Treu der christlichen Lehre, nicht denen, die irren

Führende Vertreter der internationalen Pro Life- und Pro Family-Bewegung haben eine Erklärung abgegeben, mit der sie das derzeitige Pontifikat von Papst Franziskus kritisieren.
Führende Vertreter der internationalen Pro Life- und Pro Family-Bewegung haben eine Erklärung abgegeben, mit der sie das derzeitige Pontifikat von Papst Franziskus kritisieren.

Seit ver­gan­ge­nem Sep­tem­ber sorgt eine Cor­rec­tio filia­lis, eine Zurecht­wei­sung wegen der Ver­brei­tung von Häre­si­en, für Auf­se­hen. Sie wur­de Papst Fran­zis­kus über­mit­telt und dar­in sie­ben Häre­si­en auf­ge­zeigt, die durch Amo­ris lae­ti­tia und des­sen Inter­pre­ta­ti­on in der von Fran­zis­kus geför­der­ten Wei­se Ver­brei­tung fin­den. Nun haben sich die Vor­sit­zen­den von 30 Orga­ni­sa­tio­nen der inter­na­tio­na­len Lebens­rechts- und Fami­li­en­be­we­gung zu Wort gemel­det. Sie neh­men nicht nur zum umstrit­te­nen nach­syn­oda­len Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia Stel­lung, son­dern auch zu den nicht ver­han­del­ba­ren Grund­sät­zen, allen vor­an dem Lebens­recht der unge­bo­re­nen Kin­der. Die Pro Life- und Pro Fami­ly-Ver­tre­ter geben ein Treue­be­kennt­nis zur katho­li­schen Glau­bens- und Moral­leh­re ab und stel­len zugleich klar, daß ihre Treue der unver­än­der­li­chen und unfehl­ba­ren Leh­re der Kir­che gilt und nicht ein­zel­nen Hir­ten gilt — und soll­te es der Papst selbst sein -, wenn die­se von der kirch­li­chen Leh­re abwei­chen und sich irren.

Die Initia­ti­ve wird von Katho­lisch blei­ben unter­stützt, wo auch Unter­schrif­ten gesam­melt wer­den. Wer sich dem Anlie­gen des Lebens­rechts und der Fami­lie ver­pflich­tet fühlt, kann dies mit sei­ner Unter­stüt­zungs­un­ter­schrift kund­tun.

Die Erklä­rung im Wort­laut.

Treu der wahren Lehre, nicht den Hirten, die irren

In den ver­gan­ge­nen 50 Jah­ren ist die Pro Life- und Pro Fami­li­en-Bewe­gung in Aus­maß und Trag­wei­te gewach­sen, um die­sen schwer­wie­gen­den Übeln zu begeg­nen, die sowohl das zeit­li­che als auch das ewi­ge Wohl der Mensch­heit bedro­hen. Unse­re Bewe­gung umfaßt Män­ner und Frau­en guten Wil­lens, die aus einer gro­ßen Varie­tät von reli­giö­sen Kon­tex­ten stam­men. Wir sind alle ver­eint in der Ver­tei­di­gung der Fami­lie und schwäch­sten Brü­der und Schwe­stern durch den Gehor­sam zum Natur­recht, das in das Herz eines jeden ein­ge­prägt ist (vgl. Röm 2,15). Ande­rer­seits hat sich die Lebens­rechts- und Fami­li­en­be­we­gung im zurück­lie­gen­den hal­ben Jahr­hun­dert auf beson­de­re Wei­se der unver­än­der­li­chen Leh­re der katho­li­schen Kir­che anver­traut, die das Moral­ge­setz mit maxi­ma­ler Klar­heit bekräf­tigt.

