicht weil er als heu­ti­ger Papst ein leuch­ten­de Bei­spiel in die­ser unse­ren ver­wirr­ten Zeit selbst dar­stel­len wür­de, son­dern weil die von unse­rem Herr­gott selbst in sei­ner wei­sen Vor­aus­sicht gegrün­de­te Kir­che, mit all ihren Kri­sen, in letz­ter Kon­se­quenz bestehen wird … „und die Pfor­ten der Höl­le wer­den sie nicht überwinden“!
    Mensch, wo bleibt Dein Glaube?

  4. Oli­ver Levy,
    bit­te zitie­ren und bele­gen Sie Ihren Vor­wurf der Äuße­run­gen in „unflä­ti­ge Weise“.

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