Vatikan hält demonstrativ an Rupnik fest

Gibt es gute und schlechte Mißbrauchstäter?


Vatican News ziert weiterhin Termine in seinem liturgischen Kalender mit Rupnik-Werken. Gedankenlosigkeit oder demonstratives Signal?
Vatican News ziert weiterhin Termine in seinem liturgischen Kalender mit Rupnik-Werken. Gedankenlosigkeit oder demonstratives Signal?

Die unver­hoh­le­ne Unter­stüt­zung des Prie­ster­künst­lers und Miß­brauchs­tä­ters Mar­ko Ivan Rup­nik durch den Vati­kan geht wei­ter. Das Fest des hei­li­gen Joseph naht und Vati­can News, die Nach­rich­ten­platt­form des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­dik­aste­ri­ums, illu­striert in sei­nem lit­ur­gi­schen Kalen­der die­ses Datum mit einem Werk von Rupnik.

Was nicht nur den Opfern ein Ärger­nis ist, fin­det sich nicht auf der deut­schen Sei­te von Vati­can News, aller­dings des­halb, weil man sich dort die Mühe eines lit­ur­gi­schen Kalen­ders erst gar nicht antut. Die­ser fin­det sich aber auf ande­ren Sprach­schie­nen, so der ita­lie­ni­schen, spa­ni­schen, fran­zö­si­schen und eng­li­schen Sei­te von Vati­can News.

Dabei war es bereits vor einem Jahr zu einer Pole­mik in der Sache gekom­men. Pao­lo Ruf­fi­ni, der Prä­fekt des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­dik­aste­ri­ums, war direkt gefragt wor­den, war­um sei­ne Behör­de einen sol­chen Man­gel an Sen­si­bi­li­tät gegen­über den Miß­brauchs­op­fern demon­strie­re, indem Vati­can News in sei­nem lit­ur­gi­schen Kalen­der meh­re­re Feste und Fei­er­lich­kei­ten mit Wer­ken des Miß­brauchs­tä­ters Mar­ko Ivan Rup­nik schmückt.

Obwohl der Vati­kan unter Papst Fran­zis­kus all­ge­mein im Sin­ne der poli­ti­schen Kor­rekt­heit sich „hoch­sen­si­bel“ gibt, man den­ke an die vor­ei­li­gen Schuld­ein­ge­ständ­nis­se gegen­über den India­nern Kana­das, die will­fäh­ri­ge Über­nah­me der Migranten‑, Kli­ma- und Coro­na-Agen­da, beweist er hier einen völ­li­gen Man­gel an Sen­si­bi­li­tät. Offen­sicht­lich endet die Sen­si­bi­li­tät, wenn der Miß­brauchs­tä­ter ein Freund des Pap­stes ist.

Wel­che Vor­wür­fe soll man jedoch den Unter­ge­be­nen machen, wenn ihr ober­ster Vor­ge­setz­ter, Fran­zis­kus selbst, nach wie vor Rup­nik-Wer­ke in sei­nem Arbeits­zim­mer hän­gen hat und sich bei Inter­views und Foto­ter­mi­nen ger­ne so posi­tio­niert, daß die­se sicht­bar ins Bild kommen.

Ein Papst der Gesten wie Fran­zis­kus weiß, was er tut, weil er genau auf sol­che Details gro­ßen Wert legt. Wenn Vati­can News also noch immer dar­an fest­hält, Fest­ta­ge im Kalen­der mit Rup­nik-Wer­ken zu illu­strie­ren, ist dar­in ein demon­stra­ti­ver Akt zu sehen, daß San­ta Mar­ta nicht dar­an denkt, den schwer bela­ste­ten Künst­ler­prie­ster fallenzulassen.

Die­se Tat­sa­che bestä­tigt die groß­zü­gi­ge För­de­rung durch den ehe­ma­li­gen Gene­ral­vi­kar von Papst Fran­zis­kus und sei­nen heu­ti­gen Groß­pö­ni­ten­ti­ar, Rup­nik und sei­ner Künst­ler­kom­mu­ne unweit von Rom ein neu­es Refu­gi­um, eine neue Zen­tra­le und eine neue Werk­statt zu schaffen.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Vati­can News (Screen­shot)

3 Kommentare

  1. Ein Jah­res­tag, ein Tag der Trau­er und des Ent­set­zens: der Usur­pa­tor und Kir­chen­feind J.M. Berg­o­glio wur­de vor 12 Jah­ren von Mafia-Kar­di­nä­len zu ihrem Papst gewählt. Die Kir­che liegt ein Stück weit in Trüm­mern. Die Anti-Kir­che mit ihrem Anti-Papst tri­um­phiert. Aber sicher­lich nicht mehr lan­ge, denn die Abend­däm­me­rung hat ein­ge­setzt. Die Pfor­ten der Höl­le wer­den die Kir­che Chri­sti nicht überwältigen.

  2. Man lässt halt sei­ne Lieb­lin­ge nicht im Regen stehen.…
    Die­se Tat­sa­che zieht sich wie ein roter Faden durch das gan­ze Pontifikat.
    Es geht im Vati­kan zu wie im fin­ste­ren Mittelalter

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