Mit gro­ßem Schmerz muß­ten wir daher in den ver­gan­ge­nen Jah­ren fest­stel­len, daß die dok­tri­nel­le und mora­li­sche Klar­heit zu Fra­gen, die mit dem Schutz des mensch­li­chen Lebens und der Fami­lie zusam­men­hän­gen, immer mehr von zwei­deu­ti­gen Leh­ren oder sol­chen ersetzt wur­de, die direkt im Wider­spruch zur Leh­re Chri­sti und den Vor­ga­ben des Natur­rechts ste­hen.

Eine Erge­be­ne Bit­te (Sup­pli­ca filia­le), die im Sep­tem­ber Papst Fran­zis­kus über­ge­ben wur­de und die von rund 900.000 Men­schen aus der gan­zen Welt unter­zeich­net wur­de. 2016 wur­de ein Treue­be­kennt­nis zur unver­än­der­li­chen Leh­re der Kir­che über die Ehe ver­öf­fent­licht. Am 19. Sep­tem­ber 2016 haben vier Kar­di­nä­le Papst Fran­zis­kus und der Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on fünf Dubia unter­brei­tet mit der Bit­te, Klar­heit zu eini­gen dok­tri­nel­len Punk­ten zu schaf­fen, die im nach­syn­oda­len Apo­sto­li­schen Schrei­ben Amo­ris lae­ti­tia ent­hal­ten sind. Im Juni 2017 haben die Kar­di­nä­le ihre Bit­te öffent­lich gemacht, in Audi­enz emp­fan­gen zu wer­den, die dem Papst von Kar­di­nal Caf­farra am 25. April 2917 vor­ge­legt wur­de. Doch wie zu den Dubia, haben sie dar­auf kei­ne Ant­wort erhal­ten. Am 23. Sep­tem­ber 2017 wur­de von 62 Theo­lo­gen und katho­li­schen Aka­de­mi­kern eine Cor­rec­tio filia­lis de hae­re­si­bus pro­pa­ga­tis „bezüg­lich der durch das Apo­sto­li­sche Schrei­ben und ande­re Wor­te, Hand­lun­gen und Unter­las­sun­gen“ von Papst Fran­zis­kus „ver­ur­sach­te Ver­brei­tung von Häre­si­en“ ver­öf­fent­licht. Am 4. Novem­ber 2017 haben Theo­lo­gen, Prie­ster, Pro­fes­so­ren und Gelehr­te der ver­schie­den­sten Natio­na­li­tä­ten durch ihre Unter­schrift ihre Unter­stüt­zung für die Cor­rec­tio besie­gelt. Die Tur­bu­len­zen in der Kir­che neh­men zu, wie ein Schrei­ben bezeugt, das vor kur­zem von einem bekann­ten Theo­lo­gen an Papst Fran­zis­kus gerich­tet wur­de: „Es herrscht Cha­os in Ihrer Kir­che, und Eure Hei­lig­keit sind eine Ursa­che dafür“((Sandro Magi­ster, Ein Theo­lo­ge schreibt dem Papst: Es herrscht Cha­os in der Kir­che und Sie sind der Grund, 1. Novem­ber 2017)).

Als katho­li­sche Pro Life- und Pro Fami­ly-Ver­ant­wor­tungs­trä­ger sind wir ver­pflich­tet, auf zahl­rei­che wei­te­re Erklä­run­gen und Hand­lun­gen hin­zu­wei­sen, die eine beson­ders schäd­li­che Aus­wir­kung auf unse­re Arbeit zum Schutz der unge­bo­re­nen Kin­der und der Fami­lie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat­ten. Reprä­sen­ta­ti­ve Bei­spie­le umfas­sen:

