Weihe der Niederlande und von San Francisco an das Unbefleckte Herz Mariens

100 Jahre Fatima: Die Bischöfe der Niederlande und von San Francisco weihen ihre Bistümer dem Unbefleckten Herz Mariens.
100 Jahre Fatima: Die Bischöfe der Niederlande und von San Francisco weihen ihre Bistümer dem Unbefleckten Herz Mariens.

(Amsterdam/San Fran­cis­co) Die Bis­tü­mer der Nie­der­lan­de und das Erz­bis­tum San Fran­cis­co in den USA wer­den anläß­lich des 100-Jahr­ge­den­kens an die Mari­en­er­schei­nun­gen von Fati­ma dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens geweiht.

1917 erschien in Por­tu­gal, nahe Fati­ma, die Got­tes­mut­ter Maria drei Hir­ten­kin­dern. Die Got­tes­mut­ter ließ die Kin­der erschüt­tern­de Din­ge schau­en, gab ihnen aber auch die Ver­hei­ßung, daß „am Ende“ ihr Unbe­fleck­tes Herz „tri­um­phie­ren“ wer­de.

Liebfrauenbasilika von Maastricht
Lieb­frau­en­ba­si­li­ka von Maas­tricht

Wie das Katho­liek Nieuws­b­lad am 21. März ver­öf­fent­lich­te, wer­den die Bischö­fe der Nie­der­lan­de am kom­men­den 13. Mai gemein­sam das Land dem Unbe­fleck­ten Herz Mari­ens wei­hen. Am 13. Mai 1917 fand die erste von ins­ge­samt sechs Mari­en­er­schei­nun­gen statt, die bis Okto­ber des­sel­ben Jah­res jeweils am 13. Tag eines jeden Monats erfolg­ten. Am 13. Mai 2017 wird Papst Fran­zis­kus Fati­ma besu­chen und die bei­den früh­ver­stor­be­nen Seher­kin­der, die Geschwi­ster Fran­cis­co und Jacin­ta Mar­to, hei­lig­spre­chen.

Jacin­ta war zum Zeit­punkt der ersten Erschei­nung sie­ben Jah­re alt, ihr Bru­der Fran­cis­co acht Jah­re. Das drit­te Seher­kind, ihre Cou­si­ne Lucia de Jesus dos San­tos war damals zehn. Fran­cis­co starb im April 1919, Jacin­ta im Febru­ar 1920 und Lucia im Febru­ar 2005. Am 13. Mai 2000 wur­den die Geschwi­ster von Papst Johan­nes Paul II. in Fati­ma selig­ge­spro­chen. Das Selig­spre­chungs­ver­fah­ren für Lucia ist seit 2008 im Gan­ge.

Die Wei­he der Nie­der­lan­de an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens erfolgt am 13. Mai in der Lieb­frau­en­ba­si­li­ka von Maas­tricht im Rah­men der Ersten Ves­per.

Weihe des Erzbistums von San Francisco

Am 28. März gab das Erz­bis­tum San Fran­cis­co in Kali­for­ni­en (USA) bekannt, daß die Erz­diö­ze­se am kom­men­den 7. Okto­ber 2017 dem Unbe­fleck­ten Herz Mari­ens geweiht wird. Die Erklä­rung ist von Erz­bi­schof Sal­va­to­re Cor­di­leo­ne selbst unter­zeich­net. Wie der Erz­bi­schof mit­teil­te, kom­me er damit „dem Wunsch von zahl­rei­chen Gläu­bi­gen nach“, die um die Wei­he „unse­res Erz­bis­tums an das Unbe­fleck­te Herz Mari­ens“ ersucht haben.

Internetseite zur Vorbereitung auf die Weihe des Erzbistums San Francisco
Vor­be­rei­tung auf die Wei­he des Erz­bis­tums San Fran­cis­co

Erz­bi­schof Cor­di­leo­ne erin­nert an das 100-Jahr­ge­den­ken der Mari­en­er­schei­nun­gen in Fati­ma. Den 7. Okto­ber habe er für die Wei­he gewählt, weil die­ser Tag mit dem Rosen­kranz­fest zusam­men­fällt, einem „bedeu­tungs­vol­len Tag“, an dem der sieg­rei­chen Schlacht von Lepan­to gedacht wird. Der Rosen­kranz steht wie­der­um in enger Ver­bin­dung mit Fati­ma.

Der Erz­bi­schof rief die Gläu­bi­gen auf, sich geist­lich auf die Wei­he vor­zu­be­rei­ten, damit die­se „frucht­bar“ wer­den kön­ne. Er kün­dig­te dazu Kate­che­sen an. Er ver­traue dar­auf, daß dem Erz­bis­tum durch die Für­spra­che des Unbe­fleck­ten Her­zens Mari­ens „rei­che Gna­den“ zuteil wer­den, „wenn wir geist­lich vor­be­rei­tet und ange­mes­sen bereit sind“.

Zur Vor­be­rei­tung auf die Wei­he wur­de im Rah­men des Inter­net­auf­tritts des Erz­bis­tums ein eigenr Bereich ein­ge­rich­tet.

Text: Giu­sep­pe Nar­di
Bild: Wikicommons/sfarchdiocese.org

2 Kommentare

  1. Sehr gut. Heu­te liest man in der Tages­post, dass die vier katho­li­schen Diö­ze­san­bi­schö­fe Russ­lands im Juli mit Pil­ger­grup­pen ihrer jewei­li­gen Diö­ze­sa­nen zeit­gleich nach Fati­ma kom­men wer­den. Das könn­ten sie mE gut zum Anlass neh­men, ihr Land dem Unbe­fleck­ten Her­zen Mari­ens zu dedi­zie­ren. Wenn die Bischö­fe Russ­lands dabei das Land nament­lich nen­nen wür­den, wäre das mE nichts poli­tisch Inkor­rek­tes, son­dern ziem­lich natür­lich und selbst­ver­ständ­lich.

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