Die Reform der Karwoche unter Pius XII.

Der Liturgiereform wurde bereits vor dem Zweiten Vatikanum der Weg bereitet


Pius XII. reformierte 1955 den Ritus der Karwoche, was ein nicht minder schwerwiegender Eingriff war, als die Liturgiereform von 1969 und dieser den Weg bereitete, so Caminante Wanderer
Pius XII. reformierte 1955 den Ritus der Karwoche, was ein nicht minder schwerwiegender Eingriff war, als die Liturgiereform von 1969 und dieser den Weg bereitete, so Caminante Wanderer

Von Cami­nan­te Wanderer*

Als ich zum ersten Mal an den Zere­mo­nien der Kar­wo­che nach dem „tra­di­tio­nel­len“ Ritus teil­nahm, geschah dies in der Kapel­le der Prie­ster­bru­der­schaft St. Pius X. (FSSPX) in Bonn. Ich war erstaunt fest­zu­stel­len, daß die­se Zere­mo­nien prak­tisch die­sel­ben waren wie jene, die ich jedes Jahr im Novus Ordo zu besu­chen gewohnt war. Ledig­lich die Spra­che war anders.
„Selt­sam“, sag­te ich mir damals, „daß Bug­nini und sei­ne Leu­te alles so gelas­sen haben, wie es vor dem Kon­zil war.“ Zu jener Zeit war ich jung und kann­te die Geschich­te nicht: Die Reform war bereits frü­her durch­ge­führt wor­den, und das, was ich – und vie­le ande­re – für die tra­di­tio­nel­le Kar­wo­che hiel­ten, war in Wirk­lich­keit eine eben­so moder­ne Kar­wo­che wie der Novus Ordo von Papst Paul VI.

Wenn die­ses The­ma gele­gent­lich zur Spra­che kommt, hal­ten vie­le Leser es für eine Neben­sa­che, der man kei­ne gro­ße Bedeu­tung bei­mes­sen müs­se – eine Art byzan­ti­ni­scher Streit, der uns vom Wesent­li­chen ablen­ke. Ich glau­be jedoch nicht, daß es sich um eine Neben­sa­che han­delt. Wenn man ernst­haft dar­über spre­chen will, ist es am besten, zunächst zu betrach­ten, wor­in die­se Reform bestand und war­um ein Inter­es­se dar­an besteht, den frü­he­ren Ritus zu fei­ern. Nur weni­ge von denen, die dar­über spre­chen oder Kri­tik üben, wis­sen tat­säch­lich, wor­um es geht. Vie­le mei­nen, es habe sich ledig­lich um Ände­run­gen der Uhr­zei­ten gehan­delt: Die Oster­nacht wur­de nicht mehr am Sams­tag­mor­gen, son­dern in der Nacht gefei­ert. In Wirk­lich­keit war dies nur ein Detail. Die Ver­än­de­run­gen waren viel tief­grei­fen­der. Ein Text von Papst Paul VI., der in der Apo­sto­li­schen Kon­sti­tu­ti­on zur Ein­füh­rung des Meß­buchs von 1969 erscheint, ist in die­ser Hin­sicht aufschlußreich:

„Es hat sich gezeigt, daß die For­meln des Römi­schen Meß­buchs über­ar­bei­tet und berei­chert wer­den muß­ten. Der erste Schritt einer sol­chen Reform war bereits durch Unse­ren Vor­gän­ger Pius XII. mit der Reform der Oster­nacht und der Riten der Kar­wo­che getan wor­den, die den ersten Schritt der Anpas­sung des Römi­schen Meß­buchs an die Men­ta­li­tät der Gegen­wart darstellten.“

So ist es. Die Refor­men der Kar­wo­chen­ze­re­mo­nien Mit­te der 1950er Jah­re wur­den durch­ge­führt, um damit zu begin­nen, die römi­sche Lit­ur­gie an die Men­ta­li­tät der moder­nen Welt anzu­pas­sen. Der klar­ste Beweis dafür ist nicht nur die Aus­sa­ge Pauls VI., son­dern auch die Iden­ti­tät jener, die die­se Reform aus­führ­ten: Anni­ba­le Bug­nini, Car­lo Bra­ga und Fer­di­nan­do Anto­nel­li – die­sel­ben Per­so­nen, die ein Jahr­zehnt spä­ter die Reform des gesam­ten Mis­sa­le Roma­num durch­füh­ren und das eigen­tüm­li­che Gebil­de des Novus Ordo Mis­sae her­vor­brin­gen sollten.

Ich wer­de meh­re­re Bei­trä­ge dar­auf ver­wen­den, die Refor­men, die unter dem Pon­ti­fi­kat von Pius XII. ein­ge­führt wur­den, im Detail zu erläu­tern, und mich dabei auf eine bereits vor eini­gen Jah­ren erschie­ne­ne Arbeit von Pater Ste­fa­no Caru­si stützen.