- Aus­sa­gen und Hand­lun­gen, die der Leh­re der Kir­che über das in sich Böse emp­fäng­nis­ver­hü­ten­der Hand­lun­gen widersprechen;((„Bezüglich des ‚klei­ne­ren Übels‘: die Ver­mei­dung einer Schwan­ger­schaft ist ein Fall – wir spre­chen von einem Kon­flikt zwi­schen dem Fünf­ten und dem Sech­sten Gebot. Paul VI. – der Gro­ße – hat in einer schwie­ri­gen Situa­ti­on in Afri­ka den Ordens­frau­en erlaubt, für den Fall von Ver­ge­wal­ti­gun­gen Ver­hü­tungs­mit­tel zu neh­men. Man darf das Übel, die Schwan­ger­schaft zu ver­mei­den, nicht mit der Abtrei­bung ver­wech­seln. Die Abtrei­bung ist ein theo­lo­gi­sches Pro­blem: Es ist ein mensch­li­ches Pro­blem, ein ärzt­li­ches Pro­blem. Man tötet eine Per­son, um eine ande­re zu ret­ten – im besten aller Fäl­le – oder um es sich gut gehen zu las­sen. Es ist gegen den Eid des Hip­po­kra­tes, den die Ärz­te zu lei­sten haben. Es ist ein Übel in sich, aber es ist kein reli­giö­ses Übel. Am Anfang nicht. Es ist ein mensch­li­ches Übel. Und natür­lich ist es, da es ein mensch­li­ches Übel ist – wie jede Tötung – ver­ur­teilt. Die Schwan­ger­schaft ver­mei­den ist hin­ge­gen kein abso­lu­tes Übel, und in gewis­sen Fäl­len, wie in dem, den der seli­ge Paul VI. nann­te, war es klar“ (Pres­se­kon­fe­renz von Papst Fran­zis­kus auf dem Rück­flug von Mexi­ko, News.va, 19. Febru­ar 2016.

Pater Fede­r­i­co Lom­bar­di, Pres­se­spre­cher des Hei­li­gen Stuhls, erklär­te am dar­auf­fol­gen­den Tag die Bedeu­tung der Papst­wor­te so: „Das Ver­hü­tungs­mit­tel oder das Kon­dom kön­nen in beson­de­ren, schwer­wie­gen­den Not­si­tua­tio­nen auch Gegen­stand einer ern­sten Gewis­sens­un­ter­schei­dung sein. Das sagt der Papst. (P. Lom­bar­di kom­men­tiert die vom Papst mit den Jour­na­li­sten behan­del­ten The­men, Radio Vati­kan, 19. Febru­ar 2016).))

- Aus­sa­gen und Hand­lun­gen, die der Leh­re der Kir­che über die Natur der Ehe und die in sich schlech­ten sexu­el­len Hand­lun­gen außer­halb des Ehe­bun­des widersprechen;((„Im länd­li­chen Argen­ti­ni­en, im Nord­osten, gibt es einen Aber­glau­ben: Die Ver­lob­ten haben ein Kind und leben zusam­men. Auf dem Land kommt das vor. Wenn das Kind dann zur Schu­le kommt, hei­ra­ten sie stan­des­amt­lich. Und spä­ter, als Groß­el­tern, hei­ra­ten sie kirch­lich. Das ist ein Aber­glau­be, denn sie sagen: Sofort kirch­lich zu hei­ra­ten, schreckt den Ehe­mann ab! Wir müs­sen auch gegen die­sen Aber­glau­ben kämp­fen. Den­noch sage ich wirk­lich, dass ich bei den zusam­men­le­ben­den Paa­ren viel Treue gese­hen habe, viel Treue; und ich bin mir sicher, dass dies eine wah­re Ehe ist, dass sie die Gna­de der Ehe haben, eben wegen ihrer Treue. Aber es gibt an eini­gen Orten Aber­glau­ben.“ (Rede des Hei­li­gen Vaters Fran­zis­kus zur Eröff­nung der Kir­chen­ta­gung der Diö­ze­se Rom, 16. Juni 2016).
Wäh­rend die­ser Tagung sag­te Papst Fran­zis­kus auch, daß „eine gro­ße Mehr­heit“ der katho­li­schen Ehen ungül­tig sind. Die Nie­der­schrift wur­de nach­träg­lich auf Wunsch des Pap­stes abge­än­dert in: „ein Teil“. P. Lom­bar­di kom­men­tier­te: „Wenn es sich um Argu­men­te von einer gewis­sen Bedeu­tung han­delt, wird der durch­ge­se­he­ne Text immer dem Papst selbst vor­ge­legt. Das ist auch in die­sem Fall gesche­hen, daher ist der ver­öf­fent­lich­te Text aus­drück­lich vom Papst geneh­migt“ (Updated: Most Mar­ria­ge Today Are Inva­lid, Pope Fran­cis Sug­gests, Natio­nal Catho­lic Regi­ster, 17. Juni 2016.))

