Die „Klima-Apartheid“ des Osservatore Romano

Die neue Steigerungsform der Klimahysterie












Die UNO prägte den neuen Begriff „Klima-Apartheid“ und der Vatikan stimmt in den Gesang ein.
Die UNO prägte den neuen Begriff „Klima-Apartheid“ und der Vatikan stimmt in den Gesang ein.

(Rom) Die New York Times und der Osservatore Romano veröffentlichten gestern das gleiche Bild auf der Titelseite – wie auch viele andere Medien weltweit. Es zeigt den tragischen Tod durch Ertrinken eines Vaters und seines Sohnes aus El Salvador. Beim Versuch über den Rio Bravo illegal in die USA einzuwandern, dürften sie ertrunken sein. Papst Franziskus sprach davon, beim Anblick des Bildes einen „unermeßlichen Schmerz“ zu empfinden. Hinter der Tragik des Vorfalls offenbart die Veröffentlichung allerdings auch eine politische Absicht – auf „globaler“ Ebene.

Die Veröffentlichung des Bildes folgt der politischen Logik, teils explizit, teils implizit, die Regierung der USA von Donald Trump für den Tod verantwortlich zu machen. Ähnlich emotional aufgeladene Bilder wurden in Europa bereits im Zusammenhang mit der illegalen Einwanderung seit 2015 veröffentlicht. Die Medien zielen dabei bewußt auf Emotionen. Damit wird ein Zweck verfolgt: Wer ein uneingeschränktes Recht der schrankenlosen Migration ablehnt, trägt Schuld am Tod derer, die durch verantwortungsloses Handeln ihr Leben aufs Spiel setzen.

Die Auswahl der Bilder erfolgt bei Massenmedien ebensowenig zufällig wie sie Auswahl der Meldungen und die Art der Berichterstattung. Der Gleichschritt der führenden, linksliberalen Tageszeitung und der Zeitung des Papstes sagen mehr aus, als die faktenbezogene Aussage des Bildes vermuten läßt.

Die gestrige Ausgabe des Osservatore Romano läßt noch tiefer blicken. Es geht um das politische Anliegen hinter der Veröffentlichung des Bildes. Unter Bild und Artikel zum „unermeßlichen Schmerz“ von Papst Franziskus über den tragischen Tod von Vater und Sohn folgt ein weiterer Artikel. Die Überschrift verrät Inhaltsschweres:

„Die Welt riskiert eine Klima-Apartheid“.

Harter Tobak.

Die Wortneuschöpfung der UNO

„Apartheid“ ist ein Begriff, der seit dem Kampf gegen das südafrikanische Apartheid-Regime zum Unwort wurde. Gekoppelt mit dem neuen Reizwort Klima, dessen natürlicher Wandel von den Massenmedien derzeit irrational und hysterisch zur Panik aufgebauscht wird, und versehen mit der allumfassenden Zuschreibung global („die Welt“), läßt die Überschrift die ganze Explosivität der Botschaft erkennen, die der Osservatore Romano auf „die Welt“ losläßt.

Sie stammt allerdings nicht von ihm. Die Zeitung des Papstes macht sie sich allerdings zu eigen. Die Warnung kommt von der UNO, konkret vom UNO-Sonderberichterstatter Philip Alston, einem Juristen und Menschenrechtsexperten mit langjähriger Erfahrung im Umgang mit Regierungskreisen. Die Worte sind also gewogen und suchen gezielt die maximale Aufmerksamkeit. Der Begriff „Klima-Apartheid“ ist eine Wortneuschöpfung, die aber wohl schnelle, mediale Verbreitung finden wird.

Tonangebende Kräfte betonen mahnend, man dürfe „nicht mit Ängsten“ Politik betreiben. Sie tun dies allerdings einseitig und anklagend nur in Richtung Andersdenkender. Damit kaschieren sie, daß in Wirklichkeit sie selbst es sind, die derzeit mit Ängsten Politik betreiben. Die tägliche Klimahysterie meint nicht das ohnehin nicht faßbare Klima. Sie zielt auf tiefgreifende Eingriffe in das ökonomische, soziale und geopolitische Gefüge der Welt ab. Nur diesem Zweck kann eine so unheilvolle Botschaft der UNO dienen, die gestern kommentarlos auch vom Osservatore Romano propagiert wurde:

„Die Welt riskiert eine Klima-Apartheid“.

Der Gleichschritt des Vatikans

In der Tat begründete der politische Arm von Papst Franziskus, Kurienbischof Marcelo Sanchez Sorondo, bereits im Frühling 2015 die Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung mit dem „Klimawandel“. Papst Franziskus rechtfertigte mit dem Klimawandel neue Völkerwanderungen und kritisierte a priori, wer sich diesen in den Weg stelle.

