Zum Pontifikatsdesaster in der Causa Wucherpfennig

„Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln!“

Das Pontifikatsdesaster in der Causa Wucherpfennig
Das Pontifikatsdesaster in der Causa Wucherpfennig

von Dr. Mar­kus Büning*

Es ist inzwi­schen über fünf­und­vier­zig Jah­re her. Wir saßen im Wohn­zim­mer mei­ner Groß­mutter und schau­ten im Fern­se­hen, damals noch schwarz-weiß, eine Papst­mes­se aus Rom. Als Kind sah ich wohl zum ersten Mal bewusst den Papst. Ver­wun­dert über sei­ne Auf­ma­chung frag­te ich mei­ne Oma, wer denn die­ser Mann sei, der dem Hl. Niko­laus so ähn­lich sehe, nur ohne Bart. Mei­ne lie­be Groß­mutter, die wäh­rend der Nazi­dik­ta­tur vie­les zu erlei­den hat­te und einer zwei­stel­li­gen Anzahl an Kin­dern das Leben schen­ken durf­te, schau­te mich sehr ernst an und flü­ster­te so: „Das ist der Stell­ver­tre­ter Got­tes! Vor ihm müs­sen wir Katho­li­ken eine gro­ße Ach­tung haben.“ Das war die erste Kate­che­se zum Petrus­amt, die bis heu­te in mei­nem Gehör­gang erklingt, das lei­se und from­me Flü­stern der Groß­mutter über die gött­li­che Stif­tung der Kir­che.

Und nun, im Jahr 2018 unter Papst Fran­zis­kus? Hät­te mei­ne Groß­mutter, die einen tie­fen und uner­schüt­ter­li­chen Glau­ben hat­te, auch so ehr­furchts­voll ihrem Enkel die­se Fra­ge beant­wor­tet, nach den Cha­os­ta­gen von Amo­ris Lae­ti­tia, Inter­kom­mu­ni­on­de­bat­te, Miss­brauchs­kri­se und För­de­rung der LGBT-Lob­by? Ich weiß es ehr­lich gesagt nicht. Ich bin froh, dass mei­ne von mir sehr ver­ehr­te Oma die­ses Pon­ti­fi­kat nicht mehr erle­ben muss. Sehr wahr­schein­lich wäre mei­ne Oma spä­te­stens seit dem Tag über die­sen Papst ent­setzt gewe­sen, wo er auf ganz unmög­li­che Wei­se den Kin­der­reich­tum katho­li­scher Fami­li­en ins Lächer­li­che zog. Wir erin­nern uns, die Rede von den Kar­nickeln.

Die­se von der Oma „ein­ge­impf­te“ Ehr­furcht vor dem Papst­amt war es übri­gens, die mich anfäng­lich noch antrieb, auch die­sem Papst ganz selbst­ver­ständ­lich Ver­trau­en und kind­li­che Erge­ben­heit ent­ge­gen­zu­brin­gen. Ja, aus die­ser Hal­tung habe ich dann auch die Akti­on „Pro Pope Fran­cis“ für eine gewis­se Zeit mit­ge­tra­gen. Aber dann wur­de mir klar, dass ich all dies so nicht mehr kann. Spä­te­stens seit dem Schlin­ger­kurs in Sachen Inter­kom­mu­ni­on und dem Brief des Pap­stes an die Gläu­bi­gen bezüg­lich der Miss­brauchs­kri­se ist mir klar gewor­den, wie ver­wor­ren die Din­ge der­zeit in unse­rer Kir­che sind. Bei aller Lie­be, aber es gibt Gren­zen!

Und nun auch noch das: Die „Cha­os-Cau­sa“ Wucher­pfen­nig. Rein in die Kar­tof­feln, raus aus den Kar­tof­feln! Zunächst, aus mei­ner Sicht völ­lig kor­rekt, die ange­dach­te Ver­wei­ge­rung des Nihil obstat durch die zustän­di­ge Kon­gre­ga­ti­on, weil der Herr Pro­fes­sor nun mal nicht wahr­ha­ben will, was der Hl. Pau­lus im Römer­brief zur prak­ti­zier­ten Homo­se­xua­li­tät geschrie­ben hat. Der Kate­chis­mus (vgl. Nr. 2357–2359) scheint ihn schon gar nicht mehr zu inter­es­sie­ren. In Zei­ten wirk­sam­sten LGBT-Lob­by­is­mus, der offen­kun­dig bis hin­auf in die Füh­rungs­eta­gen des Vati­kans Urstän­de fei­ert, nimmt es kein Wun­der, dass die Empö­rung über die­se Ent­schei­dung groß war. Ja, es kam gera­de­zu zu einem media­len „Sturm auf die Bastil­le“. Eine deut­sche Kir­chen­zei­tung sprach sogar von einem neu­en Fall von Miss­brauch durch die ach so böse Amts­kir­che. Ja, selbst der Bischof vor Ort, der aus Staats­lei­stun­gen gut dotier­te Herr aus Lim­burg, konn­te nicht umhin, sein Unver­ständ­nis über die zunächst ange­dach­te römi­sche Ent­schei­dung zum Aus­druck zu brin­gen. Umso grö­ßer nun bei ihm die Genug­tu­ung! Wen wundert´s? Auch Kar­di­nal Marx aus Mün­chen tön­te in bekann­ter Art und Wei­se, dass sowas mit ihm so ein­fach nicht zu machen sei (sie­he hier). Mir sind nur zwei inner­kirch­li­che Stim­men in Erin­ne­rung, die tap­fer zum depo­si­tum fidei stan­den. Der Nun­ti­us aus Ber­lin (sie­he hier) und Kar­di­nal Mül­ler (sie­he hier). Dan­ke für die­sen Glau­bens­mut!