- die Aner­ken­nung der Zie­le für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung der Ver­ein­ten Natio­nen, die mit Nach­druck von den Mit­glieds­staa­ten die Ver­wirk­li­chung eines welt­wei­ten Zugangs zu Abtrei­bung, zu Ver­hü­tung und zu Sexu­al­erzie­hung bis 2030 for­dern;(( „In die­sem Sinn ist es ein Grund zur Zufrie­den­heit, dass die Län­der der Welt im Sep­tem­ber 2015 die Zie­le nach­hal­ti­ger Ent­wick­lung (Agen­da 2030 für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung) ange­nom­men und im Dezem­ber 2015 das Kli­ma-Abkom­men von Paris appro­biert haben“ (Bot­schaft von Papst Fran­zis­kus zum Welt­ge­bets­tag für die Bewah­rung der Schöp­fung). Wei­te­re Details zur Unter­stüt­zung des Hei­li­gen Stuhls für die Zie­le der nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung (SDG oder Sustainab­le Deve­lo­p­ment Goals) und die Art und Wei­se, mit der die SDG die Abtrei­bung, die Ver­hü­tung und die Sexu­al­erzie­hung auf­zwin­gen, sie­he: The Impact of the United Nati­ons‘ Sustainab­le Deve­lo­p­ment Goals on Child­ren and the Fami­ly, and their Endor­se­ment by the Holy See, Voice of the Fami­ly).))

- der bezüg­lich der Sexu­al­erzie­hung ange­wand­te Ansatz, beson­ders im Kapi­tel 7 von Amo­ris lae­ti­tia und im Pro­gramm The Mee­ting Point, der vom Päpst­li­chen Fami­li­en­rat aus­ge­ar­bei­tet wurde.((Päpstlicher Fami­li­en­rat, Der Ort der Begeg­nung: affek­ti­ves und sexu­el­les Erzie­hungs­pro­jekt.))

Als Anfüh­rer von Lebens­rechts- und Fami­li­en­be­we­gun­gen oder von Lai­en­be­we­gun­gen zur Ver­tei­di­gung und Ver­brei­tung der katho­li­schen Moral- und Sozi­al­leh­re sind wir Zeu­gen aus erster Hand für den Scha­den und die Ver­wir­rung, die von sol­chen Leh­ren und Hand­lun­gen ver­ur­sacht wer­den. Um unse­rer Ver­ant­wor­tung gegen­über jenen nach­zu­kom­men, die zu schüt­zen wir ver­spro­chen haben, beson­ders die unge­bo­re­nen Kin­der und jene, die durch das Zer­bre­chen der Fami­lie beson­ders ver­wund­bar sind, müs­sen wir unse­re Posi­ti­on zu die­sen The­men klar dar­le­gen. Wir müs­sen zudem jenen eine Füh­rung bie­ten, die sich in unse­rer Bewe­gung auf uns bezie­hen, um Richt­li­ni­en und Rat zu bekom­men.

