Leo XIV. nahm mit dem Papamobil ein ausgiebiges Bad in der ernormen Menschenmenge, die sich zu seiner Amtseinführung in Rom versammelt hatte
Leo XIV.

„Eine geeinte Kirche als Sauerteig für eine versöhnte Welt“

Am heu­ti­gen 18. Mai fand die Amts­ein­füh­rung von Papst Leo XIV. statt. In sei­ner Pre­digt an das auf dem Peters­platz und den angren­zen­den Stra­ßen ver­sam­mel­te Volk rief er vor allem zur Ein­heit der Kir­che auf und beton­te den Pri­mat der Lie­be.Eini­ge ande­re Stel­len wären wohl etwas erklä­rungs­be­dürf­tig, beson­ders die „Auf­wer­tung“ der „reli­giö­sen Kul­tur eines jeden
Papst Leo XIV. am 10. Mai bei seinem Besuch des Marienheiligtums von Genazzano bei Rom, das vom Augustinerorden betreut wird
Forum

Ein Pontifikat im Zeichen Mariens

Von Cri­sti­na Sic­car­di* Der Augu­­sti­­ner-Papst Leo XIV. hat schon bei sei­nen ersten Schrit­ten als Pon­ti­fex sei­ne Ver­bun­den­heit mit der aller­se­lig­sten Jung­frau und Got­tes­mut­ter Maria gezeigt. Am Abend sei­ner Wahl, in der Abend­däm­me­rung des 8. Mai, des Hoch­fests Unse­rer Lie­ben Frau von Pom­pe­ji, ver­trau­te er von der Segens­log­gia aus sein Man­dat als Nach­fol­ger des hei­li­gen Petrus,
Carpinato Romano, der Geburtsort von Papst Leo XIII.
Leo XIV.

„Er wollte sich ursprünglich Augustinus nennen“

Kar­di­nal Fer­nan­do Filoni, der wäh­rend des jüng­sten Kon­kla­ves als Stim­men­zäh­ler im vier­ten und letz­ten Wahl­gang aus­ge­lost wur­de, ver­riet in einem Inter­view mit Il Fat­to Quo­ti­di­ano vom 14. Mai 2025, daß Kar­di­nal Pre­vost nach sei­ner Erwäh­lung zum Papst kurz davor war, den Namen „Augu­sti­nus“ als Papst­na­men zu wäh­len, sich aber schließ­lich für Leo XIV. ent­schied. Es
Papst Leo XIV. traf sich heute mit dem Kardinalskollegium, vor dem er eine Ansprache hielt
Leo XIV.

Ansprache von Leo XIV. an das Kardinalskollegium

Bevor wir Platz neh­men, wol­len wir mit einem Gebet begin­nen und dar­um bit­ten, dass der Herr die­ses Kol­le­gi­um und vor allem die gan­ze Kir­che wei­ter­hin mit die­sem Geist, auch mit Begei­ste­rung, aber in tie­fem Glau­ben, beglei­ten möge. Lasst uns gemein­sam auf Latein beten. Pater noster… Ave Maria… Im ersten Teil die­ses Tref­fens gibt es eine
Die Sedisvakanz ist zu Ende. Ab heute beginnt sich in Rom alles auf den neuen Papst Leo XIV. auszurichten
Leo XIV.

Wird Leo XIV. der Löwe sein, den die Kirche braucht?

Leo XIV. wird als erste öffent­li­che Amts­hand­lung nach dem gestern gespen­de­ten Apo­sto­li­schen Segen Urbi et Orbi mit den Kar­di­nal­wäh­lern in der Six­ti­ni­schen Kapel­le eine Dank­mes­se fei­ern. Der Drang ist groß, wis­sen zu wol­len, wie er zu die­sem oder jenem The­ma steht. Dar­in drückt sich das Ban­gen aus, das Fran­zis­kus in sei­nem desa­strö­sen Pon­ti­fi­kat der Kir­che
Leo XIII. und der Neo-Thomismus mit Schwächen
Hintergrund