Doch nun kommt die von vie­len ersehn­te römi­sche Kehrt­wen­de: Er darf doch Rek­tor wer­den, der Herr Jesui­ten­pa­ter aus Frank­furt mit dem bezeich­nen­den Namen Wucher­pfen­nig. Was hier wuchert ist nur eines: Der Hang zur Häre­sie! Es geht hier letzt­lich um die Leug­nung der guten Schöp­fungs­ord­nung Got­tes. Dazu habe ich bereits in der letz­ten Zeit eini­ge Anmer­kun­gen gemacht (sie­he hier und hier und hier). Und nun lässt man all dies wei­ter wuchern. Prie­ster­amt­skan­di­da­ten, Gott Dank sind es ja nur noch weni­ge, möch­te man ange­sichts die­ses Miss­stan­des sagen, wer­den die­sem offen­kun­di­gen Schrift- und Kate­chis­mus­ver­dre­her wei­ter aus­ge­lie­fert wer­den. Und man mei­ne doch bit­te nicht, dass es nun kir­chen­amt­li­cher­seits zu Pro­te­sten kom­men wird.

Nein, die­se Cau­sa ist ein wei­te­rer Schritt, lang­sam aber sicher die moral­theo­lo­gi­sche Ein­ord­nung prak­ti­zier­ter Homo­se­xua­li­tät einem kom­plet­ten Para­dig­men­wech­sel zu unter­zie­hen. Was wird der näch­ste Schritt sein? Die Ände­rung des Kate­chis­mus? Die Eli­mi­nie­rung des ersten Kapi­tels des Römer­brie­fes aus dem Kanon des Neu­en Testa­men­tes? Fra­gen über Fra­gen!

Und wer trägt hier­für die Ver­ant­wor­tung: Der Papst, ja nur der Papst! Zumin­dest hat er sei­nen Laden nicht im Griff. Aber, es könn­te auch etwas ande­res dahin­ter stecken. Ich erspa­re mir hier­zu wei­te­re Aus­füh­run­gen, weil sie letzt­lich nur rein spe­ku­la­tiv wären. Aber eines wird für mich immer kla­rer. Die­ses Pon­ti­fi­kat hat über die Kir­che in den letz­ten fünf Jah­ren fol­gen­des gebracht: Cha­os und Ver­un­si­che­rung! Die bedeut­sa­men Fra­gen der Dubia-Kar­di­nä­le und die des Erz­bi­schofs Viganò wer­den vom Papst nicht beant­wor­te­tet. Mit dem Fuß­not­entrick wird die Leh­re über Ehe und Fami­lie klamm­heim­lich geän­dert. Glau­bens­treue Katho­li­ken wer­den als pha­ri­säi­sche „Muse­ums­chri­sten“ in vie­len Anspra­chen des Pon­ti­fex noch mehr ins Abseits gestellt. Als ob sol­che Katho­li­ken nicht schon genug in ihren Diö­ze­sen geschla­gen sind. Das päpst­li­che Mit­leid über die­se inner­kirch­li­che Ver­fol­gung scheint sich sehr in Gren­zen zu hal­ten. Da wird der eucha­ri­sti­sche Herr wäh­rend der all­jähr­li­chen Fron­leich­nams­pro­zes­si­on nicht mehr vom Papst beglei­tet. Bei die­ser wich­ti­gen Demon­stra­ti­on unse­res hei­li­gen Glau­bens glänzt der ober­ste Hir­te durch Abwe­sen­heit und dies noch aus ganz unglaub­li­chen Grün­den der von ihm ach so ger­ne beschwo­re­nen Beschei­den­heit: Man wol­le dem Herrn nicht die Auf­merk­sam­keit steh­len! Da wird ein Mini­strant vom Papst kor­ri­giert, weil er all­zu fromm sei­ne Hän­de fal­tet. Wäre ich der Vater die­ses Jun­gen, dann hät­te ich dem Herrn Bischof von Rom aber mei­ne Levi­ten gele­sen! Da wird im Wen­ders-Film die Null-Tole­ranz-Linie in Sachen Miss­brauch an Kin­dern und Jugend­li­chen vom Papst groß­spu­rig ver­kün­det. In der Rea­li­tät sieht das dann aber ganz anders aus. Anstatt die wah­ren Ursa­chen zu benen­nen, ver­steckt man sich hin­ter der Kunst­fi­gur des nicht näher defi­nier­ten Kle­ri­ka­lis­mus. Der kla­re Wil­le, auch Bischö­fe zur Ver­ant­wor­tung zu zie­hen, ist nicht erkenn­bar. Da wer­den syn­kre­ti­sti­sche Vide­os zur Gebets­mei­nung für viel Geld pro­du­ziert. Auf der ande­ren Sei­te soll die Kir­che doch die der Armen sein. Aber für die päpst­li­che „Pro­pa­gan­da“ ist ganz offen­kun­dig immer genug Geld vor­han­den. Da wird eine lit­ur­gi­sche Lieb­lo­sig­keit an den Tag gelegt, wie sie das päpst­li­che Rom seit Jahr­hun­der­ten nicht mehr gese­hen hat. Auf der einen Sei­te for­dert der Papst die Zunah­me der Auto­no­mie der natio­na­len Bischofs­kon­fe­ren­zen, auf der ande­ren Sei­te greift er – so jüngst in den U.S.A. – ganz auto­ri­tär ein. Immer so, wie es gera­de beliebt! Die Liste der Män­gel lie­ße sich noch wei­ter fort­set­zen.