Aus die­sem Grund wol­len wir unse­re unver­än­der­te Anhäng­lich­keit zu den grund­le­gen­den Moral­po­si­tio­nen bekräf­ti­gen, die wie folgt dar­ge­legt wer­den:

- es gibt gewis­se in sich böse Hand­lun­gen und es ist immer ver­bo­ten, sie zu bege­hen;(( Johan­nes Paul II., Veri­ta­tis Sple­ndor, 6. August 1993, Nr. 52; id. Evan­ge­li­um Vitae 25. März 1995, Nr. 67.))

- die direk­te Tötung eines unschul­di­gen Men­schen ist immer schwer unmo­ra­lisch. Dar­auf folgt, daß Abtrei­bung, Eutha­na­sie und die Tötung auf Ver­lan­gen in sich schlech­te Hand­lun­gen sind;((Johannes Paul II., Evan­ge­li­um Vitae, Nr. 57.))

- die Ehe ist ein exklu­si­ver und unauf­lös­li­cher Bund zwi­schen einem Mann und einer Frau und alle außer­ehe­li­chen sexu­el­len Hand­lun­gen und alle For­men von wider­na­tür­li­chen Ver­bin­dun­gen sind in sich schlecht und für die Indi­vi­du­en und die Gesell­schaft schwer schäd­lich;((Cano­nes und Dekre­te der 24. Sit­zung des Kon­zils von Trient, erlas­sen am 11. Novem­ber 1563; Leo XIII., Arca­num Divinae sapi­en­tiae, 10. Febru­ar 1880; Pius XI., Casti Con­nu­bii, 31. Dezem­ber 1930.))

- der Ehe­bruch ist eine schwe­re Sün­de und jene, die im Ehe­bruch leben, kön­nen nicht zu den Sakra­men­ten der Beich­te und der hei­li­gen Kom­mu­ni­on zuge­las­sen wer­den, solan­ge sie nicht bereu­en und ihr Leben nicht verändern;((Johannes Paul II., Fami­lia­ris Con­sor­tio, 22. Novem­ber 1981, Nr. 84; Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Schrei­ben an die Bischö­fe der Katho­li­schen Kir­che bezüg­lich des Emp­fangs der eucha­ri­sti­schen Kom­mu­ni­on durch die wie­der­ver­hei­ra­te­ten, geschie­de­nen Gläu­bi­gen, 4. Sep­tem­ber 1994; Päpst­li­cher Rat für die Geset­zes­tex­te, Erklä­rung zur Zulas­sung von wie­der­ver­hei­ra­te­ten Geschie­de­nen zur Hei­li­gen Kom­mu­ni­on, 24. Juni 2000.))

- die Eltern sind die vor­ran­gi­gen Erzie­her ihrer Kin­der und die Sexu­al­erzie­hung muß von den Eltern durch­ge­führt wer­den oder in bestimm­ten Umstän­den „in den Erzie­hungs­zen­tren, die von ihnen aus­ge­wählt und kon­trol­liert werden“;((Pius XI., Divi­ni Illi­us Magi­stri, 31. Dezem­ber 1929; Johan­nes Paul II., Fami­lia­ris Con­sor­tio, cit.; Päpst­li­cher Fami­li­en­rat, Mensch­li­che Sexua­li­tät: Wahr­heit und Bedeu­tung, 8. Dezem­ber 1995.))

- die Tren­nung des Fort­pflan­zungs­zwecks und der ein­deu­ti­gen sexu­el­len Hand­lung durch Ver­hü­tungs­me­tho­den ist intrin­sisch nega­tiv und hat ver­hee­ren­de Fol­gen für die Fami­lie, die Gesell­schaft und die Kirche;((Pius XI., Casti Con­nu­bii, cit.; Paul VI., Huma­nae Vitae, 25. Juli 1968.))

- die künst­li­chen Ver­hü­tungs­me­tho­den sind schwer unmo­ra­lisch, da sie die Fort­pflan­zung von der sexu­el­len Hand­lung tren­nen und im Groß­teil der Fäl­le direkt zur Zer­stö­rung des Men­schen­le­bens in sei­nen frü­he­sten Pha­sen führen;((Glaubenskongregation, Donum Vitae, 22. Febru­ar 1987; Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Digni­ta­tis Per­so­nae, 8. Sep­tem­ber 2008.))

