Das „Wunder der Fußwaschung“ im Gefängnis von Velletri

Der unsichtbare Gründonnerstag

Fußwaschung: Papst Franziskus im Flüchtlingsheim (2016).
Fußwaschung: Papst Franziskus im Flüchtlingsheim (2016).

(Rom) Der Kalen­der für die lit­ur­gi­sche Zele­bra­tio­nen von Papst Fran­zis­kus in der Kar­wo­che weist nach wie vor am Grün­don­ners­tag eine Lücke auf. Die­se wird auch blei­ben. Das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt gab aber zumin­dest den Ort bekannt, an dem sich Fran­zis­kus unsicht­bar machen wird.

Das Unsicht­bar­ma­chen der Grün­don­ners­tags­lit­ur­gie sorgt seit Beginn des der­zei­ti­gen Pon­ti­fi­kats für Stau­nen. Anders als vor­ge­se­hen, zele­briert Papst Fran­zis­kus das Gedächt­nis an den sicht­ba­ren Grün­dungs­akt der Kir­che beim Letz­ten Abend­mahl nicht in der Late­ran­ba­si­li­ka, der Haupt- und Mut­ter­kir­che aller Kir­chen, son­dern im Ver­bor­ge­nen.

Im offi­zi­el­len Kalen­der sei­ner Zele­bra­tio­nen scheint die Mis­sa in Coe­na Domi­ni im sieb­ten Jahr hin­ter­ein­an­der nicht auf.

Gestern gab das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt zumin­dest bekannt, wohin sich der Papst in die­sem Jahr den Blicken der Öffent­lich­keit und vor allem der Gläu­bi­gen ent­zie­hen wird, aller­dings unter Mit­nah­me der Foto- und Fern­seh­ka­me­ras von Vati­can Media, die anschlie­ßend aus­ge­wähl­te Bil­der an die Pres­se ver­tei­len wer­den.

Im Vor­der­grund steht jedes Jahr die Fuß­wa­schung in poli­tisch kor­rek­ter Form an aus­ge­wähl­ten Per­so­nen. Von Gläu­bi­gen kann nur bedingt die Rede sein, da Fran­zis­kus auch Ange­hö­ri­gen ande­rer Reli­gio­nen, bevor­zugt mus­li­mi­schen „Flücht­lin­gen“, die Füße wäscht und küßt, die er meist in diver­sen Gefäng­nis­sen antrifft. So wird es auch in die­sem Jahr sein. An sei­nem sieb­ten Grün­don­ners­tag als Papst wird Fran­zis­kus zum fünf­ten Mal ein Gefäng­nis auf­su­chen. 2017 besuch­te er die „Festung der Unsicht­ba­ren“. 2016 such­te er in ein Flücht­lings­heim auf und 2014 – aus dem Rah­men fal­lend – eine Behin­der­ten­ein­rich­tung.

Ende 2014 ord­ne­te Papst Fran­zis­kus an, daß ent­ge­gen den bis­her gel­ten­den Bestim­mun­gen, jeder aus dem „Volk Got­tes“ zur Fuß­wa­schung zuge­las­sen ist. Er selbst hielt sich aller­dings nicht an sei­ne eige­nen Bestim­mun­gen, indem er auch Anders- oder Nicht­gläu­bi­gen die Füße wusch (sie­he Gehö­ren Mus­li­me für Papst Fran­zis­kus zum „Volk Got­tes“?; Päpst­li­che Grün­don­ners­tags­wir­ren: Haben Chri­sten, Mos­lems, Hin­dus „den­sel­ben Gott“? und Papst wäscht Chri­sten, Bud­dhi­sten und Mus­li­men die Füße).

Um ent­spre­chen­de Signa­le auch an die Homo-Lob­by zu schicken, wird in der Vor­be­rei­tungs­pha­se von vati­ka­ni­scher Sei­te beim jewei­li­gen Gefäng­nis­ka­plan dis­kret nach „Trans­gen­der“ gefragt, denen der Papst die Füße waschen könn­te (wie 2015 im Gefäng­nis Rebibbia).

Fußwaschung: Papst und Transgender
Fuß­wa­schung: Papst und Trans­gen­der (2015)

In Rom erzählt man sich das „Wun­der der Fuß­wa­schung“, denn zu die­sem Anlaß „ver­schwin­den plötz­lich alle Hüft- und Knie­l­ei­den, die den Papst das gan­ze Jahr hin­durch hin­dern, sei­ne Knie vor dem Aller­hei­lig­sten zu beu­gen“.

Grün­de für die päpst­li­che Knie­schwä­che wur­den vom Vati­kan offi­zi­ell nie genannt.

Wie das vati­ka­ni­sche Pres­se­amt nun bekannt­gab, wird Papst Fran­zis­kus am 18. April um 16.30 das Gefäng­nis von Vel­le­tri auf­su­chen, um unsicht­bar hin­ter hohen Mau­ern die Mis­sa in Coe­na Domi­ni zu zele­brie­ren.

