Der italienische Senat stimmte am Mittwoch für ein Spezialgesetz gegen Antisemitismus, das verfassungsrechtliche Zweifel aufwirft
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„Antisemitismus-Gesetz“ im italienischen Senat angenommen

Von Rinal­do Buc­ci­ni* Im Nahen Osten fal­len die Bom­ben. Wäh­rend­des­sen wird im Westen an einem Tabu der poli­ti­schen Kor­rekt­heit geba­stelt, von dem Kri­ti­ker eine Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit befürch­ten. Die poli­ti­sche Debat­te dazu ist noch längst nicht been­det, doch eine wich­ti­ge par­la­men­ta­ri­sche Hür­de ist genom­men: Der ita­lie­ni­sche Senat hat ein Geset­zes­vor­ha­ben zur Bekämp­fung des Anti­se­mi­tis­mus ver­ab­schie­det.
Fatima, der Krieg im Nahen Osten und die Gefahren einer falschen Eschatologie
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Fatima: vatikanische Täuschungen, gewollte Ignoranz, apokalyptische Weltlage (1. Teil)

Von Wolf­ram Schrems* Ange­sichts der kata­stro­pha­len Situa­ti­on der Kir­che müs­sen wir uns ein­ge­ste­hen, daß ent­ge­gen berech­tigt erschei­nen­der Erwar­tun­gen mit Papst Leo XIV. nichts bes­ser gewor­den ist. Lehr­aus­sa­gen und Per­so­nal­po­li­tik las­sen den wei­te­ren Nie­der­gang erken­nen. Das Erste Gebot ist obso­let. Schwe­re Sün­den wer­den qua­si kir­chen­amt­lich pro­pa­giert. Der Kli­ma­un­sinn wird wei­ter­ge­trie­ben. Es sieht nach mensch­li­chem Ermes­sen nicht
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USA gegen Iran: eine Verletzung des Rechts?

Von Rober­to de Mat­tei* Der Mili­tär­ein­satz der USA und Isra­els gegen den Iran hat welt­weit eine Wel­le der Empö­rung aus­ge­löst. Nord­ko­rea, Ruß­land und Chi­na spra­chen von einer „ille­ga­len Aggres­si­on“ und bezeich­ne­ten sie als Ver­let­zung des Völ­ker­rechts. Wla­di­mir Putin ver­wen­de­te dabei For­mu­lie­run­gen wie „zyni­sche Ver­let­zung des Rechts“, wäh­rend Peking die Tötung des ira­ni­schen Füh­rers Ali Kha­men­ei
Kardinal Pizzaballa (rechts im Bild), der Lateinische Patriarch von Jerusalem, übte gestern deutliche Kritik an der internationalen Gemeinschaft. Bildmitte: Kardinal Zuppi, Vorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz, rechts von ihm Michele De Pascale, der Regierungschef der Emilia-Romagna
Nachrichten

Kardinal Pizzaballa kritisiert internationale Doppelmoral

Bei der gest­ri­gen Ver­an­stal­tung am 24. Febru­ar mit dem Titel „Um wei­ter über den Frie­den zu spre­chen“ („Per con­ti­nu­are a parl­a­re di pace“) im Regio­nal­par­la­ment der Emi­­lia-Roma­­gna kri­ti­sier­te Kar­di­nal Pier­bat­ti­sta Piz­za­bal­la, Latei­ni­scher Patri­arch von Jeru­sa­lem, die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft. Die Ver­an­stal­tung fand anläß­lich des vier­ten Jah­res­tags des Beginns des rus­­sisch-ukrai­­ni­­schen Krie­ges statt.
US-Außenminister Rubio (USA) auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026
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Sind die Vereinigten Staaten das „Reich des Bösen“?