- es gibt nur zwei Geschlech­ter, das männ­li­che und das weib­li­che, von denen jedes kom­ple­men­tä­re Eigen­schaf­ten besitzt und die ihm eige­nen Unterschiede;((Benedikt XVI., Weih­nachts­bot­schaft an die Römi­sche Kurie, 21. Dezem­ber 2012.))

- die homo­se­xu­el­len Hand­lun­gen sind in sich schlecht und kei­ne Form der Ver­bin­dung zwi­schen Per­so­nen des­sel­ben Geschlechts kann auf irgend­ei­ne Wei­se aner­kannt werden.((Glaubenskongregation, Schrei­ben an die Bischö­fe der Katho­li­schen Kir­che über die Seel­sor­ge für homo­se­xu­el­le Per­so­nen, 1. Okto­ber 1986; Glau­bens­kon­gre­ga­ti­on, Erwä­gun­gen zu den Ent­wür­fen einer recht­li­chen Aner­ken­nung der Lebens­ge­mein­schaf­ten zwi­schen homo­se­xu­el­len Per­so­nen, 3. Juni 2003.))

Als katho­li­sche Anfüh­rer der Pro Life- und Pro Fami­ly-Bewe­gung müs­sen wir Unse­rem Herrn Jesus Chri­stus treu blei­ben, der das Depo­si­tum fidei (Glau­bens­gut) Sei­ner Kir­che anver­traut hat. „Da der Mensch in gänz­li­cher Abhän­gig­keit von Gott, sei­nem Schöp­fer und Herrn steht, und der erschaf­fe­ne Ver­stand der uner­schaf­fe­nen Wahr­heit voll­stän­dig unter­wor­fen ist, so sind wir ver­pflich­tet, wenn Gott sich offen­bart, Ihm durch den Glau­ben vol­len Gehor­sam des Ver­stan­des und Wil­lens zu leisten.“((Erstes Vati­ka­ni­sches Kon­zil, Dog­ma­ti­sche Kon­sti­tu­ti­on über den katho­li­schen Glau­ben, Kap. 3.1))

Wir hal­ten an all dem fest, „was das geschrie­be­ne oder über­lie­fer­te Wort Got­tes ent­hält und die Kir­che als von Gott geof­fen­bart zu glau­ben vor­stellt, — sei es in fei­er­li­chem Leh­rent­scheid, sei es in Aus­übung ihres gewöhn­li­chen all­ge­mei­nen Lehr­am­tes.“((Ibid. Kap. 3.8))

Wir erklä­ren unse­ren völ­li­gen Gehor­sam gegen­über der Hier­ar­chie der katho­li­schen Kir­che in ihrer legi­ti­men Aus­übung ihrer Auto­ri­tät. Den­noch wird uns nichts je über­zeu­gen oder zwin­gen kön­nen, irgend­ei­nen Arti­kel des katho­li­schen Glau­bens oder der katho­li­schen Moral auf­zu­ge­ben oder ihm zu wider­spre­chen. Wenn es einen Kon­flikt zwi­schen den Wor­ten und den Hand­lun­gen irgend­ei­nes Mit­glie­des der Hier­ar­chie, ein­schließ­lich des Pap­stes, und der Leh­re gibt, die von der Kir­che immer gelehrt wur­de, wer­den wir der ewig­gül­ti­gen Leh­re der Kir­che treu blei­ben. Wür­den wir den katho­li­schen Glau­ben auf­ge­ben, wür­den wir uns von Jesus Chri­stus tren­nen, mit dem wir für die gan­ze Ewig­keit ver­eint sein wol­len.