Die in der Reform der Kar­wo­che von 1955 ein­ge­führ­ten Ver­än­de­run­gen beschränk­ten sich nicht auf die Uhr­zei­ten, die zum Wohl der Gläu­bi­gen legi­ti­mer­wei­se und ver­nünf­ti­ger­wei­se hät­ten ange­paßt wer­den kön­nen. Schon am Palm­sonn­tag wur­de ein Ritus ein­ge­führt, der zum Volk hin und mit dem Rücken zum Kreuz und zu Chri­stus im Altar gefei­ert wird; am Grün­don­ners­tag wur­de den Lai­en erlaubt, Zugang zum Chor­raum zu erhal­ten; im Ritus des Kar­frei­tags wur­den die Ehren­be­zeu­gun­gen gegen­über dem Aller­hei­lig­sten Sakra­ment ver­min­dert und die Ver­eh­rung des Kreu­zes ver­än­dert; am Kar­sams­tag wur­de nicht nur der refor­me­ri­schen Phan­ta­sie der Exper­ten frei­er Lauf gelas­sen, son­dern auch die Sym­bo­lik in bezug auf die Erb­sün­de und auf die Tau­fe als Zugangs­tor zur Kir­che zer­stört. In einer Zeit, in der man die „Wie­der­ent­deckung der Hei­li­gen Schrift“ ver­kün­de­te, wur­den gera­de an die­sen höchst wich­ti­gen Tagen die bibli­schen Lesun­gen redu­ziert; sogar die Evan­ge­li­en­tex­te über die Ein­set­zung der Eucha­ri­stie bei Mat­thä­us, Lukas und Mar­kus wur­den gekürzt. Bis dahin wur­de, wenn an die­sen Tagen die Ein­set­zung der Eucha­ri­stie gele­sen wur­de, die­se stets mit der Pas­si­ons­ge­schich­te in Ver­bin­dung gebracht, um zu zei­gen, in wel­cher Wei­se das Letz­te Abend­mahl eine Vor­weg­nah­me des Kreu­zes­to­des war und zugleich dar­auf hin­zu­wei­sen, daß die­ses Mahl einen Opfer­cha­rak­ter hat­te. Drei Tage waren der Lesung die­ser Evan­ge­li­en­stel­len gewid­met: der Palm­sonn­tag sowie der Diens­tag und der Mitt­woch der Kar­wo­che. Durch die Reform ver­schwand jedoch die Ein­set­zung der Eucha­ri­stie aus die­sem gesam­ten lit­ur­gi­schen Zyklus.

Der gesam­te Ansatz der Reform Pius’ XII. ist von einer Mischung aus Ratio­na­lis­mus und Archäo­lo­gis­mus durch­drun­gen, deren Kon­tu­ren oft phan­ta­sie­voll erschei­nen. Damit soll nicht behaup­tet wer­den, daß die­sem Ritus die not­wen­di­ge Ortho­do­xie feh­le; doch muß auf die Inko­hä­renz und die Eigen­tüm­lich­kei­ten eini­ger Riten der refor­mier­ten Kar­wo­che hin­ge­wie­sen wer­den. Zugleich ist es not­wen­dig, die Mög­lich­keit und Legi­ti­mi­tät einer theo­lo­gi­schen Dis­kus­si­on über die­ses The­ma ein­zu­for­dern, um die wah­re Kon­ti­nui­tät im lit­ur­gi­schen Aus­druck der Tra­di­ti­on zu suchen.

Nach den Wor­ten von Pater Car­lo Bra­ga, dem per­sön­li­chen Sekre­tär von Mon­si­gno­re Bug­nini, war die­se Reform „der Ramm­bock“, der die römi­sche Lit­ur­gie an den hei­lig­sten Tagen des Jah­res desta­bi­li­siert habe, und ein der­ar­ti­ges Durch­ein­an­der habe bemer­kens­wer­te Aus­wir­kun­gen auf den gesam­ten spä­te­ren lit­ur­gi­schen Geist gehabt. Tat­säch­lich mar­kier­te sie den Beginn einer bedenk­li­chen Hal­tung, nach der man in lit­ur­gi­schen Fra­gen nach dem Geschmack der Exper­ten han­deln oder auch wie­der rück­gän­gig machen kön­ne; man konn­te Ele­men­te abschaf­fen oder wie­der ein­füh­ren, je nach histo­risch-archäo­lo­gi­schen Hypo­the­sen, nur um spä­ter fest­zu­stel­len, daß sich die Histo­ri­ker geirrt hat­ten (das bekann­te­ste Bei­spiel wer­den – muta­tis mut­an­dis – die viel­ge­prie­se­ne „Kano­nes des Hip­po­lyt“ sein).

