Exorzistenausbildung in Rom – mit Kuriositäten

Der Teufel als "Lachnummer"



Über Rom liegt ein „schlechter Geist“, so der australische Priester Father John Corrigan.
Über Rom liegt ein „schlechter Geist“, so der australische Priester Father John Corrigan.

(Rom) Jedes Jahr findet in Rom ein Kurs zur Ausbildung von Exorzisten statt. Auf ihn wird im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen in den Medien verhältnismäßig stark hingewiesen. Der 2019 XIV. Kurs wurde vom 6.–11. Mai abgehalten.

Ein australischer Priester John Corrigan berichtete am 25. Mai auf seinem Blog über den Kurs, an dem er teilgenommen hatte.

Exorzistenkurs 2019
Exorzistenkurs 2019

Zunächst schickte Father Corrigan voraus, daß die Tagung selbst „exzellent“ war, er aber eine „Haßliebe“ für Rom empfinde. Er liebe die Geschichte, die wunderbaren Kirchen und auch das Essen. Zugleich nehme er aber einen bedrückenden Geist wahr, der über Rom liege, der sich auch bei seinem jüngsten Aufenthalt durch „zwei unglückliche Zwischenfälle“ bemerkbar machte.

Der erste „Zwischenfall“, den Father Corrigan berichtet, soll hier wiedergeben werden:

„Item 1: Ein Kardinal wurde zu unserer Konferenz eingeladen. 15 Minuten lang sprach er über die Realität des Teufels, die Schwere des spirituellen Kampfes und die Bedeutung von Gebet und Fasten. Der Inhalt war in der Tat ziemlich gut. Der Redner aber… Dieser Kardinal ist bekannt für sein verkommenes Doppelleben.
Es wird behauptet, daß ihn die Vatikanpolizei einmal bei einer Orgie mit Drogen erwischt hat, aber er wurde weggebracht, weil er ein Kardinal ist, bevor die italienische Polizei informiert wurde. Ich fragte einen der australischen Priester in Rom, warum dieser Mann zu der Konferenz eingeladen wurde. Seine Antwort bestürzte mich: „Du mußt das verstehen. Dieser Exorzismuskurs ist die Lachnummer Roms. Der Papst nimmt dieses Zeug ernst, aber viele andere tun es nicht. Ein Kardinal verleiht der Konferenz Ansehen – und jeder Kardinal wird es tun. Bella figura!“

Father Corrigan war entsetzt über die zynische Antwort seines Landsmannes. Man kann es ihm nachfühlen. Vor allem stellt sich die Frage, welchen Widerständen die Exorzistenausbildung kirchenintern ausgesetzt ist. Wer den besagten Kardinal entsandte, um der Tagung etwas Glanz und Ansehen zu verleihen, meinte es offensichtlich nicht gut.

Der Fall des erwähnten Kardinals ist hinlänglich bekannt. Da der Priester auf seinem Blog aber keinen Namen nennt, wollen auch wir es nicht tun, allerdings zu einer möglichen „Spur“ verlinken. Und hinzufügen, daß es sich nicht um den Ex-Kardinal Theodore McCarrick handelt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: acountrypriest.com/Gris (Screenshot)

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3 Kommentare

  1. Das ist gar kein Widersruch und der Kardinal mag das von ihm Gesagte auch geglaubt haben. Das ist die eine Seite des Problems.
    Die andere Seite ist die konsequente Nachfolge mancher Prälaten, die schlichtweg für unmöglich gehalten wird, weshalb man sich im Falle der Fälle hinter einer fadenscheinigen lutherischen Barmherzigkeit verschanzt.
    Schon in dem Buch „Licht über Aquino“ heißt es, man könne fabelhafte theologische Traktate schreiben… und sich selbst doch nicht daran halten.
    Viele Geistliche werden wissen, was ich meine…

  2. Gelobt sei Jesus Christus.
    Meine lieben Brüdern und Schwestern in Christo.
    In Evangelien Mt. 8,16-17; Mk. 4,35-41; Lk. 8,22-25 sowie Mt. 8,28-34; Mk.5,1-17; Lk.8,26-37 steht es geschrieben, daß Jesus Christus die von bösen Dämonen und Geistern besessenen Menschen in Eretz Israel mit Exorzismusgebete geheilt hat. In Jesaja 53,4 worden es prophezeit:“ Er hat unsere Leiden auf sich genommen und unsere Krankheiten getragen.“ Und die Novous Ordo Missæ Klerus und Laien glauben nicht, daß der Luzifer-Teufel, Hölle und sowie Dämonen gibt. Sie behaupten auch noch,daß die besessenen Menschen nur phsysisch und seelisch Krank sind. Exorzismus gilt für sie auch noch tödlich und gefährlich. Siehe den Fall Anneliese Michel, sie ist nicht an Exorzismus gestorben sondern von neuentwickelte Medikamenten. Dies können Sie alles in Buch über Anneliese Michel lesen.
    Viele Excorzisten sagen immer wieder,daß die Besessenen keine Medikamente zu sich nehmen sollen. Für mich bedeutet Excorzismus die Liebe Gottes. Was betrifft die Novous Ordo Missæ Klerus und Laien, die nicht an Existenz von Luzifer-Teufel, Hölle, bösen Dämonen und Geistern sollten besser auf sich aufpassen. Sonst landen sie selbst in die Hölle.

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