Von Rober­to de Mat­tei* Der ame­ri­ka­ni­sche Außen­mi­ni­ster Mar­co Rubio hielt anläß­lich der Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz, die am 14. Febru­ar im Baye­ri­schen Hof statt­fand, eine umfas­sen­de und dif­fe­ren­zier­te Rede. Dar­in bekräf­tig­te er, daß die USA und Euro­pa einer ein­zi­gen Zivi­li­sa­ti­on ange­hör­ten und ihre Kräf­te bün­deln müß­ten, um gemein­sa­me inne­re wie äuße­re Fein­de zu bekämp­fen. Gleich­wohl stel­len die
Unterzeichnung des Reichskonkordats am 20. Juli 1933
Hintergrund

Das Konkordat von 1933 – ein Defensivvertrag gegen den NS-Staat

Ein Gast­kom­men­tar von Hubert Hecker Der deutsch-vati­­ka­­ni­­sche Staats­ver­trag des Kon­kor­dats von 1933 bedeu­te­te für die Kir­che eine Fest­schrei­bung der „Nicht-Anpas­sung“ an den NS-Staat und dien­te der Abwehr von des­sen tota­li­tä­rem Anspruch. Die zen­tra­le israe­li­sche Holo­caust­ge­denk­stät­te Yad Vas­hem stellt die öffent­li­che Behaup­tung in den Raum, Euge­nio Pacel­li, der spä­te­re Papst Pius XII., habe mit sei­ner Unter­schrift
U-Bahnstation in Teheran wurde nach der Jungfrau Maria benannt. Mehrere Reliefs zeigen eine christliche Ikonographie
Buchbesprechungen

Der Iran widmet der Jungfrau Maria eine U‑Bahnstation

Die Ein­wei­hung einer U‑Bahnstation in Tehe­ran mit dem Namen „Hei­li­ge Jung­frau Maria“, geschmückt mit christ­li­cher Iko­no­gra­phie, stellt eine sym­bo­li­sche Geste gegen­über der christ­li­chen Min­der­heit in dem sich seit 1979 „Isla­mi­sche Repu­blik“ nen­nen­den Staat, dem ein­sti­gen Per­si­en. Der­sel­be Iran wird von Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen beschul­digt, ande­re Glau­bens­rich­tun­gen zu ver­fol­gen. Was stimmt nun?
Kardinal Pizzaballa, lateinischer Patriarch von Jerusalem, und Kardinal Raï, maronitischer Patriarch des Libanon, äußerten ihre Hoffnung, die sie mit dem Papstbesuch im Libanon verbinden und auf ein Ende der Kämpfe im Gazastreifen.
Leo XIV.

Stimmen aus dem Libanon und dem Heiligen Land zur päpstlichen Friedensmission

Die ange­kün­dig­te Rei­se von Papst Leo XIV. in den Nahen Osten wird von kirch­li­chen Wür­den­trä­gern als ein kraft­vol­les Zei­chen der Hoff­nung und des Frie­dens inter­pre­tiert – in einer Regi­on, die von Jahr­zehn­ten des Leids, der Zer­stö­rung und des gegen­sei­ti­gen Miß­trau­ens geprägt ist. Zwei her­aus­ra­gen­de Stim­men, Kar­di­nal Becha­ra Bou­tros Rai, maro­ni­ti­scher Patri­arch des Liba­non, und Kar­di­nal
Israel und die Hamas
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Israels Verantwortung und die großen strategischen Bumerangs des 20. Jahrhunderts

Von Rober­to de Mat­tei* Unter den vie­len Ankla­gen, die gegen den Staat Isra­el erho­ben wer­den, fin­det sich auch jene, er habe in den 1980er Jah­ren die Ent­ste­hung der Hamas „mit­ver­ur­sacht“. Dar­aus wird gefol­gert, man müs­se sich von dem Krieg Isra­els gegen die Hamas distan­zie­ren – denn zwi­schen dem Ter­ro­ris­mus und jenem, der ihn her­vor­ge­bracht habe,
Über Ursachen und Folgen, die erstaunliche "Treffsicherheit" des islamischen Terrors und den Niedergang des Westens
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Der 7. Oktober von Lepanto, den der selbstmörderische Westen verrät

Von Fran­ces­co Agno­li* Am 7. Okto­ber 1571 besieg­ten die christ­li­chen Hee­re bei Lepan­to die Tür­ken, nach­dem die­se wei­te Tei­le christ­li­cher Gebie­te mit allen nur erdenk­li­chen Grau­sam­kei­ten über­zo­gen hat­ten. Seit ihrer Ent­ste­hung hat­te die isla­mi­sche Welt christ­li­che Ter­ri­to­ri­en besetzt – dar­un­ter die Küsten Afri­kas eben­so wie wei­te Tei­le des Nahen Ostens. Eini­ge Jahr­zehn­te zuvor, im Jahr