Die Lit­ur­gie ist kein Spiel­zeug in den Hän­den des gera­de modi­schen Theo­lo­gen oder Sym­bo­li­kers. Ihre Kraft erhält sie aus der Tra­di­ti­on: aus dem Gebrauch, den die Kir­che unfehl­bar von ihr gemacht hat; aus Gesten, die über Jahr­hun­der­te hin­weg wie­der­holt wur­den; aus einer Sym­bo­lik, die nicht nur in den Köp­fen ori­gi­nel­ler Aka­de­mi­ker exi­stie­ren kann, son­dern dem gesun­den Sinn des Kle­rus und des Vol­kes ent­spricht, die über Jahr­hun­der­te hin­weg auf die­se Wei­se gebe­tet haben. Unse­re Ana­ly­se wird durch die Zusam­men­fas­sung von Pater Bra­ga bestä­tigt, der ein außer­ge­wöhn­li­cher Zeu­ge die­ser Ereig­nis­se war:

„Was in der Zeit Pius’ V. und Urbans VIII. aus psy­cho­lo­gi­schen und geist­li­chen Grün­den – wegen der Tra­di­ti­on, wegen unzu­rei­chen­der geist­li­cher und theo­lo­gi­scher Bil­dung und wegen man­geln­der Kennt­nis der lit­ur­gi­schen Quel­len – nicht mög­lich gewe­sen wäre, wur­de in der Zeit Pius’ XII. mög­lich.“
(Car­lo Bra­ga: „Maxi­ma Redemp­tio­nis Nost­rae Myste­ria“ 50 anni dopo (1955–2005), in: Eccle­sia Orans Nr. 23, 2006, S. 18)

Unter dem Vor­wand des Archäo­lo­gis­mus ersetzt man letzt­lich die tau­send­jäh­ri­ge Weis­heit der Kir­che durch die Lau­nen per­sön­li­chen Ermes­sens. Auf die­se Wei­se refor­miert man die Lit­ur­gie nicht, son­dern defor­miert sie. Unter dem Vor­wand, alte Ele­men­te wie­der­her­zu­stel­len – gestützt auf wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en von zwei­fel­haf­tem Wert –, löst man sich von der Tra­di­ti­on; nach­dem man das lit­ur­gi­sche Gefü­ge zer­stückelt hat, flickt man es mit auf­fäl­li­gen Flicken zusam­men, die aus archäo­lo­gi­schen Frag­men­ten von frag­li­cher Authen­ti­zi­tät bestehen. Die Unmög­lich­keit, die Riten, die einst exi­stier­ten, aber seit Jahr­hun­der­ten ver­schwun­den sind, voll­stän­dig wie­der­zu­be­le­ben, führt dazu, daß die Restau­ra­ti­ons­ar­beit der frei­en Phan­ta­sie der Exper­ten über­las­sen bleibt.

Die Pro­to­kol­le der von Pius XII. im Jahr 1948 ein­ge­setz­ten Kom­mis­si­on wur­den in ita­lie­ni­scher Über­set­zung als Anhang zum Buch von Nico­la Giam­pie­tro: Il card. Fer­di­nan­do Anto­nel­li e gli svi­lup­pi del­la rif­or­ma lit­ur­gi­ca dal 1948 al 1970 (Kar­di­nal Fer­di­nan­do Anto­nel­li und die Ent­wick­lun­gen der Lit­ur­gie­re­form von 1948 bis 1970) ver­öf­fent­licht. In die­ser Kom­mis­si­on, die aus etwa einem hal­ben Dut­zend Mit­glie­dern bestand, spiel­te Bug­nini eine eher unter­ge­ord­ne­te Rol­le – die Ent­schei­dun­gen wur­den im wesent­li­chen von Bea und Anto­nel­li getrof­fen. Außer­dem war die Kom­mis­si­on auch mit einer radi­ka­len Reform des Bre­viers beauf­tragt, mit dem Ziel, einen neu­en Kalen­der zu schaf­fen. Dar­aus las­sen sich zwei Din­ge erken­nen: Erstens hing die Rich­tung die­ser „Refor­men“ nicht allein von Bug­nini ab; es gab viel­mehr vie­le wei­te­re Per­so­nen in lei­ten­den Posi­tio­nen, die sie unter­stütz­ten. Zwei­tens bestand die Auf­ga­be der soge­nann­ten Pius-Kom­mis­si­on nicht nur dar­in, die Kar­wo­che zu refor­mie­ren, son­dern die Lit­ur­gie ins­ge­samt. Das bedeu­tet, daß – ent­ge­gen der ver­brei­te­ten Dar­stel­lung in tra­di­tio­nel­len Krei­sen – auch ohne ein Kon­zil die Mes­se wahr­schein­lich ver­än­dert wor­den wäre.