Wir Unter­zeich­ner ver­spre­chen, wei­ter­hin die oben ange­führ­ten, mora­li­schen Grund­sät­ze zu leh­ren und zu ver­tre­ten und jede ande­re, authen­ti­sche Leh­re der katho­li­schen Kir­che, und daß wir uns nie­mals, aus kei­nem Grund, von ihnen ent­fer­nen wer­den.

Die Erstunterzeichner:

Ber­nard Ant­o­ny
Pre­si­dent of Chré­ti­en­té-Soli­da­ri­té (Fran­ce)

Dame Col­le­en Bay­er, DSG
Foun­ding Direc­tor of Fami­ly Life Inter­na­tio­nal NZ (New Zea­land)

Judie Brown
Pre­si­dent of Ame­ri­can Life League (United Sta­tes)

Patrick Buck­ley
Direc­tor of Euro­pean Life Net­work (Ire­land)

Geor­ges Bus­ce­mi
Pre­si­dent of Cam­pa­gne Que­bec Vie (Cana­da)

Gior­gio Cel­si
Pre­si­dent of Asso­cia­zio­ne “Ora et Labo­ra in Dife­sa del­la Vita” (Ita­ly)

Dr. Anca-Maria Cer­nea, MD
Ioan Bar­bus Foun­da­ti­on (Roma­nia)

Greg Clo­vis
Direc­tor of Fami­ly Life Inter­na­tio­nal UK (United King­dom)

Rev. Linus F. Clo­vis
Spi­ri­tu­al Direc­tor of Fami­ly Life Inter­na­tio­nal St Lucia (St Lucia)

Vir­gi­nia Coda Nun­zi­an­te
Pre­si­dent of Asso­cia­zio­ne Famiglia Doma­ni (Ita­ly)

Mode­sto Fer­nan­dez
Pre­si­dent of Droit de Naît­re (Fran­ce)

Richard P. Fitz­gib­bons, M.D.
Direc­tor of the Insti­tu­te for Mar­i­tal Healing (United Sta­tes)

Mathi­as von Gers­dorff
Direc­tor of Akti­on Kin­der in Gefahr (Ger­ma­ny)

Cor­ra­do Gner­re
Natio­nal Direc­tor of Il Cammi­no dei Tre Sen­tie­ri (Ita­ly)

Doug Gra­ne
Chief Exe­cu­ti­ve of Ser­vi­am (United Sta­tes)

Micha­el Hich­born
Pre­si­dent of the Lepan­to Insti­tu­te (United Sta­tes)

Jason Jones
Foun­der of I am Who­le Life
Foun­der of Movie to Move­ment (United Sta­tes)

John Lacken
Foun­der of Legio Sanc­tae Fami­liae
Secreta­ry of the Lumen Fidei Insti­tu­te (Ire­land)

Fran­çois Legrier
Pre­si­dent of Mou­ve­ment Catho­li­que des Famil­les (Fran­ce)

Vit­to­rio Lodo­lo D’Oria
Pre­si­dent of Fami­glie Nume­ro­se Cat­to­li­che (Ita­ly)

Samue­le Manis­cal­co
Direc­tor of Gene­ra­zio­ne Voglio Vive­re (Ita­ly)

Chri­sti­ne de Mar­cel­lus Voll­mer
Pre­si­dent of Aso­cia­ci­on Pro­vi­da de Vene­zue­la (PROVIVE)
Pre­si­dent of Ali­an­za Lati­no­ame­ri­ca­na para la Fami­lia (ALAFA)
Pre­si­dent of Ali­ve to the World, Edu­ca­ti­on in Inte­gri­ty (Vene­zue­la)

Rober­to de Mattei
Pre­si­dent of Fon­da­zio­ne Lepan­to (Ita­ly)

Jean-Pierre Mau­gend­re
Pre­si­dent of Renais­sance Catho­li­que (Fran­ce)