Und nun fra­ge ich mich, wann denn end­lich aus den bischöf­li­chen Rei­hen ein kla­rer Pro­test gegen all die­se Män­gel päpst­li­cher Amts­füh­rung wahr­zu­neh­men ist. War­um sagt eigent­lich kei­ner, wie im Mär­chen, dass der „Kai­ser nackt ist“? Ja, die­ser Kai­ser ist ganz offen­kun­dig nackt. Und alle Hof­schran­zen tun so, als ob er in den schön­sten Klei­dern daher kommt. All dies ist nicht mehr ernst zu neh­men.

Und nun zurück zum Ein­stieg mei­nes Kom­men­tars: Ich bin froh, dass mich noch kein Enkel­kind fra­gen kann, wer denn die­ser Mann in Weiß sei. Ich habe noch kei­ne Enkel­kin­der und ich wüss­te ehr­lich gesagt nicht, was ich sagen wür­de. Sehr wahr­schein­lich fol­gen­des: „Weißt Du, die­ser Mann ist eigent­lich von Gott dazu beru­fen, die Men­schen in der Kir­che im Glau­ben zu stär­ken. Er soll der erste Hir­te sei­ner Her­de sein. Ja, er soll unse­ren Hei­land auf Erden ver­tre­ten. Aber die­ser Mann ist sehr schwach. Wir müs­sen viel für ihn beten, dass er die­sen schwe­ren Auf­trag erfül­len kann.“ Die­se Ant­wort wäre aller­dings noch sehr diplo­ma­tisch. Was muss, ja was wird noch alles in die­sem Pon­ti­fi­kat gesche­hen? Wir wis­sen es nicht. Ich weiß aber eines: Die Kir­che wird auch die­sen Papst über­ste­hen. Sie hat die Päp­ste des sae­cu­lum obscurum über­stan­den, sie hat die Päp­ste der Renais­sance über­stan­den und sie wird auch die­sen Papst über­le­ben. Das ist der­zeit mein ein­zi­ger Trost, den ich aus der Kir­chen­ge­schich­te zie­hen kann. Non pra­e­valeb­unt! Ja, die­se Zusa­ge des Herrn betrifft ganz offen­kun­dig gera­de die Pha­sen der Kir­chen­ge­schich­te, in denen Män­ner auf dem Stuhl Petri sit­zen, die die Glaub­wür­dig­keit der Kir­che auf schlim­me Wei­se beschä­di­gen.

*Mar­kus Büning, gebo­ren 1966 in Ahaus (West­fa­len), stu­dier­te katho­li­sche Theo­lo­gie und Phi­lo­so­phie in Mün­ster in West­fa­len und Mün­chen sowie Rechts­wis­sen­schaf­ten an den Uni­ver­si­tä­ten von Kon­stanz und Mün­ster; 2001 Pro­mo­ti­on zum Dok­tor der Rechts­wis­sen­schaf­ten, zunächst Assi­stent an den Uni­ver­si­tä­ten Kon­stanz und Mün­ster, dann Ein­tritt als Jurist in den Ver­wal­tungs­dienst. Der aus­ge­wie­se­ne Kir­chen­recht­ler ver­öf­fent­lich­te zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen zu kir­chen­recht­li­chen und theo­lo­gi­schen The­men und über Hei­li­ge. Dr. Mar­kus Büning ist ver­hei­ra­tet und Vater von zwei Kin­dern.

Bild: You­tube (Screen­shot)

14 Kommentare

  1. Ich gebe es offen zu: es fällt mir extrem schwer, für die­sen Papst zu beten, d. h. ja eigent­lich für sei­ne Bekeh­rung zu beten. Zu groß ist mein Wunsch, dass die­ses Pon­ti­fi­kat enden möge und dass Kar­di­nal Sarah neu­er Papst wer­den möge. Zugleich ver­su­che ich, mich damit zu trö­sten, dass die­ses Desa­ster von Pon­ti­fi­kat einen tie­fe­ren Sinn haben mag, den ich nicht zu erken­nen ver­mag.