Leo XIII. und seine Rückkehr zum Thomismus

Von Ivo Kerže* Leo XIII. wird zu Recht als der Papst gewür­digt, der mit sei­ner Enzy­kli­ka Aeter­ni Patris (1879) die Kir­che nach etwa einem Jahr­hun­dert der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, in dem sich die theo­lo­gi­schen Stu­di­en und die Aus­bil­dung des Kle­rus von moder­nen, dem Dog­ma zutiefst frem­den phi­lo­so­phi­schen Strö­mun­gen hat­ten anzie­hen las­sen, zum Tho­mis­mus zurück­führ­te. Dies war die Zeit,
Memento mori
Buchbesprechungen

Dionysius der Kartäuser, Von den letzten Dingen des Menschen

Buch­be­spre­chung von Wolf­ram Schrems* Der auf die­ser Sei­te schon oft prä­sen­tier­te Reno­­va­­men-Ver­­lag bringt in die­sen Wochen ein klas­si­sches Werk der Spi­ri­tua­li­tät neu her­aus. Es gehört zu den­je­ni­gen Wer­ken, die man ger­ne frü­her ken­nen­ge­lernt (und beher­zigt) hätte.
Durch Martin Luther wurde im Protestantismus eine Überhöhung der Staatsmacht angestoßen – mit schwerwiegenden Folgen. Die katholische Seite, wie Kardinal Robert Bellarmin, stellte sich entgegen.
Forum

Vom naturrechtlichen Gemeinwesen zum demokratischen Rechtsstaat (1613)

Ein Gast­bei­trag von Hubert Hecker I. Mar­tin Luther ent­wickel­te aus sei­nen theo­lo­gi­schen Grund­sät­zen eine theo­kra­ti­sche Staats­kon­zep­ti­on. Pro­te­stan­ti­sche Argu­men­te für abso­lu­ti­sti­sche Herr­scher Der Refor­ma­tor lehn­te eine Welt­be­schrei­bung mit säku­la­ren Kate­go­rien von Phi­lo­so­phie und Staats­recht ab. Poli­tik und Staat soll­ten allein aus der Bibel erklärt wer­den (sola scrip­tu­ra). Bei die­sem Ansatz war der Aus­gangs­punkt für Luthers theo­kra­ti­sche
Der Historiker Roberto de Mattei legte eine umfangreiche Biographie über Kardinalstaatssekretär Merry del Val vor, der an der Seite von Papst Pius X. den Modernismus bekämpfte
Buchbesprechungen

Rafael Merry del Val, eine erhellende Biographie

Von Cri­sti­na Sic­car­di* Obwohl Kar­di­nal Rafa­el Mer­ry del Val ein wich­ti­ger Prot­ago­nist der Papst­ge­schich­te am Über­gang vom 19. zum 20. Jahr­hun­dert war, gab es bis­her kei­ne zufrie­den­stel­len­de Bio­gra­phie über ihn, mit Aus­nah­me eini­ger apo­lo­ge­tisch aus­ge­rich­te­ter Bücher, wie zum Bei­spiel die inzwi­schen ver­grif­fe­ne Bio­gra­phie von Mon­si­gno­re Pio Cen­ci, Archi­var des Vati­ka­ni­schen Geheim­ar­chivs (mit einem Vor­wort von
Neue Bücher, die das Märchen zerlegen, das als "Evolutionstheorie" seit 150 Jahren aufgetischt wird.
Buchbesprechungen

Zwei Bücher von Dominique Tassot zerlegen die Evolutionstheorie

Von Rober­to de Mat­tei* Seit 150 Jah­ren ist die Evo­lu­ti­ons­theo­rie die Grund­la­ge für unzäh­li­ge Irr­tü­mer in allen Berei­chen, auch im reli­giö­sen. Der von Papst Fran­zis­kus gegen­über den Ver­tei­di­gern der katho­li­schen Tra­di­ti­on erho­be­ne Vor­wurf des „Indiet­ris­mus“ impli­ziert bei­spiels­wei­se eine evo­lu­tio­ni­sti­sche Auf­fas­sung vom Leben der Kir­che, die auf dem Grund­satz beruht, daß das „Nach­her“ immer bes­ser ist