Die „Reform“ der Kar­wo­che durch Pius XII. sowie die Abschaf­fung des römi­schen Psal­ters durch den hei­li­gen Pius X. stel­len ein Ver­bre­chen gegen die Tra­di­ti­on der Kir­che dar, das dem Novus Ordo Pauls VI. ver­gleich­bar ist. Mehr noch: Die mei­sten cha­rak­te­ri­sti­schen Ele­men­te des neu­en Ritus fin­den sich bereits in der Kar­wo­che Pacel­lis wie­der – Riten in der Volks­spra­che und zum Volk hin („Erneue­rung der Tauf­ver­spre­chen“, ohne Vor­bild in der frü­he­ren Lit­ur­gie), der Prie­ster hört die Lesun­gen sit­zend an (Lesung der Pro­phe­zei­un­gen), die Abschaf­fung des Stu­fen­ge­bets (Mes­sen am Kar­sams­tag und am Palm­sonn­tag) usw. Außer­dem ent­hal­ten die neu­en Riten Ele­men­te, die mit der Tra­di­ti­on völ­lig bre­chen und Zwei­fel an der Recht­gläu­big­keit der Reform-Ver­ant­wort­li­chen auf­kom­men las­sen: Katechu­me­nen – Men­schen, die noch nicht Kin­der Got­tes sind – betre­ten das Hei­lig­tum, um dort getauft zu wer­den; am Kar­frei­tag wer­den die Gro­ßen Für­bit­ten und die abschlie­ßen­den Gebe­te super popu­lum mit dem Buch in der Mit­te des Alta­res gele­sen, wie es in pro­te­stan­ti­schen Riten geschieht. Die Redu­zie­rung der Pro­phe­zei­un­gen des Kar­sams­tags (Oster­nacht­lit­ur­gie) warf eine ehr­wür­di­ge Pra­xis der Kir­che von Jeru­sa­lem über Bord.

Aus Giam­pie­tros Buch läßt sich außer­dem schlie­ßen, daß – ent­ge­gen der Legen­de – Pius XII. regel­mä­ßig über alles infor­miert wur­de, was die Kom­mis­si­on tat; mehr noch: Er begrüß­te sämt­li­che Ver­än­de­run­gen mit Begei­ste­rung. Daher ist er für die­ses Ver­ge­hen gegen die Tra­di­ti­on eben­so ver­ant­wort­lich wie Paul VI. für den Novus Ordo. Wenn man zudem bedenkt, daß er bereits 1947 (Media­tor Dei, Nr. 10) den ehr­wür­di­gen Grund­satz „legem cre­den­di lex sta­tuat sup­pli­can­di“ („Das Gesetz des Betens bestimmt das Gesetz des Glau­bens“) umkehr­te und sich damit fak­tisch abso­lu­te Ver­fü­gungs­rech­te über den lit­ur­gi­schen Schatz der Kir­che zuschrieb – ist es da nicht nahe­lie­gend anzu­neh­men, daß dies gera­de als Recht­fer­ti­gung für bereits geplan­te Ver­än­de­run­gen dien­te, die dar­auf abziel­ten, eine neue „moder­ne“ Lit­ur­gie aus­schließ­lich unter dem Dik­tat des jewei­li­gen Pap­stes zu schaf­fen? Man erin­ne­re sich außer­dem dar­an, daß 1950 auch die Riten der Diakonen‑, Prie­ster- und Bischofs­wei­he ver­än­dert wur­den, um sie an das Lehr­amt Pius’ XII. anzupassen.

Schließ­lich wird in Dis­kus­sio­nen über die „Oster­nacht“ häu­fig auf die Uhr­zeit der Zere­mo­nien ver­wie­sen und dar­auf, daß es unna­tür­lich sei, die Vigil am Sams­tag­mor­gen zu fei­ern. Hier han­delt es sich jedoch um ein ter­mi­no­lo­gi­sches Pro­blem: Was wir „Oster­nacht“ nen­nen, ist in Wirk­lich­keit über­haupt kei­ne Vigil, son­dern die (tauf­be­zo­ge­ne) Ves­per­lit­ur­gie des Kar­sams­tags. Die eigent­li­che Vigil sind die Matu­tin und die Lau­des von Ostern, die in der Nacht von Sams­tag auf Sonn­tag gefei­ert wur­den. Da die neue Oster­nacht zur sel­ben Zeit gefei­ert wer­den soll­te, wur­de die eigent­li­che Vigil im Jahr 1952 abgeschafft.

*Cami­nan­te Wan­de­rer ist ein argen­ti­ni­sche Phi­lo­soph und Blogger.

Über­set­zung: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Cami­nan­te Wanderer

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