    • Ich erken­ne den Sinn die­ses Desa­sters. Die Namen aller homo­se­xu­el­len Prie­ster, Bischö­fen und Kar­di­nä­len wer­den öffent­lich bekannt.
      Das macht es unter dem näch­sten Papst leicht alle zu lai­sie­ren.

    • Ich sehe einen ganz tie­fen Sinn in die­ser fürch­ter­li­chen Kri­se des Petrusam­tes: Der Herr selbst will uns zei­gen, dass Er, ja nur Er der Herr der Kir­che ist. Wir haben als Katho­li­ken seit dem Vati­ka­num I mit­un­ter einen ungu­ten Papa­lis­mus mit Per­so­nen­kult ent­wickelt, der in die­ser Fixie­rung nicht gut ist. Es bedarf der Kor­rek­tur! Das Unfehl­bar­keits­dog­ma ist aus mei­ner Sicht ein Schutz für die gan­ze Her­de, dass näm­lich in einem sol­chen Moment der Lehr­ver­kün­di­gung der Papst, sei er auch noch so unglaub­wür­dig und ver­dor­ben, eben nicht irren kann. Die­ses Dog­ma darf aber nicht dazu füh­ren, den Papst zu „ver­gött­li­chen“. Der Ultra­mon­ta­nis­ums über­trie­be­ner Art hat für die Kir­che nicht viel Gutes gebracht und das sol­len gera­de wir kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken jetzt wohl schmerz­lich ler­nen. Zudem folgt ein wei­te­rer Sinn: End­lich dür­fen wir ganz unge­schminkt sehen, wie die Bischö­fe wirk­lich den­ken. Manch einer, der unter Bene­dikt und Johan­nes Paul noch stramm dog­ma­tisch daher rede­te, zeigt nun sein wah­res Gesicht. Ja, alles wird nun offen­bar! Und das ist doch eine gro­ße Chan­ce für die wirk­li­che Reform der Kir­che. Wir dür­fen nun sehen, wel­che Hir­ten wirk­lich ihrem Herrn und eben nicht dem Zeit­geist fol­gen. Jesus, ret­te Dei­ne Kir­che vor allem Ver­der­ben!

      • Wie erin­ner­lich, sprach Papst Paul VI. im Jahr 1972 in einer Anspra­che vor den Kar­di­nä­len, dem Diplo­ma­ti­schen Corps und zahl­rei­chen Gläu­bi­gen mit beweg­ter Stim­me vom „Rauch Satans, der durch irgend­ei­nen Riss in den Tem­pel Got­tes ein­ge­drun­gen ist“. Mit die­ser diplo­ma­ti­schen For­mu­lie­rung vom „Rauch Satans“ woll­te der hoch­ge­bil­de­te und in der vati­ka­ni­schen Diplo­ma­tie groß­ge­wor­de­ne Papst die Ursa­che für die von ihm so schmerz­lich beklag­te Gefahr der Selbst­zer­stö­rung der Kir­che nach dem Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zil zum Aus­druck brin­gen. Er sag­te auch kon­kret, was er mit dem „Rauch Satans“ mein­te: „Es ist der Zwei­fel, die Unsi­cher­heit, die Infra­ge­stel­lung, die Unru­he, die Unzu­frie­den­heit, die Aus­ein­an­der­set­zung. Man hat kein Ver­trau­en mehr zur Kir­che …“
        Mit der unlängst erfolg­ten Hei­lig­spre­chung Papst Pauls VI. wur­de u.a. auch das, was er in die­ser Anspra­che ex 1972 über den in die Kir­che ein­ge­drun­ge­nen „Rauch Satans“ sag­te, gegen jeg­li­chen „Häre­sie-Ver­dacht“ gleich­sam immu­ni­siert. Daher kann man das glei­che auch heu­te noch sagen, ohne befürch­ten zu müs­sen, als „Irr­leh­rer“ hin­ge­stellt zu wer­den.

      • Sie, Mar­kus Büning, schrei­ben oben: „Der Ultra­mon­ta­nis­ums über­trie­be­ner Art hat für die Kir­che nicht viel Gutes gebracht und das sol­len gera­de wir kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken jetzt wohl schmerz­lich ler­nen.“ Wie ist das so falsch! Der Ultra­mon­ta­nis­mus war und ist viel­mehr die rich­ti­ge Art und Wei­se, katho­lisch zu sein. Er ist heils­not­wen­dig. Die Ver­eh­rung des Papst­tums ist ein Kenn­zei­chen des recht­gläu­bi­gen Katho­li­ken. Nicht viel Gutes gebracht? Von wegen! Der Ultra­mon­ta­nis­mus hat in der „vor­kon­zi­lia­ren“ Zeit Mil­lio­nen von Katho­li­ken größ­te Freu­den berei­tet. Papst Pius XII. (1939–1958) z. B. wur­de bei Papst­ver­an­stal­tun­gen zu Recht von den anwe­sen­den Katho­li­ken mit fre­ne­ti­schem Bei­fall begrüßt und beju­belt. Ihre Gei­stes­hal­tung, Mar­kus Büning, hat einen schwer­wie­gen­den Feh­ler: Sie tun so, als ob man als Katho­lik wegen des ver­hee­ren­den „Zwei­ten Vati­ka­ni­schen Kon­zils“ (1962–1965) und wegen der ver­hee­ren­den „nach­kon­zi­lia­ren“ Zeit und Ver­ir­run­gen einen ande­ren Blick, einen „kri­ti­sche­ren“ Blick, auf die „vor­kon­zi­lia­re“ katho­li­sche Kir­che wer­fen müs­se. Die­se Hal­tung ist ganz falsch und eben­falls ver­hee­rend. In Wirk­lich­keit dür­fen die recht­gläu­bi­gen Katho­li­ken des Jah­res 2018 nicht anders katho­lisch sein und den­ken als die recht­gläu­bi­gen Katho­li­ken des Jah­res 1918 und z. B. des Jah­res 718. Die dog­ma­ti­schen und asze­ti­schen Lehr­bü­cher der „vor­kon­zi­lia­ren“ Zeit sind für uns alle auch heu­te noch ganz und gar ver­bind­lich.