Tho­mas McKen­na
Pre­si­dent of Catho­lic Action for Faith and Fami­ly (United Sta­tes)

Antho­ny Mur­phy
Direc­tor of Catho­lic Voice (Ire­land)

Mari­sa Orec­chia
Pre­si­dent of Feder­vi­ta Pie­mon­te (Ita­ly)

Phil­ip­pe Pilo­quet
Pre­si­dent of SOS Tout-petits (Fran­ce)

Phil­ip­pe Sche­pens M.D.
Secreta­ry-Gene­ral of the World Fede­ra­ti­on of Doc­tors Who Respect Human Life (Bel­gi­um)

John Sme­aton
Chief Exe­cu­ti­ve of the Socie­ty for the Pro­tec­tion of Unborn Child­ren (United King­dom)

Mol­ly Smith
Pre­si­dent of Brin­ging Ame­ri­ca Back to Life
Exe­cu­ti­ve Direc­tor of Cleve­land Right to Life (United Sta­tes)

Guil­laume de Thieulloy
Direc­tor of Le Salon Beige (Fran­ce)

Yves Til­lard
Pre­si­dent of Action Fami­lia­le et Sco­la­i­re (Fran­ce)

Dr. Tho­mas Ward
Pre­si­dent of the Natio­nal Asso­cia­ti­on of Catho­lic Fami­lies (United King­dom)

John-Hen­ry Westen
Co-Foun­der and Edi­tor-in-Chief of Life­Si­teNews (Cana­da)

Mer­ce­des Arzú Wil­son
Foun­der and Pre­si­dent of Fami­ly of the Ame­ri­cas Foun­da­ti­on (Nica­ra­gua)

Die­go Zoia
Direc­tor of SOS Raga­z­zi (Ita­ly)

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Bild: Wiki­com­mons

2 Kommentare

  1. Es wird immer ein­deu­ti­ger, dass Chri­stus die Kir­che führt. Wenn die Expo­nen­ten der Hier­ar­chie abir­ren und sich fal­schen Instan­zen unter­wer­fen (wie alle Wis­sen­schaf­ten, die nicht aus dem Geist Got­tes agie­ren), dann über­neh­men alle wahr­haft Gläu­bi­gen die Füh­rung der Kir­che durch Jesus Chri­stus, ins­be­son­de­re die­je­ni­gen, wel­che noch die Stim­me des hei­li­gen Gei­stes ver­neh­men und nicht mit dem ver­füh­re­ri­schen Zeit­geist ver­wech­seln. Alle die­se Agi­ta­tio­nen gläu­bi­ger Men­schen in letz­ter Zeit schen­ken Ver­trau­en, geben Hoff­nung und ent­flam­men stil­le Freu­de durch die­se laut­lo­se All­ge­gen­wart Jesus Chri­stus, der sagt ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

  2. Mir fällt auf, dass man mit (jeden Sonn­tag die Hl. Mes­se besu­chen­de) Katho­li­ken sich zwar über Abtrei­bung ent­set­zen kann, wenn aber die Spra­che auf die künst­li­che Ver­hü­tung kommt, sehr schnell geschwie­gen wird. Ich ken­ne eine jun­ge Fami­lie (bei­de „gut katho­lisch“ erzo­gen) im „katho­li­schen Bay­ern“, die nichts gegen die Ver­wen­dung von Kon­do­men hat. Ob das wohl dar­an liegt, dass der Ehe­mann und Vater als „Theo­lo­ge“ im kirch­li­chen Dienst arbei­tet und Abir­run­gen begrüßt? Wes­sen Brot ich des­sen Lied ich sin­ge? Was war zuerst, die Hen­ne oder das Ei — hier die Abir­run­gen und dann das Theo­lo­gie­stu­di­um und der kirch­li­che Dienst oder das Theo­lo­gie­stu­di­um und der kirch­li­che Dienst und dabei die Abir­run­gen?

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