Der argentinische Papst führte die katholische Kirche zielstrebig zum Gleichschritt mit der UNO bzw. dem linksliberalen Establishment hinter den internationalen Institutionen. In Sachen Massenmigration ist er allerdings nicht Unterstützer oder nur Mitläufer, sondern Vorreiter und Hauptsprachrohr. Migration erklärte er im vergangenen April zum Ideal und einen Monat später sogar zur „Schlüsselfrage für die Zukunft der Menschheit“. Mehr geht eigentlich nicht.

Die gestrige Botschaft einer drohenden „Klima-Apartheid“ reist nach hinten die Brücken ab. Die moralische Anklage ist bereits mitgeliefert. Man möchte meinen, die Bilder in Endlosschleife von einer Südsee-Insel mit minimaler Bevölkerungszahl, die wegen des (angeblich menschengemachten) Klimawandels angeblich unterzugehen drohe, könne selbst ein unkritisches Publikum auf die Dauer kaum bei Klima-Laune halten. Möchte man meinen…

Mainstream-Vernetzung

Die Klimahysterie ist von den Medien erzeugt. Wer eine solche Irrationalität erzeugen kann, sollte gefürchtet werden. Tatsache ist, daß die Hysterie die Voraussetzungen schaffen will, die Tore zur schrankenlosen Massenmigration und dem damit verbundenen Entstehen eines globalen „Mestizentums“ (Papst Franziskus im Jahr 2016) aufzustoßen. Die Ursachen hinter dieser Agenda sind nicht monokausal, doch Gewinn- und Machtstreben gehören ebenso dazu wie die Ziele der Neomalthusianer.

Der Schöpfer des Begriffs „Klima-Apartheid“, Philippe Alston, ist kein Unbekannter. Der Australier wirkt seit Jahren im politischen Auftrag an der politisch korrekten Neudefinition der Menschenrechte mit. In diesem Sinn leitete er bereits vor 20 Jahren EU-finanzierte Projekte zur Veröffentlichung der Human Rights Agenda for the European Union zur Definition der EU-Menschenrechtsstandards. Dabei geht es nicht zuletzt um „Neo-Menschenrechte“ wie Abtreibung, Migration und Homosexualität. 2006 gehörte er zu den Erstunterzeichnern der homosexuellen Yogyakarta-Prinzipien. Diese „Prinzipien“ fordern nichts Geringeres als die Abschaffung der Naturgesetze und damit eine anthropologische Revolution. Von der UNO wurden sie offiziell nie übernommen, weil die Mehrheit der Staaten sich ihnen widersetzt, was eine Reihe von UNO-Agenturen aber nicht daran hindert – bis Anfang 2017 mit Unterstützung der USA – die „Prinzipien“ umzusetzen. Nicht von ungefähr sind 13 der 29 Erstunterzeichner, darunter Alston, UNO-Vertreter.

Alston war einige Zeit auch Mitarbeiter des Center for Reproductive Rights. Die 1992 gegründete Organisation mit Sitz in New York ist ein Teil der Abtreibungslobby. Sie setzt sich auf juristischer und politischer Ebene für die weltweite Legalisierung der Abtreibung und deren Anerkennung als „Grund- und Menschenrecht“ ein. Auf Facebook tritt das Center for Reproductive Rights in den Homo-Farben auf.

Und was haben Abtreibungs- und Homo-Lobby sowie Klimahysteriker gemeinsam? Zwei Dinge: Ihre Anliegen werden von den UNO-Agenturen unterstützt, sind also Mainstream der höchsten Stufe, und allen gemeinsam ist ein Kampf gegen die Natur. Bei den Klimahysterikern klingt das paradox, trifft die Sache aber im Kern, da sie sich weigern, immer schon vorhandenen, natürlichen Wandel in den Klimazonen zu akzeptieren. Die Schuldzuschreibung an den Menschen soll „das Klima“ kontrollierbar und durch den Menschen, sprich die Politik lenkbar machen.

Und die Quintessenz?

Wo der Glaube an Jesus Christus und den Schöpfergott verlorengeht, der das entscheidende und letzte Wort über seine Schöpfung hat, treten nicht nur Ersatzreligionen auf, sondern auch Irrationalität, Ängste, geistige Blindheit und Aberglaube. Vor allem der Aberglaube des vermeintlich vernunftgeleiteten Glaubenslosen, der sich über Glaube und Religion lustig macht.

Text: Andreas Becker
Bild: Osservatore Romano (Screenshot)

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