        • Dr. Mar­kus Brü­ning hat mit dem Satz

          „Der Ultra­mon­ta­nis­ums über­trie­be­ner Art hat für die Kir­che nicht viel Gutes gebracht und das sol­len gera­de wir kon­ser­va­ti­ven Katho­li­ken jetzt wohl schmerz­lich ler­nen.“

          ganz recht, wenn näm­lich der Ultra­mon­ta­nis­mus zum Papa­lis­mus wird.

          Auch ist Herrn Brü­ning dar­in recht zu geben, dass man nach den Ent­wick­lun­gen des II. Vat. einen kri­ti­sche­ren Blick auf die Vor­kon­zils­zeit wer­fen müs­se.

          Denn die ‚alte Kir­che‘ hat letz­ten Endes nicht genü­gend stand­ge­hal­ten, war zu schläf­rig in ihrem Abwehr­kampf gegen das Böse! Sie war zu sehr im unre­flek­tier­ten ritu­el­len Außen ange­kom­men, zu wenig im gei­sti­gen Kampf, (schon) zu sehr im Schul­ter­schluss mit die­ser Welt, und sie besaß damals dar­um schon zu wenig die Fül­le der Unter­schei­dung der Gei­ster; hat­te sich im ‚(schein-)heiligen Geist‘ von Pracht, Wür­de, Hoheit und Unver­än­der­lich­keit ganz ein­ge­schlos­sen und hat­te dar­um zu weni­ge Ant­wor­ten auf die Ein­flüs­se der Moder­ne. Und sie war oft­mals schon zu wenig ver­bun­den mit dem Inner­sten.

          Die vor­kon­zi­lia­re Kir­che besaß viel­fach schon nicht mehr den tie­fen Geist der Anbe­tung und der Aske­se (= Abziehen/sich von den Anhaf­tun­gen und Lei­den­schaf­ten und der Woll­lust, die Hass unn Unfrie­den gebiert, abzie­hen), wie sie dem Mönch­tum zu eigen ist.

          Heu­te ist es frei­lich noch unend­lich schlim­mer. Aber die schon damals vor­han­de­nen Män­gel ver­un­mög­lich­ten einen erfolg­rei­chen Abwehr­kampf gegen die Mäch­te der Fin­ster­nis. Man rech­ne­te nicht mehr mit einem fina­len Sturm­an­griff des Bösen, in dem die Gesamt­heit der bösen Gei­ster frei gege­ben wird.

          Heu­te hat Kir­che wei­test­ge­hend kapi­tu­liert und sich arran­giert. Satan hat die Stel­le Got­tes ein­ge­nom­men. Die Requi­si­ten ste­hen noch, aber dahin­ter steht der ero­ti­sche Geist der Selbst­an­be­tung und Belie­big­keit.

          Die Men­schen der moder­nen Zivi­li­sa­ti­on sind auch nicht mehr ansprech­bar. Man kann es nicht oft genug wie­der­ho­len, was Papst Bene­dikt sag­te: „Wir haben zu vie­le Fre­quen­zen auf den Ohren.“

          Gera­de die letz­ten Tage fiel mir wie­der auf, wie sehr die Men­schen auf der Flucht sind. Man lese dazu die Wer­ke Max Pickards. Über­all Autos, Mee­re von Autos, über­all Bewe­gung und Hek­tik, Unauf­merk­sam­keit, babi­lo­ni­sches Wach­sen­wol­len; und bei all dem doch eine unge­heu­re Lebens­feind­lich­keit. Die Angst nicht genug zu bekom­men, Angst vor dem Leben. Auch Angst vor Kin­dern. (Wie­der sind die Gebur­ten­ra­ten zurück­ge­gan­gen.)

          Unse­re Welt ist häss­lich gewor­den. Und die Men­schen dar­in dege­ne­riert, kul­tur­los, iden­ti­täts­ver­lo­ren.

          Aggres­si­ve, gehetz­te Kon­sum­mon­ster.