„Wäh­rend des Besu­ches wird der Papst die Gefan­ge­nen, das zivi­le Per­so­nal und die Gefäng­nis­po­li­zei tref­fen. In der eucha­ri­sti­schen Zele­bra­ti­on wird der Papst zwölf Gefan­ge­nen die Füße waschen.“

Gefäng­nis­di­rek­tor, Vize­di­rek­tor und Kom­man­dant der Gefäng­nis­po­li­zei sind Frau­en. Nach der Begeg­nung mit ihnen wird der Papst sich anklei­den und um 17 Uhr die Zele­bra­ti­on begin­nen.

Das zivi­le Per­so­nal, der­zeit 23 Per­so­nen, und die 201 Gefäng­nis­wär­ter feh­len wie auch in den vor­an­ge­gan­ge­nen Jah­ren unter den für die Fuß­wa­schung Aus­ge­wähl­ten. Sie rekru­tie­ren sich aus­schließ­lich aus den mehr als 550 Gefan­ge­nen, die in Vel­le­tri inhaf­tiert sind. Die Über­be­le­bung des Gefäng­nis­ses liegt bei mehr als 35 Pro­zent.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: MiL

1 Kommentar

  1. Es ist jedes Jahr das­sel­be unwür­di­ge Schau­spiel, wo Hei­li­ges durch Welt­li­ches ersetzt wird unter die­sem Huma­ni­sten-Papst. Jesus hat sei­nen Jün­gern die Füße gewa­schen am Grün­don­ners­tag, was einen tie­fe­ren Sinn hat­te. „Wenn ich dich nicht wasche, gehörst du nicht zu mir“ sag­te er zu Simon Petrus. Das zu Chri­stus gehö­ren ist mit die­sem Ritus also zwin­gend ver­bun­den. Nor­ma­ler­wei­se wird so eine Grün­don­ners­tags­fuß­wa­schung an irgend­wel­chen Pfarr­ge­mein­de­rä­ten oder regel­mäß­gein Kirch­gän­ger gemacht, wenn über­haupt.

    Nie­mand logisch Den­ken­der kann also behaup­ten, dass Mos­lems, Trans­gen­der, Schwu­le, Les­ben oder Gefäng­nis­in­sas­sen in aller Regel zu Chri­stus gehö­ren. Mos­lems sowie­so nicht, auf­grund des ent­ge­gen­ge­setz­ten Glau­bens. Homo­se­xu­el­le auf­grund ihrer Sün­de nicht, wie uns das Buch Mose und die Pau­lus-Brie­fe mit­tei­len.

    Ich bin über­zeugt, Gott hat die­sen „Papst“ nur zuge­las­sen, um Spreu und Wei­zen unter den Gläu­bi­gen zu tren­nen. Es ist der stän­di­ge Gegen­satz zwi­schen der hei­li­gen, apo­sto­li­schen Über­lie­fe­rung, also dem Evan­ge­li­um Jesu Chri­sti, und dem Welt­li­chen, also den Ideologien(Humanismus, Mate­ria­lis­mus, Kom­mu­nis­mus, Sozia­lis­mus). Und der stän­di­ge Ver­such sei­tens von Ber­go­glio, die Pro­ble­me der Welt welt­lich lösen zu wol­len. Anstatt sich auf Gott zu ver­las­sen und zu beten. Er ist somit das Gegen­teil von Jesus Chri­stus, der nicht welt­lich dach­te und han­del­te.

    Im Buch der Offen­ba­rung gibt es den fal­schen Pro­phe­ten, der am Ende mit­samt dem Anti­chri­sten und dem „Tier“ in den Feu­er­see gewor­fen wird. Man kann nur(wenn man es nicht bes­ser weiß) für Ber­go­glio hof­fen, dass nicht er selbst es ist, der das sein wird. Alle Anzei­chen kün­di­gen eine mas­si­ve Ände­rung in der katho­li­schen Kir­che an. Noch nie hat ein Papst der­art an der über­lie­fer­ten Leh­re Jesu Chri­sti gekratzt wie er und noch nie hat ein Papst sol­che geschmack­lo­sen Aus­sa­gen getä­tigt, wie er. Noch nie hat ein Papst sovie­le tra­di­tio­nel­le Orden unter­drückt und sogar auf­ge­löst, wie er.
    Er hat Jesus einen „nütz­li­chen Dumm­kopf“ genannt, die Rol­le Mari­as her­un­ter­ge­spielt und bei­de im welt­li­chen Sin­ne rela­ti­viert.
    Und die Feig­lings­prie­ster wis­sen sonst nichts, als blin­den Kada­ver­ge­hor­sam, alles was „der Papst“ sagt, gut­zu­hei­ßen, das Hirn abzu­schal­ten und der nichts­ah­nen­den Her­de zu fol­gen, die zum Schlach­ten geführt wird.

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