          Sie ver­su­chen das Außen nach Innen zu zie­hen, was aber nicht gelin­gen kann. Was sie erhal­ten ist Druck, Depres­si­on und Ver­zweif­lung.

          Sie beten auch falsch, sofern sie Gott ins Außen setz­ten: „Oh Gott, hilf mir.“ Sie beten fast nur in der Ver­zweif­lung, fast nie im Ver­trau­en. Sie beten im Ungeist des Haben­wol­lens. „Gib mir das, gib mir den, gib mir die.“ Sie erpres­sen Gott und damit sich selbst. Sol­ches Beten ist Selbst­mord des Glau­bens, Gebet an den Teu­fel. „Gib mir, was in der Welt ist.“

          Aber Gott kommt nicht von außen. Er war­tet im Inne­ren, wenn du ruhig gewor­den bist, wenn du ihn in dei­nem beru­hig­ten Her­zen suchst: dann spricht er zu dir.

          „Du sollst den Herrn, dei­nen Gott lie­ben, aus dei­nem gan­zen Her­zen, mit gan­zer See­le und mit all dei­ner Kraft …“

          Nicht geteilt will er uns, son­dern ganz. Das ande­re, das zum Leben not­we­ni­ge erhal­ten wir dazu, wenn wir nur in sei­nen Gebo­ten blei­ben.

          „Wenn du dich 100% auf Ihn ver­lässt, ver­sorgt er dich zu 100%.“ (Maria Pre­an)

          Wir sol­len ‚zuerst‘ das Reich Got­tes suchen.

  2. Lie­ber Herr Büning, Sie haben es auf den Punkt gebracht mit sehr vor­neh­men und wohl gesetz­ten Wor­ten. Dafür spre­che ich Ihnen
    mei­nen Dank und mei­ne Aner­ken­nung als glau­ben­der Katho­lik aus. Nach allem, was wir erken­nen und nach dem, was Sie beschrei­ben
    leben wir in der End­zeit. Der Glau­be wird durch die, wel­che ihn zu ver­kün­den hät­ten, mut­wil­lig zer­stört. Wir erken­nen und sehen die Situa­ti­on, wel­che Chri­stus nach Lukas 18 beschrie­ben hat, als er sag­te: Glaubt Ihr, dass der Men­schen­sohn noch Glau­ben vor­fin­den wird, wenn er wie­der­kommt? Sie beschrei­ben das Vor­feld zu die­ser Situa­ti­on.
    Dafür mei­nen herz­li­cheb Dank

  3. Die­ser Kom­men­tar von Dr. Büning, dem herz­lich dafür gedankt sei, sagt alles und deut­lich aus. Ich hof­fe, dass es die Gläu­bi­gen hören. Wer­den es auch die Kir­chen­ver­ant­wort­li­chen hören? Mir scheint da eine Abge­ho­ben­heit und das Leben in einer Par­al­lel­welt zu herr­schen, wie es auch bei etli­chen Regie­ren­den und Poli­ti­kern fest­stell­bar ist. Aber viel­leicht besteht da ja auch ein Zusam­men­hang oder Wech­sel­wir­kung zwi­schen Poli­tik und Kir­che. Wäre nicht das erste Mal in der Geschich­te.
    Es fällt mir übri­gens nicht schwer, für die­sen Papst zu beten — er und mit ihm wir alle haben es drin­gend nötig. Die Zei­ten sich sehr schwie­rig, jeden­falls im soge­nann­ten „Westen“. Erschreckend und erschüt­ternd ist, zu sehen, wie Papst Fran­zis­kus ohne jede Not das Kir­chen­schiff im gefähr­li­chen Schlin­ger­kurs auf eine in die Tie­fe stür­zen­den Was­ser­fall zusteu­ert. War­um er das tut, ist mir ein Rät­sel. Ich habe kei­ne Ant­wort dar­auf. Hat sonst wer eine Ant­wort?

    • Auch ich bin sehr trau­rig ueber alles was jetzt pas­siert. Frue­her war ich Ultra­mon­ta­ne und stolz dar­auf, aber jetzt geht das nicht mehr.

    • Mit Tere­sa von Avi­la gespro­chen:
      „Nichts soll dich äng­sti­gen, nichts dich erschrecken; alles geht vor­über, Gott allein bleibt der­sel­be!“

      Beten wir für ein­an­der, dass wir in die­sen Wor­ten der hl. Tere­sa den Trost und die Stär­ke fin­den dür­fen,
      die wir brau­chen, um im wah­ren Glau­ben bestehen zu kön­nen.

  4. Ein wie­der sehr guter Arti­kel des Autors. Brü­ning hat die Fähig­keit, ähn­lich wie Nar­di, die Din­ge genau beim Namen zu nen­nen.

    Ich habe auch in Anbe­tracht sei­ner (Brü­nings) Vita größ­ten Respekt vor ihm, da er sich nicht ein­fach mit Wor­ten zu irgend­et­was bekennt, son­dern die Wir­kun­gen eines libe­ra­len Katho­li­ziss­mus auf sich und sein Erle­ben bezieht, und vor die­sem Hin­ter­grund die Erschüt­te­run­gen unse­res Glau­bens­emp­fin­dens gut nach­zeich­net. Den Rah­men bil­det für Brü­ning das Glau­ben­steug­nis sei­ner eige­nen Oma und die Fra­ge, wie und was er wohl heu­te sei­nen Enkel­kin­dern begeg­nen wür­de. Er stellt klar, eine Aus­sa­ge, bei der Zeu­ge und Zeug­nis über­ein­stim­men, wür­de ihm schwer fal­len. Er müss­te dabei die Brü­chig­keit der Über­zeu­gung und den Schmerz irgend­wie mit durch­blicken las­sen.

    Die Schwä­che eines sol­chen Zeug­nis­ses wäre aber wohl ein schlech­ter Start für ein Kind, dass die ersten Male vom Glau­ben und auch vom Papst hört. Die Unsi­cher­heit oder der Schmerz wür­den wohl irgend­wie mit durch­schei­nen.

    Denn egal, was wir sagen, nicht der Buch­sta­be kommt durch, son­dern unse­re Hal­tung.

    Ja, vie­len von uns geht es wohl ähn­lich wie Herrn Brü­ning, da wir das Fähn­chen nicht ein­fach so in den Wind hal­ten, son­dern die Stan­dar­te fest auf dem Grund der Wahr­heit errich­tet wol­len.

    Man kann in Vie­lem fehl gehen. Man darf auch ruhig ein gebrann­tes Kind sein. Ich möch­te mich da nicht aus­schlie­ßen. Doch bei alle­dem muss man sich zu sei­nen Schwä­chen und sei­nem Wer­de­gang — hin zur Wahr­heit, und nicht weg von ihr — beken­nen. Das ist auch der Anspruch des Autors und vor die­sem Hin­ter­grund wer­te ich sei­ne Arti­kel. Hin­ter ihnen steckt die Kraft des Bekennt­nis­ses.

    Ich per­sön­lich suche es dem Autor gleich­zu­tun. Ich bete zu Gott, dass ich nie­mals Unrecht Recht nen­nen wer­de, auch wenn ich selbst oft­mals aus Schwach­heit sün­di­ge. Über­all, wo ich mei­nen Glau­ben beken­nen kann, tue ich das und neh­me kein Blatt vor den Mund.

    Bei aller per­sön­li­chen Schwä­che wer­de ich nie­mals öffent­lich oder lehr­amt­lich ver­tre­ten, was in mei­nem tief­sten Innern als unna­tür­lich und ‚abar­tig‘ anschlägt. Damit will ich sagen: man kann sich ver­stricken. Aber man soll­te nie­mals die Ver­szrickung recht­fer­ti­gen, um sie an die Stel­le der Ord­nung zu set­zen.

    Ich erin­ne­re mich hier an Horst See­hofer, der in einer Pha­se sei­nes Lebens klar in Sün­de leb­te, sich aber trotz­dem auf die Sei­te der gesun­den Leh­re stell­te. Er bakann­te zu gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt zu schwach zu sein, um das Rech­te zu tun. Er unter­nahm es aber nicht, den Ehe­bruch gut zu hei­ßen.

    Pro­fes­sor Sei­fert hat u.a. glas­klar her­ge­lei­tet, wie es zur per­ver­sen Sicht hin­sicht­lich der gesun­den Leh­re vom Ehe­bruch kommt: Ja, sag­te er (in etwa), es gibt Situa­tio­nen, da kön­nen Men­schen nicht mehr unter­schei­den zwi­schen Recht und Unrecht. Sie haben vie­le vie­le Male gegen ein Gebot gesün­digt. Beim ersten Mal schlug das Gewis­sen noch an. Sei­fert nennt als Bei­spiel einen 30fachen Seri­en­mör­der, der vor­gibt, nichts dabei zu emp­fin­den, wenn er töte. Das sei sein Geschäft. Pri­vat sei er der lieb­ste Mensch, ein wun­der­ba­rer Ehe­gat­te und tol­ler Fami­li­en­va­ter. Wie gehe das zusam­men?

    Sei­fert sagt, man kön­ne nicht ver­tre­ten, er sei nicht schuld, da er kei­ne Sün­den­er­kennt­nis habe. Viel­mehr müs­se man zurück­ge­hen auf den ersten Mord. ( Und von die­sem auf ande­re vor­her­ge­hen­de Ver­stö­ße, die die­sen vor­be­rei­ten; wie etwa Lügen; Ehe­bruch, Dien­stahl …) Erst, als das Gewis­sen igno­riert wur­de, stumpf­te es ab. Die Ver­ant­wor­tung und Schuld liegt also in der began­ge­nen Sün­de und dar­in, die­se nicht auf­rich­tig und früh genug bereut und gebeich­tet zu haben.

    Eben­so ver­hält es sich bei der Sexua­li­tät. Ein Ehe­bruch ist oft nur die Spit­ze des Eis­ber­ges, er ist die Fol­ge einer falsch ein­ge­leb­ten (erlern­ten) per­ver­sen Sexua­li­tät außer­halb der Ehe. Genau aus die­sem Grund bleibt die ‚Mastur­ba­ti­on‘ eine schwe­re sitt­li­che Ord­nungs­wid­rig­keit, die oft nur dar­um nicht in den unver­ant­wor­te­ten außer­ehe­li­chen Geschlechts­akt (Unzucht) ein­mün­det, da die Gelegenheit(en) dazu feh­len. Das ‚Laster‘ trägt aber den Ehe­bruch bereits als Keim in sich.

    Ich habe Sei­ferts Gedan­ken frei wie­der­ge­ge­ben und mit eige­nen Über­le­gun­gen ver­mischt; den­ke aber, dass damit der Nerv Sei­ferts getrof­fen ist. Eben­so die­nen mir Brü­nings Dar­le­gun­gen zu eige­nen Refle­xio­nen.

    Wir müs­sen weg von einem pro­te­stan­ti­sier­ten Chri­sten­tum; weg von einer Gna­den­leh­re, die uns von den Gebo­ten frei­spricht.

    Die Kir­che soll­te zurück zu ihren Wurz­len, wie man sie bei den Vätern unse­res Glau­bens fin­det. (Hin­weis: http://www.prodromos-verlag.de)

    Gna­de im Ortho­do­xen Chri­sten­tum ist an Vor­aus­set­zun­gen gebun­den, die wir durch Aske­se erlan­gen. Wir sind nicht an Gott durch Jesus als Dupli­ka­te gebun­den. Wir sol­len alle zu Söh­nen Got­tes wer­den. (Theodosis/Durchgottung) Das ist kein Auf­ruf zur Sel­be­sterlö­sung, son­dern zur Ver­ant­wor­tung die Lie­be Got­tes aus Frei­heit zu wäh­len. Gott sieht uns und unser Suchen.

    Die Mön­che war­ten auf die Gna­de Got­tes als sein wirk­lich erfahr­ba­res Licht. Die­ses Licht geht in den Men­schen ein, wie am Kar­sams­tag in der Geburts­kir­che. Es ist das­sel­be Licht der Auf­er­ste­hung (von den Sün­den).

    Fan­ge ich an Kom­pro­mis­se zu machen, ver­lie­re ich Gna­de wie­der. Und ich weiß nicht, wann und ob ich sie wie­der erlan­gen wer­de. Im Westen ist der Gna­den­be­griff zu ste­ril. In Wahr­heit han­delt es sich um einen gei­sti­gen Auf­stieg.

    Man schaue sich ein­mal die­ses You­tube-Video an. Es zeigt, wie das hei­li­ge Licht in der Gra­bes­kir­che erscheint:

    https://www.youtube.com/watch?v=5_44gpl4KxI

    Ich stel­le mir seit die­sem Video immer vor, dass sich bei jeder Eucha­ri­stie der auf­er­stan­de­ne Chri­stus im Licht sei­ner Gott­heit auf uns und in uns über den Weg der euch­ar­sti­schen Gna­den senkt.

    Hier noch ein Buch­tipp dazu: Cha­ris K. Skar­la­ki­dis
    Hei­li­ges Licht. Das Wun­der vom Kar­sams­tag am Grab Chri­sti.

    http://www.prodromos-verlag.de/licht.html

    Ich bin kein ortho­do­xer Christ und habe kei­ne Ver­bin­dun­gen zum Pro­dro­mos-Ver­lag.
    Möch­te aber auf die ange­bo­te­nen Bücher als ‚Augen­öff­ner‘ hin­wei­sen. Sie sind wah­re Schät­ze.

    Alles in allem kann man wohl sagen: Man soll­te das Depo­si­tum fidei klar im Blick haben und
    vor die­sem Hin­ter­grund das Pon­ti­fi­kat von P. Fran­zis­kus im Gebet und im kri­ti­schen Wort beglei­ten; ganau so, wie es auch der Autor macht.

  5. Noch ein Aspekt in der Cau­sa des Jesui­ten Wucher­pfen­nig: Wucher­pfen­nig sagt: „…, dass ich zu der Fra­ge der Frau­en­or­di­na­ti­on und der mora­li­schen Beur­tei­lung von Homo­se­xua­li­tät die ein­schlä­gi­gen Lehr­schrei­ben berück­sich­ti­ge und die­se kor­rekt und fair wie­der­ge­be, …“
    Klingt das nicht gut und ein­sich­tig? Tat­säch­lich aber spricht er von der Histo­ri­sie­rung der über­kom­me­nen Leh­re der Kir­che. Er behan­delt die (bis­he­ri­gen „alten“) Lehr­schrei­ben sach­lich wie ein Histo­ri­ker, zuei­gen macht er sie sich damit gera­de nicht.

  6. Die Mastur­ba­ti­on ist eine schwe­re sitt­li­che Ord­nungs­wid­rig­keit, ja eine Sün­de. Wel­cher Prie­ster pre­digt das noch heu­te? Por­no­gra­phie führt zu Mastur­ba­ti­on pri­vée. Mastur­ba­ti­on pri­vée führt zu Mastur­ba­ti­on à deux. Mastur­ba­ti­on à deux führt zu Sodo­mie, eine der vier
    zum him­mel­schrei­en­den Sün­den.

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